DE2705603C2 - 2'-(Carboxymethoxy)-chalkone und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
2'-(Carboxymethoxy)-chalkone und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Hl-COCH3 ÖI)
OCH2COOR
mit einem substituierten Benzaldehyd der Formel III
mit einem substituierten Benzaldehyd der Formel III
N/V
OHC
wobei die Reste X1, X2 und X3 die oben angegebene Bedeutung haben und R Wasserstoff oder niederes Alkyl
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, unter alkalischen Bedingungen in einem organischen Lösungsmittel
kondensiert.
Die Erfindung betrifft neue 2'-(Carboxymethoxy)-chalkone mit Wirkung gegen Magen- und Zwölfiingerdarmgeschwüre
und Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es ist bekannt, daß verschiedene Chalkone als Oxidationsinhibitoren (GB-PS 12 50 388), Strahlungsabsorptionsmittel
(DE-OS 20 13 414) und Süßungsmittel (JP-OS 46 347/1972) verwendbar sind. Bei einigen Chalkonen
wurde auch über eine pharmakologische Aktivität berichtet, beispielsweise sind sie als Analgetikum (JP-OS
26 255/1965), antiinflammatorische Mittel (JP-OS 32 861 /1973), Bakterizide (JP-OS 11 828/1960) und
Vasodilatoren (JP-OS 18 739/1965) einsetzbar.
Bezüglich Chalkonen mit Wirkung gegen Magengeschwüre sei verwiesen auf die JP-PS 6 23 498 für Sophoradochromene,
die JP-PS 6 91 783 bezüglich 2,2',4,4'-Tetrahydroxy-6'-methoxy-3'-(5-methyi-2-isopropenylhex-4-enyl)-chalkon,
auf »Arzneimittel Forschung«, Band 17, 1544 (1967) bezüglich Isoliquiritigenin. Schließlich
zeigt die US-PS 39 28 421 Chalkonäther mit Wirksamkeil gegen Magengeschwüre.
Die oben genannten JP-PS zeigen die Extraktionsmethoden der Verbindungen aus Pflanzen, was mit Nachteilen
behaftet ist, wie einer komplizierten Arbeitsweise, geringer Ausbeute und schlechter Reinheit. Isoliquiritigenin
wird durch Hydrolyse von Isoliquiritin, das aus Pflanzen in schlechter Ausbeute extrahiert wurde, erhalten.
Alle oben erwähnten Chalkone haben nur wenig oder gar keine hydrophile Gruppen, so daß die Absorptionsgeschwindigkeit im lebenden Körper schlecht ist. Chalkonderivate mit Wirkung gegen Zwölffingerdarmgeschwüre
sind bis jetzt noch nicht bekannt.
Die Erfindung betrifft nun neue 2'-(Carboxymethoxy)-chaIkone der allgemeinen Formel I
(D
O
OCH2COOH
OCH2COOH
worin einer oder zwei der Reste X1, X2 und X3 den 3-Methyl-2-butenyloxyrest darstellen und der andere Rest
oder die anderen Reste Wasserstoff bedeuten.
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Chalkonderivate mit ausgezeichneter Wirkung gegen Zwölffingerdarmgeschwüre
sowie Wirkung gegen Magengeschwüre, die hohe Absorptionsgeschwindigkeiten im lebenden Körper und nur geringe akute und chronische Toxiziiät aufweisen.
Weiteres Ziel der Erfindung ist ein einfaches und bequemes Herstellungsverfahren zur Herstellung von neuen
brauchbaren Chalkonderivaten, insbesondere ein bequemes großtechnisches Herstellungsverfahren.
Die Verbindungen der Formel I zeigen hohe Absorptionsgeschwindigkeiten im lebenden Körper und bemerkenswerte
Wirkung gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, wie sie bisher bei bekannten Chalkonen mit
Wirkung gegen Magengeschwüre, noch nicht bekannt waren. So zeigen die Verbindungen der Formel I ausgezeichnete
Wirkung öei Essigsäuregeschwür, das dem chronischen Magengeschwür analog ist, sowie bei verschiedenen
Arten von Magengeschwüren, wie Stressulcus, Shay's Ulcus, Histaminuicus, Cysleaminulcus und
durch Arzneimittel induzierte Geschwüre, wie beispielsweise durch Aspirin und antiflammatorische Mittel
induzierte Geschwüre. Es ist interessant, daß die Verbindungen der Formel I eine bemerkenswerte Wirkung bei
Cystaminulcus zeigen, das analog zum Duodenalulcus ist.
Die Vorteile der Verbindung der Formel I, d. h. hohe Absorptionsgeschwindigkeit im lebenden Körper, ausgezeichnete
Wirkung gegen Magen- ui?d Duodenalulcus und geringe Toxizität durften der Kombinatioc1, der
Chalkonmutterstruktur, der 2'-Carboxymethoxygruppe und einer oder zwei 3-Methyi-2-butenyloxygruppen
zukommen. Insbesondere die 2'-Carboxymethoxygruppe trägt viel zur guten Absorption im lebenden Körper
bei.
Die Verbindungen der Formel I können nach folgender Reaktionsfolge hergestellt werden:
OCH2COOH
(H) (HI) (I)
Bei der Reaktionsfolge haben die Reste X1, X2 und XJ die früher angegebene Bedeutung und R bedeutet Wasserstoff
oder niederes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen.
Die Reaktion der Verbindungen der Formeln II und III kann durch Zugabe von Alkali, wie Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat, zu einer Lösung der Verbindungen der Formeln II
und III in einem organischen Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol, Aceton, Hexan oder Dimethylformamid,
und mehrstündiges Bewegen des Gemisches bei O bis 10O0C durchgeführt werden. Die gebildete Verbindung
der Formel I kann aus der Mutterlauge leicht abgetrennt und durch Umkristallisieren gereinigt werden.
Die Verbindung der Formel II kann durch Umsetzung von 2-Hydroxyacetophenon oder 2-Hydroxy-4-(3-methyl-2-butenyloxy)-acetophenon
mit Halogenessigsäure oder eirem niederen Alkylester der Halogenessigsäure
erhalten werden, während die Verbindung der Formel HI durch Umsetzung von 2-Hydroxybenzaldehyd,
4-Hydroxybenzaldehyd oder 2,4-Dihydroxybenzaldehyd mit l-Halogen-3-methyl-2-buten erhalten werden
kann. .
Die Verbindungen der Formel I zeigen ein höheres Absorptionsverhältnis bei der Ratte als Verbindungen, die
keine 2'-Carboxymethoxygruppe aufweisen, wie dies in Tabelle I gezeigt ist.
Die Verbindungen der Formel I zeigen ausgezeichnete kurative oder präventive Wirkung bei den verschiedenen
Arten von experimentellen Magenulcera bei Ratten oder Meerschweinchen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
beschleunigen den Heilungsprozeß der chronischen Magengeschwüre, die durch Injektion von
Essigsäure induziert werden (Essigsäureulcus) und inhibierten Ulcera und Erosionen, die durch Ligatur am
Pylorus gebildet werden (Shay's Ulcus) oder durch Streßeinwirkung auf Tiere durch Halten unter beengten Verhältnissen
und Eintauchen in Wasser (Streßulcus) und inhibierten auch Ulcera und Erosionen, die durch Verabreichung
von Aspirin induziert werden (Aspirinulcus). Darüber hinaus beschleunigen die Verbindungen der
Formel I den Heilungsprozeß von akuten Magengeschwüren, die durch Injektion von Histamin (Histaminuicus)
induziert wurden und inhibierten Ulcera und Erosionen, die durch Verabreichen von Cysteamin verursacht sind
(Cysteaminulcus). Außerdem inhibieren die Verbindungen nicht nur Magengeschwüre sondern auch Zwölffingerdarmgeschwüre
und Erosionen, die durch Verabreichung von Cysteamin verursacht sind. Die Wirkungen
ύ gegenüber Cysteaminulcus, Histaminulcus und Zwölffingerdarmgeschwüre sind bei den Chalkonen ohne T-
ΐ| Carboxymethoxygruppen nicht zu finden, wie die Ergebnisse in Tabelle I zeigen.
|5; Die Verbindungen der Formel I sind wirksam sowohl bei akutem als auch bei chronischem Magengeschwür,
ψ beschleunigen die Wiederbildung von verletztem Magenschleimhautgewebe, verhindern das Auftreten von
% 5 Magengeschwüren oder das Wiederauftreten derselben und zeigen ausgezeichnete Heilungswirkungen bei vor-
# handenem Magengeschwür und sind auch wirksam für Duodenalgeschwüre. Überdies haben die erfindungsge-
fi mäßen Verbindungen geringe unterdrückende Wirkung auf die Sekretion eines aggressiven Faktors für Ulcus,
\fi wie Salzsäure oder Pepsin, zeigen jedoch keine Nebenwirkungen, wie dies bei der Verabreichung von anticholi-
;i I nergen Mitteln der Fall ist.
t|. ίο Eine allgemeine pharmakoiogische Aktivität oder irgendwie ungünstige Nebenwirkung im zentralen Nerven-
JS system oder im autonomen Nervensystem durch die Verabreichung der vorliegenden Verbindungen wurde bis-
% her nicht beobachtet.
Ψί Die Toxizität der Verbindungen der Formel I ist außerordentlich niedrig, und bei der oralen Verabreichung
pj von 8 g/kg war innerhalb 96 Stunden bei Mäusen, Ratten und Hunden kein Todesfall zu beobachten. Bei oraler
j:S 15 Verabreichung von täglich 1 g/kg für 30 Tage waren auch keine Nebenwirkungen zu beobachten. Die Verbin-
φ. düngen können daher für lange Zeiträume ohne begleitende Nebenwirkungen sicher verabreicht werden.
iß Die folgenden Bezugsbeispiele zeigen die Herstellung der Ausgangsmaterialien der Formeln II und III.
>Ί Bezugsbeispiel 1
|| Zu einer Lösung von 1,1g 2-Hydroxy-4-(3-methyi-2-butenyloxy)-acetophenon in 20 m! Aceton wurden 0,3 g
§^ Kaüumhydroxid gegeben, und zum Gemisch wurden 1,0 g Bromessigsäureäthylester troprenweise unter Rühren
zugegeben. Nach dem Ende des Eiatropfens wurde das Gemisch 2 Stunden bei Zimmertemperaturgerührt,
jg dann mit verdünnter Salzsäure angesäuert und dreimal mit Äther extrahiert. Die Ätherschichten wurden gut
j!j| 25 mit Wasser gewaschen und über Na2SO4 getrocknet. Nach Verdampfen des Äthers hinterblieb ein Rückstand,
H derausÄther-PetroIbenzinumkristallisiert wurde und l,4g2-iÄthoxycarbonylmethoxy)-4-(3-methyl-2-buteny-
|1 loxy)-acetophenon vom F = 60 bis 62°C ergab.
Bezugsbeispiel 2
Es wurde wie in Bezugsbeispiel 1 gearbeitet, jedoch der Bromessigsäureäthylester durch Chloressigsäuremethylester
ersetzt. Man erhielt 1,3 g 2-Methoxycarbonylmethoxy)-4-(3-methyl-2-buteny!oxy)-acetophenon vom
F = 80 bis 82°C.
35 Bezugsbeispiel 3
Es wurde wie in Bezugsbeispiel 1 gearbeitet, jedoch der Bromessigsäureäthylester durch Bromessigsäure
ersetzt. Man erhielt 0,9 g2-(Carboxymethoxy)-4-(3-methyI-2-butenyloxy)-acetophenon vom F = 138 bis 1400C.
40 Bezugsbeispiel 4
Zu einer Lösung von 10 g 2-Hydroxyacetophenon in ·4,0 ml Aceton wurden 12 g Kaliumcarbonat gegeben.
Nachdem das Gemisch 1 Stunde bei Zimmertemperatur gerührt wurde, wurden 14 g Bromessigsäureäthylester
tropfenweise unter 3-stündigem Rühren zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde Filtriert und Aceton abge-45
dampft, der Rückstand wurde mit Äther extrahiert. Nach Verdampfen des Äthers verblieb ein Rückstand, der
aus Petroläther umkristallisiert wurde, was 9,7 g 2-(Äthoxycarbonylmethoxy)-acetophenon vom F = 3*bis35°C
ergab.
Bezugsbeispiel 5
Zu einer Lösung von 5 g 2,4-Dihydroxybenzaldehyd in 200 ml Aceton wurden 15 g Kaliumcarbonat zugegeben
und dann das Gemisch 20 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt. Dann wurden 12 g3-Methyl-2-butenylbronrid
tropfenweise unter Rühren zugefügt und 3 Stunden weitergerührt. Das Reaktiqnsgemisch wurde abfiltriert
und Aceton abgedampft und der verbleibende Rückstand in Äther gelöst. Zu der Ätherlösung wurde eine
55 2%ige Natriumhydroxidlösung gegeben und die Ätherschicht wurde mit Wasser gewaschen und über Na2SO4
getrocknet. Nach Verdampfen des Äthers verblieb 9 g des öligen 2,4-Bis-(3-methy!-2-butenyloxy)-benzaIdehyds.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
60 Beispiel 1
Zu einer Lösung von 1,5 g 2-(Äthoxycarbonylmethoxy)-4-(3-rnethy]-2-butenyloxy)-acetophenon und 1,0 g 4-(3-Methyl-2-butenyloxy)-benzaldehyd
in 5 ml Äthanol wurden 10 ml 20%ige Kaliumhydroxiölösung zugegeben.
Die Lösung wurde dann 4 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit ver-65
dünnter Salzsäure angesäuert, was eine Ausfällung ergab, die mit Wasser gewaschen wurde. Umkristallisieren
aus Äthano! ergab hellgelbe Nadeln von 2'-(Orboxymethoxy)-4,4'-bis-{3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon in
einer Ausbeute von 1,7 g vom F = 141 bis 142°C.
11 US ÖU5
Zu einer Lösung von 1,5 g 2-(Methoxycarbonylmethoxy)-4-(3-methyl-2-butenyloxy)-acetophenon und 1,0 g
2-(3-Methyi-2-butenyloxy)-benzaldehyd in 10 mol Äthanol wurden 10 ml 20%ige Kaliumhydroxidlösung gegeben,
und die Lösung wurde dann 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde mit verdünntier
Salzäure angesäuert und mit Äther extrahiert. Nach Verdampfen des Äthers hinterblieb ein Rückstand, der
aus Äthanol umkristallisiert wurde und hellgelbe Nadeln von 2'-(Carboxymethoxy)-2,4'-bis-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon
in einer Ausbeute von 1,7 g vom F = 78 bis 800C ergab.
Beispiel 3 Ki
Zu einer Lösung von 2,3 g 2-(Carboxymethoxy)-4-(3-methyl-2-butenyloxy)-acetophenon und 0,8 g Benzaldehyd
in IO ml Äthanol wurden 15 ml 50%ige Kaliumhydroxidlösung gegeben. Die Lösung wurde dann 3 Stunden
bei 25°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit verdünnter Salzsäure angesäuert, was gelbe Kristalle ergab,
die mit Wasser gewaschen wurden. Umkristallisieren aus n-Hexan-benzol ergab gelbe Nadeln von 2'-(Carboxymethoxy)-4'-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon
in einer Ausbeute von 2,0 g vom F = 112 bis 114°C.
Zu einer Lösung von 1 g 2-(Äthoxycarbonylmethoxy)-acetophenon und 1,2 g 2,4-Bis-(3-methyI-2-butenyloxy)-benzaldehyd
in 30 ml Äthanol wurden 7 ml 50%ige Kaliumhydroxidlösung gegeben. Die Lösung wurde
dann 4 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit verdünnter Salzsäure angesäuert
und mit Äther extrahiert. Nach Verdampfen des Äthers hinterblieb ein Rückstand, der aus Benzol umkristallisiert
wurde, was hellgelbe Nadeln von 2'-(Carboxymethoxy)-2,4-bis-(3-methyl-2-butenyloxy)-benzaldehyd
in einer Ausbeute von 1,5 g vom F = 81 bis 83°C ergab.
Zu einer Lösung von 1,5 g 2-(Äthoxycarbonylmethoxy)-acetophenon and 1,3 g 4-(3-Methyl-2-butenyloxy)-benzaldehyd
in 17 ml Äthanol wurden 17 ml 50%ige Kaliumhydroxidlösung gegeben. Die Lösung wurde dann 5
Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde mit verdünnter Salzsäure angesäuert,
die erhaltene ölige Substanz wurde mit Wasser gewaschen und mit Äther extrahiert. Nach Verdampfen des
Äthers hinterblieb ein Rückstand, der aus Benzol umkristallisiert wurde, was gelbe Nadeln von 2'-(Carboxymethoxy)-4-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon
in einer Ausbeute von 1,1 g vom F = 141 bis 142°C ergab.
Zu einer Lösung von i,2 g 2-(Äihoxycarbonyimeihoxy)-aceiophcnun üiid 1 g 2-(Mciriyl-2-buieriyioxy)-benzaldehyd
in 25 m! Äthanol wurden 7 ml 50%ige Kaliumhydroxidlösung gegeben. Die Lösung wurde dann 2
Stunden bei 50°C gerührt, das Reaktionsgemisch mit verdünnter Salzsäure angesäuert und mit Äther extrahiert.
Nach Verdampfen des Äthers verblieb ein Rückstand der aus n-Hexan-Benzol umkristallisiert wurde, was hellgelbe
Nadeln von 2'-<Carboxymethoxy)-2-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon jn ejner Ausbeute von 1,5 g vom
F = 80 bis 810C ergab.
Die folgenden Versuche zeigen die biologischen Prüfungsverfahren zur Bestimmung der Absorptionsrate und
der physiologischen Aktivitäten.
Versuch I
Männliche Ratten vom Stamm Wistar wurden 24 Stunden ohne Futter gehalten, und dann wurde unter Ätheranästhesie
die Abdominalwand entlang der Mittellinie eingeschnitten. Dann wurde am Pylorus und 4 cm distal so
vom Pylorus jeweils abgebunden, um einen blinden Sack zu bilden. Die Testlösung (100 mg/kg Körpergewicht
(KG) Testdroge, suspendiert in 0,5 %iger Natriumcarboxymethylcelluloselösung) wurde in diesen Sack injiziert.
3 Stunden nach der Behandlung wird der Sack entfernt und die verbliebene Droge wurde zur Bestimmung der
Absorptionsrate der Tesdroge gemessen.
• Versuch II
Die Aktivität der erfindungsgemäßen Verbindungen gegen Magengeschwüre wurde nach derTakagi Essigsäureulcusmethode
[Japanese Journal of Pharmacology, 19, 418 (1969)] bestimmt
Männliche Ratten vom Stamm Donryu mit einem Gewicht von 230 bis 250 g wurden zur Prüfung der kurativen
Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen bei chronischen Magenulcus, das durch submucosale Injektion
von Essigsäure hervorgerufen war, verwendet.
Die Tiere wurden der Laparotomie unter Ätheranästhesie unterworfen und es wurden ihnen 0,01 ml 20 %ige
Essigsäure zwischen die Serosa- und die Muskelschicht des pylorischen Antrums injiziert. Nach der Operation
wurde das Abdomen geschlossen und die Tiere wurden normal gefuttert Die Prüfverbindungen wurden peroral
zweimal täglich 10 Tage lang, beginnend zwei Tage nach der Operation, verabreicht Am zwölften Tag nach der
Operation wurden die Tiere getötet, um den Heilungsprozeß des Ulcus zu bestimmen. Jeder Magen wurde entfernt,
mit 15 ml 1 %iger Formalinlösung gefüllt und etwa 10 Minuten in die gleiche Lösung eingebracht, um
die äußeren Schichten der Magenwand nach der Methode von Brodie [Gastroenterology, 38,353 (1960)] zu fixieren.
Dann wurde der Magen entlang der großen Kurvatur aufgeschnitten und die Läsionen im Magen beobachtet.
Die Fläche des erzeugten Ulcus wurde als Ulcusindex bezeichnet.
Unter Verwendung des Ulcusindex wurde die Heilungsrate für Ulcus aus der folgenden Gleichung berechnet:
Unter Verwendung des Ulcusindex wurde die Heilungsrate für Ulcus aus der folgenden Gleichung berechnet:
Heilungsrate (%) = 100 (C-SVC,
worin C der Ulcusindex der Kontrolle und S der Ulcusindex der Probe ist.
worin C der Ulcusindex der Kontrolle und S der Ulcusindex der Probe ist.
In Tabelle I sind die erhaltenen Ktilungsraten jeder Verbindung gezeigt.
Versuch III
Ein anderer Aktivitätstest für Magenulcus wurde nach Ulcusmethode von Shay durchgeführt [Gastroenterology,
5, 43 (1945)].
Männliche Ratten vom Stamm Donryu mit einem Gewicht von 200 bis 230 g wurden zur Prüfung der präventiven
Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen gegen den sogenannten Shay's Ulcus verwendet, der durch
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nach Belieben Wasser. Unter Ätheranästhesie wurde die mittlere Ventiallinie des Tieres eingeschnitten und der
Pylorus abgebunden. Dann wurde das Abdomen geschlossen und die Prüfverbindung wurde intraperitoneal
verabreicht. 15 Stunden nach der Operation wurden die Tiere durch Ätherinhalation getötet. Der Osophagus
wurde abgebunden und der Magen sorgfältig entfernt. Das Volumen der Magenflüssigkeit wurde gemessen und
Läsionen an dem Teil des Vordermagens wurden makroskopisch untersucht. Die Flächen von Ulcus und Erosionen
wurden gemessen und die Summe von beiden als Ulcusindex bezeichnet.
Unter Verwendung des Ulcusindex wurde die präventive Wirkung für Ulcus aus der folgenden Gleichung
berechnet:
Präventivrate (%) = 100 (C-SVC,
.vorin C der Ulcusindex der Kontrolle und S der Ulcusindex der Probe ist.
In Tabelle I ist der erhaltene Ulcusindex jeder Verbindung zusammengefaßt, zusammen mit dem präventiven
Verhältnis der Magensaftsekretion (%), die in der gleichen Weise wie die Präventivrate für Ulcus berechnet
wurde.
Versuch IV
Die Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung gegen Magenulcus wurde nach dem Streßulcusverfahren nach
Takagi [Japanese Journal of Pharmacology, 18, 9 (1968)] untersucht.
Es wurden männliche, Donryu-stämmige Ratten mit einem Gewicht von 260 bis 300 g zur Untersuchung der
präventiven Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung gegen Magenulcus, das durch Einsperren und unter Wassertauchen
hervorgerufen wurde, verwendet. Die Tiere wurden in den Streßkäfig gebracht und immobilisiert
und dann vertikal zum Schwertfortsatz des Brustbeines des Tieres 7 Stunden in ein Wasserbad von 23°C
getaucht. Die zu prüfenden Medikamente wurden 30 Minuten vor dem Einsperren intraperitoneal verabreicht.
Am Ende der Streßzeit wurden die Tiere aus dem Wasserbad genommen, aus dem Streßkäfig befreit und
durch einen Schlag getötet. Der Magen wurde entfernt und mit 15 ml 1 %iger Formalinlösung gebläht und zum
Fixieren der äußeren Magenwandschicht nach Brodie etwa 10 Minuen in dieselbe Lösung gelegt. Dann wurde
der Magen entlang der großen Kurvatur eröffnet und makroskopisch auf Läsionen untersucht. Die Ulcus- und
Erosionsflächen wurden gemessen und die Summe aus beiden wurde als Ulcusindex genommen.
Aus der in Versuch III beschriebenen Gleichung wurde jeweils die Präventivrate (%) berechnet und in
Tabelle I aufgeführt.
* Versuch V
Unter Verwendung von Aspirin als Pharmakon, das oft zu Magenulcus führt, wurde die Wirkung der vorliegenden
Verbindungen gegen Magenulcus geprüft.
Man verwendete männliche Donryu-stämmige Ratten mit einem Gewicht von 200 bis 300 g zur Prüfung der
Präventivwirkung gegen Aspirin-induzierte Magenulcera.
Die Tiere wurden behandelt, indem man an jedes von ihnen Aspirin in einer Menge von 200 ml/kg KG Aspirin
oral dreimal im Abstand von 2 Stunden verabreichte. Die zu prüfenden Pharmaka wurden 30 Minuten vor der
ersten Aspiringabe oral verabreicht. 2 Stunden nach der letzten Aspiringabe wurden die Tiere durch einen
Schlag getötet und jeweils der Magen entfernt und mit 15 ml 1 %iger Formalinlösung gebläht und in dieselbe
Lösung gelegt. 10 Minuten später wurde der Magen entlang der großen Kurvatur eröffnet und die Ulcus- und
Erosionsflächen wurden gemessen. Die Summe aus beiden Messungen wurde Ulcusindex genannt und man
berechnete, wie in Versuch II beschrieben, die Präventivrate, die in Tabelle I aufgeführt ist.
Versuch VI
Die Wirkung der vorliegenden Verbindungen gegen Magenulcus wurde na<,h dem Histaminulcusverfahren
geprüft.
Männliche Hartley-stämmige Meerschweinchen mit einem Gewicht von 360 bis 400 g bekamen 24 Stunden
lang keine Nahrung, worauf ihnen 15 Minuten nach einer intramuskulären (i.m.) Tripelenaminhydrochloridgabe
(10 mg/kg KG) Histaminhydrochlorid subkutan in einer Dosis von 50 mg/kg KG verabreicht wurde. Dann
gab man den Tieren über drei aufeinanderfolgende Tage oral 100 mg/kg/Tag der zu prüfenden Pharmaka,
suspendiert in einer 0,4%igen Carboxymethylcellulose-Natriumlösung. Die Tiere wurden dann am vierten Tag
nach der Ulceratiiyris-Behandlung durch einen Schlag auf den Kopf getötet. Nach Behandlung in l%iger Formalinlösung
wurde der Magen entlang der großen Kurvatur eröffnet und die Läsionen betrachtet.
Nach der in Versuch II beschriebenen Gleichung wurde jeweils die Heilungsrate in Prozent berechnet; es ist in
Tabelle I aufgeführt.
Versuch VII
Die Wirksamkeit der vorliegenden Verbindungen gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre wurde nach
dem Cysteaminulcusverfahren geprüft.
Männliche Donryu-stämmige Ratten mit einem Gewicht von 200 bis 220 g bekamen 24 Stunden lang keine
Nahrung, worauf man 30 Minuten nach oraler Verabreichung des zu prüfenden Pharmakons subkutan Cysteaminhydrochlorid
in einer Dosis von 400 mg/kg KG spritzte. Die Tiere wurden 18 Stunden nach Gabe des zu
prüfenden Pharmakons geschlachtet, der Magen wurde auf Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre geprüft.
Der Ulcusindex wurde als Summe der geschädigten Flächen in mm2 ausgedrückt.
Aus der im Versuch III beschriebenen Gleichung wurde jeweils die Präventivrate in Prozent berechnet und in
Tabelle I aufgeführt.
| Tabelle 1 | Resorp- | Dosis | Präventivraten | Essigsäureulcus unc | Hista | Shay- | Streß | Aspi- | Cysteaminulcus | duod. | Shay-Ulcus. | |
| tions- | (mg/kg | , aspirininduziertes 1 | min- | Ulcus | ulcus | rin- | Fall von Tieren mit | 61,1 | ||||
| rate | KG) | ulcus | ulcus | 57,1 | Magensaft | |||||||
| S | 47,0 | sekretion | ||||||||||
| I | 1 Histaminulcus; | 58,5 | 95,2 | 89,6 | 63,3 | Cysteamin | 62,2 | bei | ||||
| I | Resorptionsraten für Ratten; Heilungsraten für | 52,2 | 100 | Ulcus, | 40,2 | 91,5 | 84,2 | 01,8 | ulcus | 56,3 | Shay-Ulcus | |
| Präventivraten für Ulcus nach Shay, Streßulcus, | 50 | für Magensaftsekretion im | 31,4 | 87,2 | 70,1 | 55,3 | 61,3 | 31,1 | ||||
| i | (ventriculi und duodeni), sowie | 20 | Heilungsrate (%) Präventivrate (%) | 55,8 | 78,6 | 87,5 | 62,6 | ve η tr. | 53,4 | 30,8 | ||
| I | Verbindung | 51,8 | IOC | Essig- | 39,9 | 77,7 | 81,9 | 60,6 | 91,1 | 47,8 | 27,2 | |
| $ | (D | 50 | säure- | 30,3 | 75,4 | 71,1 | 54,1 | 88,9 | 42,1 | 30,0 | ||
| I | 20 | ulcus | 52,7 | 87,6 | 78,8 | 52,2 | 64,4 | 58,8 | 27,5 | |||
| k | 63,7 | 100 | 35,6 | 85,1 | 76,2 | 53,4 | 90,6 | 55,5 | 25,7 | |||
| 1 | 50 | 76,1 | 25,4 | 80,4 | 69,8 | 47,2 | 88,5 | 46,4 | 29,9 | |||
| Beisp. 1 | 20 | 75,1 | 48,5 | 94,0 | 86,2 | 59,6 | 65,8 | 51,3 | 34,1 | |||
| Ss | 50,6 | 100 | 56,2 | 37,8 | 89,6 | 79,8 | 54,6 | 89,8 | 45,8 | 26,6 | ||
| i | 50 | 67,3 | 31,1 | 79,7 | 68,3 | 52,2 | 82,0 | 43,5 | 29,1 | |||
| Bra | Beisp. 2 | 20 | 62,1 | 46,8 | 87,3 | 78,8 | 54,7 | 76,6 | 52,1 | 30,4 | ||
| I | 65,3 | 100 | 55,2 | 36,8 | 79,9 | 73,3 | 49,5 | 88,8 | 48,4 | 24,5 | ||
| i | 50 | 66,5 | 27,8 | 75,7 | 65,5 | 43,1 | 83,2 | 39,9 | 29,6 | |||
| 1 | Beisp. 3 | 20 | 60,3 | 25,5 | 81,3 | 76,9 | 55,2 | 81,5 | 18,9 | |||
| 1 | 64,2 | 100 | 45,8 | 24,2 | 79,6 | 67,6 | 48,9 | 87,5 | 19,6 | |||
| 50 | 61,1 | 22,4 | 75,5 | 58,9 | 44,0 | 67,9 | 27,8 | |||||
| I | Beisp. 4 | 20 | 59,8 | 65,3 | 20,4 | |||||||
| 1 | 55,2 | 86,9 | 23,1 | |||||||||
| 61,8 | 78,9 | |||||||||||
| 1 | Beisp. 5 | 61,3 | 72,1 | |||||||||
| I | 52,7 | |||||||||||
| 59,7 | ||||||||||||
| Beisp. 6 | 59,6 | |||||||||||
| 47,8 | ||||||||||||
20 25 30 35 40 45 50 55 60
| Fortsetzung | Resorp | Dosis | 27 | Hista- | 05 | 603 | Streß- | Aspi- | Cysteamin- | Magensaft | |
| Verbindung | tions- | (mg/kr | irin- | ul'.us | rin- | ulcus | sekretion | ||||
| ή* | (I) |
rate
10/ \ |
NU) | Heilungsrate (%) | ulcus | Präventivrate (%) | ulcus | ||||
| I | (A) | Essig- | Shay- | ventr. duod. | Shay-Ulcus | ||||||
| säure- | 2,5 | Ulcus | 76,7 | 51,1 | 4,8 5,1 | 29,9 | |||||
| 3,7 | 100 | ulcus | - | 51,1 | 37,9 | - | 25,4 | ||||
| Verbindung | 50 | - | 48,5 | 25,6 | - | 19,1 | |||||
| i | A | 20 | 71,1 | 3,3 | 74,2 | 78,8 | 8,7 | 5,2 6,3 | 27,7 | ||
| 3,1 | 100 | 57,4 | - | 76,7 | 63,2 | - | _ | 28,5 | |||
| Verbindung | 50 | 27,6 | - | 31,2 | 42,4 | - | - | 25,8 | |||
| B | 20 | 55,7 | 79,3 | ||||||||
| 47,0 | 68,2 | ||||||||||
| :>; | 18,0 | 38,1 | |||||||||
Verbindung A: 4,4'-Bis-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon (siehe US-PS 39 28 421)
Verbindung B: 2'-Methoxy-4,4'-bis-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon (siehe US-PS 39 28 421)
Claims (3)
- Patentansprüche:
1. 2'-{Carboxymethoxy)-chalkone der allgemeinen Formel IO
OCH2COOHworin eine oder zwei der Gruppen X1, X2 und XJ 3-MethyI-2-butenyIoxy und die anderen jeweils Wasserstoff bedeuten. - 2. 2'-(Carboxymethoxy)-4,4'-bis-(3-methyl-2-butenyloxy)-chalkon.
- 3. Verfahren zur Herstellung von 2'-Carboxymethoxy-chalkonen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein substituiertes Acetophenon der. Formel IlX-
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