DE2709005A1 - Fahrzeugsitz, insbesondere in kraftfahrzeugen - Google Patents

Fahrzeugsitz, insbesondere in kraftfahrzeugen

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DE2709005A1 DE19772709005 DE2709005A DE2709005A1 DE 2709005 A1 DE2709005 A1 DE 2709005A1 DE 19772709005 DE19772709005 DE 19772709005 DE 2709005 A DE2709005 A DE 2709005A DE 2709005 A1 DE2709005 A1 DE 2709005A1
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Description

2 7 Ü Ü U ΰ 5
OPEL
1. März 1977 Rfd/sch - 5678
Anmelderin: ADAM OPEL AKTIENGESELLSCHAFT, RÜSSELSHEIM (HESSEN) Fahrzeugsitz, insbesondere in Kraftfahrzeugen
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere in Kraftfahrzeugen, bestehend aus einer Sitzbank mit Rückenlehne, der einen um eine zur Fahrzeugquerachse parallele Achse in Benutzungsstellung schwenkbaren Kindersitz aufweist.
Es ist ein Rücksitz in Kraftfahrzeugen bekannt (DT-Gbm 76 12 141), bei dem aus dem Rückenpolster ein Teil als Kindersitz ausklappbar ist. Das Kind sitzt hier jedoch in Fahrtrichtung und bei einem Frontalaufprall müssen zum Teil erhebliche Verzögerungskräfte allein von den Gurten aufgenommen werden. Die Sicherheitsforschung hat aber ergeben, daß die Anordnung von Kindersitzen entgegen der normalen Fahrtrichtung eine größere Sicherheit für das Kind bietet, weil Rücken und Kopf sich voll gegen die gepolsterte Kindersitzlehne abstützen können.
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-er - C
Dem trägt zwar ein anderer bekannter Kindersitz für Autos Rechnung, der nach der DT-OS 24 54 573 in einer Aussparung an der Rückseite einer Rückenlehne des Fahrzeugsitzes angeordnet ist und der nach außen in seine Benutzungsstellung herausklappbar und in das Innere der Aussparung hineinklappbar ausgebildet ist.
Bei dieser Ausbildung erfährt aber die Rückenlehne eine unnötige Schwächung,wenn sie nicht durch besondere Formgestaltung entsprechend breit ausgebildet wird, was jedoch die Rückenlehne in ihrer Herstellung aufwendig und teuer macht. Außerdem erfordert eine derartige Rückenlehnenkonstruktion besonders verstärkte Halterungen, um beim Frontalaufprall die hohen Verzögerungskräfte ohne Ausreißen der Sitzverankerung aufnehmen zu können.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen Fahrzeugsitz so auszubilden, daß er in einem Teilbereich rasch und mühelos in einen sicheren Kindersitz verwandelbar ist, in dem das Kind entgegen der normalen Fahrtrichtung sitzt, und sicherzustellen, daß bei Nichtbenutzung des Kindersitzes der Fahrzeugsitz unverändert seinem bestimmungsgemäßem Gebrauch dienen kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Fahrzeugsitz der eingangs erläuterten Art dadurch gelöst, daß der Kindersitz
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ORIGINAL INSPECTED
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aus Teilen der Sitzbank und der Rückenlehne gebildet ist, die bei Nichtbenutzung als normale Sitzfläche im Fahrzeugsitz integriert und derart in Benutzungsstellung schwenkbar und verriegelbar sind, daß das Rückenlehnenteil die Sitzfläche des Kindersitzes und das Sitzbankteil dessen Rückenlehne bildet. Vorteilhaft können hierbei die Teile des Kindersitzes einen einstückigen Ausschnitt aus Sitzbank und Rückenlehne des Fahrzeugsitzes bilden und die Teile können zweckmäßig in der Mitte des hinteren, insbesondere als Sitzbank ausgebildeten Fahrzeugsitzes angeordnet sein.
Diese Anordnung erlaubt es rasch und mühelos aus dem Fahrzeugsitz und seiner Rückenlehne, insbesondere der hinteren Sitzbank einen Teil als Kindersitz herauszuschwenken, der mit dem Rücken zur Fahrtrichtung,etwa in der Wagenmitte angeordnet ist. Gleichzeitig sind die zu beiden Seiten des herausgeklappten Kindersitzes angeordneten Sitzbankteile durch mindestens zwei Personen benutzbar und auf diese Weise ist auch ein besserer Kontakt zu dem Kinde möglich.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können seitlich an dem Sitzbankteil zwei Lenkerpaare angelenkt sein, deren freie Enden am Fahrzeugboden schwenkbar gelagert sind. Da das Sitzbankteil zweckmäßig einstückig mit dem Sitzrückenlehnenteil verbunden ist, lassen sich beide mit wenigen Handgriffen mit Hilfe der Lenkerpaare in der Fahrzeuglängsmittel-
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ebene zu einem Kindersitz herausklappen. Zweckmäßig können die Lenkerpaare mit jeweils ihren den Bodenlagerungen entgegengesetzten Enden an einer metallischen Sitzschale gelenkig angreifen, die den Sitzbankteil bodenseitig umschließt. Der ausschwenkbare Kindersitz kann ferner vorteilhaft mit Hilfe einer am Fahrzeugboden oder an einem sitzrahmenfesten Teil angelenkten federbelasteten Sperrklinke, die in ausgeschwenkter Gebrauchslage des Kindersitzes einen Sperrbolzen am Kindersitz umgreift, verriegelbar und lösbar gehalten sein.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen dargestellt und anschließend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Fahrzeugsitzbank mit einem in einen Kindersitz verwandelbaren Teil in perspektivischer Ansicht und
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II - II in Fig. 1.
Mit 10 ist eine nur teilweise dargestellte Sitzbank und mit 11 deren Rückenlehne bezeichnet, wie sie z. B. in einem Personenkraftfahrzeug hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz angeordnet und am Fahrzeugboden 12 befestigt sein kann. Sitzbank 10 und Rückenlehne 11 weisen einen etwa symmetrisch zur ■it 13 bezeichneten, sich senkrecht zur Zeichnungsebene
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erstreckenden Fahrzeug-Längsmittelebene verlaufenden Ausschnitt 14 auf, in dem sich ein zu einem Kindersitz herausschwenkbares einstückiges Sitzbank- und Rückenlehnenteil 15 befindet, welches im folgenden als Kindersitz bezeichnet ist. Der Kindersitz 15 besteht aus einem einstückig aus Sitz- und Rückenpolster geformten Vollschaumstoffteil, das in einer metallischen Sitzschale 16 gehalten ist. In seiner Ausgangsstellung, d. h. wenn er nicht als Kindersitz benutzt wird, ist er vollständig in der Sitzbank 10 und Rückenlehne 11 integriert und bildet oberflächenbündig einen Bestandteil derselben. Zwei zu beiden Seiten der Sitzschale einerseits am Fahrzeugboden bei 17, 18, andererseits bei 19, 20 an der Sitzschale 16 angelenkte Lenkerpaare 21 bilden jeweils eine Doppelschwinge und erlauben es, den Kindersitz 15 aus seiner Ausgangsstellung in die mit 15* bezeichnete und strichpunktiert gezeichnete Gebrauchslage zu schwenken, in der die Lenkerpaare dann über eine Bewegung in Pfeilrichtung eine ebenfalls strichpunktiert gezeichnete Lage 21' einnehmen. In dieser Gebrauchslage befindet sich also der Kindersitz 15* entgegen der Fahrtrichtung (Pfeil 22) und ist hierbei mit Hilfe eines in einer Ausnehmung an der Stirnseite seiner Sitzfläche angeordneten Sperrbolzens 23 bzw. 23', den ein am Fahrzeugboden schwenkbar angeordneter federbelasteter Sperrhebel 24 selbsttätig hintergreift, lagegesichert. Das vorherige Rückenlehnenteil 11' ist zur Sitzfläche 11" und das vorherige Sitzbankteil 10* zur Rückenlehne 10" des Kindersitzes 15' geworden.
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- if-AO
Die Entriegelung zum Zurückschwenken des Kindersitzes in seine Ausgangsstellung erfolgt durch manuelle Betätigung des Sperrhebels 24 an seiner Handhabe 24' in Pfeilrichtung 25. Die Schwenkbewegung des Kindersitzes 15 bzw. 15' kann mit Hilfe einer als Handhabe dienenden, an der Kindersitzrückenlehne stirnseitig angebrachten Bandschlaufe 26 vorgenommen werden, die zugleich in Ausgangsstellung des Kindersitzes, also in Integrationsstellung innerhalb des Fahrzeugsitzes 10, 11, in einen an der Sitzbank 10 angeordneten Haken 27 zur Sicherung dieser Ausgangsstellung einhängbar ist. Anstelle eines Hakens kann aber auch jede andere lösbare Verbindung, z. B. eine Druckknopfverbindung vorgesehen sein. Auf je einem zu beiden Seiten der Sitzschale 16 am Fahrzeugboden angebrachten Anschlagpuffer 28 ruhen je zwei gegenüberliegende Lenker 21' und dienen zur Abstützung des Kindersitzes 15' in Gebrauchslage.
Eine insbesondere als sogenannter Hosenträgergurt ausgebildete Sicherheitsgurtanordnung 29 (nur teilweise dargestellt) dient zur Vervollständigung des Kindersitzes und ist seitlich an der Sitzschale verankert. Es versteht sich von selbst, daß eine üblicherweise im mittleren Bereich dieses Kindersitzes in dessen Ausgangsstellung in der Sitzrückenlehne 11 angeordnete ausschwenkbare Armlehne ebenso in das Rückenlehnen- bzw. im ausgeschwenkten Gebrauchszustand Sitzflächenteil des Kindersitzes integriert sein kann. Die Erfindung ist auch nicht auf
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die hintere Sitzbank, ζ. B. in einem Personenkraftfahrzeug beschränkt, sondern kann auch bei Vordersitzen Anwendung finden, wenn diese eine durchgehende Sitzbank aufweisen. Schließlich kann aber auch ein Einzelsitz, z. B. der Beifahrersitz, nach den Merkmalen der Erfindung in gleicher Weise wie der Kindersitz schwenkbar um eine parallele Achse zur Fahrzeugquerachse angeordnet sein, so daß bei einer Schwenkbewegung des Sitzes um einen Winkel von je nach Polstergestaltung zwischen etwa 70° und 90° die normale Rückenlehne zur Sitzfläche und die normale Sitzfläche zur Rückenlehne wird, die entgegen normaler Fahrtrichtung gerichtet ist. Der Beifahrer würde dann entgegen dieser Fahrtrichtung sitzen und kann Gespräche mit den Fondpassagieren führen, ohne sich - wie bei normaler Anordnung des Bei fahr er Sitzes - hierzu umdrehen oder den Kopf wenden zu müssen.
- Ansprüche -
e rs e 11
ORIGINAL INSPECTED

Claims (12)

  1. -ar- ^ /09005
    Ansprüche
    V 1. j Fahrzeugsitz, insbesondere in Kraftfahrzeugen, bestehend — aus einer Sitzbank mit Rückenlehne, der einen um eine zur Fahrzeugquerachse parallele Achse in Benutzungsstellung schwenkbaren Kindersitz aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kindersitz (15, 15·) aus Teilen (10*, 11') der Sitzbank (10) und der Rückenlehne (11) gebildet ist, die bei Nichtbenutzung als normale Sitzfläche im Fahrzeugsitz integriert und derart in Benutzungsstellung schwenkbar und verriegelbar sind, daß das Rückenlehnenteil (H') die Sitzfläche (H") des Kindersitzes und das Sitzbankteil (10*) dessen Rückenlehne (10") bildet.
  2. 2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (lOf, 11') des Kindersitzes (15) einen einstückigen Ausschnitt (14) aus Sitzbank (10) und Rückenlehne (11) des Fahrzeugsitzes bilden.
  3. 3. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 und 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (10*, 11') des Kindersitzes (15) in der Mitte des hinteren, insbesondere als Sitzbank ausgebildeten Fahrzeugsitzes angeordnet sind.
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    ORIGINAL INSPECTED
    je- - ■'■■ /·'.'
  4. 4. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (lO1, II1) des Kindersitzes (15) aus geschäumtem Kunststoff, insbesondere Polyurethanschaum^einstückig geformt sind.
  5. 5. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß das die Sitzfläche (H") des Kindersitzes (15) bildende Rückenlehnenteil (II1) sich nur über einen Teilbereich, insbesondere etwa zweidrittel der Höhe der Rückenlehne (11) erstreckt.
  6. 6. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch zwei seitlich an dem Sitzbankteil (lO1) angelenkte Lenkerpaare (21), deren freie Enden am Fahrzeugboden (12) schwenkbar gelagert sind.
  7. 7. Fahrzeugsitz nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkerpaare (21) mit jeweils ihren den Bodenlagerungen (17, 18) entgegengesetzten Enden (18, 19) an einer metallischen Sitzschale (16) gelenkig angreifen, die das Sitzbankteil (10*, 11') bodenseitig umschließt.
    - 10 -
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    ORIGINAL INSPECTED
  8. 8. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Kindersitz (15) mit Hilfe einer am Fahrzeugboden (12) oder an einem sitzrahmenfesten Teil angelenkten federbelasteten Sperrklinke (24), die in seiner ausgeschwenkten Gebrauchslage einen Sperrbolzen (23) am Kindersitz (15) umgreift, verriegelbar und lösbar gehalten ist.
  9. 9. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Kindersitz (15) an seiner in Gebrauchslage eine Rückenlehne bildenden Teil (lO") mit einer Handhabe (26), insbesondere einer Schlaufe, versehen ist.
  10. 10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe gleichzeitig zur Verriegelung des Kindersitzes (15) in seiner in dem Fahrzeugsitz integrierten Stellung ausgebildet ist.
  11. 11. Fahrzeugsitz nach den Ansprüchen 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Sitzschale (16) am Fahrzeugboden (12) angeordnete Anschlagpuffer (28) zum Abstützen je eines der gegenüberliegenden Lenker (21) der Lenkerpaare in der ausgeschwenkten Gebrauchsstellung des Kindersitzes (15) vorgesehen sind.
    - 11 -
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    ORIGINAL INSPECTED
  12. 12. Fahrzeugsitz nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Kindersitz (15) in an sich bekannter Weise mit einer Sicherheitsgurtanordnung (29), insbesondere einem Hosenträgergurt, ausgerüstet ist.
    809842/0010
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