DE270907C - - Google Patents

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DE270907C
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compressed air
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D9/00Bookmarkers; Spot indicators; Devices for holding books open; Leaf turners
    • B42D9/04Leaf turners
    • B42D9/08Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively
    • B42D9/082Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively actuated by hand

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'-Λ* 270907-KLASSE 51 e. GRUPPE
CHRISTIAN KENNER in WILDBAD.
Pneumatischer Notenblattwender. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. August 1913 ab.
Das Wesentliche an der vorliegenden Erfindung besteht in einer einfachen, sicher wirkenden Greifvorrichtung, welche die Notenblatthalter samt Notenblatt erfaßt, mittels Zahnradübersetzung auf die andere Seite wendet und hierauf durch irgendeine Federkraft wieder in ihre Anfangstellung zurückgebracht wird, um den nächsten Notenblatthalter zum Umwenden zu fassen. Ein Vorteil der Erfindung besteht noch darin, daß der ganze Mechanismus so klein und gedrängt zusammengebaut werden kann, daß er bequem in der Westentasche getragen werden kann.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar, und zwar
Fig. ι in Vorderansicht,
Fig. 2 in Seitenansicht,
Fig. 3 in Draufsicht mit herumgeklapptem Notenblatthalter und
Fig. 4 eine Greifvorrichtung in etwas anderer Ausführung.
Der gesamte Mechanismus ist mit seinen sämtlichen Einzelteilen auf eine Platte α aufmontiert. Zur Inbetriebsetzung des Apparates wird in bekannter Weise Druckluft verwendet, welche in der Pfeilrichtung in eine Büchse eintritt und das Flügelrad b und somit auch das Zahnradgetriebe c d in Umdrehung versetzt. Auf dem Zahnrad d ist eine Greifvorrichtung β fest angebracht, welche die einzelnen an ihrem äußeren Ende zweckentsprechend abgebogenen Haltedrähte f erfaßt und infolge der Drehung des Zahnrades d den erfaßten Haltedraht auf die entgegengesetzte Seite bringt (Fig. 3). Sämtliche das zu spielende Musikstück enthaltenden Notenblätter müssen selbstverständlich vor dem Spielen in die Drahthalter f (Fig. 1) von Hand gesteckt werden. Zur Führung der Drahthalter f dienen zwei Führungsringe g h, welche durch Streben i auf denjenigen Abstand voneinander gehalten werden, welcher notwendig ist, um die Drahthalter f noch leicht dazwischen gleiten zu lassen.
Sind die einzelnen Notenblätter in den Drahthaltern befestigt, so wird die Greifvorrichtung e in die in Fig. 3 punktiert gezeichnete Stellung gebracht, worauf sich infolge der nach oben durchgebogenen Federung des Greifers e der Drahthalter f in die Vertiefung k des Greifers einlegt und festgehalten wird. Der Greifer e ist an seinem freien Ende geschlitzt, also zweiteilig gehalten, wovon der eine längere Teil I als Ausschaltvorrichtung, der andere kürzere Teil m als Vor- Schubvorrichtung für die Drahthalter f dient. Sind nun sämtliche zu spielende Notenblätter in die Drahthalter einzeln eingesetzt, und ist der vorderste Drahthalter von der Greifvorrichtung erfaßt, so ist der Vorgang beim Umwenden folgender:
Durch Einführen der Druckluft in die Flügelradbüchse wird das mit der Radwelle direkt gekuppelte Zahnradgetriebe in Umdrehung versetzt, wobei der mit dem Zahnrad d fest verbundene Greifer e samt dem bereits erfaßten Halter f naturgemäß diese Umdrehung mitmachen muß, und zwar so weit, bis der Greifer mit seinem längeren, vorn nach unten abgebogenen Teil / an das Abstreif blech η anstößt und sich unter dasselbe schiebt. Durch diesen Widerstand wird das län-
gere Ende l infolge seiner federnden Ausbildung so weit nach unten gedrückt, bis der Halter f aus seiner Vertiefung verdrängt ist und frei schwebt, worauf der kürzere Teil m des Greifers infolge der noch bestehenden Drehbewegung mit seiner viertelkreisförmigen Ausbildung ο den Drahthalter noch so weit vorwärts schiebt, bis derselbe auf das Abstreifblech η zu liegen kommt. Sobald der Greifer e den Drahthalter mit dem Notenblatt an die'gewünschte Stelle gebracht hat, wird das Zahnrad d samt dem Greifer e durch eine in zweckentsprechender Weise angebrachte Spiralfeder o. dgl. wieder in die Anfangstellung zurückgebracht, um den nächsten ' Halter zwecks Umwendens zu erfassen.
Der Greifer e kann auch, wie in Fig. 4 dargestellt, aus zwei oder drei voneinander unabhängigen, mittels Scharniers q zusammengefügten Teilen bestehen. Sowohl auf den kürzeren Teil 0 als auch auf den längeren Teil I wirkt je eine Feder fi. Diese Teilung des Greifers hat gegenüber dem Greifer aus einem Stück den Vorteil, daß beide Teile unabhängig voneinander, d. h. jeder für sich in Wirkung treten kann. Dies tritt ganz besonders in Erscheinung, wenn nach umgewendetem Notenblatt der Teil I sich unter die Abstreifvorrichtung η schiebt und von dieser so weit nach unten gedrückt wird, daß der Drahthalter f frei liegt, der andere Teil m jedoch, welcher mit der Abstreifvorrichtung η nicht in Berührung kommt, in seiner bisherigen Lage verbleibt und den Drahthalter f mit seiner vorderen Kralle 0 noch soweit als nötig nach vorn schiebt. Nur beim Rückwärtsdrehen in die Anfangstellung werden dann beide Teile I und m gleichmäßig zusammen von dem Drahthalter so weit nach unten gedrückt, bis der vorderste Drahthalter in die Vertiefungen h und 0 eingeschnappt ist.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Notenblattwender mit federndem Greifer, dadurch gekennzeichnet, daß das Triebwerk des Greifers unmittelbar mit einem durch Druckluft betriebenen Flügelrad gekuppelt ist, dessen Gehäuse an eine Druckluftleitung angeschlossen ist.
2. Notenblattwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer an seinem freien geschlitzten Ende in zwei ungleiche federnde Lappen ausläuft, welche zwecks Aufnahme der Haltedrähte mit entsprechenden Vertiefungen versehen sind.
3. Notenblattwender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine federnde Lappen des Greifers, welcher zur Auslösung dient, mit einer halbkreisförmigen, der andere federnde Lappen dagegen, welcher nur als Vorschubvorrichtung dient, mit einer etwa viertelkreisförmigen Vertiefung versehen ist.
4. Notenblattwender nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden federnden Lappen (I und 0) unabhängig voneinander mittels Scharniers an den Teil (e) angelenkt sind, und jeder dieser Teile wieder für sich unter der Wirkung einer Feder steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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