DE2712C - Maschine zum Schleifen von lithographischen Steinen und ähnlichen Gegenständen - Google Patents
Maschine zum Schleifen von lithographischen Steinen und ähnlichen GegenständenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B7/00—Machines or devices designed for grinding plane surfaces on work, including polishing plane glass surfaces; Accessories therefor
- B24B7/005—Portal grinding machines
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
Description
1878.
Klasse 67.
KLEIN, FORST & BOHN Nachfolger in JOHANNISBERG a. Rh. Maschine zum Schleifen von lithographischen Steinen und ähnlichen Gegenständen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. März 1878 ab.
Die bisher bekannt gewordenen Schleifmaschinen erfüllen ihren Zweck nur sehr unvollkommen.
Es ist nicht möglich, auf diesen Maschinen eine genügend genaue, ebene Fläche, wie sie zur Erzielung eines guten Druckes nöthig
ist, herzustellen. Die Steine müssen noch nachträglich
durch Handarbeit richtig geschliffen werden. Es geht dadurch nicht allein viel Zeit
und Arbeit verloren, die Steine werden auch durch das unrichtige Schleifen in viel stärkerem
Grade abgeschliffen, als bei richtigem Gange einer Maschine nöthig wäre. Die Ursache des
unrichtigen Schleifern der jetzt gebräuchlichen Maschinen liegt unserer Ansicht nach vorzugsweise
in zwei Eigenheiten dieser Maschinen. Die erste und Hauptursache liegt in dem Umstände,,
dafs diese Maschinen den Stein nicht gleichmäfsig der schleifenden Wirkung der Schleifscheibe
aussetzen. Gewisse Partien des Steines kommen gar nicht aufser Berührung mit der
Schleifscheibe, andere nur von Zeit zu Zeit. Zweitens sind die verwendeten Schleifscheiben,
wie dieses allerdings durch die Construction dieser Maschinen bedingt ist, viel zu grofs. Am
äufseren Umfange ist die Geschwindigkeit sehr bedeutend, dagegen nach dem Centrum eine
sehr geringe; dem entsprechend ist auch die Schleifarbeit der Scheibe sehr verschieden; ferner
schleift die Scheibe nicht allein an den hohen Stellen, sondern auch an den tieferen, weil
wegen der zu grofsen Ausdehnung der Scheibe dieselbe, wie auch deren Welle sich leicht biegt
und der wirklichen, wenn auch unebenen Fläche sich anschmiegt, wodurch natürlich die Scheibe
aus ihrer horizontalen Lage kommt und also unrichtig schleift.
Bei Construction unserer neuen Schleifmaschine war der Gedanke maafsgebend, alle
Partien der Steinfläche gleichmäfsig zu behandeln, und dafs die Schleifscheibe von kleinem
Durchmesser sein mufs. Die unter Zugrundelegung dieser Principien gemachten Versuche
haben gezeigt, dafs eine derartig gebaute Schleifmaschine ihren Zweck vollkommen erfüllt und
dafs die Schleifflächen vollkommen genau eben wurden. Die durch die Fig. 1 und 2 abgebildete
Schleifmaschine ist in ähnlicher Weise, wie die jetzt üblichen Metallhobelmaschinen construirt.
Auf einem Tische A liegt der zu schleifende Stein B oder ein anderer Gegenstand. Der Tisch
ist rundum mit verticalen Wänden versehen. Diese Wände haben den Zweck, den zu schleifenden
Gegenstand leicht auf den Tisch befestigen zu können, hauptsächlich aber, zu verhüten, dafs
das vom Steine ablaufende schmutzige Schleifwasser auf die Gleitflächen der Maschine läuft
und diese ruinirt. Der Tisch A hat eine- hin- und hergehende Bewegung, die je nach der
Gröfse des zu schleifenden Gegenstandes länger oder kürzer gestellt werden kann. Quer zu
der Bewegungsrichtung des Tisches A liegt ein prismaartiger Querbalken C, längs welchem sich
ein Support D bewegen kann. In diesem Support bewegt sich eine verticale Spindel E1 welche
durch Zahnräder und Riemen in eine rotirende Bewegung versetzt wird. Die Spindel E trägt
an ihrem unteren Ende die Schleifscheibe F von mäfsigen Dimensionen. An dem oberen Ende
der Spindel befindet sich ein kelchartiges Gefäfs, in welches, getrennt von einander, Wasser und
Sand oder sonstiges Schleifhiaterial geleitet werden
kann. Da die Spindel hohl ist, so fliefst das "Gemisch von Wasser und Sand durch die
Spindel auf die Schleiffläche, tritt dann zwischen rotirende Scheibe und Stein, wodurch dieser
geschliffen wird. Die hin- und hergehende Bewegung des Tisches A wird in der auch bei
Werkzeugmaschinen üblichen Weise benutzt, um mittelst der Hebel G, H und der Stange I, der
Schraube K bei jedem Wechsel der Bewegung eine kleine Drehung zu geben. Die Scheibe K
greift in eine an dem Support D befestigte Mutter, wodurch der Support bei jedem Bewegungswechsel um ein kleines Stück weiter geschoben
wird. Beim Beginne der Arbeit nimmt also die Schleifscheibe zuerst die eine Seite des zu schleifenden
Gegenstandes in Angriff; bei jedem Hin- und Hergang des Tisches A wird die Schleifscheibe
um ein kleines Stück weitergeschoben, bearbeitet dadurch jedesmal einen frischen
schmalen Streifen, bis endlich der Support so weit nach der anderen Seite des Schleifstückes
gerückt ist, dafs die ganze Oberfläche bearbeitet worden ist. Die Fläche ist dann vollkommen
eben, vorausgesetzt, dafs die Unebenheiten nicht so bedeutend waren, dafs diese auf einmal nicht
abgeschliffen werden konnten, in welchem Falle natürlich ein zweites mal geschliffen werden
mufs. Je nach Bedürfhifs und der Dicke der
Steine entsprechend kann die Schleifscheibe in verticaler Richtung durch eine Stellvorrichtung L
gehoben und gesenkt werden. Dünnere Steine können auch durch entsprechende Unterlagen in
passende Höhe gelegt werden. In der Zeichnung ist angenommen, dafs die Bewegung des Tisches
mittelst Zahnstange, Trieb und Riemen erfolgt; ebenso gut kann auch die Bewegung durch eine
Schraube oder eine Kurbelbewegung erzielt werden; auch die Bewegung der Schleifscheibe
kann in mannigfacher Art modificirt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die oben beschriebene Steinschleifmaschine hauptsächlich für lithographische Steine, bestehend aus einem horizontal sich hin- und herbewegenden Tische', auf welchen der Stein aufgelegt wird, und einer verticalen hohlen Spindel mit Schleifstein, durch welche Sand und Wasser zum Schleifen herunterfliefst, und welche sich in einer horizontalen Führung quer gegen die Bewegungsrichtung des Tisches verschieben läfst, alles so und zu dem Zwecke, wie beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2712C true DE2712C (de) |
Family
ID=281922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2712D Active DE2712C (de) | Maschine zum Schleifen von lithographischen Steinen und ähnlichen Gegenständen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2712C (de) |
-
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