DE2714048C3 - Druckluftbremsanlage für Sattelzüge - Google Patents
Druckluftbremsanlage für SattelzügeInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T17/043—Brake line couplings, air hoses and stopcocks
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftbremsanlage für Sattelzüge mit einer Vorratsleitung und
einem über eine biegsame Leitung angeschlossenen Vorratskupplungskopf, mit einer von einem Anhängersteuerventil
ausgehenden Bremsleitung und einem über eine biegsame Leitung angeschlossenen Bremskupplungskopf
und mit mindestens einem in der Vorratsleitung und/oder in der Bremsleitung angeordneten
Absperrventil, wobei der Bremskupplungskopf und der der mit dem Absperrventil versehenen Leitung zugeordnete
Kupplungskopf ohne automatisches Schließglied ausgebildet sind, sowie mit je einem dem
Vorratskupplungskopf und dem Bremskupplungskopf zugeordneten Ruhelager.
Eine ähnliche Druckluftbremsanlage ist aus der FR-PS 15 35123 bekannt. Dort sind lediglich das
Anhängersteuerventil und die Ruhelager weder gezeigt noch beschrieben. In der Vorratsleitung ist ein von Hand
betätigbares Absperrventil vorgesehen, welches eine Entlüftung aufweist. In der Bremsleitung ist ein
Sicherheitsventil angeordnet, welches über Vorratsluft von dem Absperrventil aus angesteuert wird. Wird nach
dem Kuppeln des Sattelaufliegers das Abspenventil ordnungsgemäß geöffnet, dann wird auch das in der
Bremsleitung angeordnete Absperrventil umgesteuert, so daß Durchgang in der Bremsleitung herrscht. Wird
aber nach dem Kuppeln des Sattelaufliegers die Handbetätigung des Absperrventils vergessen, dann ist
eine Bremsung der Achsen des Sattelaufliegers nicht möglich.
Die DE-AS19 38 201 und die DE-AS 12 40 420 zeigen automatische Kupplungsköpfe mit Schließglied, wobei das Schließglied entweder als Kippventil oder als Folgeventil ausgebildet sein kann. In dem Gehäuse des Kupplungskopf« ist ein über den Kupplungskopf beim Einlegen des Gegenkupplungskopfes gegen Federkraft
Die DE-AS19 38 201 und die DE-AS 12 40 420 zeigen automatische Kupplungsköpfe mit Schließglied, wobei das Schließglied entweder als Kippventil oder als Folgeventil ausgebildet sein kann. In dem Gehäuse des Kupplungskopf« ist ein über den Kupplungskopf beim Einlegen des Gegenkupplungskopfes gegen Federkraft
Es sind auch Druckluftbremsanlagen für Sattelzüge bekannt bei denen derartige automatische Kupplungsköpfe benutzt werden, also Kupplungsköpfe mit einem
automatischen Schließglied. Auch bei diesen Anlagen
sind zwei Ruhelager auf der Seite der Zugmaschine vorgesehen.
Weiterhin sind Druckluftbremsanlagen für Motorzüge, also bestehend aus einem Zugwagen und einem
Anhänger, bekannt bei denen ein Kupplungskopf mit automatischem Schließglied in der Vorratsleitung
angeordnet ist Von diesem Kupplungskopf führt eine Leitung «urück zum Anhängersteuerventil, um dieses
mit Vorratsluft zu versorgea Vom Anhängersteuerventil zweigt die Bremsleitung ab, die in einem Kupplungs-
kopf ohne automatisches Schließglied motorwagenseitig endet
Bei Verwendung von manuell betätigbaren Absperrventilen ist die Gefahr vorhanden, daß eine ordnungsgemäße
Betätigung, die ja zusätzlich zu dem Kuppeln bzw. Entkuppeln der Kupplungsköpfe stattfinden muß,
ungewollt unterbleibt. Durch die Verwendung von Kupplungsköpfen mit automatischem Schließglied kann
hier eine zwangsweise Betätigung des Absperrventils eingeführt werden, jedoch führt dies dazu, daß der
Sattelauflieger dann nicht mehr gebremst werden kann, wenn sich während der Fahrt der Bremskupplungskopf
entkuppelt oder die Bremsleitung abreißt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckluftbremsanlage für Sattelzüge der eingangs
beschriebenen Art so weiterzubilden, daß die Betätigung des Absperrventils zwangsweise erfolgt ohne daß
der Sattelanhänger dann nicht mehr gebremst werden kann, wenn sich während der Fahrt der Bremskupplungskopf
entkuppelt hat oder aber die entsprechende
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht daß das jeweilige Ruhelager mit dem jeweils zugeordneten
Absperrventil zu dessen gleichzeitiger zwangsweiser Betätigung derart baulich vereinigt ist, daß bei in dem
Ruhelager eingelegtem Kupplungskopf das Absperrventil geschlossen ist. Durch die zwangsweise Betätigung
des Absperrventils über den Kupplungskopf kann eine Betätigung des Absperrventils nicht vergessen
werden oder fälschlich durchgeführt werden. Selbstverständlich finden vertauschgesicherte Kupplungsköpfe
Verwendung. Zur Anwendung der Erfindung ist es nicht erforderlich, Kupplungsköpfe mit automatischem
Schließglied einzusetzen. Der der Bremsleitung zugeordnete Kupplungskopf ist auf jeden Fall ein solcher
ohne automatisches Schließglied. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich in dem Fall, wenn sich der
Bremskupplungskopf während der Fahrt entkuppelt oder die Bremsleitung abreißt, bei Einleitung einer
Bremsung auch der Anhänger bremsen läßt, und zwar im Sinne einer Notbremsung durch Entlüftung der
Vorratsleitung über die dann defekte Bremsleitung.
Zur Realisierung der baulichen Vereinigung zwischen Absperrventil und Ruhelager des Kupplungskopfes
ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Das Absperrventil
kann ein als Kippventil ausgebildetes Schließglied aufweisen und in dem Gehäuse des Abspei rventils kann
ein über den Kupplungskopf beim Einlegen in das Ruhelager gegen Federkraft verschiebbares Druckstück
vorgesehen sein. Es ist auch möglich, daß das Absperrventil ein Druckstück aufweist, welches gegen
Federkraft im Gehäuse gelagert und durch den Kupplungskopf verschiebbar ist und welches einen in
ihm federnd aufgehängten Doppelventilkörper aufweist
Die Erfindung ist in den Zeichnungen anhand bevorzugter Ausfühnuigsbeispiele weiter erläutert Es
zeigen
Fig. 1 bis 5 jeweils eine andere Druckluftbremsanlage
für Sattelzüge in schematischer Darstellung mit dem für die Erfindung wesentlichen Teil,
Fig.6 einen Querschnitt durch ein Absperrventil,
baulich vereinigt mit einem Ruhelager, und
F i g. 7 eine weitere Ausführungsfonr der baulichen
Vereinigung des Ruhellagers mit dem Absperrventil.
In den F i g. 1 bis 5 ist der für die Erfindung
wesentliche Teil einer Druckluftbremsanlage für Sattelzüge in schematischer Weise dargestellt Es handelt sich
jeweils um den letzten Teil der Druckluftbremsanlage, der auf der Zugmaschine angeordnet ist Von einer
Druckluftbeschaffungseinrichtung mit entsprechend angeordnetem Druckluftbehälter geht eine Leitung 1 aus,
in der ein Absperrventil 2 eingeschaltet ist, dessen Ventilkörper über ein Ruhelager 3 betätigt weiden
kann. Die Leitung 1 fCihrt bis zu einem Abzweig 4. Dort verzweigt sich die Leitung 1 und führt in eine
Vorratsleitung 5, die eine biegsame Leitung 6 einschließt und schließlich in einem Vorratskupplungskopf 7 endet.
Der Vorratskupplungskopf 7 ist als Kupplungskopf ohne automatisches Schließglied ausgebildet
Andererseits führt von dem Abzweig 4 eine Versorgungsleitung 8 zu dem Anhängersteuerventil 9,
welches in üblicher Weise angesprochen wird, d. h. über Steuerleitungsanschlüsse verfügt Von dem Anhängersteuerventil
9 führt eine Bremsleitung 10, die eine biegsame Leitung U beinhaltet zu einem Bremskupplungskopf
12, der in allen Fällen als Kupplungskopf ohne automatisches Schiießgiied ausgebildet ist Dem Bremv
kupplungskopf 12 ist gemäß F i g. 1 ein Ruhelager 13 zugeordnet welches auf der Seite der Zugmaschine
angeordnet ist und zur Aufnahme des Bremskupplungskopfes
12 dient wenn die Zugmaschine im Solobetrieb gefahren wird. Ebenso ist dann der Vorratskupplungskopf
7 in das Ruhelager 3 eingelegt so daß das Absperrventil 2 betätigt ist und zwar im Sinne einer
Absperrung der Vorratsluft führenden Leitung 1.
In den F i g. 2 und 3 ist die Erfindung angewendet auf die Bremsleitung. Der grundsätzliche Aufbau der
Druckluftbeschaffungsanlage ist ähnlich. Als Vorratskupplungskopf
T findet ein solcher out automatischem Schließglied Anwendung. Das zugehörige Ruhelager 3
ist hier separat d. h. nicht baulich vereinigt mit einem
s Absperrventil vorgesehea Statt dessen ist das Absperrventil
2 mit dem Ruhelager 13 des Bremskupplungskopfes baulich vereinigt Das Absperrventil 2 ist entweder in
der Versorgungsleitung 8 oder in der Bremsleitung 10 angeordnet
ίο Weitere Möglichkeiten sind in den Fig.4 und 5
dargestellt wobei die Erfindung jeweils zweimal angewendet wird, und zwar einmal im Bereich der
Vorratsleitung 5 und einmal im Bereich der Bremsleitung 10 bzw. der Versorgungsleitung 8.
is Den Schaltungsmöglichkeiten gemäß der F i g. 1 bis 5
ist gemeinsam, daß der Bremskupplungskopf 12 immer ein solcher ohne automatisches Schließglied ist und daß
zumindest eines der beiden Ruhelager 3 oder 13 mit dem Absperrventil 2 baulich vereinigt ist
In F i g. 6 ist eine erste Realisierungsmöglichkeit der baulichen Vereinigung des Absperrventils 2 mit einem
der beiden Ruhelager 3 oder 13 dargestellt Das Absperrventil 2 besitzt ein Gehäuse 14, an dem zwei
Anschlüsse 15 und 16 vorgesehen sind, an die die entsprechenden Teile der Leitungen 1 oder 5 oder 8
oder 10 angeschlossen werden, wie dies mit Pfeilen dargestellt ist Ein Kippventil 17 wird durch eine Feder
18 in Schließstellung beaufschlagt Das Kippventil 17 besitzt einen Schaft 19, der mit einem Druckstück 20
bzw. einer in ihm vorgesehenen Nut 21 zusammenarbeitet Das Druckstück 20 wird über eine Feder 22 so
beaufschlagt, daß es bei nicht eingelegtem Kupplungskopf 7 oder 12 in das entsprechende Ruhelager 3 bzw. 13
den Schaft 19 des Kippventils 17 mit der Nut 21 so verschieben würde, daß das Kippventil 17 geöffnet ist.
Durch das Einlegen des Kupplungskopfes 7 oder 12 wird das Druckstück 20 im Gehäuse 14 entgegen der
Kraft der Feder 22 verschoben, und zwar in eine solche Stellung, daß das Kippventil 17 schließt, wie dies F i g. 6
zeigt
Eine ähnliche Ausführungsform ist in Fig.7 dargestellt.
Hierbei ist in dem Druckstück 20, welches wie dargestellt ausgebildet ist, ein Doppelventilkörper 23
mit Hilfe einer Feder 24 aufgehängt Dieser Dcppciver.
tilkörper 23 bildet mit einem Fortsatz 25 an dem Druckstück 20 ein erstes Ventil und mit einem
eingezogenen Rand 26 des Gehäuses 14 ein Absperrventil, welches dem Kippventil 17 in der Funktion
vergleichbar ist. Ein in dem Druckstück 20 gebildeter
so Raum 27 ist über eine Bohrung 28 und einen Kanal 29 entlüftet ebenso wie ein Raum 30 über eine Bohrung 31.
F i g. 7 zeigt die Stellung der Teile, wenn der Kupplungskopf 7 oder 12 nicht in das Ruhelager 3 bzw.
13 eingelegt ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Druckluftbremsanlage für Sattelzüge mit einer Vorratsleitung und einem fiber eine biegsame
Leitung angeschlossenen Vorratskupplungskopf, mit einer von einem Anhängersteuerventil ausgehenden
Bremsleitung und einem über eine biegsame Leitung angeschlossenen Bremskupplungskopf und mit mindestens
einem in der Vorratsleitung und/oder in der Bremsleitung angeordneten Absperrventil, wobei
der Bremskupplungskopf und der der mit dem Absperrventil versehenen Leitung zugeordnete
Kupplungskopf ohne automatisches Schließglied ausgebildet sind, sowie mit je einem dem Vorratskupplungskopf
und dem Bremskupplungskopf zugeordneten Ruhelager, dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Ruhelager (3 oder 13) mit dem jeweils zugeordneten Absperrventil (2)
zu dessen gleichzeitiger zwangsweiser Betätigung derart baulich vereinigt ist, daß bei in dem Ruhelager
(3 oder 13) eingelegtem Kupplungskopf (7 bzw. 12) das Absperrventil (2) geschlossen ist
2. Druckluftbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (2) ein
als Kippventi! (17) ausgebildetes Schließgliecl aufweist und daß in dem Gehäuse (14) des Absperrventils
(2) ein über den Kupplungskopf (7 oder 12) beim Einlegen in das Ruhelager (3 oder 13) gegen
Federkraft verschiebbares Druckstück (20) vorgesehen ist
3. Druckluftbremsanlage nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet daß das Absperrventil (2) ein
Druckstück (20) aufweist weiches gegen Federkraft im Gehäuse (14) gelagert und durch den Kupplungskopf
(7; 12) verschiebbar ist und daß in diesem Druckstück (20) ein Doppelventilkörper (23) federnd
aufgehängt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772714048 DE2714048C3 (de) | 1977-03-30 | 1977-03-30 | Druckluftbremsanlage für Sattelzüge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772714048 DE2714048C3 (de) | 1977-03-30 | 1977-03-30 | Druckluftbremsanlage für Sattelzüge |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2714048A1 DE2714048A1 (de) | 1978-10-12 |
| DE2714048B2 DE2714048B2 (de) | 1979-03-01 |
| DE2714048C3 true DE2714048C3 (de) | 1979-10-18 |
Family
ID=6005092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772714048 Expired DE2714048C3 (de) | 1977-03-30 | 1977-03-30 | Druckluftbremsanlage für Sattelzüge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2714048C3 (de) |
-
1977
- 1977-03-30 DE DE19772714048 patent/DE2714048C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2714048A1 (de) | 1978-10-12 |
| DE2714048B2 (de) | 1979-03-01 |
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