DE2716112B2 - Verwendung von Abbindeverzögerern in schnellhärtendem Beton - Google Patents

Verwendung von Abbindeverzögerern in schnellhärtendem Beton

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Description

50
Es ist bekannt, daß Betone, die unter Verwendung von modifizierten Portlandzementen, nämlich solchen, die beispielsweise als wesentlichen Bestandteil die Phase 11 CaO · 7 Al2O3 · CaF2 (CuArCaF2) enthält, im Vergleich zu Betonen, die mit Portlandzement ohne Modifizierung hergestellt werden, sehr rasch abbinden und erhärten (siehe dazu AT-PS 3 20513 und DE-OS 63 616).
Diese sog. »Schnellbetone« haben jedoch den Nachteil, daß nur eine sehr verkürzte Verarbeitungszeit eo zur Verfügung steht, die den Transport in Fahrmischern oder Muldenfahrzeugen zu Baustellen ausschließt. Damit wird die Verwendungsmöglichkeit dieser Schnellbetone stark eingeschränkt.
In solchen Schnellbetonen kann die Abbindezeit soweit, nämlich etwa um 30 bis 90 Minuten, verzögert werden, daß ein Transport möglich wird, wenn dem Schnellbeton Abbindeverzögerer zugesetzt werden.
Dieser Zusatz bedingt allerdings eine Veränderung ro der Erhärtungscharakteristik, d,h, nach dieser Verzögerungszeit erhärtet ein solcher Beton langsamer als der typische Schnellbeton, in manchen Fällen, vor allem bei höheren. Zusätzen, ist keine befriedigende Härtung mehr erzielbar.
Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, einen schnellhärtenden Beton zu schaffen, dessen Abbindezeit so verzögert ist, daß genügend Zeit für den Transport des fertigen Betons zur Baustelle bleibt, daß aber trotzdem nach Einsetzen der Erstarrung der typische günstige Erstarrungsverlauf erhalten bzw. die Frühfestigkeit sogar noch verbessert wird.
Diese Aufgabe konnte dadurch gelöst werden, daß dem Schnellbeton wasserlösliche, aliphatische Polyhydroxyverbindungen, die Carboxylgruppe» in Form ihres wasserlöslichen Salzes enthalten können, als Verzögerer in Kombination mit bestimmten, wasserlöslichen, modifizierten Aminotriazinbarzen zugesetzt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach die Verwendung von Abbindeverzögerern in sehnellhärtendem Beton, der als Hauptbestandteil die Phase 11 CaO · 7 Al2O3 · CaF2 enthält, wobei als der Abbindeverzögerer wasserlösliche Polyhydroxyverbindungen mit insbesondere 4 bis 8 C-Atomen, wie z. B. Sorbit oder Glukonsäure oder deren wasserlösliche Salze, und ein durch eine aliphatische Aminosäure in Form ihrer wasserlöslichen Salze modifiziertes, wasserlösliches Harz auf Basis eines Amino-s-triazins eines Molverhältnisses von Formaldehyd zu Amino-s-triazin zu Aminosäure von (1,5 bis 6): 1: (0,15 bis 1) verwendet werden.
Die als Abbindeverzögerer verwendeten Polyhydroxyverbindungen sind als Abbindeverzögerer für normalen Beton bekannt, es ist aber keinesfalls so, daß für den Zweck der vorliegenden Erfindung alle bekannten Abbindeverzögerer geeignet wären. Als solche Polyhydroxyverbindungen sind sowohl solche ohne Carboxylgruppe im Molekül, wie z. B. Sorbit, oder aber auch solche mit einer oder mehreren Carboxyl· gruppen im Molekül, wie Weinsäure und Glukonsäure, zu nennen. Besonders hervorzuheben ist die Glukonsäure, da sie sehr günstige Verzögerungszeiten mit einer sehr guten Einsteilung der Erhärtungszeit durch den erfindungsgemäßen Harzzusatz ermöglicht. Die Carboxylgruppen des Aminotriazinharzes müssen in das Salz übergeführt sein, was die Wc-.serlöslichkeit gewährleistet
Vorzugsweise werden Alkali- oder Erdalkalisalze und insbesondere Natrium- oder Kaliumsalze oder gemischte Na-K-Salze verwendet
Die Menge an der Polyhydroxyverbindung richtet sich nach der Natur der Verbindung, sie beträgt aber meist 0,05 bis 0,5%, bezogen auf Zementgewicht. Höhere Dosierungen bringen die Gefahr der Otter' dosierung mit sich, so daß höhere Zusätze für jede zu verwendende Polyhydroxyverbindung sorgfältig geprüft werden müssen. Sie sind aber prinzipiell nicht auszuschließen. Bei Verwendung von Glukonsäure wird vorzugsweise eine Menge von 0,1 bis 0,4% als freie Säure, bezogen auf Zementgewicht, gewählt. Bei Salzen der Weinsäure z. B. ist der Zusatz vorzugsweise etwas niedriger, z. B. zwischen 0,5 bis 0,3% als Säure, zu halten. Die Menge an Aminotriazinharze kann von 0,01% bis etwa 2,5% betragen, sie soll zweckmäßig zwischen 0,01 bis 2%, bezogen auf das Gewicht des
Zements, ausmachen, vorzugsweise wählt man Wer Zusätze von 0,05 bis 0,8%, bezogen auf Zementgewicht
Die Zusammensetzung des Ajnmotriazinbwzes kann iß relativ weiten Grenzen schwanken und erlaubt eine Anpassung an die gewünschte Abbindecharakteristik s bzw, die erwünschten Frühfestigkeiten. Das bevorzugte Molverhältnis von Formaldehyd; Aminotriazin, vorzugsweise Melamin; Aminosäure liegt hierbei bei (3 bis 4): 1: (0,3 bis 0,7), Als Aminosäure ist Glycin bevorzugt, es sind aber auch «- oder ^-Alanin brauchbar.
En weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß es möglich ist, die Abbindezeit, die Festigkeitscharakteristik und das Fließverhalten genau auf die Erfordernis des jeweiligen Anwendungsfalles abzustimmen. Dies kann durch die Wahl an Art und Menge der Polyhydroxyverbindung und an Aminotriazinharz geschehen. Es ist ferner auch möglich, durch Zusatz bekannter Plastifizierer die Fließfähigkeit df» Betons auf bestimmte Werte einzustellen, ohne die FestigkeitsentwibJ^ung des typischen Schnellbetons zu beseitigen. Dadurch kann auch eine Rücknahme des Anmachwassers und eine Einsparung an Zement erzielt werden, ohne die anderen charakteristischen Eigenschaften zu tangieren. Als besonders geeignet haben sich Iignosulfonsäure Salze und Oxyügnin erwiesen. Deren Menge ist bevorzugt mit 0,03 bis 0,5%, bezogen auf die Menge des eingesetzten Zementes, zu bemessen.
Schließlich ist auch der Zusatz bekannter Mikroluftporenbildner zum erfindungsgemäß hergestellten Beton möglich, um dessen Wasserdichtheit und Frostbeständigkeit zu erhöhen.
Als solche bekannte Zusätze können z. B. Fettalkoholäther, Fettalkohclsulfoaate, Fettalkoholsulfate und Kondensationsprodukte von Äthyf noxyd mit einer hydrophoben Basis genannt werden. Bevorzugt sind Alkylbenzolsulfonate. Die Menge soll von 0,01 bis 0,2%, bezogen auf Zement, betragen.
Abbindeverzögerung und typischer Erhärtungsverlauf eines schnellhärtenden Betons bleiben trotzdem erhalten.
Die Herstellung des ertfndungsge'mäß modifizierten Betons gelingt völlig problemlos, da es nicht nötig ist, die erfindungsgemäß verwendeten Zusätze bereits dem Zement an dessen Herstellungsstätte zuzusetzen. Dadurch kann auch eine spezielle Lagerhaltung vermieden werden. Der Zusatz der Polyhydroxyverbindungen und der Harzkomponente kann gleichzeitig oder auch zeitlich getrennt erfolgen. Bei gleichzeitiger Zugabe geschieht dies bevorzugt in Form einer gemeinsamen wäßrigen Lösung. so
Die Polyhydroxyverbindung wird bevorzugt in wäßriger Lösung zugegeben, ihr Zusatz kann aber auch in fester Form erfolgen, vor allem dann, wenn Carboxylgruppen im Molekül vorhanden sind, die eine gute Wasserlöslichkeit als Satz gewährleisten. Sie kann aber auch als freie Säure eingesetzt werden und bildet mit den stark alkalischen Anteilen des Zementes Salze. Der Zeitpunkt des Zusatzes liegt vor oder während des Mischvorganges der Bestandteile zum Beton. Ist der Beton einmal fertig, muß auch die Polyhydroxyverbindung zugegen sein, um bei Einsetzen des Abbindevorganges ihre verzögernde Wirkung entfalten zu können. Das Aminotriazinharz hingegen kann nicht nur vor oder während des Mischvorganges, sondern auch nach erfolgter Mischung, beispielsweise auch noch in den Fahrmischer vor der Entleerung zugesetzt werden. Das Harz muß als wäßrige Lösung eingesetzt werden, um eine optimale Verteilung im Beton zu gewährleisten.
Für die Polyhydroxyverbindungen 'm auch eine kombinierte flüssig-fest Zugabe möglich, dje man vor allem weh dann wählen kann, wenn man mit den Zusätzen bestimmte Wassermengen einbringen will, die nicht überschritten werden sollen.
Auch die gegebenenfalls vorliegenden, übrigen Zusätze, wie bekannte Plastifizierer und Mjkroluftporenbildner, können an beliebiger Stelle vor, während oder nach der Bereitung des Betons, vorzugsweise als wäßrige Lösung, zugesetzt werden.
Die Konzentration der wäßrigen Lösungen aller Zusatzmittel wird vor allem durch die Löslichkeiten der Zusatzmittel in Wasser bestimmt, wobei ohne Bedenken auch praktisch gesättigte Lösungen angewendet werden können. Vorzugsweise wird man konzentriertere Lösungen allzu großen Verdünnungen vorziehen, da die zusätzlich eingebrachte Wassermenge bei allzu großer Verdünnung bei der Festlegung der Menge an Anmachwasser zu berücksichtigen wäre. Vorzugsweise liegen die Konzentrationen an der Lösung der Polyhydroxyverbindungen bei 5 bis 37%, an dem Aminotriazinharz bei 2 bis 20%.
Die Menge an insgesamt zugesetzten, wäßrigen Lösungen soll jedoch zweckmäßig 6%, bezogen auf eingesetzten Zement, nicht überschreiten, vorzugsweise soll sie 03 bis 3%, ,bezogen auf Zementgewicht, betragen.
Die für die vorliegende Erfindung verwendeten, wasserlöslichen Amino-s-triazinharze, die mit Aminosäuren in Form ihrer wasserlöslichen Salze, insbesondere Glycin-Na, modifiziert sind, sind bereits bekannt Ihre Herstellung gelingt z. B. nach der Vorschrift gemäß Houben—Weyl, Methoden der organischen Chemie, Band 14/2, Seite 370, Beispiel 20.
Beispiel 1
Unter Verwendung von modifiziertem Portlandzement wurde ein Beton durch Mfechen folgender Einzelkomponenten hergestellt:
Schnellzement auf Basis der Phase
11 CaO · 7 Al2O3 · CaF2 (PSZ 400 der
Fa. Perlmooser Zementwerke) 381 kg
Anmachwasser 1601
Zuschlagstoffe entsprechend
A + B
Sieblinie
(ÖNORM B 3304)
1882 kg
(W/Z-Wert-0,47) 2447 kg/m*
Zusatzmittel, wäßrige Lösung 5634 g
enthalten an Feststoffen:
Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz 370 g Na-Glukonat 1400 g
Dabei wurde das Zusatzmittel der Mischung aus Wasser und Zuschlagstoffen zugemischt Anschließend wurde der Schnellzement eingemischt
Die Menge der hinzugefügten Zusatzmittellösung betrug bezogen auf das Zementgewicht 1,48 Gew,-%. Die Menge an Feststoffen betrug bezogen auf das Zementgewicht 0,10Gew.-% Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz und 037 Gew.-% Na-Glukonat (entspricht 033 Gew.-% Gluconsäure).
Das Glycin-Na-modifizierte Melaminharz ist durch folgendes Molverhältnis definiert:
Formaldehyd : Melamin : Glycin-Na ='3,5 :1 :0,5.
Der so hergestellte, Frischbeton hatte folgende Eigenschaften;
Anfangsausbreitmaß (ÖNORM B 3303); 54 cm
Abbindezeit; 60 min
Die Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn wurde als Druckfestigkeit (ONORM B 3303) in Abhängigkeit der Zeit verfolgt und betrug nach
900N/cm*
1300 N/cm2
1650 N/cm2
4 Stunden
6 Stunden
Wird der gleiche Beton nut den gleichen Zusätzen, jedoch mit dem Unterschied hergestellt, daß zu der Mischung aus,Wasser und Zuschlagstoffen nur die Lösung des Na-Glukortats zugesetzt wird, die Lösung des Melaminharzes aber erst im Fahrmischer dem fertigen Beton zugemischt wird, wird die gleiche Abbindezeit und die gleiche Festigkeitsentwicklung erhalten.
Hingegen besitzt ein Beton, der auf gleiche Weise aus der gleichen Menge an Schnellzemen*. Wasser und den gleichen Zuschlägen, jedoch ohne Zusatzmittel hergestellt wird, ein Anfangsausbreitmaß von 48 cm, eine Abbindezeit von 20 Minuten und folgende Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden 1020 N/cm2
4 Stunden 1350 N/cm2
6 Stunden 1480 N/cm2
c ^iLT T^ITf ^ .unbehand?!!en
Schnellbetons wird durch die erfindungsgemaßcn
Zusätze trotz erhöhter Abbindezeit auf 60 Minuten sogar überboten.
Werden dem auf gleiche Weise hergestellten Zement anstelle der erfindungsgemäßen, kombinierten Zusätze nur 1400 g Na-Glukonat in Form der wäßrigen Lösung zugesetzt, wobei die wäßnge Lösung 1 Gew.-% des Zementgewichtes ausmacht, so zeigt dieser Beton ein Anfangsausbreitmaß von 50 cm, eine Abbindezeit von 60 Minuten, jedoch nur folgende Festigkeitsentwicklung:
2 Stunden
4 Stunden 520 N/cm2
6 Stunden 1020 N/cm2
Die Festigkeitsentwicklung wurde also entscheidend verschlechtert
Beispiel 2
Wie in Beispiel 1 beschrieben wurde aus folgenden Bestandteilen ein Beton bereitet:
Schnellzement auf Basis
11 CaO ■ 7 AI2O3 · CaF2 382 kg
Wasser 1791
Zuschläge -Ay5- 1884 kg
(W/Z-Wert - 0,47) 2445 kg/m3
dem 3 Gew.-Vo, bezogen auf das Zementgewicht, einer wäßrigen Lösung mit einem Gehalt an
Glycin-Na-modifiziertes
Melamin
Natrium-Glukonat
1400 g (0^7 Gew-%)
1400 g (037 Gew,%)
Das Anfangsausbreitmaß des Betons
betrug 61cm
*» Abölndwelt 60 Minuten
Die Festigkejtsentwicklung nach Abbindebeginn
e "mc
2 Stunden 1390 N/em*
4 Stunden 1710 N/cm*
6Stunden
Durch die Erhöhung des Harzzusatzes ist also in jeder der geprüften Zeitspannen eine erhöhte Festigkeit erzielt worden.
Beispiel 3 Wie in Beispiel 1 beschrieben wurde aus folgenden
Bestandteilen ein Beton bereitet; 377 kg
Schnellzement auf Basis 1641
20 11 CaO-7 Al2O3 CaF2 1910 kg
Wasser 245; kg/cm*
ZAiSCIUiIgC
(W/Z-Wert=0,435)
de3 ? 0^I*0' bez0Sen auf das Zementgewicht, einer wäßrigen Losung mit einem Gehalt an
Glycin-Na-modifiziertes Melam.nharz IMOgWAG ew,% Natnumglukonat 1400 g (037 Gew.-%)
in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise zugesetzt wurden.
Das Anfangsausbreitmaß des Betons betrug
die Abbindezeit
Die FestigkeitsentwiCklung betrug nach 2 Stunden 2050 N/cm2
Λ stunden 2870 N/cm2
40
59 cm
60 Minuten
Die Verdopplung des Harzanteiles gegenüber Beispiel 2 brachte eine wesentüch gesteigerte Festigkeitsentwicklung mit sich.
B eispiel4
Analog zu den vorhergehenden Beispielen wurde Beton aus folgenden Komponenten hergestellt:
Schnellzement auf Basis
11 CaO · 7 Al2O3 · CaF2 380 kg
Wasser 1861
Zuschläge -^γ5- 1869 kg
(W/Z-Wert-0,49) 2435 kg/m*
Zusatzmittel I, wäßrige Lösung 4284 g enthaltend an Feststoffen:
Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz
(siehe Beispiel i) 100 g
Na-Glukonat 1400 g Zusatzmittel II, wäßrige Lösung l750g
ma 140 g
in der in
wurden.
Beispiel 1 beschriebenen Weise zugesetzt
Dabei wurde d.s Zus.tzmittel I wie in Beispiel 1 der Mischung aus Wasser und Zuschlagstoffen noch vor der Zementzugabe zugemischt.
Die Menge der gesamten Zusatzmittellösung I+ 11 betrug l,59Gew.-%, bezogen auf das Zementgewicht. Die Menge an festen Zusatzmitteln betrug, bezogen auf das Zementgewicht, 0,03 Gew.-°/o Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz, 0,37 Gew.-% Na-glukonat und 0,04 Gew.-% Ligninsulfonat.
Das Glycin-Na-modifizierte Melaminharz hatte dieselbe Zusammensetzung wie in Beispiel I.
Der so hergestellte Frischbeton hatte folgende Eigenschaften:
Anfangsausbreitmaß: 60 cm
Abbindezeit: 70 min
Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden 640 N/cm:
4 Stunden 1120 N/cm'
6 Stunden 1400 N/cm2
Beispiel 5
Herstellung eines Betons aus folgenden Komponenten
Schnellzement auf Basis
II CaO · 7 AI2O, ■ CaF2 374 t.g
Wasser 187 1
Zuschläge Λ ' B 1822 kg !"
(W/Z-Wert = 0.50) 2383 kg/m'
2!usatzmittel I: wäßrige Lösung 4934 g
enthaltend Feststoffe: ,. Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz
(wie in Beispiel 1) 230 g
Na-Glukonat 1400 g
2!usatzmittel II: wäßrige Lösung 133 g
enthaltend festes Vinsolharz (Luftporengehalt konstant 3.5 Gew.-%, Mikroluftporenbüdner nach Richtlinien für Autobahnbau RLP 64) 53 g
Dabei wurde die Zusatzmittellösung I und Il wie in ·»■> Eleispiel 1 der Mischung aus Wasser und Zuschlagstoffen noch vor der Zementzugabe zugemischt.
Die Menge der gesamten Zusatzmittellösung I+ 11 betrug 1.35 Gew.-%. bezogen auf das Zementgewicht. Die Menge an festen Zusatzmitteln betrug, bezogen auf > <> das Zementgewicht. 0,06 Gew.-% Glycin-Na-modifiziertes Melaminharz, 0,37 Gew.-% Na-Glukonat und 0.014 Gew.-% Vinsolharz.
Eigenschaften des Frischbetons:
Anfanesausbreitmaß: 52 cm
Abbindezeit: 60 min
Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden 860 N/cm?
4 Stunden 1250 N/cm*
6 Stunden 1680 N/cm2
Beispiel 6
W;e in Beispiel 1 beschrieben wird aus folgenden Bestandteilen ein Beton bereitet:
Schnellzement auf Basis 378 kg
11 CaO · 7 AbO) · CaF2 1781
Wasser 1886 kg
Zuschläge Λ + "
(W/Z-Wert = 0.47) 2442 kg
dem 2Gew.-%, bezogen auf Zementgewicht, einer wäßrigen Lösung mit einem Gehalt an Glycin-Na-modifiziertem Melaminharz 1400 g (0,37%) Weinsäure 945 g (0.25%)
in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise zugesetzt winden.
Der so erhaltene Beton zeigte folgende F.igenschaften:
Anfangsausbreitmaß: 58 cm
Abbindezeit: 45 min
Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden
4 Stunden
6 Stunden
I 500 N/cm-'
184ON/cm2
2260 N/cm2
Im Gegensatz dazu zeigt der gleiche Beton, dem aber nur 960 g Weinsäure in wäßriger Losung zugesetzt worden wc:-, folgende Eigenschaften:
Anfangsausbreitmaß: 51 cm
Abbindezeit: 45 min
Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden
4 Stunden
6 Stunden
420 N/cm?
840 N/cm2
1340 N/cm2
Die Festigkeitsentwicklung war also wesentlich langsamer.
Beispiel 7
Auf folgenden Bestandteilen wurde gemäß der Vorschrift aus Beispiel I ein Beton hergestellt:
Schnellzement auf Basis
11 CaO ■ 7 Al2O) · CaF2 388 kg
Wasser 1801
A + B
Zuschläge — - 1857 kg
(W/Z-Wert = 0.47) 2425 kg/m^
dem, wie in Beispiel 1 beschrieben, 3Gew.-%, bezogen auf Zementgewicht, einer Lösung mit einem Gehalt an
Glycin-Na-modifiziertem
b0
Melaminharz 1400 g (036 Gew.-o/o)
Sorbit 1164g(030Gew.-%)
zugesetzt werden.
Der so erhaltene Beton zeigte folgende Eigenschaf-
ten:
Anfangsa-Jsbreitmaß: 62 cm
Abbindezeit: 40 min
Festigkeitsentwicklung nach Abbindebeginn:
2 Stunden ! 600 N/cm2
4 Stunden 2000 N/cm2
6 Stunden 2440 N/cm2
Vergleichsversuch
Ein nach Beispiel 2 hergestellter Beton auf Basis PSZ 400 wurde hinsichtlich Erstarrungsbeginn und Festigkeitseigenschaften 2 bis 6 Stunden nach Erstarrungsbeginn mit einem Beton gleicher Beschaffenheit verglichen, dem anstelle des erfindungsgemäßen, glycinii.odifizierten Melaminharze« die gleiche Menge eines handelsüblichen, nicht säuremodifizierten Melamin-formaldehydharzes zugesetzt wurde. Die erhaltenen Werte sind in nachfolgender Tabelle zusammengefaßt, wobei Beton A jener mit dem handelsüblichen Harzzusatz und Beton B der Beton gemäß Beispiel 2 ist.
Erstarrungsbeginn,
min
Festigkeil nach Erstarrungsbeginn, N/cmJ
2Std.
4Std.
6Std.
Nullbeton
Beton A
Beton B
15
90
60
1196
882
135 J
1353 1176 1647
1411 1353

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verwendung von Abbindeverzögerern in schneühärtendem Beton aus modifiziertem Portlandzement, der als Hauptbestandteil die Phase 11 CaO - 7 Al2O3 · CaF2 enthält, wobei als Abbindeverzögerer wasserlösliche Polyhydroxyverbindungen mit insbesondere 4 bis 8 C-Atomen, wie z. B, Sorbit oder Glukonsäure oder deren wasserlösliche Salze und ein durch ein wasserlösliches Salz einer aliphatischen Aminosäure, wie etwa Glycin, modifiziertes, wasserlösliches Harz auf Basis eines Aminos-triazins eines Molverhältnisses von Formaldehyd zu Amino-s-triazin zu Aminosäure von (1,5 bis 6) :l:(0.15 bis 1) dienen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der Abbindeverzögerer 0,05 bis 0,5 Gew-% PoIyhydroxyverbindung, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Zementes, enthält
3. Verwendung nach Anspruch i und 2, wobei der Abbindeverzögerer 0,1 bis 0,4Gew.-%, berechnet als freie Säure, wasserlösliches Salz der Glukonsäure, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Zementes, enthält
4. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei der Abbindeverzögerer 0,01 bis 2Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 0,8Gew.-% an wasserlöslöslichem, modifiziertem Amino-s-triazinharz, bezogen auf das Zementgewicht, enthält
5. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 4, wobei das wasserlösliche, modifizierte Amino-striazinharz ein Molverhältnis von Formaldehyd zu Amino-s-triazin zu Aminosäure in Form ihres wasserlöslichen Salzes von (3 bis 4): 1: (03 bis 0,7) besitzt
6. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 5, wobei zusätzlich als Plastifizieren ein wasserlösliches Salz der Ligninsulfonsäure oder Oxylignin vorhanden ist, welcher Plastifizieren in einer Menge *o von 0,03 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Zementes, zugesetzt wird.
7. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 6, wobei zusätzlich ein Mikroluftporenbildner in einer Menge von 0,01 bis 0,2 Gew.-%, bezogen auf die Menge des eingesetzten Zementes, zugesetzt wird.
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