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Vorrichtung zum kontinuierlichen Pressen von Preßgut-
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matten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Vorrichtung zum
kontinuierlichen Pressen von einer fortlaufenden Preßgutmatte oder von aufeinanderfolgenden
Preßgutmatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl., - mit
Pressenobergestell, Pressenuntergestell,
über Umlenktrommeln endlos
geführten Stahlbändern im Pressenobergestell sowie im Pressenuntergestell und Antriebseinrichtung,
wobei zumindest ein Stahlband an eine Druckkammer angeschlossen ist und in der Druckkammer
Walzen angeordnet sind. Das bedeutet, daß das Stahlband die Druckkammer gleichsam
verschließt, vom Druckmittel in der Druckkammer beaufschlagt ist und dadurch eine
Krafteinwirkung erfährt, die als Preßkraft funktioniert. - Es versteht sich von
selbst, daß bei derartigen Vorrichtungen der Presseneinlauf besonders gestaltet
ist. Z. B. ist er maulartig geöffnet und mit entsprechenden Werkzeugen versehen.
Es versteht sich fernerhin von selbst, daß im allgemeinen der Abstand zwischen Pressenobergestell
und Pressenuntergestell und damit die Preßspaltbreite zwischen den Stahlbändern
einstellbar sind, wenn es sich darum nndelt, Spanplatten, Faserplatten u. dgl. unterschiedlicher
Dicke herzustellen. Dazu können auch im Bereich dieses Preßspaltes Distanzleisten
angeordnet oder endlos umlaufende Distanzketten mitgeführt sein.
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Bei den bekannten gattungsgemäßen Vorrichtungen (DT-OS 22 22 419)
ist eine einzige Druckkammer vorgesehen und befinden sich in der Druckkammer des
Pressenuntergestells gereiht eine Mehrzahl von Walzen, die als Tragwalzen ausgebildet
und dimensioniert sind. Sie wirken zwar in gewissem Umfange als Widerlager, wenn
das Stahlband des Pressenuntergestells die Reaktion aus dem Preßgut aufnimmt, sind
jedoch nicht zur Durchführung von aktiver Verdichtungsarbeit eingerichtet und geeignet.
Nachteilig ist, daß eine Egalisierung
von Unebenheiten in den Preßgutmatten,
die beispielsweise durch den Streuvorgang bedingt sind, nicht erzielbar ist.
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Im übrigen kennt man gattungsfremde Vorrichtungen gleicher Zweckbestimmung,
bei denen ein Pressengestell gleichsam zu einer Trommel entartet und von dem anderen
mehr oder weniger umgeben ist (DT-OS 25 49 560). Hier arbeiten zusätzlich Preßwalzen
gegen die Trommel als Widerlager. Die Preßwalzen sind vor den Druckkästen angeordnet.
Die Druckkästen funktionieren daher nur als formhaltende Nachpresse. Das ist nicht
frei von Nachteilen, weil an den Preßwalzen Walkphänomene auftreten, aus denen irreparable
Störungen in der gestreuten Struktur der Preßgutmatten resultieren können. Die formhaltende
Nachpresse beseitigt diese Störungen nicht.
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Grundsätzlich ist es bekannt, bei einer Vorrichtung zum kontinuierlichen
Pressen von Preßgutmatten bei der Herstellung von Spanplatten, Faserplatten u. dgl.,
die in der beschriebenen Weise im Pressenobergestell und Pressenuntergestell endlos
umlaufende Stahlbänder aufweist, über die Preßspaltlänge die Preßkräfte zu verändern
(DT-AS 24 25 057). Das geschieht jedoch mit hilfe von mechanischen Einrichtungen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung
so weiter auszubilden, daß beim Preßvorgang auch eine Egalisierung von Unebenheiten
in den Preßgutmatten erreichbar ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Walzen als
Preßwalzen ausgebildet sind und daß in (zwei oder mehr als zwei) separaten Druckkammern,
deren Druck unabhängig voneinander einstellbar ist, jeweils zumindest eine der Preßwalzen
angeordnet ist. Nach
bevorzugter Ausrührungsform der Erfindung ist
die Anordnung so getroffen, daß zusätzlich die Preßkraft der einzelnen Preßwalzen
unabhängig voneinander einstellbar oder eingestellt ist. Das kann betriebsmäßig
oder bei der Einrichtung der Presse auf bestimmte Preßarbeiten erfolgen. Dabei können
auch mehrere Preßwalzen einstelltechnisch zu Gruppen zusammengefaßt sein.
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Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Anordnung im Pressenobergestell
oder im Pressenuntergestell in der beschriebenen Weise gestaltet. Nach bevorzugter
Ausführungsform sind jedoch die Stahlbänder sowohl im Pressenobergestell als auch
im Pressenuntergestell an Druckkammern angeschlossen. Bei dieser Aus führungs form
geht die Lehre der Erfindung dahin, daß die Druckkammern des Stahlbandes vom Pressenobergestell
sowie die Druckkammern des Stahlbandes vom Pressenuntergestell einander zugeordnet
sind und die darin angeordneten Preßwalzen als Preßwalzenpaare gegeneinander arbeiten.
In einem solchen Fall ist die Preßkraft der Preßwalzen zweckmäßigerweise paarweise
unabhängig voneinander einstellbar oder eingestellt.
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Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Vorrichtung eine wirksame Verdichtung der Preßgutmatten mit gleichzeitiger Egalisierung
erreicht wird. Obwohl mit Preßwalzen gearbeitet wird, tritt überraschenderweise
eine Störung der gestreuten Struktur der Preßgutmatten durch einen Walkvorgang nicht
auf. Die Drücke in den einzelnen Preßkammern und die Preßdrücke der einzelnen Walzen
werden in Abhängigkeit von den speziellen technologischen Problemen eingestellt.
Sie richten sich also nach dem Preßgut und nach dem angestrebten Produkt. Produktabhängig
sind weitere Parameter, die eingestellt werden können. So ist eine
bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Druckkammern zugleich
als Heizkammern und/oder Kühlkammern ausgebildet sind, wozu sie mit Heizeinrichtungen
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Kühleinrichtungen versehen werden oder wozu z. B. mit einem heißen
oder gekühlten Druckmittel gearbeitet wird, welches die Druckkammern durchströmt.
Im Rahmen der Erfindung liegt es auch, nach der erreichten Egalisierung, z. B. zum
Zwecke der Oberflächenbeeinflussung, den Druckkammern mit den integrierten Preßwalzen,
die für die erfindungsgemäße Vorrichtung zunächst kennzeichnend sind, preßwalzenfreie
Druckkammern vorzuschalten oder auch nachzuschalten.
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In der konstruktiven Gestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere
Möglichkeiten. Durch fertigungstechnische, montagetechnische und wartungstechnische
Einfachheit ausgezeichnet ist eine Ausführungsform, die dadurch gekennzeichnet ist,
daß die Druckkammern als kastenförmige Aufnahmen- und Lagerböcke für die Preßwalzen
ausgeführt und bausteinartig austauschbar sind, zweckmäßigerweise so, daß sie im
montierten Zustand formschlüssig miteinander bzw. mit dem Pressengestell verbindbar
sind. In den Druckkammern können zusätzlich Gegendruckrollen angeordnet sein, die
im Bereich der Preßwalzenmitte arbeiten und verhindern, daß sich die Preßwalzen
beim Preßvorgang verformen. Im übrigen können die PreS-walzen in den Druckkammern
über hydraulische Zylinderkolbenanord nungen betätigbar oder auf festen Spalt eingestellt
sein, wobei wiederum die Spaltweite einstellbar ist. Im Rahmen der Erfindung liegt
es, in den Druckkammern Preßwalzen vorzusehen, die unterschiedlichen Durchmesser
aufweisen.
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Im folgenden werden die beschriebenen und weitere Merkmale der Erfindung
anhand einer lediglich ein Ausfüiwungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausi8Ulrlicher
erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 die Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung, teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt in Richtung
A-A durch den Gegenstand nach Fig. 1, Fig. 3 in gegenüber der Fig. 1 wesentlich
vergrößertem Maßstab den'Ausschnitt A aus dem Gegenstand nach Fig. 2, Fig. 4 eine
einzelne Druckkammer aus dem Gegenstand nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab und
Fig. 5 eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der Fig. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum kontinuierlichen
Pressen von einer fortlaufenden Preßgutmatte 1 oder von aufeinanderfolgenden Preßgutmatten
1. Im Ausführungsbeispiel ist eine fortlaufende Preßgutmatte 1 angedeutet worden.
Es handelt sich konkret um die Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl.
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Zur Vorrichtung gehören zunächst Pressenobergestell 2, Pressenuntergestell
3,
über Umlenktrommeln 4 endlos geführte Stahlbänder 5 im Pressenobergestell
2 sowie im Pressenuntergestell 3 und Antriebseinrichtung 6.
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Die Antriebseinrichtung 6 kann dadurch verwirklicht sein, daß eine
der Umlenktrommeln 4 oder deren mehrere angetrieben sind. Man kann jedoch auch mit
anderen üblichen Antrieben arbeiten. Die Ständer, die Pressenobergestell 2 und Pressenuntergestell
3 verbinden, sind beliebig gestaltet und nicht gezeichnet. Sie können über Gelenke
an Pressenobergestell 2 und Pressenuntergestell 3 angeschlossen sein. Im übrigen
ist zumindest ein Stahlband 5 an eine Druckkammer 7 angeschlossen, in der Druckkammer
7 sind Walzen angeordnet. Die Anordnung ist jedoch in besonderer Weise getroffen,
nämlich so, daß die Walzen als Preßwalzen 8 ausgebildet sind und daß in zwei oder
in mehr als zwei separaten Druckkammern 7, deren Druck unabhängig voneinander einstellbar
ist, jeweils zumindest eine der Pressenwalzen 8 angeordnet ist.
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bs können aber auch Paare von Preßwalzen 8 oder Gruppen von Preßwalzen
8 in einer einzigen Druckkammer 7 vorgesehen sein. Die Preßkraft der Preßwalzen
8 ist zweckmäßig unabhängig voneinander einstellbar oder eingestellt. Dazu gehört
auch, daß lediglich die Spaltweite S unterschiedlich ist, die durch Einstellung
einer Preßwalze 8 gegenüber ihrem Widerlager erreicht wird. Das ist im Ausführungsbeispiel
in
besonderer Weise verwirkiicilt. Es sind nämlich die Druckkammern 7 des Stahlbandes
5 vom Pressenobergestell 2 sowie die Druckkammern 7 des Stahlbandes 5 vom Pressenuntergestell
3 einander zugeordnet und es arbeiten die darin angeordneten Preßwalzen 8 als Preßwalzenpaare
gegeneinander. - Die Druckkammern 7 können zugleich als Heizkammern und/oder Kühlkammern
ausgebildet sein. Dazu besteht z. B. die Möglichkeit, in den Druckkammern 7 oder
in deren Wandungen 9 entsprechende fleizeinrichtungen oder Kühleinrichtungen 10
vorzusehen. Man kommt aber auch zu einem Ergebnis, indem man die Druckkammern 7
von einem heißen Druckmittel oder von einem gekühlten Druckmittel durchströmen läßt.
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Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsrorm der erfindung
sind die Druckkammern 7 kastenförmige Aufnahmen und damit gleichsam Lagerkästen
oder Lagerböcke für die Preßwalzen õ deren Achsen 11 in den Stirnseiten 12 der Druckkammern
7 gelagert sind. Die Druckkammern 7 sind bausteinartig austauscrlbar und im montierten
Zustand formschlüssig miteinanuer oder mit dem zugeordneten Pressengestell 2 bzw.
3 vereinigt. Dazu kann z. B. mit Schwalbenschwanzführungen oder dergl. gearbeitet
werden. Im Ausführungsbeispiel sind in den Druckkammern 7 zusätzlich Gegendruckrollen
13 angeordnet, und zwar im Bereich der Preßwalzenmitte 14.
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Auf diese Weise kann wirksam eine Durchbiegung der Preßwalzen 8 verhindert
werden. - Die Ausführungsform nach Fig. 5 entspricht der beschriebenen Ausführungsform.
Zusätzlich ist jedoch die Anordnung so getrorfen, daß den Druckkammern 7 mit den
integrierten Preßwalzen 8 preßwalzenfreie Druckkammern 15 nachgeschaltet sind.
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L e e r s e i t e