DE272929C - - Google Patents

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DE272929C
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K16/00—Machines with more than one rotor or stator
    • H02K16/02—Machines with one stator and two or more rotors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 271929 KLASSE 2\a. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
bzw, Ämter.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juli 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb und Einteilung der Teilnehmer in Gruppen bzw. Ämter, wobei Teilnehmergruppen an Unterämter angeschlossen sind. Die Verbindungen von Teilnehmern desselben Unteramtes und mit Teilnehmern des Hauptamtes und anderer Unterämter werden bei bekannten Schaltungsanordnungen über Amtsverbindungsleitungen
to hergestellt, wobei diese Leitungen auch als Sprechleitungen dienen. Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung, bei der Amtsverbindungsleitungen bei Verbindungen der Teilnehmer derselben Gruppe bzw. des Amtes nur für kurze Zeit bei Herstellung der Verbindung benutzt werden. Beim weiteren Verlauf der Herstellung der Verbindung und während des Gespräches werden sie aber wieder für andere Verbindungen freigemacht, so daß man mit weniger Amtsverbindungsleitungen' auskommen kann.
Gemäß der Erfindung wird bei einer Stromstoßgäbe für den Anruf eines Teilnehmers der eigenen Gruppe oder des eigenen Amtes eine Umschaltung vorgenommen, durch welche diejenigen, durch Stromstöße eingestellten Wähler wieder ausgelöst werden, die auch zur Verbindung mit anderen Gruppen oder Ämtern dienen. Die anrufende Leitung wird unter Freigäbe dieser Wähler mit den Wählern der eigenen Gruppe oder des eigenen Amtes verbunden. Im besonderen ist die Anordnung so getroffen, daß bei Einstellung einer Teilnehmernummer des eigenen Amtes ein Wähler weiterläuft, der sich zunächst selbsttätig auf eine Leitung zum anderen Amt (Hauptamt) eingestellt hatte, und eine Verbindung mit einem Wähler des eigenen Amtes herstellt, über den die weiteren Stromstöße gehen und die Sprechverbindung zustande kommt. Dieses Weiterlaufen wird durch ein auf Wahlstromstöße ansprechendes Mitlaufwerk veranlaßt, beispielsweise durch Aberregen des Prüfrelais am Wähler. Dabei werden die bereits eingestellten, auf Stromstöße ansprechenden Wähler wieder ausgelöst.
Sind an das Unteramt mehrere Teilnehmergruppen angeschlossen, so sind an den Schalter, der vor Abgabe der Nummerstromstöße sich über eine Amtsverbindurigsleitung auf einen freien ersten Gruppenwähler einstellt, mehrere Gruppen von Leitungen angeschlossen, von denen die gewünschten durch das Mitlaufschaltwerk ausgewählt werden. Um nicht zu viel Mitlaufschaltwerke verbinden zu müssen, ordnet man sie vorteilhaft denjenigen Wählern zu, die der Teilnehmerleitung nicht individuell sind.
Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung eines Unteramtes für ein System dargestellt,
bei dem die Verbindung über erste und zweite Vorwähler ausgeführt wird. Es ist eine Anlage für io ooo Teilnehmer angenommen, von denen z. B. das 84., 85. und 86. Hundert an das Unteramt angeschlossen ist. Die Leitungen CL1 b1 C1 sind Verbindungsleitungen zum Hauptamt, «2 S2 C2 zum 84. Hundert, az b3 cs zum 85. Hundert und «4 S4 c4 zum 86. Hundert.
VW1 ist ein erster Vorwähler bekannter Art und VW2 ein zweiter Vorwähler mit vier Schaltarmen und 16 Kontakten für jeden Arm. Die ersten fünf Kontakte dienen zum Anschluß der Leitungen a1 S1 C1; auf den Kontakt 6 stellen sich die Arme ein, wenn alle fünf ersten Verbindungsleitungen besetzt sind. Je drei weitere Kontakte dienen zur Verbindung mit den anderen Verbindungsleitungen, und auf den 16. Kontakt stellen sich die Schaltarme ein, wenn die Verbindungsleitungen zu den Gruppen des eigenen Amtes besetzt sind. MS ist ein Mitlaüfschaltwerk (Schrittdrehschalter) mit zwei Kontaktarmen e f. D1 ist der Drehmagnet für das Mitlauf schalt werk.
Das Verzögerungsrelais F ist gleichzeitig Sperrmagnet und hält beim Anziehen seines Ankers die Schaltarme in der eingestellten Lage fest. Nach Abfall des Ankers von F werden die Schaltarme durch eine Feder in die Ruhelage zurückgedreht.
Nimmt der Teilnehmer T1 seinen Hörer ab, so stellt sich der Vorwähler VW1 ein, wobei Relais Γ erregt wird und den Kontakt 1 schließt; dadurch wird die Wicklung 2 kurzgeschlossen und die Leitung c in bekannter Wreise besetzt gemacht. Zugleich mit T spricht auch R.elais C über den Kontakt s am Mitlaufschaltwerk an. Ferner schaltet T bei 3 und 4 die Verbindung durch; dadurch wird Relais A erregt und schließt bei Kontakt 5 den Stromkreis für das Relais F. F zieht seinen Anker an, an dem eine Sperrklinke sitzt, · die das Zurückdrehen des Mitlaufschaltwerkes verhindert. F schließt ferner Kontakt 6, so daß T und C über Kontakte 6 und 7 auch nach dem öffnen des Kontaktes s erregt bleiben. C schließt ferner bei 8 den Stromkreis für den Drehmagneten von VW2- Die Arme von VW2 stellen sich auf eine freie Leitung ax bx C1 ein, wobei das Prüfrelais P über den Arm d, die Kontakte 24, 27, 28 und den Kontakt 29 am Relais C anspricht. P schaltet bei 9 und 10 die Verbindung durch und unterbricht bei 11 den Stromkreis für D. Ferner schließt P bei τ2 seine hochohmige Wicklung kurz und macht die belegte Leitung C1 besetzt. Der anrufende Teilnehmer kann nun entweder eine Verbindung zum Hauptamt über U1 S1 C1 oder nach irgendeiner Gruppe des eigenen Amtes
herstellen. ■·■
1. Verbindung über ax b1 C1.
Der Teilnehmer T1 betätigt seinen Nummernschalter. Bei jeder'Stromunterbrechung wird A stromlos, so daß über Kontakt 13 die Stromstöße zum Hauptamt übertragen werden. Das Mitlauf sch alt werk iWS wird durch diese Stromstöße mitbetätigt, da beim Ansprechen von F auch Kontakt 14 geschlossen ist und der Stromkreis für Y vorbereitet ist. Nachdem Y beim ersten Stromstoß angesprochen hat, hält es während der weiteren Stromstoßgabe infolge Verzögerungswirkung seinen Anker angezogen, so daß der Kontakt 17 für das Einschalten des Drehmagneten D1 geschlossen bleibt. Durch Öffnen und Schließen des Kontaktes 15 erhält der Drehmagnet D1 die weiteren Stromstöße. Wenn der Arm e von MS den Ruhekontakt verläßt, so hält sich Y während der Stromstoßgabe über Kontakt 18 erregt.
Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe wird Relais A längere Zeit hindurch erregt und hält über den geschlossenen. Kontakt 13 den eingestellten Gruppenwähler des Hauptamtes fest und öffnet bei 15 den Stromkreis für D1 und Y, so daß der Anker von Y abfällt. Der Schaltarm 2 des Mitlaufschalters sei z. B. auf den Kontakts eingestellt; folgen dann neue Stromstöße, so werden sie über Kontakt 13 wieder zum Hauptamt gelangen. Der Drehmagnet D1 kann aber nicht wieder erregt werden, weil der Stromkreis für Y am Kontaktarm e unterbrochen ist und der Kontakt 17 infolgedessen nicht wieder geschlossen werden kann.
Angenommen, es seien zuerst acht Stromslöße abgegeben, so daß es zunächst zweifelhaft ist, ob der Teilnehmer eine Verbindung mit einem an das Hauptamt angeschlossenen Teilnehmer will oder eine Verbindung mit dem 84., 85., 86. Hundert. Das Relais Y kann dann beim ersten Stromstoß der zweiten Reihe über e, 14 und 15 ansprechen, so daß der Drehmagnet!*! wieder eingeschaltet wird. Wenn dann aber die zweite Stromstoßreihe nicht aus vier, fünf oder sechs Stromstößen besteht, so daß der Arm f sich nicht auf die Kontakte 20, 30 oder 31 einstellt, so kann nach Aberregen von Y nach der zweiten Stromstoßreihe kein Relais L4 L3 L6 und N ansprechen, und der Stromkreis für P wird geschlossen gehalten, so daß der Vorwähler VW % in der eingestellten Lage bleibt und die Verbindung über die mit der ersten Stromstoßreihe eingestellte Leitung Ct111 C1 vollendet werden kann.
2. Verbindung über a2 δ2 c2.
FFF2 stellt sich zunächst wieder auf eine der freien Leitungen ax bxC1 ein; darauf folgt
die erste Stromstoßreihe mit ßicljJt, Stromstößen, wobei Kontaktarm β von MS auf den Kontakt ig sich einstellt. Dann folgenderes, tromstöße, so daß der Kontaktarm f auf den Kontakt 20 kommt. Nach der zweiten Stromstoßreihe läßt Y seinen Anker abfallen, wobei Kontakt 21 geschlossen Und die Relais L4 und N erregt werden. Sie halten sich über Kontakt 23. L4 öffnet Kontakt 24, P wird stromlos
to und schließt den Kontakt 11 für den Drehmagneten D von FTF2. L4 hat auch Kontakt 26 geschlossen, und <3ΰΓ Arme des Vorwählers FTF2 werden so lange gedreht, bis der Arm d über 26, 27, 28, 29 Erde gefunden hat, worauf P wieder anspricht, wenn eine freie Leitung a% b2 C2 vorhanden ist. Bei der nächsten Stromstoßreihe kann Y nicht wieder erregt werden, so daß MS bis zum Schluß des Gespräches stehen bleibt. Die Verbindung wird dann in bekannter Weise vervollständigt.
3. Verbindung über a3 bs C3 oder «4 &4 c4.
Die Herstellung der Verbindung über diese Leitungen unterscheidet sich von den vorgehenden Fällen nur dadurch, daß durch die zweite Stromstoßreihe der Arm f von MS auf den Kontakt_3.p ,oder 31 kommt und dementsprechend beim Stromloswerden von Y nach der zweiten Stromstoßreihe das RelaisiL* oder LR zusammen mit IV erregt wird. Dadurch wird dann der bei 27 oder 28 geöffnete Stromkreis für P bei 34 oder 35 wieder geschlossen und dadurch eine Einstellung der Arme von FTF2 auf eine freie Leitung a3 b3 c3 oder «4 bi c4 veranlaßt.
Für den Fall, daß^ejnjwf^ieJLeituiig^L61 C1 vorhanden ist, stellen sich die Arme von "FTF2 so ein, daß g auf Kontakt 36 und d auf Kontakt 37 steht; dann spricht zusammen mit Idem Prüfrelais P dasj£esfitztjcelaisrߣ_.„an,. BR schaltet bei 38 ein Summerzeichen an. Will der Teilnehmer eine Verbindung zum Hauptamt haben, so wird er schon vor Abgabe der Stromstöße veranlaßt, den Versuch aufzugeben. Will der Teilnehmer dagegen eine Verbindung mit einem Teilnehmer des eigenen Amtes, und ist keine von diesen Verbindungsleitungen mehr frei, so werden die Arme von FTF2 beim Stromloswerden von P nach vorhergehender Einstellung auf eine freie Verbindungsleitung S1 S1 C1 oder aber auch bei Besetztsein dieser Verbindungsleitungen so lange weiter gedreht, bis g und "d auf die Kontakte 39 und 40 kommen. Dadurch wird wieder ein Stromkreis für BR geschlossen und ein Besetztzeichen gegeben.
Hängt der Teilnehmer den Hörer an, so Wird A, V, C und T aberregt; T veranlaßt das Zurücklaufen des Vorwählers in die Ruhelage, F öffnet 22, so daß die erregten Re-
läis S und das Relais N stromlos werden, womit auch P und gegebenenfalls BR stromlos wird. Beim Abfallen des Ankers von V wird Kontakt 42 geschlossen und dadurch der Drehmagnet D von VW2 über den Kontakt k eingeschaltet, so daß die Schaltarme in die Ruhelage gedreht werden, wobei der Kontakt k wieder geöffnet und der Stromkreis für den Drehmagneten unterbrochen wird. Beim Stromloswerden von V wird auch die Sperrklinke für MS ausgehoben, und die Arme e f werden durch die Feder in die Ruhelage zurückgezogen.
Die Schaltungsanordnung, die in Verbindung mit Teilnehmeranschlüssen an ein Unteramt gezeigt ist, ist ohne weiteres auch anwendbar zur Herstellung der Verbindung solcher Teilnehmer, die über eine gemeinschaftliche Gesellschaftsleitung an ein Unteramt angeschlossen sind.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem oder halbselbsttätigem Betrieb und Einteilung der Teilnehmer in mehrere Gruppen bzw. Ämter, wobei bei einem Anruf in die eigene Gruppe bzw. in das eigene Amt die zunächst belegten, auch für Verbindungen mit anderen Gruppen (Ämtern) dienenden Wähler freigegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung einer Teilnehmernummer der eigenen Gruppe (Amt) (a2 as aj selbsttätig eine Umschaltung vorgenommen wird (Erregung von L4L5L6), durch welche ein Wähler (VW2), der sich zunächst selbsttätig auf eine Leitung zum anderen Amt (ai t>i ci) eingestellt hatte, veranlaßt wird, weiterzulaufen und nunmehr eine Verbindung mit einem Wähler des eigenen Amtes unter Freigabe der zur Verbindung mit Leitungen des anderen Amtes dienenden Wähler herzustellen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein auf Wahlstromstöße ansprechendes Mitlaufwerk, das bei Rufen in das eigene Amt den Wähler veranlaßt, weiterzulaufen.
  3. 3. Ausführungsform der Anordnung nach ' Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitlaufwerk durch Unterbrechen des Prüfstromkreises den Wähler veranlaßt, weiterzulaufen.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Weiterlaufen des Wählers die bereits eingestellten Schaltapparate des anderen Amtes ausgelöst werden.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι
    und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitlaufwerk einem Vorwähler zugeordnet ist, welcher der Teilnehmerleitung nicht individuell ist (z. B. dem II. Vorwähler).
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Kontakte des Mitlaufwerkes Leerkontakte sind und Ziffern der Teilnehmernummern für ein anderes Amt entsprechen.
    η. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι ίο bis 5, gekennzeichnet durch einen besonderen Kontaktarm am II. Vorwähler, über den ein Prüfstromkreis bei Anrufen in das eigene Amt zustande kommt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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