DE2733430C2 - Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung - Google Patents
Verfahren zur elektroerosiven MetallbearbeitungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23H—WORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
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Description
20
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung mittels
einer elektrischen Entladung in einem flüssigkeitsgefüllten Arbeitsspalt zwischen zwei Elektroden, deren
eine das Werkzeug und deren andere das Werkstück ist, wobei die Flüssigkeit in einer zur Achse der Säule der
Entladung im wesentlichen transversalen Richtung zwangsweise durch den Arbeitsspalt geführt wird. Ein
solches Verfahren ist aus dem Technischen Zentralblatt Elektrotechnik November 1952, S. 905 f. bekannt
Elektroerosions-Bearbeitungsverfahren dieser Art wirken durch lokale Zerstörung des Werkstückwerkstoffs
und dienen vorwiegend zur Ausführung von Kopier- und Räumarbeken, insbesondere bei der
Herstellung von kompliziert ges alteten Erzeugnissen.
Bei dem bekannten Verfahren findet eine Hohlelektrode Anwendung, durch die die Flüssigkeit dem
Arbeitsspalt zugeführt wird, und die elektrische Entladung ist eine Funkenentladung, wobei unter
anderen Parametern auch deren Entladungsfrequenz in ■">
Abhängigkeit von der gewünschten Schnittgeschwindigkeit und Oberflächengüte gewählt wird. Nachteilig
ist bei einem solchen Verfahren die verhältnismäßig geringe Leistung bei dennoch hohem Energieverbrauch;
auch sind die Stromquellen zur Speisung der nichtstatio- *$
nären elektrischen Entladung aufwendig und teuer.
Zwar sind auch Versuche mit stationär brennenden Lichtbögen zur Metallbearbeitung gemacht worden, wie
dies in »Werkstatt und Betrieb«, Jan. 1955, Seiten 1 bis 3
beschrieben ist, wobei jedoch auch hier die Einwirkungsdauer des Lichtbogens als begrenzender Faktor
beschrieben wird und z. B. bei Hartmetallen nur in der Größenordnung von '/too bis Viooos liegen darf. Man
bedient sich zu diesem Zwecke rotierender Lichtbogenscheibenelektroden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur elektroerosiven Metallverarbeitung,
bei dem mit einfachen apparativen Mitteln eine hohe Abtragsleistung unter Aufrechterhaltung großer
Genauigkeit erzielt werden kann.
Ausgehend von dem eingangs beschriebenen bekannten Verfahren wird zur Lösung dieser Aufgabe
erfindungsgemäß ein stationärer Lichtbogen als elektrische Entladung benutzt, und die Geschwindigkeit der
Flüssigkeit im Spalt beträgt bei der Vorbearbeitung mindestens I m/s und liegt bei der Fertigbearbeitung um
eine Größenordnung höher.
Bei einem solchen funktionalen Zusammenwirken der genannten Merkmale gelingt es durch das vorgeschlagene
Verfahren mit einfachen und billigen Stromquellen, die das Brennen des stationären Lichtbogens bei
etwa 20 bis 30 V aufrechterhalten, eine große Abtragsleistung bei hoher Genauigkeit zu erzielen. Mit der
sowjetischen Maschine Duga-12 werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit Strömen bis 1000 A
z. B. öffnungen bis zu einer Tiefe von 2800 mm bei
Leistungen von 25 000 mmVmin ausgearbeitet, wobei
die Maßgenauigkeit in den Grenzen von 0,01 bis 0,05 mm liegt
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen
weiter erläutert Es zeigt
F i g. 1 das grundsätzliche Schema des Verfahrens zur elektroerosiven Metallbearbeitung;
Fig.2 ein typisches Oszillogramm des Stroms und
der Spannung U beim vorgeschlagenen Verfahren, wobei t = 0,02 s ist;
Fig.3 schematisch einen Räumvorgang nach dem
vorgeschlagenen Verfahren.
Die elektroerosive Metallbearbeitung nach dem vorgeschlagenen Verfahren verläuft in der Weise, daß
zwischen einer Werkzeugelektrode 1 und einer Werkstückelektrode 2 von einer Quelle 4 eine
elektrische Entladung in Form eines stationären Lichtbogens 3 gesundet und unterhalten wird. Gleichzeitig
wird ein Flüssigkeitsstrom A in einer zur Achse der Säule des stationären Lichtbogens 3 im wesentlichen
transversalen Richtung durch den Arbeitsspalt zwischen den Elektroden 1 und 2 gefördert, und zwar
mittels einer Pumpe 5 aus einem Behälter 6. Dabei beträgt die Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes A
mindestens 1 bis 3 m/s. Die Bogenspannung beträgt mindestens 20 bis 30 V.
Der unter diesen Bedingungen erzeugte stationäre Lichtbogen 3 hat eine geringe Länge (der Elektrodenzwischenraum
beträgt üblicherweise 0,1 bis 0,2 mm) und bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit über die
Arbeitsfläche der Elektroden 1 und 2, wobei er eine lokale Zerstörung der Werkstückelektrode durch
Schmelzen und Verdampfen bewirkt, während die Erosionsprodukte durch den Flüssigkeitsstrom A aus
der Bearbeitungszone ausgetragen werden. Im Ergebnis wird eine maßhaltige Bearbeitung bei hoher Leistung
erzielt.
Fig.2 zeigt typische Oszillogramme des Stromes /
und der Spannung U des stationären Lichtbogens 3 während des Beaibeitungsbetriebs. Es ist zu sehen, daß
diese sich nicht von den Oszillogrammen üblicher stationärer Lichtbogen vorn Typ eines Schweiß- oder
Plasmalichtbogens zum Metallschneiden unterscheiden.
Beim Verlauf des stationären Lichtbogens 3 im transversalen Flüssigkeitsstrom sind die energetischen
Parameter dieses Bogens 3 eine Funktion der Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes und lassen
sich deshalb leicht, stufenlos und in den weitesten Grenzen durch die Geschwindigkeitsänderung des
Flüssigkeitsstromes einstellen. Die Energieparameter des stationären Lichtbogens 3 werden bei einer
Geschwindigkeitszunahme größer und bei einer Ge=
schwindigkeitsabnahme kleiner.
Wenn der transversale Flüssigkeitsstrom die kleinste Geschwindigkeit von 1 bis 3 m/s aufweist, so liegen die
Energieparameter des stationären Lichtbogens in der Gegend von denen üblicher Schweißlichtbögen, und die
Erosion der Elektroden 1 und 2 geschieht hauptsächlich durch Schmelzen des Metalls. Mit wachsender Ge-
schwindigkeit des F'.üssigkeitsstromes steigen die
Energieparameter des stationären Lichtbogens 3, und die Erosion der Elektroden 1 und 2 geschieht immer
mehr durch Verdampfen des Metalls. Bei beträchtlichen Geschwindigkeiten des Flüssigkeitsstromes wird endlich
der Erosionsvorgang hauptsächlich durch Verdampfen des Metalls stattfinden. Die Geschwindigkeit
des Flüssigkeitsstromes in der Bearbeitungszone ist vorliegend also ein technologischer Hauptfaktor, der
sowohl die quantitative als auch die qualitative Seite des Vorganges insgesamt definiert
Zur optimalen Abstimmung der quantitativen und qualitativen Seite jeder Phase der elektroerosiven
Metallbearbeitung ist es zweckmäßig, die Bearbeitung in einem bezüglich der Geschwindigkeit veränderlichen
Flüssigkeitsstrom durchzuführen. Die hochproduktive Vorbearbeitung geschieht ira Flüssigkeitsstrom mit
kleiner Geschwindigkeit von mindestens 1 m/s, wobei eine Zugabe von etwa 1 mm für die anschließende
Fertigbearbeitung gelassen wird, und diese geschieht dann bei einer Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes,
die wenigstens um eine Größenordnung höher liegt, als
bei der Vorbearbeitung, also bei 10 m/s und mehr.
In F i g. 3 ist gezeigt, wie in einer Werkstückelelctrode
8 eine der Form einer Werkzeugelektrode 7 entsprechende
Ausnehmung mittels eines stationären Lichtbogens ausgearbeitet wird, wobei die profilierte Werkzeugelektrode
7 eine fortschreitende Bewegung in Pfeitrichtung B ausführt Der transversale Flüssigkeitsstrom
fließt in Pfeilrichtung C vom Umfang zum Zentrum der Werkzeugelektrode 7. Dazu ist in der letzteren ein
durchgehender Kanal 9 ausgeführt, und die Bearbeitungsstelle befindet sich in einer hermetisch abgedichteten
Kammer 10 mit Dichtungen 11. Eine nicht gezeigte Pumpe fördert die Flüssigkeit in die Bearbeitungszone.
Die Werkzeugelektrode können aus denselben
Werkstoffen hergestellt werden und die gleiche Standzeit haben, wie bei den bekannten Verfahren zur
elektroerosiven Metallbearbeitung. Als Betriebsflüssigkeit können technisches Wasser, Industrieöle, Kerosin,
verschiedene Lösungen, Emulsionen und Suspensionen Verwendung finden.
Als Quellen zum Speisen des stationären Lichtbogens
können Gleichrichter mit äußerer fallender Kennlinie vom Typ eines Schweißgleichrichters benutzt werden.
Die Bearbeitungsleistung ist ungefähr direkt proportional zum Strom, der einige tausend Ampere erreichen
kann, weil weder die Physik des Vorganges und die Bearbeitungstechnologie, noch konstruktive Besonderheiten
der Stromspeisequellen (die einfach und billig sind) den Strom begrenzen.
Die Bearbeitungsgüte, die durch Ofaerflächenrauhigkeit
Temperatureinflußzone und Maßgenauigkeit gekennzeichnet ist hängt vor allem von d.ir. Energieparametern
des stationären Lichtbogens ab. Diese sind wiederum, wie gesagt durch die Geschwindigkeitsänderung
des Flüssigkeitsstromes in der Bearbeitungszone leicht, stufenlos und in weiten Grenzen regelbar. Dabei
wird die Bf-arbeitungsgüte im allgemeinsten Fall mit der
Geschwindigkeitszunahme des Stromes besser. Die Güte der elektroerosiven Bearbeitung wird auch mit der
Abnahme des elektrischen Stromes besser und steht der der bekannten Verfahren zur elektroerosiven Bearbeitung
nicht nach.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung mittels einer elektrischen Entladung in einem flüssigkeitsgefüllten Arbeitsspalt zwischen zwei Elektroden, deren eine das Werkzeug und deren andere das Werkstück ist, wobei die Flüssigkeit in einer zur Achse der Säule der Entladung im wesentlichen transversalen Richtung zwangsweise durch den Arbeitsspalt geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein stationärer Lichtbogen (3) als elektrische Entladung benutzt wird und daß die Geschwindigkeit der Flüssigkeit im Spalt bei der Vorbearbeitung mindestens 1 m/s beträgt und bei der Fertigbearbeitung um eine Größenordnung ·5 höher ist
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|---|---|---|---|
| DE19772733430 DE2733430C2 (de) | 1977-07-25 | 1977-07-25 | Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19772733430 DE2733430C2 (de) | 1977-07-25 | 1977-07-25 | Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2733430A1 DE2733430A1 (de) | 1979-02-01 |
| DE2733430C2 true DE2733430C2 (de) | 1983-01-27 |
Family
ID=6014743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772733430 Expired DE2733430C2 (de) | 1977-07-25 | 1977-07-25 | Verfahren zur elektroerosiven Metallbearbeitung |
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1977
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Also Published As
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| DE2733430A1 (de) | 1979-02-01 |
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