DE274604C - - Google Patents

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DE274604C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G5/00Controlling superheat temperature
    • F22G5/12Controlling superheat temperature by attemperating the superheated steam, e.g. by injected water sprays

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 274604 —" KLASSE 13«?. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung der Temperatur überhitzten Dampfes, bei dem dem Kesseldampf an beliebiger Stelle Wasser zugesetzt wird.
Die Erfindung besteht darin, daß in die Dampfleitung hinter einer Drosselstelle ein mit einem Wassergefäß verbundenes und mit Ausströmöffnungen versehenes Rohr ο. dgl. so angeordnet ist, daß das Wasser bei Vorhandensein eines bestimmten Druckunterschiedes in der Dampfleitung vor und hinter der Drosselstelle aus den Ausströmöffnungen austritt und vom vorbeiströmenden Dampf mitgerissen wird. Die Erfindung kann ferner noch dahin vervollkommnet werden, daß das Wasser erst bei einem bestimmten, im voraus einstellbaren Druckunterschied austritt, und ferner dadurch, daß die austretende Wassermenge mit zunehmendem Druckunterschied wächst.
Die Figur zeigt als Beispiel eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens in schematischer Darstellung.
α ist die Dampfleitung mit der Drosselstelle b. In die Dampfleitung α ragt ein aufrecht stehendes Rohr c hinein, welches durch ein Verbindungsrohr d mit einem Wassergefäß e in Verbindung steht. Dieses Wassergefäß e, welches in beliebiger Weise mit Wasser gespeist werden kann, ist hier beispielsweise als Sammelgefäß eines Oberflächenkondensators f darstellt, ■ und es wird in ihm durch einen Überlauf g ein gleichbleibender Wasserstand erhalten, h sind die Ausströmöffnungen des Rohres c, welche oberhalb des durch den Überlauf g eingestellten Wasserspiegels liegen. Das Sammelgefäß e steht mit dem Kessel-40
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innern in Verbindung, so daß hier derselbe Druck herrscht wie vor der Drosselstelle b.
Solange kein Dampf durch die Leitung a strömt, herrscht vor und hinter der Drosselstelle b derselbe Druck. Sobald die Leitung a aber vom Dampf durchströmt wird, stellt sich ein Druckunterschied vor und hinter δ ein, und das Wasser im Rohr c steigt so viel in die Höhe, bis das Gewicht der über dem normalen Wasserspiegel lastenden Wassersäule von der Höhe H dem Druckunterschied in der Dampfleitung entspricht. Je größer die das Rohr α durchströmende Dampfmenge ist, um so größer wird infolge der steigenden Dampfgeschwindigkeit der Druckunterschied an der Drosselstelle, um so höher steigt das Wasser im Rohr c, bis es schließlich die Höhe der Ausströmöffnungen erreicht, ausläuft und vom Dampfstrom mitgerissen wird. Steigt die durchströmende Dampfmenge noch mehr, so steigt auch das Wasser im Rohr c noch höher, immer mehr Ausströmöffnungen treten in Tätigkeit und immer mehr Wasser wird dem Dampf zugemischt. Die Menge des zugesetzten Wassers wird durch ein Ventil K nach oben hin begrenzt.
Es ist eine bekannte Erscheinung bei Dampfkesseln, daß die Uberhitzungstemperatur mit wachsender Kesselbelastung steigt; infolgedessen hat ein Kessel, der bei voller Belastung die richtige Uberhitzungstemperatur hat, bei halber Belastung eine zu niedrige Überhitzung, d. h. der Kessel arbeitet dann unwirtschaftlich.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß ein Kessel schon bei geringer Belastung die richtige
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Überhitzung haben kann, während bei höherer Belastung die Uberhitzungstemperatur ganz selbsttätig auf derselben Höhe gehalten wird, indem dem Dampf entsprechend der erzeugten Dampfmenge, d. h. entsprechend der im Überhitzer aufgenommenen Wärmemenge, so viel Wasser zugesetzt wird, daß die zu seiner Verdampfung nötige Wärmemenge gleich der im Überhitzer zuviel aufgenommenen Wärmemenge
ίο ist.
Um die Vorrichtung für eine bestimmte einzuhaltende Uberhitzungstemperatur einzustellen, kann die Höhe des Wasserspiegels im Rohr c durch Verstellung der Höhe des Überlaufes g im Wassergefäß e verändert werden, oder es kann im Rohr c ein verstellbarer Ringschieber i angeordnet werden, der die unteren Ausströmöffnungen mehr oder weniger verdeckt. In beiden Fällen tritt die Vorrichtung bei verschiedener einstellbarer Dampfmenge, d. h. bei verschiedener damit im Zusammenhang stehender Uberhitzungstemperatur in Wirksamkeit.
Es ist klar, daß das Zusatzwasser aus beliebiger Quelle stammen, also auch direkt dem Kessel entnommen werden kann. In diesem Falle tritt der Oberkessel an die Stelle des Wassergefäßes e, und das Rohr c kann direkt in den Wasserinhalt des Oberkessels hineintauchen.
Ebenso ist klar, daß statt durch Veränderung der Wasserdruckhöhe H bei gleichbleibender Drosselung auch durch Veränderung der Drosselung bei gleichbleibender Wasserdruckhöhe H einreguliert werden kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Regelung der Temperatur überhitzten Dampfes mit Wasserzumischung vor oder hinter dem Überhitzer, dadurch gekennzeichnet, daß in die Dampfleitung eine Drosselstelle (δ) eingebaut ist, und der durch die Drosselung erzeugte Druckunterschied durch Überwindung einer bestimmten Wasserdruckhöhe zur Beförderung von Wasser in den Dampfstrom benutzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Einstellung einer bestimmten Uberhitzungstemperatur die Stärke der Drosselung oder die zu überwindende Wasserdruckhöhe verändert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsrichtung des Rohres (c) eine Reihe von Ausströmöffnungeu für das zugemischte Wasser angeordnet sind, so daß die Menge des zugeführten Wassers mit wachsender Kesselbelastung steigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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