DE274889C - - Google Patents
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- Publication number
- DE274889C DE274889C DE1913274889D DE274889DD DE274889C DE 274889 C DE274889 C DE 274889C DE 1913274889 D DE1913274889 D DE 1913274889D DE 274889D D DE274889D D DE 274889DD DE 274889 C DE274889 C DE 274889C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- machine
- clay
- flap
- lifting
- tube
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B13/00—Ploughs or like machines for special purposes
- A01B13/08—Ploughs or like machines for special purposes for working subsoil
- A01B13/10—Special implements for lifting subsoil layers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 274889 KLASSE 45«. GRUPPE
Maschinen zum Heben von Klei auf Moorboden sind schon bekannt geworden. Derartige
Maschinen haben aber den Nachteil einer mangelhaften Wirkungsweise. Besonders mangelhaft ist die Anwendung besonderer
Klappen, welche an den zum Heben der Klei dienenden Vorrichtungen angebracht sind und
die nach Anheben der Klei geöffnet werden müssen, um vermittels Haken o. dgl. die angehobene
Klei aus den Fördervorrichtungen zu entfernen.
Nachteilig ist auch die Wirkungsweise derartiger Hebemaschinen insofern, als Klei und
Moor voneinander nicht ohne weiteres getrennt sind, sondern daß eine Trennung durch besonders
einzusetzende Schieber erfolgen muß. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin,
daß am unteren Ende der Baggerröhre eine doppelseitig, und zwar nach innen und außen
bewegliche Klappe angebracht ist, die durch Riegel beim Ausbaggern so gehalten wird,
daß sie nach innen klappen kann, während nach Hochgehen der Baggerröhre im gefüllten
Zustande nach Zurückschieben der Riegel durch von dem Maschinistenstand aus zu bedienende
Hebel die Klappe nach außen klappen kann, um ausgebaggerte Klei entweichen zu lassen.
Eine Erfindung besteht auch darin, daß
eine verstellbare, schräg liegende Klappe innerhalb der Baggerröhre angeordnet ist und
eine Teilung des Moores und der Klei je nach Einstellung selbsttätig bewirkt.
Neu ist ferner die Einrichtung, daß die Baggerröhre an ihrem oberen Teil teilweise
geöffnet ist, wobei die Höhe der Öffnung verstellbar ist, und daß die Öffnung nach unten
durch eine selbsttätige Moorklappe abgeschlossen wird, zum Zwecke, beim Hochgehen
der Baggerröhre ein selbsttätiges Herausrutschen und Zurückfallen des gehobenen Moores
in die Grippe zu bewirken.
Neu ist ferner, daß ein vom Führerstand aus zu bedienender Hebel angebracht ist,
durch welchen vom Führerstande aus die Verschlußklappe an der Mündung der Baggerröhre
nach Entweichen der Klei wieder geschlossen werden kann.
Eine Erfindung besteht auch in der Anordnung einer Bremseinrichtung, durch welche
die Baggerröhre in jeder beliebigen Höhe festgehalten werden kann, sowie daß das Maschinengestell
drehbar an einem festen Gestell angebracht ist, welches seinerseits an seinen Unterstützungsstellen .mit drehbaren Wagen
versehen ist, um sowohl die Maschine auf ihrem Untergestell mittels ihrer eigenen Antriebskraft
drehen als auch das ganze Maschinengestell vor-, rückwärts oder seitwärts bewegen zu können.
Neu ist ferner, daß die ein- oder mehrseitig ausgebildete Ablaufrinne in der Bewegungsrichtung
der Maschine vor- und rückwärts verschiebbar ist.
Neu und vorteilhaft ist ferner die Einrichtung, daß am Führerstand eine Anzeigevorrichtung
mit beliebiger Übersetzung angebracht ist, an der das Maß der Verschiebung der Maschine abgelesen werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Maschine in Seitenansicht und teil weisem Schnitt.
Fig. 2 zeigt einen Grundriß, teilweise im Schnitt nach Linie I-I der Fig. i.
Fig. 3 zeigt einen Teil der Baggerröhre mit der oberen Platte im Schnitt.
Fig. 3 zeigt einen Teil der Baggerröhre mit der oberen Platte im Schnitt.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht zu Fig. 3.
Fig. 5 und 6 zeigen die Ausbildung des unteren Endes der Baggerröhre.
Fig. 5 und 6 zeigen die Ausbildung des unteren Endes der Baggerröhre.
, Die Maschine besteht aus dem Maschinengestell a, welches mit dem Zapfen b drehbar
am Gestell c angebracht ist. Das Gestell c ruht an seinen Unterstützungsstellen auf den
um aufrechte Zapfen drehbar angeordneten Wagen d, welche mit ihren Rollen auf den
Schienen e verschiebbar sind; je nach Einstellung der Maschine kann diese vor-, rückwärts
oder nach entsprechender Verlegung der Schienen seitwärts bewegt werden. An dem Maschinengestell α ist an Schienen f die Baggerröhre
g verschiebbar angebracht, deren Verschiebung durch Eingriff der Zahnräder h in
die Zahnstange i der Baggerröhre g erfolgt, indem vermittels beliebiger Übersetzung die
Zahnräder h von der Antriebsmaschine k in Umdrehung versetzt werden. Es sind Ausschaltvorrichtungen,
z. B. Riemengabeln oder Kupplungen I angebracht, durch welche man
die Maschine in ihrem Betrieb stillsetzen kann. Auf der Achse m der Zahnräder h ist
eine Bremsscheibe η angebracht, die mit dem Sperrad 0 verbunden ist, so daß man einerseits
durch Anziehen der Bremse p, andererseits durch Einklinken der Sperrklinke in das
Sperrad 0 nach Anheben der Baggerröhre und selbsttätiger Abwärtsbewegung derselben durch
ihr Eigengewicht diese in ihrer Abwärtsbewegung in jeder Lage festhalten kann.
An der Mündung der Baggerröhre, die nach unten zu etwas konisch erweitert ist, um ein
bequemeres Aufnehmen und Herauslassen der eingeschobenen Erdmassen zu ermöglichen, ist
die Klappe r angebracht, die mit den unter Federdruck stehenden Riegeln s versehen ist,
die die Klappe im Ruhezustande in Horizontalstellung halten, indem sie sich auf einen
schrägen Vorsprung der Baggerröhre auflegen. Dadurch ist die Baggerröhre nach unten
zu abgeschlossen. Bewegt sich die Baggerröhre abwärts, so erfolgt ein Ausklappen der
Klappe r nach dem Innern der Baggerröhre, wobei der Riegel durch eine Abschrägung nach
innen gedrückt wird, während beim Hochgehen die eingeschobenen Erdmassen sich auf
der Klappe r lagern, so daß die Baggerröhre unten abgeschlossen ist. Durch einen mit
Nasen t versehenen Hebel u, der in der Nähe des Fahrerstandes verschiebbar und drehbar
gelagert ist, kann ein Zurückschieben der Riegel s erfolgen, so daß die Klappe nach unten
herausklappen und die in der Baggerröhre befindlichen Erdmassen herausrutschen können.
Die Baggerröhre ist in ihrem oberen Teil nach vorn oder der Seite offen ausgebildet. Die
Größe der öffnung ν der Baggerröhre g kann durch Wegnehmen oder Vorsetzen von Platten
verändert werden. Am Ende der Öffnung ist eine sogenannte Moorklappe w angebracht,
welche schräg steht und drehbar gelagert ist. Durch Aufsetzen der Moorklappe auf die verschiedenen
Stangen χ kann die Entfernung der Moorklappe von der Mündung der Baggerröhre
verändert werden. Durch diese Moorklappe wird eine Trennung des ausgebaggerten Moores und der Klei bewirkt. An dem
Maschinengestell α ist ferner eine in der Bewegungsrichtung
der Maschine vor- und rückwärts verschiebbare Ablaufrinne y angebracht. Diese Ablaufrinne dient zur Abführung der
gehobenen Klei. Am Maschinengestell ist ferner ein Hebel ζ drehbar gelagert, der auf der
Welle ι sitzt, die vermittels des Zugorgans 2 oder beliebiger anderer Einrichtungen vom
Führerstand aus bequem gedreht werden kann. Befindet sich die Baggerröhre in der gehobenen
Stellung und ist die Klei aus der Baggerröhre entwichen, so wird die an der Baggerröhre
nach unten hängende Klappe r durch Drehen des Hebels ζ vom Führerstand aus
gehoben, bis die Riegel in ihre Auflagestelle einschnappen.
An dem Maschinengestell ist ferner drehbar eine Trommel 3 gelagert, an der das Zugorgan
4 befestigt wird, welches in beliebiger Entfernung am Erdboden verankert wird. Vermittels beliebiger Zahnradübersetzung 5
kann dann durch entsprechende Kupplung vermittels der Antriebsmaschine eine Drehung
der Trommel bewirkt werden, was eine Vorwärtsbewegung der Maschine zur Folge hat.
In der Nähe des Führerstandes ist eine mit den Übersetzungsrädern 5 in Verbindung stehende,
in beliebiger Weise angetriebene Anzeigevorrichtung 6 angebracht, an der man das Maß der Verschiebung der Maschine ablesen
kann.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Befindet sich die Baggerröhre bei geschlossener Klappe in ihrer höchsten Stellung, so no
wird die Bremse gelöst und die Baggerröhre dringt in den Erdboden ein. Man wird zu
diesem Zweck die Maschine meistenteils über Grippen aufstellen. Danach wird vermittels
der Antriebsmaschine k die Baggerröhre gehoben. Beim Anheben wird das in dem oberen
Teil der Baggerröhre befindliche, je nach Einstellung der Moorklappe b oberhalb dieser befindliche
Moor wegen der Öffnung ν der Baggerröhre sofort aus der Baggerröhre herausrutschen,
um in die Grippe zurückzufallen. Die gehobene Klei bleibt in dem noch ge-
schlossenen unteren Teil der Baggerröhre. Ist die Baggerröhre in der höchsten Stellung angelangt,
so wird die Ablaufrinne unter die Öffnung der Baggerröhre geschoben, und es werden vermittels des Hebels u die Riegel s
der Klappe r zurückgeschoben. Die Klappe r wird durch den Druck der ausgebaggerten
Klei nun geöffnet, die Kleimasse rutscht aus der Baggerröhre leicht infolge der konischen
ίο Erweiterung derselben heraus und gelangt,
auf der Ablaufrinne seitlich herabrutschend, auf das Gelände. Man kann jetzt durch Ziehen
am Zugorgan 2 und Drehen des Hebels ζ die Klappe wieder schließen, indem beim Zuschlagen
der Klappe r die Riegel s sich in die entsprechende Stellung der Baggerröhre einlegen.
, Hierauf wird mit der Antriebsmaschine die Vorschubeinrichtung eingeschaltet und die
Maschine um die Breite einer Baggerröhre auf den Schienen verschoben. Der Vorgang wiederholt
sich jetzt von neuem.
Claims (7)
1. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden, dadurch gekennzeichnet, daß
am unteren Ende der Baggerröhre eine doppelseitig, und zwar nach innen und außen bewegliche Klappe angebracht ist,
die beim Ausbaggern durch Riegel so gehalten wird, daß sie nach innen klappen kann, während nach Hochgehen der Baggerröhre
im gefüllten Zustande und nach Zurückschieben der Riegel die Klappe nach außen klappen kann, um ausgebaggerte
Klei entweichen zu lassen.
2. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehachse einer schräg liegenden Klappe (w) innerhalb der
Baggerröhre verstellbar angeordnet ist, um eine Teilung des Moores und der Klei je
nach Einstellung zu bewirken.
3. Maschine zum Heben von Klei auf
Moorboden nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baggerröhre
über der Klappe (w) geöffnet ist, wobei die Höhe der Öffnung verstellbar ist, zum
Zwecke, beim Hochgehen der Baggerröhre ein selbsttätiges Herausrutschen und Zurückfallen
des gehobenen Moores in die Grippe zu bewirken.
4. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein vom Führerstand aus zu bedienender Hebel (z) angebracht
ist, durch welchen vom Führerstande aus die Verschlußklappe an der Mündung der Baggerröhre nach Entweichen
der Klei wieder geschlossen werden kann.
5. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Baggerröhre durch eine Bremseinrichtung in jeder beliebigen Höhe festgehalten werden kann,
sowie daß das Maschinengestell drehbar auf einem Gestell (c) angebracht ist, welches
seinerseits auf drehbaren Wagen ruht, um sowohl die Maschine auf ihrem Untergestell mittels ihrer eigenen Antriebskraft
drehen als auch das ganze Maschinengestell vor-, rückwärts oder seitswärts bewegen
zu können.
6. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die ein- oder mehrseitig ausgebildete Ablaufrinne (g) in
der Bewegungsrichtung der Maschine vor- und rückwärts verschiebbar ist.
7. Maschine zum Heben von Klei auf Moorboden nach Anspruch 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß am Führerstand eine Anzeigevorrichtung mit beliebiger Übersetzung angebracht ist, an der
das Maß der Verschiebung der Maschine abgelesen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE274889T | 1913-07-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE274889C true DE274889C (de) | 1914-06-02 |
Family
ID=33494675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1913274889D Expired DE274889C (de) | 1913-07-25 | 1913-07-25 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE274889C (de) |
-
1913
- 1913-07-25 DE DE1913274889D patent/DE274889C/de not_active Expired
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