DE275012C - - Google Patents

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DE275012C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41KSTAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
    • B41K3/00Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped
    • B41K3/62Details or accessories

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  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 275012 KLASSE 15/*. GRUPPE
Einstellvorrichtung für Drucktische, Gegendruckrollen u. dgl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1913 ab.
Bei verschiedenen Maschinen, z. B. Druck-, Stempel-, Adressier-, Frankiermaschinen und Frankostempelapparaten o. dgl., die für die Behandlung von Gegenständen von verschiedener Dicke, insbesondere Briefschaften aller Art, eingerichtet sind, und deren Gebrauchszweck es bedingt, daß diese Gegenstände im Laufe des Arbeitsvorganges einem gleichmäßigen Druck ausgesetzt werden, ist es erforderlieh, daß Stempel und Druckplatte bzw. Druck- * und Gegendruck walzen auf die verschiedene Dicke einstellbar eingerichtet oder federnd gelagert sind, damit auch stärkere Gegenstände in die Maschine gebracht werden können, ohne daß der Gegendruck bei schwächeren Gegenständen zu gering wird bzw. ganz aufhört. . Eine Einstellvorrichtung kommt in den Fällen nicht in Betracht, in denen z. B. Briefschaften aller Art ohne Wahl nacheinander durch die Maschine gehen sollen, was in der Regel bei den vorgenannten Maschinen der Fall ist. Eine federnde Lagerung der Druckplatte bzw. der Gegendruckwalze u. dgl. allein hat den Nachteil, daß stärkere Gegenstände infolge des stärkeren Zusammendrückens der Ausgleichfeder einem stärkeren Druck, dünnere einem schwächeren Druck ausgesetzt werden, wodurch bei dünnen Gegenständen der gewünschte· Aufdruck undeutlich bzw. die Marken nicht fest aufgeklebt zu werden pflegt, während stärkere Gegenstände einer Beschädigung ausgesetzt werden. Außerdem darf, damit ein genügender Gegendruck erzielt wird, die Gegendruckfeder nicht zu schwach sein, so daß es bei der Behandlung dieser stärkeren Briefschaften eines erheblichen Kraftaufwandes bedarf, um die Maschine anzutreiben und die Gegendruckfeder zusammenzupressen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, die diese Mängel dadurch vermeidet, daß sowohl zum Zwecke der Einstellung auf die verschiedenen Stärken der Briefschaften als auch zur Leistung des Gegendruckes eine besondere, dem Gebrauchszweck angepaßte Lagerung angebracht wird, indem z. B. für die Einstellung eine lange schwache, für den Gegendruck eine kurze starke Feder verwandt wird. Ermöglicht wird diese Verwendung besonderer Federn für die beiden verschiedenen Arbeitsvorgänge dadurch, daß nach erfolgter Einstellung durch die Einstellfeder die den Gegendruck ausübende Platte, Walze o. dgl. durch ein Gesperre oder eine Klemmvorrichtung festgestellt und dadurch bewirkt wird, daß der Gegendruck von diesem Gesperre bzw. einer vor der Klemmvorrichtung gelagerten besonderen stärkeren Gegendruckfeder aufgenommen wird.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar in ihrer Anwendung bei Frankiermaschinen, bei denen das zum Aufkleben der Marken erforderliche Aufdrücken auf den Brief durch einen Stempel und der Gegendruck durch einen auf und ab beweglichen Drucktisch geschieht.
Fig. ι und 3 zeigen die eine,
Fig. 2 und 4 die andere Äusführungsform, und zwar stellen
35
40
45
50
55
60
Fig. ι und 2 die Vorrichtung in der Ruhelage,
Fig. 3 die Wirkung der Ausgleichsfeder und Fig. 4 die der Gegendruckfeder dar.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Durch eine Kurbel 1 wird eine Welle 2 und
eine auf dieser sitzende Exzenterscheibe 3 in Drehung versetzt. Hierdurch wird mittels einer in der auf der Scheibe 3 befindlichen Exzenterkurve 4 laufenden Rolle 5 eine in den Führungen 6 gleitende Stange 7 auf und nieder bewegt. Diese Bewegung wird durch einen auf einer Welle 8 drehbar gelagerten Hebel 9 auf die den Drucktisch 10 tragende Stange
11 übertragen, so daß bei dem Niedergehen der Stange 7 der Tisch 10 zugleich mit dem darauf liegenden Brief 12 in die Höhe gedrückt wird. Oberhalb des Drucktisches 10 befindet
ao sich ein Anschlag 13, gegen den bei dem Hochgehen des Tisches 10 der Brief 12 stößt. Hierdurch wird der Tisch 10 in seiner Aufwärtsbewegung aufgehalten, während durch das Weit er drehen der Kurbel 1 und der Exzenterscheibe 3 die Stange 7 weiter abwärts bewegt wird. Nunmehr tritt die Ausgleichfeder 14 in Wirksamkeit. Diese ist auf der Stange 7 derart angebracht, daß sie mit ihrem oberen Ende gegen einen auf der Stange 7 befindlichen Anschlag 15, mit ihrem unteren Ende vermittels eines beweglichen Anschlages 16 gegen den Arm 17 des zweiarmigen Hebels 9 drückt. Wenn also durch das Anstoßen des Briefes 12 gegen den Anschlag 13 der Tisch 10 in seiner Aufwärtsbewegung und dadurch der Hebelarm 17 in seiner Abwärtsbewegung aufgehalten wird, bevor die Rolle 5 den niedrigsten Punkt der Exzenterkurve und mithin die Stange 7 ihre niedrigste Stellung erreicht hat, werden die beiden Anschläge 15, 16 gegeneinander bewegt, und dadurch wird die Feder 14 zusammengedrückt. Dadurch wird bewirkt, daß der Hebelarm 17 stets unter einem genügenden Druck steht, um den Tisch 10 und den darauf befindlichen Brief 12 zu heben, ohne daß aber bei dem Frankieren stärkerer Briefschaften das Weiterdrehen der Hauptwelle 2 und der Kurbel 1 dadurch gehindert wird, daß der Brief gegen den Anschlag 13 stößt und dadurch der Tisch 10 aufgehalten wird, bevor er seinen höchsten Punkt erreicht hat.
Wenn sich nunmehr der Tisch 10 in seiner obersten, durch den Anschlag 13 und die Stärke des Briefes 12 begrenzten Lage befindet (vgl. Fig. 3), wird durch Weiterdrehen der Hauptwelle 2 der Stempel 18, der die aufzuklebende Marke trägt, herabbewegt, bis er, wie in Fig. 3 dargestellt, in der Höhe des Anschlages 13 auf den zu frankierenden Brief
12 trifft.
In diesem Zeitpunkt des Arbeitsvorganges tritt nun das Gesperre bzw. die Klemmvorrichtung in Tätigkeit, und zwar wirken beide Vorrichtungen in gleicher Weise, indem sie den Tisch 10 festhalten und gegen eine Abwärtsbewegung sichern, wenn der Stempel 18 die aufzuklebende Marke auf den Brief drückt.
Bei der Klemmvorrichtung wird diese Wirkung dadurch erzielt, daß durch eine Feder 19 der Arm 20 eines bei 21 drehbar gelagerten zweiarmigen Hebels angezogen und dadurch eine auf der Achse 21 des zweiarmigen Hebels exzentrisch gelagerte und mit ihr fest verbundene Reibrolle 22 gegen die den Tisch 10 tragende Stange 11 gepreßt wird und diese dadurch in ihrem Führungslager 23 festklemmt, so daß sie gegen eine Abwärtsbewegung durch den Druck des Stempels 18 gesichert ist.
Die gleiche Wirkung wird bei der zweiten Ausführungsform (vgl. Fig. 2 und 4) durch ein Gesperre 24 erreicht, in das eine an dem Hebel 9 befindliche Sperrklinke 25 eingreift, die dadurch den Hebel 9 und zugleich die den Tisch 10 tragende Stange 11 gegen eine Abwärtsbewegung sichert und sie in ihrer höchsten Lage festhält.
Wenn nunmehr (Fig. 4) der Stempel 18 die Marke auf den zu frankierenden Brief 12 drückt, wird die den Tisch 10 tragende Stütze 11 durch die Klemmvorrichtung bzw. das Gesperre festgehalten. Wird nun durch den Stempel 18 auf den Brief 12 und dessen Unterlage, den Tisch 10, der zum Aufkleben der Marke erforderliche Druck ausgeübt, so wird dieser Druck nicht durch die Feder 14, die bisher das Gewicht des Tisches zu tragen hatte, sondern das Gesperre bzw. die Klemmvorrichtung aufgenommen.
Um einen genügenden Gegendruck zu er-^ zielen und den Mechanismus der Maschine nicht zu sehr zu beanspruchen, ist eine elastische Lagerung des Drucktisches erforderlich. Um dies zu erreichen, befindet sich an dem oberen Ende der Stütze 11 des Tisches 10 eine starke Feder 26. Bei den beschriebenen Ausführungsformen befindet sich die Feder 26 in einer Büchse 27, die den Tisch 10 trägt und bei dem Ausdehnen und Zusammendrücken der Feder 26 in dem Schaft der Stütze 11 auf und ab gleitet.
Die Wirkungsweise dieser Gegendruckfeder ist in Fig. 3 und 4 veranschaulicht, und zwar ist die Feder in Fig. 3 in ihrer Ruhelage, in Fig. 4 hingegen so dargestellt, wie sie unter dem Druck des Stempels nachgibt, so daß die den Tisch unmittelbar tragende Büchse 27 in den Schaft der Stange 11 des Tisches 10, die, wie beschrieben, während dieses Druckj Vorganges durch das Gesperre bzw. die Klemmvorrichtung festgehalten wird, hineingedrückt wird.
Sobald nun nach dem Aufkleben der Marke sich der Stempel 18 dadurch, daß mittels der Kurbel ι die Hauptwelle 2 weitergedreht wird, wieder aufwärts bewegt, wird das Gesperre bzw. die Klemmvorrichtung wieder ausgelöst und dadurch die Stange ii und der von ihr getragene Tisch io zur Abwärtsbewegung freigegeben.
Die Auslösung der Klemmvorrichtung geschieht auf folgende Weise: Durch die Drehung der Hauptwelle 2 wird eine darauf befindliche Kurvenscheibe 28 gedreht, wodurch der mit einer Rolle 29 auf der Scheibe 28 aufliegende Arm 30 eines bei 31 drehbar gela-
1S gerten zweiarmigen Hebels ausgeschwungen wird. Der andere Arm 32 dieses Doppelhebels steht durch ein Gelenk 33 in Verbindung mit einem Arm des die Exzenterscheibe 21 tragenden Doppelhebels 20, so daß bei dem Ausschwingen des Armes 32 auch der zweiarmige Hebel 20 und die darauf befindliche exzentrische Reibrolle 22 eine ■ Drehung erhält, die genügt, um diese Rolle außer Eingriff mit der Stange 11 des Tisches 10 zu bringen, so daß dieser zur Abwärtsbewegung freigegeben wird.
Das Gesperre wird in ähnlicher Weise dadurch ausgelöst, daß durch die Drehung einer auf der Welle 2 sitzenden Exzenterscheibe 34 der Arm 35 eines unter der Wirkung einer Feder 36 stehenden, bei 37 drehbar gelagerten Winkelhebels derart ausgeschwungen wird, daß mittels des anderen Armes 38 ein Auslöseschieber 39 angehoben wird. In diesem Schieber 39 befinden sich zwei schräge Schlitze 40, in denen zwei an dem Gesperre befindliche Stifte 41 laufen. Infolgedessen wird durch das Anheben der Schieber 39 zur Seite gedrängt und drückt dadurch die Klinke 25 aus dem Gesperre 24, so daß der Hebel 9 und damit die Stange 11 und der Tisch 10 zur Abwärtsbewegung freigegeben werden. Sobald dies geschehen ist, gibt die Exzenterscheibe 34 infolge ihrer Weiterdrehung den Arm 35 wieder frei, so daß dieser durch die Feder 36 angezogen wird, worauf der Hebelarm 38 und der Auslöseschieber 39 sich wieder senken.
Die Vorteile der beschriebenen Erfindung bestehen einerseits darin, daß die den Drucktisch 10 bis zu der der Dicke des zu frankierenden oder zu bedruckenden Gegenstandes 12 entsprechenden Höhe hebende Ausgleichfeder 14 verhältnismäßig schwach gewählt werden kann, da sie den Gegendruck des Stempels 18 nicht aufzunehmen hat, so daß die zu dem Zusammendrücken dieser Feder 14 erforderliche Kraft nur gering ist. Die Maschine kann also auch bei dem Behandeln stärkerer Gegenstände nur mit geringer Kraft angetrieben werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Druck des Stempels 18 stets durch eine besondere, nur diesem Zweck dienende, stärkere Feder aufgenommen wird, so daß stets ein gleichmäßig starker Druck erzielt wird, ganz gleich, ob der zu frankierende oder zu bedruckende Gegenstand dick (z. B. ein Paket) oder dünn (ζ. Β. eine Postkarte) ist.
Anwendbar ist die beschriebene Vorrichtung bei allen genannten Maschinen, da diesen gemeinsam ist, daß dickere und dünnere Gegenstände ohne Wahl möglichst gleichmäßig hintereinander durch die Maschine behandelt werden sollen. Sofern bei diesen Maschinen nicht mit Stempel und Drucktisch, sondern mit Druckwalzen und Gegendruckrollen gearbeitet wird, so ist auch dann das gleiche Prinzip verwendbar, da die Gegendruckrollen u. dgl. in gleicher Weise wie der Drucktisch sich federnd lagern, aber während des Druck-Vorganges durch ein Gesperre ο. dgl. festhalten lassen.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch ε:
    ι. Einstellvorrichtung für Drucktische, Gegendruckrollen u. dgl., die mit Rücksicht auf die verschiedene Stärke der zu bedruckenden oder zu beklebenden Gegenstände federnd gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß während des Bedrückens bzw. Beklebens die den Gegendruck ausübende Platte, Walze o. dgl. durch ein Gesperre oder eine Klemmvorrichtung festgehalten wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwischen der Feststellvorrichtung und der den Gegendruck ausübenden Platte, Walze o. dgl. gelagerte, zur Aufnahme des Gegendruckes bestimmte Feder (26), die gegenüber der der Einstellung des Drucktisches auf die verschiedene Stärke der zu bedruckenden oder zu beklebenden Gegenstände dienenden Feder (14) derart stark ausgebildet ist, daß sie erst wirksam werden kann, sobald die Wirkung der Ausgleichsfeder (14) durch die Feststellvorrichtung ausgeschaltet worden ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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