DE276028C - - Google Patents

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DE276028C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Slide Fasteners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276028 KLASSE 15«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1912 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März ii
die Priorität
14. Dezember 1900
auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 8. August 1911 anerkannt.
Bei Maschinen zum Gießen und Setzen von einzelnen Lettern, bei denen ein Maternrahmen derart eingestellt wird, daß die der verlangten Letter entsprechende Mater sich über einer Gießform befindet, in die alsdann Letternmetall eingespritzt wird, sind Einrichtungen zum Einstellen des Maternrahmens über der Form bekannt, die in der Weise wirken, daß zunächst einem frei beweglichen Schieber in seinen
ίο Führungen ein der verlangten Einstellungsstelle entsprechender Hub erteilt, der Schieber alsdann in der neuen Stellung festgespannt wird und schließlich ein zweiter mit dem Maternrahmen gekuppelter Schieber in eine Stellung zum ersten Schieber gebracht wird, die durch eine Nase bestimmt wird, die am Schieber angebracht ist und in die Nähe der Bahn des zweiten Schiebers vorragt. Die letztere Einstellung geschieht in der Weise, daß zwei Backen zunächst bis an die äußersten Enden der Einstellbahn zurückgezogen und dann so weit vorgeschoben werden, bis sie sich über der Nase am ersten Schieber geschlossen haben, und eine, von ihnen an einen Mitnehmer stößt, der am zweiten Schieber so angebracht ist, daß er in die Bahn der Backen vorspringt und dadurch den zweiten Schieber und mit ihm den Maternrahmen so weit verschiebt, bis er in die verlangte Stellung zum ersten Schieber gelangt ist. Nachdem dann der Letternguß vollzogen worden ist, werden die beiden Backen wieder bis an die Enden der Einstellbahn zurückgezogen.
Da die Wirtschaftlichkeit der Maschine von der Zahl der Lettern abhängt, die in der Zeiteinheit gegossen werden können und die Einstellungen des Maternrahmens zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Letterngüssen vollzogen werden müssen, so drängt die Entwicklung der Maschine dazu, die Geschwindigkeit der Einstellbewegungen mehr und mehr zu steigern. Da aber bei jeder Einstellung die Masse des Maternrahmens, die an und für sich nicht unter ein gewisses Maß zu verkleinern ist, aus der Ruhe bis zum Höchstbetrage der Einstellgeschwindigkeit beschleunigt und dann wieder bis zur Ruhe verzögert werden muß, so erwachsen bei jeder Steigerung der Betriebsgeschwindigkeit entsprechende Steigerungen in der Beanspruchung der einzelnen Teile der Ein-Stellvorrichtung, und die Betriebsgeschwindigkeit wird durch die Festigkeit derjenigen Teile begrenzt, deren diese Beanspruchungen aufnehmenden Querschnitte sich nicht ohne entsprechende Steigerung der bewegten Masse 55-entsprechend erhöhen lassen.
Zu diesen Teilen gehört der die erste Einstellung aufnehmende Schieber, über dessen Nase die zweite Einstellung vollzogen wird, und es hat sich gezeigt, daß diese Einstellnase beim Betriebe solcher Maschinen sehr häufig Brüche oder Formänderungen erleidet, wodurch sehr unliebsame Betriebsstörungen oder Veränderungen in der Genauigkeit der Einstellung verursacht werden. Außer der HerabSetzung der bewegten Masse auf das kleinste erreichbare Maß ist schon an verschiedenen Teilen dieser Einstellvorrichtung ein anderes Mittel angewendet worden, die Beanspruchungen infolge der Massenträgheit zu vermindern, welches darin besteht, daß man die einzelnen Teile durch Vermittlung von Federkupplungen oder Federreibungskupplungen miteinander verbindet.
Gegenstand der Erfindung ist eine solche Federkupplung, die zwischen dem ersten Schieber und der die Einstellung des zweiten Schiebers und des Maternrahmens bestimmenden Nase eingeschaltet werden soll. Bei der Lösung dieser Aufgabe ist aber eine eigentümliche Schwierigkeit zu überwinden, die darin besteht, daß die Genauigkeit der Einstellung von der Stellung der Einstellnase zu demjenigen Teil des ersten Schiebers abhängt, der von der ersten Einstellvorrichtung eingestellt und dann festgespannt worden ist. Es ist daher nicht zulässig, ohne weiteres die Nase durch eine Federkupplung mit dem Schieber zu verbinden, weil jede Veränderung in der Länge der Feder auch die Stellung der Nase zum Schieber ändern würde. Es ist aber auch nicht zulässig, ohne weiteres die Nase durch eine Feder gegen einen festen Anschlag am Schieber anpressen zu lassen, weil eine solche Einrichtung zwar die gegenseitige Stellung der Nase zum Schieber genau bestimmen würde, aber nur für Einstellungen in einem Sinne wirksam sein würde, während Einstellungen in entgegengesetztem Sinne genau ebenso wie bisher an dem Anschlage einen starren Widerstand finden würden.
Die Erfindung besteht darin, daß die Nase an einer Schiene angebracht ist, die am Schieber in der Richtung der Einstellung geführt ist, und deren Stellung zum Schieber durch zwei unter Überwindung der Gegenkraft einer Feder in entgegengesetztem Sinne verschiebbare Widerlager bestimmt ist, die zwischen zwei starre Widerlagerpaare am Schieber und an der Schiene passen oder diese Widerlager umfassen. Die Schiene ist dann nach beiden Seiten abgefedert, und wird doch stets in eine fest bestimmte Stellung zum Schieber zurückgebracht.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des Schiebers,
Fig. 2 ein Schnitt nach 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht des Schiebers und der Schiene, nachdem die letztere aus ihrer Arbeitsstellung herausgenommen worden ist, und
Fig. 4 ein Schnitt nach 4-4 in Fig. 1.
Der Schieber besteht aus einer Schiene 1, deren eines Ende mit einer Verzahnung 3 ver-~ sehen ist, die dazu dient, ihn in der Einstellung, die ihm gegeben worden ist, festzuspannen, j was bekanntlich dadurch geschieht, daß ein keilförmiger Riegel in die ihm infolge der gewählten Einstellung gegenübergestellte Zahnj lücke eingeschoben wird. In das andere Ende ! der Schiene 1 ist ein Schlitz 4 eingefräst, dessen Enden 5 halbkreisförmig abgerundet sind. Am äußeren Ende ist der Schlitz außerdem durch eine halbkreisförmige Nase 6 abgeschlossen. In den Schlitz 4 paßt eine Schiene 2, deren eines Ende die Einstellnase 14 trägt und deren anderes Ende auf der Oberseite bei 8 so weggeschnitten ist, daß es sich dem halbkreisförmigen Abschluß des Schlitzes 4 anschmiegen kann und die Nase 6 zu einem vollen rechteckigen Querschnitt ergänzt. Die Schiene bildet also ein außen rechteckiges, innen zylindrisches Rohr. Im Deckel und Boden der Schiene ist ein Loch 15 vorgesehen, in das ein an der Innenseite abgeflachter zylindrischer Bolzen 10 eingeführt werden kann. Ein in der zylindrischen Bohrung der Schiene längsverschiebbares Klötzchen 16 steht dem Bolzen 10 am anderen Ende der Bohrung gegenüber, und zwischen beiden ist eine Schraubenfeder 9 eingespannt. Der Bolzen 10 und das Klötzchen 16 bilden die beiden gegeneinander abgefederten beweglichen Widerlager, die durch die Feder 9 gegen die Enden der Bohrung in der Schiene gedrückt werden, aber einwärts unter Überwindung des Federdrucks ausweichen können. Der Bolzen 10 stützt sich außerdem gegen einen Stift 11, der in der halbkreisförmigen Nase 6 festsitzt, und der Bolzen 16 gegen einen Stift 13, der am Ende des vorderen gezahnten Teiles des Schiebers 1 j anliegt.
j Wird also der gezahnte Teil des Schiebers in irgendeiner Stellung festgehalten, und wird die Einstellnase 14 z. B. nach links verschoben, so nimmt sie das Klötzchen 16 mit und verschiebt sich im Schlitz 4 unter Überwindung des Gegendruckes der Feder 9, bis das Ende 8 des Deckels der Schiene gegen den halbkreisförmigen Abschluß 5 des Schiebers anstößt. Sobald aber die Kraft, mit der die Nase 14 nach links verschoben worden ist, kleiner wird als die Gegenkraft der Feder, dehnt sich diese wieder aus und stellt die Schiene wieder genau in dieselbe Lage zum Schieber 1 ein, die sie vorher eingenommen hat.
Ebenso wirkt die Vorrichtnug, wenn die Nase 14 nach rechts verschoben wird. Die Schiene 2 nimmt dann den Bolzen 10 mit, und die Feder wird zwischen den Widerlagern 10 und 16 zusammengedrückt. Sobald aber die
Kraft nachläßt^ dehnt sich die Feder wieder aus und stellt die Schiene von neuem richtig ein.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Vorrichtung zum Einstellen des Maternrahmens über der Gießform von Maschinen zum Gießen und Setzen von einzelnen Lettern, bei welcher zuerst ein Schieber um den verlangten Hub verstellt und festgespannt wird und dann ein zweiter mit dem Maternrahmen gekuppelter Schieber in eine zum ersten Schieber durch eine daran angebrachte Nase bestimmte Stellung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Nase an einer Schiene (2) angebracht ist, die am Schieber in der Richtung der Einstellung geführt ist, und deren Stellung zum Schieber durch zwei unter Überwindung der Gegenkraft einer Feder (9) in entgegengesetztem Sinne verschiebbare Widerlager (10, 16) bestimmt ist, die zwischen starre Widerlagerpaare sowohl am Schieber (ii, 13) wie an der Schiene passen oder diese Widerlager umfassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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