DE276165C - - Google Patents

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DE276165C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/08Paper yarns or threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£ 276165-KLASSE 76 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1913 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Abstellvorrichtung für Tellerspinnmaschinen, insbesondere für Papiergarne, bei welchen der Papierstreifen Drehung erhält und auf Kreuzspulen aufgewickelt wird. Die Abstellvorrichtung wirkt derart, daß der Faden aus dem Fadenführer in an sich bekannter Weise ausgehoben und gleichzeitig Abzugsrolle und Wickelzylinder unabhängig vom Einlegen und Abheben des die Spulspindel tragenden Rahmens stillgesetzt werden.
Es sind Einrichtungen bekannt, bei welchen durch das Abheben der Spule von dem Wickelzylinder die Fadenabzugsrolle stillgesetzt wird.
Diese Einrichtungen sind derart, daß die Abzugsrolle unmittelbar von der Wickelzylinderachse durch Kette und Kettenräder betrieben wird. Das Stillsetzen der Abzugsrolle erfolgt dadurch, daß, wenn das die Spulspindel tragende Spulrähmchen vom Wickelzylinder abgehoben und bis zu einer bestimmten Endstellung gebracht wird, eine an der Abzugsrolle befindliche Kupplung ausgelegt wird. Diese Einrichtung leidet jedoch an dem Übelstand, daß beim Einlegen des Spulrahmens die Abzugsrolle bereits Faden liefert, bevor die Spule vom Wickelzylinder in Umdrehung versetzt wird. Bei etwas störrischem Fadengut, insbesondere Zellstoffgarn, stellt sich als Nachteil heraus, daß sich beim Einlegen der Faden lose auf die Spule aufwickelt oder von derselben herunterfällt, was beim Weiterverarbeiten zu Fadenbrüchen und Stillständen Veranlassung gibt. Durch vorliegende Erfindung werden diese Nachteile vermieden, indem die Spule erst auf den Wickelzylinder 40
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aufgelegt wird, und erst nachdem das lockere Fadenstück auf die Spule aufgewickelt bzw. ein gebrochener Faden angeknüpft ist, wird vermittels eines Handhebels Abzugsrolle und Wickelzylinder und der Fadenführer gleichzeitig eingerückt. Die Bedienung der Maschinen wird dadurch wesentlich vereinfacht. Die Arbeitsweise der in den Fig. i, 2 und 3 in beispielsweiser Ausführungsform dargestellten Vorrichtung ist folgende.
Der aus dem Spinnteller α kommende Faden b durchläuft die Bremsstäbchen c und gelangt zur Abzugsrolle d, um die und um die darunterliegende / Rillenrolle e er mehrere Male umgelegt wird. Von der Abzugsrolle d aus durchläuft der Faden den Fadenführer/", gelangt zum Wickelzylinder i und wird auf die im Spulrahmen g gelagerte Spulspindel h aufgewickelt.
Der Betrieb der Abzugsrolle d und des Wickelzylinders i erfolgt von der Welle k aus durch die Räder I, m und n. Das auf der Welle lose sitzende Zahnrad / ist mit einer Kupplung 0 versehen, die mit einer seitlich verschiebbaren Gegenkupplung p in Verbindung steht. In dem hinteren Teile des zweiarmigen Griffhebels /, der um s drehbar gelagert ist, sitzt eine Gabel t, die in eine Nut der Kupplung p eingreift und vermittels welcher das Aus- und Einlegen bewirkt wird. Der hintere Arm des Grifihebels r führt sich in einer Kurve der Führungsplatte u, die oben so breit ausgeführt ist, als die Breite des Garnkörpers beträgt.
Wird nun die Kupplung p vermittels des
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Hebels r ausgerückt, so wird die Fadenabzugsrolle d nebst Wickelzylinder * stillgesetzt und der Fadenabzug unterbrochen, gleichzeitig wird aber auch die Führungsplatte u durch die S Bewegung des Hebels in der Kurve hochgedrückt und damit der Faden aus dem Fadenführer ausgehoben. Die Form der Kurve bewirkt das Festlegen des Hebels r in seinen Endstellungen, also bei ein- oder ausgelegten
ίο Abzugsrollen und Wickelzylindern. Wird die Kupplung vermittels des Handhebels eingerückt, so werden Fadenabzugsrolle und Wickelzylinder in Umdrehung versetzt, die Führungsplatte führt eine Abwärtsbewegung aus, so daß sich der Faden in den Fadenführer, der auch während des Stillstandes der Rollen und Zylinder seine seitlichen Bewegungen ausgeführt hat, selbsttätig einlegen kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Abstellvorrichtung der Abzugsrolle und des Wickelzylinders für Tellerspinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das von Hand bewirkte Ein- und Ausrücken des Antriebes der Fadenabzugsrolle (d) und des Wickelzylinders (t) gleichzeitig geschieht und unabhängig vom Einlegen und Abheben des die Spulspindel tragenden Spulrahmens erfolgt, wobei das Einsenken und Ausheben des Fadens in bzw. aus dem Fadenführer (f) von der Ein- und Ausrückvorrichtung dieses Antriebes abgeleitet wird.
  2. 2. Abstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsrolle und der Wickelzylinder von einer gemeinsamen Welle (k) aus angetrieben werden, deren Antriebsrad (I)- mit einer Kupplung (0) versehen ist, deren Gegenkupplung (P) mittels eines zweiarmigen drehbaren Hebels (r) aus- und eingerückt wird, dessen hinterer Arm in einer Kurve der Führungsplatte (u) gleitet, die den Hebel in seinen Endstellungen festlegt und den Faden, aus dem Fadenführer aushebt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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