DE277113C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/12—Trolley lines; Accessories therefor
- B60M1/26—Compensation means for variation in length
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Cable Installation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277113 ~
KLASSE 20/i·. GRUPPE
Wenn man Fahrdrähte elektrischer Bahnen, besonders Vollbahnen, gegeneinander, also
ohne feste Abfangpunkte, verspannen will, dann muß man in die schwebende, vom Stromabnehmer
in ihrer Lage beeinflußte Fahrleitung verhältnismäßig schwere Teile, wie Rollen,
Rollengabeln u. dgl., einbauen. Das gleiche ist bei Streckenisolationen der Fall. Diese
schweren Teile schaffen aber Knotenpunkte
ίο in der freischwebenden Fahrleitung, die sich
namentlich bei großen Fahrgeschwindigkeiten unangenehm fühlbar machen. Der Stromabnehmer
muß bekanntlich, um einen guten Kontakt zu sichern, immer mit einer bestimmten Kraft gegen die Fahrleitung gedrückt
werden. Mit dieser Kraft wird aber die freischwebende Fahrleitung angehoben. Am denjenigen
Stellen, an welchen sich nun infolge größeren Gewichtes der eingebauten Teile auch
größere Widerstände dem anhebenden Stromabnehmer entgegenstellen, erfährt letzterer
plötzlich eine Kraftkomponente nach unten, d.h. er erleidet einen Schlag. Diese Sehläge
können gefährlich werden.
Um diese Schläge zu vermeiden, werden gemäß der Erfindung die Gewichte der in die
Fahrleitung eingebauten schweren Teile durch besondere Ausbildung der Aufhängung an diesen
Stellen ganz oder zum größten Teile ausgeglichen, so daß auch an diesen Stellen die
Fahrleitung der nach oben drängenden Kraft des Stromabnehmers nachgeben kann.
Dieser Grundgedanke, alle schädlichen Reaktionen durch freie, d. h. aktiv angreifende
Kräfte aufzuheben, ist praktisch auf drei wesensverschiedene Arten zu verwirklichen; der
Ausgleich kann erfolgen:
1. durch Gegengewichte unter Zwischenschaltung geeigneter bekannter Mittel, z. B.
einer Rolle, eines Hebels, einer unrunden Rolle;
2. durch Elastizitätskräfte, z. B. durch Biegungs- und Torsionsfedern, oder durch die
Elastizität eines gespannten Seiles, eventuell unter Zwischenschaltung geeigneter Über-Setzungsglieder;
3. durch eine aus einem Seilzug abgeleitete Vertikalkomponente.
Fig. ι der Zeichnung zeigt schematisch eine einfache Nachspannvorrichtung, bei der der
Übergang von einem auf den anderen Fahrdraht durch ein eigenes Übergangsstück erreicht
wird. Fig. 2 zeigt einen Streckentrenner bekannter Art. Fig. 3 zeigt schematisch
eine Nachspannvorrichtung nach Patent 261514 mit gegenseitiger Verspannung der Fahrdrähte
an von den Fahrdrähten abgeleiteten Beidrähten.
Die in den Fahrdraht zum Zweck der Nachspannüng oder Streckentrennung eingebauten
Arbeitsmittel α sind in Fig. 1 die Rollen mit Tragkonstruktion und das erwähnte Übergangsgleitstück,
in Fig. 2 der komplette Strekkentrenner, in Fig. 3 je eine Rolle mit Rohr
(2. Auflage, ausgegeben am iS. September
für seitliche Festlegung und Mitnehmeranschlag zum Anheben dieser Teile durch den darunter
durchgehenden anderen Fahrdraht.
Diese Arbeitsmittel werden an jeder für Anhängung vorgesehenen Stelle je doppelt
aufgehängt: erstens in üblicher Weise an Hängedrähten bzw. Hängeorganen b und zweitens
an den mit der Ausgleichanordnung verbundenen Hängeorganen c. Diese Ausgleichskonstruktion
besteht in Fig. ι in dem über die feste Rolle d geschlungenen Seil c mit Ausgleichgewicht
e, in Fig. 2 links in einer festaufgehängten Feder f, in Fig. 2 rechts ebenfalls
in einer Feder f, jedoch unter Zwischenschaltung eines Übersetzungsgliedes, z. B. eines
Winkelhebels g. In Fig. 3 links ist es die aus dem straff gespannten Hilfsseil h durch
den Hängedraht c abgeleitete Vertikalkraft, die, durch die Spannschlösser i einreguliert,
den gewünschten Ausgleich bewirkt. In Fig. 3 rechts endlich ist eine Anordnung gezeigt, in
der die zweite Aufhängung durch eine Ausgleichsvertikalkomponente ersetzt wird, die
durch die gewählte Anordnung und Konstruktion selbst erzeugt wird. In dem gezeichneten
Beispiel ist das durch Hochführen unter einem geeigneten Winkel des zu den Spanngewichten
führenden Nachspannseiles k erreicht. Der gleiche Zweck könnte selbst verständlich
auch durch geeignete, nach oben federnde Durchbildung der seitlichen Festleger oder sonstwie mit bekannten Hilfsmitteln
verfolgt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Aufhängung von Fahrleitungen elektrischer Bahnen, dadurch
gekennzeichnet, daß an denjenigen Stellen
(z. B. Nachspannstellen, Streckentrennungen), an welchen verhältnismäßig schwere
Oberleitungsteile [a) eingebaut sind, außer der gewöhnlichen Aufhängung (durch Hängedrähte
b) eine zweite Aufhängung (c) vorgesehen wird, welche mittels Gewichte (e
in Fig. i), Federn [f in Fig. 2) oder Spanndrähte
(A in Fig 3 links) einen Ausgleich des Gewichtes der schweren Oberleitungsteile
(a) bewirkt.
2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewichtsausgleich nicht durch eine zweite Aufhängung, sondern durch die besondere
Anordnung der an sich schon vorhandenen, hierzu geeigneten Oberleitungsteile (z. B. durch die schräge Ablenkung
nach oben des Spanndrahtes k in Fig. 3 rechts oder durch die nach oben federnde
Ausbildung der seitlichen Festleger) bewirkt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE277113C true DE277113C (de) |
Family
ID=533246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT277113D Active DE277113C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE277113C (de) |
-
0
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