DE277430C - - Google Patents

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DE277430C
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cylinder
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B4/00Drives for drilling, used in the borehole
    • E21B4/06Down-hole impacting means, e.g. hammers

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Tiefbohrvorrichtung. Zusatz zum Patent 255533.
A^orliegende Erfindung betrifft eine Vereinfachung der Tiefbohrvorrichtung nach Patent 255533 dahin, daß dieselbe nur noch mit dem im Bohrloch befindlichen Wasser arbeitet und keiner Druckwasserpumpe bedarf.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Stellung des Schiebers bei offener Füllöffnung, also während des Niederganges des Bohrzeuges, Fig. 2 die geschlossene Füllöffnung beim Aufgang des ganzen Bohrzeuges und Fig. 3 die Zusammenstellung des Freifalles mit dem übrigen Bohrzeug und Führungskorb.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist I der hydraulische Bohrapparat nach Patent 255533, II die A^erlängerung der Bohrstange und III ein federnder Führungskorb, welcher sich dicht im Bohrrohr führt und auf beliebiger Stelle stehen bleiben kann. Dieser Führungskorb besorgt die Umsteuerung. F ist die Schieberstange, G1 der Führungsschlitz, und G2 und G3 sind Löcher im Bohrgestänge, welche den Ein- und Austritt des Wassers aus dem Bohrloch in den Zylinder gestatten.
Wird der hydraulische Bohrapparat, mit einem Kolben versehen, welcher am Kolbenhals nur eine Füllöffnung hat, welche abwechselnd je nach der Schieberstellung als Ein- oder Ausströmungsöffnung dient und durch die im Hohlgestänge befindlichen Löcher G2 und G3 mit dem im Bohrloch befindlichen 40
45
AVasser in Verbindung ist, die beiden Schieberstifte F im Hauptpatent aber weggelassen, dagegen der Rundschieber C mit einer Schieberstange F (Fig. ι und 2) versehen, welche bis in den Führungsschlitz G1 reicht und dort mit einem Querstift F2 versehen ist, so entsteht ein hydraulischer selbsttätiger Freifall, welcher keinen Fangkeil besitzt und das Bohrzeug beim Aufwärtsgang des Apparates durch das im Zylinder eingeschlossene Wasser mit hebt.
Der Apparat wird, wie Fig. 3 zeigt, zusammengestellt und oben über Tag an einem beweglichen Hebel befestigt. Wenn nun der Hebel abwärts geht, so bleibt der Zylinder A mit dem Bohrzeug auf der Bohrlochsohle stehen. Der Kolben B aber mit dem oberen Gestänge senkt sich, wobei der Rundschieber C unten und die Füllöffnung offen ist (Fig. 1), so daß sich der Zylinder mit Wasser füllen kann, das bei G2 und G3 frei aus- und eintreten kann. Sobald aber der Querstift F2. den Anschlag H1 des Führungskorbes erreicht, wird die Schieberstange und damit der Schieber in die Höhe gezogen, wodurch die Füllöffnung E geschlossen wird und nun das im Zylinder befindliche Wasser nicht mehr entweichen kann und somit beim Aufgang
Bohrgestänges das ganze Bohrzeug, welches an dem Zylinder hängt, mit in die Höhe hebt, bis der Querstift F2 an dem Anschlagring H anschlägt und dadurch den Schieber nach
es
unten treibt. Die Füllöffnung E wird geöffnet, und das Wasser tritt nun von dem oberen Teil des Zylinders in den unteren, aber auch durch das Hohlgestänge bei G2 und G3 im Bohrloch; es erfolgt ein freier Fall und dadurch ein kräftiger Schlag auf die Bohrlochsohle.
Die Vorteile, die mit der A^orrichtung nach vorliegender Erfindung erreicht werden, sind ίο folgende:
1. Der Freifall kann mit einem beliebigen Gestänge, ob hohl oder voll, und ebenso am Seil arbeiten;
2. er ist insofern in seiner Hubhöhe unbegrenzt, als man den Zylinder beliebig lang machen kann;
3. besitzt er keinen Fangkeil und Keilsitz, folglich fällt auch das lästige Ein- und Ausklinken des Keiles fort;
4. ist er in der Schlaganzahl, welche bis 100 und noch mehr in der Minute betragen kann, unerreicht, eben weil die Fangarbeit wegfällt, welche einen geschickten Arbeiter erfordert und die Anzahl der Schläge auf 25 bis 30 pro Minute beschränkt;
5. kann er in jede beliebige bestehende Bohrwerkzeugsgarnitur ohne besondere Umänderung derselben jederzeit eingeschaltet werden.
Die Zeichnung zeigt nur eine der möglichen Ausführungsformen. Form und Anordnung der einzelnen Teile kann natürlich auch anders sein, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen, es muß aber immer das Bohrzeug durch das im Zylinder eingeschlossene Wasser beim Aufgang des Bohrgestänges festgehalten und beim Niedergang fallen gelassen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Tiefbohrvorrichtungen nach Patent 255533, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abwärtsbewegen des Kolbens ein von im Bohrrohr vorgesehenen Anschlägen (FI, H1) gesteuerter Rundschieber (C) die Zuströmung von Wasser in den oberen Teil des Zylinders (A) zuläßt, beim Aufwärtsbewegen aber die Öffnung (E) verschlossen hält und dadurch den Zylinder mitnimmt, worauf nach Umsteuerung des Schiebers (C) die Öffnung wieder freigegeben wird und der Zylinder frei nach unten fällt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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