DE277706C - - Google Patents

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DE277706C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Control And Safety Of Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 277706 — KLASSE 18«. GRUPPE
angeordnetem Kübeldeckel.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. September 1913 ab.
Um bei den bekannten Hochofenschrägaufzügen mit Kubelbegichtung das Entweichen von Gichtgasen zu verhindern, ist es erforderlich, die Kübel während der Entleerung nach oben hin durch einen Deckel abzuschließen. Da ferner dieser Abschluß bei Beginn der Entleerung bereits erfolgt sein muß, bedarf der Deckel während des Aufsetzens des Kübels auf die Gicht einer gewissen Voreilung,
ίο die durch Hebelübersetzung, Flaschenziige o. dgl. erreicht wird. Der Deckel sowohl als auch die Vorrichtungen zur Erteilung der beschleunigten Senkbewegung gegenüber dem Kübel wurden ursprünglich durchwegs an der
1S Aufzugskatze selbst angebracht. In richtiger Erkenntnis dessen, daß ein Aufzug von bestimmter Tragfähigkeit um so mehr Beschikkungsgut zu fördern vermag, je leichter die Katze samt daran befindlicher toter Last ist, sind neuerdings Einrichtungen in Vorschlag gebracht werden, bei denen der Kübeldeckel getrennt von der Katze am Aufzugsgerüst angebracht ist. Zur Steuerung der Deckelbewegung wird hierbei in Anlehnung an das früher Übliche die zwecks Aufsetzen s des Kübels notwendige Kippbewegung der Katze herangezogen, und zwar unter Zuhilfenahme von Hebelgestängen, die zum Teil in die Katzenbahn hineinragen und beim Kippen der Katze mitgenommen, zur Seite gedrängt oder, ganz allgemein gesprochen, derart beeinflußt werden, daß die gewollte Deckelbewegung eintritt. Solche Einrichtungen erfüllen wohl den Zweck, die Katze von totem Gewicht tunlichst zu entlasten und dadurch bei gleichen Abmessungen der Laufschienen, des Lastseiles und der Aufzugsmaschine usw. die Förderung größerer Mengen des Gichtgutes bei jedem Katzenhub zu ermöglichen, sie bieten jedoch in anderer Hinsicht schwerwiegende Nachteile insofern, als die verhältnismäßig komplizierten Hebelgestänge, die unter freiem Himmel den Witterungseinflüssen ausgesetzt und der Überwachung schwer zugänglich sind, äußerst rasch verschleißen und häufige betriebsstörende Ausbesserungsarbeiten erforderlich machen. Dazu kommt noch, daß durch das jedesmalige Anstoßen der Katze gegen die betreffenden Hebel und Anschläge stets Stöße auftreten, die trotz Anbringung von Puffern usw. den ohnehin großen Verschleiß der Vorrichtung noch wesentlich beschleunigen. Außer mit Bezug auf die Menge des geförderten Gutes leistungsfähig, muß jedoch eine jede Transportanlage auch tunlichst einfach und dauerhaft sein, um wirklich als wirtschaftlich bezeichnet werden zu können. Aus diesem Grunde sind auch die letztbeschriebenen Schrägaufzüge noch keineswegs allseitig befriedigend.
Gemäß der Erfindung wird nun unter Beibehaltung der Entlastung der Aufzugskatze vom Gewicht des Deckels und der zum Senken desselben erforderlichen Mittel eine Einrichtung geschaffen, die ein genaues und sicheres Bewegen des Deckels unter Vermeidung aller gleitenden oder schleifenden Teile, völlig stoßfrei, unabhängig von der Aufzugskatze in einfachster Weise gewährleistet und die schwe-
bende Frage abschließend löst. Es geschieht dies dadurch, daß die Bewegung einer der über der Gicht ohnehin vorhandenen und durch das Last- bzw. Gegengewichtsseil in Drehung versetzten Scheiben auf eine einfache Spiraltrommel übertragen wird, welch letztere den Deckel in einem geschlossenen Seilzug trägt, derart, daß während der Bewegung der Aufzugskatze zu und von der Gicht sowohl
ίο das ablaufende als auch das auflaufende Trum des Deckelseiles sich auf gleichem Trornmeldurchmesser befinden und somit keinerlei Huboder Senkbewegung des Deckels eintritt, wogegen während des Kippens der Aüfzugskatze zwecks Aufsetzens oder Abhebens des Kübels das eine Trum des Deckelseiles auf einen größeren bzw. kleineren Trommeldurchmesser übergeht, so daß je nach der Kipprichtung der Katze mehr Deckelseil auf- als abläuft oder umgekehrt und die entsprechende Bewegung des Deckels hervorgebracht wird. Hierbei kann ohne weiteres die Spiraltrommel unmittelbar auf die Achse einer Seilscheibe gesetzt werden, so daß nicht einmal besondere Lager für die Trommel erforderlich sind und die ganze Vorrichtung sich lediglich auf die einfache, einem Verschleiß so gut wie gar nicht unterworfene Spiraltrommel, auf das zugehörige S«il und eine normale Unterflaschenrolle zur Aufhängung des Deckels im Spiraltrommelseil beschränkt. Durch entsprechende Bemessung der Spirale läßt sich ohne weiteres jede gewünschte Beschleunigung und Verzögerung der Deckelbewegung, z. B. ein anfänglich rasches Senken und sodann langsames, stoßfreies Aufsetzen desselben auf den Kübel, erreichen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es bezeichnet α das Aufzugsgerüst, in dem die Katze b mittels des Seiles c auf und ab gezogen wird. Die Katzenfahrbahn d ist in bekannter Weise an ihrem oberen Ende zwecks selbsttätigen Kippens der Katze a gegabelt ausgeführt. Auf der Achse der oberen Umleitscheibe β für das Katzenseil c ist die Spiraltrommel f fest angebracht. Von der Trommel f läuft das Seil g aus, ist über die lose Rolle h geführt und endet wiederum auf der Trommel f. An der Rolle h hängt der Deckel i z. B. mittels eines Seiles k. Zur Führung der Rolle h sind bei der dargestellten Ausführungsform Schienen m vorgesehen, doch können diese selbstverständlich auch fortfallen, sofern die Achse der Scheibe e sich senkrecht oberhalb der Ofenöffnung befindet. Der Begichtungskübel ist mit 0, der Ofenschacht mit p bezeichnet.
Spiraltrommeln an sich sind bekannt und daher die Wirkungsweise der Vorrichtung aus 6p Vorstehendem sowie an Hand der Zeichnung ohne weitere Erläuterungen verständlich.
Wie bereits erwähnt, kann bei Vorhandensein mehrerer Seilscheiben (z. B. Lastseilscheibe und Gegengewichtsseilscheibe) jede beliebige derselben zur Bewegung der Spiraltrommel f benutzt werden, wobei letztere keineswegs mit der betreffenden Scheibe starr verbunden sein muß. Es ist vielmehr sehr wohl möglich, wenn irgendwelche örtlichen Verhältnisse dies ratsam erscheinen lassen, die Spiraltrommel getrennt auf einer besonderen Achse zu lagern und durch Zahnräder o. dgl. von der Seilscheibe oder deren Welle anzutreiben. Es wird dies z. B. da von Vorteil sein, wo entweder kleine Seilscheiben oder Aufzüge mit besonders langer Katzenfahrbahn vorliegen, so daß bei gleicher Umdrehungszahl von Scheibe und Trommel der mit gleichem Durchmesser ausgeführte Teil der letzteren unverhältnismäßig lang werden würde. Durch Zwischenschaltung geeigneter Zahnrädervorgelege läßt sich hierbei leicht die Umdrehungszahl der Trommel gegenüber der Scheibe in jedem gewünschten Verhältnis verringern. Im Grenzfall kann die Steigung der Spirale so groß genommen werden, daß die Trommel von gleichem Durchmesser in einen hebelartigen Vorsatz ausläuft. Das Wesen der Erfindung wird hierdurch nicht berührt, ebenso ist die weitere Art und Formgebung des Deckels, der Aufzugskatze sowie des Aufzuges überhaupt für den Erfindungsgedanken belanglos, sofern nur die Hub- und Senkbewegung des Kübeldeckels von einer der vorhandenen Seilscheiben unter Benutzung einer Spiraltrommel abgeleitet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Hochofenschrägaufzug für Kübelbegichtung mit getrennt von der Aufzugskatze angeordnetem Kübeldeckel, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen des Deckels (i) von einer der vorhandenen Seilscheiben (e) unter Benutzung einer Spiraltrommel (/") abgeleitet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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