DE2800520C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von wasserlöslichen, kationischen, hochmolekularen Perlen
polymeren, das durch die Ansprüche gekennzeichnet ist.
Wasserlösliche, hochmolekulare Polymere, die durch Polymerisieren
von Monomeren wie neutralisierten Salzen oder quaternären
Verbindungen von Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten erhalten
werden, sind beispielsweise von Bedeutung als Flockungsmittel,
Bodenkonditionierungsmittel, Trockenlegungsmittel, Reten
tionshilfsmittel, Schlichtmittel und zur Behandlung von Fasern.
Neuerdings sind derartige Polymere in großen Mengen als Dehydra
tisierungsbeschleuniger für durch Fäkalien gebildete überschüs
sige Schlämme in aktivierten Abwasserbehandlungssystemen sowie
in Abwasserbehandlungsanlagen und chemischen und nahrungsmit
teltechnischen Verarbeitungsanlagen eingesetzt worden und haben
unter den Abwasserbehandlungsmitteln eine erhebliche Bedeutung
erlangt.
Je höher das Molekulargewicht, desto größer ist die Wirksamkeit
eines wasserlöslichen kationischen Polymeren als Flockungs
mittel. Bei der Polymerisation eines Monomeren wie eines neu
tralisierten Salzes oder eines quaternäres Ammoniumsalzes
von Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten zur Herstellung eines
wasserlöslichen Polymeren ist es möglich, Verfahren zu verwenden,
nach denen wasserlösliche Polymere, z. B. Polyacryl
amid, nach dem üblichen Radikalmechanismus hergestellt werden.
In diesem Zusammenhang werden in der Literatur Poly
merisationsverfahren in wäßrige Lösung, Fällungspoly
merisations- und Suspensionspolymerisationsverfahren
erwähnt.
Um hochmolekulare Polymere durch Polymerisation in wäßriger
Lösung zu erhalten, wird die Polymerisation bei einer Mono
merenkonzentration von 10 Gew.-% oder mehr durchgeführt.
Auf diese Weise werden gelartige und wasserhaltige Produkte
gebildet. Da derartige Polymere viel Zeit zur Auflösung er
fordern und außerdem schwierig zu transportieren sind, müssen
sie durch Mahlen und Trocknen pulverisiert werden. Darüber
hinaus besteht bei diesem Verfahren die Tendenz, daß das Mo
lekulargewicht aufgrund der Schwierigkeit der Durchmischung
der Reaktionsmischung während der Polymerisation und damit
der Entfernung der Reaktionswärme erheblich abnimmt, was zu
ungleichmäßigen Produkten führt.
Wenngleich durch die Fällungspolymerisation gleichförmige
und pulverige Polymere leicht erhältlich sind, sollte ein
hochpolares Lösungsmittel verwendet werden, das in der Lage
ist, neutralisierte Salze und quaternäre Ammoniumsalze von
Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten aufzulösen. In diesem Fall
ist es aufgrund der erheblichen Kettenübertragungsaktivität
des Lösungsmittels während der Polymerisation schwierig,
Polymere mit hohem Molekulargewicht zu erhalten, und die
erhaltenen Produkte neigen dazu, als feinteilige Pulver an
zufallen.
Demgegenüber ist die Suspensionspolymerisation ein vorteil
haftes Polymerisationsverfahren zur einfachen Herstellung
von hochmolekularen Polymeren in Form von Pulver, da die
Reaktionswärme gut abgeführt wird. Nach herkömmlichen Ver
fahren, wie sie beispielsweise in der GB-PS 8 41 127 oder
der US-PS 32 11 708 beschrieben sind, wird eine wäßrige
Lösung eines Monomeren in einem inerten Dispersionsmedium
unter Verwendung eines nichtionischen Emulgiermittels in
Form einer Wasser-in-Öl- oder Öl-in-Wasser-Emulsion poly
merisiert.
Bei der Anwendung dieses Verfahrens auf die Polymerisation
von Monomeren, die neutralisierte Salze und quaternäre Am
moniumsalze von Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten enthalten,
ist es aufgrund der Aussalzungswirkung dieser Salze schwierig,
Emulisionen zu erhalten. Selbst wenn die Emulsionen
unter geeigneten Bedingungen gebildet werden, z. B. durch Ver
wendung einer sehr geringen Konzentration der wäßrigen Monomer
lösung, besteht die Tendenz, daß nach dem Polymerisieren und
Trocknen Polymere in Form von sehr feinen Pulvern erhalten
werden. Die Auflösungsgeschwindigkeit dieser sehr feinen pulverigen
wasserlöslichen Polymere ist sehr gering, da durch sie
beim Auflösen in Wasser Luftblasen eingetragen werden. Darüber
hinaus stauben diese Polymere in der Auflösungsstufe und führen
zu einer Verschmutzung der Arbeitsatmosphäre. Um durch
Suspensionspolymerisation Produkte zu erhalten, die nicht in
Form sehr feinteiliger Pulver anfallen, sollte man eine wäßrige
Monomerlösung in Form einer Tropfendispersion polymerisieren,
indem man ein geeignetes Dispersionsstabilisierungsmittel
verwendet, aber keine Emulsion mit einem Emulgiermittel bildet.
Ein Verfahren zum Polymerisieren einer wäßrigen Lösung eines
wasserlöslichen Vinylmonomeren durch Dispergieren
in Form von Tropfen ist in der JP-OS 9 656/1967 beschrieben.
Danach wird die Polymerisation in einem Dispersionsmedium,
basierend auf einem halogenierten Olefin, in dem ein oleophiles
Cellulosederivat aufgelöst ist, durchgeführt, und es ist er
forderlich, das spezifische Gewicht des Dispersionsmediums
durch Zumischung eines Kohlenwasserstoffs so einzustellen,
daß es gleich oder mehr oder weniger höher als das spezifische
Gewicht der wäßrigen Monomerlösung ist. Dort
finden sich Polymerisationsbeispiele, in denen 30 bis
40 Gew.-%ige wäßrige Lösungen von Natriumacrylat und Natrium
acrylat/Acrylamid-, Natriummethacrylat/Methacrylamid- und
Natriumacrylat/Vinylpyrrolidon-Mischungen verwendet werden.
Aufgrund ihrer begrenzten Löslichkeit in Wasser ist es jedoch
unmöglich, diese Monomeren bei höheren Konzentrationen zu
polymerisieren. Wenngleich die erhaltenen Produkte wasser
haltige, kugelförmige, gelantinöse Substanzen frei von feinen
Polymeren sind, ist es schwierig, sie durch einen industriellen
Prozeß in feste Produkte zu überführen.
Ferner ist es aus der JP-OS 40 304/1962 bekannt, ein Cellulo
sederivat als Dispersionsstabilisierungsmittel zu verwenden.
Die Polymerisation wird durchgeführt, indem eine wasserlösliche
Celluloseverbindung, die im Dispersionsmedium unlöslich
ist, in einem aliphatischen oder aromatischen nicht polaren
Lösungsmittel suspendiert und dann eine wäßrige Lösung
eines Vinylmonomeren zu der Suspension gegeben wird. Dieses
Verfahren weist jedoch die Tendenz auf, sehr feinpulverige
Produkte zu ergeben.
Weiterhin ist aus der DE-OS 20 64 101 ein Verfahren zur
Herstellung von wasserlöslichen Polymerisaten in Perlform
durch Polymerisation von wasserlöslichen Monomeren in
wäßrigen, radikalbildende Polymerisationsinitiatoren
enthaltenden Lösungen der Monomeren, die in einer mit der
Lösung praktisch nicht mischbaren organischen Flüssigkeit,
wie bei Suspensionspolymerisationen üblich, zu Tropfen
verteilt ist, und gleichzeitigem azeotropem Abdampfen von
Wasser aus dem Reaktionsgemisch bekannt, wobei die wäßrige
Lösung der Monomeren in dem Maß zu der damit nicht
mischbaren organischen Flüssigkeit zugeführt wird, wie die
Polymerisation fortschreitet, wobei sich nie mehr als
40 Gew.-% nicht-polymerisierter Monomerer, bezogen auf den
Gesamtansatz an Monomeren, im Reaktionsgemisch befinden. Auf
die Verbindungen der Formel I und die damit bei
der Polymerisation verbundenen Probleme wird in dieser
Druckschrift nicht näher eingegangen. Ferner findet sich in
dieser Druckschrift keine Angaben dazu, welche Dispersions
stabilisierungsmittel für Monomere der Formel I geeignet
sind. Es heißt nur ganz allgemein, daß die üblichen
Dispergierhilfsmittel in den für die umgekehrte Suspensions
polymerisation üblichen Mengen verwendet werden können.
Aus der DE-AS 11 10 869 ist schließlich ein Verfahren zur
Herstellung von festen wasserlöslichen Polymerisaten oder
Mischpolymerisaten durch Polymerisation von wasserlöslichen
Monomeren in einem organischen Reaktionsmedium, in dem
sich das Monomere bzw. die Monomeren nicht oder nur wenig
lösen, bekannt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das
Monomere oder die Monomeren im flüssigen Zustand (also in
der Schmelze) polymerisiert. Zwecks Erniedrigung des
Schmelzpunktes können kleine Mengen Wasser zugesetzt werden.
Allerdings führt dieser Zusatz von Wasser in einer Menge bis
zu etwa 5% gleichzeitig zu einer Verringerung der Reaktions
geschwindigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein ver
bessertes Verfahren zum Polymerisieren von Monomeren ein
schließlich neutralisierter Salze und quaternäre Ammonium
salze von Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten zur Herstellung
von wasserlöslichen Polymeren zu liefern, wobei das Verfahren
charakteristische Merkmale der Suspensionspolymerisation
aufweist und zu Produkten führt, die in einer bevorzugten
Form anfallen, so daß die oben beschriebenen Probleme aus
geschaltet werden. Es wurde gefunden, daß es möglich ist,
die obigen Monomeren bei jeder Konzentration in einer wäßrigen
Lösung und insbesondere unter Verwendung einer hoch
konzentrierten wäßrigen Lösung der Monomeren zu polymeri
sieren, wenn ein bestimmtes Dispersionsstabilisierungsmit
tel in Kombination mit oder ohne einem bestimmten Suspen
sionsmedium verwendet wird. Es wurde weiterhin gefunden,
daß durch eine solche Verfahrensweise sehr hochmolekulare
Polymere mit ausgezeichneter Löslichkeit in Form von Perlen
erhalten werden, die eine einheitliche Größe besitzen und
frei von sehr feinteiligem Pulver sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs
genannten Art vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel einen in Wasser
unlöslichen, aber im Dispersionsmedium löslichen oder
gelierenden Celluloseester oder -ether in einer Menge von
0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Dispersionsmedium,
verwendet.
Die Monomeren gemäß Formel I umfassen die Salze von Dialkyl
aminoalkylacrylaten oder Dialkylaminoalkylmethacrylaten der
Formel II
in der R¹, R², R³ und Y die gleiche Bedeutung wie in Formel I
haben, mit anorganischen Säuren, Carbonsäuren und Sulfonsäuren.
Diese Salze werden als neutralsiertes Salz bezeichnet.
Beispiele für Verbindungen der Formel II sind speziell
Dimethylaminoethylacrylat, Dimethylaminoethylmethacrylat,
Diethylaminoethylacrylat, Diethylaminoethylmethacrylat, Di
butylaminoethylacrylat, Dibutylaminoethylmethacrylat, Methyl
ethylaminoethylacrylat und Dimethylamino-2-hydroxypropylmeth
acrylat. Die anorganischen Säuren sind z. B. Salzsäure, Schwe
felsäure, Salpetersäure und Phosporsäure; die Carbonsäuren
sind beispielsweise Essigsäure und Propionsäure, und die
Sulfonsäuren sind beispielsweise Benzolsulfonsäure und Tosyl
sulfonsäure.
Zu den Verbindungen gemäß Formel I gehören auch quaternäre
Ammoniumsalze, die durch Umsetzung der Acrylate und Methacry
late gemäß Formel II mit Quaternisierungsmitteln wie Alkyl
halogeniden, Aralkylhalogeniden und Dialkylsulfaten erhalten
werden. Beispiele für quaternäre Ammoniumverbindungen sind
β-Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid, β-Methacry
loyloxyethyltrimethylammoniumethylsulfat, β-Methacryloyl
oxyethyldimethyl-ethylammoniumbromid, β-Methacryloylethyl
dimethyl-ethylammoniumonoethylsulfat, β-Methacryloyloxy
ethyldimethylbenzylammoniumchlorid, β-Acryloyloxyethyltri
methylammoniumchlorid, β-Acryloyloxyethyltriethylammonium
bromid und 2-Hydroxy-3-methacryloyloxypropyltrimethylammo
niumchlorid.
Erfindunsgemäß werden wasserlösliche hochmolekulare katio
nische Polymere hergestellt, die sowohl Homopolymere der Ver
bindungen gemäß Formel I als auch Copolymere der Verbindungen
gemäß Formel I, deren Gehalt mindestens 5 Mol.% beträgt,
mit anderen wasserlöslichen mit den Verbindungen gemäß For
mel I copolymerisierbaren Vinylmonomeren sein können. Als
andere wasserlösliche, mit den Verbindungen gemäß Formel I
copolymerisierbare Vinylmonomere werden z. B. Acrylamid und
Methacrylamid verwendet.
Als Dispersionsstabilisierungsmittel geeignete Celluloseester
oder Celluloseether sind beispielsweise wasserunlösliche
Verbindungen, wie Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cel
lulosebutyrat, Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatphthalat,
Ethylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose und Benzylcellu
lose, wobei vorzugsweise Celluloseacetatbutyrat, Ethylcellu
lose und Ethylhydroxyethylcellulose verwendet werden. Als Dis
persionsmedium werden organische Flüssigkeiten ver
wendet, die im wesentlichen nicht mit den wäßrigen Mono
merlösungen verträglich und unter den Polymerisationsbe
dingungen inert sind.
Die wasserunlöslichen Celluloseester und -ether zeigen in
einer Vielzahl von Lösungsmitteln unterschiedliche Eigen
schaften:
- 1. Löslich, Lösung ohne Trübung und frei von Gelen.
- 2. Löslich, Lösung trübe und frei von Gelen.
- 3. Löslich, "körnig" Lösung aufgrund der Anwesenheit von Gelen.
- 4. Vollständig geliert.
- 5. Gequollen oder unvollständig geliert.
- 6. Unlöslich, nicht gequollen.
Verbindungen mit den Eigenschaften 1. bis 3. lösen die Cel
luloseester und -ether und Verbindungen mit den Eigenschaften
4. bis 6. lösen Celluloseester oder -ether nicht. Um
eine gute Dispersionsstabilität zu erzielen, werden vor
zugsweise Verbindungen mit den Eigenschaften gemäß 3. oder
Verbindungen mit den Eigenschaften gemäß 4. und 5. bei Raum
temperatur, die aber die Celluloseester oder -ether bei einer
erhöhten Temperatur, bei der die Polymerisation durchgeführt
wird, lösen können, verwendet. Im allgemeinen ist es jedoch
nicht leicht, die Kombination von Dispersionsmedium und Dis
persionsstabilisierungsmittel, die die obigen bevorzugten
Eigenschaften zeigt, zu finden. Die Bedingungen, unter denen
die Dispersion im allgemeinen eine gute Stabilität aufweist,
können vorteilhafterweise in der Weise aufgefunden werden,
daß man eine Verbindung, die fähig ist, das Dispersionssta
bilisierungsmittel zu gelieren oder zu quellen, also die
Verbindung 4) oder 5) schrittweise zu einer Lösung gibt, in
der das Dispersionsstabilisierungsmittel aufgelöst ist, und
einen Grenzpunkt bestimmt, an dem das Dispersionsstabilisie
rungsmittel unlöslich wird. Als Dispersionsmedium wird dann
eine Mischung der Verbindung verwendet, deren Mischverhältnis
nahe dem obigen Grenzpunkt liegt. Wenn die Verbindung 6)
zu der Verbindung 1), 2) oder 3) gegeben wird, verringert
sich die Stabilität der Dispersion erheblich.
Die Eigenschaften in verschiedenen Lösungsmitteln von wasser
unlöslichen Celluloseestern und -ethern wird in großem Aus
maß durch die Natur der Substituenten und den Grad der Substi
tution der anhydrischen Glucoseeinheit beeinflußt. Folgende
grobe Einteilung ist möglich:
- i) Löslich in polaren Verbindungen wie Ester, Ketonen, Alkylhalogeniden, Nitroalkanen, Alkoholen und Ethern, aber unlöslich in Verbindungen wie aromatischen Koh lenwasserstoffen und halogenierten aromatischen Koh lenwasserstoffen.
- ii) Löslich in polaren Verbindungen gemäß i), aromatischen Kohlenwasserstoffen und halogenierten aromatischen Kohl lenwasserstoffen, aber unlöslich in cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen.
- iii) Auch löslich in cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen, aber unlöslich in aliphatischen Kohlenwasserstoffen.
[I]. Zu diesen Celluloseestern und -ethern mit den Eigen
schaften gemäß i) gehören z. B. Celluloseacetat, Cellulose
acetatbutyrat, Ethylcellulose mit 43 bis 46 Gew.-% Ethoxy
gruppen und Celluloseacetatphthalat. Als Lösungsmittel,
die diese Cellulosederivate gelieren oder quellen, werden
vorzugsweise aromatische Kohlenwasserstoffe und halogenierte
aromatische Kohlenwasserstoffe verwendet. Außerdem werden
die folgenden Ester, Ketone und Alkylhalogenide vorzugs
weise als Verbindungen verwendet, die diese Cellulose
derivate auflösen:
Ester von aliphatischen Carbonsäuren mit 1 bis 8 Kohlenstoff
atomen oder aromatischen Carbonsäuren mit 7 bis 8 Kohlenstoff
atomen mit Alkanol oder Alkoxyalkanol mit jeweils 1 bis 8 Koh
lenstoffatomen. Derartige Ester sind beispielsweise Methylace
tat, Ethylacetat, n-Propylacetat, Isopropylacetat, n-Butylace
tat, Isobutylacetat, tert.-Butylacetat, Phenylacetat, Benzylacetat,
Methoxyethylacetat, Butoxyethylacetat, Methylpropionat, Ethyl
propionat, Methylbutyrat, Butylbutyrat, Methylvalerat, Methyl
caproat, Methylcaprylat, Methylbenzoat, Ethylbenzoat, n-Butyl
benzoat, Dimethylphthalat, Diethylphthalat und Dibutylphthalat.
Ester von aliphatischen Carbonsäuren mit Alkanol oder Alkoxy
alkanol werden von den obigen Estern bevorzugt.
Zu den Ketonen gehören aliphatische Ketone mit 3 bis 10 Koh
lenstoffatomen oder aromatische Ketone mit 8 bis 13 Kohlen
stoffatomen. Beispiele für diese Ketone sind insbesondere
Acetone, Methylethylketon (MEK), Methyl-n-propylketon, Diethyl
keton, Cyclopentanon, Methylbutylketon, Methylisobutylketon
(MIBK), Cyclohexanon, Methylamylketon, Dipropylketon, Hexyl
methylketon, Acetophenon und Benzophenon.
Zu den Alkylhalogeniden gehören Alkylhalogenide mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen und vorzugsweise mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen.
Besonders bevorzugte Alkylhalogeniden sind solche mit 2 bis
4 Kohlenstoffatomen, wobei jeweils benachbarte Kohlenstoffatome
zumindest mit jeweils einem Halogen substituiert sind. Bei
spiele für diese Alkylhalogenide sind 1,2-Dichlorethan,
1,1,2-Trichlorethan, 1,1,2,2-Tetrachlorethan, Pentachlor
ethan, 1,2-Dichlorpropan, 1,2-Dibromethan, 1,1,2-Tribrom
ethan, 1,2-Dibrompropan und 1,2-Dibrombutan.
Andere Alkylhalogenide wie Methylchlorid, Chloroform und
Tetrachlorkohlenstoff können in einigen Fällen nicht als
Dispersionsmedium für die Suspensionspolymerisation verwendet
werden, da sie einen niedrigeren Siedepunkt besitzen
und ferner die Monomeren gemäß Formel I auflösen könnten.
Auch Alkylhalogenide, die nur an einem der benachbarten
Kohlenstoffatome durch Halogen substituiert sind, können
bestimmte Maßnahmen zur Verhinderung einer Klumpenbildung,
z. B. durch Erhöhung der Polymerisationsgeschwindigkeit, er
forderlich machen, da diese Alkylhalogenide nur niedermole
kulare Celluloseester und -ether auflösen und dadurch die
Dispersionsstabilität während der Polymerisation verringern
können.
Als Verbindungen, die die Dispersionsstabilisierungsmittel
nicht auflösen und den obigen Stabilisierungsmittel auf
lösenden Verbindungen zwecks Verbesserung der Dispersions
stabilität zugegeben werden, können Lösungsmittel verwendet
werden, die die Stabilisierungsmittel gelieren oder quellen.
Besonders bevorzugt werden aromatische Kohlenwasserstoffe
und halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe mit 6 bis
8 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Benzol, Toluol, Xylol, Ethyl
benzol, Monochlorbenzol, Dichlorbenzol, Monobrombenzol und
Dibrombenzol. Die aromatischen
oder halogenierten aromatischen Kohlenwasser
stoffe werden vorteilhafterweise in einer größtmöglichen
Menge verwendet, durch die die Stabililsierungsmittel noch
nicht unlöslich werden. Um die optimalen Dispersionsbedingungen
zu erzielen, kann ein Gewichtsverhältnis der die Disper
sionsstabilisierungsmittel auflösenden Verbindungen zu den
aromatischen oder halogenierten aroma
tischen Kohlenwasserstoffen im folgenden Bereich definiert
werden:
n < χ ≧ 1/3 n, vorzugsweise n < χ ≧ 1/2 n,
wobei χ für das Gewichtsverhältnis der aromatischen Kohlen
wasserstoffe oder halogenierten aromatischen Kohlenwasser
stoffe zu den Verbindungen, die die Dispersionsstabilisie
rungsmittel leicht auflösen, steht und n einen Wert χ
bedeutet, bei dem die Stabilisierungsmittel anfangen, unlös
lich zu werden. In diesem Fall bedeutet "unlöslich werden" den
Zustand, wenn die Dispersionsstabilisierungsmittel mit dem
bloßen Auge als unlöslich erkennbar werden. Wenn χ gleich
oder größer n ist, werden die Dispersionsstabilisierungsmittel
nicht aufgelöst. Wenn χ weniger als 1/3 n beträgt, ist
dagegen die Dispersionsstabilität unzureichend. Cellulose
acetatbutyrat ist das am meisten bevorzugte Cellulosederivat
mit den Eigenschaften gemäß i). Es ist erforderlich, Alkyl
halogenid im Überschuß zu aromatischen Kohlenwasserstoffen
zu verwenden. Dementsprechend ist es bevorzugt, zu den obigen
Dispersionsmedien Ester oder Ketone zu verwenden.
[II]. Zu den Cellulosederivaten gemäß ii) gehört Ethyl
cellulose, die 47 bis 50 Gew.-% Ethoxygruppen
enthält. Wenngleich derartige 47 bis 50 Gew.-% Ethoxy
gruppen enthaltende Ethylcellulose in cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffen bei Raumtemperatur unlöslich ist, ist
sie in diesen bei erhöhten Temperaturen löslich und führt
zu einem Dispersionssystem mit guter Stabilität. Die Poly
merisation kann bei einer Temperatur von 55°C oder mehr
unter Verwendung von Ethylcellulose in einem gut dispergierten
Zustand der wäßrigen Monomerlösung durchgeführt werden.
Wenn derartige Ethylcellulose verwendet wird, können die
die Cellulosederivate auflösenden Verbindungen in geeigneter
Weise kombiniert werden, um die Temperatur, bei der eine
gute Dispersionsstabilität erhalten wird, herabzusetzen und
nicht nur, um die Dispersionsstabilität zu verbessern. Bei
spiele für diese Ethylcellulose auflösenden Verbindungen
sind aromatiche Kohlenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwas
serstoffe, Ester, Ketone, Alkylhalogenide, Ether und Alkohole.
In diesem Fall als Dispersionsmedium verwendbare cycloaliphatische
Kohlenwasserstoffe sind cycloaliphatische oder alkyl
substituierte cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe mit 5 bis
10 Kohlenstofftatomen, z. B. Cyclopentan, Cyclohexan, Cyclo
heptan, Methylcyclohexan, Cyclooctan und Decalin.
Es ist zwar auch möglich, nur ein einziges Dispersionsmedium
von den oben genannten aromatischen oder halogenierten aro
matischen Kohlenwasserstoffen mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen
zu verwenden, aber in diesem Fall ist es erforderlich, die
Polymerisationsgeschwindigkeit für den Erhalt des Perlenbpoly
meren in gleichförmiger Teilchengröße zu erhöhen, da die
Dispersionsstabilität etwas unzureichend ist. Wenn die
cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffe in Kombination mit
den aromatischen oder halogenierten aromatischen Kohlen
wasserstoffen verwendet werden, kann es vorteilhaft sein,
die letzteren in der bis 4fachen und vorzugsweise bis
zu 2fachen Menge, bezogen auf die ersteren, einzusetzen.
Wenn eine Mischung der cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffe
und der Ester, Ketone oder Alkylhalogenide verwendet wird,
können die letzteren vorteilhafterweise in bis zur 2fachen
und vorzugsweise bis 1,5fachen Menge, bezogen auf die
ersteren, eingesetzt werden. In diesem Fall können neben den
Alkylhalogeniden, die beispielsweise Celluloseacetatbutyrat,
wie unter [I] beschrieben, auflösen, z. B. Methylenchlorid und
Tetrachlorkohlenstoff ebenfalls verwendet werden.
Wenn ferner die cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffe gemischt
mit Ethern oder Alkoholen verwendet werden, können die letzteren
vorteilhafterweise in bis zur 0,3fachen und vorzugsweise
0,2fachen Menge eingesetzt werden.
Zu den Ethern, die mit den cycloaliphatischen Kohlenwasser
stoffen gemischt werden können, gehören lineare und cycli
sche Ether mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, z. B. Di-n-propyl
ether, Di-n-butylether, Tetrahydrofuran, Dioxan und Diethy
lenglykoldimethylether.
Zu den Alkoholen, die mit den cycloaliphatischen Kohlenwas
serstoffen gemischt werden können, gehören Alkanole und
Alkoxyalkanole mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen, z. B. Ethanol,
n-Propanol, n-Butanol, n-Octanol, Methoxyethanol, Ethoxy-etha
nol, Butoxyethanol und Diethylenglykolmonomethylether.
[III]. Ein Beispiel für die Celluloseester oder Celluloseether
mit den Eigenschaften gemäß iii) ist Ethylhydroxyethylcellulose
(gemischte Celluloseester). Sie
wird durch Hydroxyethylierung und Ethylierung von Alkalicellu
lose mit Ethylenoxid bzw. Ethylchlorid erhalten und ist sowohl
in Lösungsmitteln, die Ethylcellulose auflösen, als auch in
cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen löslich und unlöslich
in gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen. Ethylhydroxy
ethylcellulose kann jedoch in gesättigten aliphatischen Koh
lenwasserstoffen mit einem Siedepunkt von 35 bis 180°C bei
erhöhter Temperatur aufgelöst werden. Dementsprechend erhält
man bei Verwendung eines solchen gesättigten aliphatischen
Kohlenwasserstoffs allein ein Dispersionssystem mit guter
Dispersionsstabilität durch Dispergieren der wäßrigen Monomer
lösung bei einer Temperatur von 55°C oder höher. In diesem
Fall kann erforderlichenfalls das Erhitzen unter Druck er
folgen.
Mit ansteigendem Siedepunkt des gesättigten aliphatischen
Kohlenwasserstoffs als Dispersionsmedium steigt auch die er
forderliche erhöhte Temperatur zur Auflösung der Ethylhydroxy
ethylcellulose. Da gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe
mit Siedepunkt von mehr als 180°C Cellulose auf bei 100°C
oder mehr nur schwierig auflösen, werden die gesättigten ali
phatischen Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkt von 35 bis 180°C
bevorzugt, wenn sie allein verwendet werden. Wenn andererseits
Ethylhydroxyethylcellulose auflösende Lösungsmittel zugemischt
werden, ist es auch möglich, gesättigte aliphatische Kohlen
wasserstoffe mit Siedepunkt von 35 bis 400°C als Dispersions
medium zu verwenden und ein Dispersionssystem mit guter Disper
sionsstabilität bei Raumtemperatur zu erhalten.
Zu den Ethylhydroxyethylcellulose auflösenden Lösungsmitteln
gehören Ester, Ketone, Alkylhalogenide, Äther, Alkohole, aro
matische und halogenierte aromatische Koh
lenwasserstoffe, z. B. die zuvor als Lösungsmittel für Ethyl
cellulose genannten; sowie cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe,
beispielsweise jene, die ebenfalls zuvor als Lösungsmittel
für Ethylcellulose bei erhöhten Temperaturen genannt worden
sind.
In den Fällen, in denen die obigen Lösungsmittel zusammen
mit den gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen als Disper
sionsmedium verwendet werden, werden die Lösungsmittel vorteil
hafterweise in den folgenden Mengen eingesetzt: Ester, Ketone,
Alkylhalogenide, Äther und Alkohole bis zur 0,3fachen Menge,
aromatische und halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe
bis zur 1fachen Menge und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe
bis zur 10fachen Menge, bezogen auf das Gewicht der gesättigten
aliphatischen Kohlenwasserstoffe.
Zu den gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit Sie
depunkten von 35 bis 180°C, die als Dispersionsmedium bei er
höhten Temperaturen zur Auflösung von Ethylhydroxyethylcellu
lose oder zusammen mit anderen Lösungsmitteln verwendet werden
können, gehören lineare oder verzweigte gesättigte Kohlenwas
serstoffe, wie z. B. Pentan, Hexan, Heptan, Octan, Nonan und
Decan. Die gesättigten linearen Kohlenwasserstoffe, deren Ver
wendung als Dispersionsmedium durch Zumischen von anderen
Ethylhydroxyethylcellulose auflösenden Verbindungen ermög
licht wird, können beispielsweise Undecan, Dodecan, Tetradecan,
Octadecan, Tetracosan oder Pentatriacontan (C-35) enthalten.
Es sei darauf hingewiesen, daß auch andere Dispersionsstabili
sierungsmittel als die speziell beschriebenen verwendet werden
können und stabile dispergierte Polymersiationssysteme ergeben,
wenn das diese Dispersionsstabilisierungsmittel gelierende
oder quellende Dispersionsmedium kombiniert wird mit "die als
Dispersionsstabilisierungsmittel verwendeten Cellulosederivate
auflösenden Lösungsmittel" oder "bei erhöhten Temperaturen
Stabilisierungsmittel auflösenden Lösungsmitteln".
Die Mengen an zuzusetzenden Dispersionstabilisierungsmitteln
beträgt 0,05 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, be
zogen auf das Dispersionsmedium. Bei Zusatz von weniger als
0,05 Gew.-% kann die Dispersionswirkung unzureichend sein, während
Zusätze von mehr als 10 Gew.-% zu sehr feinteiligen Pul
ver führen und das Dispersionssystem viskoser machen
können, was Schwierigkeiten bei der Abtrennung der Produkte
ergibt.
Bezogen auf das Gewicht der wäßrigen Monomerlösung, die die
Verbindung gemäß Formel I enthält, kann das Dispersionsmedium
in der 0,5 bis 10fachen und vorzugsweise 1- bis 5fachen Men
ge verwendet werden.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Polymerisationsver
fahrens gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich der Zugabe
folge des Dispersionsstabilisierungsmittels, des Dispersions
mediums, der wäßrigen Monomerlösung und eines Radikalpolymeri
sationsinitiators. Um jedoch Produkte mit gleichförmiger Teil
chengröße zu erhalten, ist die folgende Verfahrensweise von
Vorteil: Nach Entfernung von Sauerstoff durch Einleiten von
Stickstoff in das Dispersionsmedium, in den das Dispersions
stabilisierungsmittel aufgelöst worden ist, wird die wäßrige,
den Radikalpolymerisationsinitiator enthaltende Monomerlösung,
die entsprechend von Sauerstoff befreit worden ist, zum Disper
sionsmedium gegeben, und die Mischung dann zum Dispergieren der
wäßrigen Monomerlösung in dem Dispersionsmedium gerührt und
anschließend die Temperatur auf den Temperaturbereich erhöht,
bei dem die Polymerisation einsetzt.
Wenngleich herkömmliche Radikalpolymerisationsinitiatoren wie
Peroxide und Azoverbindungen als Initiator verwendet werden
können, sind wasserlösliche Polymerisationsinitiatoren beson
ders bevorzugt. Beispiele sind u. a. Peroxide wie Ammoniumper
sulfat, Kaliumpersulfat, Peressigsäure und Wasserstoffperoxid
sowie Azoverbindungen wie 2,2′-Azo-bis-2-amidinopropanhydro
chlorid, 4,4′-Azo-bis-cyanovaleriansäure. Wenn Peroxide
als Initiator verwendet werden, ist es
ebenfalls möglich, die Redoxpolymerisation in Anwesenheit
eines Reduktionsmittels wie Natriummethabisulfit, Natriumsul
fit oder Eisen-II-chlorid durchzuführen.
Obwohl die Polymersisation bei jeder geeigneten Temperatur von
40°C bis zur Siedetemperatur des Dispersionsmediums durchge
führt werden kann, ist eine Temperatur von 50 bis 70°C bevor
zugt, um hochmolekulare Polymere zu erhalten.
Es kann jedoch beliebige Rührvorrichtung verwendet werden. Die
Reaktionsmischung wird in der Weise gerührt, daß die Tropfen
der wäßrigen Monomerlösung im Dispersionsmedium eine gewünschte
Teilchengröße besitzen. Die Teilchengrößen der Perlenpolymere
hängen von der Größe der Tropfen ab. Wenngleich die Perlen
polymere jede Teilchengröße besitzen können, so beträgt diese
im allgemeinen 0,05 bis 1 mm und vorzugsweise 0,1 bis 1 mm.
Die Monomerenkonzentration in der wäßrigen Lösung der Verbin
dung gemäß Formel I oder einer Mischung mit
einem anderen wasserlöslichen, mit der Verbin
dung gemäß Formel I copolymerisierbaren Vinylmonomeren kann
zwischen 10 und 90 Gew.-% liegen.
Wenn das Dispersionsstabilisierungsmittel und das Dispersions
medium in geeigneter Weise gewählt werden, ist es
möglich, die wäßrige Monomerlösung, die, bezogen auf die
Summe der wasserlöslichen Monomeren, die Verbindung I in einer
Menge von 50 bis 100 Mol.% enthält und in der die Konzentration
des Vinylmonomeren, bezogen auf die wäßrige Lösung, 60 bis 90
Gew.-% beträgt, in dispergiertem Zustand zu polymerisieren. Dem
entsprechend liefert das erfindunsgemäße Verfahren hochmoleku
lare Produkte in guter Ausbeute, da hohe Konzentrationen an
Monomerlösung verwendet werden können. Darüber hinaus erhält
man bei der Polymerisation unter Verwendung von wäßrigen Lösungen
mit einer Monomerkonzentration von 60 bis 75 Gew.-% nach
kurzzeitiger Dehydratisierung feste Produkte. Bei Monomerkonzen
trationen von 75 bis 95 Gew.-% erhält man feste Produkte ohne
jegliche Dehydratisierung. Erfindungsgemäß erhaltene wasser
haltige Polymere können nach herkömmlichen Dehydratisierungs
verfahren getrocknet werden, z. B. mittels einer Extraktionsde
hydratisierung, beispielsweise mit Methanol oder Aceton.
Wenn andererseits die Menge an Verbindung I, bezogen auf die Summe
der wasserlöslichen Vinylmonomeren, 5 bis 50 Mol.% beträgt, ist
es schwierig, die wäßrige Monomerlösung mit einer höheren Mono
merkonzentration zu polymerisieren, da die gebildeten Produkte
dazu neigen, in Wasser unlöslich zu sein.
Auch wenn wäßrige Lösungen mit einer Monomerkonzentration von
10 bis 60 Gew.-% verwendet werden, können die wasserlöslichen,
hochmolekularen Polymere erhalten werden. Diese Polymere sind
jedoch sehr viskose, gelatinöse und wasserhaltige, kugelför
mige Substanzen. Obwohl derartige Produkte im Laboratoriums
maßstab zu festen Perlen dehydratisiert werden können,
z. B. durch Dispergieren der Produkte in der 100fachen Menge
Aceton oder Trocknen des zu einer flachen Schicht
ausgebreiteten Produkts, ist es extrem schwierig, diese Por
dukte in technischem Maßstab zu Perlen zu trocknen.
Ein vorteilhaftes Verfahren ist das azeotrope Abdestillieren
eines azeotropen Dispergiermedium/Wasser-Gemischs von den
durch die Suspensionspolymerisation erhaltenen wasserhaltigen
Produkten.
Wie schon eingangs erwähnt, ist ein Suspensions
polymersationsverfahren bekannt, bei dem eine wäßrige Lösung
eines wasserlöslichen Monomeren in einem hydrophoben Disper
sionsmedium unter Verwendung eines nichtionischen Emulgier
mittels zur Bildung einer Wasser-in-Öl oder Öl-in-Wasser-
Emulsion dispergiert wird. Wenn ein derartiges Verfahren auf
die Polymerisaion der wäßrigen Monomerlösung mit einem Ge
halt von 5 bis 50 Mol.% der Verbindung I angewendet wird und die
Suspension nach der Polymerisation dann der azeotropen De
stillation unterworfen wird, werden in vielen Fällen klumpige
Polymere erhalten.
Demgegenüber haften die Teilchen der erfindungsgemäß herge
stellten wasserlöslichen Polymeren bei der azeotropen Destil
lation nicht aneinander. Dementsprechend ist es möglich, die
Polymerisationsstufe und die Dehydratisierung in Form der
azeotropen Destillation kontinuierlich durchzuführen, wobei
das Dispersionsstabilisierungsmittel seine Wirkung in beiden
Stufen zeigt. Entsprechend ist es eines der
Merkmale der Erfindung, daß man die festen Perlenpolymeren
auch erhalten kann, wenn man wäßrige Lösungen,
die die Verbindung I und andere Monomere in einer Menge
von 10 bis 60 Gew.-% enthalten, als Ausgangsmaterial verwendet.
Bei Durchführung der Dehydratisierung in Form einer azeotropen
Destillation, bis der Wassergehalt der Polymeren bis zu 20%
und vorzugsweise bis zu 15% beträgt, sind die erhaltenen
Polymere feste Produkte.
Es ist also möglich,
die festen Perlenpolymere durch Abtrennen des Dispersions
mediums von den Produkten zu erhalten, die entweder nach dem
Verfahren unter Verwendung hochkonzentrierter wäßriger Mo
nomerlösungen oder nach dem Verfahren unter Verwendung niedrig
konzentrierter wäßriger Monomerlösungen und anschließender
Dehydratisierung durch azeotrope Destillation hergestellt
worden sind. Wenn das Dispersionsmedium eine Verbindung mit
einem Siedepunkt von 150°C oder höher enthält, sollen die
Polymeren bei der Abtrennung des Dispersionsmediums mit
einem Lösungsmittel mit einem Siedepunkt von weniger als
150°C gewaschen werden. Auch in den Fällen, in denen Ethyl
cellulose oder Hydroxyethylcellulose als Dispersionsstabi
lisierungsmittel verwendet werden, sollen die Polymeren mit
einem diese Cellulosederivate auflösenden Lösungsmittel ge
waschen werden, da die Oberfläche der abgetrennten Perlen
polymere beim direkten Trocknen zur Entfernung des Dispersions
mediums klebrig werden. Demgegenüber brauchen die Produkte, die
unter Verwendung von Celluloseacetatbutyrat als Dispersions
stabilisierungsmittel erhalten werden, nicht gewaschen zu werden.
Die auf der Oberfläche der Perlenpolymere verbleibende
Schicht aus Celluloseacetatbutyrat verhindert das Zusammen
kleben der Produkte.
2 g eines Dispersionsstabilisierungsmittels gemäß Tabelle 1
wurden in 90 g eines ebenfalls in Tabelle 1 angegebenen Dis
persionsmediums aufgelöst, und die Lösung in einen
200 ml Vierhalskolben gegeben, der mit einem Kühler, einem
Einleitungsrohr für Stickstoff, einem Tropftrichter und
einem Rührer aus Polytetrafluorethylen ausgerüstet war.
29,7 g 80%ige wäßrige Lösung von β-Methacrylolyloxyethyl
trimethylammoniumchlorid und 0,3 g 20%ige wäßrige Lösung
von 2,2′-Azo-bis-amidinopropanhydrochlorid wurden in den
Tropftrichter gegeben. Nach Entfernen des Sauerstoffs aus
dem Reaktionsgefäß und dem Tropftrichter durch Einleiten
von Stickstoff wurde die wäßrige Monomerlösung aus dem
Tropftrichter in das Reaktionsgefäß einlaufen gelassen, das
auf 60°C erwärmt und in dem mit 100 U/Min. gerührt
wurde. Dann wurde die Reaktionsmischung 2 Stunden lang auf
60°C erwärmt, wobei mit 110 bis 150 U/Min. gerührt wurde.
Nach Abkühlen wurde das Produkt abfiltriert und zur Entfer
nung des Dispersionsmediums getrocknet. Auf diese Weise wurde
ein festes Perlenpolymeres, das frei von feinteiligem Pulver
war, ohne Dehydratisierung erhalten. In keinem Fall wurde
ein Haften an dem Reaktionsgefäß und dem Rührerblatt beob
achtet. Die reduzierte Viskosität der Produkte wurde bei
25°C mittels einer 0,1%igen Lösung 1n wäßriger
Natriumchloridlösung gemessen. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 1 wiedergegeben.
3 g eines Dispersionsstabilisierungsmittels gemäß Tabelle 2
wurden in 100 g eines Lösungsmediums ebenfalls gemäß Tabelle 2
aufgelöst, und die so erhaltene Lösung in einen 200 cm³
Vierhalskolben, der mit einem Kühler (Kühlrohr), einem Einlei
tungsrohr für Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rüh
rer aus Polytetrafluorethylen ausgerüstet war, gegeben. In
den Tropftrichter wurden 50 g 80%ige wäßrige Lösung von β-
Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid und 1 g 10%ige
wäßrige Lösung von 2,2′-Azo-bis-amidinopropanhydrochlorid
gegeben. Nach Entfernen des Sauerstoffs aus dem Reaktionsgefäß
und aus dem Tropftrichter durch Einleiten von Stickstoff wurde
die wäßrige Monomerlösung aus dem Tropftrichter in das Reak
tionsgefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min. gerührt wurde. Dann
wurde die Reaktionsmischung 1 Stunde lang unter Stickstoff auf
einer Temperatur von 60°C gehalten, wobei mit 110 bis 150 U/Min.
gerührt wurde. Nach Abkühlen wurde das Produkt filtriert und
zur Entfernung des Dispersionsmediums getrocknet. Auf diese
Weise wurden perlenförmige Polymere, die frei von feinteiligem
Pulver waren, ohne Dehydratisierung erhalten. In keinem Fall
wurde während der Polymerisation ein Haften an der Reaktions
gefäßwand und dem Rührblatt beobachtet. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 2 wiedergegeben.
300 g Ethylacetat wurden in einen 1 l Kolben gegeben, der mit
einem Kühler, einem Einleitungsrohr für Stickstoff, einem
Tropftrichter und einem Rührer aus rostfreiem Stahl ausgerüstet
war. Nachdem 12 g Celluloseacetatbutyrat (29,5 Gew.-% Acetyl
gruppen und 17 Gew.-% Butyratgruppen) zugegeben und aufgelöst
worden waren, wurden 300 g Toluol zugefügt, und ge
rührt, bis die Gleichförmigkeit der Lösung sichergestellt war.
In den Tropftrichter wurden 200 g 80%ige wäßrige Lösung von
β-Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid und 2 g 20%ige
wäßrige Lösung 2,2′Azo-bis-amidinopropanhydrochlorid
gegeben. Nach Entfernung des Sauerstoffs aus dem Reaktionsge
fäß und dem Tropftrichter durch Einleiten von Sauerstoff wurde
die wäßrige Monomerlösung aus dem Tropftrichter in das Reak
tionsgefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min. gerührt wurde. Dann
wurde die Reaktionsmischung zur Polymerisation 2 Stunden auf
60°C erwärmt, wobei mit 150 U/Min. gerührt wurde. Nach dem
Abkühlen wurde das Produkt filtriert, mit Ethylacetat gewaschen
und getrocknet. Es wurden 200,2 g Polymeres in Form von
glasigen Perlen erhalten. Es wurde kein Haften an der Reak
tionsgefäßwand und dem Rührerblatt beobachtet. 97% des kör
nigen Produkts hatten eine Größe von mehr als 0,149 mm und
weniger als 0,841 mm. Es wurde nur sehr wenig feines Pulver
erhalten. Die reduzierte Viskosität (0,1% Lösung bei 25°C)
in 1n-NaCl-Lösung (η sp/c) betrug 11,9.
Es wurden weitere Polymerisationen in der gleichen Weise wie
in Beispiel 13 durchgeführt, bei denen anstelle von β-Metha
crylolyloxyethyltrimethylammoniumchlorid (DMAEMA.MC) 200 g
verschiedener wäßriger Monomerlösungen gemäß Tabelle 3 verwen
det wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 wiedergegeben.
33,3 g Diethylphthalat und 66,7 g Toluol wurden in einen 200 cm³
Vierhalskolben gegeben, der mit einem Kühler, einem Einleitungs
rohr für Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rührer aus
Polytetrafluorethylen ausgerüstet war. Dann wurden 3 g Cellu
loseacetatbutyrat (13 Gew.-% Acetylgruppen und 37 Gew.-% Butyrat
gruppen) zugesetzt und aufgelöst. In den Tropftrichter wurden
50 g wäßrige Monomerlösung gemäß Tabelle 4 und die abgegebene
Menge an 10%iger wäßriger Lösung eines Polymerisationsinitia
tors gegeben. Sauerstoff wurde aus dem Reaktionsgefäß und dem
Tropftrichter durch Einleiten von Stickstoff entfernt. Dann
wurde die wäßrige Monomerlösung aus dem Tropftrichter in das
Reaktionsgefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min. gerührt wurde.
Anschließend wurde die Reaktionsmischung unter Rühren mit 110
bis 150 U/Min. erwärmt und 1 Stunde lang unter Stickstoff auf
60°C gehalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 wiedergegeben.
Die wäßrige Monomerlösung gemäß Tabelle 5 wurde in der gleichen
Weise wie in den Beispielen 39 bis 41 polymerisiert mit dem Un
terschied, daß 20 g Methylethylketon und 80 g Toluol anstelle
von 33,3 g Diethylphthalat und 66,7 g Toluol verwendet wurden.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 wiedergegeben.
65,7 g 1,2-Dichlorethan und 33,3 g Xylol wurden in einen 200 cm³
Vierhalskolben gegeben, der mit einem Kühler, einem Einleitungs
rohr für Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rührer aus
Polytetrafluorethylen ausgerüstet war. Dann wurden 3 g Cellu
loseacetatbutyrat (13 Gew.-% Acetylgruppen und 37 Gew.-% Butyrat
gruppen) zugesetzt. In den Tropftrichter wurden die angegebenen
Mengen an Monomerlösung und 10%iger wäßriger Lösung des Poly
merisationsinitiators gegeben. Sauerstoff wurde aus dem Reak
tionsgefäß und dem Tropftrichter durch Einleiten von Stickstoff
entfernt. Dann wurde die wäßrige Monomerlösung aus dem Tropf
trichter in das Reaktionsgefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min.
gerührt wurde. Dann wurde die Reaktionsmischung erwärmt, wobei
mit 110 bis 150 U/Min. gerührt wurde, und 1 Stunde lang unter
Stickstoff auf 60°C gehalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6
wiedergegeben.
3 g Dispersionsstabilisierungsmittel gemäß Tabelle 7 wurden
in 100 g Dispersionsmedium ebenfalls gemäß Tabelle 7 aufge
löst, und die Lösung in einen 200 cm³ Vierhalskolben
gegeben, der mit einem Kühler, einem Einleitungsrohr für
Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rührer aus Poly
tetrafluorethylen ausgerüstet war. In den Tropftrichter
wurden 50 g 80%ige wäßrige Lösung von β-Methacryloyloxy
ethyltrimethylammoniumchlorid und 1 g 10%ige wäßrige Lö
sung von 2,2′-Azo-bis-2-amidinopropanhydrochlorid gegeben.
Nach Entfernen des Sauerstoffs aus dem Reaktionsgefäß und
dem Tropftrichter durch Einleiten von Stickstoff wurde die
wäßrige Monomerlösung aus dem Tropftrichter in das Reaktions
gefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min. gerührt wurde. Dann wurde
die Reaktionsmischung 1 Stunde auf 60°C erwärmt, wobei
mit 200 bis 250 U/Min. gerührt wurde. Nach dem Abkühlen wurde
das Produkt filtriert und mit Ethylacetat gewaschen. Das
Ethylacetat wurde verdampft. Auf diese Weise wurde ein perl
förmiges Polymeres, das frei von feinteiligem Pulver war,
ohne Dehydratisierung erhalten. In keinem Fall wurde ein
Haften an der Reaktionsgefäßwand und dem Rührerblatt während
der Polymerisation beobachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7
wiedergegeben.
Nachdem das Dispersionsstabilisierungsmittel bei 70°C in Über
einstimmung mit dem Verfahren gemäß den Beispielen 54 bis 63
in dem Dispersionsmedium aufgelöst worden war, wurde eine
wäßrige Monomerlösung dazugegeben, wobei die Lösung auf 60°C
erwärmt wurde. Dann wurde die Lösung unter denselben Bedingungen
wie in den Beispielen 54 bis 63 polymerisiert. Die Ergeb
nisse sind in Tabelle 8 wiedergegeben.
75 g Cyclohexan und 25 g Chlorbenzol wurden in einen 200 cm³
Vierhalskolben gegeben, der mit einem Kühler, einem Einlei
tungsrohr für Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rührer
aus Polytetrafluorethylen ausgerüstet war. 3 g Ethyl
cellulose (48,0 bis 49,5 Gew.-% Ethoxygruppen) wurden zu der
Lösung gegeben und aufgelöst. In den Tropftrichter wurden
50 g wäßrige Monomerlösung gemäß Tabelle 9 und die angege
bene Menge an 10%iger wäßriger Lösung des Polymerisations
initiators gegeben. Nach Entfernen des Sauerstoffs aus dem
Reaktionsgefäß und dem Tropftrichter durch Einleiten von
Stickstoff wurde die wäßrige Monomerlösung aus dem Tropf
trichter in das Reaktionsgefäß gegeben, wobei mit 100 U/Min.
gerührt wurde. Dann wurde die Reaktionsmischung 1 Stunde
unter Stickstoff auf 60°C erwärmt, wobei mit 200 bis 250 U/Min.
gerührt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 9 wiedergegeben.
100 g des Dispersionsmediums gemäß Tabelle 10 und 3 g Ethyl
hydroxyethylcellulose wurden in einen 200 cm³ Vierhalskolben
gegeben, der mit einem Kühler, einem Einleitungsrohr für
Stickstoff, einem Tropftrichter und einem Rührer aus Poly
tetrafluorethylen ausgerüstet war. Während Sauerstoff durch
Einleiten von Stickstoff entfernt wurde, wurde die Lösung
auf 60°C erwärmt. In den Tropftrichter wurden 50 g 80%ige
β-Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchloridlösung und 1 g
10%ige wäßrige Lösung von 2,2′-Azo-bis-amidinopropanhydro
chlorid gegeben, und anschließend Stickstoff in den
Tropftrichter eingeleitet. Dann wurde die Mischung aus dem
Tropftrichter in das Reaktionsgefäß getropft, wobei mit 200
bis 250 U/Min. gerührt wurde. Es wurde 1 Stunde lang unter
Stickstoff auf 60°C erwärmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 10
wiedergegeben.
Ethylhydroxyethylcellulose wurde in dem Dispersionsmedium ge
mäß Tabelle 11 durch Erwärmen gelöst, und dann die Lö
sung unter den gleichen Bedingungen wie in den Beispielen 75
bis 89 polymerisiert mit dem Unterschied, daß die in Tabelle 11
angegebene Polymerisationstemperatur verwendet wurde. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 11 wiedergegeben.
180 g Ethylacetat wurden in einen 1 l Kolben gegeben, der mit
einem Kühler, einem Einleitungsrohr für Stickstoff, einem
Tropftrichter und einem ankerförmigen Rührer aus rostfreiem
Stahl ausgerüstet war. 7,2 g Celluloseacetatbutyrat (29,5 Gew.-%
Acetylgruppen und 37 Gew.-% Butyratgruppen) wurden zugesetzt
und aufgelöst. Dann wurden 180 g Toluol zu der Lösung gegeben,
und bis zum Erhalt einer gleichmäßigen Mischung ge
rührt. In den Tropftrichter wurden 240 g wäßrige Monomerlösung
gemäß Tabelle 12 und 2,4 g 10%ige Lösung von 2,2′-Azo-bis-2-
amidinopropanhydrochlorid gegeben. Nach Entfernung des Sauer
stoffs aus dem Reaktionsgefäß und dem Tropftrichter durch Ein
leiten von Stickstoff wurde die wäßrige Monomerlösung aus dem
Tropftrichter in das Reaktionsgefäß gegeben, wobei mit 100 bis
120 U/Min. gerührt wurde. Dann wurde die Reaktionsmischung
unter Rühren mit 120 bis 150 U/Min. erwärmt und 3 Stunden lang
unter Stickstoff auf 50°C gehalten, wobei weiterhin gerührt
wurde. Dann wurde der Stickstoffstrom unterbrochen, der Kühler
abgenommen und eine Vorrichtung zur azeotropen Destillation
angebracht. Die Temperatur wurde auf 90 bis 93°C gehalten, und
durch azeotrope Destillation dehydratisert. Nachdem
die Hauptmenge des Wassers abdestilliert worden war, wurde
das Produkt gekühlt und dem Dispersionsmedium getrennt. Auf
diese Weise wurde ein gleichförmiges festes Perlenpolymeres
erhalten. Während der azeotropen Destillation wurde nur ein
geringes Zusammenbacken des Polymeren und geringes Haften der
Polymerteilchen an dem Reaktionsgefäß beobachtet.
Mehr als 95 Gew.-% des Produktes hatten eine Teilchengröße von
0,1 bis 1,0 mm, die Ausbeute betrug mehr als 94%. Die Er
gebnisse sind in Tabelle 12 wiedergegeben.
3,0 g Dispersionsmittel gemäß Tabelle 13 wurden in 100 g Disper
sionsmedium ebenfalls gemäß Tabelle 13 gelöst, und die so erhaltene
Lösung in einen 200 cm³ Kolben gegeben, der mit einem
Kühler, einem Thermometer, einem Einleitungsrohr für Stickstoff,
einem Tropftrichter und einem Rührer aus Polytetrafluorethylen
ausgerüstet war. Unter Verwendung von 50 g 40%iger wäßriger
Monomerlösung, einer Mischung von 10 Mol.% DMAEMA und 90 Mol.%
AAM wurde die Polymerisation in der gleichen Weise wie in den
Beispielen 94 bis 99 durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 13 wiedergegeben.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 13 wiedergegeben.
Unter Verwendung des Dispersionsmediums und des Stabilisierungs
mittels gemäß Tabelle 13 wurde die Polymerisation bei 60°C durch
geführt. Die anderen Bedingungen entsprachen denen in den Bei
spielen 94 bis 99.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 13 wiedergegeben.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 13 wiedergegeben.
In den Beispielen wurden folgende Produkte als Cellulose
ester und Celluloseether verwendet.
Celluloseacetat:
Acetylgehalt 39,4 Gew.-%
Acetylgehalt 39,4 Gew.-%
Celluloseacetatbutyrat:
17 Gew.-% Butyrat
29,5 Gew.-% Acetyl,
37 Gew.-% Butyrat
13 Gew.-% Acetyl,
48 Gew.-% Butyrat
6 Gew.-% Acetyl
17 Gew.-% Butyrat
29,5 Gew.-% Acetyl,
37 Gew.-% Butyrat
13 Gew.-% Acetyl,
48 Gew.-% Butyrat
6 Gew.-% Acetyl
Ethylcellulose:
Ethoxy 45-46,5 Gew.-%
Ethoxy 48-49,5 Gew.-%
Ethoxy 47,5 bis 49 Gew.-%
Ethoxy 45-46,5 Gew.-%
Ethoxy 48-49,5 Gew.-%
Ethoxy 47,5 bis 49 Gew.-%
Ethylhydroxyethycellulose:
Niedrigere Viskosität:
25 bis 30 mPa · s in einer Lösungsmittelmischung aus 80 Gewichtsteilen Toluol und 20 Gewichtsteilen Ethanol
Niedrigere Viskosität:
25 bis 30 mPa · s in einer Lösungsmittelmischung aus 80 Gewichtsteilen Toluol und 20 Gewichtsteilen Ethanol
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, kat
ionischen, hochmolekularen Perlenpolymeren, bei
dem eine wäßrige Lösung eines wasserlöslichen Vinyl
monomeren in Gegenwart eines Dispersionsstabilisie
rungsmittel in Form von Tropfen in einem Dispersions
medium dispergiert und dann das Monomere poly
merisiert wird, und bei dem als Monomeres, das in
einer Menge von 10 bis 90 Gew.-% bezogen auf das
Gesamtgewicht von Monomerem und Wasser vorliegt,
- (A) eine Verbindung mit der Formel
in der R¹ Wasserstoff oder ein Methylrest ist, R² und
R³ gleiche oder verschiedene, gerad- oder verzweigt- kettige Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind, R⁴ Wasserstoff, ein gerad- oder verzweigt- kettiger Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, ein Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder ein Benzylrest ist, Y ein Alkylen- oder Hydroxy- alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen ist und X- ein Anion ist, oder - (B) eine Mischung der Verbindung mit der Formel I mit einem wasserlöslichen, mit der Verbindung der Formel I copolymerisierbaren Vinylmonomeren, wobei der Anteil der Verbindung der Formel I in dieser Mischung mindestens 5 Mol.% beträgt, verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel einen in Wasser unlöslichen, aber im Dispersionsmedium löslichen oder gelierenden Celluloseester oder -ether in einer Menge von 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Dis persionsmedium, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in der Mischung der wasserlöslichen Vinyl
monomeren 50 bis 100 Mol.% der Verbindung I, bezogen
auf die Gesamtmenge an Vinylmonomerem, verwendet und
bei der Konzentration des Vinylmonomeren in der wäßrigen
Lösung von 60 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamt
gewicht von Monomerem und Wasser, arbeitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in der Mischung der wasserlöslichen Vinylmono
meren 5 bis 50 Mol.% der Verbindung I, bezogen auf
die Gesamtmenge der Vinylmonomeren, verwendet, bei
einer Konzentration des Vinylmonomeren in wäßrigen
Lösung von 10 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
von Monomerem und Wasser, arbeitet und das resultierende
Polymer einer azeotropen Destillation von Dispersions
medium und Wasser unterwirft.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß man als Dispersionsstabilisie
rungsmittel zumindest eine Verbindung aus der Gruppe
Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebuty
rat, Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatphthalat,
Ethylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose und Benzyl
cellulose verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel Cellulose
acetatbutyrat und/oder Ethylcellulose mit 43 bis
46 Gew.-% Ethoxygruppen verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Dispersionsmedium eine Mischung aus
- (A) zumindest einer Verbindung aus der Gruppe be stehend aus Ester, Ketonen und Alkylhalogeniden und
- (B) aromatischem Kohlenwasserstoff und/oder haloge niertem aromatischem Kohlenwasserstoff verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel Cellu
loseacetatbutyrat und als Dispersionsmedium in Kompo
nente (A) zumindest eine Verbindung aus der Gruppe
bestehend aus Ester von aliphatischen Carbonsäuren
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen mit Alkanolen oder
Alkoxyalkanolen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen verwen
det.
8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel Ethyl
hydroxyethylcellulose und als Dispersionsmedium
einen gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoff
oder eine Mischung aus einem gesättigten alipha
tischen Kohlenwasserstoff und einer anderen Verbin
dung verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß man einen gesättigten aliphatischen Kohlenwasser
stoff mit einem Siedepunkt von 35 bis 400°C verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß man als gesättigten aliphatischen Kohlenwasser
stoff zumindest eine Verbindung aus der Gruppe bestehend
aus n-Hexan, n-Heptan und n-Octan verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Dispersionsstabilisierungsmittel Ethylcel
lulose mit 47 bis 50 Gew.-% Ethoxygruppen und als
Dispersionsmedium eine cycloaliphatische Verbindung
oder eine Mischung einer cycloaliphatischen Verbindung
mit einer anderen Verbindung verwendet.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man als cycloaliphatische Verbindung zumindest
eine Verbindung aus der Gruppe Cyclohexan, Methylcyclo
hexan, Cyclooctan und Decalin verwendet.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß man als Verbindung der Formel I
zumindest eine Verbindung aus der Gruppe bestehend
aus Salzen von Dialkylaminoethylmethylacrylaten mit
Mineralsäuren sowie quaternären Ammoniumsalzen von
Dialkylaminoethylmethacrylaten mit Alkylhalogeniden
oder Dialkylsulfaten verwendet.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Verbindung der Formel I β-Methacryloyl
oxyethyltrimethylammoniumchlorid verwendet.
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