DE2803329C2 - Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch o.dgl. - Google Patents
Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch o.dgl.Info
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und
einem Rohrflansch o. dgl, mit einer eine axiale Vorspannkraft aufbringenden Verbindungseinrichtung,
"welche mit einer radial außen nach radial innen zurückspringenden Schrägfläche eine Welle des Balges
hintergreift und diese sowie mindestens eine weitere Welle bis zur gegenseitigen Berührung der radial außen
liegenden Wellenkuppen taucht und dabei eine Wellenflanke in Anlage an eine Gegenfläche am
Flansch preßt
Diese aus der CH-PS 4 76 944 bekannte Anordnung vermeidet das problematische Verschweißen eines
verhältnismäßig dünnwandigen Metallschlauches mit einem dickwandigen Flansch. Bei dieser bekannten
Anordnung ist die Gegenfläche eine ebene Kreisringfläche, gegen die mindestens eine vollständige Welle des
Balges von der Verbindungseinrichtung derart gestaucht wird, daß benachbarte Wellenflanken mehr oder
weniger vollflächig aneinandergepreßt werden. Die Folge ist nicht nur eine außerordentlich hohe Materialbeanspruchung,
sondern auch ein Nachlassen der eigenelastischen Anpressung des Balgendes an die
Gegenfläche, so daß die Abdichtung gefährdet ist. Außerdem bedarf es zu dieser Verformung einer holrn
axialen Vorspannkraft.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine druckdichte Stoßverbindung der eingangs
geschilderten Art so auszubilden, daß mit geringer axialer Vorspannkraft eine sichere Abdichtung
erzielt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gegenfläche ebenfalls eine von radial außen
nach radial innen zuückspringende Schrägfläche ist und die Ringwellungen im Fußbereich zwar aneinanderliegen,
aber allenfalls unwesentlich verformt sind. Auf diese Weise werden die von der Verbindungseinrichtung
erfaßten Ringwellungen zu einem Keilring geformt, der sich in die ebenfalls kegelförmige
Gegenfläche einpaßt. Hierdurch wird eine gleichmäßige Spannungsverteilung im gestauchten Abschnitt des
Ringwellenbalges erzielt, so daß dieser seine Elastizität behält und sich außerdem wie ein homogenes Drehteil
verhält Femer bietet diese Ausbildung nicht nut' den
Vorteil der Selbstzentrierung, sondern hat weiter zur Folge, daß die zur Druckdichtigkeit geringe erforderliche
Vorspannung beispielsweise mittels einer einfachen V-Bandschelle aufgebracht werden kann.
Die vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung der Stoßverbindung kann
dadurch weiter erhöht werden, daß die Ringwellungen im Fußbereich mit einer inkompressiblen, dauerplastischen
Füllmasse ausgefüllt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiele näher
erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Kompensator einer Abgasleitung, dessen oberer Teil ein Ausführungsbeispiel einer Stoßverbindung nach der Erfindung und
dessen unterer Teil eine mögliche Verbindungsart nach dem Stand der Technik darstellt;
Fig.3 einen Hslbschnit» entsprechend der Linie
IH-IH in Fig. 2;
F i g. 4 ein teilgeschnittenes weiteres Ausführungsbeispiel in Form einer Kollektorverbindung;
Fig.5 einen Teilschnitt durch eine abgewandelte
Ausführungsform; und
F i g. 6 einen Teiächnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Stoßverbinders.
Kondensatoren in Abgasleitungen gemäß F i g. 1 dienen der Entkopplung von zwei Schwingungssystemen
und insbesondere dem Ausgleich von Wärmedehnungen im Leitungssystem. Der Kompensator 1 ist
zwischen einen Stutzen 2 bzw. eine Rohrleitung 3 auf der einen Seite und ein Maschinenteil 4 auf der anderen
Seite geschaltet wobei zwischen das Maschinenteil 4 und den Kompensator ein weiterer Stutzen 14
vorgesehen ist
In der unteren Hälfte von F i g. 1 ist eine gebräuchliche
Anschlußart dargestellt, bei de.' Flanschelemente S,
6 an einen ringgewellten Wellrohr-Balg 7 angelötet oder -geschweißt und entsprechend angepaßte Gegenflansche
8, 9 an den Stutzen 2, 14 befestigt sind. Die Flanschelemente 5, 6 und die Gegenflansche 8, 9
berühren sich auf Kegelflächen 15, deren Mittelpunkte 16,16' axial außerhalb des Kompensators 1 liegen.
Wenn die Gegenflansche 8, 9 unter bestimmten Einbau- und Betriebsverhältnissen keine besonders
großen Relativbewegungen zueinander ausführen und/ oder keine größeren impulsartigen Kräfte auf den
Kompensator ausüben, kann es genügen, den Kompensator 1 unter Vorspannung in die beiden Gegenflansche
pinzusetzen, wo er dann aufgrund der ihm eigenen Elastizität und aufgrund der Führung durch die
Kegelflächen sicher und abgedichtet verbleiben würde, wobei ein Teil der Dichtwirkung von Dichtringen 10,10'
übernommen wird.
Die Flanschelemente 5,6 und die Gegenflansche 8,9
können auf ihren Außenseiten gegenläufig geneigte Schrägflächen 11, 12 besitzen, über die eine V-Bandschelle
13 gelegt ist Diese übt unter der Wirkung einer Spannschraube 19 eine zunächst radiale Kraft aus, die
jedoch wegen der Konfiguration der Flanschelemente und Gegenflansche eine axiale Anpreßkraft bewirkt.
Der neuartige Stoßverbinder kommt im Falle des Kompensators 1 ohne die Flanschelemente 5, 6 sowie
normalerweise sogar ohne die Dichtringe 10 aus, so daß es auch keiner störanfälligen Schweiß- oder Lötverbin-
j dung zwischen den Flanscheiementen und dem WeII-
■% rohr-Balg bedarf. Zu diesem Zweck erhalten die letzten
— im Ausführungsbeispiel drei — Ringwellungen des
ΐ Balges, die in F i g. 1 oben gezeigte umlaufende
Keilform mit mindestens einer außenliegenden Kegelfläche 15. Wie der Zeichnung entnommen werden kann,
sind hierbei die in Axialrichtung letzten Köpfe 17 der Ringwellungen zusammengepreßt, während die Ringwellungen
im FüGbereich 18 dort zwar aneinanderliegen,
aber nicht oder nur unwesentlich verformt sind. Die auf diese Weise erzeugten umlaufenden Keilringe bilden
■ also die Flanschelemente 5', 6' und können in der bisherigen Weise mittels einer V-Bandschelle gegen die
zugehörigen Gegenflansche abdichtend gedrückt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 oben befinden sich die stirnseitigen Enden des Wellrohr-Balges
etwa im Bereich des Innendurchmessers di Diese
Lage wird dann bevorzugt, wenn die Drücke innerhalb
;■ des Balges wesentlich größer als die Außendrücke sind.
in diesen Fällen steht der Innendruck auch im Inneren
der letzten Wellung und preßt den letzten Abschnitt der
Wellung — zusätzlich zur äußeren Spannkraft — von innen her gegen die Kegelfläche 15 der Gegenflansche
8, 9, so daß die Dichtwirkung noch ei höht wird. In
extremen Fällen können die sich berührenden Kegelflächen auch im Fall des dargestellten Ausführungsbeispiels
geschliffen werden, um eine weitere Steigerung der Dichtwirkung zu erzielen. Schließlich ist es — wie
beim Stand der Technik — möglich, zwischen die aneinanderstoßenden Kegelflächen des Stoßverbinders
einen Dichtring in einer umlaufenden Nut des Gegenflansches oder aber eine Flachdichtung 25 gemäß
F i g. 4 vorzusehen.
In anderen Fällen, in denen der Außendruck den Innendruck übersteigt, endet die Ringwellung in der in
F i g. 6 gezeigten Weise. Dort befindet sich das stirnseitige Ende 20' der Wellung im Bereich dec
Außendurchmessers Da der Ringwellung. Die Druckdifferenz wirkt auch hier zusätzlich abdichtend in
umgekehrter Weise wie im Zusammenhang mit F i g. 1 beschrieben.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4 stellt eine
Kollektorverbindung Γ dar, die sich vom Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 prinzipiell nur durch die
zusätzlich vorgesehene Flachdichtung 25 unterscheidet.
Das Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 5 ist wiederum für den Fall vorgesehen, daß der Innendruck den
Außendruck übersteigt Darüber hinaus ist dieser Stoßverbinder zur Verbindung zweier Rohrleitungen
30,31 vorgesehen. Die im übrigen glatte Rohrleitung 30
besitzt an ihrem freien Ende einen kurzen ringgewellten Abschnitt, der die bereits geschilderte Keilform besitzt
Die andere Rohrleitung 31 trägt keinen angeschweißten Gegenflansch, sondern ist trompetenförmig aufgeweitet
wodurch hier ein Gegenflansch ??. mit einer von
radial außen nach radial innen zurückspringenden Schrägfläche entsteht Gegen diesen Gegenflansch 32
legt sich der letzte Abschnitt der Ringwellung unter dem
Einfluß einer V-Bandschelle 33 an. Außerdem Ut in diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß die sich
nach auben öffnenden Ringwellungen im Fußbereich mit einer dauerelastischen inkompressiblen Füllmasse
34 ausgefüllt sind.
Es versteht sich, daß die beschriebene Stoßverbindung nicht nur bei Kompensatoren, Bälgen u.dgl.
anwendbar ist sondern auch dort Verwendung finden kann, wo normale Rohrleitungen miteinander verbunden
werden sollen, von denen mindestens eine mit einem kurzen Stück einer Ringwellung versehen
werden kann.
Claims (2)
1. Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch
o. dgl, mit einer eine axiale Vorspannkraft aufbringenden Verbindungseinrichtung, welche mit einer
von radial außen nach radial innen zurückspringenden Schrägfläche eine Welle des Balges hintergreift
und diese sowie mindestens eine weitere Welle bis zur gegenseitigen Berührung der radial außen
liegenden Wellenkuppen staucht und dabei eine Wellenflanke in Anlage an eine Gegenfläche am
Flansch preßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenfläche ebenfalls eine von radial außen
nach radial innen zurückspringende Schrägfläche ic (15) ist und die Ringwellungen im Fußbereich (18)
zwar aneinanderliegen, aber allenfalls unwesentlich verformt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwellungen im Fußbereich (18)
mit einer inkompressible^ dauerplastischen Füllmasse
(34) ausgefüllt sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782803329 DE2803329C2 (de) | 1978-01-26 | 1978-01-26 | Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch o.dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782803329 DE2803329C2 (de) | 1978-01-26 | 1978-01-26 | Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch o.dgl. |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2803329A1 DE2803329A1 (de) | 1979-08-02 |
| DE2803329C2 true DE2803329C2 (de) | 1982-09-30 |
Family
ID=6030426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782803329 Expired DE2803329C2 (de) | 1978-01-26 | 1978-01-26 | Druckdichte Stoßverbindung zwischen einem ringgewellten Wellrohr-Balg und einem Rohrflansch o.dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2803329C2 (de) |
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- 1978-01-26 DE DE19782803329 patent/DE2803329C2/de not_active Expired
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| DE2803329A1 (de) | 1979-08-02 |
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