DE2807355C2 - Abtraggerät für Halden - Google Patents
Abtraggerät für HaldenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Abtraggerät für
Halden mit einer in HakJeidängsrichtung verfahrbaren
Brücke, auf welcher ein mit einem Rückladegerät ausgestatteter, die Brücke umgreifender Wagen in
Haldenquerrichiung verfahrbar ist, wobei das Rückladegerät
von einer Eimerkette gehj'iiet ist, welche über
wenigstens drei an dem Wagen gelagerte Umlenkrollen um die Brücke herumgeführt isi.
Es ist bekannt, Schüttgut auf Harden zu lagern und nach Bedarf von den Halden abzutragen. Hierbei ist es
auch bekannt, zu mischendes Schüttgut auf die Halde schichtenweise aufzubringen, wobei durch das Abtragen
eine zusätzliche Mischung erfolgt. Das Schüttgut wird « hierbei üblicherweise durch Fördergeräte auf die Halde
aufgeschüttet, wobei beispielsweise durch Mittelschüttung
des entlang der Halde bewegbaren Förderen dachförmige Lagen übereinander aufgeschüttet werden.
Für eine Abtragung der Halde sind Abtraggeräte «
bekannt, welche ein Bagger* bzw. Rückladegerät aufweisen, das auf einer in der Längsrichtung der Halde
verfahrbaren Brücke in der Haldenquerrichtung verfahrbar
ist. Solche Baggergeräte sind üblicherweise Schaufelräder, welche das Schüttgut aufnehmen. Es ist so
auch bekannt, solche Schaufelräder so anzuordnen, daß sie um die Mittelachse der Brücke rotieren, und es ist
weiters auch bekannt, die Drehrichtung eines solchen Schaufelrades reversierbar zu machen, wobei die Eimer
des Schaufelrades umgesetzt werden können, so daß das Abtraggerät nach zwei Richtungen arbeiten kann. Die
Lagerung eines um die Mittelachse der Brücke rotierenden Schaufelrades ist aber verhältnismäßig
aufwendig. Des weiteren hat ein solches Schaufelrad den Nachteil, daß es das Schüttgut nur vom Boden der
Halde aufnehmen kann, auf welchen nach dem Abtragen in den unteren Bereich der Halde das
Schüttgut nachrieselt, und es ist weiters auch die Tiefe, in welcher das Schaufelrad das Schüttgut aufnehmen
kann, durch den Durchmesser des Schaufelrades begrenzt. Es ist auch bekannt, das Baggergerät an einem
auf eine Brücke verfahrbaren Wagen anzuordnen, welcher die Brücke umgreift. Dadurch wird eine gute
Führung des Wagens an der Brücke ermöglicht. Bei dieser bekannten Ausführungsform ist das Baggergerät
von einem Schaufelrad gebildet, welches am Wagen unterhalb der Brücke gelagert ist, Rs bleiben somit bei
dieser AHsfühnmgiform die Nachteile eines Schaufelrades
erhalten, nämlich daß das Schüttgut nur vom Boden der Mulde aufgenommen werden kamn. Die Ausbildung
eines Abtraggerätes der eingangs angegebenen Art ist aus »Schiff und Hafen« 1965, Seiten 5<6—52t,
bekanntgeworden. Die hier beschriebenen Entladegeräte
dienen aber in erster Linie dem Entladen von Schiffen und damit vor allen Dingen der sauberen Räumung des
Schiffsbodens. Wenn eine derartige bekannte Einrichtung um die Brücke verschwenkt wird, läßt sich zwar in
Grenzen eine Anpassung an den Böschungswinkel des Schüttgutes realisieren. Eine Verschwenkung hat jedoch
ein Abheben der untersten von drei Rollen zur Folge, so daß m der Regel aufwendige zusätzliche Einrichtungen
für die Verstellung gewählt werden müssen. Aus der GB-PS 13 90 209 ist eine Ausbildung eines Ladegerätes
bekanntgeworden, bei welcher gleichfalls je eine Umlenkrolie zu beiden Seiten der Brücke und eine
Umlenkrolle unterhalb der Brücke vorgesehen ist
Aus der GB-PS 1045449 ist eine Einrichtung mit drei Umlenkrollen bekanntgeworden, deren Antrieb reversierbar
ausgebildet ist Mit dieser bekannten Einrichtung sollte ein kontinuierliches Umschichten τοπ gelagertem
Material erzieh werden, wobei die Einrichtung quer zu den Achsen der Umlenkrollen verfahrbar ausgebildet
wurde.
Die Erfindung seit nun darauf ab, eine Einrichtung
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß mit konstruktiv einfachen Mitteln eine Anpassung
der Eimerkette an den Böschungswinkel erfolgen kann, ohne daß hierbei die untere Umlenkrolle aus ihrer
tiefsten Stellung verschoben wird .Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin,
daß in an sich bekannter Weise je eine Umlenkroile zu
beiden Seiten der Brücke und eine Umlenkrolle unterhalb der Brücke, vorzugsweise mittig unterhalb
derselben, gelagert ist, daß der Antrieb der Eimerkette in an sich bekannter Weise reversierbar ist, und daß die
Lagerung wenigstens einer der zu beiden Seiten der Brücke angeordneten Umlenkrollen verstellbar ist.
Dadurch, daß bei einer Verschwenkung einer seitlichen Umlenkrolle zum Zwecke der Anpassung an den
Böschungswinkel die Lagerung der untersten Umlenkrolle in keiner Weise verstellt wird, wird es ermöglicht,
den halben Boden als Trogmulde auszubilden. Eine solche Trogmulde bietet gegenüber einem ebenen
Haldenboden den Vorteil, daß der gleiche Haldenquerschnitt bei geringerer Haldenbreite erreicht werden
kann, so daß auch die Spannweite an der Brücke verringert wird oder daß bei gleichbleibender Breite der
verfügbare Haldenquerschnitt vergrößert wird. Es wird weiters auch bei einer Troghalde gegenüber einem
ebenen Haldenboden der Vorteil erreicht, daß die Dreieckspitzen der seitlichen Ränder des Haldenquerschnittes,
in welchem bei ebenem Haldenböden sich nur sehr wenig Schüttgut befindet, vermieden werden.
Sofern eine konstante Förderleistung des Abtraggerät tes gefordert wird, muß bei einem solchen ebenen
Haldenboden das Rückladegerät mit großer Geschwindigkeit verfahren werden, um die Querschnittsverschiedenheit
der Halde auszugleichen, welche Schwierigkeit bei einer Troghalde nicht auftritt. Es wird auch die
Vergleichmäßigung der Vermischung des Schüttgutes bei einer Troghalde beim Aufhalden begünstigt und die
Entmischung des Schüttgutes «st bei einer Troghalde
wesentlich geringer als bei einer Dreieekhalde, deren Boden eben ist. Dadurch, daß eine der beiden seitlichen
Umlenkrollen verstellbar gelagert ist, ergibt sich neben
der einfachen Anpassung der Neigung der Eimerkette an verschiedene Böschungswinkel auch die Möglichkeit,
diese lagerung konstruktiv besonders einfach auzubU-den.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Abtraggerätes ist hierfür die
verstellbare Lagerung der Umlenkrolle mittels längenverstellbarer Streben am Wagen gehaltert In diesem
Fall ist es zweckmäßig, die jeweils nicht verstellbare seitliche Umlenkrolle mit einem Antrieb zu verbinden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert
F i g. 1 und 2 zeigen ein Abtraggerät, wobei F i g. 1 eine Ansicht der Brücke mit dem Wagen in Längsrichtung der Halde und F i g. 2 einen Schnitt nach Linie I-l
der F i g. 1 darstellt
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 stellt 1
die Troghalde dar, deren untere Begrenzung durch die Trogwände 2 und den Trogboden 3 bestimmt ist und
deren Begrenzungslinie oberhalb des Troges mit 4 bezeichnet ist Der Trog ist weiters durch nach oben
ragende Wände 5 begrenzt Auf. Schienen 6, welche entlang der Halde 1 zu beiden Seiten derselben
verlaufen, ist mittels Rädern 7 eine Brücke 8 entlang der Halde verfahrbar. Auf dieser Brücke 8 ist ein Wagen 9 in
Längsrichtung der Brücke verfahrbar, welcher das Rückladegerät 11 trägt In der Brücke 8 ist ein
Förderband 10 geführt welches das vom Rückladegerät 11 geförderte Schüttgut an ein entlang der Halde
verlaufendes Förderband 12 übergibt
An der Oberseite der Brücke sind zwei Schienen 13
angeordnet aufweichen Räder 14 des Wagens 9 fahren. An der Unterseite der Brücke 8 sind gleichfalls Schienen
15 vorgesehen, an welchen Räder 16 des Wagens 9 geführt sind. Diese an der Unterseite der Brücke 8
vorgesehenen Schienen 15 weisen ungefähr gleiche Spurweite auf wie die auf der Oberseite der Brücke
vorgesehenen Schienen 13. Auf jeder der Schienen 15 ist ein Paar von Rädern 16 geführt welche an Balken 17'
des Wagens 9 gelagert sind. Durch Führungsräder, welche um vertikale Achsen drehbar am Wagen 9
angeordnet sind, und eine Schiene 13 seitlich umgreifen, wird eine seitliche Abstützung des Wagens 9 an der
Brücke 8 erreicht Auf diese Weise wird der Wagen 9 zwangsschlüssig an der Brücke 8 geführt so daß er nach
oben wirkende Kräfte und auch Seitenkräfte aufnehmen kann.
Am Wagen sind oberhalt der Brücke 8 und seitlich derselben zwei Umlenkrollen 18 und 19 gelagert wobei
die Umlenkrcriie 18 durch eine von Motor und Getriebe
gebildete Antriebsanordnung 20 angetrieben ist. Am unteren Ende des Wagens ist eine dritte Umlenkrolle 21
mittig unterhalb der Brücke 8 gelagert. Über diese drei Umlenkrollen 18, 19 und 21 ist eine Eimerkette 22
geführt, wefebeEimer23 trägt,
Pfe Eimer 23 nehmen das Schüttgut vom Boden 3 der
Trogmulde auf und fördern das Schüttgut m dem in der
Brücke 8 geführten Förderband 10, Hierbei sind: in den
5 oberen UmlenkrolJen 18 und t9 durch Stege und durch
die Seitenwände derselben Kammern gebildet, in welche die Eimer 23 das Schüttgut entleeren und von
welchen das Schüttgut über schräge Gleitflächen auf das Förderband 10 geführt wird,
ίο Am Wagen 9 ist ein Kratzrechen 26 angeordnet
welcher das Schüttgut der Halde lockert und zum Boden 3 der Halde abrieseln läßt Der Kratzrecben 26 kann aas
der voll ausgezeichneten Lage 26', welche dem Böschungswinkel von 35° entspricht in die strichpunk tiert dargestellte Lage 26", welche einem Böschungs
winkel von 45° entspricht verstellt werden. Zu diesem Zweck ist der Kratzrechen 26 durch eine Teleskopstrebe 44 bei 43 am Wagen 9 angelenkt und durch eine
Teleskopstrebe 45 an der Lagerung 19£>
angelenkt Die Eimer werden bei dieser Anordnung nicht durch Zusammenwirken mit einer Umlenkrolle entleert,
sondern es ist ein nicht dargestellter Abschlag fur die Entleerung der Eimer vorgesehen, weicher die betreffenden Eimer in die Lage 23' kippt
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, ist die Lagerung 196 der
Umlenkrolle 19 verstellbar, während die Umlenkrolle 18 fest am Wagen 9 gelagert ist Die Lagerung 196 der
Umlenkrolle 19 ist durch zwei verstellbare Teleskopstreben 40 und 41 gehaltert welche bei 42 und 43 am
Wagen 9 angelenkt sind. Auf diese Weise kann die Lagerung 196 der Umlenkrolle 19 in verschiedene
Stellungen verstellt werden. Die Eimerkette wird in Richtung der Pfeile 42 angetrieben und die Eimer fassen
nun das Schüttgut nicht nur am Boden 3 der Trogmulde
ein, sondern arbeiten entlang des Böschungswinkels der
Halde. Die voll ausgezeichnete Stellung der Umlenkrol-Ie 19 entspricht einem Böschungswinkel von 35°. Die
Böschung ist mit einer Linie 47 angedeutet In strichpunktierten Linien ist eine zweite Lage 19' der
Umlenkrolle dargestellt welche einem Böschungswinkel von 45° entspricht Diese Einstellung erfolgt durch
Verkürzung der Strebe 41 und Verlängerung der Strebe 40.
nur nach rechts gearbeitet, wobei die Brücke 8 in Richtung des Pfeiles 46 verfahren wird Es wäre
allerdings auch möglich, diese Anordnung so auszubilden, daß auch ein Arbeiten nach links ermöglicht wird,
wobei die Brücke 8 entgegen der Richtung des Pfeiles 46
so verfahren wird. In diesem Fall müßte auch die
Umlenkrolle 18 in analoger Weise wie die Umlenkrolle 19 verstellbar sein, wobei wenigstens eine zusätzliche
Umlenkrolle oberhalb der Brücke 8 vorgesehen sein müßte, damit die Eimerkette über die Brücke 8 gehoben
wird.
Weiters ist an den Enden der Brücke 8 eine nicht dargestellte Bandwaa/ss zur Kontrolle der geförderten
Mengen angeordnet
Claims (1)
- 'Patentansprüche;1, Abtraggerät für WaWen Wit «ner in Hajden-Iwgsrichtung verfahrbaren Brücke, auf welcher ein imt einem Rückladegerät ausgestatteter, die Brücke umgreifender ^agen in Haldenquerrichtung verfahnbar 1st, "wobei das Rückladegerät von einer Eimerkette gebildet ist, welche über wenigstens drei an dem Wagen gelagerte Umlenkrollen mn die Brilcke Herumgeführt ist, dadurch gekenn- J° ζ eich η e t, daß in an ach bekannter Weise je eine UmlentcroDe (18,f9) zu beiden Seiten der Brücke (8) und «One Umlenkrolle {21) innerhalb der Brücke (8), voJise mittig nnterbalb derselben, gelagert 1st, daß der Antrieb der Eimerkette (11) in an sich bekannter Weise reversierbar ist, und daß die Lagerung wesägstens einer (19 in Fig.4) der zu beiden Seiten der Brücke angeordneten Umlenkrol-]en{18,19) verstellbar ist.Z Abtraggerät Bach Ansprach 1, dadurch gekenn- » zeichnet, iSgB die verstellbare Lagerung (f9b) der UmtenkroBe (19) mhtds ßngenversteflbarer Streben (JM141) am Wagen (9) gehaltert ist
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