DE2807360C2 - - Google Patents
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- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterdrückung von
Korrosionserscheinungen in den beim Konzentrieren von
wäßrigen Schwefelsäurelösungen verwendeten Vorrichtungen.
Es ist bekannt, daß die wäßrigen Schwefelsäurelösungen
mit Konzentrationen von 20 bis 80 Gew.-% eine beträchtliche
Angriffswirkung auf den größten Teil der
metallischen Werkstoffe ausüben. Diese Angriffswirkung ist im
allgemeinen auch deswegen besonders stark, weil die Schwefelsäurelösungen,
welche in den Konzentrierungsanlagen behandelt
werden, im allgemeinen belüftet werden und verschiedene
Verunreinigungen und oxydierende Ionen
(wie F--, Cl--, Br--, Fe⁺³- und Cu⁺²-Ionen) in höheren
Konzentrationen als bestimmte kritische Werte enthalten.
Beispielsweise sind Inox-Stähle aus 18 Gew.-% Chrom,
10 Gew.-% Nickel, 2 Gew.-% Molybdän und Eisen als Rest
in Schwefelsäurelösungen mit höheren Konzentrationen als
20 Gew.-% nicht verwendbar. Verschiedene Legierungen aus
Nickel, Chrom, Molybdän, Kupfer und Eisen als Rest können
nur bei niedrigen Konzentrationen und niedrigen Temperaturen
verwendet werden und sind in Schwefelsäurelösungen
mit Konzentrationen von 20 bis 80 Gew.-%, welche belüftet
werden und auf Temperaturen über 45°C sind, nicht verwendbar.
Für Bereiche von hohen Konzentrationen und hohen Temperaturen,
beispielsweise 100°C und 70 Gew.-%, ist die
technische beziehungsweise industrielle Verwendung von
Nickel-Molybdän-Legierungen, welche jedoch durch Oxydationsmittel,
wie Sauerstoff, Fe⁺³-Ionen, Ionen mit 6-wertigem
Chrom, NO₃--Ionen beziehungsweise NO₂--Ionen, zerstört
werden, bekannt. Auch Legierungen aus 14 bis 18
Gew.-% Chrom, 3 bis 5 Gew.-% Eisen, 14 bis 17 Gew.-%
Molybdän und Nickel als Rest, welche im allgemeinen
Schwefelsäure widerstehen, sind in Konzentrierungsanlagen
für wäßrige Schwefelsäurelösungen für Konzentrationen
von 20 bis 80 Gew.-% in Gegenwart von Oxydationsmitteln
in größeren Konzentrationen als die kritischen Werte nicht
verwendbar. Beispielsweise ist die Korrosionsgeschwindigkeit
in Schwefelsäure mit einer Konzentration von
30 Gew.-%, in welcher Fe⁺³-Ionen vorliegen, bei der Siedetemperatur
1 mm/Jahr.
Für höhere Bereiche der Temperatur und Konzentrationen
wären in solchen Lösungen metallische Werkstoffe, wie Gold,
Platin, Tantal oder Silicium-Gußeisen, möglich.
Die ersteren sind für technische beziehungsweise
industrielle Anlagen zu kostenaufwendig, während das
Silicium-Gußeisen für technische beziehungsweise industrielle
Anlagen wenig verwendet wird, da es sehr brüchig beziehungsweise
spröde ist und nur für Gußstücke und Vorrichtungen
mit begrenzten Abmessungen verfügbar ist.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren, durch welches beim Konzentrieren von wäßrigen
Schwefelsäurelösungen, insbesondere solchen mit Konzentrationen
von 20 bis 80 Gew.-%, deren Korrosionswirkungen auf die verwendete
Vorrichtung, die aus einem technisch geeigneten
und wirtschaftlich vertretbaren Material besteht, selbst
in Fällen, in welchen die Lösungen Temperaturen von bis
zu 140°C erreichen, belüftet werden und aggressive Mittel,
wie Cl--, F-- beziehungsweise Br--Ionen, enthalten, so
sehr unterdrückt werden, daß die reibungslose Durchführung
solcher Konzentrierungen von Schwefelsäurelösungen
ermöglicht wird, zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren des Patentanspruchs 1
gelöst.
Die Erfindung beruht demgemäß auf der überraschenden Feststellung,
daß Legierungen der Zusammensetzung
19,5 bis 23 Gew.-% Chrom,
38 bis 46 Gew.-% Nickel,
2,5 bis 3,5 Gew.-% Molybdän,
1,5 bis 3 Gew.-% Kupfer,
0,6 bis 1,2 Gew.-% Titan und
38 bis 46 Gew.-% Nickel,
2,5 bis 3,5 Gew.-% Molybdän,
1,5 bis 3 Gew.-% Kupfer,
0,6 bis 1,2 Gew.-% Titan und
bis zu 2 Gew.-% weiteren Bestandteilen,
Rest Eisen
Rest Eisen
in Vorrichtungen, welche mit wäßrigen Schwefelsäurelösungen,
insbesondere mit Konzentrationen von 20 bis 80 Gew.-%, bei
Temperaturen von bis zu 140°C in Berührung kommen, verwendbar
sind, vorausgesetzt, daß eine bestimmte Menge von Fe⁺³-Ionen
zugegen ist.
In "Beständigkeit von nickelhaltigen Legierungen und Stählen
gegenüber Schwefelsäure", Nickel-Informationsbüro, Düsseldorf,
2. Auflage, 1961 wird auf Seite 31 eine graphische Darstellung
gezeigt, der zu entnehmen ist, daß eine Legierung mit 18%
Chrom, 18% Nickel, 2% Molybdän und 2% Kupfer, Rest Eisen,
gegenüber Schwefelsäurelösungen mit mittleren Konzentration
einigermaßen beständig ist. Auf Seite 32 dieser Literaturstelle
wird auch die Passivierung derartiger
Stähle durch Fe⁺³-Ionen erwähnt.
Die Erfindung beruht auf der überraschenden Feststellung, daß
bei einer Erhöhung des Chrom-, Nickel- und Molybdängehaltes
auf Bereiche von 19,5 bis 23 Gew.-% Chrom, 38 bis 46 Gew.-%
Nickel und 2,5 bis 3,5 Gew.-% Molybdän und bei einem Mindestgehalt
an Fe⁺³-Ionen der wäßrigen Schwefelsäurelösung von
mindestens 0,02 Gew.-% eine noch deutlichere Unterdrückung
der Korrosionserscheinung möglich ist. Diese Feststellung ist
deshalb überraschend, weil auf Seite 32 im zweiten Absatz
der genannten Literaturstelle ausgeführt wird, daß in dem
bekannten Fall durch höhere Nickelgehalte bis zur Höhe der Chromgehalte
sich die Beständigkeit gegenüber den mittleren Konzentrationen verbessern läßt.
Es konnte daher nicht erwartet werden, daß sowohl durch eine
relativ geringfügige Erhöhung des Chromgehaltes und durch eine
Erhöhung des Nickelgehaltes auf fast das Doppelte des Chromgehaltes
sowie eine geringfügige Erhöhung des Molybdängehaltes
eine noch bessere Korrosionsbeständigkeit der Eisenlegierungen
erzielt wird.
In der Literaturstelle "Beitrag zur Frage der Beständigkeit
von Chrom-Nickel-Stählen mit Mo- und Cu-Gehalten
bei Einwirkung von Schwefelsäure" von I. Glass und H. Gräfen,
veröffentlicht in "Werkstoffe und Korrosion", 1964, Nr. 1,
wird auf den Seiten 79 bis 84 ausgeführt, daß sich die Beständigkeit
von Chrom-Nickel-Legierungen mit Nickelgehalten
zwischen 22 und 28% durch Zusatz von Eisenionen verbessert,
daß die Beständigkeit bei Nickelgehalten von 34% leicht
verschlechtert wird, und daß bei einem Nickelgehalt von 65%
(Hastelloy B) die Beständigkeit durch Zusatz von Eisenionen
drastisch herabgesetzt wird. Den Ausführungen auf S. 81
dieser Literaturstelle ist zu entnehmen, daß die ohne
Zusatz von Eisenionen sehr niedrige Korrosion von Hastelloy B
durch Zusatz von Eisensulfat erheblich ansteigt und sogar
die der Carpenter-Stähle übersteigt. Das Verhalten von Nionel,
dem im zweiten Absatz auf S. 80 beschriebenen Werkstoff,
wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Dieser Literaturstelle
war daher zu entnehmen, daß der Zusatz von Eisenionen
bei Legierungen mit hohem Nickelgehalt nachteilig und daher
zu vermeiden ist, so daß die erfindungsgemäß getroffene Feststellung,
daß die Korrosionsbeständigkeit der vorstehend
definierten Legierungen gegen Schwefelsäure in Gegenwart von
0,02 bis 0,15 Gew.-% Eisen(III)-Ionen merklich verbessert
wird, überraschend ist und im Widerspruch zu der bisher
gültigen Lehrmeinung steht.
Die spezielle Menge der Fe⁺³-Ionen hängt entscheidend
von der Menge der vorhandenen aggressiven Mittel (wie
Cl--, F-- beziehungsweise Br--Ionen) sowie der Konzentration
und der Temperatur der Säure ab; auf jeden Fall darf
die Menge der Fe⁺³-Ionen nicht weniger als 0,02 Gew.-%
sein.
Die Erfindung bringt den großen technischen Fortschritt
mit sich, daß die Gegenwart von Fe⁺³-Ionen in ausreichender
Menge das Metall in einen passiven Zustand, der sich durch
eine sehr niedrige Korrosionsgeschwindigkeit auszeichnet,
bringt. Dieser Zustand ist in Schwefelsäure nur bei den
oben festgelegten Legierungen zu finden und er ist durch
einen speziellen Bereich von elektrochemischen Metall/Lösungs-Potentialen
definiert. Unterhalb und oberhalb dieses
Bereiches von Potentialen wird das Metall mit einer sehr
hohen Korrosionsgeschwindigkeit korrodiert. Beispielsweise
wenn die Zugabe der Fe⁺³-Ionen in ungenügenden Mengen erfolgt,
bleibt das Material unterhalb des angegebenen Bereiches
von Potentialen mit einer sehr hohen Korrosionsgeschwindigkeit.
Die Gegenwart der Fe⁺³-Ionen kann in verschiedener Weise
zustandegebracht werden.
So wird nach einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens der Fe⁺³-Ionengehalt der Schwefelsäurelösung
durch unmittelbare Zugabe von Fe⁺³-Ionen zur
zu konzentrierenden Schwefelsäurelösung zustandegebracht.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Fe⁺³-Ionengehalt der
Schwefelsäurelösung durch Zugabe von Fe⁺²-Ionen und Sauerstoff
oder Luft zur zu konzentrierenden Schwefelsäurelösung
zustandegebracht, wobei zweckmäßig bei Temperaturen über
20°C gearbeitet wird. Diese Ausführungsform erwies sich
als am zweckmäßigsten, da die zugesetzten Materialien einen
besonders geringen Aufwand bedingen und überdies viele verdünnte
Schwefelsäureabwässer (beispielsweise die Abwässer
von den Anlagen der Herstellung von Titandioxyd über das
Sulfat, die Beizbäder und die vom Säureangriff auf Minerale
herkommenden Lösungen) beträchtliche Mengen von
Fe⁺²-Ionen als Verunreinigung enthalten. In solchen Fällen
ist es möglich, das Einblasen von Luft in die zwischen
die verschiedenen Stufen der Konzentrierungsanlage eingeschalteten
Zwischenlagerungsbehälter vorzusehen.
Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Fe⁺³-Ionengehalt
der Schwefelsäurelösung durch Zugabe von Fe⁺²-Ionen
und einem der Oxydationsmittel Salpetersäure (HNO₃),
Distickstofftrioxyd (N₂O₃), Kaliumpermanganat (KMnO₄)
und Chromationen (CrO₃- --Ionen) zur zu konzentrierenden
Schwefelsäurelösung zustandegebracht. In diesem Falle
tritt eine Oxidationskinetik von der Eisen(II)-Oxydationsstufe
zur Eisen(III)-Oxydationsstufe, welche auch bei niedrigeren
Temperaturen schneller ist als bei der im vorstehenden
Absatz genannten Ausführungsform, ein.
Die Konzentration an Fe⁺³-Ionen, die notwendig ist,
um die oben festgelegten Legierungen bei Schwefelsäurekonzentrationen
von 20 bis 80 Gew.-% und Temperaturen von bis
zu 140°C in einem Passivierungszustand zu halten, ist wie
bereits erwähnt mindestens 0,02 Gew.-%.
Im allgemeinen ist bei Chloridionengehalten von nicht
über 0,005 bis 0,01 Gew.-% und einer im kalten Zustand in
Betrieb gesetzten Anlage die notwendige Fe⁺³-Ionenmindestkonzentration
0,02 bis 0,15 Gew.-%; bei einer in einem
warmen Zustand in Betrieb gesetzten Anlage soll die Fe⁺³-
Ionenmindestkonzentration mindestens 0,1 Gew.-% sein.
Mit der Erhöhung der Chloridionenkonzentration erhöht
sich die erforderliche Fe⁺³-Ionenkonzentration.
Die Steuerung des Passivierungszustandes und so der
niedrigen Korrosionsgeschwindigkeit auf Grund der vorteilhaften
Wirkung des zugesetzten Inhibitors kann über das
Messen des elektrochemischen Metall/Lösungs-Potentiales
gegenüber einer Standardbezugselektrode (wie einer gesättigten
Kalomelelektrode, Quecksilber(I)-sulfatelektrode, Wasserstoffelektrode
beziehungsweise Silber/Silberchlorid-Elektrode)
bewerkstelligt werden (vgl. Ulick R. Evans "Einführung
in die Korrosion der Metalle", 1965, Seiten 153 bis 161).
Die Messung kann mittels eines Elektrometers hoher Impedanz
durchgeführt werden. Das Signal kann zu einer Schalttafel
gesendet werden und mittels einer Servo-Steuerung ist
es möglich, den Fe⁺³-Ionengehalt (beziehungsweise den Gehalt
an anderen Oxydationsmitteln) so einzustellen, daß
der Passivierungszustand, welcher der Mindestkorrosionsgeschwindigkeit
des Metalles entspricht, erreicht wird.
Kurz ausgedrückt gestattet dies die automatische Einstellung
der richtigen Inhibitorkonzentration unter Signalisieren von
möglichen Unregelmäßigkeiten und stellt die Steuerung der
Korrosionsgeschwindigkeit in der Anlage sicher.
Es wird also zweckmäßig so vorgegangen, daß das elektrochemische
Metall/Lösungs-Potential gegenüber einer
Quecksilber/Quecksilber(I)-sulfat-Elektrode auf -400 bis
+500 mV gehalten wird. Dies ist nämlich der Potentialbereich,
innerhalb dessen das Potential gehalten werden muß,
um die Korrosionswirkungen auf ein Mindestmaß herabzusetzen.
Zur Durchführung dieser Beispiele wurden zwei Legierungen
verwendet, und zwar die Legierung A mit folgender Zusammensetzung
als Vergleichslegierung und die Legierung mit der
Zusammensetzung B als erfindungsgemäße Legierung.
18 Gew.-% Chrom,
10 Gew.-% Nickel,
2 Gew.-% Molybdän und
Rest Eisen.
10 Gew.-% Nickel,
2 Gew.-% Molybdän und
Rest Eisen.
21 Gew.-% Chrom,
42 Gew.-% Nickel,
3 Gew.-% Molybdän,
2,2 Gew.-% Kupfer,
0,9 Gew.-% Titan und
0,25 Gew.-% Silicium,
0,5 Gew.-% Mangan und
0,25 Gew.-% Kohlenstoff,
Rest Eisen.
42 Gew.-% Nickel,
3 Gew.-% Molybdän,
2,2 Gew.-% Kupfer,
0,9 Gew.-% Titan und
0,25 Gew.-% Silicium,
0,5 Gew.-% Mangan und
0,25 Gew.-% Kohlenstoff,
Rest Eisen.
Es wurde ein Versuch in einer Anlage zum Konzentrieren
von Schwefelsäure von einer Konzentration von 55 Gew.-%
auf 70 Gew.-% bei 108°C durchgeführt.
Die Lösung hatte die folgende Anfangszusammensetzung:
0,15 Gew.-% Fe⁺²-Ionen,
0,03 Gew.-% Fe⁺³-Ionen,
0,005 Gew.-% Cl--Ionen und
0 Gew.-% Feststoffe.
0,03 Gew.-% Fe⁺³-Ionen,
0,005 Gew.-% Cl--Ionen und
0 Gew.-% Feststoffe.
Am Beginn des Versuches wurden in die Lösung Versuchsstücke,
bestehend aus Scheiben mit Durchmessern von 17 mm
aus Blech der Legierung der Zusammensetzung A beziehungsweise
der Legierung der Zusammensetzung A beziehungsweise
der Legierung der Zusammensetzung B, eingetaucht.
Der Versuch dauerte 63 Stunden mit einer Strömungsgeschwindigkeit
der Flüssigkeit von 1,5 m/Sekunde.
Am Ende des Versuches war der Feststoffgehalt
4 Gew.-% und der Chloridionengehalt 0,0002 Gew.-%. Die gemessenen
Korrosionsgeschwindigkeiten betrugen:
Legierung der Zusammensetzung A:
0,2 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
0,13 mm/Jahr.
0,2 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
0,13 mm/Jahr.
Während des Versuches betrug das Potential aller Versuchsstücke
-100 bis +50 mV gegenüber einer Quecksilber/Quecksilber(I)-sulfat-Elektrode.
Diese Ergebnisse zeigen, daß das erfindungsgemäße Verfahren
die Erzielung von äußerst niedrigen Korrosionsgeschwindigkeiten,
und zwar wesentliche niedrigeren als das
Vergleichsverfahren, gestattet.
Es wurde ein Versuch in einer Anlage bei 103°C mit einer
wäßrigen 55gew.-%igen Schwefelsäurelösung mit einem Gehalt
an
0,025 Gew.-% Fe⁺³-Ionen,
0,75 Gew.-% Fe⁺²-Ionen und
0,007 Gew.-% Cl--Ionen
0,75 Gew.-% Fe⁺²-Ionen und
0,007 Gew.-% Cl--Ionen
durchgeführt. In dieser Lösung zeigte ein Versuchsstück
aus der Legierung der Zusammensetzung B ein elektrochemisches
Potential von -50 bis +30 mV (gegenüber einer Bezugselektrode
von Quecksilber/Quecksilber(I)-sulfat) und
eine Korrosionsgeschwindigkeit von 0,01 bis 0,03 mm/Jahr.
Auch diese Ergebnisse zeigen, daß das erfindungsgemäße
Verfahren die Erzielung von äußerst niedrigen Korrosionsgeschwindigkeiten,
und zwar wesentliche niedrigeren als
das Vergleichsverfahren, gestattet.
Es wurden den im Beispiel 1 verwendeten Versuchsstücken
gleiche Versuchsstücke aus der Legierung der
Zusammensetzung A beziehungsweise der Legierung der Zusammensetzung
B in eine belüftete 55gew.-%ige wäßrige
Schwefelsäurelösung der Reagensreinheit eingetaucht.
Die Temperatur betrug 100°C und die Strömungsgeschwindigkeit
der Flüssigkeit war 1,5 m/Sekunde.
Nach einer Versuchsdauer von 70 Stunden wurden die
folgenden Korrosionsgeschwindigkeiten gemessen:
Legierung der Zusammensetzung A:
<100 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
4 mm/Jahr.
<100 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
4 mm/Jahr.
Diese Ergebnisse zeigen, daß die Korrosionsbeständigkeit
der verwendeten Materialien so schlecht ist, wie es
aus dem Schrifttum in bezug auf belüftete Schwefelsäure
bekannt ist.
Das Vergleichsbeispiel I wurde mit dem Unterschied
wiederholt, daß eine mit Eisen(II)-sulfat gesättigte
55gew.-%ige wäßrige Schwefelsäurelösung mit einem Feststoffgehalt
von 30 Gew.-% und einer Anfangskonzentration
von 0,015 Gew.-% Fe⁺³-Ionen und 0,0064 Gew.-% Cl--Ionen
verwendet wurde.
Es wurden die folgenden Korrosionsgeschwindigkeiten
gemessen:
Legierung der Zusammensetzung A:
<100 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
5,3 mm/Jahr.
<100 mm/Jahr
Legierung der Zusammensetzung B:
5,3 mm/Jahr.
Diese Ergebnisse zeigen, daß die Korrosionsbeständigkeit
auf Grund der Gegenwart von Chloridionen vermindert
war. Im besonderen ist zu bemerken, daß die Menge der
Fe⁺³-Ionen für die Passivierung der Materialien ungenügend
war.
Claims (7)
1. Verfahren zur Unterdrückung von Korrosionserscheinungen
beim Konzentrieren von wäßrigen Schwefelsäurelösungen,
insbesondere mit Konzentrationen von 20 bis 80 Gew.-%,
wobei man in Vorrichtungen aus Legierungen der Zusammensetzung
19,5 bis 23 Gew.-% Chrom,
38 bis 46 Gew.-% Nickel,
2,5 bis 3,5 Gew.-% Molybdän,
1,5 bis 3 Gew.-% Kupfer,
0,6 bis 1,2 Gew.-% Titan undbis zu 2 Gew.-% weiteren Bestandteilen,
Rest Eisenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von 0,02 bis 0,15 Gew.-% Eisen(III)-Ionen in der wäßrigen Schwefelsäurelösung arbeitet.
38 bis 46 Gew.-% Nickel,
2,5 bis 3,5 Gew.-% Molybdän,
1,5 bis 3 Gew.-% Kupfer,
0,6 bis 1,2 Gew.-% Titan undbis zu 2 Gew.-% weiteren Bestandteilen,
Rest Eisenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von 0,02 bis 0,15 Gew.-% Eisen(III)-Ionen in der wäßrigen Schwefelsäurelösung arbeitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Eisen(III)-Ionengehalt der Schwefelsäurelösung durch
unmittelbare Zugabe von Eisen(III)-Ionen zu der zu konzentrierenden
Schwefelsäurelösung einstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Eisen(III)-Ionengehalt der Schwefelsäurelösung durch
Zugabe von Eisen(II)-Ionen und Sauerstoff oder Luft zu
der zu konzentrierenden Schwefelsäurelösung einstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Eisen(III)-Ionengehalt der Schwefelsäurelösung durch
Zugabe von Eisen(II)-Ionen und einem der Oxidationsmittel
Salpetersäure, Distickstofftrioxid, Kaliumpermanganat
und Chromationen zu der zu konzentrierenden Schwefelsäurelösung
einstellt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Eisen(III)-Ionengehalt der Schwefelsäurelösung
und damit die Korrosion der verwendeten Vorrichtung mit
Hilfe des elektrochemischen Metall/Lösungs-Potentials
gegenüber einer Standardbezugselektrode steuert.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß man das elektrochemische Metall/-Lösungs-Potential
gegenüber einer Quecksilber/-Quecksilber(I)-Sulfat-
Elektrode auf -400 bis +500 mV hält.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die verwendeten Legierungen höchstens
0,5 Gew.-%Silicium, höchstens 1 Gew.-% Mangan und/oder
0,5 Gew.-% Kohlenstoff enthalten.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT2858077A IT1087257B (it) | 1977-10-14 | 1977-10-14 | Procedimento per concentrare acido solforino inibendo i fenomeni di corrosione |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2807360A1 DE2807360A1 (de) | 1979-04-19 |
| DE2807360C2 true DE2807360C2 (de) | 1989-02-09 |
Family
ID=11223827
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782807360 Granted DE2807360A1 (de) | 1977-10-14 | 1978-02-21 | Verfahren zum hintanhalten von korrosionserscheinungen beim konzentrieren von waessrigen schwefelsaeureloesungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2807360A1 (de) |
| IT (1) | IT1087257B (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS56133474A (en) * | 1980-03-24 | 1981-10-19 | Jgc Corp | Apparatus made of tantalum and usable for hot sulfuric acid and preventing method for corrosion and hydrogen embrittlement of said apparatus |
| CH672633A5 (de) * | 1987-11-23 | 1989-12-15 | Escher Wyss Ag |
-
1977
- 1977-10-14 IT IT2858077A patent/IT1087257B/it active
-
1978
- 1978-02-21 DE DE19782807360 patent/DE2807360A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2807360A1 (de) | 1979-04-19 |
| IT1087257B (it) | 1985-06-04 |
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