DE2809647B2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kugelumlaufschraubgetriebe mit einem Kugelrücklauf in der Mutter, wobei ein
Kugelrücklaufrohr in einer länglichen Umfangsbohrung der Mutter die Verbindung zu den Kugelführungskanälen
herstellt und sich zwischen dem Kugelrücklaufrohr und einem Deckel oder einem die Mutter umgebenden
Wandteil ein Distanzteil befindet.
Kugelumlaufschraubgetriebe werden z. B. bei Kraftfahrzeuglenkungen
und bei Bremsbetätigungen verwendet.
Das Kugelumlaufschraubgetriebe besteht dabei aus einer Schnecke und einer Mutter, wobei zwischen der
Schnecke und der Mutter in einer spiralförmigen Nut eine Vielzahl von Kugeln angeordnet sind. Eine
Verdrehung der Schnecke (z. B. durch Verdrehen des Lenkrades über die Lenkspindel) führt somit zu einer
axialen Verschiebung der Mutter. Der Rücklauf der Kugeln erfolgt über ein Kugelrücklaufrohr in einer
Umfangsbohrung der Mutter, durch das die Kugelführungskanäle miteinander verbunden werden.
Damit das Kugelrücklaufrohr seine Lage behält und so ein sicherer Kugelrücklauf gegeben ist, ist zwischen
dem Kugelrücklaufrohr und einem Deckel über der Umfangsbohrung oder einem die Mutter umgebenden
Wandteil (z. B. das Zylinder- und Lenkgehäuse bei einer Kraftfahrzeuglenkung) ein Distanzteil angeordnet,
durch das das Kugelrücklaufrohr mit seinen beiden Enden sicher in der Mutter gehalten wird.
Beim Zusammenbau des Kugelumlaufschraubgetriebes wurde das Kugelrücklaufrohr in die Umfangsbohrung
der Mutter eingeführt und mit seinen beiden Enden in die Kugelführungskanäle gesteckt. Anschließend
wurde das Distanzteil darüber angeordnet und das Kugelumlaufschraubgetriebe eingebaut.
Diese Montagemethode birgt jedoch eine Gefahr in sich. Wenn beim Zusammenbau vergessen wird, das
Distanzteil aufzubringen, so funktioniert das Kugelumlaufschraubgetriebe zwar anfangs einwandfrei, es
besteht jedoch die Gefahr, daß später im Betrieb unbemerkt die Enden des Kugelrücklaufrohres aus den
Kugelführungskanälen rutschen. In diesem Falle rollen die Kugeln aus den Kugelführungskanälen heraus, und
das Kugelumlaufschraubgetriebe ist außer Funktion. Bei einem Einbau des Kugelumlaufschraubgetriebes in einer
Lenkung führt dies zum Ausfall desselben.
ίο Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Kugelumlaufschraubgetriebe zu schaffen, bei dem Montagefehler ausgeschlossen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Distanzteil und das Kugelrücklaufrohr so
ausgebildet sind, daß beide Teile zusammen als eine Einheit montierbar sind.
Durch diese erfindunsgemäße Maßnahme wird erreicht, daß Montagefehler, durch die wegen blockierender
Lenkung Unfälle passieren können, ausgeschlossen sind.
Dadurch, daß die beiden für eine einwandfreie Funktion zusammengehörigen Teile vormontiert sind,
ist eine einwandfreie spätere Funktion der Lenkung sichergestellt. Entweder werden somit beide Teile
(Distanzteil und Kugelrücklaufrohr) korrekt eingebaut oder, wenn der Monteur deren Einbau überhaupt
vergißt, funktioniert die Lenkung von Anfang an nicht, so daß noch vor einer Inbetriebnahme der Fehler
entdeckt wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß das Distanzteii elastische Lappen mit
Nasen aufweist, die das Kugelrücklaufrohr clipsartig umfassen.
Diese Maßnahme stellt eine einfache und doch wirksame Verbindung beider Teile dar.
Vorteilhafterweise besteht das Distanzteil aus Kunststoff. Im Rahmen der Erfindung sind jedoch auch noch
andere elastische oder federnde Werkstoffe für das Distanzteil möglich.
Eine Herstellungsvereinfachung ist gegeben, wenn das Kugelrücklaufrohr aus zwei Rohrhälften besteht.
Eine weitere Erhöhung der Sicherheit gegen Ausfall der Lenkung wird erreicht, wenn das Distanzteil in die
Umfangsbohrung eingepaßt ist.
Durch diese Maßnahme wird verhindert, daß sich die Lappen aufbiegen können und so die Verbindung
zwischen Distanzteil und Kugelrücklaufrohr aufgehoben wird bzw. letztlich dadurch die Position des
Kugelrücklaufrohres verändert wird.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 Draufsicht auf die Mutter eines Kugelumlaufschraubgetriebes
(ausschnittsweise),
F i g. 2 Schnitt II-II nach der F i g. 1,
F i g. 2 Schnitt II-II nach der F i g. 1,
F i g. 3 Seitenansicht des Kugelrücklaufrohres mit Distanzteil (vergrößerte Darstellung),
F i g. 4 Schnitt IV-IV nach der F i g. 3.
In der Mutter 1 eines Kugelumlaufschraubgetriebes ist für den Rücklauf der Kugeln eine Umfangsbohrung 2 angeordnet. In der Umfangsnut 2 befindet sich ein Kugelrücklaufrohr 3, über deren beiden Enden 4 und 5 die Verbindung zu den Kugelführungskanälen hergestellt wird. Das Kugelrücklaufrohr 3 besteht aus zwei Rohrhälften 6 und 7.
F i g. 4 Schnitt IV-IV nach der F i g. 3.
In der Mutter 1 eines Kugelumlaufschraubgetriebes ist für den Rücklauf der Kugeln eine Umfangsbohrung 2 angeordnet. In der Umfangsnut 2 befindet sich ein Kugelrücklaufrohr 3, über deren beiden Enden 4 und 5 die Verbindung zu den Kugelführungskanälen hergestellt wird. Das Kugelrücklaufrohr 3 besteht aus zwei Rohrhälften 6 und 7.
In dem durch die Umfangsbohrung 2 geschaffenen Raum zwischen dem Kugelrücklaufrohr 3 und einem die
Mutter 1 umgebenden Wandteil 8 liegt ein Distanzteil 9, durch das das Kugelrücklaufrohr 3 sicher in der Mutter
halten wird.
ugelrücklaufrohr 3 und Distanzteil 9 sind nun so :haffen, daß beide Teile zusammen vormontiert
den und gemeinsam in die Umfangsbohrung 2 der :ter 1 eingebracht werden.
us den Fig.3 und 4 ist die Art der Verbindung der
len Teile zueinander ersichtlich.
las Distanzteil 9 besteht aus Kunststoff und weist
i Lappen 10 und 11 auf. Die beiden Lappen 10 und 11
tzen jeweils an den Enden nach innen gerichtete en 12 und 13.
ür die Vormontage ist es somit lediglich erforderlich Distanzteil 9 mit den beiden Lappen 10 und U über
beiden entsprechend zusammengehaltenen Rohrhälften 6 und 7 zu schieben. Der Abstand der beiden
Lappen 10 und 11 mit ihren beiden Nasen 12 und 13 zueinander ist dabei so gewählt, daß sie während des
Überschiebens leicht aufgebogen werden und anschließend durch deren federnde Wirkung mit den beiden
Nasen 12 und 13 die beiden Rohrhälften 6 und 7 clipsartig umfassen. Auf diese Weise bilden Distanzteil 9
und Kugelumlaufrohr 3 eine Einheit.
Die Umfangsbohrung 2 in der Mutter 1 ist dabei der
ίο Größe des Distanzteiles 9 angepaßt, su daß sich die
beiden Lappen 10 und 11 nach dem Einbringen in die Umfangsbohrung 2 nicht aufbiegen können und dadurch
der Kontakt zu dem Kugelrücklaufrohr 3 verloren gehen könnte.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Kugelumlaufschraubgetriebe mit einem Kugelrücklauf
in der Mutter, wobei ein Kugelrücklaufrohr in einer länglichen Umfangsbohrung der Mutter die
Verbindung zu den Kugelführungskanälen herstellt und sich zwischen dem Kugelrücklaufrohr und
einem Deckel oder einem die Mutter umgebenden Wandteil ein Distanzteil befindet, dadurch
gekennzeichnet, daß das Distanzteil (9) und das Kugelrücklaufrohr (3) so ausgebildet sind, daß
beide Teile zusammen als eine Einheit vormontierbar sind.
2. Kugelumlaufschraubgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzteil (9)
elastische Lappen (10, 11) mit Nasen (12, 13) aufweist, die das Kugelrücklaufrohr (3) clipsartig
umfassen.
3. Kugelumlaufschraubgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzteil
(9) aus Kunststoff besteht.
4. iCugelumlaufgetriebe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kugelrücklaufrohr (3) aus zwei Rohrhälften (6,7) besteht.
5. Kugelumlaufschraubgetriebe nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Distanzteii (9) in die Umfangsbohrung (2) eingepaßt ist.
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