DE2811308B2 - Klemmvorrichtung fur den Anschluß des Kabelmantels eines Kabels - Google Patents

Klemmvorrichtung fur den Anschluß des Kabelmantels eines Kabels

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Description

Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung aus bandartigem, elektrisch leitendem und im wesentlichen U-förmig gefaltetem Material mit Durchrissen in den Schenkeln für den elektrischen und ggf. mechanischen Anschluß des Kabelmantels und der Abschirmung eines Kabels.
In Kabelcarnituren müssen die Kabelmäntel einschließlich der Schirme elektrisch und mechanisch verbunden werden. So sind bereits Anschlußvorrichtungen bekannt, bei denen die Kabelmäntel längs eingeschnitten werden. Unter diese entstandenen Lappen wird ein Metallring mit nach außen gerichteten scharfkantigen Durchrissen gelegt und mit Hilfe eines Spannelements, z. B. einer Schlauchklemme, festgespannt. Bei einer anderen Art von Kabelanschlüssen werden auf Mantellappen schraubbare Mantelklemmen montiert. In der DE-OS 24 56 430 wird eine derartige lötfreie Verbindungsbaugruppe beschrieben. Kennzeichnend ist hierbei, daß das Klemmelement, ein mit der Grundplatte verbundener Schraubbolzen, durch ein Loch des Mantellappens eingeführt werden muß. Somit muß mit einem besonderen Werkzeug ein entsprechendes Loch in den Kabelmantel bzw. Kabelmantellappen eingebracht werden, in welches dann anschließend der Schraubbolzen eingeführt wird. Weiterhin ist eine Erdungs- und Zugentlastungsschelle für längswasserdichte Fernmeldekabel mit metallischem Schirm aus der DE-OS 22 02 789 bekannt. Diese Schelle weist ein Ober- und Unterteil auf, die der Form des Kabelmantels entsprechend ausgebildet sind. Hierbei muß ein Teil des FCubeirrtäntels entfernt werden um den Kabelmantel und den metallischen Schirm durch Hochbiegen der Kabeladern frei zugänglich zu machen. Der Kontakt wird schließlich ebenfalls durch Schraubklemmung hergestellt Aus der DE-AS 22 58 120 ist ebenfalls ein Verfahren zur Befestigung und zum Anschluß eines abgeschirmten Kabels bekannt Hier handelt es sich dabei um eine U-förmige, gelochte Klemme, die derart über den Rand des Mantels gebogen wird, daß ihre Löcher in den Schenkeln mit dem Loch im Kabelmantel
ίο fluchten. Für die Klemmung der Schenkel, die mit Durchrissen versehen sind, ist eine Schraubklemmung vorgesehen. Bei dem genannten Stand der Technik ist jeweils eine besondere Behandlung des Kabelmantels bzw. Schirmes nötig und außerdem werden für die
is Klemmung selbst Zusatzmittel eingesetzt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Klemmvorrichtung zum elektrischen und ggf. mechanischen Anschluß des Kabelmantels zu schaffen, mit der in einfacher Weise eine sichere Verbindung ohne Schraubelemente erreicht wird, wobei ein stetiger Kontaktdruck erhalten bleiben soll.
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß der eine Schenkel der u-förmigen Klemmvorrichtung als Kontaktplatte ausgebildet ist, daß der zweite Schenkel V-förmig nach außen so aufgefaltet ist daß die Öffnung der V-Form zur Kontaktplctte gerichtet ist, daß das zur Kontaktplatte zurückgefaltete Ende dieses Schenkels als Klemmteil durch Zusammenpressen der V-Form um die außen liegende Knicklinie des aufgefalteten Schenkels einknickbar ist und daß dabei durch die eintretende Verringerung des Abstandes zwischen der Kontaktplatte und dem Endes des Klemmteils ein dazwischen eingeführter Kabelmantel federnd eingeklemmt ist.
An der Erfindung ist wesentlich, daß beim Schließen dieser Klemmvorrichtungen eine Kontaktkraft erzeugt wird, die etwa senkrecht zur Richtung der Schließbewegung gerichtet ist Eine Rückbewegung der einzelnen Teile entgegen der Schließ- bzw. Preßrichtung hat somit kein Nachlassen der Kontaktkraft zur Folge. Beim Schließvorgang werden die Klernmelemente sogar aufgefedert, so daß gewissermaßen eine Art »Kraftspeicher« entsteht der die Kontaktkraft sogar beim Kaltfließen des Kabelmantels sicherstellt. Somit ist die Güte der Verbindung nicht mehr vom Druck des Preßwerkzeuges während der Montage abhängig, wie dies bei den bisher bekannten U-förmigen Blechteilen oft der Fall ist.
Die Erfindung wird nun anhand von drei Figuren
so erläutert
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Schließbewegung des Klemmteiles in Achsrichtung des Kabels erfolgen muß. Das Ausführungsbeispiel nach
Fig. 2 wird verklemmt durch eine Schließbewegung, die quer zur Kabelrichtung ausgeführt wird.
Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit zwei Kienimteilen, die ebenfalls quer zur Kabelrichtung betätigt werden müssen.
Aus Fig. 1 geht die Gestaltung der im Prinzip U-förmig ausgebildeten Klemmvorrichtung hervor. Der eine Schenkel ist als Kontaktplatte 1 vorgesehen und weist deshalb für gute Kontaktgabe Durchrisse 2 auf, die zwischen den beiden Schenkeln angeordnet sind, da der einzuklemmende Kabelmantel in diese Aussparung eingeführt wird. Die Durchrisse 2 greifen somit in den Schirm des Kabels ein und stellen die elektrisch leitende Verbindung her. Der zweite Schenkel 3 der Klemmvorrichtung ist nun in V-Form aufgefaltet und zwar so. daß
die Öffnung dieser V-Form zu den Durchrissen 2 der Kontaktplatte 1 zeigt. Auf diese Weise wird das Ende des Schenkels 3 über die außen liegende Knicklinie 6 auf die Kontaktplatte 1 hin als Klemmteil 4 zurückgefaltet Wird nun bei eingelegtem Kabelmantel durch entsprechende Krafteinwirkung mittels einer Zange oder ähnlichem die V-Form zusammengepreßt, so wird das Ende des Klemmteils 4 um die Knicklinie 6 einen Kreisbogen beschreiben und der Abstand zwischen dem Ende des iClemmteils 4 und der Kontaktplatte 1 wird gegenüber dem ursprünglichen Zustand verringert. Dies bedeutet jedoch, daß der dazwischen liegende Kabelmantel fest eingeklemmt wird, wobei der zweite Schenkel 3 insgesamt auffedert. Dies hat zur Folge, daß senkrecht auf den Kabelmantel über das zusammenge- is preßte Klemmteil eine ständige Kraft wird, die eine sichere Kontaktgabe auch nach dem Entfernen des Preßwerkzeuges sicherstellt Das Ende des Klemmteils 4 ist zweckmäßigerweise nach außen als Gleitteil 5 abgewinkelt, um bei der Montage ein besseres Gleiten des Klemmteiles 4 auf dem Kabelmantel zu ermöglichen. Die Klemmvorrichtung weist weiterhin einen Kontaktlappen 7 auf, an dem ein elektrischer Anschluß angebracht werden kann. Der durch die Montage zusammengepreßte Schenkel 3 mit seinem Klemmteil 4 bildet nun außerdem eine vom Kabel abstehende Lasche, so daß diese auch für die mec hanische Anfangung des Kabels verwendet werden kann. Die hierfür einfachste Lösung ergibt sich, wenn diese Lasche in einer Tasche der jeweiligen Kabelmuffe festgelegt wird. Ein großer Vorteil dieser Anordnung liegt auch darin, daß die Klemmvorrichtung auf dem Kabel so angeordnet werden kann, daß sie nach unten weist und dadurch bei der Montage des Kabelspleißes außer Reichweite liegt und bei den Spleißarbeiten nicht stört.
Die Fig.2 zeigt ein ähnliches Ausführungsbeispiel, das besonders für den unkomplizierten elektrischen Anschluß des Kabelschirmes gedacht ist. Die Kontaktplatte 1 geht hier direkt in den V-förmig gebogenen Schenkel 3 über, der wiederum über seine Knicklinie 6 als Klemmteil 4 mit dem abgewinkelten Gleitteil 5 zurückgefaltet ist Die Kontaktplatte 1 ist dabei etwas abgewandelt und wird durch eine abgewinkelte Zackenreihe 8 gebildet. Die Wirkung ist hier dieselbe: Durch Zusammenpressen der V-Form der Schenkelteile wird der Abstand zwischen dem Ende des Klemmteils 4 und der Kontaktplatte 1 verringert und der Kabelmantel wird dadurch zwischen dem Ende des Klemmteils 4 und der Zackenreihe 8 eingeklemmt. Dieses Ausführungsbeispiel eignet sich besonders zum Einsetzen in einen Längsschlitz des Kabelmantels. Ein Anschlußlappen 7 für elektrischen Anschluß ist z. B. am Schenkel 3 vorgesehen.
Die F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das mit zwei Klemmteilen 9 versehen ist, die seitlich auf den Kabelmantel einwirken. Die U-Form wird auch hier durch die Kontaktplatte 1 und den zweiten Schenkel 3 gebildet, doch liegt die Schnittlinie 6 nun in der Achsrichtung des einzuklemmenden Kabels. Die beiden Klemmteile 9 mit ihren abgewinkelten Gleitteilen 10 bilden über die Knicklinie 6 die V-Form und werden durch Zusammenpressen auf den eingeführten Kabelmantel gedrückt. Dabei wird der Schenkel 3 auffedern und sichert somit ebenfalls den ständigen Kontaktdruck. Über die Kontaktlasche 7 wird wiederum der elektrische Kontakt hergestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Klemmvorrichtung aus bandartigem, elektrisch leitendem und im wesentlichen U-förmig gefaltetem Material mit Durchrissen in den Schenkeln für den elektrischen und ggf. mechanischen Anschluß des Kabelmantels und der Abschirmung eines Kabels, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schenkel der u-förmigen Klemmvorrichtung als Kontaktplatte (1) ausgebildet ist, daß der zweite Schenkel (3) V-förmig nach außen so aufgefaltet ist, daß die Öffnung der V-Form zur Kontaktplatte (1) gerichtet ist, daß das zur Kontaktplatte (1) zurückgefaltete Ende dieses Schenkels (3) als Klemmteil (4, 9) durch Zusammenpressen der V-Form um die außen liegende KnicWinie (6) des aufgefalteten Schenkels (3) einknickbar ist und daß dabei durch die eintretende Verringerung des Abstandes zwischen der Kontaktplatte (1) und dem Ende des Klemmteils (4, 9) ein dazwischen eingeführter Kabelmantel federnd eingeklemmt ist.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlußlappen (7) für den Leitungsanschluß angeordnet ist.
3. Klemmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmteil (9) senkrecht zur U-Form und seitlich abweisend so gefaltet ist, daß die Knicklinie (6) in Richtung des Schenkels (3) verläuft.
4. Klemmvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Klemmtcils (4, 9) als Gleitteil (5, 10) abgewinkelt ist.
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US4842558A (en) * 1988-10-14 1989-06-27 Minnesota Mining And Manufacturing Company Electrical connector

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