DE281143C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE281143C DE281143C DENDAT281143D DE281143DA DE281143C DE 281143 C DE281143 C DE 281143C DE NDAT281143 D DENDAT281143 D DE NDAT281143D DE 281143D A DE281143D A DE 281143DA DE 281143 C DE281143 C DE 281143C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- counter
- turns
- overvoltage
- magnet
- coil
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 13
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 claims description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 241000854350 Enicospilus group Species 0.000 description 1
- 230000005347 demagnetization Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/30—Dynamo-electric motor meters
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Relay Circuits (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 281143-KLASSE
21 e. GRUPPE
Firma S. ELSTER in BERLIN.
Zählwerksmagneten.
Durch die deutschen Patentschriften 261182
und 268180 ist ein Verfahren zum elektromagnetischen
Zählwerksantrieb für Gleichstromwattstundenzähler mit Kollektor bekannt geworden,
bei dem der das Zählwerk antreibende Elektromagnet, auch Relais genannt, parallel
zu den Ankerbürsten liegt und daher zufolge seines hohen Widerstandes ständig von einem
geringen Teile des Ankerstromes durchflossen wird. Dieser schwache Teilstrom ist aber nicht
imstande, den Relaisanker entgegen der auf diesen einwirkenden Gegenkraft anzuziehen.
Erst wenn an den Bürsten bei einer gewissen Ankerstellung eine Überspannung bestimmter
Größe auftritt, wird der Zählwerksmagnet so stark erregt, daß er die auf seinen Anker einwirkende
Gegenkraft zu überwinden und durch Anziehung des Ankers das Zählwerk weiter zu schalten vermag.
Indem das Relais auf diese Weise nicht durch Unterbrechung und Schließung seines Erregerstromes,
sondern durch eine verschieden starke Erregung betätigt wird, vermeidet man jeden
zusätzlichen Kontakt. Wie die Erfahrung indessen gezeigt hat, macht sich hierbei der
remanente Magnetismus unliebsam bemerkbar. Denn hat. der Zählwerksmagnet durch Auftreten
der Überspannung seinen Anker angezogen, so bleibt nach dem Abfall der Bürstenspannung
auf ihren normalen Betrag außer der dieser entsprechenden normalen Erregung des Zählwerksmagneten noch der von der vorhergegangenen
stärkeren Erregung herrührende remanente Magnetismus übrig. Dieser hat das • Bestreben, den Relaisanker auch nach Aufhören
der Überspannung in der angezogenen Stellung festzuhalten. Man braucht also, damit
das Relais sicher arbeitet, d. h. damit der Relaisanker bei der schwächeren Erregung
auch sicher abfällt, eine erhebliche Differenz zwischen den Amperewindungszahlen, wie sie
der normalen Bürstenspannung und ihrer Überspannung entsprechen. Zur Sicherung dieser
Wirkung muß man auch eine verhältnismäßig starke Gegenkraft, Gegengewicht o. dgl. anwenden.
Durch Benutzung der nachstehend beschriebenen und in der beiliegenden Zeichnung erläuterten
Differentialschaltung läßt sich nun dieser unliebsame Einfluß des remanenten Magnetismus beseitigen. In der Zeichnung
stellt A schematisch den Anker eines Gleichstromwattstundenzählers dar, dem der Nebenschlußstrom
von dem einen Leitungspole durch die Bürsten b1: 52 zugeführt wird. Parallel zu
diesen liegt der Zählwerksmagnet Z M mit seiner Erregerspule E. Von dieser zweigt am
unteren Ende, d. h. praktisch von der Bürste b2
die Gegenspule G ab, die über den Vor schalt widerstand V mit dem anderen Pole der Leitung
verbunden ist und daher von dem ganzen Nebenschlußstrom durchflossen wird. Die Windungszahl
von G ist nun so bemessen, daß ihre Amperewindungen bei normaler Erregung
des Zählwerksmagneten, d. h. bei Nichtvorhandensein der Überspannung an den Bürsten,
praktisch gleich den Amperewindungen der Erregerspule E des Zählwerksmagneten sind.
Nach erfolgter Zählwerksbetätigung, d. h. nach Aufhören der Überspannung heben sich also
die Amperewindungen von E und G auf, d. h, der Zählwerksmagnet wird praktisch unmagnetisch,
und sein Anker muß sicher abfallen.
Es verbleibt allerdings in dem Magneten Z M noch der von der stärkeren Erregung durch
ίο die Überspannung herrührende remanente Magnetismus,
doch ist dieser allein, ohne die Mitwirkung von E, nicht mehr imstande, den Relaisanker angezogen zu halten. Außerdem steht
nichts im Wege, nötigenfalls auch diesen remanenten Magnetismus noch durch entsprechende
Erhöhung der Amperewindungen von G ausj zugleichen, so daß man auf diesem Wege tatsächlich
eine völlige Entmagnetisierung von Z M nach Aufhören der Überspannung erzielt.
Man wird zwar dem Relaisanker aus praktischen Gründen meistens noch ein kleines Gegengewicht
geben, doch kann dieses viel kleiner bemessen werden, als wenn der Magnet Z M
allein durch die Spule E erregt würde.
Die Spule G wirkt zwar auch, wenn der Zählwerksmagnet
durch die Überspannung betätigt wird, der Erregung des Magneten durch die
Spule E entgegen, im Endeffekt erfolgt aber die Betätigung des Zählwerksantriebes auch
bei dieser Differentialschaltung mit der gleichen Sicherheit wie ohne diese. Denn wird der
Magnet Z M allein durch die Spule E erregt, so wirkt auf den Anker wohl eine größere
anziehende Kraft, doch muß man zwecks sicheren Abfalles des Zählwerksankers nach
Aufhören der Überspannung auch mit einem größeren Gegengewicht arbeiten. Dieses ist
hinsichtlich seiner Wirkung einer bestimmten Zahl von Gegenamperewindungen gleichwertig.
Dieses Gegengewicht wird nun bei der vorliegenden Differentialschaltung durch die Amperewindungen
der Spule G ersetzt, wodurch auch die anziehende Kraft auf den Relaisanker
kleiner wird. Dies wird aber durch die hier statthafte Verkleinerung des Gegengewichtes
ausgeglichen, so daß das Zählwerk auch hier wieder praktisch mit derselben Sicherheit weitergeschaltet
wird.
Claims (2)
1. Differentialschaltung für elektromagnetischen Zählwerksantrieb bei Gleichstromwattstundenzählern
mit Kollektor mit parallel zu den Ankerbürsten liegendem Zählwerksmagneten,
der nur bei einer bestimmten Überspannung an den Bürsten anspricht, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet
außer seiner parallel zu den Bürsten liegenden Erregerspule noch eine von dem gesamten Nebenschlußstrom durchflossene
Gegenspule von solcher Windungszahl trägt, daß ihre Amperewindungen unter normalen
Verhältnissen, d. h. bei NichtVorhandensein der Überspannung an den Bürsten gleich
und entgegengesetzt den Amperewindungen der Erregerspule sind, damit der Zählwerksmagnet nach Aufhören der Überspannung
praktisch unmagnetisch wird und seinen Anker sicher abfallen läßt.
2. Ausführungsform der Differentialschaltung für elektromagnetischen Zählwerksantrieb
bei Gleichstromwattstundenzählern nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derart höhere Bemessung der
Windungszahl der Gegenspule, daß ihre Amperewindungen, unter normalen Verhältnissen
nicht nur diejenigen der Erregerspule, sondern auch den von der letzten stärkeren
Erregung durch die Überspannung her verbliebenen remanenten Magnetismus des Zählwerksmagneten
ausgleichen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE281143C true DE281143C (de) |
Family
ID=536908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT281143D Active DE281143C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE281143C (de) |
-
0
- DE DENDAT281143D patent/DE281143C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE646886C (de) | Elektromagnet fuer mehrere genau begrenzte Schaltstellungen | |
| DE281143C (de) | ||
| DE256402C (de) | ||
| DE290467C (de) | ||
| DE141574C (de) | ||
| DE267556C (de) | ||
| DE232128C (de) | ||
| DE671412C (de) | Schaltung zur Beeinflussung der aufladenden Kraft von Stromerzeugern, die eine Sammlerbatterie aufzuladen haben und die durch zwei voneinander unabhaengige und getrennt voneinander schaltbare Gruppen von Stromverbrauchern belastbar sind | |
| AT67581B (de) | Vorrichtung zum elektromagnetischen Zählwerksantrieb für Gleichstrommotorzähler. | |
| DE214566C (de) | ||
| DE906726C (de) | Schaltung fuer einen Gleichstrommagneten | |
| DE263563C (de) | ||
| DE144103C (de) | ||
| DE285001C (de) | ||
| DE621294C (de) | Elektromotorischer Einzelantrieb fuer Waehler in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE595679C (de) | Gleichstromerregtes Relais fuer veraenderliche Betaetigungsspannung, insbesondere fuer Regelzwecke | |
| DE506165C (de) | Elektromagnet fuer Fernmelde-, insbesondere fuer Fernsprechanlagen | |
| DE269347C (de) | ||
| AT130530B (de) | Selbsttätige Klinkwerksteuerung mit Magnetantrieb. | |
| DE256532C (de) | ||
| DE244850C (de) | ||
| DE283529C (de) | ||
| DE562313C (de) | Einrichtung zum Abschalten fehlerhafter Leitungen durch ein widerstandsabhaengiges Distanzrelais | |
| DE731597C (de) | UEberwachungsrelais | |
| AT63066B (de) | Schutzvorrichtung gegen Rückstrom in Wechselstromanlagen. |