DE2811598B2 - Vorrichtung zum Einprägen eines Zeichens auf einem Zapfbuchsstopfen - Google Patents

Vorrichtung zum Einprägen eines Zeichens auf einem Zapfbuchsstopfen

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DE2811598B2
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    • B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67B—APPLYING CLOSURE MEMBERS TO BOTTLES JARS, OR SIMILAR CONTAINERS; OPENING CLOSED CONTAINERS
    • B67B1/00—Closing bottles, jars or similar containers by applying stoppers
    • B67B1/03—Pretreatment of stoppers, e.g. cleaning, steaming, heating, impregnating or coating; Applying resilient rings to stoppers

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einprägen eines Zeichens auf einem Zapfbuchsstopfen, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff, vor dem Einschießen in das Zapfloch eines Fasses, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In Brauereien kommt es des öfteren vor, daß Faßbier von den Abnehmern reklamiert wird, weil es eine unerwünschte Qualitätseinbuße erfahren hat oder sogar verdorben ist. Für die Brauereien ist es in solchen Fällen wichtig, feststellen zu können, wann das Bier in das betreffende Faß abgefüllt worden ist. Gegenwärtig wird dies dadurch ermöglicht, daß ein das Abfülldatum
M tragendes Etikett auf jedes einzelne Faß geklebt υ. ird. Dies erfordert einen zusätzlichen Arbeitsgang im Zuge der Abfüllung; ein weiterer Arbeitsgang ist nötig, um das Etikett von dem zurückkommenden leeren Faß
wieder zu entfernen. Bei dieser Art der Faßdatierung ist es möglich, daß sich das Etikett von dem FaB löst oder die Datumangabe unleserlich wird. Schließlich hat der das Faß reklamierende Abnehmer die Möglichkeit, den Aufkleber mit dem Abfülldatum unleserlich ax machen oder ganz zu entfernen, wenn er ein Interesse daran hat
Aus der DE-PS 26 28 825 ist es bekannt, Zapfbuchsbtopfen aus Kunststoff beim Einschießen in das Zapfloch mit einer Datummarkierung zu versehen. Hierzu trägt der Kopf des Stößels des Einschußgerätes eine auswechselbare Signiervorrichtung, die dem Stopfen beim Einschießen eine entsprechende Markierung einprägt Es hat sich jedoch gezeigt, daß auf diese Weise keine genügend deutlkhe Markierung des Stopfens möglich ist is
Aus der DE-PS 33 682 ist ein Korken-Brennapparat bekannt, durch den beide Stirnflächen und die Mantelfläche des Korkens mit Brennmarken versehen werden können. Die auf die Stirnflächen der Korken einwirkenden Brennstempel stehen auf Nock^nscheiben und werden durch diese gegenläufig auf- und abwärts bewegt Die bei diesem Apparat verfügbaren Anpreßdrucke sind zum Einprägen von Marken in Stopfen aus thermoplastischem Kunststoff nicht ausreichend. Ein sich ständig auf- und abwärts bewegender Prägestempel wäre zudem im Falle elektrischer Beheizung störanfällig, da die Stromzuführungen einem ständigen Verschleiß unterliegen und der Prägestempel entsprc jhend den unterschiedlichen Datierungen von Zapfbuchsstopfen häufig gewechselt werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur vollautomatischen Markierung von Kunststoffstopfen zu schaffen. Insbesondere sollen die Stopfen erst dann, wenn sie für den Einschuß gebraucht werden, d. h. auf dem Wege von einem Vorratsbehälter zum Einschußgerät markiert werden, so daß es nicht möglich ist, im voraus eine größere Menge Stopfen zu markieren, die — wenn sie in der fraglichen Abfüllperiode nicnt verbraucht werden — zum Teil in einer späteren Abfüllperiode eingesetzt und dann eine unrichtige Abfüllzeit angeben würden. Insbesondere soll durch die Vorrichtung eine automatische und dauerhafte Prägemarkierung der Zapfbuchsstopfen vorgenommen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch 4 eine erste Führungsschiene mit einem ersten Arbeitszylinder, durch dessen Kolbenstange der Stopfen auf der Schiene von der Aufsetzstelle in die Prägestellung verschiebbar ist, eine zweite Führungsschiene mit einem zweiten Arbeitszylinder, durch dessen Kolbenstange der Stopfen auf der Schiene aus der Prägestellung zu der Auslaufstelle verschiebbar ist, und einen dritten Arbeitszylinder, durch dessen Kolbenstange ein in der Prägestellung unter dem elektrisch beheizbare;) Prägestempel befindlicher Stopfen gegen den Prägestempel verschiebbar ist. Der an der Aufsetzstelle auf die erste Führungsschiene aufgesetzte Stopfen wird durch die Kolbenstange des ersten Antriebszylinders (= Arbeitszylinders) erfaßt und längs dieser Schiene in die Prägestellung geschoben. Um ein seitliches Ausweichen der Stopfen zu vermeiden, können die Führungsschienen beidseitige. in ihrem Abstand etwa dem Stopfendurchmesser entsprechende Erhöhungen aufweisen und/oder die Kolbenstangen der Antriebszylinder können stirnseitig eine der Stopfenform teilweise *·"> angepaßte Gestalt haben. Durch den Abstand des Prägestempels von der Schiene ist es möglich, daß der Stopfen durch die Kolbenstange des ersten Arbeitszylinders unmittelbar unter den beheuten Prägestempel geschoben wird. Die Berührung und Prägung des Stopfens durch den Prägestempel erfordert entweder ein Anheben des Stopfens oder ein Absenken des Prägestempels. Zwecks Anhebung des Stopfens ist der Schienenteil der Prägestellung mit Hilfe des dritten Arbeitszylinders vertikal verschieblich, so daß durch Aufwärtsbewegung des Schienenteils mit dem darauf stehenden Stopfen der Boden mit den heißen Lettern des Prägestempels in Eingriff kommt Durch den Rückhub des dritten Arbeitszylinders wird dieses Schienenteil mit dem darauf befindlichen Stopfen wieder auf das Niveau beider Führungsschienen abgesenkt Anschließend kann der so mit einer Prägung versehene Stopfen durch die Kolbenstange des zweiten Arbeitszylinders auf der zweiten Führungsschiene zu einer Auslauf- oder Auswerfstelle geschoben werden. Der geprägte Stopfen kann an dieser Stelle von Hand entnommen werden oder vorzugsweise in eine Auslaufschiene fallen, die einen verarbeitungsbereiten Vorrat geprägter Stopfen enthält, mit denen das Einschußgerät geladen werden kann. In ähnlicher Weise kann auf den beweglichen Schienenteil im Prägebereich verzichtet werden und statt dessen der beheizbare Prägestempel an der Kolbenstange des dritten Arbeitszylinders angeordnet sein. In diesem Falle erfolgt die Prägung durch Abwärtsbewegung des beheizten Prägestempels durch den dritten Antriebszylinder, bis die beheizten Lettern des Stempels eine entsprechende Markierung in den Stopfenboden eingepreßt haben. Anschließend wird der Prägestempel durch den dritten Arbeitszylinder wieder hochgefahren. Bei der Ausführungsform mit dem durch den dritten Arbeitszylinder vertikal verschieblichen Schienenteil ist es nicht erforderlich, daß dieser Schienenteil gleich oder größer als die Standfläche eines Stopfens ist. Es genügt, wenn lediglich die Kolbenstange die Schiene vertikal durchstößt, bis an die Unterseite des Stopfenbodens hochfährt und dann den Stopfen unter den Prägestempel hebt.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die beiden Führungsschienen mit ihren Antriebszylindern in einer Ebene derart angeordnet, daß die Führungsschienen miteinander einen spitzen Winkel λ in dem Bereich von 40 bis 70° und die Achsen der Arbeitszylinder miteinander einen stumpfen Winkel β in dem Bereich von 110 bis 140° einschließen. Bei dieser gegenseitigen Anordnung der Führungsschienen und Arbeitszylinder kann die Vorrichtung raumsparend auf der zylinderförmigen Außenseite eines Stopfenzuführgerätes angebracht sein.
Zweckmäßigerweise ist oberhalb der Aufsetzstelle der ersten Führungsschiene ein Stopfen-Einlaufrohr angeordnet, das in einem der Stopfenhöhe wenigstens gleichen Abstand über der Schiene endet. Die mit der Prägung zu versehenen Stopfen werden z. B. von dem Zuführgerät oben in das Stopfen-Einlauf rohr eingegeben. Die Stopfen rutschen in dem Einlaufrohr abwärts, setzen auf der Aufsetzstelle der ersten Führungsschiene auf und werden von dort beim Hub des ersten Arbeitszylinders in die Prägestellung geschoben.
Außerdem kann an die zweite Führungsschiene eine von der Auslaufstelle abwärts führende Auslaufschiene angeschlossen sein. Die mit der Prägung versehenen Stopien fallen an der Auslaufstelle in die Auslaufschiene, aus der sie entweder direkt in das Magazin des Einschußgerätes nach DE-OS 27 25 466 oder in ein besonderes Vorratsgefäß gefüllt werden können.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der erfin-
dungsgemäßen Vorrichtung ist in dem Einlaufrohr oder in einer ein Zuführgerät mit dem Einlaufrohr verbindenden Zuführschiene ein erster Signalgeber, vorzugsweise ein pneumatischer Fühler, für die Feststellung des Stopfen-Füllstandes in dem Einlaufrohr und ggfs. der Zuführschiene angebracht. Der Signalgeber kann durch eine geeignete Schaltung, die weiter unten näher erläutert ist, dafür sorgen, daß die Arbeitszylinder nicht betätigt werden und demzufolge der ertindungsgemäße Prägevorgang unterbrochen ist, wenn der Signalgeber keine Stopfen in dem Einlaufrohr bzw. der Zuführmaschine meldet Es wird so vermieden, daß die Vorrichtung ohne Stopfen läuft.
Vorzugsweise ist analog in der von der zweiten Führungsschiene wegführenden Auslaufschiene ein zweiter Signalgeber, vorzugsweise ein pneumatischer Fühler, für die Feststellung des Stopfen-Füllstandes in der Auslaufschiene angebracht. Dieser Signalgeber sperrt die Betätigung der Arbeitszylinder und unterbricht demzufolge den Prägevorgang, wenn die Auslaufschiene mit Stopfen gefüllt ist Auf diese Weise werden Störungen im Prägebetrieb vermieden.
Zweckmäßigerweise ist das untere Ende der abwärts geführten Auslaufschiene durch einen selbsttätig in den lichten Innenraum der Schiene ragenden Sperrhebel verschlossen und der Sperrhebel durch Einschieben eines am Einschußgerät angebrachten Magazinrohres in das untere Ende der Auslaufschiene aus deren Innenraum herausbewegbar, so daß der Übertritt von Stopfen aus der Auslaufschiene in das Magazinrohr möglich ist Hierdurch kann das Magazinrohr des Einschußgerätes einfach und schnell geladen werden. Da bei laufender Prägevorrichtung die Auslaufschiene schnell wieder gefüllt wird (Arbeitsleistung etwa 50 bis 90 Stopfen/Minute), können mehrere Einschußgeräte von nur einem Zufuhr- und Prägegerät bedient werden. Ein Einschußgerät mit einem derartigen Magazinrohr wurde in der DE-OS 27 25 466 vorgeschlagen.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist oberhalb der Führungsschiene im Bereiche der Prägestellung ein mit einer elektrischen Widerstandsheizung ausgestatteter Halter angebracht in dem der Prägestempel mit enger Passung lösbar befestigt ist. In den Halter können so Prägestempel mit unterschiedlichen Prägemarkierungen entsprechend den verschiedenen Abfülldaten eingesetzt werden. Infolge der engen Passung wird genügend Wärme von dem Heizband über den Halter auf den Prägestempel übertragen. Eine direkte Beheizung des Prägestempels ist daher nicht nötig.
Das Stopfen-Zuführgerät ist zweckmäßigerweise als topfförmiger Schwingförderer ausgebildet bei dem auf der Innenseite der zylinderförmigen Seitenwandung des Schwingtopfes eine vom Topfboden zum Topfrand wendelförmig emporgeführte Schwingförderbahn vorgesehen ist an die sich außerhalb des Schwingtopfes die Zuführschiene anschließt Durch die elektromagnetisch erzeugten Schwingungen des Schwingtopfes wandern die auf dem konvexen Topfboden liegenden Stopfen nach außen auf die wendeiförmige Schwingförderbahn, auf der sie emporgetragen werden. Dabei erfolgt durch geeignete mechanische oder pneumatische Mittel zugleich eine Ausrichtung der Stopfen, so daß diese mit ihrem Dichtkragen zuunterst in die Zuführschiene rutschen. Zweckmäßigerweise ist die sich an diese Zuführschiene anschließende erfindungsgemäße Prägevorrichtung auf der zylindrischen Außenseite des Schwingfördergerätes angebracht
Zweckmäßigerweise sind die Arbeitszylinder einfach wirkende, pneumatisch betätigbare Kolben-Zylinder-Einheiten. Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeder einfach wirkende Arbeitszylinder über ein eigenes Steilventil mit Druckluft beaufschlagbar und werden die Stellventile in der Reihenfolge der Arbeitsgänge ihrer Arbeitszylinder durch einen doppelt wirkenden Steuerzylinder betätigt, dessen Hubbewegung durch von der Druckbeaufschlagung wenigstens
ίο eines Antriebszylinders abhängige Signale bewirkt wird. Im allgemeinen wird die Hubbewegung des Steuerzylinders durch von der Druckluftbeaufschlagung des zweiten und dritten Arbeitszylinders abhängige Signale bewirkt. Während der Druckluftbeaufschlagung des
!5 zweiten Arbeitszylinders, d.h. während der Verschiebung des mit der Prägung versehenen Stopfens in die Auslaufstellung, wird zugleich durch die am zweiten Antriebszylinder anstehende Druckluft der Steuerzylinder betätigt, so daß, nachdem der Stopfen die Auslaufstellung erreicht hat, der zweite Arbeitszylinder ausgesteuert und der erste eingesteuert wird, so daß ein neuer Stopfen durch den ersten Antriebszylinder von der Aufsetzstelle in die Prägestellung geschoben wird. Durch den fortschreitenden Hub des Steuerzylinders wird dann der erste Arbeitszylinder ausgesteuert und der dritte Arbeitszylinder eingesteuert, d. h. es erfolgt der Prägevorgang an dem in Prägestellung befindlichen Stopfen. Da die am dritten Arbeitszylinder anstehende Druckluft auch eine Umschaltung des Steuerzylinders bewirkt, kehrt dessen Kolben nach beendeter Prägung in die Ausgangsstellung zurück, in welcher wieder der zweite Arbeitszylinder betätigt wird, d. h. der mit der Prägung versehene Stopfen aus der Prägestellung in die Auslaufstellung geschoben wird. Wenn der Steuerzylinder das jeweilige Stellventil aussteuert, wird der zugehörige Arbeitszylinder über das Stellventil entlüftet.
Es ist weiterhin vorgesehen, daß die Hubbewegung des Steuerzylinders zusätzlich durch von dem ersten und zweiten Signalgeber gelieferte, den Füllstand in dem Einlaufrohr bzw. in der Auslaufschiene angebende Signale bewirkt wird. Soll der Prägebetrieb nur dann erfolgen, wenn das Einlaufrohr gefüllt und das Auslaufrohr leer sind, wird die am Steuerzylinder anstehende Druckluft über ein erstes und ein zweites 3-Wegeventil geführt, die von dem ersten bzw. zweiten Signalgeber derart betätigt werden, daß das erste Ventil bei gefülltem Einlaufrohr geöffnet und das zweite Ventil bei leerem Auslaufrohr geöffnet sind. So wird
so vermieden, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet obgleich das Einlaufrohr leer und/oder das Auslaufrohr gefüllt ist Auf diese Weise werden Störungen in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vermieden. Nach der bevorzugten Ausführungsform werden die Stellventile mechanisch durch die Kolbenstange des Steuerzylinders betätigt
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung;
F i g. 2 eine Draufsicht dieser Ausführungsform und
F i g. 3 den Schaltplan der pneumatischen Steuerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform.
Nach den F i g. 1 und 2 ist an der Außenseite des etwa zylindrischen Zuführgerätes 40 das Gehäuse 1 der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung angebracht Das Zuführgerät 40 trägt einen Schwingtopf 41, auf dessen
innerer Seitenwandung eine wendeiförmige Schwing-Förderbahn angebracht ist (nicht dargestellt), auf der die Stopfen durch die Schwingungen zum Topfrand gefördert werden. Sie gelangen dann bereits geordnet in die Zuführschiene 42 und rutschen von dort in das nicht mehr schwingende Stopfeneinlaufrohr 17 der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, sind auf dem Gehäuse 1 eine erste Führungsschiene 4 und in einem spitzen Winkel α dazu eine kürzere zweite Führungsschiene 8 in κι einer horizontalen Ebene angeordnet. An einem Ende der ersten Führungsschiene 4 befindet sich ein erster einfach wirkender, pneumatischer Arbeitszylinder 6, dessen Kolbenstange 7 die erste Führungsschiene 4 bis zu ihrem Schnittpunkt mit der zweiten Führungsschiene 8 überstreichen kann. In ähnlicher Weise ist am gegenüberliegenden Ende der zweiten Führungsschiene 8 ein zweiter einfach wirkender, pneumatischer Arbeitszylinder 10 angebracht, dessen Kolbenstange 11 die zweite Führungsschiene bis zu einer Auswurföff- >o nung 30 überstreichen kann. Unterhalb des Schnittpunktes der beiden Führungsschienen 4, 8 ist ein dritter einfach wirkender pneumatischer Arbeitszylinder 12 angebracht, dessen Kolbenstange 13 bei fehlender Druckluftbeaufschlagung des Zylinders auf der Ebene der Führungsschienen 4, 8 endet und bei Druckluftbeaufschlagung des Zylinders aus dieser Ebene (das ist in F i g. 2 die Zeichenebene) hochgefahren wird und dabei einen an dieser Stelle, d.h. in der Prägestellung befindlichen Stopfen anhebt.
Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß auf dem Gehäuse 1 ein Prägestempel-Halter 15 angebracht ist, der mit einer elektrischen Widerstandsheizung 16 ausgestattet ist. In den Halter 15 können Prägestempel 14 eingesetzt und festgeschraubt werden. Durch das Widerstandsheizband 16 wird der Halter und wegen des festen Sitzes in dem Halter auch der Prägestempel so warm, daß mit den pneumatisch verfügbaren Drucken die gewünschten Einprägungen vorgenommen werden können.
Unterhalb der Auswurföffnung 30 schließt sich eine Auslaufschiene 18 an, deren unteres Ende durch einen selbsttätig in den lichten Innenraum der Schiene ragenden Sperrhebel geschlossen ist (nicht dargestellt). Durch Einschieben des Magazinrohres des in der DE-OS 27 25 466 vorgeschlagenen Einschußgerätes in dieses untere Ende der Auslaufschiene bzw. des Auslaufschachtes wird der Sperrhebel automatisch aus dem Innenraum des Schachtes nach außen bewegt, so daß nun die in dem Auslaufschacht 18 gesammelten markierten Stopfen in das Magazinrohr gleiten können.
Am oberen Ende des Stopfen-Einlaufrohres oder -Einlauf Schachtes 17 und am oberen Ende des Auslaufschachtes 18 sind ein erster bzw. ein zweiter pneumatischer Fühler 20 bzw. 22 angeordnet Der erste Fühler gibt dem weiter unten näher erläuterten Steuerteil für die drei Arbeitszylinder 6, 10, 12 den Betrieb frei, wenn das Einlaufrohr mit Stopfen gefüllt ist Der an dem Auslaufschacht 18 angebrachte zweite Fühler 22 gibt dem Steuerteil für die Arbeitszylinder den Betrieb frei, wenn der Auslaufschacht 18 im wesentli- ω chen leer ist
F i g. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Schaltplans für die Steuerung der drei Arbeitszylinder 6, 10, IX Diesen Arbeitszylindern sind die Stellventile 60 bzw. 62 bzw. 64 vorgeschaltet, durch welche die Arbeitszylinder entweder mit Druckluft beaufschlagt oder entlüftet werden können. Die Stellventile 60, 62, 64 sind direkt mechanisch betätigte 3/2-Wegeventile, an denen der Netzdruck in dem Bereich von 3 bis 10 Bar ansteht. Zwischen diesen Stellventilen und dem zugehörigen Arbeitszylinder ist jeweils ein Drossel-Rückschlagventil mit verstellbarer Drossel angeordnet, das eine Geschwindigkeitsregelung des Vorhubs und einen schnellen Rückhub des Arbeitszylinders 6 bzw. 10 bzw. 12 ermöglicht. ,
Die Stellventile werden von der Kolbenstange 67 des Steuerzylinders 66 in der Reihenfolge 62-60-64 betätigt, wodurch der zweite Arbeitszylinder einen mit Prägung versehenen Stopfen ausstößt, der erste Arbeitszylinder einen neuen Stopfen zur Prägung vorlegt und der dritte Arbeitszylinder diesen Stopfen gegen den Prägestempel 14 drückt.
Der Steuerzylinder 66 ist ein doppelt wirkender Zylinder, der durch ein beidseitig pneumatisch fernbetätigtes 4/2-Wegeventil 68 mit zwei Entlüftungsöffnungen beaufschlagt wird. Zur Betätigung des Ventils 68 sind an dieses zwei pneumatische Signalleitungen 70,71 geführt, in denen einerseits in der Ausstoßphase der am zweiten Arbeitszylinder 62 wirksame Druck und andererseits in der Prägephase der am dritten Arbeitszylinder 64 wirksame Druck ansteht. So wird erreicht, daß in ständiger Wiederholung nacheinander die Arbeitszylinder 10, 6 und 12 betätigt werden und dadurch die Stopfen automatisch durch die Vorrichtung geführt und mit der Prägung versehen werden.
Um zu vermeiden, daß die Vorrichtung leer läuft oder arbeitet, obwohl der Auslaufschachl 18 mit markierten Stopfen gefüllt ist, sind an dem Einlaufschacht 17 und an dem Auslaufschacht 18 ein erster Signalgeber 20 bzw. ein zweiter Signalgeber 22 vorgesehen. Diese Signalgeber sind in der Fig.3 als mechanisch betätigte 3/2-Wegeventile 20 bzw. 22 dargestellt, die normalerweise geschlossen sind. Erhält das dem Einlaufschacht 17 zugeordnete Ventil 20 das Signal »Einlaufschacht gefüllt«, wird das Signalventil 20 geöffnet. Dadurch wird das in der pneumatischen Signalleitung 70 angeordnete, normalerweise geschlossene pneumatische 3/2-Wegeventil 24 geöffnet. Es hängt nun von dem Signalgeber 22 ab, ob das Betätigungsventil 68 des Steuerzylinders 66 über Leitung 70 beaufschlagt und damit der Steuerzylinder 66 und der Arbeitszyklus der Arbeitszylinder in Gang gesetzt wird. Der Signalgeber 22 ist in dem Schaltplan ebenfalls als mechanisch betätigtes 3/2-Wegeventil dargestellt. Erhält das Signalventil 22 das Signal »Auslaufschacht leer«, wird es nicht betätigt, d. h. das Ventil ist geschlossen, wie dargestellt und es gelangt kein Betätigungssignal an das zweite in der Signalleitung 70 angeordnete, pneumatisch betätigbare, normalerweise offene Ventil 26. Das Ventil 26 ist in diesem Falle ebenso wie das Ventil 24 offen, so daß das Signal an das Betätigungsventil 68 gelangt und die Kolbenstange 67 des Steuerzylinders 66 in Bewegung gesetzt wird. Erhält das Signalventil 22 dagegen das Signal »Auslaufschacht gefüllt«, öffnet es sich, wodurch die Schließung des pneumatischen Ventils 26 erfolgt In diesem Falle gelangt kein Signal über Leitung 70 an den Betätigungszylinder 68, so daß die Kolbenstange 67 in Ruhe und der Prägevorgang unterbrochen bleibt Auf diese Weise wird durch die Signalgeber 20, 22 und die Ventile 24, 26 sichergestellt, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung nur bei gefülltem Einlaufschacht 17 und leerem Auslaufschacht 18 in Betrieb geht, d. h. nicht leer läuft oder über die Auslaufschachtfüllung hinaus Stopfen mit der Prägung versieht
Wie aus der F i g. 2 ersichtlich ist, bilden die Achsen des ersten und zweiten Arbeitszylinders 6 und 10
zwischen sich einen stumpfen Winkel ß. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann dann raumsparend an der Seitenwand des als Schwingförderer ausgebildeten Zuführgerätes 40 angebracht werden. Mit der Vorrichtung werden insbesondere lamellierte Kunststoffstopfen markiert, die beispielsweise nach dem Vorschlag des DE-Gbm 78 02 359 oder mit einer geringeren Anzahl von Dichtlamellen, wie z. B. drei oder vier Lamellen, ausgebildet sein können.
Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Stopfen mit dem Dichtkragen nach unten auf der ersten Führungsschiene 4 aufgesetzt, mit der Stirnfläche der Kolbenstange 7 des ersten Arbeitszylinders 6 in die Prägestellung verschoben, worauf die Kolbenstange 7 in ihre Ausgangslage zurückschnellt. Dann wird der Stopfen durch die in seinen Innenraum eingreifende Kolbenstange 13 angehoben und mit dem Boden unter die ständig beheizte, warme, erhabene Gravur des Prägestempels 14 gedruckt, worauf die Kolbenstange wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt und den Stopfen wieder im Schnittpunkt der Führungsschienen 4, 8 absetzt. Anschließend wird der Stopfen durch die Kolbenstange 11 des Arbeitszylinders 10 aus seiner Prägestellung längs der Führungsschiene 8 in die Ausfallöffnung 30 geschoben, durch die der Stopfen in den Auslaufschacht 18 gleitet.
Die vorliegende Erfindung ist einerseits einsetzbar in Verbindung mit der pneumatischen Bogierpistole nach
der DE-OS 26 28 825 und einem Schwingfördergerät für die geordnete Stopfenzuführung. Bei dieser Kombination ist gewährleistet, daß immer nur ein kleiner Stopfenvorrat mit dem aktuellen Abfülldatum für die Ladung der Bogierpistole bereit ist. Da andererseits die Stopfenförder- und -prägegeschwindigkeit bei 50 bis 90 Stopfen/Minute liegt, können auch mehrere Einschußgeräte von einer erfindungsgemäßen Prägevorrichtung versorgt werden.
Alternativ ist es natürlich möglich, auf das Zuführgerät 40 zu verzichten und die Stopfen von Hand in den Einlaufschacht 17 einzufüllen. Ebenso kann auf den Auslaufschacht 18 verzichtet werden, und die geprägten Stopfen können durch die öffnung 30 in einen untergestellten Behälter abgeworfen werden. Die e.-findungsgcmäße Vorrichtung ist demzufolge auch dann einsetzbar, wenn der Zapfbuchsstopfen noch von Hand in das Zapfloch eingetrieben wird, man aber eine schwer zu beseitigende, zuverlässige Datierung des Fasses wünscht.
Bei einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die erste und zweite Führungsschiene geradlinig hintereinander angeordnet sein. Der Vorschub des Stopfens von der Aufsetzstelle in die Prägestellung und von der Prägestellung zur Auswurfstelle kann in diesem Falle durch einen zweistufigen Vorhub der Kolbenstange des gleichen Arbeitszylinders erfolgen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (15)

1 Patentansprache:
1. Vorrichtung zum Einprägen eines Zeichens auf einem Zapfbuchsstopfen, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff, vor dessen Einschießen in das Zapfloch eines Fasses, mit Mitteln zur Verschiebung des Stopfens auf einer Bahn von einer AufsetzsteUe in eine Prägestellung sowie von der Prägestellung zu einer Auslaufstelle und einem beheizbaren Prägestempel im Bereiche der Prägestellung in einem Abstand über der Bahn, der wenigstens gleich der Stopfenhöhe ist, gskennzeichnet durch eine erste Führungsschiene (4) mit einem ersten Arbeitszylinder (6), durch dessen Kolbenstange (7) der Stopfen (1) auf der Schiene (4) von der AufsetzsteUe in die Prägestellung verschiebbar ist, eine zweite Führungsschiene (8) mit einem zweiten Arbeitszylinder (10), durch dessen Kolbenstange (11) der Stopfen auf der Schiene (8) aus der Prägestellung zu der Auslaufstelle verschiebbar ist, und einen dritten Arbeitszylinder (12), durch dessen Kolbenstange (13) ein in der Prägestellung unter dem elektrisch beheizbaren Prägestempel (14) befindlicher Stopfen (1) gegen den Prägestempel verschiebbar ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungsschienen (4,8) mit ihren Arbeitszylindern (6,10) in einer Ebene derart angeordnet sind, daß die Führungsschienen (4, 8) miteinander einen spitzen Winkel χ in dem Bereich von 40 bis 70° und die Achsen der Arbeitszylinder (6, 10) miteinander einen stumpfen Winkel β in dem Bereich von 110 bis 140° bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der AufsetzsteUe ein Stopfen-Einlaufrohr (17) angeordnet ist, das in einem der Stopfenhöhe wenigstens gleichen Abstand über der Schiene (4) endet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an die zweite Führungsschiene (8) eine von der Auslaufstelle bzw. Auswurföffnung (30) abwärts führende Auslaufschiene (18) angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einlaufrohr (17) oder in einer ein Zuführgerät (40) mit dem Einlaufrohr (17) verbindenden Zuführschiene (42) ein erster Signalgeber (20), vorzugsweise ein pneumatischer Fühler, für die Feststellung des Stopfen-Füllstandes in dem Einlaufrohr (17) und ggfs. der Zuführschiene (42) angebracht ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der von der zweiten Führungsschiene (8) wegführenden Auslaufschiene (18) ein zweiter Signalgeber (22), vorzugsweise ein pneumatischer Fühler, für die Feststellung des Stopfen-Füllstandes in der Auslaufschiene (18) angebracht ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der abwärts geführten Auslaufschiene (18) durch einen selbsttätig in den lichten Innenraum der Schiene ragenden Sperrhebel verschlossen ist und der Sperrhebel durch Einschieben eines am EinschuBgerät angebrachten Magazinrohres in das untere Ende der Auslaufschienc (18) aus dem Innenraum herausbewegbar und so der Übertritt von Stopfen aus der Auslaufschiene in das Magazinrohr möglich ist
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Führungsschienen (4, 8) im Bereiche der Prägestellung ein mit einer elektrischen Widerstandsheizung (16) ausgestatteter Halter (15) angebracht ist in dem der Prägestempel (14) mit enger Passung lösbar befestigt ist
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, ίο dadurch gekennzeichnet daß das Zuführgerät (40)
als topfförmiger Schwingförderer (41) ausgebildet ist, bei dem auf der Innenseite der Seitenwandung des Schwingtopfes (41) eine vom Topfboden zum Topfrand wendelförmig emporgeführte Schwingis förderbahn vorgesehen ist an die sich außerhalb des Schwingtopfes die Zuführschiene (42) anschließt
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß sie auf der Außenseite des Zuführgerätes (40) angebracht ist
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet daß die Arbeitszylinder (6, 10,12) einfach wirkende, pneumatisch betätigbare Kolben-Zylinder-Einheiten sind.
12. V&rrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Arbeitszylinder (6, 10, 12) über ein eigenes Stellventil mit Druckluft beaufschlagbar ist und die Steliventile (60, 62, 64) in der Reihenfolge der Arbeitsgänge ihrer Arbeitszylinder (6, 10, 12) durch einen doppelt wirkenden Steuerzylinder (66) betätigt werden, dessen Hubbewegung durch von der Druckluftbeaufschlagung wenigstens eines Arbeitszylinders (12, 10) abhängige Signale bewirkt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubbewegung des Steuerzylinders (66) durch von der Druckluftbeaufschlagung des zweiten und dritten Arbeitszylinders (10, 12) abhängige Signale bewirkt wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubbewegung des Steuerzylinders (66) zusätzlich durch von dem ersten und zweiten Signalgeber (20 bzw. 22) gelieferte, den Füllstand in dem Einlaufrohr (17) bzw. in der Auslaufschiene (18) angebende Signale bewirkt wird.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellventile (60, 62, 64) durch die Kolbenstange (67) des Steuerzylinders (66) mechanisch betätigt werden.
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