DE2811751A1 - Thyristorgeschalteter leistungskondensator - Google Patents

Thyristorgeschalteter leistungskondensator

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DE2811751A1 DE19782811751 DE2811751A DE2811751A1 DE 2811751 A1 DE2811751 A1 DE 2811751A1 DE 19782811751 DE19782811751 DE 19782811751 DE 2811751 A DE2811751 A DE 2811751A DE 2811751 A1 DE2811751 A1 DE 2811751A1
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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Description

  • Thyristorgeschalteter Leistungskondensator Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Ein- und Aussch-ltez eines Leistungskondensators mit einem an ein Wechse1spannunsnetz angeschlossenen elektronischen Schalter. Tnyristorgeschaltete Leistungskondensatoren sind bekannt und werden insbesondere zur Blindstromkompensation bzw. zur dynamischen Spannungsstabilisierung verwendet. Dies ist insbesondere in Netzen erforderlich, in denen große induktive Leistungsschwankungen auftreten, was beim Anschluß von Arbeitsmaschinen oder Anlagen mit großer Leistungsaufnahme der Fall seir. kann.
  • Zur Kompensation des Blindleistungsverbrauchs in Industrienetzen ist es bekannt, Kondensatoranlagen mit Thyristorschaltgliedern vorzusehen (vgl. K. Heumann, Grundlagen der Leistungselektronik, Verlag B. G. Teubner, Stuttgart, 1975, Seiten 184 - 188).
  • Während eine feste Kondensatorbatterie eine konstante kapazitive Blindleistung liefert und sich deshalb nur für Anlagen mit nahezu gleichbleibende Blindleistungsverbrauch eignet, kann man mit einer Kondensatorbatterie, bei der Teile der Batterie mit geeigneten Schaltgeräten zu- und abgeschaltet werden, auch symmetrische und unsymmetrische Lastschwankunqen ausgleichen.
  • Aus der ASEA-Zeitschrift 197, 6, Seiten 140 - 144 sind Kondensatoranlagen mit Thyristorschaltgliedern zur Blindleistungskompensation bekannt, bei denen antiparallelgeschGltece Thyr5storen in Reihe zu einem Kondensator und einer Droselspule an jede Phase des zu kompensierenden Netzes geschatet sind (Figur 1). Der Kondensator wird dabei auf das Netz ge- Net schaltet, wenn die Netzspannung gleich der Kondensatorspannung ist. Die Stromführung wird abwechselnd von einen der beican kr oder T antiparallelgeschalteten Thyristoren übernommen. Bei dieser bekannten Anordnung bleiben, wie in Figur 2d anhand des zeitlichen Verlaufs von Kondensatorspannung Uc und Netzspannurg U dargestellt, die Kondensatoren im nichteingeschalteten Zustand bis zum Zeitpunkt t1 auf dem positiven oder negativen Scheitelwert der Netzspannung aufgeladen und werden innerhalb einer halben Wechselspannungsperiode umgepolt (t4 - t5). Der Einschaltaugenblick t1 wird so gewählt, daß die Netztspannung U über dem betreffenden Zweig nach dem Augenblickswert, der dem Scheitelwert der Netzspannung entspricht, und der Polarität mit der Kondensatorspannung Uc übereinstimmt. Auf diese Weise wird beim natürlichen Nulldurchgang des in Figur 2b dargestellten Stromes eingeschaltet.
  • Beim Abschalten eines Kondensators werden die Zündimpulse der Thyristoren unterbrochen. Der den Strom führende Thyristor sperrt dann, sobald der Strom auf Null abgeklungen ist (Zeitpunkt t2). Der Kondensator bleibt danach auf dem Scheitelwert der Spannung aufgeladen und steht für einen neuen Einschaltvorgang bereit. Um die Ladezustand des Kondensators und damit die Kondensatorspannung Uc zu erhalten, wird während des Bereitschaftszustandes immer dann ein kurzer Zeitimpuls an den Thyristor, der den Strom zuletzt geleitet hat, abgegeben, wenn die Netzspannung U wieder gleich der Kondensatorspannung Uc ist (Zeitpunkt t3).
  • Da der Kondensator immer dann auf das Netz geschaltet wird, wenn die Netzspannung gleich der Kondensatorspannung ist, um im natürlichen Nulldurchgang des Stromes einzuschalten und damit Ausgleichsschwingungen zu verhindern, kann bei dieser bekannten Anordnung zwischen der Abgabe eines in Figur 2c dargestellten Zuschaltbefehls zum Zeitpunkt t0 bis zum eigentlichen Zuschaltaugenblick, d. h. dem Augenblick der Übereinstimmung von Netz- und Kondensatorspannung, im ungünstigsten Fall eine Zeitdauer von maximal einer ganzen Periodendauer T des Wechsel stromes vergehen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein ausgleichsschwingungsfreies und weitestgehend verlustfreies elektronisches Ein- und Ausschalten von Leistungskondensatoren zu ermöglichen, bei dem die größtmögliche Zeitdauer zwischen Abgabe eines Befehls zum Zuschalten des Leistungskondensators und dem tatsächlichen Zuschaltaugerblick bei Übereirstimmung von Netz- und Kondensatorspannung stets kleiner oder höchstens gleich einer halben Periodendauer der Netzwechselspannung ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgeiräß dadurch gelöst, da3 der elektronische Schalter aus einer Einphasen-Brückenschaltung mit zumindest in einer Richtung steuerbaren, antiparallelgeschalteten Halbleiter-Stromrichterelevant-n in den Brückenzweigen besteht und über eine erste Drosselspule mit dem Wechselspannungsnetz verbunden ist, und daß in die Brucker.-diagonalen der Leistungskondensator in Reihe zu einer zweiten Drosselspule geschaltet ist.
  • Die erfindungsgemäße Lösung stellt durch wechsel weises Zünden der in den einzelnen Brückenzweigen befindlichen Thyristoren sicher, daß die größtmögliche "Totzeit", d.h. die Zeit zwischen Abgabe des Zuschaltbefehls und tatsächlicher Zuschaltung, eine halbe Periodendauer beträgt. Diese Lösung stellt ebenso wie die bekannten Anordnungen ein ausgleichs-, schwingungs- und verlustfre es Schalten der zur Kompensation dienenden Leistungskondensatoren sicher. Verlustfreies Schalten bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die erfindungsgemäße unordnung grundsätzlich auch bei verlustfreien, d.h. widerstandslosen Schaltkreiselementen bzw. bei beliebig kleiner Dämpfung des Kondensatorzweiges anwendbar ist und daß bei einem verlustbehafteten Kondensatorzweig, wie er in der Praxis immer auftritt, beim Ein- und Ausschalten des Leistur.gskondensators keine zusätzlichen Schaltverluste auftreten.
  • Anhand von in den Figuren 3 bis 7 dargestellten k-sfhrungsbeispielen der Erfindung für Wechsel- und Gleichs?znnungs-Leistungskondensatoren soll der der Erfindung zug-ur.deliegence Gedanke näher erläutert werden.
  • Es zeigen Figur 3 eine Kompensationsanordnung mit einem ein- und ausschaltbaren Wechselspannungs-Leistungskondensator, die Figur 4 bis 9 Kompensationsanordnungen mit ein- und ausschaltbaren Gleichspannungs-LBstungskondensatoren und Figur 2d den zeitlichen Verlauf der Kondensatorspannung nach Abgabe eines Zuschaltbefehls bei Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung.
  • Die in Figur 3 dargestellte Anordnung zum elektronischen in und Ausschalten eines Wechselspannungs-Leistungskondenstors 1 enthält eine Einphasen-Brückenschaltung 3 mit antiparallelgeschalteten Thyristoren 31 - 34, sogenannten Thyristor-Wechselwegpaaren, die über eine erste Drosselspule 4 Lfl das Wechselspannungsnetz 5 anceschlossen ist. Der Wechselpannung-Leistungskondensator 1 ist in Reihe mit einer kleie Drosselspule 6 zur Kurzschlußstrombegrenzung in die Brückendiagonale der Einphasen-Brückenschaltung 3 geschaltet. Die erste Drosselspule 4 bestimmt dabei im wesentlichen die netzseite wirksame Reihenresonanzfrequenz der gesamten Anordnung. Durch eine geeignete Wahl der Induktivität L der ersten Dresselspuleule 4 und der Kapazität C des Wechselspannuncs-Leistnx;desarvr I kann ein abgestimmter, gesteuerter Filterkreis oder auch ein gesperrter, gesteuerter Leistungskondensator gebiet werden.
  • Die antiparallelgeschalteten Thyristoren 31 - 34 werden in dieser Anordnung bipolar beansprucht. Entsprechend der gestelten Aufgabe beträgt die Totzeit der Steuerung zwischen Abgase de= Zuschaltbefehls und dem Zuschalten des Wechselspannungs-Leistungskondensators 1 maximal eine halbe Periodendauer.
  • Die in Figur 4 dargestellte Anordnung eines thyristorgesteuerten Gleichspannungskondensators 2 besteht analog zur Anordnung nach Figur 3 aus einer über eine erste Drosselspule 4 an ein Wechselspannungsnetz 5 angeschlossenen Einphasen-Brücken schaltung 7, die in diesem Fall jedoch aus antiparallelgeschalteten Dioden und Thyristoren 71 - 74 in den einzelnen Brückenzweigen aufgebaut ist. An die gleichspannungsseitige Brückendiagonale ist die Reihenschaltung einer zweiten Drosselspule 8 und des Gleichspannungs-Leistungskondensators 2 angeschlossen.
  • Physikalisch betrachtet, ist diese Anordnung sowie die .r.3-ånungen der nachfolgend beschriebenen Figuren 5, 6 und 7 eine neuartige Ausführungsform eines einphasigen kapazitiven 3indleistungsstromrichters mit verstecktem Löschkreis. Der Gleich spannungskontiensator 2 bildet mit der zweiten Drosselspule 8 in der gleichspannungsseitigen Brückendiagonalen auch den gemeinsamen Löschkreis für die vier in den Brückenzweigen der Einphasen-Brückenschaltung 7 befindlichen Thyristoren, die periodisch mit doppelter Netzfrequenz gezündet und gelöscht werden. Die den Thyristoren antiparallelgeschalteten Dioden dienen sowohl als Leistungsdioden in den Hauptstromzweigen als auch als Umschwingdioden in den Löschstromkreisen.
  • Die Anordnung nach Figur 5 stellt einen Sonderfall der Anordnung nach Figur 4 dar, und enthält ebenfalls eine über eine erste Drosselspule 4 an ein Wechselspannungsnetz 5 angeschlosene Einphasen-Brückenschaltung 7 mit antiparallelgeschalteten dioden und Thyrisotren in den Brückenzweigen. Die gleichspannugsseitie Reihenschaltung von zweiter Drosselspule 8 und Gleichspannungs Leistungskondensator 2 nach Figur 4 ist hier durch einen Kettenleiter aus gleichspannungsseitigen Drosselspulen 8a bis 8e und Gleichspannungs-Leistungskondensatoren 2a bis 2e ersetzt, die einen annähernd rechteckförmigen Umschwing- bzw. Löschstrom mit minimaler Amplitude, d.h. auch minimalen Verlusten und maximaler Umschwingdauer, d.h. maximaler Schonzeit für die Thyristoren liefert.
  • Eine spezielle, einfache Form der Einphasen-Brückenschcltung nach Figur 4 ergibt sich bei der Verwendung von in Bruckenschaltung 9 aufgebauten, rückwärtsleitenden Thyristoren, die ebenfalls über eine erste Drosselspule 4 an ein Wechselspannungsnetz 5 angeschlossen sind und deren gleichstrort=-itige Brückendiagonale die Reihenschaltung einer zweiten Drose1srule und des Gleichspannungs-Leistungskondensators 2 aufeist.
  • Da der räumlichen Verteilung der Schaltungs- und Streuinduktivi täten insbesondere beim Aufbau der Anordnung im Bereich größerer Leistungen eine erhöhte Bedeutung zukommt, sind in den Figuren 7a bis 7c Beispiele von Anordnungen zum elektronischen Ein- und Ausschalten eines Gleichspannungs-Leistungskondensators mit verteilten Induktivitäten aufgezeigt.
  • In Figur 7a ist die Kommutierungsdrossel in Einzelinduktivitäten 81 bis 88 aufgeteilt und sowohl den rückwärtsleitenden Thyristoren 91 bis 94 in den einzelnen Brückenzweigen vor- bzw. nachgeschaltet als auch dem Gleichspannungs-Leistungskonaesator 2 in Reihe geschaltet. Uber eine erste Drosselspule 4 ist die Einphasen-Brückenschaltung an das Wechselspannungsnetz 5 angeschlossen.
  • Die Anordnungen nach den Figuren 7b und 7c zeigen zwei zoglich keiten, die erste Drosselspule 4 zur Kurzschlußstrombegrenzung und -aufteilung bei einem Netzkurzschluß in einzelne Incuktivitäten 41 bis 43 symmetrisch in der Einphasen-Brückenschaltung mit den ruckwärtsleitenden Thyristoren 91 bis 94 in den Brückenzweigen anzuordnen.
  • In Figur 2d wird anhand des Verlaufs der Spannung U am Leistue kondensator verdeutlicht, wie nach Abgabe des Zuschaltbefehls zum Zeitpunkt t0 maximal die Zeitdauer einer halben Periodendauer T/2 vergeht bis die tatsächliche Zuschaltung des Leistunc;-kondensators an das Wechselspannungsnetz erfolgt.
  • Leerseite

Claims (6)

  1. Patentansprüche Anordnung zum Ein- und Ausschalten eines Leistungskondensa tors mit einem an ein Wechselspannungsnetz angeschlossenen elektronischen Schalter, dadurch qekennzeichnet, daß der elektronische Schalter aus einer Einphasen-Brückenschaltung mit zumindest in einer Richtung steuerbaren, antiparallelgeschalteten Halblelter-Stromrichterelementen in den Brückenzweigen besteht und über eine erste Droselspule mit dem Wechselspannungsnetz verbunden ist, und daß in die Brückendiagonale der Leistungskondensator in Reihe zu einer zweiten Drosselspule geschaltet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1 zum Ein- und Ausschalten eines Wechselspannungs-Leistungskondensators, dadurch qekennzeichnet, daß die antiparallelgeschalteten Halbleiter-Stromrichterelemente aus Thyristor-Wechselwegpaaren bestehen. (Figur 3)
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 zum Ein- und Ausschalten eines Gleichspannungs-Leistungskondensators, dadurch gekennzeichnet.
    daß die antiparallelgeschalteten Halbleiter-Stromrichterelemente aus der Gegenparallelschaltung je eines Thyristors und je einer Diode bestehen. (Figur 4)
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 zum Ein- und Ausschalten eines Gleichspannungs-Leistungskondensators, dadurch gekennzeichne-, daß die antiparallelgeschalteten Halbleiter-Stromrichterelemente aus rückwärtsleitenden Thyristoren bestehen. (Figur £)
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Brückendiagonalen befindliche Reihenschaltung aus Gleichspannungs-Leistungskondensator und zweiter Drosselspule aus einem Kettenleiter mit LC-Gliedern (8a bis 8e, 2a bit: 2e) besteht.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet.
    daß die Induktivität der ersten und zweiten Drosselspule verringert und durch zusätzliche Drosselspulen wahlweise vor und/oder hinter die rückwärts leitenden Thyristoren in den einzelnen Brückenzweigen der Einphasenbrücke zur jeweils erforderlichen Gesamtinduktivität ergänzt wird. (Figuren 7 bis 7c)
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