DE2815341C2 - - Google Patents
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B37/00—Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
- B21B37/48—Tension control; Compression control
- B21B37/52—Tension control; Compression control by drive motor control
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Metal Rolling (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Schaltungsanordnung zur Regelung der Längskraft in einem
Walzgut zwischen Walzgerüsten einer kontinuierlichen
Walzstraße mit Einzelantrieben, wobei die Geschwindigkeit
des Walzgutes an der Auslaufseite eines Walzgerüstes
gemessen und zur Bildung eines mathematischen Verknüpfungswertes
herangezogen wird, der seinerseits über
die Veränderung der Drehzahl der Walzen des einen Gerüstes
die Längskraft konstant hält, wobei zusätzlich der
mathematische Verknüpfungswert in Abhängigkeit von auftretenden
Querschnittsänderungen des Walzgutes korrigiert
wird.
In einer kontinuierlichen Walzstraße mit Einzelantrieben
befindet sich das Walzgut gleichzeitig in mehreren Walzgerüsten
und durchläuft diese sukzessive, wobei an jedem
Gerüst eine bestimmte Stichabnahme, d. h. eine Reduzierung
des Materialquerschnittes erfolgt. Die einzelnen
Walzgerüste sind über das Walzgut mechanisch miteinander
verkoppelt. Die Drehzahlen der Antriebe der Walzgerüste
müssen so aufeinander abgestimmt werden, daß im Walzgut
keine Zug- oder Druckkräfte entstehen, bzw. daß eine
vorgegebene Zug- oder Druckkraft eingehalten wird. Es
müssen also einmal vorgegebene Längskräfte während des
Durchlaufs des Walzgutes erhalten bleiben, wobei diese
Längskräfte einen bestimmten Wert oder auch den Wert
Null aufweisen können.
Eine Stromregelung von Antrieben für Walzgerüste mit
einem Drehzahlregler, der einen Sollwert für einen
Stromregler bildet, ist bekannt aus DE-OS 16 02 020.
Zug- und Druckfreiheit wird bei dünnem Walzgut durch
absichtliche Bildung einer Walzgutschlinge zwischen zwei
Walzgerüsten bewirkt. Eine Schlingenregelung verstellt
die Drehzahlen der Walzgerüste so, daß die Schlingenausbildung
erhalten bleibt. Bei größeren Materialquerschnitten
ist dies jedoch nicht mehr möglich.
Zu hoher Druck im Walzgut führt dann zu einem seitlichen
Ausbrechen des Materials und hat in nachhaltiger Weise
zu große Querschnittstoleranzen zur Folge.
Eine bekannte "Gleichlaufeinrichtung für Mehrmotorenantrieb
einer kontinuierlichen Walzstraße" (DE-PS
12 01 466) stellt mit dem Einlauf des Walzgutes in die
Walzgerüste ein in diesem Augenblick längskraftfreies
Drehzahlgefüge zwischen den Gerüsten ein, wobei als Bezugswert
für die Längskraftfreiheit im Walzgut die Ankerströme
der jeweiligen Antriebe dienen.
Eine des weiteren bekannte "Einrichtung zur gegenseitigen
Abstimmung der Antriebsdrehzahlen einer mehrgerüstigen
Walzstraße mit Einzelantrieben" (DE-AS 24 13 492) verwendet
Änderungen des Antriebsmomentes am bereits eingefädelten
Gerüst als Maß für die Längskräfte im Walzgut.
Bei diesen bekannten Einrichtungen ist es nachteilig,
daß das einmal eingestellte Drehzahlgefüge der Walzstraße
nicht verändert wird, wenn durch Störgrößen, beispielsweise
Materialquerschnittsabweichungen am Einlauf
Längskräfte während des Durchlaufens des Walzgutes auftreten.
Insbesondere hängen die Bezugswerte Ankerstrom
oder Antriebsdrehmoment - über längere Zeiträume betrachtet -
zu stark von der Temperatur des Walzgutes ab, als daß
sie als Maß für eine Längskraftregelung über den gesamten
Durchlaufzeitraum des Walzgutes dienen könnten.
Aus diesem Grund wird gemäß einem des weiteren bekannten
"Verfahren zur Regelung kontinuierlich arbeitender Walzenstraßen"
(DE-AS 12 79 589) der Quotient aus Walzdrehmoment
zu Walzendruckkraft als Bezugswert für eine temperaturunabhängige
Längskraftregelung vorgeschlagen.
Nachteilig bei diesem bekannten Verfahren ist es jedoch,
daß die Messung der Walzendruckkraft sehr aufwendig ist
und sich bereits bestehende Anlagen schlecht umrüsten
lassen. Zudem wird der Quotient aus Walzdrehmoment zu
Walzendruckkraft durch Materialquerschnittsabweichungen
verändert, so daß dieser Quotient nur bedingt als Maß
für eine Längskraftregelung verwendet werden kann.
Aus der DE-OS 14 52 051, von der im Oberbegriff des Anspruches 1 ausgegangen ist,
ist ein Verfahren zur Regelung
der Längskraft bekannt, bei dem die Geschwindigkeit des
Walzgutes an der Auslaufseite eines Walzgerüstes gemessen
und zur Bildung einer Bezugsgröße herangezogen wird.
Dabei wird zur Berechnung des Sollwertes der Bandgeschwindigkeit
auf der Auslaufseite die Bandgeschwindigkeit
auf der Einlaufseite und die Querschnittsabnahme
herangezogen. Eine Berücksichtigung von Querschnittsabweichungen
am Einlauf wird dabei durch ein Querschnittsmeßgerät
erreicht. Bei diesem Regelungsverfahren zur
Ermittlung der Sollgeschwindigkeit des Walzgutes wird
nur die Walzgeschwindigkeit vor und hinter jedem Gerüst
gemessen und mit Querschnitten des Ein- und Auslaufes
bewertet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art (DE-OS 14 52 051)
zur Regelung der Längskraft zwischen Walzgerüsten einer
kontinuierlichen Walzstraße mit Einzelantrieben zu entwickeln,
mit dessen Hilfe die Drehzahlen der Walzgerüste
untereinander während des gesamten Walzgutdurchlaufes so
abgestimmt werden können, daß keine bzw. eine definierte
konstante Längskraft zwischen den Gerüsten auftritt.
Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, eine Schaltungsanordnung
zur Durchführung dieses Verfahrens zu
entwickeln.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff
erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruches
1 genannten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung und die Schaltungsanordnung
zur Durchführung des Verfahrens sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die mit der Erfindung verbundenen Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß das Walzgut temperaturunabhängig
und materialquerschnittsunabhängig auf vorgegebene
Längskraft zwischen den Walzgerüsten während des gesamten
Durchlaufs durch die Walzstraße geregelt werden
kann. Dies hat vorteilhaft kleine Querschnittstoleranzen
des Walzgutes zur Folge.
Das erfindungsgemäße Verfahren und Ausführungsbeispiele
hierzu sind im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
zur Regelung der Längskraft,
Fig. 2 eine hierzu alternative Schaltungsanordnung,
Fig. 3 und 4 Kopplungsmöglichkeiten zwischen den einzelnen
Walzgerüst-Regelungsanordnungen.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
zur Regelung der Längskraft zwischen Walzgerüsten einer
kontinuierlichen Walzstraße mit Einzelantrieben dargestellt.
Von der Walzstraße selbst sind hier beispielsweise
zwei Walzgerüste 1 bzw. 2 mit Einzelantrieben 3
bzw. 4 gezeigt. Die Walzstraße kann beliebig viele weitere
Walzgerüste aufweisen.
Das Walzgut 5 durchläuft die einzelnen Walzgerüste 1
bzw. 2, wobei es in jedem Walzgerüst 1 bzw. 2 eine Materialquerschnitts-
Verkleinerung und eine Auslaufgeschwindigkeits-
Erhöhung erfährt. Die Materialquerschnitte des
Walzgutes 5 vor dem Walzgerüst 1, nach dem Walzgerüst 1
und nach dem Walzgerüst 2 sind mit A₀, A₁ und A₂ bezeichnet.
Die Auslaufgeschwindigkeiten des Walzgutes 5 vor
dem Walzgerüst 1, nach dem Walzgerüst 1 und nach dem
Walzgerüst 2 sind mit v₀, v₁ und v₂ bezeichnet.
Die Einzelantriebe 3 bzw. 4 haben die Drehzahlen n₁ bzw.
n₂ und weisen Antriebsmotoren 6 bzw. 7 sowie Tachogeneratoren
8 bzw. 9 auf. Die Walzenumfangsgeschwindigkeiten
der Walzen der Einzelantriebe 3 bzw. 4 sind mit v u 1 bzw.
v u 2 bezeichnet. Die Antriebsmotoren 6 bzw. 7 werden über
Stromrichter 10 bzw. 11 gespeist. Zur Motorstrommessung
sind jeweils zwischen Antriebsmotor 6 und Stromrichter
10 bzw. zwischen Antriebsmotor 7 und Stromrichter 11
Stromwandler 12 bzw. 13 angeordnet. Zur Geschwindigkeitsmessung
des Walzgutes 5 sind vor dem Walzgerüst 1,
nach dem Walzgerüst 1 und nach dem Walzgerüst 2 Geschwindigkeits-
Meßgeräte 14, 15 und 16 vorhanden.
Die Stromwandler 12 bzw. 13 sind jeweils mit Stromreglern
17 bzw. 18 verbunden, wobei die Stromsignale I₁
bzw. I₂ den Stromreglern 17 bzw. 18 mit negativem Vorzeichen
zugeführt sind. Die Tachogeneratoren 8 bzw. 9
sind mit Drehzahlreglern 19 bzw. 20 beschaltet, wobei
ebenfalls eine negative Zuführung der entsprechenden
Signale - hier Drehzahlsignale n₁ bzw. n₂ - erfolgt.
Die Ausgänge der Drehzahlregler 19 bzw. 20 liegen an
Eingängen der Stromregler 17 bzw. 18. Ausgangsseitig
sind die Stromregler 17 bzw. 18 den Stromrichtern 10
bzw. 11 zugeführt.
Die Drehzahlsignale n₁ bzw. n₂ beaufschlagen des weiteren
Voreilungs-Istwertbildner 21 bzw. 22. Diesen Istwertbildnern
21 bzw. 22 liegen eingangsseitig ferner Geschwindigkeitssignale
v₁ bzw. v₂ der Geschwindigkeits-Meßgeräte
15 bzw. 16 an. Ausgangsseitig sind die Signale
ist 1 bzw. ist 2 der Istwertbildner 21 bzw. 22
Speichern 23 bzw. 24 zugeführt. Des weiteren liegen die
Ausgangssignale ist 1 bzw. ist 2 der Istwertbildner
21 bzw. 22 in negierter Weise an Additionsstellen 25
bzw. 26.
Die Speicher 23 bzw. 24 sind ausgangsseitig mit Voreilungs-
Sollwertbildnern 27 bzw. 28 verbunden. Die Ausgangssignale
soll 1 bzw. soll 2 dieser Sollwertbildner
27 bzw. 28 beaufschlagen die Additionsstellen 25
bzw. 16. Die Sollwertbildner 27, 28 weisen jeweils einen
weiteren Eingang zur Korrektur der Eingangssignale auf.
Die Ausgangssignale der Additionsstellen 25 bzw. 26 sind
Längskraft-Reglern 29 bzw. 30 zugeführt. Die Ausgangswerte
der Längskraft-Regler 29 bzw. 30 liegen an Eingängen
der Drehzahlregler 19 bzw. 20.
Die gestrichelt in Fig. 1 dargestellten Bauelemente und
Verbindungen bleiben für die Beschreibung der Funktionsweise
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zunächst
außer Betracht.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren und den Schaltungsanordnungen
hierzu wird die Voreilung als Bezugsgröße
für eine Längskraftregelung eingesetzt. Die Voreilung
selbst berechnet sich dabei aus den beiden Größen
Auslaufgeschwindigkeit v des Walzgutes 5 hinter einem
Walzgerüst 1 bzw. 2 und Walzenumfangsgeschwindigkeit v u
der Walze selbst und ist definiert zu:
wobei
ν = 1, 2, 3, . . . die Nummer des jeweiligen Walzgerüstes,
v ν = Auslaufgeschwindigkeit des Walzgutes 5, z. B. v₁, v₂, . . ., und
v u ν = Walzenumfangsgeschwindigkeit der Walze des Einzelantriebes, z. B. v u 1, v u 2, . . .
ν = 1, 2, 3, . . . die Nummer des jeweiligen Walzgerüstes,
v ν = Auslaufgeschwindigkeit des Walzgutes 5, z. B. v₁, v₂, . . ., und
v u ν = Walzenumfangsgeschwindigkeit der Walze des Einzelantriebes, z. B. v u 1, v u 2, . . .
bedeutet.
Weitere mögliche Definitionen der Voreilung sind:
= v ν - v u ν
oder auch
Warum die Voreilung als Maß für die Längskraft gelten
kann, wird nachfolgend erläutert. Beim Durchlaufen
des Walzgutes 5 durch die Walzstraße gilt an jeder Stelle
das Gesetz der Volumenkonstanz für das Walzgut 5,
d. h. während eines bestimmten Zeitpunktes t = t₀ ist das
Produkt aus der Auslaufgeschwindigkeit v ν und dem Materialquerschnitt
A ν an jeder Stelle des Walzgutes 5 konstant
(wobei ν = 1, 2, 3, . . .), also
v₁ · A₁ = v₂ · A₂ = v₃ · A₃ = v ν · A ν = konstant.
Ist beispielsweise die Drehzahl n₁ des Walzgerüstes 1 zu
klein, so treten Längskräfte im Walzgut 5 auf, die das
Walzgut 5 mit größerer Voreilung aus dem Walzgerüst
1 ziehen, bzw. dort den Materialquerschnitt des Walzgutes
5 gemäß dem Gesetz der Volumenkonstanz einschnüren.
Infolgedessen vergrößert sich die Voreilung bei Zugkräften
zwischen zwei Walzgerüsten, umgekehrt verkleinert
sie sich bei Druckkräften zwischen zwei Walzgerüsten.
Die Walzenumfangsgeschwindigkeit v u ν wird aus den von
den Tachogeneratoren 8 bzw. 9 ermittelten Drehzahlen n
der Einzelantriebe bestimmt zu
v u ν = 2 π · r ν · n ν
wobei
r ν = Radius der Walze des Einzelantriebes,
n ν = Drehzahl des Einzelantriebes.
r ν = Radius der Walze des Einzelantriebes,
n ν = Drehzahl des Einzelantriebes.
Für das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die Schaltungsanordnungen
hierzu ist es unbedeutend, an welcher Stelle
der Walze die Umfangsgeschwindigkeit v u ν bestimmt bzw.
über die Drehzahl n ν ermittelt wird, da für die Regelung
letztlich nicht absolute Werte, sondern Änderungen
dieser Werte entscheidend sind.
Insbesondere kann bei kalibrierten Walzen, bei denen die
Angabe einer eindeutigen Walzenumfangsgeschwindigkeit v u
nicht oder nur schwer möglich ist, der Radius r der Walze
des Einzelantriebes so gewählt werden, daß sich im
Zeitraum vor dem Einlaufen des Walzgutes in das nachfolgende
Walzgerüst gleiche Werte für die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze und die Auslaufgeschwindigkeit des
Walzgutes aus dieser Walze ergeben. Dieses Vorgehen ist
selbstverständlich auch bei nicht kalibrierten Walzen
möglich.
Die Auslaufgeschwindigkeit v ν des Walzgutes 5 wird
durch die Geschwindigkeits-Meßgeräte 14, 15, 16 bestimmt.
Als genaues Geschwindigkeits-Meßgerät kann dabei
beispielsweise ein berührungsloses Laser-Geschwindigkeits-
Meßgerät oder auch ein berührungsloses Korrelations-
Geschwindigkeits-Meßgerät Anwendung finden.
Ein Laser-Geschwindigkeits-Meßgerät ist beispielsweise
unter der Bezeichnung Laser-Velemeter der Meßmetallurgie,
5802 Wetter (Ruhr), Friedrichstraße 40 bekannt. Die
Messung der Geschwindigkeit erfolgt dabei nach dem Differenz-
Doppler-Verfahren, d. h. es wird der Doppler-Effekt
ausgenützt, den bewegtes Material verursacht.
Ein Korrelations-Geschwindigkeits-Meßgerät ist beispielsweise
aus der Notice technique TU 22 der Trindel,
Siege Social, 44, Rue de Lisbonne, 75008 Paris, bekannt.
Die Geschwindigkeitsmessung beruht dabei auf dem Prinzip
der optischen Interkorrelation. Es wird davon ausgegangen,
daß die Oberfläche eines Produktes Unregelmäßigkeiten
aufweist, die von einem optischen System erfaßt und
ausgewertet werden können, d. h. die Charakteristik der
Eigenstrahlung des bewegten Walzgutes kann zur Geschwindigkeitsmessung
verwendet werden.
Die Bildung der Istwerte der Voreilung ist 1 bzw.
ist 2 erfolgt durch die Voreilungs-Istwertbildner 21
bzw. 22 aus den eingegebenen Drehzahl-Signalen n₁ bzw.
n₂ und den eingegebenen Auslaufgeschwindigkeitssignalen
v₁ bzw. v₂. In den Istwertbildnern 21 bzw. 22 werden die
Istwerte der Voreilung ist 1 bzw. ist 2 dabei beispielsweise
aus der Formel
errechnet.
Die zum Zeitraum vor dem Einlaufen des Walzgutes 5 in
die nachfolgenden Walzgerüste gebildeten Istwerte der
Voreilung ist 1 bzw. ist 2 werden den Speichern 23
bzw. 24 zugeführt und dienen dann zur weiteren Regelung
der Längskräfte im Walzgut 5 während des gesamten Durchlaufs
des Walzgutes 5 durch die Walzstraße als Sollwerte
der Voreilung soll 1 bzw. soll 2.
Zu diesem Zweck übermitteln die Speicher 23 bzw. 24 diese
Werte der Voreilung den Sollwertbildnern 27 bzw.
28, wobei in den Sollwertbildnern 27 bzw. 28 gewisse
Korrekturbeträge hinzugefügt werden können, die einer
vorgegebenen Längskraft entsprechen. In den Additionsstellen
25 bzw. 26 werden die Differenzen zwischen den
Sollwerten und den jeweiligen Istwerten der Voreilung
soll und ist gebildet und den Längskraftreglern 29
bzw. 30 zugeführt. Es ist auch eine direkte Zuführung
der gespeicherten Werte für die Voreilung von den
Speichern 23 bzw. 24 zu den Additionsstellen 25 bzw. 26
möglich, wenn längskraftfrei gewalzt werden soll.
Die Längskraftregler 29 bzw. 30 und die nachgeschalteten
Drehzahlregler 19 bzw. 20 setzen die Voreilungs-Änderungen
in Drehzahländerungen um, d. h. es wird eine Änderung
des Drehzahl-Quotienten n₁/n₂ bewirkt. Zu diesem Zweck
liegen den Drehzahlreglern 19 bzw. 20 neben den Korrektursignalen
der Längskraftregler 29 bzw. 30 die Drehzahlen
n₁ bzw. n₂ in negierter Weise an.
Die Ausgangssignale der Drehzahlregler 19 bzw. 20 wirken
auf unterlagerte Stromregler 17 bzw. 18. Die Stromregler
17 bzw. 18 steuern die Stromrichter 10 bzw. 11 in Abhängigkeit
der fließenden Motorströme I₁, I₂ und der Ausgangssignale
der Drehzahlregler 19 bzw. 20 an.
Im folgenden wird die um die gestrichelt eingetragenen
Bauteile und Verbindungen erweiterte Schaltungsanordnung
nach Fig. 1 betrachtet. Die Drehzahlsignale v₀ und v₁
der Geschwindigkeits-Meßgeräte 14 und 15 sind hierbei
einem Stichabnahme-Bildner 31 zugeführt, während die
Drehzahlsignale v₁ und v₂ der Geschwindigkeits-Meßgeräte
15 und 16 einen Stichabnahme-Bildner 32 beaufschlagen.
Ausgangsseitig sind diese Stichabnahme-Bildner 31 bzw.
32 mit den Speichern 23 bzw. 24 und den Voreilungs-Sollwertbildnern
27 bzw. 28 verbunden. Die weitere bereits
beschriebene Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 bleibt
unverändert.
Durch die Einfügung der Stichabnahme-Bildner 31 und 32
wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die Voreilung
vom Materialquerschnitt des einlaufenden Walzgutes 5
abhängig ist, d. h., es werden Änderungen des Materialquerschnittes
erfaßt, die während des Durchlaufens des
Walzgutes 5 durch die Walzstraße auftreten und diese
Änderungen des Materialquerschnittes werden in die Regelung
mit einbezogen.
Die Stichabnahme δ ist dabei definiert zu
wobei ν = 1, 2, 3, . . .
Aufgrund der bereits erwähnten Volumenkonstanz läßt sich
die Stichabnahme δ auch formulieren zu
Die Stichabnahme ist also von den Geschwindigkeiten des
Walzgutes am Einlauf in die und am Auslauf aus der Walze
abhängig.
Die Stichabnahme δ ν wird von den Stichabnahme-Bildnern
31 und 32 errechnet. Zu diesem Zweck liegen dem Stichabnahme-
Bildner 31 die Geschwindigkeitssignale v₀ und v₁,
dem Stichabnahme-Bildner 32 die Geschwindigkeitssignale
v₁ und v₂ an.
Die Stichabnahme δ ν wird im Zeitraum vor dem Einlaufen
des Walzgutes 5 in das jeweils nachfolgende Walzgerüst
dem entsprechenden Speicher 23 bzw. 24 zugeführt. Eine
Änderung der Stichabnahme δ während des Durchlaufens
des Walzgutes 5 durch die Walzstraße wird unmittelbar
den Voreilungs-Sollwertbildnern 27 bzw. 28 übermittelt.
Auf diese Weise, d. h. mittels Korrektur des stichabnahmeabhängigen
Voreilungswertes wird der Störeinfluß
der Stichabnahme δ auf die Voreilung , die als Maß
für die Längskraft verwendet wird, beseitigt.
Eine weitere Möglichkeit, eine Änderung des Materialquerschnittes
des Walzgutes 5 in die Längskraftregelung
einzubeziehen, ist die direkte Messung des Materialquerschnittes
des Walzgutes 5 am jeweiligen Einlauf in ein
Walzgerüst 1 bzw. 2. Da sich beim Walzprozeß Querschnittsänderungen
bevorzugt in einer Änderung der Länge
einer Abmessung des Walzgutes 5 bemerkbar machen, kann
durch berührungsloses und kontinuierliches Messen dieser
Länge auf den Materialquerschnitt geschlossen werden.
Zur Messung der Länge einer Abmessung des Walzgutes 5
eignen sich beispielsweise sogenannte Diodenzeilenkameras.
Des weiteren können zur Bestimmung auftretender Querschnittsänderungen
des Walzgutes andere allgemein bekannte
Verfahren, beispielsweise das Wirbelstromverfahren,
angewendet werden.
In Fig. 2 ist eine alternative Schaltungsanordnung zur
Regelung der Längskraft zwischen Walzgerüsten einer kontinuierlichen
Walzstraße mit Einzelantrieben dargestellt.
Im Unterschied zur Anordnung gemäß Fig. 2 liegen
hierbei die Ausgangswerte der Längskraft-Regler 29 bzw.
30 nicht direkt an den Eingängen der Drehzahlregler 19
bzw. 20, sondern sind Geschwindigkeitsreglern 33 bzw. 34
zugeführt. Eingangsseitig liegen den Geschwindigkeitsreglern
33 bzw. 34 des weiteren die Geschwindigkeitssignale
v₁ bzw. v₂ in negierter Form an. Ausgangsseitig
beaufschlagen die Geschwindigkeitsregler 33 bzw. 34 die
Drehzahlregler 19 bzw. 20.
Die weitere Beschaltung der Anordnung gemäß Fig. 2 ist
wie unter Fig. 1 beschrieben. Insbesondere ist auch bei
der Regelanordnung gemäß Fig. 2 eine wahlweise Korrektur
der Voreilung über die Stichabnahme-Bildner 31 bzw.
32 möglich (gestrichelt dargestellt).
Durch den Einsatz der Geschwindigkeitsregler 33 bzw. 34
werden die Drehzahlen n₁ bzw. n₂ der Walzgerüste 1 bzw.
2 nicht nur in Abhängigkeit der Voreilung , sondern
auch in Abhängigkeit der auslaufseitigen Geschwindigkeiten
v₁ bzw. v₂ des Walzgutes 5 geregelt. Die Drehzahlen
n₁ bzw. n₂ werden so verstellt, daß sich am Auslauf des
Walzgutes 5 aus der Walze vorgeschriebene Geschwindigkeitswerte
v₁ bzw. v₂ einstellen. Der Geschwindigkeitssollwert
für das Walzgerüst 1 wird dabei beispielsweise
durch eine überlagerte Voreilungsregelung derart gebildet,
daß der gemessene und kurz vor dem Einlauf des
Walzgutes 5 in das nachfolgende Walzgerüst 2 abgespeicherte
Voreilungswert auf einen Wert geregelt wird,
der einer vorgegebenen Längskraft zwischen dem Walzgerüst
1 und dem nachfolgenden Walzgerüst 2 entspricht.
Dieser Voreilungswert kann dabei bei sich verändernden
Stichabnahmen δ korrigiert werden. Das gleiche gilt
sinngemäß für die weiteren Walzgerüste 2 und folgende,
so daß sich nach Durchlauf des Walzgutes 5 durch die
gesamte Walzstraße kleine Querschnittstoleranzen des
Walzgutes 5 ergeben.
In den Fig. 3 und 4 sind Kopplungsmöglichkeiten zwischen
einzelnen Walzgerüst-Regelanordnungen untereinander dargestellt,
und zwar zeigen Fig. 3 eine Kopplungsmöglichkeit
für die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 sowie
Fig. 4 eine Kopplungsmöglichkeit für die Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 2.
In Fig. 3 ist eine kontinuierliche Walzstraße mit den
Walzgerüsten 1 und 2 sowie weiteren Walzgerüsten 35 und
36 dargestellt. Jedes Walzgerüst weist die unter Fig. 1
im einzelnen beschriebene Regelanordnung auf. Von diesen
Regelanordnungen sind zur Vereinfachung lediglich die
Drehzahlregler 19, 20 sowie weitere Drehzahlregler 37,
38 und die Längskraft-Regler 29, 30 sowie weitere Längskraft-
Regler 39, 40 gezeigt.
Die einzelnen Regelanordnungen der Walzgerüste 1, 2, 35,
36 sind über Koppler 41, 42 und 43 miteinander verbunden.
Zum Anschluß der Koppler weisen die Verbindungen
zwischen Drehzahlreglern und Längskraft-Reglern jeweils
Additionsstellen auf.
Im einzelnen ist das Ausgangssignal des Längskraft-Reglers
29 einer Additionsstelle 44 zugeführt, die eingangsseitig
des weiteren mit dem Koppler 41 und ausgangsseitig
mit dem Drehzahlregler 19 verbunden ist.
Der Koppler 41 liegt ferner an einer Additionsstelle 45,
die eingangsseitig mit Signalen vom Längskraft-Regler 30
und vom Koppler 42 beaufschlagt ist und ausgangsseitig
am Drehzahlregler 20 liegt.
Der Koppler 42 ist mit einer Additionsstelle 46 verbunden,
der die Ausgangswerte von Längskraft-Regler 39 und
Koppler 43 zugeführt sind und die selbst den Drehzahlregler
37 beaufschlagt. Der Koppler 43 ist mit einer Additionsstelle
47 verbunden, der eingangsseitig der
Längskraft-Regler 40 und ausgangsseitig der Drehzahlregler
38 anliegen.
In Fig. 4 ist eine Kopplungsmöglichkeit zwischen den
einzelnen Walzgerüst-Regelanordnungen entsprechend
Fig. 2 dargestellt. Im Gegensatz zu der in Fig. 3 gezeigten
Anordnung liegen hierbei Additionsstellen zwischen
den Längskraft-Reglern und den Geschwindigkeitsreglern.
Im einzelnen sind in Fig. 4 die Walzgerüste 1, 2, 35 und
36 und die jeweils zu ihren Regelanordnungen zugehörigen
Geschwindigkeitsregler 33, 34, 48 und 49 sowie die
Längskraft-Regler 29, 30, 39 und 40 dargestellt. Die
weitere, nicht gezeigte Beschaltung ist wie unter Fig. 2
beschrieben. Zwischen den Regelanordnungen der einzelnen
Walzgerüste sind die Koppler 41, 42 und 43 angeordnet.
Der Längskraft-Regler 29 und der Koppler 41 sind mit
einer Additionsstelle 50 verbunden, die ausgangsseitig
am Geschwindigkeitsregler 33 liegt. Der Koppler 41 ist
des weiteren mit einer Additionsstelle 51 beschaltet, der
eingangsseitig die Signale von Längskraft-Regler 30 und
Koppler 42 anliegen und die ausgangsseitig am Geschwindigkeitsregler
34 liegt.
Der Koppler 42 ist ferner mit einer Additionsstelle 52
verbunden, der eingangsseitig die Signale von Längskraft-
Regler 39 und Koppler 43 zugeführt sind und die
ausgangsseitig am Geschwindigkeitsregler 48 liegt. Der
Koppler 43 ist des weiteren mit einer Additionsstelle 53
verbunden, der eingangsseitig das Signal des Längskraft-
Reglers 40 anliegt und die ausgangsseitig den Geschwindigkeitsregler
49 beaufschlagt.
Die Einfügung dieser Koppler 41, 42, 43 jeweils zwischen
die den einzelnen Walzgerüsten 1, 2, 35, 36 zugeordneten
Regelanordnungen ist nicht zwingend notwendig, trägt
jedoch zur Verbesserung des Regelverhaltens der Gesamtanlage
bei. Bei Auftreten einer unzulässigen Längskraft
zwischen zwei Walzgerüsten, beispielsweise zwischen den
Walzgerüsten 35 und 36, würden bei Fehlen der Koppler
41, 42, 43 zwar die Drehzahlen der Walzen dieser Walzgerüste
35 und 36 so verändert werden, daß sich die vorgeschriebene
Längskraft zwischen den Gerüsten 35 und 36
ergibt, es würde sich jedoch als Folge davon eine unzulässige
Längskraft zwischen den weiteren Walzgerüsten 1
und 2 bzw. zwischen 2 und 35 ergeben.
Dies hätte zur Folge, daß auch die Drehzahlen dieser
Walzgerüste verändert werden müßten, was jedoch wieder
auf die bereits eingeregelten Drehzahlen der Walzgerüste
35 und 36 rückwirkenden Einfluß hat. Bis zur Einstellung
der vorgeschriebenen Längskraft zwischen allen Gerüsten
würde sich eine Vielzahl von Regelvorgängen abspielen,
was den Nachteil mit sich bringt, daß das Walzgut 5 während
dieser Einschwing-Zeitspanne nicht optimal, d. h.
mit vorgeschriebener Längskraft, gewalzt werden könnte.
Durch Einfügen der Koppelglieder 41, 42, 43 wird dieser
Nachteil beseitigt. Tritt jetzt beispielsweise eine unzulässige
Längskraft zwischen den Walzgerüsten 35 und 36
auf, so werden nicht nur die Drehzahlen der Walzgerüste
35 und 36 entsprechend verändert, sondern gleichzeitig
werden auch - über die Koppelglieder 41, 42, 43 - die
Drehzahlen aller Gerüste vor dem Walzgerüst 35 so verstellt,
daß sich keine unzulässige Längskraft ergibt.
Bei der in den Fig. 3 und 4 angegebenen Wirkungsrichtung
zwischen den Additionsstellen 44, 45, 46, 47 und den
Kopplern 41, 42, 43 (Fig. 3) sowie zwischen den Additionsstellen
50, 51, 52, 53 und den Kopplern 41, 42, 43
(Fig. 4) wird also eine Zugkraft-Änderung zwischen zwei
Walzgerüsten allen Reglern der davorliegenden Walzgerüste
mitgeteilt, d. h., es werden die Drehzahlen aller
davorliegenden Walzgerüste verändert. Es ist jedoch eine
Umkehr dieser Wirkungsrichtung in der Weise denkbar, daß
eine Zugkraftänderung zwischen zwei Walzgerüsten allen
Reglern der nachfolgenden Walzgerüste mitgeteilt wird,
d. h. es werden dann die Drehzahlen aller nachfolgenden
Walzgerüste verändert.
Claims (14)
1. Verfahren zur Regelung der Längskraft in einem
Walzgut zwischen Walzgerüsten einer kontinuierlichen
Walzstraße mit Einzelantrieben, wobei die Geschwindigkeit
des Walzgutes an der Auslaufseite eines Walzgerüstes
gemessen und zur Bildung eines mathematischen Verknüpfungswertes
herangezogen wird, der seinerseits über
die Veränderung der Drehzahl der Walzen des einen Gerüstes
die Längskraft konstant hält, wobei zusätzlich der
mathematische Verknüpfungswert in Abhängigkeit von auftretenden
Querschnittsänderungen des Walzgutes korrigiert
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
bzw. die Drehzahl der Walze des einen
Walzgerüstes gemessen und zur Bildung des mathematischen
Verknüpfungswertes herangezogen wird und daß die Querschnittsänderungen
des Walzgutes durch Bildung der
Stichabnahme δ nach der Formel
(wobei ν = 1, 2, 3, . . . = Nr. des jeweiligen Walzgerüstes)
bestimmt werden, wobei v ν die Geschwindigkeit des Walzgutes am Auslauf aus der Walze und v ν -1 die Geschwindigkeit des Walzgutes am Einlauf in die Walze des Walzgerüstes ν darstellt.
bestimmt werden, wobei v ν die Geschwindigkeit des Walzgutes am Auslauf aus der Walze und v ν -1 die Geschwindigkeit des Walzgutes am Einlauf in die Walze des Walzgerüstes ν darstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als mathematischer Verknüpfungswert die Voreilung
herangezogen wird, wobei v die Geschwindigkeit des Walzgutes
an der Auslaufseite des Walzgerüstes und v u die Umfangsgeschwindigkeit
der Walze dieses Walzgerüstes darstellen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als mathematischer Verknüpfungswert die Differenz
aus der Geschwindigkeit des Walzgutes an der Auslaufseite
des Walzgerüstes und der Umfangsgeschwindigkeit
der Walze dieses Walzgerüstes verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als mathematischer Verknüpfungswert der Quotient
aus der Geschwindigkeit des Walzgutes an der Auslaufseite
des Walzgerüstes und der Umfangsgeschwindigkeit der Walze dieses
Walzgerüstes herangezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei gegebener Antriebsdrehzahl
(n) für ein Walzgerüst eine Walze mit einem derartigen
Durchmesser gewählt wird, daß die Walzenumfangsgeschwindigkeit
(Vu) im Zeitraum vor dem Einlaufen des Walzgutes
in das Walzgerüst (1 oder 2) und die Geschwindigkeit des
Walzgutes (v) an der Auslaufseite des Walzgerüstes den
mathematischen Verknüpfungswert bilden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der mathematische Verknüpfungswert
im Zeitraum vor dem Einlaufen des Walzgutes in
das nachfolgende Walzgerüst gebildet und gespeichert
wird und als Sollwert für die nachfolgende Regelung während
des gesamten Durchlaufs des Walzgutes dient.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der gespeicherte mathematische Verknüpfungswert
um einen gewissen Betrag geändert wird, der einer vorgegebenen
Längskraft entspricht.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 5, 6 und/oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß während des gesamten Durchlaufs
des Walzgutes bei Abweichungen des mathematischen
Verknüpfungswertes vom gespeicherten Sollwert die Drehzahl
der Walzen der einzelnen Walzgerüste untereinander
so verstellt werden, daß sich der gespeicherte Sollwert
ergibt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gkennzeichnet, daß die Drehzahlen der Walzen der
einzelnen Walzgerüste durch eine überlagerte Voreilungsregelung
und eine unterlagerte Walzgutgeschwindigkeitsregelung
so verstellt werden, daß sich am Auslauf des
Walzgutes aus einer Walze ein vorgeschriebener Geschwindigkeitswert
des Walzgutes einstellt.
10. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß einem Voreilungs-
Istwertbildner (21, 22) eines Walzgerüstes (1, 2) eingangsseitig
ein Drehzahlsignal (n₁, n₂) der Walze und ein
Auslaufgeschwindigkeitssignal (v₁, v₂) des Walzgutes zugeführt
sind, wobei der Voreilungs-Istwertbildner (21, 22)
ausgangsseitig einen Speicher (23, 24) und eine Additionsstelle
(25, 26) beaufschlagt, daß der Speicher (23, 24)
über einen Voreilungs-Sollwertbildner (27, 28) mit der
Additionsstelle (25, 26) verbunden ist, daß die Additionsstelle
(25, 26) ausgangsseitig über einen Längskraft-
Regler (29, 30) an einem Drehzahlregler (19, 20) liegt,
wodurch eine Drehzahlsteuerung des Antriebsmotors (6, 7)
der Walze erfolgt.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang des Längskraft-Reglers
(29, 30) mit einem Geschwindigkeitsregler (33, 34) verbunden
ist, wobei der Geschwindigkeitsregler (33, 34) eingangsseitig
des weiteren mit dem Auslaufgeschwindigkeitssignal
(v₁, v₂) des Walzgutes beaufschlagt ist und ausgangsseitig
am Drehzahlregler (19, 20) liegt.
12. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 10
und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stichabnahme-
Bildner (31, 32) eingangsseitig mit einlaufseitigen und
auslaufseitigen Geschwindigkeitssignalen (v₀, v₁; v₁, v₂)
der Walze beaufschlagt ist und ausgangsseitig den Voreilungs-
Sollwertbildner (27, 28) sowie den Speicher (23, 24)
beaufschlagt.
13. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 10
und/oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Drehzahlregler
(19, 20, 37, 38) und Längskraft-Regler
(29, 30, 39, 40) eines jeden Walzgerüstes (1, 2, 35, 36) eine
Additionsstelle (44, 45, 46, 47) eingefügt ist, die mit
Signalen von Kopplern (41, 42, 43) beaufschlagbar ist,
wobei diese Koppler (41, 42, 43) jeweils benachbarte Walzgerüste
(1, 2, 35, 36) einer kontinuierlichen Walzstraße
verbinden.
14. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 10
und/oder 11 und/oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Geschwindigkeitsregler (33, 34, 48, 49) und Längskraft-
Regler (29, 30, 39, 40) eines jeden Walzgerüstes
(1, 2, 35, 36) eine Additionsstelle (50, 51, 52, 53) eingefügt
ist, die mit Signalen von Kopplern (41, 42, 43) beaufschlagbar
ist, wobei diese Koppler (41, 42, 43) jeweils
benachbarte Walzgerüste (1, 2, 35, 36) einer kontinuierlichen
Walzstraße verbinden.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782815341 DE2815341A1 (de) | 1978-04-10 | 1978-04-10 | Verfahren und schaltungsanordnung zur regelung der laengskraft zwischen walzgeruesten einer kontinuierlichen walzstrasse mit einzelantrieben |
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| DE19782815341 DE2815341A1 (de) | 1978-04-10 | 1978-04-10 | Verfahren und schaltungsanordnung zur regelung der laengskraft zwischen walzgeruesten einer kontinuierlichen walzstrasse mit einzelantrieben |
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