DE2816792C2 - Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse - Google Patents
Stabilisierte chlorhaltige PolymerisatmasseInfo
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Description
C gegebenenfalls üblichen Additiven
dadurch gekennzeichnet, daß die Polyol-Komponente 2) ein Esterderivat eines mehrwertigen
Alkohols ist
2. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mehrwertige Alkohol mindestens
eine Verbindung der Gruppe Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Mannit und Sorbit umfaßt.
3. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat einen partiellen Ester
darstellt.
4. Masse gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat ein Esterderivat von
Pentaerythrit oder Dipentaerythrit darstellt.
5. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat den Rest einer
organischen Carbonsäure mit 10 oder weniger Kohlenstoffatomen enthält.
6. Masse gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Carbonsäurerest einen
Essigsäurerest darstellt.
7. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator in einer Menge von
etwa 0,05 bis etwa 10,0, vorzugsweise von 0,1 bis 5,0 Gew.-Teilen pro 100 Gewichtsteile des chlorhaltigen
Harzes vorliegt.
Chlorhaltige Polymerisate sind an sich gegen Wärme instabil. Wenn sie z. B. während der Formgebung erhitzt
werden, so zersetzen sie sich, wobei Chlorwasserstoff abgespalten wird und eine Verfärbung eintritt. Um die
Verfärbung durch V.'ärmezersetzung zu verhindern, gibt man den Polymerisaten vor der Formgebung Warmestabilisatorcn
zu.
Bekannte schwermetallhaltige Wärmestabilisatoren haben den Nachteil, daß sie toxisch sind.
Als Stabilisatoren mit reduzierter Toxizität wurden Kombinationen von Kalziumstearat, Zinkstearat, Organo-Zinn-Verbindungen,
stickstoffhaltige Stabilisatoren, wie ß-Aminocrotonsäureester, und Polyhydroxyverbindungen,
wie Pentaerythrit oder Dipentaerythrit, verwendet. Wenn jedoch diese Polyhydroxyverbindungen
verwendet werden, so setzt die Verfärbung in einem frühen Stadium ein. Außerdem ist die Schlagfestigkeit
der geformten Produkte, die Polyhydroxyverbindungen, wie Pentaerythrit oder Dipentaerythrit der Stabilisierungskomponente
enthalten, vermindert Pentaerythrit oder Dipentaerythrit lassen sich nur schwer zu einem
feinen Pulver pulverisieren. Darüber hinaus schmelzen diese Verbindungen aufgrund ihres hohen Schmelzpunktes
(Pentaerythrit hat einen Schmelzpunkt von 210 bis 235° C und Dipentaerythnt hat einen Schmelzpunkt
von 215 bis 225° C) bei der Verformungstemperatur eines chlorhaltigen Harzes nicht, sondern verbleiben als
grobe Partikel in dem geformten Produkt. Aus diesem
ίο Grunde ist die Schlagfestigkeit der verformten Produkte
reduziert
In der JA-AS 38 767/1973 wird ein Ester von
Pentaerythrit mit Maleinsäure als Wärmestabilisator für ein chlorhaltiges Harz beschrieben. Jedoch verleiht
Pentaerythrit-maleat keine ausreichende Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit des chlorhaltigen Harzes
wird nicht in ausreichendem Maße beibehalten.
JA-AS 25 257/1976 beschreibt als Stabilisator für ein chlorhaltiges Harz ein eutektisches Gemisch aus
Dipentaerythrit und/oder Bisphenol A mit Pentaerythrit mit einem Schmelzpunkt, der unter der Verformungstemperatur des chlorhaltigen Polymerisates liegt.
Jedoch hat das eutektische Gemisch aus Dipentaerythrit und Pentaerythrit eine Schmelztemperatur von über
180° C und das eutektische Gemisch aus Dipentaerythrit,
Bisphenol A und Pentaerythrit weist ebenfalls eine Schmelztemperatur von über 180°C auf. Aus diesem
Grunde verbleiben die eutektischen Gemische nach dem Formen als grobe Partikel in dem geformten
chlorhaltigen Polymerisaten und ergeben keine ausreichende Wärmestabilität und Schlagfestigkeit.
Aus US-PS 39 53 358 ist ein Stabilisator für Vinylchloridpolymerisate, den man erhält, indem man
Trimethylolpropan und Pentaerythrit verschmilzt, bekannt Trimethylolpropan und Pentaerythrit sind beides
mehrwertige Alkohole. Somit lehrt die Entgegenhaltung die Verwendung eines geschmolzenen und dann
verfestigten Gemisches aus zwei mehrwertigen Alkoholen als Stabilisator. Weiterhin ist es aus US-PS 29 75 152
bekannt, Ersterderivate eines mehrwertigen Alkohols mit einem Schmelzpunkt von nicht über 35°C allein als
Weichmacher zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein chlorhaltiges Polymerisat mit verbesserter Wärmestabilität und
Schlagfestigkeit zur Verfügung zu stellen, das die Nachteile, die mit der Verwendung der oben beschriebenen
Polyhydroxyverbindungen als Stabilisator verbunden sind, nicht aufweist
Diese Aufgabe wird durch eine stabilisier ι e chlorhaltige
Polymerisatmasse gemäß dem Anspruch 1 gelöst.
Die Bezeichnung »chlorhaltiges Polymerisat« bedeutet ein Polymerisat, das in seinem Molekül Cl enthält.
Beispiele von chlorhaltigen polymeren sind Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, ein Vinylchlorid/Vinyli-
denchlorid-Copolymer, ein Copolymer von Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid als Hauptmonomereinheit mit
Äthylen, Vinylacetat, Acrylsäureester oder Acrylnitril, chloriertes Polyvinylchlorid und chloriertes Polyäthylen.
Chlorhaltige Polymere, die erfindungsgemäß stabilisiert werden, sind beispielsweise: Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid,
ein Vinylchlorid/Vinylidenchlorid-Copolymer mit einem Vinylchloridgehalt von etwa 5 bis etwa
95Gew.-%; ein Vinylchlorid/Vinyiacetat-Copolymer, das in den meisten Fällen im Handel mit einem
Vinylacetatgehalt von etwa 0,4 bis etwa 40 Gew.-%, besonders häufig mit 0,4 bis 20Gew.-%, erhältlich ist;
ein Vinylchlorid/Äthylen-Copolymer, das meist mit einem Äthylengehalt von etwa 1 bis etwa 15 Mol-% und
einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 700 bis etwa 1500 im Handel erhältlich ist; chloriertes
Polyvinylchlorid, meist mit einem Chlorgehalt von etwa 60 bis etwa 70Gew.-%, besonders häufig mit 63 bis
68Gew.-%, im Handel erhältlich; und chloriertes
Polyäthylen, meist mit einem Chlorgehalt von etwa 25 bis etwa 45 Gew.-%, im Handel erhältlich.
Geeignete mehrwertige Alkohole sind solche, mit zwei oder mehr Hydroxylgruppen und 15 oder weniger
Kohlenstoffatome im Molekül. Beispiele hierfür sind: Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Tripentaerytrit, Mannit,
Sorbit, Äthylenglykol, Propylenglykol, Trimethylenglykol, Trimethylolpropan und 3-Methyl-l,3,5-pentatriol.
Bevorzugte Beispiele mehrwertiger Alkohole, die erfindungsgemäß verwendet werden können, umfassen
Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Mannit und Sorbit Die am meisten bevorzugten Beispiele mehrwertiger Alkohole,
die erfindungsgemäß verwendet werden können, umfassen Pentaerythrit und Dipentaerythrit.
Geeignete Esterderivate mehrwertiger Alkohole, sind die Produkte aus Veresterungsreaktionen zwischen
den Hydroxylgruppen eines mehrwertigen Alkohols und einer oder mehreren organischen Carbonsäuren.
Die mehrwertigen Alkohole, die zur Bildung geeigneter Esterderivate verwendet werden, haben zwei oder mehr
Hydroxylgruppen und 15 oder weniger Kohlenstoffatome. Beispiele für mehrwertige Alkohole, die geeignete
Esterderivate bilden, sind Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Tripentaerythrit, Mannit, Sorbit, Äthylengiykol,
Propylenglykol, Trimethylenglykol, Trimethylolpropan und 3-Mcthyl-l,3,5-pentantriol, und vorzugsweise Pentaerythrit
und Dipentacrylhrit. Die Anzahl der veresterten Hydroxylgruppen im mehrwertigen Alkohol ist
nicht besonders begrenzt, jedoch sind partielle Ester, in denen mindestens eine Hydroxygruppe des mehrwertigen
Alkohols unverestert bleibt, vorzuziehen.
Geeignete organische Carbonsäuren, die geeignete Esterderivate bilden, sind beliebige organische Carbonsäuren,
die mit den Hydroxylgruppen eines mehrwertigen Alkoholes unter Bildung eines Esterderivates
reagieren können. In dem Maße, wie die Zahl der Kohlenstoffatome der organischen Carbonsäure zunimmt,
nimmt der stabilisierende Effekt des erhaltenen Gemisches ab. Aus diesem Grunde sind organische
Säuren mit 10 oder weniger Kohlenstoffatomen vorzuziehen. Beispiele von geeigneter organischer
Carbonsäuren sind gesättigte Monocarbonsäuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Valerinsäure,
Capronsäure, önanthsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure und Caprinsäure, ungesättigte Monocarbonsäure, wie
Acrylsäure, Crotonsäure, Angelikasäure und Allylessigsäure, gesättigte Dicarbonsäuren, wie Oxalsäure, Malonsäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure und Acelainsäure, und ungesättigte Dicarbonsäuren,
wie Maleinsäure, Fumarsäure und Itaconsäure.
Das Stabilisierungsgemisch wird durch Schmelzen und Vermischen von mindestens einem mehrwertigen
Alkohol und mindestens einem Esterderivat eines mehrwertigen Alkohols hergestellt. Der mehrwertige
Alkohol kann derselbe sein, der im Esterderivat vorliegt oder er kann von diesem verschieden sein. Zum Beispiel
kann dieses Gemisch auf einfache Weise durch Mischen und Schmelzen des mehrwertigen Alkoholes und des
Esterderivates hergestellt werden. Es kann entweder nur ein Esterderivat oder ein Gemisch aus zwei oder
mehreren Esterderivaten verwendet werden. Außerdem kann entweder nur ein mehrwertiger Alkohol oder ein
Gemisch aus zwei oder mehreren mehrwertigen Alkoholen eingesetzt werden. Wenn ein mehrwertiger
Alkohol mit einer organischen Carbonsäure verestert wird, so erhält man ein Gemisch öp.s mehrwertigen
s Alkohols und verschiedene Ester (Monoester, Diester, etc.) des mehrwertigen Alkohols. Dieses Gemisch wird
dann entweder als solches oder, falls erforderlich, nach Zugabe eines mehrwertigen Alkohols oder eines
Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols geschmolzen, um das gewünschte stabilisierende Gemisch zu
bilden. Es können partielle Esterderivate, vollständig veresterte Derivate und gemischte Esterderivate
verwendet werden. Vorzugsweise wird vor der Verwendung das erhaltene verfestigte Gemisch zu einem feinen
Pulver pulverisiert. Die Partikelgröße ist dabei nicht kritisch, jedoch eignet sich im allgemeinen eine
Partikelgröße von etwa 0,1 bis etwa 80 μιη, vorzugsweise
0,2 bis 50 }im.
Das Stabilisierungsge.nisch hat eine Schmelztemperatur von 50 bis 180°. Die Schmelztemperatur
bezeichnet die Temperatur, bei der ein Teil des Gemisches zu schmelzen und fliessen beginnt, wobei die
Schmelztemperatur bestimmt wird, indem die Probe des Gemisches mii einer Geschwindigkeit von 3°C/min in
einer Mikroapparatur zur Bestimmung des Schmelzpunktes erwärmt wird.
Wenn die Schmelztemperatur 180°C überschreitet, so
löst und dispe^giert sich das stabilisierende Gemisch während der Formgebung nicht in ausreichendem
Maße, sondern verbleibt als grobe Partikeln in dem erhaltenen geformten Produkt. Aus diesem Grunde sind
die Eigenschaften des geformten Produktes, wie Schlagfestigkeit, verschlechtert. Liegt die Schmelztemperatur
unter etwa 50°C, so nimmt die Erweichungstemperatur der Formkörper ab, und die Wärmestabilisierung
ist vermindert. Vorzugsweise beträgt die Schmelztemperatur des Stabilisierungsgemisches 70 bis 12O0C.
Besonders geeignet ist ein Stabilisierungsgemisch aus 99 bis 30 Gew.-% eines mehrwertigen Alkohols und 1
bis 70 Gew.-% eines Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols.
Die stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse wird durch Zugabc· des Stabilisierungsgemisches mit einer
Schmelztemperatur von 50 bis 180'C, zu einem
-t5 chlorhaltigen Polymerisat hergestellt. Die Menge des
Stabilisierungsgemisches in der chlorhaltigen Polymerisatmasse ist nicht kritisch, beträgt jedoch vorzugsweise
0,05 bis etwa 10,0 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,1 bis 0,5
Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile des chlorhaltigen Polymerisats.
Die chlorhaltigen Polymerisatmassen gemäß der Erfindung können außerdem übliche Stabilisatoren, z. B.
Metallseifen, wie Kalziumsiearat oder Zinkstearat, Organozinnverbindungen, Metalloxide, wie Magnesiumoxid,
Kalziumoxid oder Zinkoxid, Metallhydroxide, wie Kalziumhydroxid, Magnesiumhydroxid oder Bariumhydroxid,
Silikatsalze, wie Dikalziumsilikat, Aluminiumsalze, wie Kalziumaluminat oder Dikalziumaluminat
und Titansäuresalze, wie Kalziumtitanat, enthalten. Eine geeignete Menge dieser üblichen Stabilisatoren liegt im
Bereich von etwa 0,3 bis etwa 10 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des chlorhaltigen Polymerisats.
Die stabilisierten chlorhaltigen Polymerisatmassen können übliche Additive wie Füllstoffe, Pigmente oder
Schmierstoffe enthalten.
Alle Teile, Prozente und Verhältnisse in den
Beispielen beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
In den Versuchen 1 bis 4, die in der Tabelle 1 aufgeführt sind, wurde ein Gemisch mit einem
Schmelzpunkt von 70 bis 92° C, bestehend aus Dipentaerythrit, Dipentaerythritmonoacetat, Dipentaerythritdiacetat
und Dipentaerythrittriacetat durch Zusammenschmelzen der Materialien hergestellt Es
wurden dann jeweils 2 Teile der erhaltenen Gemische und 0,5 Teile eines Kohlenwasserstoffwachses zu
lOOTeiten eines Vinylchloridpolymerisates (Polymerisationsgrad:
1050) zugegeben und die Stoffe gut vermischt. Jedes Gemisch wurde daraufhin in eine
Walzmühle bei 2000C gegeben und die Farbe des Polymerisates nach Verlauf von 3, 5 und 7 Minuten
beobachtet Dann wurden die Verfärbungsgrade im frühen Stadium dieser Polymerisate verglichen. Die
erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Nachdem jedes dieser Gemische 5 Minuten lang unter den oben beschriebenen Bedingungen einem
Knetvorgang unterworfen worden war, wurden die Gemische 5 Minuten lang in einer Presse bei 190° C zu
Platten mit einer Dicke von 3 mm formgepreßt. Die Erweichungstemperatur dieser Platten wurde nach
Vicat bestimmt Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt
Vergleichsbeispiel 1
Wie in Beispiel 1 werden Gemische aus Vinylchloridharzmassen unter Verwendung von Stabilisierungsgemischen
mit einer Schmelztemperatur von über 180°C oder unter 50° C hergestellt. Die Stabilisatoren wurden
durch Schmelzen und Mischen von Dipentaerythrit, einem Ester von Dipentaerythrit mit Essigsäure oder
Stearinsäure und/oder Pentaerythrit in den der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführten Anteilen hergestellt
Es wurde die im frühen Stadium eintretende Verfärbung und die Erweichungstemperatur nach Vicat
einer jeden dieser Zusammensetzungen bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
Beispiel 1 (Versuch Nr.) 1 Vergleichsbeispiel 1 (Versuch Nr.)
6 7
6 7
10
| Zusammensetzung (Gew.-%) | 62 | 50 | 42 | 31 | 80 | 50 |
| Dipentaerythrit | 19 | 24 | 34 | 37 | 19 | — |
| Dipentaerythritmonoacetat | 15 | 19 | 20 | 24 | 1 | — |
| Dipentaerythritdiacetat | 4 | 7 | 4 | 8 | 0 | — |
| Dipentaerythrittriacetat | - | - | - | - | - | 44 |
| Dipentaerythritmonostearat | - | - | - | - | - | 5 |
| Dipentaerythritdistearat | - | - | - | - | - | 1 |
| Dipentaerythrittristearat | - | - | - | - | - | - |
| Pentaerythrit | ||||||
Schmelztemperatur (X)
Verfärbung im frühen Stadium min
min min
85-92
bkißgelb
gelb gelb
Vicat-Erweichungstemperatur ( C) 82-83
79-82
blaßgelb
gelb gelb
82-83
74-80
blaßgelb
gelb gelb
82-83
71-75
blaßgelb
gelb gelb
81-82
185-195
gelb
orange
gelb
orange
82-83 30
gelb
orange
orange
rötlich
orange
orange
63-64
100
215-225
gelb
gelb
orange
gelb
orange
82-83
70
30
181-190
181-190
gelb
orange
gelb
orange
74-77
50
50
187-195
187-195
gelb
orange
gelb
gelb
orange
79-81
79-81
100 -vj
210-235 K)
gelb
orange
gelb
orange
82-83
Zu 100 Teilen eines Vinylchloridpolymerisates (Polymerisationsgrad:
1050) wurde jeweils ein Teil der in Beispiel 1 hergestellten stabilisierenden Gemische
(siehe Tabelle 2) und Kalziumstearat, Zinkstearat,
Kalziumhydroxid und Dikalziumsilikat in den in Tabelle 2 angegebenen Anteilen zugegeben. Jede der erhaltenen
Verbindungen wurde entsprechend JIS K 6723 in ein Ölbad bei 2000C gegeben. Zur Bestimmung der iu
Wärmestabilität wurde die Zeit gemessen, bis sich ein Konorot-Testpapier blau verfärbte.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die Zeit, die ein Maß für die Wärmestabilität ist, beträgt 33 bis 59
Minuten, wobei keine schwarzen Hecken bzw. keine Schwärzung eintrat.
Daraufhin wurde jede dieser Verbindungen mit 0.5 Teilen Kohlenwasserstoffwachs gemischt und das
erhaltene Gemisch in eine Knetwalzmühle bei 2000C
gegeben. Es wurde nun die Zeit gemessen, die verstrich, bis sich das Gemisch schwarz (bra'in) verfärbte. Die
Ergebnisse sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
Nach 5minütigem Kneten auf die oben beschriebene Weise wurde das Gemisch 5 Minuten lang in einer
Presse, die auf 190°C gehalten wurde, zu einer Platte mit einer Dicke von 3 mm preßgeformt. Die Platte wurde
mit Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JIS K 6745 unterworfen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2
aufgeführt.
Im Vergleich zu den Massen entsprechend dem
Vergleichsbeispiel 2 (nachstehend) weisen die Zusammensetzungen dieses Beispieles eine gute Wärmestabilität
auf, sie sind über längere Zeit stabil, bis sie sich schwarz(braun) verfärben und haben einen sehr hohen
Charpy-Schlagfestigkeitswert. Es läßt sich feststellen, daß die Wärmestabilität zunahm, ohne daß eine
Reduzierung der Schlagfestigkeit eintrat.
Vergleichsbeispiel 2
Wie in der Tabelle 2 aufgeführt, wurden die im Vergleichsbeispiel 1 hergestellten stabilisierenden Gemische
verwendet. Die Wärmestabililät, Schwärzungs-(Bräunungs)-zeit und die Schlagfestigkeit nach Charpy
wurden an den erhaltenen Mischungen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 2 bestimmt. Wie aus Tabelle 2 zu
ersehen ist, zeigten die Zusammensetzungen eine sehr schlechte Wärmestabilität, die meisten entwickelten
schwarze Flecken oder schwärzten sich bevor sich das Kongorot-Testpapier blau färbte.
Die Zusammensetzung des im Versuch 8 verwendeten Stabilisators war ähnlich der des Stabilisators im
Beispiel 2 und die Polymerisatmasse wies eine überlegene thermische Stabilität auf. Diese Polymerisatmasse
hatte jedoch einen Schmelzpunkt in der Höhe von 180 bis 195°C und der Schlagfestigkeitswert der
Harzmasse nach Charpy betrug nur 8 kg/cm2.
'- ' ■.v.'^'^rr;--" :v;.&^"r^:r-v>r.:™o
Beispiel 2 (Versuch Nr.) 12 3
Vergleichsbeispiel 2 (Versuch Nr.) 7 8 9
12
13
Zusammensetzung
(Gew.-Teile)
Polyvinylchlorid
Kalziumstearat -
Zinkstearat 1
Kalziumhydroxid 1
2CaO · SiO2 -
3CaO · Al2O3 _
CaO · TiO2 _
Dioctylzinnmercaptid -
Stabilisierungsgemisch*) CD
Thermische Stabilität 47 (min)
Schwärzung (Bräunung) 71 Zeit (min)
Schlagfestigkeit nach 15
Charpy (kg/cm2)
| IQO | 100 | 100 |
| 0,;5 | 0,5 | - |
| 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 |
CD
5.1
59 14
CD
50
66
14
40
54 13
100 0,5 1
0,5 CD
58 12
100
0,5 CD
59
69
100
0,5
38 geschwärzt
35 8
100 0,5 1
8 geschwärzt
12
schwarze
Flecken
100
0,5
1
0,5
1
17
schwarze
Flecken
26
8
8
100
0,5
0,5
13
schwarze
Flecken
27
100
0,5
16
schwarze
Flecken
29
♦) Es wurde jeweils 1 Gew.-Teil der Stabilisierungsgemische von Tabelle 1 verwendet. Die eingekreisten Zahlen entsprechen den Versuchs-Nummern in Tabelle 1.
Es wurden Stabilisierungsgemische mit einer Schmelztemperatur von 54 bis 173°C durch Schmelzen
und Mischen von Pentaerythrit, Pentaerythrit-acetat, Dipentaerythrit, Dipentaerythrit-acetat und Dipentaerythritmonooctylat
in den Versuchen 11 bis 15 in der Tabelle 3 angegebenen Kombinationen hergestellt.
Mit diesen Gemischen wurden Vinylchloridpolymerisate
stabilisiert. Die Verfärbungen im frühen Stadium und die Erweichungstemperatur nach Vicat wurde
gemessen und die Ergebnisse in der Tabelle 3 zusammengestellt.
Daraufhin wurden die Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit nach Charpy von Mischungen mit der
in Tabelle 4 gezeigten Zusammensetzung, wie in Beispiel 2, getestet. Die Ergebnisse werden in Tabelle 4
gezeigt.
Im Vergleich zur Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzungen der Vergleichsbeispiele 1 und 2
nahm die Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzung, die ein Stabilisierungsgemisch mit einer
niederen Schmelztemperatur (Versuch Nr. 11) und die Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzung,
die ein Stabilisierungsgemisch aus in der Hauptsache Pentaerythrit mit einer relativ niedrigen Schmelztemperatur
(Versuch Nr. 12) enthielt, etwas ab. Jedoch wurden überlegene Ergebnisse hinsichtlich der Verfärbung im
Frühstadium, der thermischen Stabilität und der Schlagfestigkeit nach Charpy mit diesen Zusammensetzungen
erhalten.
Vergleichsbeispiel 3
Es wurden Stabilisiergemische mit einer Schmelztemperatur von 46 bis 161°C durch Schmelzen und Mischen
von Pentaerythrit, Dipentaerythrit und anderen Alkoholen und Estern anderer Alkohole in den in Tabelle 3
angegebenen Kombinationen hergestellt (Versuche Nr. 16 bis 20).
Die Verfärbung im Frühstadium und die Vicat-Erweichungstemperatur von Zusammensetzungen, die diese
Stabilisierungsgemische enthielten, wurden wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
3 zusammengestellt.
Daraufhin wurde die Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit nach Charpy der Mischungen mit den in
Tabelle 4 gegebenen Zusammensetzungen wie in Beispiel 2 getestet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 4
zusammengestellt.
Die Ergebnisse in den Tabellen 3 und 4 zeigen, daß die Verfärbung im Frühstadium, die Wärmestabilität und
die Schlagfestigkeit von chlorhaltigen Polymerisaten durch Verwendung von Stabilisierungsgemischen mit
einer Schmelztemperatur von 50 bis 1800C1 bestehend
aus mehrwertigen Alkoholen und anderen Alkoholen oder aus anderen Estern als die Esterderivate
mehrwertiger Alkohole, nicht verbessert werden.
| Beispiel 3 | (Versuch Nr.) | 13 | 14 | 15 | |
| 11 | 12 | ||||
| Zusammensetzung (Gew.-%) | 20 | 26 | 13 | ||
| Pentaerythrit | 22 | 81 | 4 | 1 | 1 |
| Pentaerythritmonoacetat | - | - | - | 2 | - |
| Peniaerythritdiacetat | 3 | - | 2 | - | - |
| Pentaerythrittriacetat | 1 | - | 70 | 70 | 85 |
| Dipentaerythrit | 74 | - | - | - | - |
| Dipentaerythritmonoacetat | - | 7 | - | 1 | - |
| Dipentaerythritdiacetat | - | 5 | - | - | 1 |
| Dipentaerythrittriacetat | - | 2 | 4 | - | - |
| Dipentaerythritmonooctylat | - | 5 | - | - | - |
| Dioctyl-phthalat | - | - | - | - | - |
| epoxidiertes Sojabohnenöl | - | - | - | - | - |
| Glyzerin | - | - | - | - | - |
| Octylalkohol | - | - | 108-120 | 125-128 | 167-173 |
| Schmelztemperatur ( C) | 54-60 | 87-89 | |||
| Verfärbung im frühen Stadium | blaßgelb | blaßgelb | gelb | ||
| 3 min | blaßgelb | gelb | gelb | blaßgelb | gelb |
| 5 min | blaßgelb | gelb | gelb | gelb | gelb |
| 7 min | gelb | gelb | |||
Vicat-Erweichungstempnralur ('C) 63-65
71-73
80-82
82-83
S2-33
15
Tabelle 3 (Fortsetzung)
16
| Vergleichsbeispiel | 3 (Versuch | Nr.) | 18 | 19 | 20 | |
| 16 | Γ/ | |||||
| Zusammensetzung (Gew.-%) | - | - | 98 | |||
| Pentaerythrit | - | 90 | - | - | - | |
| Pentaerythritmonoacetat | - | - | - | - | - | |
| Pentaerythritdiacetat | - | - | - | - | - | |
| Pentaerythrittriacetat | - | - | 95 | 98 | - | |
| Dipentaerythrit | 80 | - | 3 | - | - | |
| Dipentaerythritmonoacetat | - | - | - | - | - | |
| Dipentaerythritdiacetat | - | - | - | - | - | |
| Dipentaerythrittriacetat | - | - | - | - | - | |
| Dipentaerythritmonooctylat | - | - | - | - | - | |
| Dioctylphthalat | 20 | - | 2 | - | - | |
| epoxidiertes Sojabohnenöl | - | 10 | - | 2 | - | |
| Glyzerin | - | - | - | - | 2 | |
| Octylalkohol | - | - | 166-1 2*) | 129-131 | 155-161 | |
| Schmelztemperatur ( C) | 46-48 | 110-120 | ||||
| Verfärbung im frühen Stadium | gelb | gelb | gelb | |||
| 3 min | orange | orange | ||||
| gelb | orange | orange | gelblich | |||
| 5 min | rötlich | orange | orange | |||
| orange | rötlich | orange | orange | |||
| 7 min | braun | orange | orange | |||
Vicat-Erweichungstemperatur ("C) 50-52
76-78
80-81
81-83
79-82
ι Im Versuch Nr. 18 beträgt die Schmelztemperatur 190-198 C, wenn kein Sojabohnenöl eingegeben wird.
308 115,
17
| /o\ | M | C | |
| ^~ Ve!/ | CS | α> | |
| ^A CJ |
|||
| J= | U | ||
|
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U. | ||
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— ο — —
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— O — —
tat
Nachfolgend werden Versuche gegenüber US-PS 29 75 152 und US-PS 39 53 358 gezeigt
Dabei bezeichnet in den folgenden Versuchen A Versuche gemäß der Erfindung und B Vergleichsversuche.
Bei allen Versuchen wurde ein Vinylchloridpolymerisat mit einem Polymerisationsgrad von 1050 verwendet
Versuche A-I und B-I
In den Versuchen A-I und B-I soll gezeigt werden,
daß durch die Kombination eines mehrwertigen Alkohols mit einem Esterderivat eines mehrwertigen
Alkohols keine überlegene Stabilisierung erzielt wird, im Gegensatz zu einem geschmolzenen und dann
verfestigten Gemisch aus dem mehrwertigen Alkohol und dem Esterderivat des mehrwertigen Alkohols.
Zusammensetzung
| OD C Nl |
orid | irat | W | ο ca |
igsge | tabili |
C3
C |
"ε |
| et. | sz | ^j ω |
ι οί CL) |
υ |
U.
3 |
OQ | ||
| iens | nylc | JSUJI | [Λ | sier | ω j= O |
stig | >, | |
|
E
ε |
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3
N |
C | bili | I |
&
cd |
||
| ca | ο | "co | N | S | cd | J= | ||
| [Λ 3 |
a. | cn |
Cl)
J= |
J=
(J |
U | |||
| Nl | H | LO | ||||||
Gewichtsteile
Dipentaerythrit
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
50
24
19
19
Eine Mischung aus den obigen Bestandteilen wurde hergestellt unter Erhalt eines Stabilisators b-1 für
Vergleichszwecke.
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde durch Erwärmen auf 20O0C geschmolzen und dann
gekühlt unter Erhait eines verfestigten Gemisches. Das geschmolzene und dann verfestigte Gemisch wurde in
einem Mörser zerkleinert unter Erhalt eines Stabilisators a-1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der
Stabilisator a-l hatte eine Schmelztemperatur von 79 bis 83° C.
Jeweils ein Teil des Stabilisators al und b-1, 0,5 Teile Zinkstcarat, 0,3 Teile Calciumslearal und 0,5 Teile
Polyethylenwachs wurden zu 100 Teilen Vinylchloridpolymerisat
gegeben und die Materialien wurden gründlich vermischt, wobei die Mischung A-I bzw. B-I
erhalten wurde. Jede der Mischungen A-I und B-I
wurden in ein Reagenzglas gegeben und jedes der Reagenzgläser wurde bei 2000C in ein ölbad getaucht
und die Fai"'ie des Polymerisates wurde nach Ablauf von
5, 10 und 15 Minuten beobachtet. Der Verfärbungsgrad, der nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt wurde, ergibt
die thermische Stabilität des Harzes. Di<_ Ergebnisse
werden in Tabelle 5 gezeigt.
Jede der Mischungen A-I und B-I wurden in eine
Knetwalzmühle 5 Minuten bei 1900C eingegeben und dann bei 190°C während 5 Minuten zu einem Fell mit
einer Dicke von 3 mm verpreßt. Die erhaltenen Felle wurden einem Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JlS
K-6745 sowie einem Dupont-Fallschlagfestigkeitstest unterworfen (im letzteren Test ist die Höhe, die zur
Zerstörung des Felles erforderlich ist, von Bedeutung).
Die Ergebnisse werden in Tabelle 5 gezeigt.
| Versuch A-I | |
| Zusammensetzung (Gew.-Teile) | |
| Polyvinylchlorid | 100 |
| Stabilisator a-1 | 1 |
| Stabilisator b-1 | - |
| Zinkstearat | 0,5 |
| Calciumstearat | 0,3 |
| Polyethylenwachs | 0,5 |
| Verfärbung (Wärmestabilität) | |
| 5 Minuten | gelblichweiß |
| 10 Minuten | schwachgelb |
| 15 Minuten | schwachgelb |
| Schlagfestigkeit | |
| Charpy-Schlagfestigkeitswert (kg/cm2) | 14,3 |
| du-Pont-FallschlaKfestiekeitstest. | 35 |
Versuch B-I
100
0,5
0,3
0,5
0,3
0,5
gelblichweiß
gelb
gelb
schwarze Punkte
verteilt in gelb
verteilt in gelb
6,6
Fallhöhe (cm)
Die Ergebnisse der Versuche A-I und B-1 zeigen, daß
die erfindungsgemäß verwendete erschmolzene und dann verfestigte Mischung ein Fell mit verbesserter
Wärmestabilität und verbesserter Schlagfestigkeit ergibt.
Versuche A-2, B-2 und B-3
In den Versuchen A-2, B-2 und B-3 wird ein Vergleich
der Erfindung mit der Lehre gemäß US-PS 29 75 152 gezeigt. In US-PS 29 75 152 werden Esterderivate eines
mehrwertigen Alkohols mit einem Schmelzpunkt nicht über 35° C allein als Weichmacher verwendet. Dagegen
wird eine gescholzene und dann verfestigte Mischung aus einem mehrwertigen Alkohol und einem Esterderivat
des mehrwertigen Alkohols erfindungsgemäß als Stabilisator verwendet, wobei der erfindungsgemäße
Stabilisator eine Schmelztemperatur eine Schmelztemperatur von etwa 50 bis etwa 180° C hat.
ι Zu 100 Teilen eines Vinylchloridpolymerisates wurden
3 Teile des im Versuch A-I hergestellten Stabilisators a-1, Dipentaearythrit oder Dipentaerythrilhexaacetat
und 0,5 Teile Polyethylenwachs zugegeben und die Gemische wurden für die Versuche A-2, B-2
und B-3 gründlich vermischt. Jede der erhaltenen Mischungen wurde in einen bei 200°C gehaltenen
Walzenstuhl eingegeben und die Farbe des Polymerisates wurde nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt. Auf
diese Weise wurden die Verfärbungen im Anfangsstadi-
um verglichen. Die Ergebnisse werden in Tabelle 6 gezeigt.
Nach 5minütigem Kneten der Mischungen unter den vorgenannten Bedingungen wurde jede Mischung 5
Minuten bei einem Druck von 1900C zu Fellen einer Dicke von 3 mm verpreßt. Die Charpy-Schlagfestigkeit
und der Vicat-Erweichungspunkt wurden gemessen und die Ergebnisse werden in Tabelle 6 gezeigt.
| Tabelle 6 | Versuch A-2 | - | 0,5 | Versuch B-2 | 3 | - | 0,5 | Versuch B-3 | 3 |
| - | 0,5 | ||||||||
| Zusammensetzung | schwachgelb | gelb | |||||||
| (Gewichtsteile) | 100 | gelb | 100 | orange | 100 | rötlichgelb | |||
| Polyvinylchlorid | 3 | rötlichgelb | - | braun | - | braun | |||
| Stabilisator a-1 | - | dunkelbraun | |||||||
| Dipentaerythrit | |||||||||
| Dipentaerythrithexaacetat | |||||||||
| Polyethylenwachs | |||||||||
| Verfärbung | |||||||||
| 5 Minuten | |||||||||
| 10 Minuten | |||||||||
| 15 Minuten | |||||||||
Fortsetzung
Versuch A-2
Versuch B-2 Versuch B-3
Charpy-Schlagfestigkeitswert (kg/cm2)
Vicat-Erweichungstemperatur (;C)
14,9
83,6
6,0
83,0
5,7
71,0
Versuch B-3 zeigt, daß Dei alleiniger Verwendung eines Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols keine
befriedigende Stabilisierungswirkung für das chlorhaltige Polymerisat erzielt wurde, und daß die Schlagfestigkeit
des Fells nicht verbessert und der Erweichungspunkt erniedrigt wurde. Versuch B-2 zeigt, daß die
alleinige Verwendung einem mehrwertigen Alkohols keine verbesserte Schlagfestigkeit und Stabilisierung im
Vergleich zu den erfindungsgemäßen Gemischen gemäß Versuch A-2 ergibt.
Versuche A-3 bis A-5 und Versuche B-4 bis B-9
Um zu zeigen, daß die erfir.dungsgemäß verwendeten
geschmolzenen und dann verfestigten Gemische für den Fachmann nicht vergleichbar sind mit den erschmolzenen
und verfestigten Gemischen gemäß US-PS 39 53 358 (entsprechend DE-OS 23 56 625) wurden die
Versuche A-3 bis A-5 (die vorliegende Erfindung) und
B-4 bis B-9 (Vergleichsversuche) durchgeführt.
Zusammensetzung
Gewichtsteile
Dipenlaerythrit
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
62 19
15 4
30 Zusammensetzung
Gewichtsteile
Ein Gemisch mit den jeweiligen obigen Zusammensetzungen wurde durch Erhitzen auf 200"C erschmolzen
und dann gekühlt unter Erhalt einer verfestigten Mischung. Die erschmolzene und dann verfestigte
Mischung wurde in einem Mörser zerkleinert, wobei man einen Stabilisator a-2 gemäß der Erfindung erhielt.
Der Stabilisator a-2 zeigte eine Schmelzte.nperatur von 85 bis 92° C.
Trimethylolpropan
Pentaerythrit
Di pentaerythrit
Tripentaerythrit
Pentaerythrit
Di pentaerythrit
Tripentaerythrit
60
35
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde durch Erhitzen auf 200 bis 2300C während 20 Minuten
geschmolzen und dann abgekühlt unter Erhalt einer verfestigten Mischung.
Die erschmolzene und dann verfestigte Mischung wurde in einem Mörser zerkleinert unter Erhalt eines
Stabilisators b-2 für Vergleichszwecke.
Zusammensetzung
Gewichtsteile
Trimethylolpropan
Pentaerythrit
Pentaerythrit
55
45
45
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde erschmolzen, gekühlt und zerkleinert in gleicher Weise
wie für den Stabilisator b-2 unter Erhalt eines Stabilisators b-3.
Um die Dispergierbarkeit der Stabilisatoren a-2, b-2 und b-3 festzustellen, hat man folgende Versuche
durchgeführt. Ein Vinylchloridpolymerisat, Zinkstearat, Calciumstearat, Dioctylphthalat, Aikylarylphosphit und
die Stabilisatoren a-2, b-2 und b-3 wurden in den Mengen, die in Tabelle 3 angegeben werden, abgemischt.
Jede Mischung wurde in einen auf 1500C erhitzten Walzenstuhl während 5 Minuten behandelt
und dann 5 Minuten bei 190°C preßverformt zu Fellen einer Dicke von 3 mm. Die erhaltenen Felle und deren
Aussehen wird in Tabelle 7 gezeigt.
| Vers ich A-3 | Versuch B-4 | _ | Versuch B-5 | |
| Zusammensetzung | ||||
| (Gewichtsteile) | ||||
| Vinylehlorid- | 100 | 100 | 100 | |
| polymerisat | ||||
| Zinkstearat | 1 | 1 | 1 | |
| Calciumstearat | 1 | 1 | 1 | |
| Dioctylphthalat | 30 | 30 | 30 | |
| Alkylarylphosphit | 0,5 | 0,5 | 0,5 | |
| Stabilisator a-2 | • 2 |
Fortsetzung
Versuch Λ-3 Versuch U-4
Versuch U-5
Zusammensetzung
(Gewichtsteile)
(Gewichtsteile)
Stabilisator b-2
Stabilisator
Stabilisator
Aussehen d. Felles
durchsichtig
viele opake gelblichweiße Teilchen
viele opake gelblichweiße Teilchen
Tabelle 7 zeigt die Dispergierbarkeit des Stabilisators
gemäß der Erfindung und gemäß DE-OS 23 56 625, bei denen Dioctylphthalat zugegeben wurde, um das Fell
transparent zu machen. Im Versuch A-3 war der Stabilisator a-2 gemäß der Erfindung gleichmäßig
verteilt und darum war das Aussehen des Fells transparent, während der Stabilisator b-2 und b-3
gemäß DE-OS 23 56 625 nicht gleichmäßig verteilt wurde und zahlreiche gelblich weiße Teilchen bei den
gemäß Versuchen B-4 und B-5 erhaltenen Fellen vorlagen. Daraus ist ersichtlich, daß die erschmolzene
und verfestigte Mischung eines mehrwertigen Alkohols und eines Esterderivates des mehrwertigen Alkohols
gemäß der Erfindung besser dispergierbar ist im Vergleich zu einer erschmolzenen und verfestigten
Mischung von zweiwertigen alkoholen gemäß Ub-ÖS 23 56 625.
Ein Vinylchloridpolymerisat, Zinkstearat, Polyethylenwachs
und die Stabilisaloren a-2, b-2 oder b-3 wurden in den in Tabelle 4 angegebenen Mengen vermischt.
Jede der Mischungen wurde in ein Reagenzglas eingefüllt und dieses dann in ein Ölbad von 2000C
getaucht und Farbe des Polymerisates wurde nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt. Der Grad der Verfärbung
wurde herangezogen, um die Wärmestabilität der Polymersate zu vergleichen. Die Ergebnisse werden in
Tabelle 8 gezeigt.
| Tabelle 8 | Versuch A-4 | - | Versuch B-6 | - | 2 | - | Versuch B-7 | - | 2 |
| - | - | ||||||||
| Zusammensetzung | |||||||||
| (Gewichtsteile) | 100 | 100 | rötlichgelb | 100 | rötlichgelb | ||||
| Vinylchlorid | hellgelb | gclbiiCngrUn | .. .Ikl^knri'm | ||||||
| polymerisat | i | orange | 1 | schwarze Punkte | 1 | Schwärzung | |||
| Zinkstearat | 0,5 | rötlichgelb | 0,5 | gelblichgrün | 0,5 | ||||
| Polyethylenwachs | 2 | ||||||||
| Stabilisator a-2 | |||||||||
| Stabilisator b-2 | |||||||||
| Stabilisator b-3 | |||||||||
| Verfärbung | |||||||||
| (Wärmestabilität) | |||||||||
| 5 Minuten | |||||||||
| 10 Minuten | |||||||||
| 15 Minuten | |||||||||
Ein Vinylchloridpolynerisat, Zinkstearat, Calcium- Tabelle
stearat, Polyethylenwachs und die Stabilisatoren a-2, b-2 60
oder b-3 wurden in den in Tabelle 5 angegebenen Mengen abgemischt. Jede der Mischungen wurde in
einen bei 2000C betriebenen Walzenstuhl während 5
Minuten behandelt und dann 5 Minuten in einer Presse bei 185° C zu Fellen mit einer Dicke von 3 mm preßver- b5
formt Die Felle wurden einem Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JIS K-6745 unterworfen. Die Ergebnisse
werden in Tabelle 9 gezeigt
Versuch
A-5
A-5
Versuch Versuch B-8 B-9
Zusammensetzung
(Gewichtsteile)
(Gewichtsteile)
Vinylchloridpolymerisat
100
100
100
25 26
| 28 | 16 792 | - | Versuch | - | 2 | - | 4,6 | Versuch | - | 2 |
| Versuch | - | B-8 | B-9 | - | 3,8 | |||||
| A-5 | i6,2 | |||||||||
| Zusammensetzung | ||||||||||
| (Gewichtsteile) | 1 | 1 | ||||||||
| Zinkstearat | 1 | 1 | 1 | |||||||
| Calciumstearat | 1 | 1 | 1 | |||||||
| Polyethylenwachs | 1 | |||||||||
| Stabilisator a-2 | 2 | |||||||||
| Stabilisator b-2 | ||||||||||
| Stabilisator b-3 | ||||||||||
| Charpyschlagfestigkeit | ||||||||||
| (kg/cm2) |
Die Ergebnisse von Tabellen 8 und 9 zeigen, daß die eine verbesserte Schlagfestigkeit ergeben im Vergleich
erschmolzenen und dann verfestigten Gemische gemäß zu den erschmolzenen und dann verfestigten Gemider
Erfindung eine verbesserte Wärmestabilität und sehen gemäß US-PS 39 53 358.
Claims (2)
1. Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse, bestehend aus
A einem chlorhaltigen Polymerisat und
B einem Stabilisator aus einem geschmolzenen und danach verfestigtem Gemisch mit einer Schmelztemperatur von 50 bis 180° C aus
B einem Stabilisator aus einem geschmolzenen und danach verfestigtem Gemisch mit einer Schmelztemperatur von 50 bis 180° C aus
1) mindestens einem mehrwertigen Alkohol und
2) einer weiteren in der Schmelze vorliegenden Polyol-Komponente, und
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| JP4503577A JPS53129242A (en) | 1977-04-18 | 1977-04-18 | Chlorine-containing resin composition |
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- 1978-04-11 CA CA300,902A patent/CA1089592A/en not_active Expired
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| Date | Code | Title | Description |
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| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8366 | Restricted maintained after opposition proceedings | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |