DE2816792C2 - Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse - Google Patents

Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse

Info

Publication number
DE2816792C2
DE2816792C2 DE2816792A DE2816792A DE2816792C2 DE 2816792 C2 DE2816792 C2 DE 2816792C2 DE 2816792 A DE2816792 A DE 2816792A DE 2816792 A DE2816792 A DE 2816792A DE 2816792 C2 DE2816792 C2 DE 2816792C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dipentaerythritol
mixture
stabilizer
yellow
pentaerythritol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2816792A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2816792A1 (de
Inventor
Mikihiko Kobe Hyogo Horioka
Tomoo Kyoto Shiohara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sekisui Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sekisui Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sekisui Chemical Co Ltd filed Critical Sekisui Chemical Co Ltd
Publication of DE2816792A1 publication Critical patent/DE2816792A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2816792C2 publication Critical patent/DE2816792C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/05Alcohols; Metal alcoholates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/10Esters; Ether-esters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/10Esters; Ether-esters
    • C08K5/101Esters; Ether-esters of monocarboxylic acids
    • C08K5/103Esters; Ether-esters of monocarboxylic acids with polyalcohols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

C gegebenenfalls üblichen Additiven
dadurch gekennzeichnet, daß die Polyol-Komponente 2) ein Esterderivat eines mehrwertigen Alkohols ist
2. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mehrwertige Alkohol mindestens eine Verbindung der Gruppe Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Mannit und Sorbit umfaßt.
3. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat einen partiellen Ester darstellt.
4. Masse gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat ein Esterderivat von Pentaerythrit oder Dipentaerythrit darstellt.
5. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Esterderivat den Rest einer organischen Carbonsäure mit 10 oder weniger Kohlenstoffatomen enthält.
6. Masse gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Carbonsäurerest einen Essigsäurerest darstellt.
7. Masse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabilisator in einer Menge von etwa 0,05 bis etwa 10,0, vorzugsweise von 0,1 bis 5,0 Gew.-Teilen pro 100 Gewichtsteile des chlorhaltigen Harzes vorliegt.
Chlorhaltige Polymerisate sind an sich gegen Wärme instabil. Wenn sie z. B. während der Formgebung erhitzt werden, so zersetzen sie sich, wobei Chlorwasserstoff abgespalten wird und eine Verfärbung eintritt. Um die Verfärbung durch V.'ärmezersetzung zu verhindern, gibt man den Polymerisaten vor der Formgebung Warmestabilisatorcn zu.
Bekannte schwermetallhaltige Wärmestabilisatoren haben den Nachteil, daß sie toxisch sind.
Als Stabilisatoren mit reduzierter Toxizität wurden Kombinationen von Kalziumstearat, Zinkstearat, Organo-Zinn-Verbindungen, stickstoffhaltige Stabilisatoren, wie ß-Aminocrotonsäureester, und Polyhydroxyverbindungen, wie Pentaerythrit oder Dipentaerythrit, verwendet. Wenn jedoch diese Polyhydroxyverbindungen verwendet werden, so setzt die Verfärbung in einem frühen Stadium ein. Außerdem ist die Schlagfestigkeit der geformten Produkte, die Polyhydroxyverbindungen, wie Pentaerythrit oder Dipentaerythrit der Stabilisierungskomponente enthalten, vermindert Pentaerythrit oder Dipentaerythrit lassen sich nur schwer zu einem feinen Pulver pulverisieren. Darüber hinaus schmelzen diese Verbindungen aufgrund ihres hohen Schmelzpunktes (Pentaerythrit hat einen Schmelzpunkt von 210 bis 235° C und Dipentaerythnt hat einen Schmelzpunkt von 215 bis 225° C) bei der Verformungstemperatur eines chlorhaltigen Harzes nicht, sondern verbleiben als grobe Partikel in dem geformten Produkt. Aus diesem
ίο Grunde ist die Schlagfestigkeit der verformten Produkte reduziert
In der JA-AS 38 767/1973 wird ein Ester von Pentaerythrit mit Maleinsäure als Wärmestabilisator für ein chlorhaltiges Harz beschrieben. Jedoch verleiht Pentaerythrit-maleat keine ausreichende Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit des chlorhaltigen Harzes wird nicht in ausreichendem Maße beibehalten.
JA-AS 25 257/1976 beschreibt als Stabilisator für ein chlorhaltiges Harz ein eutektisches Gemisch aus Dipentaerythrit und/oder Bisphenol A mit Pentaerythrit mit einem Schmelzpunkt, der unter der Verformungstemperatur des chlorhaltigen Polymerisates liegt. Jedoch hat das eutektische Gemisch aus Dipentaerythrit und Pentaerythrit eine Schmelztemperatur von über 180° C und das eutektische Gemisch aus Dipentaerythrit, Bisphenol A und Pentaerythrit weist ebenfalls eine Schmelztemperatur von über 180°C auf. Aus diesem Grunde verbleiben die eutektischen Gemische nach dem Formen als grobe Partikel in dem geformten chlorhaltigen Polymerisaten und ergeben keine ausreichende Wärmestabilität und Schlagfestigkeit.
Aus US-PS 39 53 358 ist ein Stabilisator für Vinylchloridpolymerisate, den man erhält, indem man Trimethylolpropan und Pentaerythrit verschmilzt, bekannt Trimethylolpropan und Pentaerythrit sind beides mehrwertige Alkohole. Somit lehrt die Entgegenhaltung die Verwendung eines geschmolzenen und dann verfestigten Gemisches aus zwei mehrwertigen Alkoholen als Stabilisator. Weiterhin ist es aus US-PS 29 75 152 bekannt, Ersterderivate eines mehrwertigen Alkohols mit einem Schmelzpunkt von nicht über 35°C allein als Weichmacher zu verwenden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein chlorhaltiges Polymerisat mit verbesserter Wärmestabilität und Schlagfestigkeit zur Verfügung zu stellen, das die Nachteile, die mit der Verwendung der oben beschriebenen Polyhydroxyverbindungen als Stabilisator verbunden sind, nicht aufweist
Diese Aufgabe wird durch eine stabilisier ι e chlorhaltige Polymerisatmasse gemäß dem Anspruch 1 gelöst.
Die Bezeichnung »chlorhaltiges Polymerisat« bedeutet ein Polymerisat, das in seinem Molekül Cl enthält. Beispiele von chlorhaltigen polymeren sind Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, ein Vinylchlorid/Vinyli-
denchlorid-Copolymer, ein Copolymer von Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid als Hauptmonomereinheit mit Äthylen, Vinylacetat, Acrylsäureester oder Acrylnitril, chloriertes Polyvinylchlorid und chloriertes Polyäthylen. Chlorhaltige Polymere, die erfindungsgemäß stabilisiert werden, sind beispielsweise: Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, ein Vinylchlorid/Vinylidenchlorid-Copolymer mit einem Vinylchloridgehalt von etwa 5 bis etwa 95Gew.-%; ein Vinylchlorid/Vinyiacetat-Copolymer, das in den meisten Fällen im Handel mit einem Vinylacetatgehalt von etwa 0,4 bis etwa 40 Gew.-%, besonders häufig mit 0,4 bis 20Gew.-%, erhältlich ist; ein Vinylchlorid/Äthylen-Copolymer, das meist mit einem Äthylengehalt von etwa 1 bis etwa 15 Mol-% und
einem durchschnittlichen Polymerisationsgrad von etwa 700 bis etwa 1500 im Handel erhältlich ist; chloriertes Polyvinylchlorid, meist mit einem Chlorgehalt von etwa 60 bis etwa 70Gew.-%, besonders häufig mit 63 bis 68Gew.-%, im Handel erhältlich; und chloriertes Polyäthylen, meist mit einem Chlorgehalt von etwa 25 bis etwa 45 Gew.-%, im Handel erhältlich.
Geeignete mehrwertige Alkohole sind solche, mit zwei oder mehr Hydroxylgruppen und 15 oder weniger Kohlenstoffatome im Molekül. Beispiele hierfür sind: Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Tripentaerytrit, Mannit, Sorbit, Äthylenglykol, Propylenglykol, Trimethylenglykol, Trimethylolpropan und 3-Methyl-l,3,5-pentatriol. Bevorzugte Beispiele mehrwertiger Alkohole, die erfindungsgemäß verwendet werden können, umfassen Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Mannit und Sorbit Die am meisten bevorzugten Beispiele mehrwertiger Alkohole, die erfindungsgemäß verwendet werden können, umfassen Pentaerythrit und Dipentaerythrit.
Geeignete Esterderivate mehrwertiger Alkohole, sind die Produkte aus Veresterungsreaktionen zwischen den Hydroxylgruppen eines mehrwertigen Alkohols und einer oder mehreren organischen Carbonsäuren. Die mehrwertigen Alkohole, die zur Bildung geeigneter Esterderivate verwendet werden, haben zwei oder mehr Hydroxylgruppen und 15 oder weniger Kohlenstoffatome. Beispiele für mehrwertige Alkohole, die geeignete Esterderivate bilden, sind Pentaerythrit, Dipentaerythrit, Tripentaerythrit, Mannit, Sorbit, Äthylengiykol, Propylenglykol, Trimethylenglykol, Trimethylolpropan und 3-Mcthyl-l,3,5-pentantriol, und vorzugsweise Pentaerythrit und Dipentacrylhrit. Die Anzahl der veresterten Hydroxylgruppen im mehrwertigen Alkohol ist nicht besonders begrenzt, jedoch sind partielle Ester, in denen mindestens eine Hydroxygruppe des mehrwertigen Alkohols unverestert bleibt, vorzuziehen.
Geeignete organische Carbonsäuren, die geeignete Esterderivate bilden, sind beliebige organische Carbonsäuren, die mit den Hydroxylgruppen eines mehrwertigen Alkoholes unter Bildung eines Esterderivates reagieren können. In dem Maße, wie die Zahl der Kohlenstoffatome der organischen Carbonsäure zunimmt, nimmt der stabilisierende Effekt des erhaltenen Gemisches ab. Aus diesem Grunde sind organische Säuren mit 10 oder weniger Kohlenstoffatomen vorzuziehen. Beispiele von geeigneter organischer Carbonsäuren sind gesättigte Monocarbonsäuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Valerinsäure, Capronsäure, önanthsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure und Caprinsäure, ungesättigte Monocarbonsäure, wie Acrylsäure, Crotonsäure, Angelikasäure und Allylessigsäure, gesättigte Dicarbonsäuren, wie Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure und Acelainsäure, und ungesättigte Dicarbonsäuren, wie Maleinsäure, Fumarsäure und Itaconsäure.
Das Stabilisierungsgemisch wird durch Schmelzen und Vermischen von mindestens einem mehrwertigen Alkohol und mindestens einem Esterderivat eines mehrwertigen Alkohols hergestellt. Der mehrwertige Alkohol kann derselbe sein, der im Esterderivat vorliegt oder er kann von diesem verschieden sein. Zum Beispiel kann dieses Gemisch auf einfache Weise durch Mischen und Schmelzen des mehrwertigen Alkoholes und des Esterderivates hergestellt werden. Es kann entweder nur ein Esterderivat oder ein Gemisch aus zwei oder mehreren Esterderivaten verwendet werden. Außerdem kann entweder nur ein mehrwertiger Alkohol oder ein Gemisch aus zwei oder mehreren mehrwertigen Alkoholen eingesetzt werden. Wenn ein mehrwertiger Alkohol mit einer organischen Carbonsäure verestert wird, so erhält man ein Gemisch öp.s mehrwertigen s Alkohols und verschiedene Ester (Monoester, Diester, etc.) des mehrwertigen Alkohols. Dieses Gemisch wird dann entweder als solches oder, falls erforderlich, nach Zugabe eines mehrwertigen Alkohols oder eines Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols geschmolzen, um das gewünschte stabilisierende Gemisch zu bilden. Es können partielle Esterderivate, vollständig veresterte Derivate und gemischte Esterderivate verwendet werden. Vorzugsweise wird vor der Verwendung das erhaltene verfestigte Gemisch zu einem feinen Pulver pulverisiert. Die Partikelgröße ist dabei nicht kritisch, jedoch eignet sich im allgemeinen eine Partikelgröße von etwa 0,1 bis etwa 80 μιη, vorzugsweise 0,2 bis 50 }im.
Das Stabilisierungsge.nisch hat eine Schmelztemperatur von 50 bis 180°. Die Schmelztemperatur bezeichnet die Temperatur, bei der ein Teil des Gemisches zu schmelzen und fliessen beginnt, wobei die Schmelztemperatur bestimmt wird, indem die Probe des Gemisches mii einer Geschwindigkeit von 3°C/min in einer Mikroapparatur zur Bestimmung des Schmelzpunktes erwärmt wird.
Wenn die Schmelztemperatur 180°C überschreitet, so löst und dispe^giert sich das stabilisierende Gemisch während der Formgebung nicht in ausreichendem Maße, sondern verbleibt als grobe Partikeln in dem erhaltenen geformten Produkt. Aus diesem Grunde sind die Eigenschaften des geformten Produktes, wie Schlagfestigkeit, verschlechtert. Liegt die Schmelztemperatur unter etwa 50°C, so nimmt die Erweichungstemperatur der Formkörper ab, und die Wärmestabilisierung ist vermindert. Vorzugsweise beträgt die Schmelztemperatur des Stabilisierungsgemisches 70 bis 12O0C. Besonders geeignet ist ein Stabilisierungsgemisch aus 99 bis 30 Gew.-% eines mehrwertigen Alkohols und 1 bis 70 Gew.-% eines Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols.
Die stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse wird durch Zugabc· des Stabilisierungsgemisches mit einer Schmelztemperatur von 50 bis 180'C, zu einem
-t5 chlorhaltigen Polymerisat hergestellt. Die Menge des Stabilisierungsgemisches in der chlorhaltigen Polymerisatmasse ist nicht kritisch, beträgt jedoch vorzugsweise 0,05 bis etwa 10,0 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile des chlorhaltigen Polymerisats.
Die chlorhaltigen Polymerisatmassen gemäß der Erfindung können außerdem übliche Stabilisatoren, z. B. Metallseifen, wie Kalziumsiearat oder Zinkstearat, Organozinnverbindungen, Metalloxide, wie Magnesiumoxid, Kalziumoxid oder Zinkoxid, Metallhydroxide, wie Kalziumhydroxid, Magnesiumhydroxid oder Bariumhydroxid, Silikatsalze, wie Dikalziumsilikat, Aluminiumsalze, wie Kalziumaluminat oder Dikalziumaluminat und Titansäuresalze, wie Kalziumtitanat, enthalten. Eine geeignete Menge dieser üblichen Stabilisatoren liegt im Bereich von etwa 0,3 bis etwa 10 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile des chlorhaltigen Polymerisats.
Die stabilisierten chlorhaltigen Polymerisatmassen können übliche Additive wie Füllstoffe, Pigmente oder Schmierstoffe enthalten.
Alle Teile, Prozente und Verhältnisse in den Beispielen beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
Beispiel 1
In den Versuchen 1 bis 4, die in der Tabelle 1 aufgeführt sind, wurde ein Gemisch mit einem Schmelzpunkt von 70 bis 92° C, bestehend aus Dipentaerythrit, Dipentaerythritmonoacetat, Dipentaerythritdiacetat und Dipentaerythrittriacetat durch Zusammenschmelzen der Materialien hergestellt Es wurden dann jeweils 2 Teile der erhaltenen Gemische und 0,5 Teile eines Kohlenwasserstoffwachses zu lOOTeiten eines Vinylchloridpolymerisates (Polymerisationsgrad: 1050) zugegeben und die Stoffe gut vermischt. Jedes Gemisch wurde daraufhin in eine Walzmühle bei 2000C gegeben und die Farbe des Polymerisates nach Verlauf von 3, 5 und 7 Minuten beobachtet Dann wurden die Verfärbungsgrade im frühen Stadium dieser Polymerisate verglichen. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Nachdem jedes dieser Gemische 5 Minuten lang unter den oben beschriebenen Bedingungen einem Knetvorgang unterworfen worden war, wurden die Gemische 5 Minuten lang in einer Presse bei 190° C zu Platten mit einer Dicke von 3 mm formgepreßt. Die Erweichungstemperatur dieser Platten wurde nach Vicat bestimmt Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt
Vergleichsbeispiel 1
Wie in Beispiel 1 werden Gemische aus Vinylchloridharzmassen unter Verwendung von Stabilisierungsgemischen mit einer Schmelztemperatur von über 180°C oder unter 50° C hergestellt. Die Stabilisatoren wurden durch Schmelzen und Mischen von Dipentaerythrit, einem Ester von Dipentaerythrit mit Essigsäure oder Stearinsäure und/oder Pentaerythrit in den der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführten Anteilen hergestellt Es wurde die im frühen Stadium eintretende Verfärbung und die Erweichungstemperatur nach Vicat einer jeden dieser Zusammensetzungen bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1
Beispiel 1 (Versuch Nr.) 1 Vergleichsbeispiel 1 (Versuch Nr.)
6 7
10
Zusammensetzung (Gew.-%) 62 50 42 31 80 50
Dipentaerythrit 19 24 34 37 19
Dipentaerythritmonoacetat 15 19 20 24 1
Dipentaerythritdiacetat 4 7 4 8 0
Dipentaerythrittriacetat - - - - - 44
Dipentaerythritmonostearat - - - - - 5
Dipentaerythritdistearat - - - - - 1
Dipentaerythrittristearat - - - - - -
Pentaerythrit
Schmelztemperatur (X)
Verfärbung im frühen Stadium min
min min
85-92
bkißgelb
gelb gelb
Vicat-Erweichungstemperatur ( C) 82-83
79-82
blaßgelb
gelb gelb
82-83
74-80
blaßgelb
gelb gelb
82-83
71-75
blaßgelb
gelb gelb
81-82
185-195
gelb
orange
gelb
orange
82-83 30
gelb
orange
rötlich
orange
63-64
100
215-225
gelb
gelb
orange
82-83
70
30
181-190
gelb
orange
gelb
orange
74-77
50
50
187-195
gelb
orange
gelb
orange
79-81
100 -vj
210-235 K)
gelb
orange
gelb
orange
82-83
Beispiel 2
Zu 100 Teilen eines Vinylchloridpolymerisates (Polymerisationsgrad: 1050) wurde jeweils ein Teil der in Beispiel 1 hergestellten stabilisierenden Gemische (siehe Tabelle 2) und Kalziumstearat, Zinkstearat, Kalziumhydroxid und Dikalziumsilikat in den in Tabelle 2 angegebenen Anteilen zugegeben. Jede der erhaltenen Verbindungen wurde entsprechend JIS K 6723 in ein Ölbad bei 2000C gegeben. Zur Bestimmung der iu Wärmestabilität wurde die Zeit gemessen, bis sich ein Konorot-Testpapier blau verfärbte.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die Zeit, die ein Maß für die Wärmestabilität ist, beträgt 33 bis 59 Minuten, wobei keine schwarzen Hecken bzw. keine Schwärzung eintrat.
Daraufhin wurde jede dieser Verbindungen mit 0.5 Teilen Kohlenwasserstoffwachs gemischt und das erhaltene Gemisch in eine Knetwalzmühle bei 2000C gegeben. Es wurde nun die Zeit gemessen, die verstrich, bis sich das Gemisch schwarz (bra'in) verfärbte. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
Nach 5minütigem Kneten auf die oben beschriebene Weise wurde das Gemisch 5 Minuten lang in einer Presse, die auf 190°C gehalten wurde, zu einer Platte mit einer Dicke von 3 mm preßgeformt. Die Platte wurde mit Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JIS K 6745 unterworfen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
Im Vergleich zu den Massen entsprechend dem Vergleichsbeispiel 2 (nachstehend) weisen die Zusammensetzungen dieses Beispieles eine gute Wärmestabilität auf, sie sind über längere Zeit stabil, bis sie sich schwarz(braun) verfärben und haben einen sehr hohen Charpy-Schlagfestigkeitswert. Es läßt sich feststellen, daß die Wärmestabilität zunahm, ohne daß eine Reduzierung der Schlagfestigkeit eintrat.
Vergleichsbeispiel 2
Wie in der Tabelle 2 aufgeführt, wurden die im Vergleichsbeispiel 1 hergestellten stabilisierenden Gemische verwendet. Die Wärmestabililät, Schwärzungs-(Bräunungs)-zeit und die Schlagfestigkeit nach Charpy wurden an den erhaltenen Mischungen auf die gleiche Weise wie in Beispiel 2 bestimmt. Wie aus Tabelle 2 zu ersehen ist, zeigten die Zusammensetzungen eine sehr schlechte Wärmestabilität, die meisten entwickelten schwarze Flecken oder schwärzten sich bevor sich das Kongorot-Testpapier blau färbte.
Die Zusammensetzung des im Versuch 8 verwendeten Stabilisators war ähnlich der des Stabilisators im Beispiel 2 und die Polymerisatmasse wies eine überlegene thermische Stabilität auf. Diese Polymerisatmasse hatte jedoch einen Schmelzpunkt in der Höhe von 180 bis 195°C und der Schlagfestigkeitswert der Harzmasse nach Charpy betrug nur 8 kg/cm2.
'- ' ■.v.'^'^rr;--" :v;.&^"r^:r-v>r.:™o
Tabelle 2
Beispiel 2 (Versuch Nr.) 12 3
Vergleichsbeispiel 2 (Versuch Nr.) 7 8 9
12
13
Zusammensetzung
(Gew.-Teile)
Polyvinylchlorid
Kalziumstearat -
Zinkstearat 1
Kalziumhydroxid 1
2CaO · SiO2 -
3CaO · Al2O3 _
CaO · TiO2 _
Dioctylzinnmercaptid -
Stabilisierungsgemisch*) CD
Thermische Stabilität 47 (min)
Schwärzung (Bräunung) 71 Zeit (min)
Schlagfestigkeit nach 15
Charpy (kg/cm2)
IQO 100 100
0,;5 0,5 -
1 1 1
1 1
CD
5.1
59 14
CD
50
66
14
40
54 13
100 0,5 1
0,5 CD
58 12
100
0,5 CD
59
69
100
0,5
38 geschwärzt
35 8
100 0,5 1
8 geschwärzt
12
schwarze
Flecken
100
0,5
1
17
schwarze
Flecken
26
8
100
0,5
13
schwarze
Flecken
27
100
0,5
16
schwarze
Flecken
29
♦) Es wurde jeweils 1 Gew.-Teil der Stabilisierungsgemische von Tabelle 1 verwendet. Die eingekreisten Zahlen entsprechen den Versuchs-Nummern in Tabelle 1.
Beispiel 3
Es wurden Stabilisierungsgemische mit einer Schmelztemperatur von 54 bis 173°C durch Schmelzen und Mischen von Pentaerythrit, Pentaerythrit-acetat, Dipentaerythrit, Dipentaerythrit-acetat und Dipentaerythritmonooctylat in den Versuchen 11 bis 15 in der Tabelle 3 angegebenen Kombinationen hergestellt.
Mit diesen Gemischen wurden Vinylchloridpolymerisate stabilisiert. Die Verfärbungen im frühen Stadium und die Erweichungstemperatur nach Vicat wurde gemessen und die Ergebnisse in der Tabelle 3 zusammengestellt.
Daraufhin wurden die Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit nach Charpy von Mischungen mit der in Tabelle 4 gezeigten Zusammensetzung, wie in Beispiel 2, getestet. Die Ergebnisse werden in Tabelle 4 gezeigt.
Im Vergleich zur Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzungen der Vergleichsbeispiele 1 und 2 nahm die Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzung, die ein Stabilisierungsgemisch mit einer niederen Schmelztemperatur (Versuch Nr. 11) und die Vicat-Erweichungstemperatur der Zusammensetzung, die ein Stabilisierungsgemisch aus in der Hauptsache Pentaerythrit mit einer relativ niedrigen Schmelztemperatur (Versuch Nr. 12) enthielt, etwas ab. Jedoch wurden überlegene Ergebnisse hinsichtlich der Verfärbung im Frühstadium, der thermischen Stabilität und der Schlagfestigkeit nach Charpy mit diesen Zusammensetzungen erhalten.
Vergleichsbeispiel 3
Es wurden Stabilisiergemische mit einer Schmelztemperatur von 46 bis 161°C durch Schmelzen und Mischen von Pentaerythrit, Dipentaerythrit und anderen Alkoholen und Estern anderer Alkohole in den in Tabelle 3 angegebenen Kombinationen hergestellt (Versuche Nr. 16 bis 20).
Die Verfärbung im Frühstadium und die Vicat-Erweichungstemperatur von Zusammensetzungen, die diese Stabilisierungsgemische enthielten, wurden wie in Beispiel 1 gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 3 zusammengestellt.
Daraufhin wurde die Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit nach Charpy der Mischungen mit den in Tabelle 4 gegebenen Zusammensetzungen wie in Beispiel 2 getestet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 4 zusammengestellt.
Die Ergebnisse in den Tabellen 3 und 4 zeigen, daß die Verfärbung im Frühstadium, die Wärmestabilität und die Schlagfestigkeit von chlorhaltigen Polymerisaten durch Verwendung von Stabilisierungsgemischen mit einer Schmelztemperatur von 50 bis 1800C1 bestehend aus mehrwertigen Alkoholen und anderen Alkoholen oder aus anderen Estern als die Esterderivate mehrwertiger Alkohole, nicht verbessert werden.
Tabelle 3
Beispiel 3 (Versuch Nr.) 13 14 15
11 12
Zusammensetzung (Gew.-%) 20 26 13
Pentaerythrit 22 81 4 1 1
Pentaerythritmonoacetat - - - 2 -
Peniaerythritdiacetat 3 - 2 - -
Pentaerythrittriacetat 1 - 70 70 85
Dipentaerythrit 74 - - - -
Dipentaerythritmonoacetat - 7 - 1 -
Dipentaerythritdiacetat - 5 - - 1
Dipentaerythrittriacetat - 2 4 - -
Dipentaerythritmonooctylat - 5 - - -
Dioctyl-phthalat - - - - -
epoxidiertes Sojabohnenöl - - - - -
Glyzerin - - - - -
Octylalkohol - - 108-120 125-128 167-173
Schmelztemperatur ( C) 54-60 87-89
Verfärbung im frühen Stadium blaßgelb blaßgelb gelb
3 min blaßgelb gelb gelb blaßgelb gelb
5 min blaßgelb gelb gelb gelb gelb
7 min gelb gelb
Vicat-Erweichungstempnralur ('C) 63-65
71-73
80-82
82-83
S2-33
15
Tabelle 3 (Fortsetzung)
16
Vergleichsbeispiel 3 (Versuch Nr.) 18 19 20
16 Γ/
Zusammensetzung (Gew.-%) - - 98
Pentaerythrit - 90 - - -
Pentaerythritmonoacetat - - - - -
Pentaerythritdiacetat - - - - -
Pentaerythrittriacetat - - 95 98 -
Dipentaerythrit 80 - 3 - -
Dipentaerythritmonoacetat - - - - -
Dipentaerythritdiacetat - - - - -
Dipentaerythrittriacetat - - - - -
Dipentaerythritmonooctylat - - - - -
Dioctylphthalat 20 - 2 - -
epoxidiertes Sojabohnenöl - 10 - 2 -
Glyzerin - - - - 2
Octylalkohol - - 166-1 2*) 129-131 155-161
Schmelztemperatur ( C) 46-48 110-120
Verfärbung im frühen Stadium gelb gelb gelb
3 min orange orange
gelb orange orange gelblich
5 min rötlich orange orange
orange rötlich orange orange
7 min braun orange orange
Vicat-Erweichungstemperatur ("C) 50-52
76-78
80-81
81-83
79-82
ι Im Versuch Nr. 18 beträgt die Schmelztemperatur 190-198 C, wenn kein Sojabohnenöl eingegeben wird.
308 115,
17
/o\ M C
^~ Ve!/ CS α>
^A
CJ
J= U
ο -
__ O —
U.
Ι τ—I 1 ^^ 1^ Γτ
8 -i
— O
γμ an
OO -=
Z.
§5
— ο — —
!2 Q
— ο — —
Is
— ο — —
— O — —
tat
Nachfolgend werden Versuche gegenüber US-PS 29 75 152 und US-PS 39 53 358 gezeigt
Dabei bezeichnet in den folgenden Versuchen A Versuche gemäß der Erfindung und B Vergleichsversuche. Bei allen Versuchen wurde ein Vinylchloridpolymerisat mit einem Polymerisationsgrad von 1050 verwendet
Versuche A-I und B-I
In den Versuchen A-I und B-I soll gezeigt werden, daß durch die Kombination eines mehrwertigen Alkohols mit einem Esterderivat eines mehrwertigen Alkohols keine überlegene Stabilisierung erzielt wird, im Gegensatz zu einem geschmolzenen und dann verfestigten Gemisch aus dem mehrwertigen Alkohol und dem Esterderivat des mehrwertigen Alkohols.
Zusammensetzung
OD
C
Nl
orid irat W ο
ca
igsge tabili C3
C
et. sz ^j
ω
ι
οί
CL)
υ U.
3
OQ
iens nylc JSUJI sier ω
j=
O
stig >,
E
ε
yvi 3
N
C bili I &
cd
ca ο "co N S cd J=

3
a. cn Cl)
J=
J=
(J
U
Nl H LO
Gewichtsteile
Dipentaerythrit
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
50
24
19
Eine Mischung aus den obigen Bestandteilen wurde hergestellt unter Erhalt eines Stabilisators b-1 für Vergleichszwecke.
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde durch Erwärmen auf 20O0C geschmolzen und dann gekühlt unter Erhait eines verfestigten Gemisches. Das geschmolzene und dann verfestigte Gemisch wurde in einem Mörser zerkleinert unter Erhalt eines Stabilisators a-1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Stabilisator a-l hatte eine Schmelztemperatur von 79 bis 83° C.
Jeweils ein Teil des Stabilisators al und b-1, 0,5 Teile Zinkstcarat, 0,3 Teile Calciumslearal und 0,5 Teile Polyethylenwachs wurden zu 100 Teilen Vinylchloridpolymerisat gegeben und die Materialien wurden gründlich vermischt, wobei die Mischung A-I bzw. B-I erhalten wurde. Jede der Mischungen A-I und B-I wurden in ein Reagenzglas gegeben und jedes der Reagenzgläser wurde bei 2000C in ein ölbad getaucht und die Fai"'ie des Polymerisates wurde nach Ablauf von 5, 10 und 15 Minuten beobachtet. Der Verfärbungsgrad, der nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt wurde, ergibt die thermische Stabilität des Harzes. Di<_ Ergebnisse werden in Tabelle 5 gezeigt.
Jede der Mischungen A-I und B-I wurden in eine Knetwalzmühle 5 Minuten bei 1900C eingegeben und dann bei 190°C während 5 Minuten zu einem Fell mit einer Dicke von 3 mm verpreßt. Die erhaltenen Felle wurden einem Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JlS K-6745 sowie einem Dupont-Fallschlagfestigkeitstest unterworfen (im letzteren Test ist die Höhe, die zur Zerstörung des Felles erforderlich ist, von Bedeutung).
Die Ergebnisse werden in Tabelle 5 gezeigt.
Tabelle 5
Versuch A-I
Zusammensetzung (Gew.-Teile)
Polyvinylchlorid 100
Stabilisator a-1 1
Stabilisator b-1 -
Zinkstearat 0,5
Calciumstearat 0,3
Polyethylenwachs 0,5
Verfärbung (Wärmestabilität)
5 Minuten gelblichweiß
10 Minuten schwachgelb
15 Minuten schwachgelb
Schlagfestigkeit
Charpy-Schlagfestigkeitswert (kg/cm2) 14,3
du-Pont-FallschlaKfestiekeitstest. 35
Versuch B-I
100
0,5
0,3
0,5
gelblichweiß
gelb
schwarze Punkte
verteilt in gelb
6,6
Fallhöhe (cm)
Die Ergebnisse der Versuche A-I und B-1 zeigen, daß die erfindungsgemäß verwendete erschmolzene und dann verfestigte Mischung ein Fell mit verbesserter Wärmestabilität und verbesserter Schlagfestigkeit ergibt.
Versuche A-2, B-2 und B-3
In den Versuchen A-2, B-2 und B-3 wird ein Vergleich der Erfindung mit der Lehre gemäß US-PS 29 75 152 gezeigt. In US-PS 29 75 152 werden Esterderivate eines mehrwertigen Alkohols mit einem Schmelzpunkt nicht über 35° C allein als Weichmacher verwendet. Dagegen wird eine gescholzene und dann verfestigte Mischung aus einem mehrwertigen Alkohol und einem Esterderivat des mehrwertigen Alkohols erfindungsgemäß als Stabilisator verwendet, wobei der erfindungsgemäße Stabilisator eine Schmelztemperatur eine Schmelztemperatur von etwa 50 bis etwa 180° C hat.
ι Zu 100 Teilen eines Vinylchloridpolymerisates wurden 3 Teile des im Versuch A-I hergestellten Stabilisators a-1, Dipentaearythrit oder Dipentaerythrilhexaacetat und 0,5 Teile Polyethylenwachs zugegeben und die Gemische wurden für die Versuche A-2, B-2 und B-3 gründlich vermischt. Jede der erhaltenen Mischungen wurde in einen bei 200°C gehaltenen Walzenstuhl eingegeben und die Farbe des Polymerisates wurde nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt. Auf diese Weise wurden die Verfärbungen im Anfangsstadi-
um verglichen. Die Ergebnisse werden in Tabelle 6 gezeigt.
Nach 5minütigem Kneten der Mischungen unter den vorgenannten Bedingungen wurde jede Mischung 5 Minuten bei einem Druck von 1900C zu Fellen einer Dicke von 3 mm verpreßt. Die Charpy-Schlagfestigkeit und der Vicat-Erweichungspunkt wurden gemessen und die Ergebnisse werden in Tabelle 6 gezeigt.
Tabelle 6 Versuch A-2 - 0,5 Versuch B-2 3 - 0,5 Versuch B-3 3
- 0,5
Zusammensetzung schwachgelb gelb
(Gewichtsteile) 100 gelb 100 orange 100 rötlichgelb
Polyvinylchlorid 3 rötlichgelb - braun - braun
Stabilisator a-1 - dunkelbraun
Dipentaerythrit
Dipentaerythrithexaacetat
Polyethylenwachs
Verfärbung
5 Minuten
10 Minuten
15 Minuten
Fortsetzung
Versuch A-2
Versuch B-2 Versuch B-3
Charpy-Schlagfestigkeitswert (kg/cm2)
Vicat-Erweichungstemperatur (;C)
14,9
83,6
6,0
83,0
5,7
71,0
Versuch B-3 zeigt, daß Dei alleiniger Verwendung eines Esterderivates eines mehrwertigen Alkohols keine befriedigende Stabilisierungswirkung für das chlorhaltige Polymerisat erzielt wurde, und daß die Schlagfestigkeit des Fells nicht verbessert und der Erweichungspunkt erniedrigt wurde. Versuch B-2 zeigt, daß die alleinige Verwendung einem mehrwertigen Alkohols keine verbesserte Schlagfestigkeit und Stabilisierung im Vergleich zu den erfindungsgemäßen Gemischen gemäß Versuch A-2 ergibt.
Versuche A-3 bis A-5 und Versuche B-4 bis B-9
Um zu zeigen, daß die erfir.dungsgemäß verwendeten geschmolzenen und dann verfestigten Gemische für den Fachmann nicht vergleichbar sind mit den erschmolzenen und verfestigten Gemischen gemäß US-PS 39 53 358 (entsprechend DE-OS 23 56 625) wurden die Versuche A-3 bis A-5 (die vorliegende Erfindung) und B-4 bis B-9 (Vergleichsversuche) durchgeführt.
Zusammensetzung
Gewichtsteile
Dipenlaerythrit
Dipentaerythritmonoacetat
Dipentaerythritdiacetat
Dipentaerythrittriacetat
62 19
15 4
30 Zusammensetzung
Gewichtsteile
Ein Gemisch mit den jeweiligen obigen Zusammensetzungen wurde durch Erhitzen auf 200"C erschmolzen und dann gekühlt unter Erhalt einer verfestigten Mischung. Die erschmolzene und dann verfestigte Mischung wurde in einem Mörser zerkleinert, wobei man einen Stabilisator a-2 gemäß der Erfindung erhielt. Der Stabilisator a-2 zeigte eine Schmelzte.nperatur von 85 bis 92° C.
Trimethylolpropan
Pentaerythrit
Di pentaerythrit
Tripentaerythrit
60
35
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde durch Erhitzen auf 200 bis 2300C während 20 Minuten geschmolzen und dann abgekühlt unter Erhalt einer verfestigten Mischung.
Die erschmolzene und dann verfestigte Mischung wurde in einem Mörser zerkleinert unter Erhalt eines Stabilisators b-2 für Vergleichszwecke.
Zusammensetzung
Gewichtsteile
Trimethylolpropan
Pentaerythrit
55
45
Ein Gemisch der obigen Zusammensetzung wurde erschmolzen, gekühlt und zerkleinert in gleicher Weise wie für den Stabilisator b-2 unter Erhalt eines Stabilisators b-3.
Um die Dispergierbarkeit der Stabilisatoren a-2, b-2 und b-3 festzustellen, hat man folgende Versuche durchgeführt. Ein Vinylchloridpolymerisat, Zinkstearat, Calciumstearat, Dioctylphthalat, Aikylarylphosphit und die Stabilisatoren a-2, b-2 und b-3 wurden in den Mengen, die in Tabelle 3 angegeben werden, abgemischt. Jede Mischung wurde in einen auf 1500C erhitzten Walzenstuhl während 5 Minuten behandelt und dann 5 Minuten bei 190°C preßverformt zu Fellen einer Dicke von 3 mm. Die erhaltenen Felle und deren Aussehen wird in Tabelle 7 gezeigt.
Tabelle 7
Vers ich A-3 Versuch B-4 _ Versuch B-5
Zusammensetzung
(Gewichtsteile)
Vinylehlorid- 100 100 100
polymerisat
Zinkstearat 1 1 1
Calciumstearat 1 1 1
Dioctylphthalat 30 30 30
Alkylarylphosphit 0,5 0,5 0,5
Stabilisator a-2 • 2
Fortsetzung
Versuch Λ-3 Versuch U-4
Versuch U-5
Zusammensetzung
(Gewichtsteile)
Stabilisator b-2
Stabilisator
Aussehen d. Felles
durchsichtig
viele opake gelblichweiße Teilchen
viele opake gelblichweiße Teilchen
Tabelle 7 zeigt die Dispergierbarkeit des Stabilisators gemäß der Erfindung und gemäß DE-OS 23 56 625, bei denen Dioctylphthalat zugegeben wurde, um das Fell transparent zu machen. Im Versuch A-3 war der Stabilisator a-2 gemäß der Erfindung gleichmäßig verteilt und darum war das Aussehen des Fells transparent, während der Stabilisator b-2 und b-3 gemäß DE-OS 23 56 625 nicht gleichmäßig verteilt wurde und zahlreiche gelblich weiße Teilchen bei den gemäß Versuchen B-4 und B-5 erhaltenen Fellen vorlagen. Daraus ist ersichtlich, daß die erschmolzene und verfestigte Mischung eines mehrwertigen Alkohols und eines Esterderivates des mehrwertigen Alkohols gemäß der Erfindung besser dispergierbar ist im Vergleich zu einer erschmolzenen und verfestigten Mischung von zweiwertigen alkoholen gemäß Ub-ÖS 23 56 625.
Ein Vinylchloridpolymerisat, Zinkstearat, Polyethylenwachs und die Stabilisaloren a-2, b-2 oder b-3 wurden in den in Tabelle 4 angegebenen Mengen vermischt. Jede der Mischungen wurde in ein Reagenzglas eingefüllt und dieses dann in ein Ölbad von 2000C getaucht und Farbe des Polymerisates wurde nach 5, 10 und 15 Minuten festgestellt. Der Grad der Verfärbung wurde herangezogen, um die Wärmestabilität der Polymersate zu vergleichen. Die Ergebnisse werden in Tabelle 8 gezeigt.
Tabelle 8 Versuch A-4 - Versuch B-6 - 2 - Versuch B-7 - 2
- -
Zusammensetzung
(Gewichtsteile) 100 100 rötlichgelb 100 rötlichgelb
Vinylchlorid hellgelb gclbiiCngrUn .. .Ikl^knri'm
polymerisat i orange 1 schwarze Punkte 1 Schwärzung
Zinkstearat 0,5 rötlichgelb 0,5 gelblichgrün 0,5
Polyethylenwachs 2
Stabilisator a-2
Stabilisator b-2
Stabilisator b-3
Verfärbung
(Wärmestabilität)
5 Minuten
10 Minuten
15 Minuten
Ein Vinylchloridpolynerisat, Zinkstearat, Calcium- Tabelle
stearat, Polyethylenwachs und die Stabilisatoren a-2, b-2 60
oder b-3 wurden in den in Tabelle 5 angegebenen Mengen abgemischt. Jede der Mischungen wurde in
einen bei 2000C betriebenen Walzenstuhl während 5
Minuten behandelt und dann 5 Minuten in einer Presse bei 185° C zu Fellen mit einer Dicke von 3 mm preßver- b5 formt Die Felle wurden einem Charpy-Schlagfestigkeitstest gemäß JIS K-6745 unterworfen. Die Ergebnisse werden in Tabelle 9 gezeigt
Versuch
A-5
Versuch Versuch B-8 B-9
Zusammensetzung
(Gewichtsteile)
Vinylchloridpolymerisat
100
100
100
25 26
28 16 792 - Versuch - 2 - 4,6 Versuch - 2
Versuch - B-8 B-9 - 3,8
A-5 i6,2
Zusammensetzung
(Gewichtsteile) 1 1
Zinkstearat 1 1 1
Calciumstearat 1 1 1
Polyethylenwachs 1
Stabilisator a-2 2
Stabilisator b-2
Stabilisator b-3
Charpyschlagfestigkeit
(kg/cm2)
Die Ergebnisse von Tabellen 8 und 9 zeigen, daß die eine verbesserte Schlagfestigkeit ergeben im Vergleich erschmolzenen und dann verfestigten Gemische gemäß zu den erschmolzenen und dann verfestigten Gemider Erfindung eine verbesserte Wärmestabilität und sehen gemäß US-PS 39 53 358.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse, bestehend aus
A einem chlorhaltigen Polymerisat und
B einem Stabilisator aus einem geschmolzenen und danach verfestigtem Gemisch mit einer Schmelztemperatur von 50 bis 180° C aus
1) mindestens einem mehrwertigen Alkohol und
2) einer weiteren in der Schmelze vorliegenden Polyol-Komponente, und
DE2816792A 1977-04-18 1978-04-18 Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse Expired DE2816792C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP4503577A JPS53129242A (en) 1977-04-18 1977-04-18 Chlorine-containing resin composition

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2816792A1 DE2816792A1 (de) 1978-10-19
DE2816792C2 true DE2816792C2 (de) 1983-04-14

Family

ID=12708080

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2816792A Expired DE2816792C2 (de) 1977-04-18 1978-04-18 Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse

Country Status (8)

Country Link
US (1) US4169819A (de)
JP (1) JPS53129242A (de)
CA (1) CA1089592A (de)
DE (1) DE2816792C2 (de)
FR (1) FR2388023B1 (de)
GB (1) GB1587376A (de)
IT (1) IT1105005B (de)
NL (1) NL182004C (de)

Families Citing this family (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5469157A (en) * 1977-11-15 1979-06-02 Ajinomoto Co Inc Stabilized halogen-containing resin composition
US4269744A (en) * 1979-06-04 1981-05-26 Dart Industries Inc. Vinyl halide stabilizer compositions
US4269743A (en) * 1979-06-04 1981-05-26 Dart Industries Inc. Low toxicity vinyl halide stabilizer compositions
NL181935C (nl) * 1979-08-22 1987-12-01 Hosokawa Nauta Bv Vloeibaar organisch fosfiet bevattend, vloeibaar stabilisatiemengsel en daarmede gestabiliseerde chloorbevattende thermoplasten en gevormde voortbrengselen verkregen onder toepassing daarvan.
US4443573A (en) * 1981-04-15 1984-04-17 Allied Corporation Additive dispersions and process for their incorporation with fiber-forming polymers
DE3381727D1 (de) * 1982-11-17 1990-08-16 Meidensha Electric Mfg Co Ltd Elektrisch leitfaehiger zusammengesetzter kunststoff.
US4544685A (en) * 1984-10-10 1985-10-01 Manville Service Corporation Insulation jacketing material
US4681907A (en) * 1984-11-20 1987-07-21 Morton Thiokol, Inc. Stabilizers for halogen-containing organic polymers comprising an organotin mercaptide and a diester of an unsaturated dicarboxylic acid
JPH01163948U (de) * 1988-04-27 1989-11-15
US5219911A (en) * 1992-01-29 1993-06-15 Eastman Kodak Company Reinforced molding compositions with improved crystallization properties
US5517003A (en) * 1993-06-29 1996-05-14 Metagal Industria E Comercio Ltd. Self-regulating heater including a polymeric semiconductor substrate containing porous conductive lampblack
JP3437022B2 (ja) * 1995-10-18 2003-08-18 信越化学工業株式会社 塩化ビニル系重合体の製造方法

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2459746A (en) * 1945-04-09 1949-01-18 Firestone Tire & Rubber Co Heat stabilization of vinylidene chloride resins
BE566621A (de) * 1957-04-09
BE571838A (de) * 1957-10-11
FR1211814A (fr) * 1958-10-10 1960-03-18 Pechiney Stabilisation des polymères de chlorure de vinyle
DE1669975A1 (de) * 1967-08-03 1971-08-26 Dynamit Nobel Ag Verfahren zur Stabilisierung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten auf der Basis von Vinylchlorid und/oder Vinylidenchlorid sowie deren Chlorierungsprodukten
SE365224B (de) * 1972-11-13 1974-03-18 Perstorp Ab

Also Published As

Publication number Publication date
JPS53129242A (en) 1978-11-11
IT1105005B (it) 1985-10-28
FR2388023B1 (fr) 1985-08-16
GB1587376A (en) 1981-04-01
NL182004C (nl) 1987-12-16
NL7804059A (nl) 1978-10-20
CA1089592A (en) 1980-11-11
US4169819A (en) 1979-10-02
IT7848901A0 (it) 1978-04-14
FR2388023A1 (fr) 1978-11-17
JPS571551B2 (de) 1982-01-12
DE2816792A1 (de) 1978-10-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2816792C2 (de) Stabilisierte chlorhaltige Polymerisatmasse
DE2728862C3 (de) Stabilisierte Formmassen auf der Basis von Vinylchlorid-Polymerisaten
DE2728865C3 (de) Stabilisierte Formmassen auf der Basis von Vinylchlorid-Polymerisaten
DE1569374B2 (de) Vinylchloridpolymerisat stabilisator kombination und mit dieser stabilisierte vinylchloridpolymerisat masse
DE3019910C2 (de) Stabilisatormischung und deren Verwendung
DE2022011C3 (de) Glycerintrimontanate, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung
DE3019911C2 (de) Stabilisatormischung
DE69220531T2 (de) Mit Hilfe eines mineralischen Additivs stabilisierte halogenhaltige polymere Zusammensetzungen
DE2937178A1 (de) Thermoplastische masse
DE2158561A1 (de) Ungesättigte Polyestermassen und deren Verwendung zum Herstellen warmpreßbarer, imprägnierter Vorstufen
DE1569407B2 (de) Stabilisatorgemische fuer vinylchloridpolymerisate
DE2817452C2 (de) Stabilisatorzusammensetzung für Vinylchloridharze
DE2849408C2 (de)
DE2654666A1 (de) Plastifiziertes polyvinylchlorid mit geringer raucherzeugung bei der verbrennung
DE2523909A1 (de) Physiologisch unbedenkliche stabilisatorkombinationen fuer halogenierte polyolefine
DE19860798B4 (de) Zusammensetzung, enthaltend mindestens ein halogenhaltiges Polymer und einen Stabilisator sowie Verwendung einer röntgenamorphen Mischung
DE1022003B (de) Verfahren zur Hitzestabilisierung von Polymerisate oder Mischpolymerisate des Vinylchlorids enthaltenden Massen
EP0337237A1 (de) Stabilisatorkombination für Ca/Zn-stabilisierte PVC-Formmassen, PVC-Formmassen sowie Verfahren zu deren Herstellung
EP0772648B1 (de) Verwendung einer stabilisatorkombination bei der herstellung von folien aus polyvinylchlorid nach dem kalandrierverfahren
DE69110259T2 (de) Stabilisierte Mischungen eines chlorierten Polymers.
DE1569014C3 (de) Wärme- und lichtbeständige Form- und Überzugsmassen
DE1569266B2 (de) Mischung zur StabiKsierung von Vinylha logenidpolymerisaten
EP0282912A2 (de) Stabilisierungsmittel für Vinylchloridpolymerisate
DE1569147A1 (de) Form-,Press- oder UEberzugsmassen auf der Basis von Acrylnitrilpolymerisaten
DE1569569B2 (de) Vinylchloridpolymerisat asbest masse

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8366 Restricted maintained after opposition proceedings
8339 Ceased/non-payment of the annual fee