DE28208C - Apparat zum Anwelken von Saatkartoffeln u. dergl - Google Patents
Apparat zum Anwelken von Saatkartoffeln u. derglInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B15/00—Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das sogenannte Anwelken der Saatkartoffeln vor dem Pflanzen hat den Zweck, denselben
einen Theil ihres Wassergehaltes zu entziehen, um sie dadurch an einem vorzeitigen Keimen
zu hindern und sie ertragsfähiger zu machen.
Dieses Anwelken, soweit es bisher geschah, wurde in primitivster Weise entweder im Freien,
indem die Kartoffel ausgebreitet längere Zeit der Einwirkung der Luft ausgesetzt wurde, oder
in für diesen Zweck eigens temperirten Räumen ausgeführt.
Bei einer derartigen Manipulation, Kartoffeln anzuwelken, ist es in den meisten Fällen nicht
möglich, ausreichend grofse Mengen für die Aussaat herzurichten, weil so das Anwelken
lange Zeit erfordert und zu einer Zeit geschehen mufs, während welcher, wenn es im Freien geschieht,
die Temperatur meist eine sehr niedrige ist, die Kartoffel also durch etwaigen Frost
Schaden leiden würde, und weil, wenn es in geschlossenen Räumen geschieht, sehr ausgedehnte
Räumlichkeiten erforderlich sind, die meist nicht zur Verfügung stehen. Aus diesen
Gründen hat wohl auch die Manipulation' des Anwelkens der Saatkartoffeln in der Landwirtschaft
noch nicht so allgemeinen Eingang finden können, wie es in 'Hinsicht auf den dabei erzielten
wesentlich gröfseren Ertrag bei der Ernte zu erwarten wäre.
Nach neueren Erfahrungen werden für das Verfahren des Anwelkens und für den Zweck
selbst bessere Erfolge erreicht, wenn es in einem lebhaften Luftstrom geschieht, dessen
Temperatur, von etwa 200C. an, sich mit dem
Fortschreiten des Welkens bis zu einer solchen von etwa. 3 5° C. steigert.
Erfinder hat nun einen Apparat construirt, der so eingerichtet ist, dafs er auch zum Trocknen
für viele andere landwirtschaftliche Producte, wie z. B. nasse Stärke, Pulpe, Obst,
Gemüse, Körner, geschnittenes Getreide, Heu, Flachs, Torf etc., verwendet werden kann.
Der Apparat besteht aus einem langgestreckten Hauptkanal A, Fig. 1 und 4, von
welchem in der Längsrichtung durch' die Schieber B und B1 die Vorräume α und alt Fig. 1,
abgetheilt sind, die den Zweck haben, beim Beschicken und Entleeren des Kanals A kalte
Luft in denselben nicht eindringen bezw. warme nicht entweichen zu lassen. Dieser Hauptkanal
A ist noch durch bewegliche bezw. herausnehmbare Längswände s s, Fig. 2, 3 und 4,
in zwei, drei oder mehr Kanäle b b b getheilt. Mittelst dieser beweglichen Wände wird bezweckt,
nach Bedarf leicht aus einem Kanal deren mehrere kleinere Kanäle und umgekehrt aus mehreren kleineren einen Kanal herstellen
zu können.
Die zu trocknenden oder zu präparirenden Gegenstände werden auf fahrbaren Gerüsten
ausgebreitet, nach Oeffnen des Schiebers B (bei d) zunächst in den Vorraum α, nach Verschlufs
von B und Oeffnen von B1 aus a in
den Kanal A eingeschoben. Ist dieser mit Gerüsten gefüllt, so werden dieselben mit den
eventuell getrockneten, für den Gebrauch zubereiteten Gegenständen durch Oeffnen des
Schiebers B1 (bei «i) in den Vorraum «x und
von hier aus nach Verschlufs von B1 und Oeffnen von B ins Freie gebracht. Jedesmal wenn
bei O1 ein solch fahrbares Gerüst entnommen
war, wird bei a ein neues wieder eingeschoben
und so continuirlich weiter.
Der für den Zweck des Trocknens durch einen Ventilator V eingeblasene und in einem
Ofen C geeignet erwärmte Luftstrom bewegt sich in dem Kanal A bezw. in den durch Einsetzen
der mobilen Zwischenwände hergestellten Kanälen b b, Fig. 2 und 3; er wird durch Zuleitungsrohre
R von dieser übergeführt, durch mit Klappen y versehene Abzweigrohre r in
den bezw. in die Kanäle vertheilt und in diesen, entgegen der Bewegungsrichtung der Trockengerüste,
in der durch glatte Pfeile angedeuteten Richtung geführt, bis er durch die mit Schiebern
χ versehenen AbzugsöfFnungen Z, mit niedrigerer
Temperatur als bei seinem Eintritt, ins Freie entweicht.
Da die frische Kartoffel an diesem letzteren Punkt in den Kanal ein- und allmälig dem
Luftstrom entgegengeführt wird, so tritt sie in eine immer höhere Temperatur, womit die für
ein rationelles Anwelken der Kartoffel gestellte Bedingung, allmälige Steigerung der Temperatur,
erfüllt ist.
Damit das Anwelken der Kartoffel oder das Trocknen in den oberen sowohl als in den
unteren Schichten der Trockengerüste gleichmäfsig vor sich gehe, ist es Bedingung, dafs
die in dem Kanal befindlichen Körper gleichmäfsig vom Luftstrom getroffen werden; es mufs
daher derselbe unter einer gewissen Spannung in den Kanal, mit welcher er sich darin auch
weiter bewegen wird, eingeblasen werden. Dies wird erreicht durch die in den Austrittskanälen Z
angebrachten Schieber x, welche so weit geschlossen werden, bis die gewünschte Spannung
der Luft in den Kanälen eintritt.
In Fig. 4 ist der Apparat im Querschnitt mit herausgenommenen Mittelwänden dargestellt, er
bildet jetzt nur einen Kanal A und eignet sich nun in dieser Form zum Trocknen von Körpern,
die einen grofsen Raum einnehmen, wie geschnittenem Getreide, Heu, Flachs, Torf
u. dergl. Die fahrbaren Gerüste, Fig. 1, werden auch hierfür verwendet, und zwar derart,
dafs, nachdem von je zweien eine Seite des Gerüstes abgenommen ist, dieselben mittelst
eines Brettes oder einer Bohle n, wie auf der Zeichnung, Fig. 4, dargestellt, quer zu einem
verbunden, worauf dann die zu trocknenden Körper gelegt werden;
Der Trockenprocefs geht dann genau so vor sich, wie oben beschrieben.
Claims (2)
1. An einem Trockenapparate zum Anwelken von Saatkartoffeln und zum Trocknen landwirtschaftlicher
Erzeugnisse die Theilung des Trockenraumes durch bewegliche Zwischenwände s, um dadurch denselben leicht
aus mehreren Kanälen in einen oder umgekehrt aus einem in mehrere Kanäle verwandeln
zu können.
2. An solchen Trockenapparaten die Anordnung der durch Schieber B und B1 gebildeten
Vorkammern α und alt um die Beschickung
der Kanäle ohne Unterbrechung des Luftstromes und ohne Wärmeverluste vornehmen zu können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28208C true DE28208C (de) |
Family
ID=304466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28208D Active DE28208C (de) | Apparat zum Anwelken von Saatkartoffeln u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28208C (de) |
-
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