-
Ballastgewicht für Schlepper
-
Die Erfindung betrifft ein Ballastgewicht für Schlepper, das für den
Anbau an eine Anhängevorrichtunr an der Vorderseite eines Schleppers auf seiner
Rückseite eine Ausnehmung hat, die auf ihrer Oberseite mit einem nach unten vorspringenden
Lappen ausgebildet ist, der beim Anbau des Ballastgewichtes hinter die Oberseite
der Anhängevorrichtung greift, während die Unterseite der Ausnehmung unter die Unterseite
der Anhängevorrichtung bewegt und dort in bezug auf diese verriegelt wird.
-
Wenn ein Schlepper zum Ziehen eines schweren Anbnugerätes oder Fahrzeuges
benutzt wird, ist es gewöhnlich erforderlich, Gewichte oder Ballast an die Vorderseite
des Schleppers anzuhängen, um die Vorderachse zusätzlich zu belasten und dadurch
ein Aufbäumen des Schleppers zu verhindern. Derartige Ballastgewichte, die an sich
in vielen verschiedenen Ausführungen bekannt sind, werden nur gelegentlich in Gebrauch
genommen und müssen sich deshalb nach Möglichkeit auf einfache -W-leise und ohne
die Anwendung speziellen Werkzeugs an- und abbauen lassen können. Auf der anderen
Seite ist jedoch auch erforderlich, daß das angebaute Ballastgewicht sicher an der
Anhängevorrichtung auf der Vorderseite des Schleppers festsitzt, so daß es während
der Fahrt keine Erschütterungen oder Gewichtsverlage rungen in-seitlicher Richtung
verursachen kann.
-
Aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1.680.649 ist ein System von
Ballastgewichten bekannt geworden, bei dem d's Verriegeln der einzelnen Gewichte
miteinander und mit der Anhängevorrichtung oder des Grundrahmens für die Gewichte
automatisch gegeben ist durch formschlüssigen Eingriff zwischen Stütznasen, Vorsprüngen
und Ausnehmungen, die sowohl an den Gewichten als auch an der Anhängevorrichtung
ausgebildet sind, was die Herstellung von sowohl Ballastgewichten als auch Anhängevorrich-
tung
verkompliziert und verteuert.
-
Gleichfalls ist aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr.
-
2.059.208 ein System von Ballastgewichten bekannt geworden, welche
Gewichte sich mit Hilfe spezieller Anschlußglieder nach Belieben entweder auf der
Vorder- oder Rückseite des Schleppers anhängen lassen. Bei dieser onstruktion ist
jedes Gewicht mit einer trapezförmigen Ausnehmung und einer dieser Ausnehmung entsprechenden
Halterung versehen, und die erwähnten Anschlußglieder sind ebenfalls dreieckig ausgestaltet,
so daß sie in die Ausnehmungen in den Gewichten hineinpassen. Auch in diesem Fall
ist sowohl eine spezielle Ausgestaltung der Gewichte und die Anwendung einer Anhängevorrichtunr
am Schlepper erforderlich, die sich von den üblicherweise benutzten Anhängevorrichtungen
wesentlich unterscheidet.
-
Aus der Beschreibun; zum USA-Patent Nr. 3.492.019 ist eine Ballastgevrichtausbildung
der eingangs erwähnten Art bekannt geworden, bei der die Verriegelung eines Gewichtes
mit der Anhängevorrichtung mit Hilfe eines losen Kupplungsbolzens erfolgt, der nach
dem Anbau des Gewichtes in eine Bohrung unten an der Ausnehmung hineingesteckt wird
und hinter der Unterkante der Rückseite der Anhängevorrichtung herausragt. Dies
hat in der Praxis den wesentlichen Nachteil, daß der lose Kupplungsbolzen allein
auf Grund der Vibrationen und Erschütterungen verlorengehen kann, die ein Schlepper
beim normalen Arbeitseinsatz erfährt, sodaß die Gefahr besteht, daß der Schlepper
auch das Ballastgewicht verliert.
-
Schließlich ist aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr.
-
2.548.977 eine Eallastgewichtausbildung der eingangs erwähnten Art
bekannt geworden, bei der die Verriegelung mit Hilfe eines speziellen Spannstückes
erfolgt, das nach dem Anbau des Ballastgewichtes in einer zu diesem Zweck ausgebildeten
Aussparung an der Sohle der Ausnehmung im Ballastgewicht angebracht und festgeschraubt
wird und dadurch das Gewicht an der Unterseite der Anhängevorrichtung verriegelt.
Da hierzu Werkzeug erforderlich ist, ist der Anbau derartiger Ballastgewichte, insbesondere
wenn mehrere Gewichte nebeneinander an der Anhängevorrichtung
zu
befestigen sind, relativ zeitraubend.
-
Erfindungsgemäß wird eine vereinfachte, automatisch wirkende Verriegelungsanordnung
für ein Ballastgewicht der angegebenen Art dadurch erreicht, daß eine im wesentlichen
segmentförmige Verriegelungsklinke mit dem Ballastgewicht an der Unterseite der
Ausnehmung und in der Nähe ihrer Öffnung schwenkbar, aber unlösbar verbunden ist
und daß eine Vorspannkrnft diese Klinke aus der Ausnehmung herauszuschwenken und
dadurch in verriegelnde Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung zu bringen
sucht, wobei das Ballastgewicht auf der Unterseite der Ausnehmung mit einer außerhalb
des Bereiches der Anhängevorrichtung vorgesehenen Aussparung zur Aufnahme der Verriegelungsklinke
beim Schwenken derselben in der der Vorspannkraft entgegengesetzten Richtung ausgebildet
ist.
-
Das erfindungsgemäße Ballastgewicht wird üblicherweise dadurch angebaut,
daß man den nach unten ragenden Lappen auf der Oberseite der Ausnehmung hinter der
Oberseite der Anhängevorrichtung einhakt und dann die Unterseite der Ausnehmung
unter die Unterseite der Anhängevorrichtung drückt. Bei dieser Bewegung des Ballastgewichtes
wird die Verriegelungsklinke gegen die Vorspannkraft geschwenkt, so daß die Sohle
der Ausnehmung im Ballastgewicht zur Anlage gegen die Vorderseite der Anhängevorrichtung
gebracht werden kann. Wenn das Ballastgewicht auf diese Weise an die Anhängevorrichtung
angebaut worden ist, wird die Verriegelungsklinke durch die Vorspannkraft in verriegelnde
Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung gedrückt und sichert dadurch
ein zuverlässiges Festsitzen des Ballastgewichtes. Das Herausbew?gen der Klinke
aus ihrer verriegelnden Anlage gegen die Anhängevorrichtung, d.h.
-
das Entriegeln der Klinke, erfolgt ganz einfach dadurch, daß die Klinke
gegen die Vorspannkratt in die auf der Unterseite der Ausnehmung ausgebildete Aussparung
hineingeschwenkt wird, so daß sie sich wieder unter der Unterseite der Anhängevorrichtung
hinwegbewegen - läßt.
-
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Ballastgewichtes
wird
ein schneller und einfacher An- und Abbau des Gewichtes ohne die Anwendung von Werkzeug
und ohne die Gefahr erreicht, daß der Schlepper die Verriegelungsanordnun:, oder
gar das Ballastgewicht verliert, wenn er im Arbeitseinsatz ist. Außerdem ist keine
spezielle Ausbildung der Anhängevorrichtung des Schleppers erforderlich, da sich
die Form der Ausnehmun; im Ballastgewicht den üblicherweise benutzten Anhängevorrichtungen
mit T-förmigem Querschnitt anpassen läßt.
-
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die schematische
Zeichnung näher erklärt, die nur die für das Verständnis der Erfindung erforderlichen
inzelheiten wiedergibt.
-
Es zeigt Fig. 1 im Querschnitt eine Aus führung form eines erfindungsgemäßen
Ballastgewichtes, Fig. 2 eine Verriegelungsklinke für die Anwendung in Verbindung
mit der Ausführungsform nach Fig. 1, Fig. 3 eine zweite Ausführunsform mit einer
alternativen Ausgestaltung der V erriege lun- Ilrlinke und Fig. 4 eine Ijodifikation
des Ballastgewichtes, durch die das Entriegeln der Klinke erleichtert wird.
-
In Fig. 1 ist ein Ballastgewicht 1 mit einem Griff 2 an eine im Querschnitt
T-förmige Anhängevorrichtunt 3 auf der Vorderseite eines nicht eingezeichneten Schleppers
angebaut.
-
Für die Anbringung an der Anhängevorrichtun,0; 5 besitzt das Ballastgewicht
1 auf seiner Rückseite eine in ihrer Gesamtheit mit 4 bezeichnete Ausnehmunr, welche
auf ihrer Oberseite einen nach unten vorspringenden Lappen 5 aufweist, der beim
Anbau des Ballastgewichtes hinter die Oberseite der Anhängevorrichtung 3 greift.
-
Erfindungsgemäß ist eine im wesentlichen segmentförmige Verriegelungsklinke
6 mit Hilfe eines Drehzapfens 7 in der Nähe der Öffnung der Ausnehmung unlösbar
und schwenkbar mit dem Ballastgewicht 1 verbunden. Wie aus dem folgenden näher ersichtlich
ist, sucht eine Vorspannkraft die Verriegelungsklinke 6 in der durch den Pfeil 8
angegebenen Richtung aus der Aus-
nehmung 4 herauszuschwenken und
dadurch in verriegelnde Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung 5 zu
bringen.
-
Wie aus der perspektivischen Ansicht in Fig. 2 näher hervorgeht,
kann die Verriegelungsklinke 6 mit zwei gleichartigen, segmentförmigen Seitenflanschen
9 und 10 ausgebildet sein, die durch ein Zwischenstück 11 miteinander verbunden
sind. Die Verriegelungsklinke wird so am Ballastgewicht 1 angebracht, daß die Seitenflansche
9 und 10 sich auf je einer Seite eines aufrechtstehenden Flansches 12 auf der Unterseite
der Ausnehmung 4 befinden. Auf jeder Seite des Flansches 12 ist auf der Unterseite
der Ausnehmung 4 eine Aussparung 13 ausgebildet, in die die Klinke 6 gegen die durch
den Pfeil 8 angedeutete orspannkraft hineingeschwenkt und dadurch aus der verriegelnden
Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung 3 herausbewegt werden kann.
-
Wie außerdem aus Fig. 2 ersichtlich ist, haben die Seitenflansche
9 und 10 für die Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung 5 sich gegenüberliegende
gleichartige, gekrümmte Anlageflächen 14 und 15, deren Radialabstand von der Schwenkachse
der Klinke 6 in Richtung der Vorspannkraft abnimmt, wodurch beim Verriegeln ein
sicheres Verkeilen der Verriegelungsklinke 6 an der Unterseite der Anhängevorrichtung
5 erzielt wird.
-
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 wird die durch den Pfeil 8 angegebene
Vorspannkraft mit Hilfe einer Druckfeder 16 erstellt, deren eine Stirnseite in einer
im Flansch 12 ausgebildeten Bohrung 17 angebracht ist, während sich die andere Stirnseite
mit einem am Zwischenstück 11 der Verriegelungsklinke 6 festsitzenden Federzapfen
18 im Eingriff befindet, der in Fig. 2 deutlicher zu sehen ist.
-
Beim Anbau des Ballastgewichtes wird die Verriegelungsklinke 6, nachdem
der nach unten vorspringende Lappen 5 hinter der Oberseite der Anhängevorrichtung
5 eingehakt worden ist, beim Schwenken des Ballastgewichtes automatisch gegen die
Vorspannkraft geschwenkt, wobei die Seitenflansche 9 und 10 in
den
Aussparungen 13 aufgenommen werden, so daß das Ballastgewicht ungehindert auf seinen
Platz gedrückt werden kann, wo sich die Sohle der Ausnehmun 4 in Anlage gegen die
Vorderseite der Anhängevorrichtung 3 befindet. Wenn das Ballastgewicht wieder abgebaut
werden soll, wird die Klinke 6 gegen die Vorspannkraft geschwenkt, so daß sie sich
wieder unter der Anhängevorrichtung 5 hinwegbewegen kann. Im Hinblick auf diese
Entriegelungsbewegung kann die Klinke 6, wie in Fig. 2 gezeigt, mit einem Griff
19 ausgebildet sein.
-
In Fig. 5 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Ballastgewichtes mit einer alternativen Ausgestaltung der Verriegelungsklinke veranschaulicht,
die hier mit 6 bezeichnet ist, wobei die durch den Pfeil 8' angegebene Vorspannkraft
mit Hilfe eines mit der Verriegelungsklinke 6' einstückig ausgebildeten, außerhalb
der Ausnehmung 4' herabhängenden Gegengewichtes 20 erstellt wird.
-
Damit das Schwenken der Verriegelungsklinte gegen die Vorspannkraft
und damit ihr Entriegeln aus der Anlage gegen die Unterseite der Anhängevorrichtung
erleichtert wird, kann, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, eine Zugleine 21 Anwendung
finden, die mit der in Fig. 4 nicht wiedergegebenen Verriegelungsklinke verbunden
und durch das Ballastgewicht 1 tl hindurch zu einem von dessen Vorderseite her zugänglichen
Griff 22 geführt ist.
-
Die in Fig 2 gezeigte Ausgestaltung der Verriegelungsklinke ist keinesfalls
begrenzend für die Erfindung, indem die Klinke statt mit zwei gleichartigen Seitenflanschen
als ein einzelnes segmentförmiges Plattenelement ausgebildet sein kann und auf der
Unterseite der Ausnehmung im Ballastgewicht dementsprechend statt des in Fig. 1
gezeigten Flansches 12 eine Aussparung ausgebildet sein kann, in die ein derartiges
Plattenelement unter Uberwindung der Vorspannkraft hineingeschwenkt werden kann.