DE2829389A1 - Organosilylamide - Google Patents
OrganosilylamideInfo
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- C07F7/02—Silicon compounds
- C07F7/08—Compounds having one or more C—Si linkages
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Description
2829383
SCHLEISSHEIMERSTR. 299
iOOO MÜNCHEN 40
DC 2198
Silylamide sind aus US-PS 2 876 209 bekannt, woraus die Herstellung
von Amidosilanen durch Umsetzen bestimmter Aminosilane
der Formel
R4_xSi(NR'R")y
mit Amiden unter Entfernung des dabei als Nebenprodukt erhaltenen Amins durch Verdampfung hervorgeht. Auf diese Weise
lassen sich Amidosilane der Formel
0
R4_xSi(NR'CR")x ,
R4_xSi(NR'CR")x ,
worin R1 Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet,
wie Methyl, Ethyl oder Butyl, herstellen. Spezielle Angaben über ein N-t-Butylamid werden darin jedoch nicht gemacht,
und zwar weder in Spalte 4, Zeile 52, noch in Spal=-_.
te 4, Zeilen 58 bis 68, worin die verschiedenen StickstoffV
substituenten aufgeführt sind. Bei den darin genannten Ausgangsmaterialien wird auch ein t-Butylsilylamin erwähnt,
doch wird diese t-Butylgruppe durch Verdampfen als t-Butylamin
entfernt.
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Entsprechendes wie aus obiger US-PS 2 876 209 geht auch aus
US-PS 2 876 234 hervor, nach der die Amidosilane beansprucht werden*
Die US-PS 3 436 415 ist auf die Verbindung Allylethylbis-N-isopropylpropionamidsilan
und ihre Verwendung als Zwischenprodukt zur Herstellung von Silyloxazolidonen gerichtet.
In US-PS 3 488 371 wird die Verbindung Phenylmethylbis-N-(beta-phenylisopropyl)acetamidosilan
beschrieben.
N-t-Butylderivate der obigen Amidosilane werden in keiner
der angeführten US-PS beschrieben.
Amidosilane und verschiedene andere reaktive Silane sind bekanntlich Silylierungsmittel, die bei Umsetzungen organischer
oder anorganischer Moleküle, die Hydroxyl, -NH, -SH
oder Carboxyl-Gruppen enthalten, häufig verwendet werden. Zweck dieser Silylierungen ist im allgemeinen eine Modifizierung
der Ausgangsverbindungen, um entweder zusätzliche Synthesestufen durchzuführen oder komplexe Gemische so zu modifizieren, daß sie sich leichter voneinander trennen lassen. Weiter
werden derartige Silylierungen auch zur Oberflächenmodifizierung von Materialien herangezogen, um diese hydrophob oder
organophil zu machen.
Die bekannten Silylierungsmittel verfügen jedoch noch immer
nicht über die von ihnen zum Teil verlangte hohe Reaktionsfähigkeit. So ergibt sich beispielsweise unter Verwendung
des Silylierungsmittels Bis(trimethylsilyl)acetamid zwar
eine ziemlich rasche Silylierung, an der gewöhnlich jedoch nur eine der Trimethylsilylgruppen teilnimmt. Als Nebenprodukt
entsteht dabei N-Trimethylsilylacetamid, so daß
eine Hälfte der möglichen Silylierungsgruppen überhaupt nicht genutzt wird.
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— SF —
H 2823383
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Silylierungsmittel
zu schaffen, die wesentlich reaktionsfähiger sind als die bisher bekannten Silylierungsmittel, nämlich das diesbezüglich
beste Silylierungsmittel Bis(trimethylsilyl)acetamid.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch Organosilylamide
der Formel
t-Bu O
RnS i/N—CR-V4 ,
RnS i/N—CR-V4 ,
worin η für 2 oder 3 steht, R Methyl, Ethyl, Vinyl, Phenyl und/oder 3,3,3-Trifluorpropyl bedeutet, wobei wenigstens
zwei Substituenten R Methyl sind, falls η für 3 steht, und worin R1 Methyl oder Ethyl bedeutet und t-Bu für N-t-Butyl
steht.
Die erfxndungsgemäßen Verbindungen wirken etwa fünfmal rascher
als das bekannte Silylierungsmittel Bis(trimethylsilyl)acetamid
(BSA), und bei der Silylierung unter Verwendung dieser Verbindungen werden alle Siliciumatome gebraucht.
Die erfxndungsgemäßen Verbindungen lassen sich zur Silylierung
irgendwelcher Verbindungen einsetzen, die -OH, -NH, -SH oder Carboxylgruppen enthalten. Sie eignen sich insbesondere
zur Silylierung nicht reaktionsfähiger Verbindungen, wie Harnstoffe, sowie für die Silylierung komplexer Gemische.
Die erfxndungsgemäßen Mittel sind komplexer als es aus der
obigen einfachen Formel hervorgeht. Die vorliegenden silylierten Amide dürften in Wirklichkeit ein Gleichgewichtsgemisch
aus tautomeren Materialien sein, wie es die folgende Gleichung darstellt:
t-Bu 0
t π ^ Rf
-n
RnSi[OC=Nt-Bu]4_n.
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6 2823389
Es wird somit angenommen, daß es sich bei diesen Verbindungen
um Gemische aus der Amidform und der Imidatform dieser Materialien handelt. Es sollen unter den vorliegenden
Verbindungen daher sowohl beide Formen der Moleküle als auch Gemische hiervon verstanden werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen, bei denen η für 3 steht,
werden am besten hergestellt, indem man ein Chlorsilan der Formel R3SiCl mit dem entsprechenden N-t-Butylamid in Gegenwart
eines tertiären Amins als Halogenwasserstoffakzeptor umsetzt. Diese umsetzung verläuft rasch bei Raumtemperatur.
Das hierbei anfallende Aminhydrochlorid wird durch Filtrieren oder in sonstiger Weise abgetrennt, und das silylierte Amid
wird destillativ oder sonstwie gewonnen»
Diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen, bei denen η für 2 steht, werden am besten hergestellt, indem man ein Silan der
Formel R3SiCl2 mit der entsprechenden Verbindung der Formel
t-Bu 0
R3SiN—CR1
R3SiN—CR1
unter Bedingungen umsetzt, bei denen das Triorganochlorsilan
aus der Reaktionszone entfernt wird. Zu dieser Reaktion kommt es im allgemeinen bei Umgebungstemperatur, und das hierbei
anfallende R3SiCl läßt sich unter verringertem Druck entfernen.
Die im Zusammenhang mit obigen Ausführungen und den später folgenden Beispielen verwendeten Abkürzungen haben folgende
Bedeutungen:
t-Bu ~ t-Butyl
Me = Methyl
Vi Vinyl
Ph = Phenyl
ΨΠ
pyl
2829383
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
Ein trockner Kolben wird mit einem Rückflußkühler, einem Rührstab und einer Scheidewand versehen, evakuiert und mit
trockenem Stickstoff gespült. Der Kolben wird durch Stickstoff und eine Reihe Trockeneisfallen gegenüber Feuchtigkeit
geschützt. Der Kolben wird mit 20 g sublimiertem N-t-Butylacetamid,
118,39 g Triethylamin und 50 ml trockenem
Pentan versetzt, unter Rühren der Lösung gibt man dann mit
einer Spritze 37,73 g Trimethylchlorsilan zu. Es kommt zu einer schwachen exothermen Reaktion und zur Ausfüllung von
Triethylaminhydrochlorxd. Das Gemisch wird über Nacht gerührt,
worauf man die Aufschlämmung zentrifugiert. Die hierbei erhaltene organische Flüssigkeit wird filtriert, und die angefallenen
Salze werden mit trockenem Pentan gewaschen. Die organischen Flüssigkeiten werden vereinigt und destilliert,
wodurch man
t-Bu 0
j Me3SiN—CMe
j Me3SiN—CMe
in 61,7-prozentiger Ausbeute erhält, das bei einem Druck von 22 mm Hg bei 62 0C siedet. Die Struktur der Verbindung
wird durch IR-Analyse sowie durch NMR-Analyse bestätigt.
Zur Bestimmung der relativen Reaktivität der verschiedenen N-alkylsubstituierten Trimethylsilylacetamide setzt man
jede dieser Verbindungen mit N-Butylacetamid um. Diese Reaktion läuft nach folgender Gleichung ab:
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YO Bu 0
Me-SiN-CMe + HN-CMe 3
| Y O | + | Bu O |
| t H | ι ti | |
| HN-CMe | Me3SiN—CMe | |
B C D
Die Menge an beim Gleichgewichtszustand gebildeter Verbindung D
ist eine Maßzahl für die relative Reaktivität der Verbindung A
im Verhältnis zur Verbindung D, und die Reaktivität der Verbindung A ist eine Funktion der Gleichgewichtskonstanten K . Diese
wird wie folgt ermittelt ϊ
Eine trockne und mit einer Scheidewand unterteilte Küvette
beschickt man mit etwa 0,8 g trockenem Acetonitril, worauf man äguimolare Mengen (2,7 χ 10 Mol) der Verbindungen
A und B zusetzt. Aus dem so erhaltenen Gemisch entnimmt man periodisch Proben, die man durch Gas-Plüssig-Chromatographie
analysiert. Das gesamte Verfahren wird bei Umgebungstemperatur durchgeführt.
Das Gewicht an entstandenem Produkt wird nach folgender Formel berechnet:
A Wi
Gewicht an entstandenem Produkt = -j— χ — .
A1 w
Hierin steht A. für die Fläche der Verbindung, ist A die Fläche des Acetonitrils, bedeutet W. das Gewicht der Vert
dung und gibt W das Gewicht des Acetonitrils an.
Die Gas-Flüssig-Chromatogramme werden auf einem Gaschromatographen
(Infotronics Modell 2400 Series) aufgenommen, der mit einer linearen Temperaturprogrammierung (Modell 68) ausgerüstet
ist und eine 182,88 cm χ 3,18 mm messende Säule aufweist, die mit Diatomeenerde mit einer Korngröße von 0,124
bis O,147 mm lichter Maschenweite (100 - 120 mesh) bepackt
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ist, welche mit 5 Gewichtsprozent eines 3,3,3-Trifluorpropylmethylsiloxans
mit einer Viskosität von 10 000 cS beschichtet ist (SP-2401 von Supelco Incorporated). Die Temperatur an der
Injektionsstelle wird auf 200 0C gehalten,- und die Temperatur
des Detektors (He) hält man auf 310 0C. Die Säule wird linear
mit einer Geschwindigkeit von 20 0C pro Minute von einer Temperatur
von 100 ° bis 200 0C programmiert, und die Laufgeschwindigkeit
für die Karte beträgt 1 Minute für 1,27 cm.
Die Versuche 2 bis 5 dienen zu Vergleichszwecken.
Versuch (D
(2) (3) C4)
Silylamid A
t-Bu 0
Me3SiN-CMe
Me3SiN-CMe
0
rt
rt
10
(Me3Si)2NCiMe (BSA)
Bu 0
Me3SiN—CMe
Me3SiN—CMe
Me 0
Me,SiN—CMe
Me,SiN—CMe
i-Pr 0
Me3SiN—CMe
Me3SiN—CMe
K -Wert* eg
110.00
22.00 '
1.00
0.30
0.00093
*Der K -Wert wird nach folgender Formel berechnet:
CC] (D) _ - D2 = D2
CA) (B) B2 (B-D)2
Die obigen Versuchsdaten zeigen, daß das erfindungsgemäße N-t-Butyl(trimethylsilyl)acetamid
5mal schneller ist als das beste bekannte Sxlylierungsmittel (2), 1i0mal schneller ist als die
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entsprechende n-Butylverbindung (3), 366mal schneller ist als
die N-Methylverbindung (4) und tOOOOOmal schneller ist als das
■ ■ · β"- » *&0'.
n-Isopropy!derivat (5). . «
n-Isopropy!derivat (5). . «
In einen mit Rührer, Destillatxonskopf und Scheidewand versehenen
trockenen Kolben gibt man 5 g frisch destilliertes
t-Bu O
Me3SiN—CMe
Me3SiN—CMe
und 1,72 g frisch destilliertes Dimethyldichlorsilan. Das
System wird bei Umgebungstemperatur evakuiert und das Trimethylchlorsilan
bei Umgebungstemperatur entfernt. Auf diese Weise erhält man als Produkt
t-Bu 0
Me2Si/N—CMe/2
Me2Si/N—CMe/2
in 91-prozentiger Ausbeute. Dieses Produkt wird bei Raumtemperatur
mit Methanol umgesetzt, wobei man die Menge an gebildetem Dimethyldimethoxysilan und t-Butylacetamid durch IR-Analyse
und durch NMR-Analyse bestimmt. Hierdurch ergibt sich, daß man es mit einem reinen Produkt zu tun hat.
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ORIGINALTNSPECTED-
Claims (2)
1./ Organosxlylamxde der Formel
t~Bu O
worin η für 2 oder 3 steht, R Methyl, EtHy1, Vinyl, Phenyl
und/oder 3,3,3-Trifluorpropyl bedeutet, wobei wenigstens
zwei Substituenten R Methyl sind, falls η für 3 steht, und worin R1 Methyl oder Ethyl bedeutet und t-Bu für N-1-Butyl
steht.
2. Organosxlylamxde nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet , daß sie die Formel
t-Bu 0 t-Bu 0
Me2Si/N—CMe/2 oder Me3SiN—CMe,
worin Me für CH3 steht, haben.
909824/0577
ORIGINAL INSPECTED
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/858,144 US4107196A (en) | 1977-12-07 | 1977-12-07 | N-tertiarybutyl organosilylamides |
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| DE2829389C3 DE2829389C3 (de) | 1982-05-19 |
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ID=25327600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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-
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- 1977-12-07 US US05/858,144 patent/US4107196A/en not_active Expired - Lifetime
-
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- 1978-06-13 CA CA305,390A patent/CA1112656A/en not_active Expired
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Non-Patent Citations (1)
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|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
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| DE2829389B2 (de) | 1981-07-30 |
| GB2009769B (en) | 1982-08-18 |
| JPS5753799B2 (de) | 1982-11-15 |
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