DE2829597C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE2829597C2 DE2829597C2 DE19782829597 DE2829597A DE2829597C2 DE 2829597 C2 DE2829597 C2 DE 2829597C2 DE 19782829597 DE19782829597 DE 19782829597 DE 2829597 A DE2829597 A DE 2829597A DE 2829597 C2 DE2829597 C2 DE 2829597C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- solder
- sintered
- soldering
- sintered metal
- metal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K1/00—Soldering, e.g. brazing, or unsoldering
- B23K1/19—Soldering, e.g. brazing, or unsoldering taking account of the properties of the materials to be soldered
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
- B23K35/02—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by mechanical features, e.g. shape
- B23K35/0222—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by mechanical features, e.g. shape for use in soldering or brazing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Powder Metallurgy (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein metallisches Werkstück mit wenigstens ei
ner Lötverbindung oder Auftragslötstelle, der wenigstens eine Scheibe
aus porösem, zumindest mit dem Lot metallurgisch kompatiblen Sinter
metall zugeordnet ist.
Löten ist bekanntlich ein Verfahren zum Verbinden metallischer Werk
stücke mit Hilfe eines geschmolzenen Zusatzmetalls, ggf. unter
Anwendung von Flußmitteln, Schutzgasen oder Vakuum. Das Zusatzmetall,
Lot genannt, muß einen niedrigeren Schmelzpunkt haben als das Grund
metall der Verbindungspartner.
Zum Löten werden diese auf eine Temperatur gebracht, bei der das Lot
fließt, in den Lötspalt dringt, und diesen mehr oder weniger, am
besten vollständig, ausfüllt. Dort kommt durch Anlagerung des Lotes
an die Oberfläche, Kapillarwirkung feinster Zerklüftungen, molekula
re Anziehungskräfte, Legierungsbildung und Diffusion in den Grenz
flächen zwischen Grundmetall und Lot die Verbindung zustande.
Die Güte einer Lötverbindung hängt u. a. davon ab, daß Lot und
Grundwerkstoff metallurgisch kompatibel sind, also gut aneinander zu
haften vermögen und in ausreichendem Maße ineinander löslich sind,
sowie vom Füllgrad des Lötspalts. Als gut wird nach dem heutigen
Stand der Technik noch ein Füllgrad von 70% bezeichnet. Neben der
richtigen Vorbereitung der zu lötenden Oberflächen und richtiger Tem
peratur beim Lötvorgang spielt vor allem die Dimensionierung des Löt
spalts eine entscheidende Rolle. Zum einen bestimmt die Breite des
Lötspalts dessen Kapillarwirkung, zum anderen bestimmt die Tiefe des
Lötspalts die erforderlichen Fließwege, die das Lot zurücklegen muß.
Wird die Lötspaltbreite groß, sinkt die Kapillarwirkung und damit der
Füllgrad; wächst die Tiefe des Lötspalts, so hat dies die gleiche
Wirkung auf den Füllgrad.
Aus der DE-PS 8 55 024 geht ein Gleitlager hervor, bei dem ein Einle
gestreifen aus porösem Sintermetall mittels eines guten Weichlotes an
die tragende Oberfläche des Lagers angelötet ist. Der Sintermetall
körper dient dabei nicht zum Transport des Lotes. Er soll vielmehr
mit Öl oder Blei getränkt sein, um eine gute Schmierwirkung ausüben
zu können. Dabei findet sich der Streifen aus dem Sintermetall
nicht im Lot, sondern liegt nur auf dem Lot auf.
Zur Herstellung dieses Lagers wird zunächst eine fertige Lotschicht
in die mit dem Sintermetall auszukleidende Vertiefung eingelegt;
anschließend wird das Sintermetall eingelegt und danach durch ent
sprechende Erwärmung die Lötung bewirkt. Dabei müssen die Poren des
Sintermetallkörpers frei bleiben, damit sie mit einem anderen Mate
rial als dem Lot gefüllt werden oder sein können.
Aus der DE-PS 8 63 583 geht ein Lager hervor, bei dem kein Sinterme
tall verwendet wird; statt dessen wird Blei in flüssigem Zustand in
eine massive Kupferlagerschale eindiffundiert.
In der DE-AS 10 65 182 wird ein Lagermaterial beschrieben, bei dem
die Lagerschale selbst aus einem porösem Metallskelett besteht.
Dieses Metallskelett wird mit Tetrafluorpolyäthylen imprägniert. Die
Problematik einer einwandfreien Lötverbindung wird nicht angespro
chen. Aus der US-PS 29 02 748 ist ein poröses Lagermaterial bekannt,
bei dem das Porenvolumen in der Größenordnung von einem Drittel des
Gesamtvolumens liegt.
Schließlich geht aus der US-PS 25 85 430 noch die Herstellung einer
Lagergleitschicht hervor, bei der ein Kupfer-Blei-Pulvergemisch auf
einer Unterlage durch Erwärmung zu einem porösem Körper gesintert
wird, der hierbei an die Unterlage gebunden wird. Anschließend kann
auf diesen Körper dann eine Weißmetallschicht aufgebracht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein metallisches Werkstück
der angegebenen Gattung zu schaffen, dessen Lötverbindung oder Auf
tragslötstelle mit großer Dicke, sowie hervorragender Festigkeit und
Haftung auf dem Grundmaterial über seiner ganzen Ausdehnung ausgebil
det wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen werden durch die Merkmale der Unteran
sprüche definiert.
Obwohl die Lötverbindung auch durch Weichlöten her
gestellt werden kann, werden bevorzugt Lötverbindungen durch Hartlö
ten eingesetzt, da Hartlötverbindungen höher bean
spruchbar sind.
Dabei wird mit einer metallischen Lösung der Transport des Lotes in
den gesamten Lötspalt hinein dadurch gewährleistet, daß die vielfach
nicht ausreichende Kapillarwirkung des Lötspalts durch die hohe Ka
pillarwirkung der in den Lötspalt eingelegten Scheibe aus dem porö
sen Sintermetall erhöht wird, die wegen der Feinheit ihrer zusammen
hängenden Poren eine sehr hohe Kapillarwirkung ausübt und das flüssi
ge Lot zuverlässig in sich selbst aufnimmt und dann aber bei seiner
Oberfläche bzw. Oberflächen an die angrenzenden Oberflächen des Werk
stückes heranbringt.
Wegen des vollständig durchgelaufenen Lotes lassen sich Werkstücke
mit wesentlich erhöhter Qualität fertigen. Die verwendete Scheibe
aus porösem Sintermetall hat eine einfache geometrische Form und läßt
sich deshalb einfach herstellen. Sie kann ein- oder mehrteilig sein
und hat in der Regel eine konstante Dicke, die gegebenenfalls an eine
ungleichmäßige Breite des Lötspaltes angepaßt werden kann. Die Schei
be kann aus mehreren Lagern bestehen, ist jedoch vorzugsweise ein
schichtig. Sie kann aus einem reinen Metall
oder einer Metall-Legierung
bestehen. Vorzugsweise verwendet man den Grundwerkstoff
des Werkstückes. Die Po
ren der Sintermetallscheibe müssen überwiegend miteinan
der in Verbindung stehen. Das gesamte Porenvolumen sollte
größer als 20% sein. Besonders bewährt haben sich
Porenvolumina von 30 bis 35%.
Diese Scheibe beaufschlagt man in wenigstens auf die
Schmelztemperatur des Lotes erwärmtem Zustand z. B. über
einen überstehenden Rand mit dem flüssigen Lot. Die Schei
be saugt sich zunächst infolge der Kapillarwirkung ihrer
Poren voll. Führt man weiter und mehr Lot zu als dem
kommunizierenden Porenvolumen entspricht, so tritt dieser
Überschuß an den Oberflächen der Sinterscheibe aus und
stellt die Lötverbindung der Sinterscheibe mit dem
Grundmetall her. Die Sinterscheibe bewirkt so die ange
strebte feinverteilte Dosierung des Lots über die ganzen
Verbindungsflächen. Der Füllgrad derartig hergestellter
Lötungen liegt deutlich über 90%. In der überwiegenden
Zahl der Fälle wird ein Füllgrad von 100% erreicht.
Überstehende Ränder der Sinterscheibe können - sofern sie
stören - nach der Lötung abgearbeitet werden.
Neben der Hauptanwendung des Lötens, nämlich der Verbin
dung zweier oder auch mehrerer Teile eignet sich die Er
findung auch vorzüglich, um sogenannte Auftragslötungen
herzustellen. Außer für Reparaturzwecke werden Auftrags
lötungen auch an Funktionsflächen von Neuteilen vorgenom
men, um diese mit besonderen Eigenschaften auszustatten.
Insbesondere Neusilberlote eignen sich gut für den Auftrag
auf Messing, Bronze, Gußeisen und Stahl, wenn hohe Flächen
pressungen bzw. Reibbeanspruchungen bestehen.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für das Auftrags
hartlöten von Gleitlagerlaufschichten auf Kupferbasis, wie
z. B. Bleibronzelaufschichten.
Bei der Auftragslötung wird auf die Funktionsfläche eine
Sintermetallscheibe aufgelegt, die möglichst satt anliegt
und deren Fläche der aufzutragenden Funktionsfläche gleich
ist. Darüber kommt das Lot, das nahezu beliebig geformt
sein kann. In aller Regel wird man Scheibchen von einfa
cher geometrischer Form benutzen. Es können aber auch Gra
nalien, Drähte oder Pulver bzw. Preßlinge aus Pulver ver
wendet werden. Die ganze Anordnung wird auf die Schmelz
temperatur des Lotes gebracht. Dabei schmilzt dieses,
dringt in die kommunizierenden Poren der Sinterplatte
ein und füllt diese. Der Überschuß an Lot stellt, wie
schon oben beschrieben, wiederum die Lötverbindung zwi
schen dem Werkstück und der Sinterplatte her.
Die Erfindung eignet sich besonders, aber nicht ausschließ
lich, für die folgenden Materialien:
Grundkörper aus
- - unlegierten und legierten Stählen
- - Grauguß, Temperguß, Gußeisen mit Kugelgraphit
Sinterscheibe aus
- - unlegiertem und legiertem C-freien oder C-haltigen Sintereisen
- - Sinterkupfer
- - Sinterbronze
Lot aus
- - Hartloten nach DIN 8 513 bzw. Önorm M 7825, aber auch
- - Gleitlagerlegierungen, insbesondere Lagerbronzen aller Art, besonders auch Bleibronzen.
Versuche haben gezeigt, daß mit der Erfindung auch hoch
bleihaltige Bronzen verarbeitet werden können, die nor
malerweise nicht als Lote verwendet werden, da für die
meisten genormten Lote auf Kupfer-Zinn-Basis die zulässi
ge Bleibeimengung auf 0,02% limitiert ist. Die feine
Verteilung des geschmolzenen Lots in den Poren verhin
dert nämlich weitgehend die unerwünschte Entmischung von
Kupfer und Blei. Aus dem gleichen Grund werden auch die
Gefügeanomalien, die für andere Auftragsverfahren - wel
che über den flüssigen Zustand gehen - üblich sind, wie
Stengelkristallisation, Blasen-, Schaum-, Schlackenbil
dung usw. völlig unterdrückt.
Daher ermöglicht die Auftrags-Tränklötung die Herstellung
von Funktionsflächen, insbesondere Gleitlagerflächen, mit
den ausgezeichneten Gleiteigenschaften der Bleibronzen
und hervorragender Bindung an den Grundwerkstoff.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die
Sinterscheibe für das Lot eine Art von Stützgerät dar
stellt, das sich auf die Elastizität der Verbindung bzw.
der auftrags- gelöteten Funktionsfläche günstig aus
wirkt. Besonders beim Verbinden oder Auftragslöten von
Teilen aus Stahl oder Gußeisen wird deren Bewährung vom
Unterschied der Elastizitätsmodule von Grundkörper, Lot
und Gegenkörper bestimmt. Lote auf Kupfer- oder Kupfer-
Zinn- oder Kupfer-Zink-Basis bzw. entsprechende Gleitle
gierungen haben einen niedrigeren E-Modul. Dieser erfährt
eine erhebliche Steigerung, wenn eine Sinterscheibe aus
Eisen oder einer seiner Legierungen verwendet wird.
Die Sinterscheibe kann in der Dicke ziemlich weit vari
ieren. Bevorzugt sind Werte von 0,5 bis 5 mm Dicke. Es
können aber auch noch 10 mm dicke Scheiben verwendet wer
den.
Nachfolgend ist die Erfindung anhand der in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Die Fig. 1 bis 6 zeigen jeweils im Schnitt verschiedene
Ausführungsmöglichkeiten von Lötverbindungen
nach der Erfindung vor dem Erhitzen.
Fig. 7 zeigt in auseinandergezogenem Zustand die Elemen
te für die Herstellung einer Auftragslötverbindung.
In Fig. 1 erkennt man eine Stahlplatte 1, an welche ein
Rundstahl 2 mit seiner Stirnfläche angelötet werden soll.
Zu diesem Zweck befindet sich zwischen der Stirnfläche des
Rundstahls 2 und der entsprechenden Oberfläche der Stahl
platte 1 eine Sintermetallscheibe 3. Auf die Sinterme
tallscheibe 3 ist ein Lot 4, beispielsweise in Form eines
gebogenen Hartlotstabes, aufgelegt. Nun wird die Lötstel
le entsprechend erwärmt, bis das Hartlot 4 schmilzt. Die
ses wird nun aufgrund der Kapillarwirkung der Sintereisen
scheibe 3 von letzterer aufgesogen und zugleich in die
Restspalte zwischen dem Rundeisen 2 und der
Sintereisenscheibe 3 bzw. der Stahlplatte 1 und der Sin
terstahlplatte 3 eingesogen, so daß eine vollständig ein
wandfreie Lötstelle entsteht.
Bei diesem Beispiel kann ebenso wie bei den später beschrie
benen Beispielen je nach dem angewandten Lötverfahren mit
oder ohne Flußmittel in üblicher Weise gearbeitet werden.
Bei dem Beispiel gemäß Fig. 2 sollen zwei Kupferrohre 11
und 12 miteinander verlötet werden. Zu diesem Zweck ist
ein freigehaltener Spalt zwischen den fluchtenden Stirn
enden der beiden Rohre mit einer Sinterkupferscheibe 13
gefüllt, welche die Rohre 11 und 12 radial nach außen über
ragt. Auf den so gebildeten Bund ist ein Ring 14 aus Hart
lot aufgesetzt. Beim Niederschmelzen dieses Hartlotrings
erfolgt die Verbindung der beiden Kupferrohre analog zu
der anhand von Fig. 1 beschriebenen Verbindung. Der über
stehende, mit Lot gefüllte Kupfersinterring 13 kann,
falls erforderlich, nachträglich abgearbeitet werden
oder auch stehenbleiben.
Fig. 3 zeigt eine Lötverbindung für zwei Stahlrohre 21
und 22, die lediglich ein auf Druck beanspruchtes Trag
element darstellen. Hier ist zwischen die fluchtenden
Stirnenden der beiden Rohre eine Sintereisenscheibe 23
gelegt, deren Außenfläche mit den Umfangsflächen der bei
den Rohre bündig ist. Oben ist auf die Sintereisenscheibe
23 in das obere Rohr 22 hinein ein Stück Hartlot gelegt.
Nun wird die ganze Verbindungsstelle erwärmt, bis das Hart
lot außen überall die Umfangsfläche der Sintereisenschei
be 23 bedeckt. Damit ist eine einwandfreie Lötverbindung
gewährleistet.
Fig. 4 zeigt das Anlöten eines Flansches 32 an ein Rohr
31. Zu diesem Zweck ist das Ende des Rohres, wie aus
der Zeichnung ersichtlich, außen mit einem Rezeß verse
hen, so daß ein Spalt zwischen der Innenfläche des Flansch
rings 32 und der Außenfläche des Rohrs 31 entsteht. In
diesen Spalt ist ein Kragen eines L-Profil aufweisenden
Ringes 33 aus einem dem Werkstoff der Teile 31 und 32 ent
sprechenden Sintermetall eingesetzt. Der Kragen füllt, wie
aus der Zeichnung ersichtlich, den Ringspalt vollstän
dig aus. Oben ist auf den Sintermetallring 33 ein Ring
aus Lot aufgelegt. Wird dieser niedergeschmolzen, so
füllt er nicht nur die Poren des Sintermetallrings 33
vollständig aus; er verbindet diesen darüber hinaus an
allen entsprechenden Flächen mit dem Rohrende 33 bzw.
dem Flanschring 32.
Wenn gewünscht, kann der in Axialrichtung in Fig. 4 nach
oben überstehende Teil des Sintermetallrings 33 nachträg
lich abgearbeitet werden.
Fig. 5 zeigt die Herstellung einer Rohrlötverbindung
nach der Erfindung für ein 90°-Rohrknie. Die beiden auf
45° Gehrung geschnittenen Rohre 41 und 42 werden in die
aus der Zeichnung ersichtliche Lage unter Zwischenlegen
eines Sintermetallringes 43 aus dem Werkstoff der Rohre
entsprechendem Metall zusammengesetzt. Dann wird auf den
radial nach außen überstehenden Teil des Sintermetall
ringes 43 das Lot 44 aufgelegt. Beim Niederschmelzen des
Lotes füllt dieses die Poren des Ringes 43 vollständig
aus und verbindet letzteren gleichmäßig ganzflächig mit
den Stirnflächen der beiden Rohre 41 und 42. Der nach
außen überstehende Sintermetallringteil kann stehenblei
ben oder nachträglich abgearbeitet werden.
Fig. 6 zeigt eine weitere Möglichkeit des Anschlusses
eines Flansches 51 an ein Rohr 52. Der Flansch 51 weist
hierbei T-Profil auf. Der Innendurchmesser des vom Flansch
51 abragenden Kragens ist dabei etwas größer als der Außen
durchmesser des Rohres 52. Der Ringspalt zwischen dem
genannten Kragen und dem Rohr wird durch einen Sinter
metallring 53 von L-Profil ausgefüllt. In der aus Fig. 6
ersichtlichen Lage wird dann oben auf den Flanschteil
des Sintermetallrings 53 ein Ring 54 (der ebensowenig
wie die anderen gezeigten Ringe ganz in sich geschlossen
sein muß) aus Hartlot aufgelegt und niedergeschmolzen.
Hierbei füllt das Lot nicht nur die Poren des Sintermetall
rings 53. Es verbindet letzteren auch vollständig mit al
len Flächen des Flanschringes und des Rohrendes, an de
nen der Sintermetallring 53 anliegt.
Bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel soll die
Oberfläche 64 eines Werkstücks 61 aus Stahl mit einer
Gleitmetallbeschichtung versehen werden. Zu diesem Zweck
wird auf die Oberfläche 64 eine dünne Scheibe 62 aus einem
hochporösen Sintereisen aufgelegt. Die Sintereisenschei
be 62 hat den gleichen Umriß wie die Oberfläche 64. Dann
wird oben auf die Sintereisenscheibe 62 das Lot 63 in
Form von passend zurechtgeschnittenen Stücken (beispiels
weise in der aus der Zeichnung ersichtlichen Anordnung)
aufgelegt. Nun wird das Lot niedergeschmolzen. Das Nie
derschmelzen erfolgt zweckmäßig in nicht oxidierender
Atmosphäre, so daß ein Flußmittel hierbei nicht verwen
det werden muß. Ist die Menge des Lotes richtig berech
net, so verbindet dieses nicht nur die Sintereisenschei
be 2 ganzflächig mit der Oberfläche 64, sondern füllt
auch sämtliche Poren in der Sintereisenscheibe 62 voll
ständig aus und bedeckt auch noch die Oberfläche der letz
teren. Es versteht sich, daß in diesem Falle das Lot
zweckmäßig ein Gleitmetall wie beispielsweise eine Blei
bronze ist.
Claims (5)
1. Metallisches Werkstück mit wenigstens einer Lötverbindung oder
Auftragslötstelle, der wenigstens eine Scheibe aus porösem, zumindest
mit dem Lot metallurgisch kompatiblen Sintermetall zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie die Scheibe im Lötspalt, bzw. aufgetragenen Lot befindet und
zusammenhängende Poren aufweist, höher als das Lot schmilzt, und mit
dem Lot getränkt ist.
2. Werkstück nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Poren 20% bis 60% des Volumens der Schei
be aus Sintermetall einnehmen.
3. Werkstück nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Poren 30% bis 35% des Volumens der Schei
be aus Sintermetall einnehmen.
4. Werkstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit wenigstens einer
Auftragslötstelle, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auftragslötstelle eine Gleitlagerbeschichtung bildet.
5. Werkstück nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Lot eine Gleitlagerlegierung oder -Blei
bronze ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782829597 DE2829597A1 (de) | 1978-07-05 | 1978-07-05 | Werkstueck mit einer loetstelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782829597 DE2829597A1 (de) | 1978-07-05 | 1978-07-05 | Werkstueck mit einer loetstelle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2829597A1 DE2829597A1 (de) | 1980-01-24 |
| DE2829597C2 true DE2829597C2 (de) | 1988-09-08 |
Family
ID=6043639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782829597 Granted DE2829597A1 (de) | 1978-07-05 | 1978-07-05 | Werkstueck mit einer loetstelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2829597A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013008678A1 (de) * | 2013-05-22 | 2014-11-27 | Hydac Drive Center Gmbh | Verfahren zur Beschichtung eines Pumpenbauteils |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH04371390A (ja) * | 1991-06-18 | 1992-12-24 | Kurimoto Ltd | 耐摩耗性肉盛層の溶接方法および耐摩耗材 |
| WO2014187512A1 (de) | 2013-05-22 | 2014-11-27 | Hydac Drive Center Gmbh | Axialkolbenpumpe in schrägscheibenbauart |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1065182B (de) * | 1959-09-10 | The Glacier Metal Company Limited, Alperton, Wembley, Middlesex (Großbritannien) | Lagermaterial und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE863583C (de) * | 1941-05-15 | 1953-01-19 | Bayerische Motoren Werke Ag | Herstellungsverfahren fuer Lagerschalen |
| US2585430A (en) * | 1947-03-01 | 1952-02-12 | Gen Motors Corp | Method of making bearings |
| DE855024C (de) * | 1950-11-11 | 1952-11-10 | Heinrich Gieren Dr | Gleitlager, Gleitbahnen, Gleitstuecke und andere auf Gleitverhalten beanspruchte Koerper |
| US2902748A (en) * | 1956-01-09 | 1959-09-08 | Clevite Corp | Bearing and method of making same |
-
1978
- 1978-07-05 DE DE19782829597 patent/DE2829597A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013008678A1 (de) * | 2013-05-22 | 2014-11-27 | Hydac Drive Center Gmbh | Verfahren zur Beschichtung eines Pumpenbauteils |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2829597A1 (de) | 1980-01-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2912861C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Sinterhartmetallkörpers | |
| DE2160155C3 (de) | Zusammengesetzte, hohen Beanspruchungen standhaltende Bauteile und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2838995A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen und zusammenbauen einer nockenwelle | |
| DE3229231C2 (de) | ||
| DE2228793A1 (de) | Zusammengesetzte Buchse fur hohe Beanspruchungen und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE112011104797T5 (de) | Verfahren zur Vakuumerzeugung während Herstellung eines Vakuumglasbauteils | |
| DE2127733B2 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Flansch-Lagerbuchse | |
| DE3321845A1 (de) | Lager aus einer sinterlegierung fuer die anbringung an einer rotierenden welle | |
| DE1758080C3 (de) | Verfahren zur pulvermetallurgischen Herstellung stranggepresster Verbund korper | |
| DE2439096A1 (de) | Lagerbuechse sowie verfahren und vorrichtung zu ihrer herstellung | |
| DE2829597A1 (de) | Werkstueck mit einer loetstelle | |
| DE2012609C3 (de) | Verfahren zum einseitigen Verschweißen von Werkstücken mit durchgehender Schweißnaht | |
| DE1508331B1 (de) | Lotwerkstoff fuer sintermaterialien | |
| DE3910603C2 (de) | ||
| DE4140319A1 (de) | Walze fuer eine anlage zum kontinuierlichen giessen mittels einer oder zweier walzen und ihr herstellungsverfahren | |
| EP0293428A1 (de) | Rollenkörper aus verbundwerkstoff. | |
| DE4130202C2 (de) | Walze für das Stranggießen von Metallen, insbesondere von Stahl und Verfahren zur Herstellung einer derartigen Walze | |
| DE2742254A1 (de) | Extrudierter formkoerper aus pulverfoermigen materialien sowie verfahren zu seiner herstellung | |
| AT521546B1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Verbindung zwischen zwei metallischen Bauteilen | |
| DE706655C (de) | Lagerschale | |
| DE651366C (de) | Verfahren zur Herstellung von Goldmantelringen | |
| EP0166149A1 (de) | Elektrodenrolle zum elektrischen Widerstands-Nahtschweissen | |
| DE748566C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Verbundgusskoerpern | |
| DE487410C (de) | Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtmetallen, insbesondere mit Edelmetallauflage | |
| WO2020053091A1 (de) | HERSTELLUNGSVERFAHREN FÜR WÄLZLAGERKÄFIGE, INSBESONDERE GROßWÄLZLAGERKÄFIGE, UND WÄLZLAGERKÄFIGE |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |