DE2829663A1 - Zweikammerspritze in form einer injektionsspritze - Google Patents

Zweikammerspritze in form einer injektionsspritze

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    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

  • Zweikammerspritze in Form einer Injektionssprstze
  • Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Zweikammerspritze in Form einer Injektionsspritze für medizinische Zwecke, bestehend aus einem zylindrischen Spritzenkörper mit am vorderen Ende eingesetztem bzw. aufgebördeltem Konusaufsatz mit umlaufendem Arretierring zum gesicherten Aufsetzen einer Abdichtkappe bzw. einer nachträglichen Kanüle sowie aus einem den Spritzenkörper nach hinten abschließenden, mittels Stempel verschiebbaren Kolben und einem separaten, mit der Spritze zu verbindenden Behälter als zweite Kammer, der eine Verschlußkappe mit Bördelkappe aufweist.
  • Derartige Injektionsspritzen werden zur Applikation von gelösten Arzneimitteln in der Humanmedizin verwandt, wobei die Injektion subkutan, intramuskulär, intravenös od.
  • ähnl. vorgenommen werden kann.
  • Injektionsspritzen, als Zweikammerspritzen ausgebildet, erlauben es dabei, zwei zur gemeinsamen Injektion vorgesehene Komponenten getrennt aufzubewahren, zu mischen und gemeinsam zu entnehmen. Mindestens eine der beiden Komponenten ist dabei flüssig. Die Trockensubstanz kann gegebenenfalls gefriergetrocknet sein.
  • So ist z.B. eine Zwei-Kammerspritze bekanntgeworden, die zwei Kammern aufweist, von denen die eine in Form einer Spritze ausgebildet ist. Beide Kammern sind über ein zusammendrehbares Rohrstück miteinander verbunden. Durch Zusammendrehen des Rohrstückes werden die Dichtungen beider Kammern durchstoßen, so daß eine Verbindung entsteht, die das Vermischen der Komponenten aus beiden Kammern ermöglicht sowie das Zurückziehen der vermischten Flüssigkeit in das als Spritze ausgebildete Teil.
  • Der bekannten Injektionsspritze haftet der Nachteil einer sehr aufwendigen Konstruktion an; insbesondere hinsichtlich des beide Kammern miteinander verbindenen Zwischenteils.
  • Das verdrehbare Rohrstück erfordert ferner eine sehr exakte Fertigung bei vakuumdichter Ausführung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zweikammer-Injektionsspritze zu schaffen, die zuverlässig im Gebrauch und preisgünstig in der Herstellung ist, wobei das Mischen und Aufsaugen der Injektionskomponenten in einfachster Weise erfolgen kann.
  • Ausgehend von einer Zweikammerspritze in Form einer Injektionsspritze für medizinische Zwecke, bestehend aus einem zylindrischen Spritzenkörper mit am vorderen Ende eingesetztem bzw. aufgebördeltem Konusaufsatz mit umlaufendem Arretierring zum gesicherten Aufsetzen einer Abdichtkappe bzw. einer nachträglichen Kanüle sowie aus einem den Spritzenkörper nach hinten abschließenden, mittels Stempel verschiebbaren Kolben und einem separaten, mit der Spritze zu verbindenden Behälter als zweite Kammer, der eine Verschlußkappe mit Bördelkappe aufweist, wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der als zweite Kammer dienende Behälter, der die Mischkomponente beinhaltet, eine elastische Verschlußkappe mit zentrisch angeordneter Schwachstelle in Form einer Membran aufweist, und daß die die Verschlußkappe außenseitig abschließende Bördelkappe mit einer bezüglich der Schwachstelle der Verschlußkappe deckungsgleich liegenden Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes versehen ist,derart daß bei aufgestecktem Behälter die Zentrierung der Bördelkappe und der umlaufende Arretierring des Konusaufsatzes lösbar miteinander verrasten.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die elastische Verschlußkappe aus Gummi oder Kunststoff besteht und als Stopfen mit Bohrung ausgebildet ist, welche oberseitig durch die als Membran gestaltete Schwachstelle der Verschlußkappe verschlossen ist.
  • Vorteilhaferweise läuft die elastische Verschlußkappe oberseitig in eine umlaufende Ringwulst aus und ist unterseitig der umlaufenden Ringwulst mit/ohne bis zum unteren Ende verlaufende (n), mantelseitig verteilt angeordnete(n) Ausnehmungen versehen. Als Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes des Spritzenkörpers ist die Bördelkappe zentrisch durchbohrt.
  • Weiterhin ist vorgesehen, daß der Durchmesser der als Znetrierung dienenden Bohrung kleiner als der äußere Durchmesser des Arretierringes auf dem Konusaufsätz gewählt ist. Der Arretierring kann dabei nutförmig oder erhaben umlaufend ausgebildet sein.
  • Als Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes des Spritzenkörpers kann die Bördelkappe auch anstelle der Bohrung mit einer zentrischen Schwachstelle in Form einer Membran versehen sein.
  • Letztlich soll noch erwähnt werden, daß die Bördelkappe -aus Leichtmetall, wie z.B. Aluminium, oder Kunststoff besteht. Der die Mischkomponente beinhaltende , separate, auf den Spritzenkörper aufgesteckte Behälter mit elastischer Verschlußkappe und Bördelkappe besteht aus Glas, transparentem Kunststoff od. dergl. Material und ist als Einwegprodukt ausgebildet.
  • Die naahst-ehende -Beschreibung dient der Erläuterung des erfindungsgemäßen Gegenstandes, von dem ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt ist-.
  • Es zeigen: Fig 1 eine Injektionsspritze mit aufgesteckter Abdichtkappe; Fig. 2 einen verschlossenen Behälter als zweite Kammer für die Injektionsspritze; Fig. 3 die Injektionsspritze mit aufgestecktem Behälter im Schnitt zur Verwendung als Zweikammerspritze; Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des unteren Teils des Spritzenkörpers; Fig. 5 eine Behälterverschlußkappe im Schnitt; Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Verschlußkappe im Schnitt und Fig. 7 eine Bördelkappe im Schnitt für den Behälter nach Fig. 2.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Injektionsspritze 1 bekannter Bauart läßt ein Spritzengehäuse 11 erkennen, in welchem sich eine Injektionsflüssigkeit befindet, welche vor dem Injezieren mit einer Trockenkomponente zu mischen ist. Die Trocken- oder zweite Mischkomponente befindet sich in einem zylindrischen, separaten Behälter 2 aus Glas oder transparentem Xunststoff (Figur 2), welcher für den Mischvorgang auf den am unteren Teil des Spritzengehäuses 11 fest eingesetzten bzw. aufgebördelten Konusaufsatz 12 lösbar und arretierend aufzustecken ist. Hierfür ist die auf den Konusaufsatz 12 gesteckte Abdichtkappe 14, die durch einen auf den Konusaufsatz 12 aufgebrachten, erhabenen, umlaufenden Arretierring 13 arretierend gehalten ist, abzuziehen.
  • Der Konusaufsatz 12 dient auch zur späteren Aufnahme der Kanüle oder Injektionsnadel.
  • Sowohl die Injektionsspritze 1 als auch der separate, Behälter 2 bilden jeweils für sich eine geschlossene Einheit, und zwar solang bis die Verwendung als Zweikammerspritze erfolgt.
  • Mit 3 ist eine die Öffnung des Behälters 2 luftdicht abschließende, elastische Verschlußkappe bezeichnet, welche zentrisch oberseitig mit einer Schwachstelle 31 in Form einer Membran (Fig. 5 u.6) versehen ist. Die Verschlußkappe 3 besteht aus Gummi oder Kunststoff und ist als Stopfen mit Bohrung 32 ausgebildet, wobei die nach unten offene Bohrung 32 dabei dicht unter der Schwachstelle 31 endet. Het Durchmesser der Bohrung 32 entspricht dem Durchmesser der Spitze des Konusaufsatzes 12. Oberseitig läuft die Verschlußkappe 3 in eine den Behälterhals abschließende Ringwulst 33 aus. Die Verschlußkappe 3 kann z. B. die in Fig. 5 und 6 gezeigte Form aufweisen. Bei der Kappe nach Fig. 6 handelt es sich um einen Stopfen, welcher für Behälter 3 zu benutzen ist, die gefriergetrocknete Trockensubstanz als Mischkomponente aufnehmen. Hierzu weist diese Verschlußkappe 3 unterhalb der umlaufenden Ringwulst 33 in einem vorgegebenen Abstand von dieser entfernt bis zum unteren Ende verlaufende und mantelseitig verteilt angeordnete Ausnehmungen 34 auf.
  • Die Fig. 3 zeigt die Injektionsspritze 1 (Fig. 1) mit dem Behälter 2 (Fig. 2) zu einer lösbaren Einheit zusammengefügt.
  • Wie in Fig. 3 ferner dargestellt, ist die auf den Behälter 2 aufgesteckte, elastische Verschlußkappe 3 außenseitig abschließend mittels einer Bördelkappe 4 fest auf dem Hals des Behälters 2 gehalten. Die Bördelkappe 4 kann dabei aus dünnem Leichtmetall, wie Aluminium, oder auch aus Kunststoff gefertigt sein und weist bezüglich der Lage der Schwachstelle 31 der Verschlußkappe 3 deckungsgleich eine Zentrierung in Form einer Bohrung 41 für die Aufnahme des Konusaufsatzes 12 auf. Der Durchmesser der Bohrung 41 ist etwas kleiner als der äußere Durchmesser des schon erwähnten Arretierringes 13 (Fig. 4) des Konusaufsatzes 12 ausgebildet, derart, daß der durch die Bohrung 41 geführte Konusaufsatz 12 nach dem Durchstechen der als Membran gestalteten Schwachstelle 31 der Verschlußkappe 3 lösbar arretierend gehalten ist. Der umlaufende Arretierring 13 auf dem Konusaufsatz 12 kann auch nutförmig ausgebildet sein.
  • Ferner kann in Weiterbildung der ErEindung nach Fig. 7 als Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes 12 der Injektionsspritze 1 die Bördelkappe 4 statt mit einer Bohrung 41 auch mit einer vorgepreßten, zentrischen Schwachstelle 42 versehen sein. Diese Schwachstelle 42 ist dann ebenfalls wie eine Membran mit dem Konusaufsatz 1² zu durchstechen.
  • Die Handhabung der erfindungsgemäßen Zweikammerspritze ist folgende: Der mit der festen, gegebenenfalls gefriergetrockneten Mischkomponenteigefüllte und luftdicht verschlossene, zylindrische Behälter 2 als zweite Kammer für die Injektionsspritze 1 wird zum Gebrauch auf den Konusaufsatz 12 der Injektionsspritze aufgesteckt. Der Konusaufsatz 12 durchsticht dabei die Schwachstelle 31 in der Verschlußkappe 3 und, falls der Behälter 2 mit einer Bördelkappe 4 ohne Bohrung 4¹ versehen ist (Fig. 7), auch zuvor die vorgepreßte Schwachstelle 4² der Bördelkappe 4. Der durchgesteckte Konusaufsatz 12 bzw. dessen Arretierring 13 verrastet mit dem Bohrungsrand der Bördelkappe 4. Nachdem der Konusaufsatz 12 aufgesteckt ist, wird die im Spritzengehäuse 11 befindliche Injektionsflüssigkeit (erste Mischkomponente) in den Behälter 2 eingespritzt. Die Injektionsflüssigkeit vermischt sich mit der Trockenkomponente im Behälter 2. Die spritzenfertige Lösung wird hiernach durch den durchbohrten Konusaufsatz 12 in das zylindrische Spritzengehäuse 11 eingezogen. Die Spritze wird vom Behälter 2 abgezogen und ist nach dem anschließenden Aufstecken der nicht dargestellten Injektionsnadel auf den Konusaufsatz injektionsbereit. Sowohl die Injektionsspritze 1 als auch der separate, mit der Spritze zu einer lösbaren Einheit zum Zwecke der Verwendung als Zweikammer-Injektonsspritze zu verbindende Behälter 2 mit elastischer Verschlußkappe 3 und Bördelkappe 4 sind als Einwegprodukte ausgebildet, die auch verpackungsmäßig zusammengehören.
  • Der erfindungsgemäße Behälter 2 läßt sich praktisch jeder Injektionsspritze, die mit einem Konusaufsatz versehen ist, als zweiter Teil einer Zweikammerspritze zuordnen.
  • L e e r s e i t e

Claims (10)

  1. Patent ans prfl che Zweikammerspritze in Form einer Injektionsspritze für medizinische Zwecke, bestehend aus einem zylindrischen Spritzenkörper mit am vorderen Ende eing-esetztem bzw. aufgebördeltem Konusaufsatz mit umlaufendem Arretierring zum gesicherten Aufsetzen einer Abdichtkappe bzw. einer nachträglichen Kanüle sowie aus einem den Spritzenkörper nach hinten abschließenden, mittels Stempel verschiebbaren Kolben und einem separaten, mit der Spritze zu verbindenden Behälter als zweite Kammer, der eine Verschlußkappe mit Bördelkappe aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c hn e t, daß der als zweite Kammer dienendeBehälter (2), der die Mischkomponente beinhaltet, eine elastische Verschlußkappe (3) mit zentrisch angeordneter Schwachstelle (31) in Form einer Membran aufweist, und daß die die Verschlußkappe (3) außenseitig abschließende Bördelkappe (4) mit einer bezüglich der Schwachstelle (31) der Verschlußkappe (3) deckungsgleich liegenden Zentrierung (41, 42) für die Aufnahme des Konusaufsatzes (12) versehen ist, derart, daß bei aufgestecktem Behälter (2) die Zentrierung (41, 42) der Bördelkappe (4) und der umlaufende Arretierring (13) des Konusaufsatzes (12) lösbar miteinander verrasten.
  2. 2. Zweikammerspritze nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die elastische Verschlußkappe (3) aus Gummi oder Kunststoff besteht und als Stopfen mit Bohrung (32) ausgebildet ist, welche oberseitig durch die als Membran gestaltete Schwachstelle (31) der Verschlußkappe (3) verschlossen ist.
  3. 3. Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1 und 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die elastische Verschlußkappe (3) oberseitig in eine umlaufende Ringwulst (33) ausläuft und unterseitig der umlaufenden Ringwulst (33) mit/ohne bis zum unteren Ende verlaufende(n), mantelseitig verteilt angeordnete(n) Ausnehmungen (34) versehen ist.
  4. 4. Zweikammerspritze nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes (12) des Spritzenkörpers (11) die Bördelkappe (4) zentrisch durchbohrt ist.
  5. 5. Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1 und 4, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Durchmesser der als Zentrierung dienenden Bohrung (41) kleiner als der äußere Durchmesser des Arretierringes (13) auf dem Konusaufsatz (12) gewählt ist.
  6. 6) Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Arretierring (13) auf dem Konusaufsatz (12) nutförmig oder erhaben umlaufend ausgebildet ist.
  7. 7. Zweikammerspritze nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als Zentrierung für die Aufnahme des Konusaufsatzes (12) des Spritzenkörpers (11) die Bördelkappe (4) mit einer zentrischen Schwachstelle (42) in Form einer Membran versehen ist.
  8. 8) Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1, 4 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Bördelkappe (4) aus Leichtmetall, wie Aluminium od. dgl., besteht.
  9. 9. Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1, 4 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Bördelkappe (4) aus Kunststoff besteht.
  10. 10 Zweikammerspritze nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die Mischkomponente beinhaltende, separate,auf den Spritzenkörper (11) aufgesteckte Behälter (2) mit elastischer Verschlußkappe (3) und Bördelkappe (4) aus Glas, transparentem Kunststoff od. dgl. Material besteht und als Einwegprodukt ausgebildet ist.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1913926B (de) * Farbwerke Hoechst AG, vorm Meister Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt Zweikammerspritze
US2684068A (en) * 1951-02-21 1954-07-20 Sindey R Orens Syringe
DE2546495A1 (de) * 1975-07-24 1977-04-21 Merck Patent Gmbh Zweikammerspritze

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