DE2832255C2 - Mechanisch elektrischer Wandler - Google Patents
Mechanisch elektrischer WandlerInfo
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-
- G—PHYSICS
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Description
a) das erste Ende eines ferromagnetischen Drahtes (13) ist fest fixiert in einer Halterung (tO)
eingespannt, und das zweite Ende des Drahtes (13) ist in einem verdrehbaren Element (15,19),
dessen Bewegung bestimmt werden soll, fixiert gelagert, so daß der Draht (13) tordiert wird;
b) um den ferromagnetischen Draht (13) sind zueinander koaxial eine zur Ummagnetisierung
des Drahtes (13) dienende Erregerspule (16) und eine Aufnehmerspule (17) angeordnet
2. Mechanisch elektrischer Wandler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Erregerspule
(16) eine Wechselspannung angelegt ist.
3. Mechanisch elektrischer Wandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufnehmerspule (17) eine Diode und ein Glättungskondensator nachgeschaltet sind.
4. Mechanisch elektrischer Wandler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das verdrehbar gelagerte Ende des Drahtes (13) mit dem freien Ende eines Bourdon-Rohres (19) verbunden
ist, dessen anderes Ende fest gelagert ist.
Die Erfindung betrifft einen mechanisch elektrischer·
Wandler gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solcher bekannter Wandler verändert in Abhängigkeit von der Verdrehung eines Leitstückes den magnetischen
Widerstand eines magnetischen Kreises und damit die Induktivität einer diesem Kreis zugeordneten
Spule. Die Induktivitätsänderung kann mit bekannten elektrischen Schaltungen, beispielsweise mit Hilfe von
Oszillatoren ausgewertet werden, so daß die Frequenz, mit welcher der Oszillator schwingt, ein Maß für den
Drehwinkel ist Ein derartiger mechanisch elektrischer Wandler ist aufwendig in seinem Aufbau und benötigt
außerdem eine relativ aufwendige Auswerteschaltung. Außerdem ist zur Gewinnung eines auswertbaren Signals
eine relativ große Änderung des magnetischen Widerstandes erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mechanisch
elektrischen Wandler zu schaffen, der auch sehr kleine Drehwinkel bei einem relativ einfachen und
kostensparenden Aufbau messen kann. Ferner soll die dem Wandler nachzuschaltende Schalteinrichtung außerordentlich
einfach sein.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Wandler außerordentlich einfach
in seiner Herstellung ist. Es ist kein zusätzliches Leitstück notwendig, das die zu messende Verdrehung
einer Welle überträgt. Der Wandler ist auch sehr einfach und klein in seinem Aufbau und auch außerordentlich
robust, so daß seine Störanfälligkeit sehr gering ist. Trotzdem können auch sehr kleine Drehwinkel exakt
bestimmt werden. Eine dem Wandler nachgeschaltete Auswerteschaltung kann besonders einfach sein, insbesondere
genügt es, wenn sie eine Diode und einen Glättungskondensator aufweist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich in
Verbindung mit den Unteransprüchen, aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele und aus den zugehörigen Zeichnungen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert
Es zeigt
F i g. 1 eine Magnetisierungskurve mit Barkhausensprüngen in der die magnetische Induktion B über der
i> magnetischen Feldstärke //aufgetragen ist,
Fig.2 ein erstes Ausführungsbeispiel eines mechanisch
elektrischen Wandlers und
F i g. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines mechanisch elektrischen Wandlers, mit dem ein Druck in ein
elektrisches Signal umwandelbar ist.
In Fig. 1 ist eine Magnetisierungskurve dargestellt,
in dieser Magnetisierungskurve ist die magnetische induktion
eines geeigneten Stoffes unter Zug- und/oder Torsionsspannung über der wirksamen Feldstärke aufgetragen.
Der Verlauf der Magnetisierungskurve beruht auf einer Vielzahl von magnetischen Elementarvorgängen.
Im entmagnetisierten Zustand ist ein ferromagnetischer Kristall durch sogenannte Bloch-Wände in
Weißsche Bezirke bzw. Domänen unterteilt, deren spontane Magnetisierung in verschiedenen Richtungen
liegt, so daß die mittlere Magnetisierung des gesamten Kristalls gleich Null ist Beim Anlegen eines äußeren
magnetischen Feldes wird mit zunehmender Feldstärke eine Parallelsteliung der spontanen Magnetisierung aller
Weißschen Bezirke in Feldrichtung erzwungen. Dabei klappen im steilen Bereich der in F i g. 1 aufgetragenen
Kurven ganze Volurnenbcrcichc mit ihrer Magnetisierungsrichtung
in günstigere Lagen. Dabei entstehen sogenannte Barkhausensprünge. Das sind unstetige Änderungen
der magnetischen induktion. Diese Barkhausensprünge können nahezu die doppelte Höhe der Sättigungsinduktion
erreichen, wenn ein Draht ensprechend dem Ausführungsbeispiel in Fig.2 einer Zugspannung
ausgesetzt wird. Die Ummagnetisierung wird also beim Erreichen einer Schwelle der Feldstärke //eines ummagnetisierenden
magnetischen Feldes ausgelöst. Die Ummagnetisierungsgeschwindigkeit hängt dabei nicht von
der Geschwindigkeit der Feldstärkeänderung ab und ist damit frequenzunabhängig. Die Ummagnetisierung erzeugt
in einer dem Draht zugeordneten Spule ein Spannungssignal, dessen Amplitude und Breite mit wachsender
Torsionsspannung des Drahtes anwächst.
In F i g. 2 ist eine Halterung 10, die auch als Gehäuse
ausgebildet sein kann, dargestellt. Mit Hilfe der Halterung 10 ist bei 11 ein erstes Ende 12 eines ferromagnetischen
Drahtes 13 fest eingespannt. Das zweite Ende 14 des Drahtes 13 ist mit Hilfe einer verdrehbaren Welle 15
gehalten. Wird die Weile 15, wie durch einen Pfeil bei 18 angedeutet, gedreht, ändert sich die Torsionsspannung
des Drahtes 13. Um den Draht 13 ist eine Erregerspule 16 gewickelt, an die eine Wechselspannung angelegt ist.
Außerdem ist um den Draht 13 eine Aufnehmerspule 17 gewickelt.
Bei Anlegen einer Wechselspannung ausreichender Größe an die Erregerspule 16 wird der Draht 13 ständig
ummagnetisiert. Dabei entstehen, wie weiter oben schon beschrieben, in der Aufnehmerspule 17 jeweils
kurze NadelimDulse. deren Höhe und Breite von der
Torsionsspannung abhängt, welcher der Draht 13 ausgesetzt
ist. Wertet man beispielsweise die an der Aufnehmerspule 17 abnehmbare Signalfolge derart aus, daß
man die Impulse beispielsweise gleichrichtet und mit Siebmitteln den Mittelwert bildet, so ist diese so gewonnene
Gleichspannung in ihrer Höhe ein Maß für die Torsionsspannung des Drahtes 13 und damit den Drehwinkel
der Welle 15.
Mit dieser Anordnung ist auf einfache Weise eine Dreh winkelmessung und eine Ausgabe eines elektrisehen
Signales, das dem Drehwinkel entspricht, möglich. Die der Aufnehmerspule 17 nachgeschaltete Auswerteschaltung
kann im einfachsten Fall eine Diode und ein Glättungskondensator sein.
Die beschriebene Anordnung ist außerordentlich ein- is
fach in ihrem Aufbau, sie kann auch außerordentlich klein gebaut werden, so daß der Wandler auch an Stellen
mit begrenztem Raumangebot eingebaut werden kann.
In Fig.3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das
im Prinzip dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 entspricht Anstelle der in F i g. 2 dargestellten Welle 15 ist
ein Bourdon-Rohr 19 vorgesehen. Dieses Bourdon-Rohr 19 ist eine wendeiförmige dünnwandige Röhre,
z. B. aus Metall, die sich durch innere Druckbeaufschlagung elastisch verformt und damit den mit ihr verbundenen
einseitig fest eingespannten Draht 13 in Abhängigkeit von dem zugeführten Druck verdreht. Der Verdrehwinkel
und damit die Torsionsspannung des Drahtes 13 ist damit proportional dem Druck. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig.2 entsprechender Auswertung
bzw. Umwandlung der Torsionsspannung in ein elektrisches Signal ist eine einfache Umwandlung
eines Druckes in ein elektrisches Signal möglich. Der Wandler ist außerordentlich einfach und klein in seinem
Aufbau und auch außerordentlich robust, so daß seine Störanfälligkeit sehr gering ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
50
55
60
65
Claims (1)
1. Mechanisch elektrischer Wandler zur Umformung eines Drehwinkels in eine proportionale elektrische
Größe mittels magnetischer Induktion, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Merkmale:
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782832255 DE2832255C2 (de) | 1978-07-22 | 1978-07-22 | Mechanisch elektrischer Wandler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782832255 DE2832255C2 (de) | 1978-07-22 | 1978-07-22 | Mechanisch elektrischer Wandler |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2832255A1 DE2832255A1 (de) | 1980-01-31 |
| DE2832255C2 true DE2832255C2 (de) | 1986-05-15 |
Family
ID=6045097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782832255 Expired DE2832255C2 (de) | 1978-07-22 | 1978-07-22 | Mechanisch elektrischer Wandler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2832255C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2928581A1 (de) * | 1979-07-14 | 1981-01-29 | Vdo Schindling | Weggeber zur erfassung der stellung eines organs, insbesondere eines fahrpedals |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| US2895331A (en) * | 1954-09-27 | 1959-07-21 | Asea Ab | Magnetic torque measuring device |
| DE2357791C2 (de) * | 1973-11-20 | 1981-10-08 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Induktiver Weggeber |
| DE2630894C2 (de) * | 1976-07-09 | 1987-01-15 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Induktiver Weggeber |
-
1978
- 1978-07-22 DE DE19782832255 patent/DE2832255C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2832255A1 (de) | 1980-01-31 |
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| DE2928617C2 (de) |
Legal Events
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