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Die Erfindung betrifft einen Förderer zum Austragen von Häuten aus Entfleischmaschinen, bestehend aus über Kopfhöhe oberhalb der Entfleischmaschine ansetzenden und oberhalb eines hinter der Maschine vorgesehenen Stapelplatzes endenden Schienen und einem Laufwagen mit zwei Aufhängegeschirren, die in einem etwa der Breite der Häute entsprechenden Abstand nebeneinander angeordnet sind.
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Die Handhabung und der Transport von Häuten in Gerbereien ist bisher sehr arbeits- und kraftaufwendig, da dies in der Regel von Hand erfolgt. Zur Erleichterung ist bereits ein Hilfsmittel in Form einer von Hand zu betätigenden Zange bekannt (DE-OS 23 61 751), die an einem ortsfesten Zuggeschirr angebracht ist. Damit kann die Haut erfaßt und beispielsweise aus einem ungeordneten Häutestapel herausgezogen, gegebenenfalls auch über eine kurze Strecke transportiert werden. Es sind auch um eine waagerechte Achse schwenkende Arme mit Greifeinrichtungen bekannt (DE-OS 23 43 928) mittels denen die Häute aus der Entfleischmaschine gezogen und über diese hinweg auf eine Rutsche befördert werden. Von dieser Rutsche werden die Häute dann von einer der zwei Personen zur Weiterbearbeitung abgenommen.
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Es ist auch schon vorgeschlagen worden, die Transport- und Wendevorgänge wie auch das Einlegen und Austragen der Häute an Bearbeitungsmaschinen, insbesondere Entfleischmaschinen durch Transporteinrichtungen bzw. Hebezeuge zu mechanisieren (DE-OS 23 25 542, 27 11 647, DE-PS 28 05 871).
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An der Entfleischmaschine wird die zuvor geäscherte und entkälkte Haut von Fleischresten und dem Unterhaut-Bindegewebe befreit, bevor sie den eigentlichen Gerbprozessen unterworfen wird. In der Entfleischmaschine wird die Haut zwischen Bearbeitungswalzen hindurchgeführt, wobei sie zumeist in zwei Stufen entfleischt wird, indem sie in die Maschine bis zur Hälfte eingegeben, beim Herausbewegen auf dieser Hälfte bearbeitet, anschließend gewendet, mit der unbearbeiteten Hälfte wieder eingegeben und schließlich beim erneuten Herausbewegen auf dieser Hälfte entfleischt wird. Anschließend muß die Haut auf einem Stapelplatz, z. B. auf einer Palette, die hinter der Maschine angeordnet ist, abgelegt werden. Hierzu dienen entweder endlos umlaufende Horizontalförderer mit Aufhängeeinrichtungen für die Häute (DE-OS 23 25 542, 27 11 647) oder der eingangs beschriebene Förderer mit Schienen und Laufwagen mit Aufhängegeschirren.
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Bei einer dieser Ausführungen (DE-OS 27 11 647) wird die Haut von dem Förderer aus großer Höhe automatisch abgeworfen, was aber den Nachteil mit sich bringt, daß die Haut beim Ablegen Falten bildet, was zu Qualitätseinbußen führt. Dies wird bei der eingangs genannten Ausführung (DE-OS 28 05 871) dadurch verhindert, daß der Förderer in Kopfhöhe angeordnet ist, die Haut also aus niedriger Transporthöhe abgeworfen wird.
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Diese relativ niedrige Transporthöhe der Haut bzw. niedrige Bauhöhe des Förderers hat nun aber andere arbeitstechnische Nachteile: Die Fläche hinter der Entfleischmaschine muß begangen werden können, um an den Häutestapel oder auch von hinten an die Maschine, deren Arbeitswalzen gelegentlich ausgetauscht werden müssen, herankommen zu können. Dies ist wegen der geringen Bauhöhe, die ein aufrechtes Gehen nicht gestattet, nur unter entsprechender Gefährdung des Personals möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Förderer der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Entfleischmaschine bequem zugänglich ist.
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Ausgehend von dem zuvor geschilderten Förderer wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Aufhängegeschirre an den Enden von an dem Laufwagen angebrachten Armen angeordnet sind, die zwischen einer tiefen Arbeitsstellung und einer über Kopfhöhe liegenden Stellung verstellbar sind.
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Normalerweise befinden sich die Arme bzw. die Aufhängegeschirre in der tiefen Arbeitsstellung, in der sie die Häute an der Maschine aufnehmen und auf den Stapel ablegen. Muß der Platz hinter der Maschine begangen werden, so werden die Arme bis über Kopfhöhe verstellt, so daß sie nicht mehr stören.
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Die Arme sind zu diesem Zweck vorzugsweise schwenkbar am Laufwagen gelagert, können aber auch als Kniehebel, Teleskoparme od. dgl. ausgebildet sein. Der Antrieb kann mittels Seilzügen, Pneumatikzylinder od. dgl. gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Lenkergestängen erfolgen.
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Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. In der Zeichnung zeigen
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Fig. 1 eine Gesamtansicht der Entfleischmaschine und des in Verbindung mit dieser verwendeten Förderers;
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Fig. 2 eine schematische, abgebrochene Seitenansicht des Austragsförderers am Aufgabeende und
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Fig. 3 eine Stirnansicht des Austragsförderers.
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Der Entfleischmaschine 1 werden die Häute mittels eines Förderers 2 von einem ungeordneten Häutestapel 3, der vor der Maschine liegt, zugeführt. Zwei Bedienungspersonen ergreifen die an einer Zange 4 einer Laufkatze 5 hängende Haut 6 an ihrer unteren Seite, spannen sie aus und führen sie bis zur Hälfte in den Arbeitsspalt der Maschine 1 ein. Das obere Ende wird von der Zange 4 abgehängt und vor der Maschine auf einen Muldenförderer 7, dessen Mulde 8 sich in diesem Fall vor der Maschine befindet, gelegt. Während des Bearbeitens der einen Hälfte bewegt sich diese aus der Maschine heraus und fällt gleichfalls in die Mulde 8, die dann auf einer schrägen Bahn in die in Fig. 1 gezeigte Stellung gelangt. Dort wird sie von einer Bedienungsperson an ihrer oben liegenden bearbeiteten Hälfte in die Zange 9 eines zweiten Förderers 10 eingeführt und mit Hilfe dieses Förderers in hängender Lage erneut vor die Maschine 1 gebracht, um gemäß der zuvor beschriebenen Arbeitsweise auf der zweiten Hälfte bearbeitet zu werden.
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Vor dem erneuten Herausbewegen wird die Haut mit ihrer bereits bearbeiteten Seite an einen Austragsförderer 11 übergeben. Dieser weist beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel einen portalartigen Ständer 12 auf, an dem zwei parallel verlaufende Schienen 13 befestigt sind. Diese Schienen erstrecken sich von oberhalb des Arbeitsspaltes der Maschine 1 bis über einen Stapelplatz, an dem beispielsweise eine Palette 14 steht, auf der die fertig entfleischten Häute 15 abgelegt werden sollen. An den Schienen 13 ist über Kopfhöhe ein Laufwagen 16 verfahrbar.
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An den Laufwagen 16, der mittels Seilzug oder einem angetriebenen Fahrwerk bewegt werden kann, sind, wie insbesondere aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, an gegenüberliegenden Seiten Arme 17 und 18 schwenkbar gelagert, an deren freien Enden Aufhängegeschirre, z. B. pneumatische Zangen 19, angebracht sind. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel (Fig. 2) besteht jeder Arm 17 aus zwei Streben, die beide am Laufwagen angelenkt sind.
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Die Arme 17 reichen so weit nach unten, daß die Häute bequem abgehängt werden können, also bis unter Kopfhöhe. In dieser in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung - der Laufwagen 15 befindet sich jedoch oberhalb der Maschine 1 - wird die die Maschine endgültig verlassende Haut an der Zange 19 angehängt und durch Verfahren des Laufwagens 16 in die gezeigte Stellung zum Stapelplatz gezogen. Dabei gleitet das nachlaufende Ende der Haut über eine an der Maschine 1 hinten angebrachte Rutsche 20, welche die Haut in ausgebreitetem Zustand hält. Dieses Ende der Haut fällt auf den Häutestapel 15, während das aufgehängte Ende sich oberhalb des Häutestapels an dessen Ende befindet. Die pneumatischen Zangen 19 werden gelöst, so daß die Haut aus nur niedriger Höhe herunterfällt und keine Falten bildet.
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Die Arme 17 können aus der gezeigten Lage (Fig. 1 und 2) nach innen oder nach außen geklappt werden, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist, um den Raum hinter der Maschine 1 bis über Kopfhöhe freizugeben und den Bedienungspersonen einen ungehinderten Zutritt zum Häutestapel oder von hinten zur Maschine zu gestatten. Dieses Hochklappen der Arme 17 kann auch bei jeder Rückbewegung des Laufwagens 16 aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung in die Bereitschaftsstellung oberhalb der Maschine 1, gegebenenfalls automatisch, erfolgen.