DE2835523C3 - Differenzdruck-Meßzelle - Google Patents
Differenzdruck-MeßzelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Differenzdruck-Meßzelle nach dem Kompensationsprinzip zur Umwandlung von
Druckdifferenz.η in elektrische Signale bestehend aus zwei surr über eine Verbindungsstange miteinander
verkoppelten Membranen, zwiscnen denen eine Wegmeßeinrichtung und eine elektromagnetische Stelleinrichtung
zur Kompensation der i.lembranauslenkung angeordnet sind, wobei das Kompensationssignal ein
Maß für den Differenzdruck darstellt
Derartige Differenzdruck-Meßzellen werden vornehmlich zur Verfolgung chemischer, medizinischer und
technologischer Prozesse eingesetzt, z. B. für die
Durchflußmengenmessung.
Differenzdruck-Meßzellen, die mit einem Doppelmembransystem
ausgestattet sind, haben große Verbreitung gefunden. Sie arbeiten überwiegend nach dem
Ausschlagverfahren, wobei zur Meßwerterfassung einfach oder mehrfach aufgebaute Meßwertabgriffe
zwischen den beiden Membranen angeordnet sein können. Eine Differenzdruck-Meßzelle mit paarweise
symmetrisch zu den Membranen angeordneten Meßabgriffen ist z. B. in der US 36 80 387 beschrieben.
Meßsysteme, bei denen die Membranauslenkung kompensiert wird (Kompensationsprinzip) weisen gegenüber
den zuvor genannten einige wesentliche Vorteile auf, wie Vermeidung von Volumenverschiebungen
in den Meßkammern, kleinere Hysteresefehler und größere Meßempfindlichkeit. Dies wird jedoch mit
einem etwas höherem mechanischen und elektrischen Aufwand erkauft
Es ist bekannt, daß zur Kompensation der Membranauslenkung elektromagnetische Stellglieder eingesetzt
werden können, die eine dem Differenzdruck entsprechende Meßkraft erzeugen. Zur Kraftübertragung auf
die Verbindungsstange der Membranen oder anderer elastischer Elemente bedient man sich vorwiegend
mechanischer Übertragungseinrichtungen, wie Hebelsysteme (vgl. die DE-AS 12 62 626).
Meßeinrichtungen dieser oder ähnlicher Ausbildung leiden unter dem Mangel, daß die bei der Erzeugung der
Gegenkraft entstehende Strorawärme sich ungleichmäßig
auf die Meßwerkbestandteile überträgt und so Materialverschiebungen hervorrufen, die sich bei
genauen Messungen auf das Meßergebnis übertragen und zu Meßfehlern führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den mit der in der Meßzelle entstehenden Wärme verbundenen
Temperatargradienten so zu kompensieret;, daß darauf beruhende Meßfehler ausgeschaltet werden.
to Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Differenzdruck-Meßzelle der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß die Stelleinrichtung in bezug auf die Membranen paarweise symmetrisch angeordnete
elektromagnetische Stellglieder aufweist, deren zusammengeschaltete
Kraftspulen an den Membranen oder an der Verbindungsstange befestigt sind und daß die
Wegmeßeinrichtung zentral oder ebenfalls paarweise symmetrisch in bezug auf die Membranen angeordnet
ist
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile zeigen sich insbesondere bei der Messung kleiner und kleinster
Druckdifferenzen, indem diese genauer und störunanfälliger
als bisher erfaßt werden könnea Auch wirkt sich die gleichmäßigere Temperaturverteilung in der Meßzelle
günstig auf das Verhalten des Membranwerkstoffes aus, so daß hier mit einer Gleichtaktunterdrückung
gerechnet werden kana Hinzu kommt, daß die vorgeschlagene Meßzelle einfach zu fertigen und zu
kalibrieren ist
Um die in der Meßzelle selbst entstehende Wärme möglichst schnell gleichmäßig zu verteilen und Temperatureinwirkungen
von außen auf die Meßzelle zu erschweren, ist nach einer Ausbildung der Erfindung der
Raum zwischen den Membranen nach außen abgeschlossen und mit einem gut wärmeleitenden Fluid
gefüllt Hierbei handelt es sich um eine an sich bekannte Maßnahme zum örtlichen Temperaturausgleich, die
jedoch im Zusammenhang mit dem Gegenstand nach Anspruch 1 zur Lösung der gestellte ί Aufgabe beiträgt
Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Differenzdruck-Meßzelle.
Bei der dargestellten Meßzelle werden zwei gegensinnig konzentrisch gewellte radial eingespannte Membranen
1, 2 als Meßumformer (Druck-Weg) verwendet Die Membranen sind in ihrem Zentrum durch eine
Verbindungsstange bzw. ein Röhrchen (Steg) 6 fest miteinander verbunden. Zur besseren Kraftübertragung
(Membrane-Steg) sind kleine Verstärkungsscheiben 7 vorgesehen. Oberhalb oder unterhalb der jeweiligen
w Meßrnembrane befinden sich die Druckkammern 8, 9.
Diese sind so ausgebildet, daß ihr Gehäuse demontierbar und über Schraubventile 10,11 leicht entlüftbar ist
Die Druckkammern sind frei von Einbauten. Zwischen den beiden Membranen befinden sich die
Wegmeßeinrichtung und die elektromagnetische Stelleinrichtung zur Kompensation der Membranauslenkung.
Diese Einrichtungen können aus einem oder aus mehreren symmetrisch zueinander angeordneten Systemen
bestehen. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel befindet sich eine Wegmeßeinrichtung 3 in der
Mitte zwischen den beiden Membranen. Die Stelleinrichtung besteht dagegen aus zwei symmetrisch
zueinander angeordneten, in Reihe geschalteten Kraftbzw. Tauchspulen S mit Topf magneten 13.
Die Topfmagnete sind untereinander und mit der Außenwand 12 der Meßzelle über eine Metallröhre 12
gut wärmeleitend verbunden, so daß die Stromwärme der Tauchspulen einerseits gleichmäßig verteilt und
andererseits gut nach außen abgeführt wird. Der Spulenstrom und damit die Stromwärme wird durch
Verwendung von Magnetwerkstoffen mit einem sehr hohen Energieprodukt gering gehalten. Ein Nachlassen
der Magnetkraft ist bei den neuen Permanentmagnet* werkstoffen (z. B. SmCo5) als sehr gering und damit als
vernachlässigbar anzusehen.
Die in der Meßzelle herrschende Temperatur überträgt sich auch auf die Membranen, deren
Elastizitätsänderung unter der Voraussetzung gleicher Stoffeigenschaften keinen störenden Einfluß auf das
Meßergebnis haben. Um Umwelteinflüsse und durch Eigenerwärmung erzeugte Temperaturspitzen zu mildern
kann die Meßzelle mit einer thermostatisierten Schutzeinrichtung umgeben werden.
Je nach Einstellung des elektrischen Nullpunktes wird
das Grundgewicht des beweglichen Teils im stromlosen Zustand von den Membranen aufgenommen oder es
befindet sich im Gleichgewicht mit der durch die Kraftspulen bewirkten Kraft Im letzten Fall arbeitet die
unbelastete Differenzdruck-Meßzelle nicht stromlos. Der lagekorrigierende Spulenstrom ist ein M,<ß für die
In den Freiraum zwischen den beiden Topfmagneten können verschiedene berührungslos arbeitende Wegmeßeinrichtungen
3 (induktiv, kapazitiv, optisch etc.)
eingesetzt werdea In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden zwei Lichtschranken verwendet, deren
Lochblenden fest mit dem Steg 6 verbunden sind. Durch Wahl einer optischen Wegerfassung ist das magnetische
Streufeld der Stellglieder ohne Einfluß auf den
ίο Meßwert. Die Rückwirkung der Wegmeßeinrichtung
auf den Membranhub ist vernarhlässigbar.
Die beschriebene Differenzdruck-Meßzelle weist nur eine geringe Massenträgheit auf, so daß rasch
verlaufende Druckänderungen erfaßt werden können.
is Sie ist geeignet zur Differenzdruckmessung in Gasen
und Flüssigkeiten.
Die Verarbeitung des Wegmeßsignals und die Erzeugung des elektrischen Stellsignals geschieht in
bekannten elektronischen Schaltungen 4, die teilweise oder vollständig auch in der Differenzdruck-Meßzelle
angeordnet sein können.
Claims (2)
1. Differenzdruck-Meßzelle nach dem Kompensationsprinzip zur Umwandlung von Druckdifferenzen
in elektrische Signale bestehend aus zwei starr fiber eine Verbindungsstange miteinander verkoppelten
Membranen, zwischen denen eine Wegmeßeinrichtung und eine elektromagnetische Stelleinrichtung
zur Kompensation der Membranauslenkung angeordnet sind, wobei das Kompensationssignal
ein Maß für den Differenzdruck darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtung
(5, 13) in bezug auf die Membranen paarweise symmetrisch angeordnete elektromagnetische
Stellglieder aufweist, deren zusammengeschaltete Kraftspulen (5) an den Membranen (1, 2)
oder an der Verbindungsstange (6) befestigt sind und daß die Wegmeßeinrichtung zentral oder ebenfalls
paarweise symmetrisch in bezug auf die Membranen (I12) angeot dnet ist
2. Diffcrenzdruck-Meßzelle nach Anspruch!.
dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den Membranen nach außen abgeschlossen und mit
einem gut wärmeleitenden Fluid gefüllt ist
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (4)
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Also Published As
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