DE2835567C2 - Vorrichtung zum Anregen von Flüssigkeitsstrahlen zur Erzielung einer Aufspaltung der Flüssigkeitsstrahlen in Ströme aus regelmäßig geformten Tröpfchen für einen Tintenstrahldruckkopf - Google Patents
Vorrichtung zum Anregen von Flüssigkeitsstrahlen zur Erzielung einer Aufspaltung der Flüssigkeitsstrahlen in Ströme aus regelmäßig geformten Tröpfchen für einen TintenstrahldruckkopfInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bei
einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 82 508) ist die Lochplatte ein Bauteil konstanter
Dicke, das an Randbereichen mit der Masse des Tintenstrahldruckkopfs so verklebt ist, daß sie eine
Begrenzungswand eines Tintenraums darstellt. Mittels des Schallwandlers wird der unmittelbar mit der Tinte in
Kontakt stehende, nicht mit der Masse des Tintenstrahldruckkopfs verklebte Bereich der Lochplatte zu
Schwingungen angeregt, die sich vom Schallwandler aus längs der Lochplatte fortbewegen und die aus den
Löchern austretenden Tintenstrahlen in einzelne Tröpfchen aufspalten. Die Breite des nicht mit der Masse des
Tintenstrahldruckkopfs verklebten Bereichs der Lochplatte verringert sich in der Fortpflanzungsrichtung der
Anregungswellen, was eine gleichmäßige Länge der massiven, noch nicht in Tröpfchen zerlegten Tintenstrahlen
zur Folge hat. Die mechanische Verbindung der
W) Lochplatte mit der Masse des Tintenstrahldruckkopfs ist jedoch ein sehr kritischer Konstruktionsfaktor, wenn
es darauf ankommt, möglichst gleichmäßige Tintenstrahllängen zu erzielen, die für die Erzielung einer
guten Druckqualität angestrebt werden. Da die Lochplatte in ihrer gesamten Breite die gleiche Dicke
hat, grenzen die vom Schallwandler zum Schwingen angeregten Bereiche direkt an die Verbindungsstelle
mit der Druckkopfmasse an. Die mechanische Verbindung wird dabei relativ stark beansprucht, und auf
längere Sicht gesehen kann sie sich sogar lösen oder zumindest an verschiedenen Stellen eine unterschiedliche
Festigkeit erhalten. Dies führt aber zu einer wesentlichen und äußerst schädlichen Veränderung der
von der Druckkopfmasse ausgeübten Dämpfungswirkung, so daß die angestrebten gleichen Tintenstrahllängen
nicht mehr erhalten werden können.
Es ist außerdem ein Tintenstrahldruckkopi bekannt, (GB-PS 14 33 861), bei dem zur Anregung der
Flüssigkeitsstrahlen eine Druckplatte verwendet wird, auf der mehrere piezoelektrische Elemente durch
Kleben befestigt sind. Auf diese Weise kann eine gleichzeitige Verbiegung der Platte in ihrer gesamten
Länge erreicht werden. Es findet bei dieser Vorrichtung also eine über die gesamte Plattenfläche verteilte
Anregung statt, nicht jedoch eine Punktanregung, von
der aus sich die rtnregungsschwingungen längs der Platte ausbreiten. Bei der bekannten Vorrichtung sind
sogar Versteifungsstäbe angebracht, die verhindern, daß Biegeschwingungen parallel zur Längsrichtung der
Platte auftreten.
Eine weitere bekannte Anregungsvorrichtung (US-PS 35 86 907) bringt den gesamten Tintenstrahldruckkopf
in Schwingungen, was bedeutet, daß keine Entkopplung zwischen der Masse des Tintenstrahldruckkopfs
und der Lochplatte vorgesehen sein darf, da sonst keine Anregung der Flüssigkeitsstrahlen stattfinden
würde.
Der Erfindung liegt die Aufgab™ zugrunde, eine
Anregungsvorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 geschilderten Art so auszugestalten, daß
eine möglichst gute Entkopplung der Anregungsenergie von der Verbindung der der Anregung der Aufzeichnungsflüssigkeit
dienenden Vorrichtung mit der Masse des Tintenstrahldruckkopfs erzielt wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. In der erfindungsgemäßen Vorrichtung überträgt der Schallwandler die Schallenergie auf
den dünneren Mittelbereich der Anregungsvorrichtung. Die dickeren Randbereiche, mit denen der Verteileranschluß
in Verbindung steht, bewirken die angestrebte akustische Entkopplung zwischen dem Bauteil, das die
Anregungsenergie auf die Aufzeichnungsflüssigkeit überträgt, also den dünneren Mittelabschnitt, und der
Masse des Tintenstrahldruckkopfs. Diese vorteilhafte Wirkung tritt unabhängig davon ein, ob die Anregungsvorrichtung
und die Lochplatte z'm Bauteil bilden oder
ob die Anregungsvorrichtung eine Druckplatte ist, die der Lochplatte gegenüberliegend am Verteileranschluß
angebracht ist.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung beispielshalber erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen herkömmlichen Tintenstrahldruckkopf,
F i g. 2 einen Schnitt durch einen Tintenstrahldruckkopf, der dem Tintenstrahldruckkopf von Fig. I gleicht,
wobei jedoch die Lochplatte eine nach der Erfindung ausgebildete Anregungsplatte ist,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die in F i g. 2 dargestellte Platte und
Fig.4 einen Schnitt zur Veranschaulichung einer Ausführungsform, in der eine anregende Druckplatte
gemäß der Erfindung benutzt wird.
Der in Fig. 1 dargestellte Tintenstrahldruckkopf 10
enthält eine längliche Lochplatte 11, die mit Hilfe eines
(nicht dargestellten) Anregungsorgans so angeregt wird, daß gleichmäßige Tröpfchen 12 aus einer Aufzeichnungsflüssigkeit
erzeugt werden. Die Tröpfchen werden ι ο dadurch erzeugt, daß eine Reihe von Biegewellen
erzeugt wird, die längs der Platte wandert und Aufzeichnungsflüssigkeitsstrahien anregt, die unter
einem ausreichenden Druck aus Löchern 14 austreten, die längs zwei Linien in der Lochplatte 11 angeordnet
sind. Die Strahlen werden aus einem gemeinsamen, unter Druck gesetzten Verteileranschluß 15 durch die
Löcher 14 gedrückt, der die Löcher 14 verbindet und mit Aufzeichnungsflüssigkeit gefüllt ist. Der Verteileranschluß
besteht zum Teil aus einem Lochplattenhalter 16 und zum Teil aus der Lochplatte 11, die am Rand bei 17
mit dem Lochplattenhalter 16 verbunden ist.
Die Aufzeichnungsflüssigkeit, beispielsweise Tinte, kann dem Verteileranschluß 15 mit Hilfe einer (nicht
dargestellten) Pumpe unter Druck zugeführt werden; 2> wenn die Flüssigkeitsstrahlen unter Druck durch die
Löcher 14 gepreßt werden, können sie entweder durch direkte Anregung der Lochplatte zum Aufbrechen in
Ströme aus regelmäßig geformten Tröpfchen angeregt werden, oder sie können durch Anregung der Masse der
Aufzeichnungsflüssigkeit 18 im Verteileranschluß 15 durch direkte Flüssigkeitskopplung angeregt werden. In
jedem Fall werden die gebildeten Tröpfchen mittels einer Laderingplatte 19 aufgeladen, und ein Ablenkungsstreifen
20 bewirkt, daß sie wahlweise zu Fängern Ji 21 abgelenkt oder zu einer sich bewegenden Bahn,
beispielsweise einer Papierbahn 22, gelangen, damit sie ein verständliches Muster erzeugen.
In Fig.2 ist ein gegenüber dem Druckkopf von
Fig. 1 abgewandelter Druckkopf dargestellt, wobei Teile des Druckkopfs zur Vereinfachung der Darstellung
weggelassen sind; bei diesem abgewandelten Druckkopf wird eine mit einem Kanal versehene
Lochplatte 25 verwendet. Die Lochplatte 25 ist eine längliche Platte (Fig.3), die mit Hilfe einer geeigneten ■>,
Vorrichtung bei 26 an dem Lochplattenhalter 16 befestigt ist. Die Lochplatte 25 bildet einen Teil der
Wand des Verteileranschlusses 15, und sie steht mit der Aufzeichnungsflüssigkeit 18 im Verteileranschluß 15
direkt in Kontakt. Ein düncer, flexibler und schalleiten- ">"
der Mittelkanal 28 verläuft längs der Lochplatte 25, und die dickeren Randabschnitte 29 der Lochplatte 25 auf
beiden Seiten des Mittelkanals 28 bilden in Längsrichtung kontinuierliche, dickere und somit steifere und
massivere Randbereiche. Der Mittelkanal 28 kann auf v>
einer der beiden Seiten der Platte oder gemäß der Darstellung teils an der Unterseite und teils an der
Oberseite angebracht sein. Der hier beschriebene Mittelkanal 28 umfaßt diese Variationsmöglichkeiten.
Die dickeren und steiferen Randabschnitte 29 bilden eine Schallsperre zwischen dem dünneren Mittelabschnitt
30 der Lochplatte 25 Um Boden des Mittelkanals
28 und den größeren Massen der Randabschnitte 29 an den Seiten des Mittelkanals 28. Der dünnere Mittelkanal
30 wird dann in bekannter Weise beispielsweise am <"
Anregungspunkt 32 akustisch angel egt, damit sich iängs
des Mittelkanals 28 zur Anregung der Strahlen eine
Folge von Biegewellen ausbreitet. Die glatte und kontinuierliche Schallsperre an den Seiten des Mittelkanals
reflektiert die akustische Energie und begrenzt sie auf den Bereich innerhalb des Kanals unabhängig und
unbeeinflußt von der Verbindung 26 zwischen der Lochplatte 25 und dem Rest des Verteileranschlusses 15.
In einer Ausführungsform hat der dünnere Mittelabschnitt 30 eine Dicke von etwa 0,15 mm, und die Dicke
der Randbereiche 29 beträgt 0,5 mm. Der Mittelkanal 28 verjüngt sich in seiner Längsrichtung in bekannter
Weise von einer Breite von etwa 6,8 mm, bei dem neben dem Anregungspunkt 32 liegenden Loch 14 auf eine
Breite von 3,6 mm bei dem vom Anregungspmikt 32 (Fig.3) am weitesten entfernt liegenden Loch. Der
Mittelkanal selbst kann mit Hilfe eines geeigneten Verfahrens, beispielsweise durch Ätzen, durch photographische
Verfahren, durch Plattieren und dergleichen hergestellt werden.
In der Ausführungsform von Fig.4 dient eine mit
einem Mittelkanal versehene Druckplatte 35 anstelle der Lochplatte 25 von F i g. 2 als Anre';ungsplatte. Die
Ausführungsform von Fi g. 4 macht von ?iner Lochplatte
wie der Lochplatte 11 (F i g. 1) Gebrauch. Gemäß den
oben erörterten Grundsätzen bezüglich der mit einem Mittelkanal versehenen Lochplatte 25 ist die Druckplatte
35 in der gleichen Weise bei 36 am Lochplattenhalter 16 im wesentlichen gegenüber der Lochplatte 25 auf der
anderen Seite des Verteileranschlusses 15 befestigt Die Druckplatte 35, die daher einen Teil des Verteileranschlusses
15 bildet, weist einen flexiblen .Mittelkanal 38 mit dickeren Randabschnitten 39 an seinen beiden
Seiten und einen dünneren Mittelabschnitt 40 auf. Die Druckplatte 35 wird dann akustisch angeregt, und die
akustische Energie wird unabhängig von der Berührungsfläche 36 zwischen der Druckplatte 35 und dem
Plattenhalter 16 reflektiert, und in ihr begrenzt. Die Schallschwingungen im dünneren Mittelabschnitt 40
bewirken eine Anregung der Masse der Aufzeichnungsflüssigkeit 18, mit der er in Kontakt steht, was wiederum
dazu führt, daß die durch die Löcher 14 in der Lochplatte 11 austretenden Flüssigkeitsstrahlen angeregt
worden.
Wie zu erkennen ist, ergeben sich aus dieser Ausgestaltung zahlreiche Vorteile. Grundsätzlich wird
die akustische Energie auf den mit dem Kanal versehenen Bereich der Anregungsplatte begrenzt, was
unabhängig und unbeeinflußt von der Berührungsfläche zwischen der Anregungsplatte und dem Verteileranschluß
gilt. Die Anregungsplatte kann an einer beliebigen Stelle angebracht sein. Sie kann mit der
Lochplatte zu einer einzigen Struktur kombiniert werden, wie in Fig.2 dargestellt ist; sie kann auch als
Druckplatte für eine direkte Flüssigkeitskopplung an einer anderen Stelle im Verteilanschluß angebracht sein,
wie in Fig.4 dargestellt ist. In aller. Fällen enthält die
Anregungsplatte die akustische Energie jedoch in ihrem eigenen, einstückig geformten Kanalbereich, so daß die
Eingrenzung der Energie nicht von mechanischen Gegebenheiten außerhalb der eigentlichen Anregungsplatte
abhängt, un·'. diese nicht beeinflußt. Die Grenzfläche zwischen der Anregungsplatte und dem
Verteileranschluß steht daher in keiner Wechselwirkung mit der akustischen Anregung, und sie wird davon
nicht beeinflußt. Daraus resultieren beträchtliche Verbesserungen, da geeignete Strömungsmitteldichte
Verbindungen benutzt -.verden können, ohne daß auf 'hren Einfluß auf die akustische Energie oder auch auf
die Auswirkung der akustischen Energie auf die Verbindungen Rücksicht genommen werden muß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Anregen von Flüssigkeitsstrahlen zur Erzielung einer Aufspaltung der
Flüssigkeitsstrahlen in Ströme aus regelmäßig geformten Tröpfchen für einen Tintenstrahldruckknopf
mit einer Lochplatte mit mehreren Löchern, einem gemeinsam mit den Löchern in Verbindung
stehenden Verteileranschluß, einer Befestigungsvorrichtung zur Erzielung einer Randbefestigung der
Lochplatte an dem Verteileranschluß, einer Vorrichtung zum Zuführen einer Aufzeichnungsflüssigkeit
zu dem Verteileranschluß mit einem zum Ausstoßen der Flüssigkeit aus den Löchern und zur Bildung der
Flüssigkeitsstrahlen ausreichenden Druck, einer länglichen Anregungsvorrichtung, die an dem
Verteileranschluß befestigt ist und einen Teil seiner Wand bildet, so daß sie mit der Aufzeichnungsflüssigkeit
im Verteileranschluß direkt in Kontakt steht, einem Sonallwandler zum Anregen der Anregungsvorrichtung
in der V/eise, daß die Flüssigkeiissirah-Ien
in Ströme aus regelmäßig geformten Tröpfchen aufspalten, und einer Vorrichtung zum Aufladen und
Ablenken der Tröpfchen für die Erzeugung ver-' ständlicher Tröpfchenmuster, dadurch ge-25
kennzeichnet, daß in /der Anregungsvorrichtung
(25,35) ein in ihrer Längsrichtung verlaufender Mittelkanal (28, 38) gebildet ist, so daß ein flexibler
Mittelabschnitt (30, 40) entsteht, an den sich an beiden Seiten Randabschnitte (29, 39) anschließen,
die dicker, ".eifer und massiver als der Mittelabschnitt
sind und eine Schaltsperre gegenüber dem dünneren Tvlittelabschnitt (30, 40) ergeben, und daß
der Schallwandler Schauenerrie auf den dünnen
Mittelabschnitt (30, 40) der Anregungsvorrichtung (25,35) überträgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anregungsvorrichtung (25) und die
Lochplatte ein Bauteil bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (14) im Abstand voneinander
in dem Mittelabschnitt (30) angebracht sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anregungsvorrichtung eine Druckplatte
(35) ist, die der Lochplatte (11) gegenüberliegend am Verteileranschluß (15) angebracht ist.
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Owner name: EASTMAN KODAK CO. (N.D.GES.D. STAATES NEW JERSEY), |
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Free format text: PRINZ, E., DIPL.-ING. LEISER, G., DIPL.-ING. SCHWEPFINGER, K., DIPL.-ING. BUNKE, H., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. DEGWERT, H., DIPL.-PHYS., PAT.-ANWAELTE, 8000 MUENCHEN |
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