DE283576C - - Google Patents

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DE283576C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B35/00Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
    • D05B35/02Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for facilitating seaming; Hem-turning elements; Hemmers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 283576 KLASSE 52«. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY in ELIZABETH, New Jersey, V. St. A,
Säum- und Faltvorrichtung für Nähmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. März 1914 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Säum- und Faltvorrichtungen für Nähmaschinen und bezweckt, eine Einrichtung zu treffen, um der Neigung der mit Zähnen versehenen Vorschubglieder der Nähmaschine, die untere Lage eines zusammengefalteten Stoffes schneller als die obere vorzuschieben, wodurch der zusammengefaltete Stoff, ein Saum zum Beispiel, verzerrt wird, entgegenzuwirken.
Nach der vorliegenden Erfindung ist eine flache Spannfeder an der Trennplatte einer Säum- oder Faltvorrichtung befestigt, wobei das vordere Ende der Feder zwischen der Trennplatte und dem Fuß einer Faltplatte angeordnet ist, auf der der Hauptteil (die untere Lage) des zusammengefalteten Stoffes ruht. Eine Einrichtung ist vorgesehen, um die Spannfeder in Eingriff mit der unteren Stofflage zu bringen und um den Druck der Feder zu verändern; diese Einrichtung umfaßt ein Regelungsorgan, welches sich zwischen der Trennplatte und einem geneigten Teil der Spannfeder bewegt, und wirkt als Keil, um die letztere nach unten zu pressen. Das Regelungsorgan ist einstellbar angeordnet, um seine Wirkung zu vermehren oder zu vermindern, und wird in Eingriff mit der Spannfeder mittels eines Nockenhebels gebracht; diese Bewegung geschieht in Gegenwirkung zu einer Feder, die gewöhnlich das Regelungsorgan in Ruhestellung hält.
In der Zeichnung bedeuten
Fig. ι eine schaubildliche Ansicht, teilweise im Schnitt, einer Säum- und Faltvorrichtung nach der Erfindung, "
Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt durch die Vorrichtung.
Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht der unteren Fläche der Vorrichtung.
Fig. 4 ist ein Grundriß der Vorrichtung in größerem Maßstabe.
Die Erfindung ist in Verbindung mit einer Säum- .und Faltvorrichtung bekannter Art in dem gewählten Beispiel dargestellt. A ist eine Tragplatte, die um einen Schraubzapfen 1 drehbar angeordnet ist, der auf einer Grundplatte 2 sitzt, die einstellbar an der Arbeitsplatte einer Nähmaschine in der gewöhnlichen Weise befestigt ist. Unerwünschte Bewegungen der Tragplatte mit den damit verbündenen Teilen werden durch eine Klemmschraube 3 verhindert, die an der Grundplatte befestigt ist und mit einem Kopf versehen ist, der über die Kante eines Schlitzes in der Tragplatte hinweggreift. Die Tragplatte A besitzt einen brückenartig geformten Ansatz 4, der an einem Ende nach unten gebogen ist, um mit dem winklig abgebogenen Ende 5 eines Armes 6 in Eingriff zu kommen, der seitlich aus der Trennplatte 7 herausragt. Der brückenförmig gestaltete Ansatz 4 ist mit einem Längsschlitz 4* zur Aufnahme einer
rechteckigen Leiste 8 versehen, die quer auf der oberen Fläche eines einstellbaren, die Kante umschlagenden Organs 9 ausgebildet ist, welches an seinem vorderen Ende mit einer Führungswand 10 und an seinem hinteren Ende mit einer U-förmig gestalteten Wand 11 und Führungszungen nv zum Umschlagen der Kante versehen ist. Das die Kante umschlagende Organ trägt außerdem eine Glättplatte 12 von- bekannter Wirkung. Gegenüber dem die Kante umschlagenden Organ 9 ist die U-förmig gestaltete, eine Führungszunge 13' umfassende Faltwand 13* einer Faltplatte
13 angeordnet, die mit der Tragplatte A aus einem Stück besteht und mit einem Fußteil
14 versehen ist, auf dessen oberem Teil der Hauptteil (die untere Lage) des zusammengefalteten Stoffes ruht. Es ist zu ersehen, daß die Einstellung des die Kante umschlagenden Organs 9 gegen die Faltplatte 13 zu oder von ihr hinweg die Breite des zusammengefalteten Stoffes verändert, und daß das die Kante umschlagende Organ in seiner gewählten Stellung mittels der Klemmschraube 15 festgestellt werden kann.
An der unteren Fläche der Trennplatte 7 ist eine flache Spannfeder 16 befestigt. Die Spannfeder ist mit zwei Armen i6v' versehen, die Öffnungen zur Aufnahme der Befestigungsschrauben-17 besitzen, welche die beiden Arme zwischen rechteckigen Unterlegplatten 18 und der unteren Fläche der Trennplatte 7 halten. Die hinteren Kanten der Unterlegplatten 18 schneiden mit einer Querlinie ab, in welcher die Spannfeder sich von der Trennplatte abwendet, um zuerst in geneigter Richtung zur Trennplatte sich zu erstrecken und dann zwischen die Trennplatte und den Fuß 14 der Faltplatte 13, aber außer Berührung mit der letzteren zu treten.
Ein in der Längsrichtung bewegliches Regelungsorgan wird benutzt, um die Spannfeder 16 abwärts in Eingriff mit der unteren Stoffalte zu bringen, die auf dem Fußteil 14 der Faltplatte ruht. Das Regelungsorgan besteht aus zwei Teilen α und b. Der Teil a ist eine Blechplatte, die mit seitlichen Ansätzen 19 versehen ist, die aufwärts gebogen sind, um als Führungswände für den geraden Teil des Teilstückes b zu dienen, an dem eine Klemmschraube 20 befestigt ist, die durch einen Schlitz im Teil α hindurchtritt und hierin sich bewegen kann. Die Klemmschraube dient zur Einstellung der Teile a und b gegeneinander. Der Teil b des Regelungsorgans ragt durch eine Aussparung 21 durch den geneigten Teil der Spannfeder 16 hindurch und ist mit einem T-förmig gestalteten Kopf 22 und mit einem aufwärts
sich erstreckenden Ansatz 23 * versehen, wel- 60 eher innerhalb eines Führungsschlitzes 24 in der Trennplatte 7 gleiten kann. Es ist ersichtlich, daß eine Bewegung des Regelungsorgans in einer Richtung den T-förmigen Kopf des Teilstückes b in Eingriff mit dem 65 geneigten Teil der Spannfeder 16 bringt, wodurch die letztere abwärts in Eingriff mit dem Stoff gedrückt wird (Flg. 2). Eine Bewegung des Regelungsorgans in der entgegengesetzten Richtung gibt die Spannfeder frei. 70 Die beschriebenen Bewegungen werden mittels eines Nockenhebels 25 hervorgerufen, dessen Nockenteil 25* den Schaft eines Schraubzapfens 26 aufnimmt, der durch einen Schlitz 27 im vorderen Ende des Teilstückes a des Re- 75 gelungsorgans hindurchtritt und an der Trennplatte 7 befestigt ist. Das Regelungsorgan wird gewöhnlich in Ruhestellung mittels einer Spiralfeder 28 gehalten, die zwischen dem winkelig abgebogenen Ende 29 der Trenn- 80 platte 7 und dem winkelig abgebogenen Ende 30 des Regelungsorgans eingesetzt ist. Es ist ersichtlich, daß durch die Betätigung des Nockenhebels 25 das Regelungsorgan in Arbeitsstellung gebracht oder aus dieser wieder 85 in Ruhestellung zurückgebracht werden kann, wodurch die Spannfeder 16 in ihre gewöhnliche Stellung bewegt und aus dieser wieder herausgebracht wird. Es ist ferner ersichtlich, daß die Einstellung des Teilstückes b des Re- 90 gelungsorgans in bezug auf das Teilstück a die Keilwirkung des auf der Spannfeder 16 sitzenden Teiles erhöhen oder vermindern wird.

Claims (2)

95 Patent-An Sprüche:
1. Säum- und Faltvorrichtung für Nähmaschinen, die mit einer Trennplatte ver-' sehen sind, über welche der Stoff gefaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennplatte auf ihrer Unterseite eine flache Spannfeder trägt, die gewöhnlich außer Eingriff mit der unter ihr durchgeführten Hauptstofflage ist, die aber durch eine von Hand betätigte Vorrichtung mit regelbarer Spannung mit der Hauptstofflage in Berührung gebracht werden kann, um den Stoff mit einer gewünschten Spannung durch die Vorrichtung laufen zu lassen.
2. Säum- und Faltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, um die Einwirkung der Spannfeder auf den Stoff zu ändern, zwischen der Trennplatte und der Spannfeder ein mittels eines Nockenhebels gegen die Wirkung einer Feder bewegbares, die Spannfeder gegen den Stoff drückendes Regelungsorgan angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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