DE2836886C2 - - Google Patents

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DE2836886C2 DE19782836886 DE2836886A DE2836886C2 DE 2836886 C2 DE2836886 C2 DE 2836886C2 DE 19782836886 DE19782836886 DE 19782836886 DE 2836886 A DE2836886 A DE 2836886A DE 2836886 C2 DE2836886 C2 DE 2836886C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Bestimmung der Alkoholkonzentration des Bluts, umfassend ein die Alkoholkonzentration der Atemluft messendes Alkohol- Meßgerät und eine auf den CO₂-Gehalt der Atemluft ansprechende CO₂-Überwachungseinrichtung mit einer ersten Schwellwertstufe, die ein die Gültigkeit der Alkoholmessung repräsentierendes Signal erzeugt, wenn der CO₂-Gehalt einen vorbestimmten Wert übersteigt, und mit einer Steuerstufe, die solange ein die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierendes Signal erzeugt, bis die erste Schwellwertstufe das die Gültigkeit repräsentierende Signal abgibt.
Ein derartiges Gerät ist aus der US-PS 38 30 630 bekannt. Bei diesem Gerät wird ausgenutzt, daß die Alkoholkon­ zentration des Bluts in einem festen Verhältnis zur Alkoholkon­ zentration der Atemluft steht, wenn die dem Alkohol- Meßgerät zugeführte Atemluft aus den Alveolaren der Lunge stammt. Um sicherzugehen, daß es sich um Luft aus den Alveolaren handelt, wird der CO₂-Gehalt der Atemluft überwacht, da herausgefunden wurde, daß der CO₂-Gehalt der Atemluft mindestens 4,5 Vol.-% CO₂ enthält, wenn es sich um Alveolarluft handelt. Das bekannte Gerät umfaßt eine Brückenschaltung, die in einem ihrer Zweige einen CO₂-empfindlichen Widerstand und in einem ihrer anderen Zweige einen alkoholempfind­ lichen Widerstand enthält. Die Brücke ist derart dimensio­ niert, daß der alkoholempfindliche Widerstand wirksam ist, wenn der CO₂-empfindliche Widerstand zuvor ausreichend mit CO₂- haltiger Atemluft beaufschlagt wurde, wobei der CO₂-Gehalt der Atemluft über der vorerwähnten von 4,5 Vol.-% gelegen haben muß. Nachteil des bekannten Geräts ist, daß es über mehrere Atemzüge, beispielsweise 3 bis 5 Atemzüge, hinweg beatmet werden muß, bevor die Alkoholmessung durchgeführt werden kann.
Mit Hilfe des bekannten Geräts kann sichergestellt werden, daß die Alkoholmessung an Alveolarluft durchgeführt wird. Der Korrelationsfaktor zwischen der Alkoholkonzentration des Bluts und der Alkoholkonzentration der Atemluft ist aber darüber hinaus auch noch abhängig von den Diffusions­ verhältnissen der Lunge. Personen, deren Blutalkoholkon­ zentration bestimmt werden soll, können damit durch Atem­ manipulationen das Meßergebnis verfälschen. Beispiels­ weise kann durch starkes Hyperventilieren vor einer Atemalkoholprobe die Atemalkoholkonzentration beträcht­ lich herabgesetzt werden, und zwar auch dann, wenn die Alkoholmessung an Alveolarluft durchgeführt wird. Unter Hyperventilieren ist hierbei rasch aufeinanderfolgendes, tiefes Ein- und Ausatmen zu verstehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen konstruktiv einfachen Weg zu zeigen, wie bei Atemalkoholmessungen vorausgegangenes Hyperventilieren der Versuchsperson erkannt werden kann.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von dem eingangs näher erläu­ terten Gerät, dadurch gelöst, daß die Steuerstufe auf den Beginn des Ausatmens anspricht und daraufhin ein die Ungül­ tigkeit der Alkoholmessung repräsentierendes Signal erzeugt und daß die Steuerstufe hierzu eine zweite Schwellwertstufe umfaßt, die auf den CO₂-Gehalt der Atemluft anspricht und ein den Beginn des Ausatmens repräsentierendes Signal erzeugt, wenn der CO₂-Gehalt einen zweiten vorbestimmten Wert übersteigt, wobei der zweite vorbestimmte Wert kleiner ist als der von der erstgenannten Schwellwertstufe über­ wachte erste vorbestimmte Wert.
Die Erfindung nutzt aus, daß der CO₂-Gehalt der Umgebungs­ luft üblicherweise klein ist und erst mit Beginn des Aus­ atmens im Meßkanal anzusteigen beginnt. Da der CO₂-Fühler zugleich für die Ermittlung des Ausatembeginns ausgenutzt wird, sind keine zusätzlichen Meßfühler in dem von Atemluft durchströmten Meßkanal erforderlich, die Luftdrucksschwan­ kungen der Atemluft bewirken können und zur Kondensation des Atemalkohols und damit zu Meßfehlern führen können.
Überraschenderweise hat sich ergeben, daß sich durch Über­ wachung des CO₂-Gehalts der Atemluft nicht nur feststellen läßt, ob die abgeatmete Luft aus den Alveolaren stammt, sondern auch, ob die Versuchsperson zuvor hyperventiliert hatte. Im Gegensatz zu dem aus der US-PS 38 30 630 bekannten Gerät muß jedoch die Messung des CO₂-Gehalts und die Alko­ holmessung an ein und demselben Atemzug durchgeführt werden. Dies wird durch die Steuerstufe garantiert, die auf den Beginn des Ausatmens anspricht. Im Gegensatz hierzu muß bei dem aus der US-PS 38 30 630 bekannten Gerät mehrmals abge­ atmet werden, bevor die Alkoholmessung durchgeführt werden kann. Bei mehreren, hintereinander erfolgenden Atemzügen wächst nicht zuletzt die Gefahr, daß hierbei hyperventi­ liert wird.
Von wesentlicher Bedeutung sind Ausführungsformen, bei welchen Meßfehler auf Grund von Hyperventilieren nicht nur vermieden werden, sondern auch angezeigt wird, daß vor der Messung hyperventiliert wurde. Das Kriterium hierfür ist, daß das die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierende Signal auch über das Ende des von der Steuerstufe erfaßten Atemzugs hinaus vorhanden ist, also bis zum Ende dieses Atemzugs kein die Gültigkeit repräsentierendes Signal erzeugt wurde. Das Ende des Atemzugs kann ebenfalls von der Steuerstufe analog zum Beginn des Ausatmens erfaßt werden; es kann aber auch ein Zeitglied vorhanden sein, dessen Zeitkonstante etwa der mittleren Dauer eines Atemzugs entspricht und bei dessen Ablauf das Ende des Atemzugs angenommen wird. Die Anzeige der durch Hyperventilation entstandenen Fehlmessung kann in einer gesonderten Fehler-Anzeigeeinrichtung, beispielsweise einer optischen Signaleinrichtung oder dergleichen, erfolgen. Bevorzugt sind auch Ausführungsformen, bei welchen die zur Anzeige des Meßergebnisses vorgesehenen Anzeigeeinrichtungen im Fall der Hyperventilation gesperrt oder aber dunkelgetastet werden, so daß der fehlerhafte Meßwert erst gar nicht zur Anzeige kommt.
Bei ungleichmäßiger Atmung kann es vorkommen, daß der CO₂- Gehalt insbesondere bei Beginn des Ausatmens schwankt. Wird hierbei der zweite Schwellwert im gleichen Atemzug mehrfach überschritten, so führt dies zu einer instabilen Betriebs­ weise des Geräts. Dieser Nachteil tritt nicht auf, wenn an die erste und die zweite Schwellwertstufe ein Flip-Flop angekoppelt ist, welches von dem Signal der zweiten Schwell­ wertstufe in eine Stellung gesetzt wird, in welcher es das die Ungültigkeit der Messung repräsentierende Signal erzeugt, und wobei das Flip-Flop von dem Signal der ersten Schwellwertstufe in seine andere Stellung rücksetzbar ist.
Die Überprüfung der Atemluft auf Hyperventilation erfolgt vorzugsweise unabhängig von der Messung der maximalen Alkoholkonzentration der Atemluft. Das Alkohol-Meßgerät mißt die Alkoholkonzentration der Atemluft vorzugsweise kon­ tinuierlich und weist einen Speicher für den Maximalwert der gemessenen Alkoholkonzentration sowie eine Anzeigeeinrichtung für den in dem Speicher gespeicherten Wert auf. Bei derartigen Alkohol-Meßgeräten hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Anzeigeeinrichtung das Meßergebnis lediglich dann anzeigt, wenn die Messung als gültig betrachtet wird. Die Versuchsperson hat in diesem Fall keine Möglichkeit zu überprüfen, ob ihre Atemmanipulationen das Meßergebnis verfälschen. Bei der vorstehend erläuterten Ausführungsform läßt sich dieses Ziel am einfachsten dadurch erreichen, daß das die Un­ gültigkeit der Messung repräsentierende Signal des Flip- Flops die Anzeigeeinrichtung sperrt oder dunkeltastet.
Zweckmäßigerweise wird das die Ungültigkeit der Messung repräsentierende Signal in einer Fehler-Anzeigeeinrichtung, z. B. optisch, angezeigt. Insbesondere bei dunkeltastbaren Anzeigeeinrichtungen ist diese Maßnahme von Bedeutung.
Die Fehler-Anzeigeeinrichtung soll, um die Handhabung des Geräts zu erleichtern, vorzugsweise nicht bereits dann aufleuchten, wenn das die Ungültigkeit der Messung repräsentierende Signal erzeugt wird, sondern erst dann, wenn dieses Signal beispielsweise am Ende des Atemzugs noch vorhanden ist. In einer ersten Ausführungsform, die dies ermöglicht, ist vorgesehen, daß an die zweite Schwell­ wertstufe ein durch deren Signal setzbares Zeitglied ge­ koppelt ist, dessen Ausgangssignal über ein UND-Gatter mit dem die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentie­ renden Signal des Flip-Flops verknüpft ist und die Fehler- Anzeigeeinrichtung zur Anzeige des Fehlers setzt, wenn das die Ungültigkeit repräsentierende Signal nach Ablauf der von dem Zeitglied bestimmten Zeitdauer noch andauert. Die Zeitdauer des Zeitglieds ist so bemessen, daß unab­ hängig von der Lungenvitalkapazität der Versuchsperson mit Sicherheit Alveolarluft abgeatmet wurde.
Das Signal der ersten Schwellwertstufe kann über ein weiteres UND-Gatter mit dem Ausgangssignal des Zeit­ glieds verknüpft sein, wodurch das Flip-Flop in die andere Stellung rückgesetzt wird, wenn das Signal der ersten Schwellwertstufe während der durch das Zeitglied festgelegten Zeitdauer auftritt. Wird der Hyperventila­ tion ausschließende Schwellwert der ersten Schwellwert­ stufe beispielsweise aufgrund von Atemmanipulationen erst nach Ablauf der Zeitdauer des Zeitglieds erreicht, so wird die Meßwert-Anzeigeeinrichtung trotzdem nicht zur Anzeige der Alkoholkonzentration freigegeben.
In einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß an die zweite Schwellwertstufe zwei Triggerstufen angeschlos­ sen sind, von denen die erste Triggerstufe auf die beim Überschreiten des zweiten vorbestimmten Schwellwerts auf­ tretende Änderung des Signals der zweiten Schwellwertstufe anspricht und das Flip-Flop in seine der Ungültigkeit der Alkoholmessung entsprechende Stellung setzt und von denen die zweite Triggerstufe auf die entgegengesetzt gerichtete Änderung des Signals der zweiten Schwellwertstufe anspricht, und daß das Ausgangssignal der zweiten Triggerstufe über ein UND-Gatter mit dem die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierenden Signal des Flip-Flops verknüpft ist und die Fehler-Anzeigeeinrichtung zur Anzeige des Fehlers setzt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß sie auf Atem­ manipulationen, beispielsweise kurzzeitiges Atemholen, anspricht. Die erste Triggerstufe erfaßt den Beginn des Ausatemvorgangs, wenn der CO₂-Gehalt über den Schwellwert der zweiten Schwellwertstufe hinaus ansteigt, während die zweite Triggerstufe ausgelöst wird, wenn der Schwellwert der zweiten Schwellwertstufe gegen Ende des Ausatemvorgangs wieder unterschritten wird. Bei den Triggerstufen kann es sich um Monoflops handeln, die, verglichen mit der Dauer des Atemzugs, kurze Triggerimpulse erzeugen, wenn sie durch Flanken des Ausgangssignals der zweiten Schwell­ wertstufe ausgelöst werden.
Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 in einem schematischen Diagramm den zeitlichen Verlauf des CO₂-Gehalts der abgeatmeten Luft mit und ohne vorausgegangene Hyperventilation;
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbei­ spiels eines die vorausgegangene Hyperventilation erkennenden Meßgeräts; und
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbei­ spiels.
In Fig. 1 ist mit 1 der zeitliche Verlauf der CO₂-Konzen­ tration in der von einer Versuchsperson abgeatmeten Luft bezeichnet. Der Abatemvorgang beginnt zur Zeit t = 0 und endet zum Zeitpunkt t₁. Die CO₂-Konzentration steigt nach Beginn des Abatmens an und überschreitet einen Schwellwert S 1, wenn Luft aus den Alveolaren der Lunge abgeatmet wird. Es ist bekannt, daß die Alkoholkonzentration der Atemluft in einem konstanten Verhältnis zur Alkoholkonzentration des Bluts steht, wenn die Alkoholkonzentration an Alveolar­ luft gemessen wird. Das Konzentrationsverhältnis ändert sich jedoch, wenn die Versuchsperson vor der Alkoholmessung stark hyperventiliert hat. Es wurde herausgefunden, daß der während des Ausatemvorgangs erreichbare maximale Wert der CO₂-Konzentration bei vorausgegangener Hyperventilation erheblich abnimmt. Die Kurve 3 in Fig. 1 zeigt den zeit­ lichen Verlauf der CO₂-Konzentration bei vorausgegangener Hyperventilation. Die Kurve 3 erreicht nicht mehr den Schwellwert S 1. Dieses Kriterium kann zum Erkennen vorausgegangener Hyperventilation ausgenutzt werden.
Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Atem­ alkohol-Meßgeräts, welches Meßfehler aufgrund vorausge­ gangener Hyperventilation der Versuchsperson vermeidet. Die Versuchsperson atmet in Richtung eines Pfeils 5 durch einen Meßkanal 7 ab, in welchem ein Alkoholmeßfüh­ ler 9 eines kontinuierlich messenden Alkohol-Meßgeräts angeordnet ist. An den Alkoholmeßfühler 9 ist über einen Analog/Digital-Wandler 11 ein Maximalwertspeicher 13 an­ geschlossen, der den im Verlauf des Abatmens der Versuchs­ person gemessenen maximalen Alkoholkonzentrationswert speichert. Der Inhalt des Maximalwertspeichers 13 wird in einer dunkeltastbaren Anzeigeeinrichtung 15 angezeigt.
In dem Meßkanal 7 ist darüber hinaus ein CO₂-Meßfühler 17 angeordnet, dessen der CO₂-Konzentration der Atemluft entsprechendes Signal zwei Schwellwertstufen 19, 21 zuge­ führt wird. Die Schwellwertstufe 19 erfaßt den Beginn des Ausatmens und spricht bei einem Schwellwert S 2 (Fig. 1) an, welcher einer kleineren CO₂-Konzentration entspricht als der Schwellwert S 1 (Fig. 1) der Schwellwertstufe 21. Die Schwellwertstufe 19 triggert ein Zeitglied 23, an dessen, Q-Ausgang eine Triggerstufe 25, beispielsweise ein Mono­ flop, angeschlossen ist, welches die ansteigende Flanke des Ausgangssignals des Zeitglieds 23 in einen kurzen, z. B. nadelförmigen Triggerimpuls umwandelt. Der einem Setz­ eingang S eines Flip-Flops 27 zugeführte Triggerimpuls setzt das Flip-Flop 27. Die Anzeigeeinrichtung 15 des Alkohol-Meßgeräts ist mit dem Q-Ausgang des Flip-Flops 27 verbunden und wird dunkelgetastet, solange das Flip- Flop 27 gesetzt bleibt. Das Flip-Flop 27 wird zurückge­ setzt, wenn die CO₂-Konzentration den Schwellwert S 1 der Schwellwertstufe 21 überschreitet. Das in einem UND-Gatter 29 mit dem Ausgangssignal des Q-Ausgangs des Zeitglieds 23 verknüpfte Ausgangssignal der Schwellwertstufe 21 wird hierzu über ein ODER-Gatter 31 dem Rücksetzeingang R des Flip-Flops 27 zugeführt. Das Flip-Flop 27 wird da­ mit zurückgesetzt, wenn die CO₂-Konzentration innerhalb der durch das Zeitglied bestimmten Zeitdauer den Schwell­ wert S 1 überschreitet. Bei rückgesetztem Flip-Flop 27 ist das Dunkeltastsignal, welches temporär die Ungültig­ keit der Alkoholkonzentrationsmessung anzeigt, abgeschal­ tet, und die Anzeigeeinrichtung 15 zeigt den in dem Ma­ ximalwertspeicher 13 gespeicherten Alkoholkonzentrations­ wert an.
Um ein die Ungültigkeit der Alkoholkonzentrationsmessung auch nach Ablauf der Zeitdauer des Zeitglieds 23 anzeigen­ des Signal in einer optischen Anzeigeeinrichtung 33 anzei­ gen zu können, verknüpft ein UND-Gatter das Signal des negierten Ausgangs Q′ des Zeitglieds 23 mit dem Signal des Ausgangs Q des Flip-Flops 27. An den Ausgang des UND-Gatters 35 ist der Setzeingang S eines Flip-Flops 37 angeschlossen, dessen Ausgang Q′ die Anzeigeeinrichtung 33 steuert. Die Anzeigeeinrichtung 33 zeigt einen Fehler, d. h. die Ungül­ tigkeit der Alkoholkonzentrationsmessung, an, wenn inner­ halb der durch das Zeitglied 23 festgelegten Zeitdauer der Schwellwert S 1 der Schwellwertstufe 21 nicht erreicht wird. Die Rücksetzeingänge R der Flip-Flops 27 und 37 sind über eine Taste 39 oder dgl. an eine Betriebsspannungsquelle V + angeschlossen, wobei der Rücksetzeingang R des Flip-Flops 27 über das ODER-Gatter 31 angekoppelt ist. Mit Hilfe der Taste 39 können die Flip-Flops 27 und 37 zu Beginn des Meßvorgangs in eine definierte Schaltstellung gebracht werden.
Das Ausführungsbeispiel in Fig. 3 unterscheidet sich im wesentlichen nur durch die CO₂-Überwachungseinrichtung von der Ausführungsform nach Fig. 2. Soweit funktionsgleiche Teile vorhanden sind, sind diese mit um die Zahl 100 erhöhten Bezugszahlen bezeichnet. Zur Erläuterung die­ ser Teile wird auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen.
Das Alkohol-Meßgerät umfaßt wiederum einen Meßkanal 107, einen Analog/Digital-Wandler 111, einen Maximalwertspei­ cher 113 und eine dunkeltastbare Anzeigeeinrichtung 115.
Die CO₂-Überwachungseinrichtung umfaßt analog dem Aus­ führungsbeispiel nach Fig. 2 eine Schwellwertstufe 119 für einen kleineren Schwellwert S 2 der CO₂-Konzentration und eine Schwellwertstufe 121 für einen größeren Schwell­ wert S 1 der CO₂-Konzentration. An die Schwellwertstufe 119 sind im Unterschied zu dieser Ausführungsform jedoch zwei Triggerstufen 141 und 143 angeschlossen, die durch die Flanken des Ausgangssignals der Schwellwertstufe 119 ausgelöst werden und daraufhin jeweils kurze Triggerimpulse abgeben. Die Triggerstufen 141, 143 können als Monoflops ausgebildet sein. Die Triggerstufe 141 erfaßt das Anstei­ gen des Ausgangssignals der Schwellwertstufe 119 bei Über­ schreiten des Schwellwerts S 2 zu Beginn des Ausatemvorgangs. Der Triggerimpuls der Triggerstufe 141 setzt ein dem Flip- Flop 27 der Fig. 2 entsprechendes Flip-Flop 145, dessen Q-Ausgangssignal die Anzeigeeinrichtung 115 dunkeltastet. Der Rücksetzeingang R des Flip-Flops 145 ist über ein dem ODER-Gatter 31 der Fig. 2 entsprechendes ODER-Gatter 147 mit der Schwellwertstufe 121 verbunden, womit das Flip- Flop 145 bei Erreichen des Schwellwerts S 1 zurückgesetzt und die Anzeigeeinrichtung 115 zur Anzeige des in dem Maximalwertspeicher 113 gespeicherten Werts der Alkohol­ konzentration freigegeben wird.
Die Triggerstufe 143 erfaßt die beim Unterschreiten des Schwellwerts S 2 auftretenden Flanken des Ausgangssignals der Schwellwertstufe 119. Die Triggerstufen 141, 143 sprechen damit auf Flanken entgegengesetzter Polarität an. Ein UND-Gatter 149 verknüpft das Q-Ausgangssignal des Flip-Flops 145 mit dem Ausgangssignal der Trigger­ stufe 143 und setzt ein Flip-Flop 151, dessen Q-Ausgang seinerseits eine der Anzeigeeinrichtung 33 der Fig. 2 entsprechende Fehler-Anzeigeeinrichtung 153 steuert. Die Fehler-Anzeigeeinrichtung 153 zeigt somit die Un­ gültigkeit der Alkoholkonzentrationsmessung an, wenn zwischen dem durch die Triggerstufen 141, 143 bestimmten Beginn und Ende des Ausatemvorgangs die CO₂-Konzentrations­ schwelle S 1 nicht überschritten wurde. Die Rücksetzein­ gänge R der Flip-Flops 145, 151 sind wiederum über eine Taste 155 mit einer Betriebsspannungsquelle V + verbunden, um die Flip-Flops 145, 151 bei Beginn der Messung in eine definierte Stellung schalten zu können.
Der Schwellwert S 1 soll etwa im Bereich 4 bis 7 Volumen-% CO₂, vorzugsweise bei etwa 5 Volumen-%, liegen. Für den Schwellwert S 2 eignen sich Werte um 1 Volumen-% CO₂.

Claims (9)

1. Gerät zur Bestimmung der Alkoholkonzentration des Bluts, umfassend ein die Alkoholkonzentration der Atemluft messendes Alkohol-Meßgerät und eine auf den CO₂-Gehalt der Atemluft ansprechende CO₂-Überwachungseinrichtung mit einer ersten Schwellwert­ stufe, die ein die Gültigkeit der Alkoholmessung reprä­ sentierendes Signal erzeugt, wenn der CO₂-Gehalt einen vorbestimmten Wert übersteigt, und mit einer Steuerstufe, die solange ein die Ungültigkeit der Alkoholmessung re­ präsentierendes Signal erzeugt, bis die erste Schwell­ wertstufe das die Gültigkeit repräsentierende Signal ab­ gibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstufe (19, 27; 119, 145) auf den Beginn des Ausatmens anspricht und daraufhin ein die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierendes Signal erzeugt und daß die Steuerstufe (19, 27; 119, 145) hierzu eine zweite Schwellwertstufe (19; 119) umfaßt, die auf den CO₂-Gehalt der Atemluft anspricht und ein den Beginn des Ausatmens repräsentierendes Signal erzeugt, wenn der CO₂-Gehalt einen zweiten vorbestimmten Wert (S 2) übersteigt, wobei der zweite vorbestimmte Wert (S 2) kleiner ist als der von der erstgenannten Schwellwertstufe (21; 121) überwachte erste vorbestimmte Wert (S 1).
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß an die erste (21; 121) und die zweite (19; 119) Schwellwertstufe ein Flip-Flop (27; 145) angekoppelt ist, welches von dem Signal der zweiten Schwell­ wertstufe (19; 119) in eine Stellung gesetzt wird, in wel­ cher es das die Ungültigkeit der Messung repräsentierende Signal erzeugt, und wobei das Flip-Flop (27; 145) von dem Signal der ersten Schwellwertstufe (21; 121) in seine andere Stellung rücksetzbar ist.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Alkohol-Meßgerät die Alkohol­ konzentration der Atemluft kontinuierlich mißt und einen Speicher (13; 113) für den Maximalwert der gemessenen Alkoholkonzentration sowie eine Anzeigeeinrichtung (15; 115) für den in dem Speicher (13; 113) gespeicherten Wert aufweist, und daß das die Ungültigkeit der Messung reprä­ sentierende Signal des Flip-Flops (27; 145) die Anzeige­ einrichtung (15; 115) sperrt oder dunkeltastet.
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß an das Flip-Flop (27; 145) eine Fehler-Anzeigeeinrichtung (33, 37; 151, 153) für das die Ungültigkeit der Messung reprä­ sentierende Signal angekoppelt ist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß an die zweite Schwell­ wertstufe (19) ein durch deren Signal setzbares Zeitglied (23) gekoppelt ist, dessen Ausgangssignal über ein UND- Gatter (35) mit dem die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierenden Signal des Flip-Flops (27) verknüpft ist und die Fehler-Anzeigeeinrichtung (33, 37) zur An­ zeige des Fehlers setzt, wenn das die Ungültigkeit reprä­ sentierende Signal nach Ablauf der von dem Zeitglied (23) bestimmten Zeitdauer noch andauert.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Signal der ersten Schwellwertstufe (21) über ein weiteres UND-Gatter (29) mit dem Ausgangssignal des Zeitglieds (23) verknüpft ist und das Flip-Flop (27) in die andere Stellung rücksetzt, wenn das Signal der ersten Schwellwertstufe (21) während der durch das Zeitglied (23) festgelegten Zeitdauer auf­ tritt.
7. Gerät nach Anspruch 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß an die zweite Schwellwert­ stufe (119) zwei Triggerstufen (141, 143) angeschlossen sind, von denen die erste Triggerstufe (141) auf die beim Überschreiten des zweiten vorbestimmten Schwellwerts (S 2) auftretende Änderung des Signals der zweiten Schwell­ wertstufe (119) anspricht und das Flip-Flop (145) in seine der Ungültigkeit der Alkoholmessung entsprechende Stellung setzt und von denen die zweite Triggerstufe (143) auf die entgegengesetzt gerichtete Änderung des Sig­ nals der zweiten Schwellwertstufe (119) anspricht, und daß das Ausgangssignal der zweiten Triggerstufe (143) über ein UND-Gatter (149) mit dem die Ungültig­ keit der Alkoholmessung repräsentierenden Signal des Flip-Flops (145) verknüpft ist und die Fehler-Anzeige­ einrichtung (151, 153) zur Anzeige des Fehlers setzt.
8. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine Fehler-Anzeigeeinrichtung (33, 37; 151, 153) und/oder eine Einrichtung zum Sperren oder Dunkeltasten der Anzeigeeinrichtung (15; 115) für die gemessene Alkoholkonzentration vorgesehen ist, die das Auf­ treten des die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentie­ renden Signals auch über das Ende des von der Steuerstufe (19, 27; 119, 145) erfaßten Atemzugs hinaus anzeigt, wenn die Schwellwertstufe (21; 121) kein die Gültigkeit reprä­ sentierendes Signal erzeugt.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die bei Auftreten des die Ungültigkeit der Alkoholmessung repräsentierenden Signals auch über das Ende des von der Steuerstufe (19, 27; 119, 145) erfaßten Atemzugs hinaus eine Anzeigeeinrichtung (15; 115) für die Anzeige der ge­ messenen Alkoholkonzentration sperrt oder dunkeltastet, wenn die Schwellwertstufe (21; 121) kein die Gültigkeit repräsentierendes Signal erzeugt.
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