DE28370C - Neuerungen an Ausrückvorrichtungen für Walzenstühle - Google Patents

Neuerungen an Ausrückvorrichtungen für Walzenstühle

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DE28370C
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Germany
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DENDAT28370D
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Ph. TAFEL in Augsburg
Publication of DE28370C publication Critical patent/DE28370C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Formation And Processing Of Food Products (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SO: Mühlen und Zerkleinerungsmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1883 ab.
Die Ausrückung der beweglichen Walze und Druckentlastung der Lager geht folgendermafsen vor sich.
Zwischen den beweglichen Lagern b b' und der Andruckfeder g, Fig. 7, mit der Druckplatte g' ist ein sogen. Kniehebel^ eingeschaltet, an dessen Drehbolzen h' die Zugstange Ä2 angreift. Auf der anderen Seite der Lager b und bx sind ebenfalls Kniehebel i, an deren Drehbolzen z'1 die Zugstange i1 angreift.
Die Zugstangen Ä2 und P sind vermittelst der Bolzen h3 und i3 mit dem Ausrückhebel H verbunden und können sich um diese Bolzen drehen. Der Hebel H hat seinen Drehpunkt in der durchgehenden Achse k, auf welcher er befestigt ist, auf der gegenüberliegenden Seite des Hebels ist in gleicher Weise der Hebel h3 k und k iz auf der Achse k befestigt, an welchen gleiche Zugstangen wie A2 z'2 angreifen.
Der Hebel H wird mittelst der Klinke / durch die Feder P in dem Einschnitt m ' der Coulisse m festgehalten, und ist dessen Stellung, wenn die Walzen zusammengestellt sind, horizontal und der. Kniehebel h gestreckt, während der Kniehebel i eingebogen ist.
Soll nun die bewegliche Walze ausgerückt und gleichzeitig von dem Federdruck entlastet werden, so wird die Klinke / mittelst des Griffes /2 zurückgezogen und der Hebel nach abwärts gedruckt, worauf die Klinke in den Einschnitt ms springt.
Dadurch wird der Kniehebel h eingebogen und der Kniehebel i gestreckt. Da der Kniehebel i bei η einen festen Widerstand findet, schiebt er die Walze B zurück, und da der Kniehebel h vorher eingebogen wurde, pflanzt sich der Druck der Feder g nicht mehr auf die Lager b und b1.
Soll die Walze B wieder eingerückt werden, so zieht man die Klinke / wieder zurück und den Hebel H in die Höhe, so dafs die Klinke in den Einschnitt /»' einschnappt, wodurch der Kniehebel h gestreckt wird, also den Federdruck auf die Lage b und P fortpflanzt, aber der Kniehebel i eingebogen, also aufser Action gesetzt wird.
Der Ausrückmechanismus kann auch in der Weise angeordnet sein, dafs der Ausrückhebel H nur einarmig ist und nur ein Kniehebel verwendet wird, wie in Fig. 6 angegeben.
Die Andruckfeder g ist hierbei in einem unbeweglichen Gehäuse mit dem Ansätze ms.
Die Druckplatte ^1 ist mittelst Bolzens g2 mit dem Kniehebel h drehbar verbunden, wie auch dieser Kniehebel mittelst Bolzens P mit Lager b drehbar verbunden ist.
Drückt man nun wieder den Ausrückhebel abwärts, so wird die Druckplatte ^1 zurückgezogen, bis sie bei »z3 gehalten wird; dadurch wird die Feder entlastet und das Lager b mit der Walze B weggezogen.
Die Parallelstellung der Walzen geschieht unabhängig von dem Andrück- und , Ausrückmechanismus mittelst eines Keiles «2, Fig. 1, zwischen den beweglichen und unbeweglichen Walzenlagern, Fig. 1 und 4 in der Weise, dafs der Keil ;z2 mit Handrad U1 und Schraube auf- und abwärtsgestellt werden kann, so dafs sich auf beiden Seiten die Entfernung der Walzen genau reguliren läfst. Waren die Walzen ausgerückt und werden dieselben mittelst der beschriebenen Vorrichtung wieder eingerückt, so
haben sie genau wieder dieselbe Stellung wie vor dem Ausrücken.
Um nun automatisch den Speiseapparat sowohl abzustellen als auch die Walzen auseinander zu rücken, wenn das Mahlgut in der Speisegosse erschöpft ist, wird folgender Apparat in Combination mit den oben beschriebenen Ausrück- und Abstellvorrichtungen angewendet.
In der Speisegosse α ist eine um den Zapfen α1 drehbare Klappe α2, welche, so lange Mahlgut in der Gosse ist, von demselben nach abwärts gedrückt wird. Die Klappe hat ein Gegengewicht β und ist mit dem vertical abwärts stehenden Hebel β 1 verbunden.
Durch das untere Ende dieses Hebels wird ein um den Zapfen drehbarer doppelarmiger Hebel γ waagrecht gehalten, an dessen entgegengesetztem Ende y1 die Zugstange y2 anfafst.
Diese Zugstange ist mit dem Winkelhebel d δ1 verbunden, welcher sich um die Achse ^2 dreht und mittelst der Zugstange ε auf den um den Bolzen ζ' drehbaren Hebel ζ wirkt.
Dieser Hebel greift mit seinem unteren Ende hinter die Klinke / und hebt dieselbe bei seiner Bewegung aus dem Einschnitte m' der Coulisse.
Auf der Achse $2 sitzt noch der Hebel η, welcher durch die Feder η' gespannt wird.
Ist nun das in der Gosse α befindliche Mahlgut erschöpft, so drückt das Gegengewicht β die Klappe α2 in die Höhe und gleichzeitig wird der Hebel ß1 gedreht, wodurch der Hebel γ frei und durch Hebel-/] und Feder η1 nach abwärts gezogen wird.
Der AVinkelhebel δ δ1 zieht mit der Zugstange ε an dem oberen Ende des Hebels ζ, wodurch die Klinke aus dem Einschnitt gehoben wird. Die Feder υ, welche auch durch ein Gewicht ersetzt werden kann, zieht den Ausrückhebel H abwärts, und es werden, wie früher beschrieben, gleichzeitig die Walzen auseinander gerückt und der Speiseapparat abgestellt.
Um auf alle Fälle die arbeitenden Walzen bei ungeschickter Behandlung vor dem Berühren unter sich zu schützen, wird der verstellbare Bolzen K, Fig. 5, angewendet, der mit Gewinde versehen ist und eine Gegenmutter hat.
Dieser Zapfen stöfst mit seinem Kopfe, wenn sich die Walzen zu nahe kommen, direct an die Walzenachse an, und verhindert so das Aneinanderlaufen der Walzenoberflächen. Die bisher angewendeten Arretirungsbolzen wirkten immer auf die Lager, was jedoch für unzweckmäfsig zu erachten ist, da sich die Lager abnutzen und bei der geringsten Abnutzung derselben die Walzen doch berühren können.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Vorrichtung, mittelst Hebels H, Kniehebel h und i und Zugstangen k? und P die bewegliche Walze abrücken zu können und gleichzeitig die Lager vom Druck der Feder zu entlasten.
2. Die Ausrückvorrichtung zu demselben Zwecke mit dem einarmigen Hebel H, dem Kniehebel h, der Druckplatte g und dem Ansätze m.
3. Die Combination des- unter 1. und 2. bezeichneten Walzenabstellmechanismus mit einer Klappe ä2, die durch Gewicht ß, Hebel ßu Hebel γ γ, Winkelhebel &$, Hebel ζ auf die Auslösklinke I wirkt.
4. An diesem Walzenstuhle die Vorrichtung, um mittelst des Bolzens die Achse der beweglichen Walze direct zu arretiren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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