DE2839341B2 - Pneumatisches Flip-Flop - Google Patents

Pneumatisches Flip-Flop

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DE2839341B2 DE19782839341 DE2839341A DE2839341B2 DE 2839341 B2 DE2839341 B2 DE 2839341B2 DE 19782839341 DE19782839341 DE 19782839341 DE 2839341 A DE2839341 A DE 2839341A DE 2839341 B2 DE2839341 B2 DE 2839341B2
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Description

Die Erfindung betrifft ein pneumatisches Flip-Flop der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Art.
Ein bekanntes pneumatisches Flip-Flop ist aus Doppelmembranrelais aufgebaut und arbeitet ausschließlich im Niederdruckbereich bis etwa 1,4 bar. Bei Verwendung eines solchen Flip-Flops zur Steuerung
von pneumatischen Arbeitsventilen und Arbeitszylindern sind somit zusätzliche Druckverstärkungselemente notwendig, um an den Arbeitsventilen oder Arbeitszylindern die zur VersteDung notwendiger Druckkräfte zur Verfügung zu haben.
In der Literatur (W. Hemming, Steuern mit Pneumatik, 1970, Seite 108) ist bereits ein Flip-Flop angegeben, das aus Wegeventilen aufgebaut ist und daher grundsätzlich geeignet ist, im Hochdruckbereich eingesetzt zu werden. Bei diesem Flip-Flop ist das Wegeventil ι ο mit zwei Schaltstellungen und mindestens vier gesteuerten Anschlüssen als 4/2-Wege-Impulsventil ausgebildet, das zusammen mit einem 3/2-Wegeventil und einem 3/2-Wege-Impulsventil das Flip-Flop bildet Die beiden Steueranschlüsse des 4/2-Wege-Impulsventils sind an die beiden Arbeitsanschlüsse des 3/2-Wegeventils angeschlossea Mit den Steueranschlüssen dieses 3/2-Wegeventils ist der Arbeitsanschluß des 3/2-Wege-Impulsventils über je ein Rückschlagventil verbunden, der zusätzlich an dem Zufluß des 3/2-Wegeventils angeschlossen ist Zusätzlich sind die beiden Steueranschlüsse des 3/2-Wegeventils auch mit den beiden Arbeitsanschlüssen des gleichen Wegeventils verbunden, und zwar jeweils ein Arbeitsanschluß mit einem Steueranschluß. 2s
Wie Versuche gezeigt haben, ist ein solches Flip-Flop nicht funktionsfähig. Während einer Signalbeaufschlagung am Eingang des Flip-Flops kann dieses keinen stabilen Zustand mit exakt definierten Signalen an seinen Ausgängen einnehmen, sondern flattert ständig zwischen seinen beiden möglichen Schaltstellungen hin und her. In welcher Schaltstellung das Flip-Flop dann schließlich bei Wegfall der Signalbeaufschlagung am Eingang stehen bleibt und welches Signal an welchem Ausgang des Signals auftritt, ist rein zufällig. Mit einem solchen funktionsunfähigen Flip-Flop lassen sich keinerlei Steuervorgänge durchführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein pneumatisches Flip-Flop der eingangs genannten Art zu schaffen, das unter Vermeidung der vorstehend beschriebenen Nachteile im Hochdruckbereich mit Drücken von bis zu ca. 8 bar voll funktionsfähig ist.
Diese Aufgabe ist bei einem pneumatischen Flip-Flop der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Flip-Flop befindet sich immer, unabhängig davon, ob an seinem Eingang ein Signal anliegt oder nicht, in einem stabilen Zustand, in welchem an seinen Ausgängen definierte Signale auftreten. Die Umschaltung des Flip-Flops von dem einen stabilen Zustand in den anderen erfolgt schnell und exakt. Ein Flattern oder Schwingen des Flip-Flops zwischen seinen beiden Schaltstellungen tritt in keiner Phase der Signalbeaufschlagung auf.
Die Verwendung des erfindungsgemäßen Flip-Flops in pneumatischen Steueranlagen macht Druckverstärkungs- oder Druckreduzierungselemente überflüssig. Die gesamte Steueranlage, einschließlich der Arbeitselemente, werden von dem gleichen Pneumatiknetz beaufschlagt. Das erfindungsgemäße Flip-Flop ist äußerst robust und kann als kompakte, raumsparende Baueinheit ausgebildet werden.
Das erfindungsgemäße Flip-Flop läßt sich besonders vorteilhaft in pneumatischen Steuerschaltungen für Spannvorrichtungen verwenden. Zum Betätigen des das Werkzeug spannenden Arbeitszylinders muß nur eine einzige Taste zur Einleitung des Umsteuervorgangs des
Arbeitszylinders kurzzeitig betätigt werden.
Je nach Stellung des Arbeitszylinders wird dieser in seine jeweilig andere Stellung überführt
Durch geringfügige Ergänzung des erfindungsgemäßen Flip-Flops lassen sich in einer solchen pneumatischen Steuerschaltung, insbesondere in einer Zweihand-Steuerschaltung, für pneumatische Spannvorrichtungen ohne nennenswerten Mehraufwand zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für das Bedienungspersonal erzielen, beispielsweise dahingehend, daß absolut verhindert wird, daß die Bedienungsperson während der Schließbewegung des Arbeitszylinders versehentlich eine Hand zwischen den zugehenden Arbeitszylinder und das zu spannende Werkstück bringen kann.
Das erfindungsgemäße pneumatische Flip-Flop eignet sich aber auch vorteilhaft zum Aufbau von penumatischen Binärzählern. Dies läßt sich mit relativ geringen zusätzlichen weiteren Bauelementen in einfachster Weise bewerkstelligen.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung mit erfindungswesentlichen Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche, auf die hier ausdrücklich Bezug genommen wird. Diese weiteren Ausführungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung im einzelnen näher erläutert
Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im folgenden beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 den Schaltplan einer das Flip-Flop enthaltenden pneumatischen Zweihand-Steuerschaltung für eine Spannvorrichtung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des als Kompaktbaueinheit ausgebildeten Teils des Flip-Flop in F i g. 1,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in F i g. 2, F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in F i g. 3,
Fig.5 den Schaitplan einer pneumatischen Zweihand-Steuerschaltung für eine Spannvorrichtung mit dem Flip-Flop gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
F i g. 6 den Schaltplan eines pneumatischen Binärzählers mit mehreren Flip-Flops gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
Das in F i g. 1 mit 10* bezeichnete pneumatische Flip-Flop weist insgesamt vier Wegeventile 11 — 14 auf. Das erste Wegeventil 11 und äas zweite Wegeventil 12 sind jeweils als 5/2-Wege-Impulsventile mit Federrückstellung ausgebildet. Das dritte Wegeventil 13 ist als 5/2-Wege-Impulsventil ausgebildet, wo hingegen das vierte Wegeventil 14 zwei Schaltstellungen und mindestens vier gesteuerte Anschlüsse, hier fünf, aufweist (hier ein 5/2-Wegeventil).
In F i g. 1 sind ebenso wie in den weiteren Figuren die Bezeichnung der Anschlüsse A, B, des Zuflusses P, der Anschlüsse R, S und der Steueranschlüsse Y, Z der Wegeventile 11 — 14 nach DIN 24 300 vorgenommen.
Der S-Anschluß des ersten Wegeventils 11 bildet den Eingang IS des Flip-Flops 10 und ist mit den beiden Steueranschlüssen ydes ersten und zweiten Wegeventils 11 und 12 verbunden. Der ß-Anschluß des ersten Wegeventils U ist mit dem S-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 und der ΰ-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 mit dem Zufluß P des dritten Wegeventils 13 verbunden. Die beiden Anschlüsse A, B des dritten Wegeventils 13 sind mit je einem der beiden Steueranschlüsse Y, Zdes vierten Wegeventils 14 derart verbunden, daß in allen Schaltstellungen des dritten und vierten Wegeventils 13 und 14 der gerade durchlässig geschaltete Anschluß A oder fldes dritten Wegeventils
13 an dem Steueranschluß Y oder Z des vierten Wegeventils 14 liegt, der bei Impulsbeaufschlagung eine Umsteuerung des vierten Wegeventils 14 bewirkt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel des Flip-Flops 10 ist der /4-Anschluß des dritten Wegeventils 13 mit dem K-Steueranschluß des vierten Wegeventils 14 und der B-Anschluß des dritten Wegeventils 13 mit dem Z-Steueranschluß des vierten Wegeventils 14 verbunden. Wie aus F i g. 1 zu erkennen ist, ist der B-Anschluß des dritten Wegeventils 13 auf Durchgang geschaltet. Die Stellung des vierten Wegeventils 14 ist so, daß bei Beaufschlagung des Z-Steueranschlusses durch einen Impuls über den B-Anschluß des dritten Wegeventils 13 das vierte Wegeventil 14 umgesteuert wird.
Die Arbeitsanschlüsse A und B des vierten Wegeventils 14 sind mit den ^-Anschlüssen des ersten und zweiten Wegeventils 11,12 verbunden. Die ArbeitsanschlQsse A und B des vierten Wegeventils 14 bilden gleichzeitig die beiden Ausgänge 16 und 17 des Flip-Flops 10. Wie bei einem Flip-Flop üblich, führt jeweils ein Ausgang 16 bzw. 17 des Flip-Flops High-Signal, während gleichzeitig der andere Ausgang 17 bzw. 16 Low-Signal aufweist.
Die Λ-Anschlüsse des ersten und des zweiten Wegeventils 11, 12 sind mit je einem der Steueranschlüsse Y und Z des dritten Wegeventils 13 derart verbunden, daß mit Signalwechsel an den Ausgängen 36, 17 des Flip-Flops 10 das dritte Wegeventil 13 umgesteuert wird. Bei dem in Fig.) dargestellten Flip-Flop 10 ist dabei der /4-Anschluß des ersten Wegeventils 11 mit dem K-Steueranschluß des dritten Wegeventils 13 und der A -Anschluß des zweiten Wegeventils 12 mit dem Z-Steueranschluß des dritten Wegeventils 13 verbunden.
Der Zufluß P des vierten Wegeventils 14 bildet den Anschluß 18 des Flip-Flops 10 für ein Pneumatiknetz 19.
Die Wirkungsweise des Flip-Flops 10 in F i g. 1 ist wie folgt:
Die vier Wegeventile 11 — 14 sollen zunächst die in F i g. 1 dargestellten Positionen einnehmen, und zwar stehen das erste und das zweite Wegeventil 11 und 12 in ihrer 0-Position und das dritte und vierte Wegeventil 13 und 14 jeweils in ihrer 1-Position. An den Eingang 15 des Flip-Flops ist ein Impulsgeber 20 angeschlossen. Sendet nunmehr der Impulsgeber 20 einen Impuls aus, so bewirkt dieser über die Steueranschlüsse Y des ersten und zweiten Wegeventils 11 und 12 eine Umsteuerung dieser Wegeventile 11 und 12 entgegen der Kraft ihrer Rückstellfedern 21 und 22 in ihre 1-Position. In dieser Stellung ist der B-Anschluß des ersten Wegeventils 11 mit dem S-Anschluß und damit mit dem Eingang 15 des Flip-Flops verbunden. Auch der ß-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 ist mit dessen S-Anschluß verbunden. Der am Eingang 15 des Flip-Flops 10 anstehende Impuls gelangt also über die Leitung 23 an den Zufluß des dritten Wegeventils 13 und über den durchlässig geschalteten B-Anschluß des dritten Wegeventils 13 an den Z-Steueranschluß des vierten Wegeventils 14. Das vierte Wegeventil 14 wird umgesteuert und nimmt nunmehr seine 2-Position ein. Dadurch wird der Zufluß P des vierten Wegeventils 14 von dem .B-Arbeitsanschluß auf den Λ-Arbeitsanschluß umgeschaltet Der Ausgang 17 des Flip-Flops 10, der vorher High-Signal geführt hat, nimmt nunmehr Low-Signai an, während der Ausgang 16 des Flip-Flops 10, der vorher Low-Signal hatte, nunmehr High-Signal führt, also Druckluft über den Anschluß 18 vom Pneumatiknetz 19 erhält
Mit Wegfall des Impulses am Eingang 15 des Flip-Flops 10 gehen das erste Wegeventil 11 und das zweite Wegeventil 12 unter der Wirkung ihrer Rückstellfedern 21 bzw. 22 wieder in ihre O-Position zurück. Das am Λ-Arbeitsausgang des vierten Wegeventils 14 nach wie vor anstehende High-Signal gelangt über die Leitung 24 an den /^-Anschluß des ersten Wegeventils 11 und zu dem auf Durchgang geschalteten /4-Anschluß des ersten Wegeventils 11. Von hier gelangt
ίο das High-Signal über die Leitung 25 auf den K-Steueranschluß des dritten Wegeventils 13, und dieses wird in die 2-Position überführt Wie aus Fig. 1 leicht zu erkennen ist, ist in dieser 2-Position der /4-Anschluß des dritten Wegeventils 13 mit dem Zufluß /»verbunden, während der B-Anschluß entlüftet ist Bei allen Umsteuervorgängen der Wegeventile 13 und 14 sind die jeweils nicht wirksamen Steueranschlüsse, wie leicht aus F i g. 1 zu ersehen ist, entlüftet So z. B. ist der Z-Steueranschluß des dritten Wegeventils 13 bei dessen eben beschriebenem Umsteuervorgang über die Leitung 26, den /4-Anschluß des zweiten Wegeventils 12, den Ä-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 der Leitung 27, den B-Arbeitsanschluß des vierten Wegeventils 14 und den S-Anschluß des vierten Wegeventils 14 entlüftet
Gelangt nun ein zweiter Impuls an den Eingang 15 des Flip-Flops 10, so werden das erste Wegeventil 11 und das zweite Wegeventil 12 wiederum in ihre 1-Position überführt. Diesmal gelangt der Impuls am Steueran schluß 15 über die Leitung 23 an den durchgängig geschalteten Α-Anschluß des dritten Wegeventils 13, da ja dieses in seiner 2-Position steht Der Impuls gelangt von dem /4-Anschluß des dritten Wegeventils 13 an den V-Steueranschluß des vierten Wegeventilr 14 und steuert dieses wieder in dessen in F i g. 1 dargestellte 1-Position. Über den Zufluß P des vierten Wegeventils 14 führt nunmehr der durchlässig geschaltete B-Arbeitsanschluß des vierten Wegeventils 14 High-Signal und damit auch wieder der Ausgang 17 des Flip-Flops 10.
-to Der Λ-Arbeitsanschluß des vierten Wegeventils 14 ist über den R-Anschluß entlüftet und der Ausgang 16 des Flip-Flops 10 weist Low-Signal auf. Mit Wegfall des Impulses am Eingang 15 des Flip-Flops 10 gehen das erste und das zweite Wegeventil 11 und 12 wieder in
■»5 ihre O-Position zurück. Das High-Signal am B-Arbeitsanschluß des vierten Wegeventils 14 steht an dem Ä-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 und damit über den mit diesen Ä-Anschluß verbundenen /4-Anschluß und die Leitung 26 an dem Z-Steueranschluß des dritten
Wegeventils 13 an. Dadurch wird das dritte Wegeventil
13 wiederum in seine in Fig. 1 dargestellte !-Position zurückgeführt Der K-SteueranschluB des dritten
Wegeventils 13 ist hierbei wiederum entlüftet Das vierte Wegeventil 14 des Flip-Flops 10 in Fig. 1
ist als 5/2-Wegeventil ausgebildet Es kann aber auch ein 4/2-Wegeventil oder, wie in Fig.6, ein 4/2-Wege-Impulsventil sein. Wichtig ist nur, daß das vierte Wegeventil 14 zwei Schaltstellungen und mindestens vier gesteuerte Anschlüsse aufweist
Das erste, zweite und dritte Wegeventil, 11,12 und 13 können zweckmäßigerweise zu einer kompakten Baueinheit 38 zusammengefaßt werden. Diese Baueinheit 38 ist in Fig.2 dargestellt Dabei sind das erste, zweite und dritte Wegeventil 11, 12 und 13 jeweils an einer ebenen Fläche 28, 29 und 30 eines Körpers 31 angeordnet Dieser Körper 31 kann aus Metall oder Plexiglas sein und weist Kanäle 32 auf, welche die die drei Wegeventile 11 — 13 miteinander verbindenden
Leitungen 23, 25, 26 sowie die in F i g. 1 nicht mit Bezugszeichen belegten Leitungen zwischen dem ersten und zweiten Wegeventil 11 und 12 bilden. Die Baueinheit 38 ist in F i g. 1 strichpunktiert schematisch angedeutet.
F i g. 3 zeigt einen Schnitt durch den Körper 31 in F i g. 2 längs der Linie IM-III. Hier ist besonders deutlich zu sehen, daß diese Kanäle 32 als von den ebenen Flächen 28—30 ausgehende Bohrungen ausgebildet sind. Die zu dem Eingang 15 des Flip-Flops 10 bzw. zu dem vierten Wegeventil 14 führenden Anschlüsse der kompakten Baueinheit sind als Schlauchanschlüsse 33—37 aus dem Körper 31 herausgeführt (Fig.2). In Fig. 1 sind diese Schlauchanschlüsse 33—37 als Anschlußpunkte eingezeichnet.
Dieser räumliche Aufbau des Flip-Flops 10 in Fig. 1 gemäß den F i g. 2 bis 4 läßt ein raumsparendes, kompaktes und handliches Bauteil entstehen, das je nach Wahl des vierten Wegeventils 14 durch wenige Schlauchleitungen zu einem kompletten Flip-Flop 10 ergänzt werden kann. Die Verwendungsmöglichkeiten des Flip-Flops vermehren sich dadurch vielfältig, ohne daß innerhalb dieses als kompakte Baueinheit 38 zusammengefaßten Teils irgendwelche konstruktiven Änderungen notwendig wären.
Das vorstehend beschriebene Flip-Flop 10 ist in F i g. 1 in einer sogenannten Zweihand-Steuerschaltung für eine pneumatische Spannvorrichtung angewendet. Der Arbeitszylinder 39 ist mit dem Schließer an den Ausgang 16 und mit dem öffner an dem Ausgang 17 des Flip-Flops 10 angeschlossen. Sobald der Ausgang 16 des Flip-Flops 10 High-Signal aufweist, spannt der Arbeitszylinder 39 das jeweilige Werkstück. Zum Lösen des eingespannten Werkstückes muß der Impulsgeber 20 betätigt werden. Wie vorstehend ausgeführt, wechselt das Signal an den Ausgängen 16 und 17 des Flip-Flops 10. Am Ausgang 17 liegt nunmehr High-Signal an, also Druckluft Der Ausgang 16 des Flip-Flops 10 ist entlüftet Der Kolben 40 des Arbeitszylinders 39 wird in seine in F i g. 1 dargestellten Stellung zurückgeschoben, *o wobei die Spannvorrichtung gelöst und das Werkstück freigegeben wird. Damit die Bedienungsperson nicht versehentlich beim Spannen oder Lösen ihre Hände in Nähe des Arbeitszylinders 39 bzw. des Kolbens 40, insbesondere zwischen Werkstück und Kolben 40, bringen kann, ist der Impulsgeber 20 als Zweihandbedienung ausgebildet Um am Ausgang des Impulsgebers 20 einen Impuls zu erhalten und damit die Spannvorrichtung zu betätigen, müssen beide Tasten 41 und 42 gleichzeitig gedrückt werden. Zum Spannen und Lösen so sind jeweils immer nur diese beiden Tasten kurzzeitig aber gleichzeitig zu betätigen.
Das ebenfalls in einer sogenannten Zweihand-Steuerschaltung für eine Spannvorrichtung angewendete .Flip-Flop 43 in Fig.5 unterscheidet sich von dem Flip-Flop 10 in F i g. 1 nur durch ein zusätzliches pneumatisches ODER-Element 44. Dieses ODER-EIement 44 ist in eine der Verbindungsleitungen zwischen den Anschlüssen A bzw. B des dritten Wegeventils 13 und den Steueranschlüssen Y bzw. Z des vierten Wegeventils 14 eingeschaltet Hier ist das ODER-Element 44 in der Leitung 45 zwischen dem M -Anschluß des dritten Wegeventils 13 und dem V-Steueranschluß des vierten Wegeventils 14 angeordnet Der Ausgang des pneumatischen ODER-EIements 44 ist dabei mit dem SteueranschluB, hier dem y-Steueranschluß, des vierten Wegeventils 14 verbunden. Der eine Eingang des ODER-Elements 44 ist mit dem Λ-Anschluß des ersten oder zweiten Wegeventils 11 oder 12, hier mit dem Λ-Anschluß des zweiten Wegeventils 12, verbunden. Der zweite Eingang des ODER-Elements 44 ist mit einem Anschluß, hier mit dem Λ-Anschluß des dritten Wegeventils 13 verbunden. Wie aus Fig.5 leicht zu erkennen ist, ist damit das ODER-Element 44 in die Verbindungsleitung 45 des .A-Anschlusses des dritten Wegeventils 13 und desjenigen Steueranschlusses, hier der K-Steueranschluß, des vierten Wegeventils 14 eingeschaltet der das vierte Wegeventil 14 auf den mit dem öffner des Arbeitszylinders 39 verbundenen Arbeitsanschluß, hier der fi-Arbeitsanschluß, durchlässig steuert. Gleichwohl ist der eine Eingang des ODER-Elements 44 mit dem A-Anschluß desjenigen des ersten oder zweiten Wegeventils 1! oder 12 verbunden, dessen Ä-Anschluß mit dem an dem öffner des Arbeitszylinders 39 angeschlossenen Anschluß, hier der B-Anschluß des vierten Wegeventils 14 verbunden ist. Zum Anschließen des ODER-Elements 44 ist in der Baueinheit 38 die Leitung 26 herausgeführt und endet in dem Schlauchanschluß 46 (F i g. 3).
Durch dieses ODER-Element 44 im Flip-Flop 43 wird eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für die Bedienungsperson in der pneumatischen Steuerschaltung für die Spannvorrichtung, die im übrigen identisch mit der Spannvorrichtung in F i g. 1 ist, erzielt Die Bedienungsperson ist bei dieser Steuerschaltung gezwungen, beim Schließvorgang der Spannvorrichtung beide Hände so lange am Impulsgeber 20 zu lassen, bis das Werkstück gespannt ist.
Wird der Impulsgeber 2(1 nur kurzzeitig betätigt und ist der Kolben 40 des Arbeitszylinders 39 noch nicht in seiner das Werkstück spannenden Endstellung angelangt so bewirkt das Verschwinden des Impulses am Eingang 15 des Flip-Flops 10 die Rückstellung des ersten und des zweiten Wegeventils 11 und 12 in ihre O-Position. Der mit dem öffner des Arbeitszylinders 39 verbundene Ausgang 17 des Flip-Flops 10 erhält bei weiterem Bewegen des Kolbens 40 in Schließstellung Staudruck, der über die Leitung 27, den ^-Anschluß des zweiten Wegeventils 12, den Λ-Anschluß des zweiten Wegeventils 12 und den mit diesem /l-Anschluß verbundenen Eingang des ODER-Elements 44 an den y-Steuereingang des vierten Wegeventils 14 gelangt Der Staudruck am K-Steuereingang stellt das vierte Wegeventil 14 wieder in die 1-Position zurück, da am Z-Steuereingang des vierten Wegeventils 14 mit Verschwinden des Steuerimpulses am Eingang 15 des Flip-Flops 10 auch der pneumatische Druck verschwunden ist Mit Umschalten des vierten Wegeventils 14 wird aber der öffner des Arbeitszylinders 39 über den Ausgang 17 des Flip-Flops 10 wieder mit Luftdruck beaufschlagt und der Kolben 40 bewegt sich wieder in seine in F i g. 5 dargestellte Ausgangsposition zurück.
Erst wenn die Bedienungsperson so lange die beiden Tasten 41 und 42 gedrückt hält, bis der Spannvorgang beendet und der Staudruck im öffner des Arbeitszylinders 39 abgebaut ist, bleibt nach Wegfall des Druckimpulses am Eingang 15 des Flip-Flops 43 die Spannvorrichtung geschlossen, bis sie durch erneutes Betätigen der beiden Tasten 41 und 42 des Impulsgebers 20 gelöst wird.
Da die Steuerschaltung und die Flip-Flops in Fig. 1 und 5 bis auf das ODER-Element 44 und dessen Anschlüsse fibereinstimmen, sind gleiche Bauelemente in beiden Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In Fig.6 ist der Schaltplan eines pneumatischen Binärzählers dargestellt, der — wie jeder Binärzähler —
9 10
aus einer Zählstufe 51 und einer Dekodiermatrix 52 vierten Wegeventils 54 gelangt und dieses umsteuert,
besteht. Die hier dargestellte Zählstufe ist aus insgesamt Damit ist der 5-Arbeitsanschluß des vierten Wegeven-
vier gleichen pneumatischen Flip-Flops 53 aufgebaut, tils 54 mit dessen Zufluß Pverbunden. Sobald der Impuls
die sich gegenüber dem Flip-Flop in F i g. 1 und 5 am Eingang 15 dieses ersten Flip-Flops 53 verschwindet,
dadurch unterscheiden, daß als viertes Wegeventil 54 5 tritt am Ausgang der Negation 55 und damit am
ein 4/2-Wege-Impulsventil verwendet wird. Ansonsten Anschluß 18 des Flip-Flops 53 Druckluft auf, die an den
stimmen diese Flip-Flops 53 identisch mit den Flip-Flops Ausgang 16 des Flip-Flops 53 gelangt und hier ein mit
10 bzw. 43 in F i g. 1 und 5 überein. Die Flip-Flops 53 diesem Ausgang verbundenes Anzeigeelement 67
weisen wiederum jeweils die kompakte Baueinheit 38 einschaltet. Gleichzeitig wird über die Leitung 24, wie
auf, die das erste, zweite und dritte Wegeventil U1 12 io ebenfalls bereits zu den Fig. 1 und 5 beschrieben
und 13 zusammenfaßt. Die Schlauchanschlüsse 33—37 worden ist, das dritte Wegeventil 13 umgesteuert.
(F i g. 2) sind in F i g. 6 als Abgänge von der Baueinheit Beim zweiten Impuls am Eingang des in der Zählstufe
38 angedeutet Soweit die Flip-Flops 53 mit den 51 ersten Flip-Flops 53 wird über den Schlauchanschluß
Flip-Flops 10 bzw. 43 in F i g. 1 bzw. 5 übereinstimmen, 34 der K-Steueranschluß des vierten Wegeventils 54
sind für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen 15 angesteuert und schaltet dieses wieder in die in Fig.6
verwendet. gezeichnete Stellung um. Gleichzeitig gelangt dieser
Die Anschlüsse 18 der Flip-Flops 53 sind über eine Pneumatik-Impuls über den Sohlauchanschluß 34 der Negation 55 mit einem Pneumatik-Impuls-Netz 56 Baueinheit 38 auf den einen Eingang des UND-Elemen-
verbunden. Die Negation bewirkt, daß während des tes 59, an dessen anderem Eingang bereits von dem
Auftretens eines Pneumatik-Impulses die Anschlüsse 18 20 Ausgang der Identität 57 her ein Pneumatik-Impuls
der Flip-Flops 53 Low-Signal führen und in der übrigen ansteht. Das UND-Element 59 wird durchlässig und an
Zeit High-Signal. Mit den Anschlüssen 18 der Flip-Flops dem Eingang 15 des in der Zählstufe 51 zweiten
53 sind jeweils, wie auch in den vorstehend beschriebe- Flip-Flops 53 steht nunmehr ein Pneumatik-Impuls an.
nen Flip-Flops 10 bzw. 43, die Zuflüsse P der vierten Wie bereits vorstehend zu dem in der Zählstufe 51
Wegeventile 54 verbunden. 25 ersten Flip-Flop 53 beschrieben, wird nunmehr durch Der Eingang 15 des in der Zählstufe 51 ersten diesen Pneumatik-Impuls das vierte Wegeventil 54 des Flip-Flops 53 ist über eine Identität (Verstärker) 57 und in der Zählstufe 51 zweiten Flip-Flops 53 in gleicher
eine dieser vorgeschalteten Drossel 58 ebenfalls mit Weise umgeschaltet, und das mit dem Ausgang 16 dieses
dem Pneumatik-Impuls-Netz 56 verbunden. Die Eingän- Flip-Flops 53 verbundene Anzeigelement 68 signalisiert
ge 15 der weiteren Flip-Flops 53 hingegen sind jeweils 30 zwei gezählte Pneumatik-Impulse,
an dem Ausgang eines der UND-Elemente 59,60 und 61 Der dritte Impuls auf den Eingang 15 des in der
angeschlossen. Ein Eingang dieser UND-Elemente Zählstufe 51 ersten Flip-Flops 53 bewirkt wiederum
59—61 ist jeweils mit dem Ausgang der Identität 57 und über den Schlauchanschluß 35 der Baueinheit 38 und
jeweils der andere Eingang der UND-Elemente 59—61 den Z-Steueranschluß des vierten Wegeventils 54 die
mit dem Schlauchanschluß 34 der Baueinheit 38 des 35 Umsteuerung des letzteren derart, daß am Ausgang 16
jeweils in der Zählstufe 51 vorgeordneten Flip-Flops 53 des Flip-Flops 53 wieder High-Signal, also Druckluft
verbunden. ansteht. Dieser dritte Pneumatik-Impuls schaltet das
Die vierten Wegeventile 54 sind in der gleichen UND-Element 59 nicht durchlässig, da an dem mit dem Weise, wie bei den Flip-Flops 10 und 43 in F i g. 1 und 5 Schlauchanschluß 34 der Baueinheit 38 verbundenen
beschrieben, mit der Baueinheit 38 verbunden. Die 40 Eingang des UND-Elementes 59 Low-Signal anliegt,
Ausgänge 16 der Flip-Flops 53, die jeweils mit dem dieser also entlüftet ist Damit führen nunmehr beide
5-Arbeitsausgang der vierten Wegeventile 54 verbun- Ausgänge 16 des in der Zählstufe 51 ersten und zweiten
den sind, sind an die Dekodiermatrix 52 angeschlossen. Flip-Flops 53 High-Signal, also Druckluft, und zwar
Die Ausgänge 17 der Flip-Flops 53 sind frei, d. h. nicht dann, wenn der Impuls im Pneumatik-Impuls-Netz
belegt, und werden luftdicht abgeschlossen. 45 verschwunden ist Das UND-Element 62, dessen einer
Die Dekodiermatrix 52 besteht aus einer Reihe von Eingang mit dem Ausgang 16 des in der Zählstufe 51
pneumatischen UND-Elementen 62—66, die in entspre- ersten Flip-Flops 53 und dessen anderer Eingang mit
chender Weise mit den jeweiligen Flip-Flops 53 dem Ausgang 16 des in der Zählstufe 51 zweiten
verbunden sind, so daß sie bei der richtigen Anzahl der Flip-Flops 53 verbunden ist, wird damit durchgängig
gezählten Pneumatik-Impulse durchlässig werden und 50 und schaltet ein mit seinem Ausgang verbundenes
eine nicht dargestellte Anzeigevorrichtung einschalten. Anzeigelement 70 ein, das nunmehr drei gezählte
Beispielsweise ist das UND-Element 62 mit den Impulse signalisiert Ausgängen das in der Zählstufe 51 ersten und zweiten Der vorstehend beschriebene pneumatische Binär- Flip-FIops 53 verbunden und führt am Ausgang zähler mit vier pneumatischen Flip-Flops 53 kann bei High-Signal, sobald die Zählstufe 51 drei Impulse 55 entsprechender Ausgestaltung der Dekodiermatrix 52
gezählt hat insgesamt 15 Impulse zählen und anzeigen. Selbstver-
Die Funktionsweise dieses pneumatischen Binärzäh- ständlich kann der Binärzähler beliebig vergrößert
lere soll anhand eines Zählvorgangs von insgesamt drei werden. Das Hinzufügen eines weiteren Flip-Flops 53
Impulsen erläutert werden. Die Wirkungsweise der ermöglicht schon bei entsprechender Erweiterung der Baueinheit 38 ist dabei identisch der zu den Ausfüh- 60 Dekodiermatrix 52 das Zählen von insgesamt 31
rungsbeispielen in F i g. 1 und 5 beschriebenen und wird Impulsen. Durch entsprechendes Hinzufügen von
daher nicht wiederholt Der Binärzähler ist in Fi g. 6 in ODER-Elementen können die Flip-Flops 53 und damit
seiner Ausgangsstellung dargestellt die Zählstufe 51 mittels eines Impulses in die
Liefert nunmehr das Pneumatik-Impuls-Netz 56 einen Nullstellung zurückgesetzt werden. Pneumatik-Impuls, so gelangt dieser auf den Eingang 15 65 Die Anwendungsgebiete des erfindungsgemäßen
des in der Zählstufe 51 ersten Flip-Flops 53. Wie zu Flip-Flops sind vielfältig und nicht auf die vorstehend
Fi g. 1 beschrieben, liegt damit am Schlauchanschluß 35 beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt Dabei
ebenfalls ein Impuls, der auf den Steueranschluß Z des bleibt immer die Baueinheit 38 als Zusammenfassung
des ersten, zweiten und dritten Wegeventils U1 12 und 13 unverändert. Das vierte Wegeventil 14 wird dem jeweiligen Einsatzzweck angepaßt und kann unterschiedlich ausgebildet sein. Anstelle eines 5/2-Wegeventils oder eines 4/2-Wege-Impulsventils können auch ein oder mehrere 3/2-Wegeventile vorgesehen werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen

Claims (15)

Patentansprüche:
1. Pneumatisches Flip-Flop mit mehreren Wegeventilen, wobei ein Wegeventil zwei Schaltstellungen und mindestens vier gesteuerte Anschlösse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes und ein zweites Wegeventil (11,12) jeweils als 5/2-Wege-Impulsventile mit Federrückstellung ausgebildet sind, daß ein drittes Wegeventil (13) als 5/2-Wege-Impulsventil ausgebildet ist, daß ein Wegeventil mit zwei Schaltstellungen und mindestens vier gesteuerten Anschlüssen ein viertes Wegevenül (14; 54) bildet, daß der S-Anschluß des ersten Wegeventils (11) den Eingang (15) des Flip-Flops (10; 43; 53) bildet und mit den Steueranschiüssen (Y) des ersten und 3weiten Wegeventils (11 und 12) verbunden ist, daß der ß-Anschluß des ersten Wegeventils (11) mit dem ^-Anschluß des zweiten Wegeventils (12) und der ß-Anschluß des zweiten Wegeventils (12) mit dem Zufluß (P) des dritten Wegeventils (13) verbunden ist, daß der A- und der B-Anschluß des dritten Wegeventils (13) mit je einem der beiden Steueranschlüsse (Y, Z) des vierten Wegeventils (14; 54) derart verbunden sind, daß in allen Schaltstellungen des dritten und vierten Wegeventils (13,14; 54) der gerade durchlässig geschaltete A- oder ß-Anschluß des dritten Wegeventils (13) an dem Steueranschluß (Y, Z) des vierten Wegeventils (14; 54) liegt, der bei Ansteuerung eine Umsteuerung des vierten Wegeventils (14; 54) bewirkt, daß die Arbeitsanschlüsse (A, B) des vierten Wegeventils (14; 54) mit je einem der Ä-Anschlüsse des ersten und zweiten Wegeventils (11 und 12) verbunden sind, daß die Arbeitsanschlüsse (A, B) des vierten Wegeventils (14; 54) die Ausgänge (16. I7) und der Zufluß (P) des vierten Wegeventils (14; 54) den Pneumatik-Netz-Anschluß (18) des Flip-Flops (10; 43; 53) bilden und daß die /4-Anschlüsse des ersten und des zweiten Wegeventils (11 und 12) mit je einem der Steueranschlüsse (Y, Z) des dritten Wegeventils (13) derart verbunden sind, daß mit Signalwechsel an den Ausgängen (16, 17) des Flip-Flops (10; 43; 53) das dritte Wegeventil (13) umgesteuert wird.
2. Flip-Flop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, zweite und dritte Wegeventil (11,12,13) zu einer Baueinheit (38) zusammengefaßt sind.
3. Flip-Flop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, zweite und dritte Wegeventil (11,12 und 13) jeweils an einer ebenen Fläche (28,29, 30) eines Körpers (31) angeordnet sind und daß der Körper (31) Kanäle (32) aufweist, welche die die drei Wegeventile (11, 12, 13) miteinander verbindenden Leitungen (23,25,26) bilden.
4. Flip-Flop nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (32) als von den ebenen Flächen (28—30) ausgehende Bohrungen ausgebildet sind.
5. Flip-Flop nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch seine Verwendung in einer pneumatischen Spannvorrichtung.
6. Flip-Flop nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das vierte Wegeventil (14) als 5/2-Wegeventil ausgebildet ist.
7. Flip-Flop nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsausgänge (A, B) des vierten
Wegeventils (14) mit dem die Werkstücke spannenden Arbeitszylinder (39) der Spannvorrichtung verbunden sind.
8. Flip-Flop nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (15) des Flip-Flops (10; 43) über einen manuell betätigbaren Impulsgeber (20) mit dem Pneumatiknetz (19) verbunden ist
9. Flip-Flop nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in einer der Verbindungsleitungen zwischen dem A- oder B-Anschluß des dritten Wegeventils (13) und den Steuereingängen (Y, Z) des vierten Wegeventils (14) ein pneumatisches ODER-EIement (44) vorgesehen ist, dessen Ausgang mit dem Steueranschluß (Y, Z) des vierten Wegeventils (14), dessen einer Eingang mit dem Α-Anschluß des ersten oder zweiten Wegeventils (11 oder 12) und dessen anderer Eingang mit dem A- oder ß-Anschluß des dritten Wegeventils (13) verbunden ist.
10. Flip-Flop nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das pneumatische ODER-EIement .(44) in die Verbindungsleitung zwischen dem A- oder ß-Anschluß des dritten Wegeventils (13) und desjenigen Steueranschlusses (Y) des vierten Wegeventils (14) eingeschaltet ist, der das vierte Wegeventil (14) auf den mit dem öffner des Arbeitszylinders (39) verbundenen Arbeitsanschluß (^durchlässig steuert, und daß der eine Eingang des pneumatischen ODER-Elements (44) mit dem Λ-Anschluß desjenigen ersten oder zweiten Wegeventils (11 oder 12) verbunden ist, dessen Ä-Anschluß mit dem an dem öffner des Arbeitszylinders (39) angeschlossenen Arbeitsausgang (B) des vierten Wegeventils (14) verbunden ist.
11. Flip-Flop nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch seine Verwendung als pneumatischer Binärzähler.
12. Flip-Flop nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das vierte Wegeventil (54) als 4/2-Wege-Impulsventil ausgebildet ist.
13. Flip-Flop nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Pneumatik-Netz-Anschluß (18) des Flip-Flops (53) über eine Negation (55) an ein Pneumatik-Impuls-Netz (56) angeschlossen ist.
14. Flip-Flop nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem ß-Arbeitsanschluß des vierten Wegeventils (54) verbundene Ausgang (16) des Flip-Flops (53) mit einer Dekodiermatrix
(52) verbunden ist.
15. Flip-Flop nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (15) des Flip-Flops
(53) mit dem Ausgang eines pneumatischen UND-Elements (59—61) verbunden ist, dessen e'ner Eingang mit dem Λ-Anschluß (34) des dritten Wegeventils (13) eines weiteren identischen Flip-Flops (53) und dessen anderen Eingang mit dem Pneumatik-Impuls-Netz (56) verbunden ist.
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