DE2845720C2 - Faltschachtel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Faltschachtel aus Karton oder Wellpappe mit vier zu einem Schachtelschlauch
über Faltlinien und eine Klebelasche verbundenen Längs- bzw. Seitenwänden mit daran angelenkten Dekkel- bzw. Bodenverschlußlaschen, wobei jeweils eine
Längsverschlußlasche die Breite der Seitenwände hat und die andere Längsverschlußlasche demgegenüber
wesentlich verkürzt ist, wobei ferner die voll ausgebildete Längsverschlußlasche außen auf der gekürzten Verschlußlasche aufliegt und mit sämtlichen anderen Verschlußlaschen verklebt ist.
Solche Faltschachteln werden als Verpackung für pulverförmige Güter, zum Beispiel für Waschmittel,
verwendet und weisen, um Pulverdichtheit zu gewährleisten, vollflächig verklebte Längs- und Seitenklappen
auf. deren Breite derjenigen der Seitenwände entspricht. Für grobkörnige Füllgüter oder Innenbeutel-Verpackungen werden auch schon Faltschachteln mit
einfach gekürzten Längsklappen aus Materialersparnisgründen eingesetzt. Diese Schachteln sind aber nicht
pulverdicht und daher zum Beispiel zur Aufnahme von Waschmitteln nicht geeignet. Außerdem ist die graphische Gestaltungsmöglichkeit der geteilten Deckel- und
Bodenflächen eingeschränkt.
Es ist jedoch möglich, bei Faltschachteln mit gekürzten Längsklappen eine pulverdichte Verklebung zu erzielen, wenn beispielsweise entweder jeweils eine ge
kürzte Längsklappe in Schlitze der Seitenklappen eingesteckt oder jeweils eine Seitenkiappe in eine Längsklappc eingerastet wird. In beiden Fällen sind jedoch
geteilte Deckel- und BodcnFIächen in Kauf zu nehmen. Aus US-PS 40 72 263 ist eine gattungsgemäße Faltschachtel bekannt, wobei in versetzter Anordnung je
eine Längsverschlußlasche an Deckel und Boden voil ausgebildet bleibt und je eine Längsverschfußhsche
mehr oder weniger stark verkürzt ist Wolke man diese Faltschachtel pulverdicht ausführen, wäre es erforderlich, die verkürzte Längsverschlußlasche als äußere
Klappe am Deckel oder am Boden anzuordnen. Dies wiederum verbietet sich wegen der Unmöglichkeit der
Schaffung eines einheitlichen Druckbildes. Derartige
Faltschachteln genügen nicht den zwingenden Forderungen nach der graphischen Gestaltbarkeit gerade von
Boden und Deckel.
Aus US-PS 40 17 018 ist eine Faltschachtel bekannt, welche aus Schachtellängs- oder Schachtelscitenwän
den mit angelenkten Längs- und Seitenklappen besteht.
Dabei ist die Anordnung dergestalt getroffen, daß die eine Längsklappe die Breite der Seitenwände hat und
die andere Längsklappe demgegenüber gekürzt ist. Die Arretierung der jeweils korrespondierenden Klappen
erfolgt hierbei vermittels Verhakungen.
Diese Ausgestaltung ist indessen nicht pulverdicht Es muß nämlich damit gerechnet werden, daß sich in dem
Berührungsbereich von der gekürzten Längsklappe und deren beiden angrenzenden Seilenklappen eine Spalte
ausbilden kann. Auch kann es zu einer Überlappung der dort aneinander grenzenden Kanten kommen mit der
Folge, daß sich dort ein Kanal in Höhe einer Kartonstärke bildet, wodurch pulvriges Füllgut nach außen gelangen kann.
Wollte man dieser Gefahr begegnen, müßte die voll
ausgebildete Klappe exakt kantenbündig und vollflächig mit den Paketecken verklebt werden, da erst durch
die voll ausgebildete Längsklappe die Schach teleckenzonen pulverdicht verklebt würden, bieses Vorgehen
verbietet sich bei der Herstellung von großen Stückzahlen derartiger Faltschachteln von selbst.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Faltschachtel gemäß Oberbegriff des
Hauptanspruches dahingehend zu verbessern, daß die Dichtigkeit im Deckel- und Bodenbereich weiter erhöht
wird.
Die Lösung besteht in dem kennzeichnenden Teil des
Hauptanspruchs. Vortzilhafte Weiterbildungen sind in
den Unteransprüchen 2 bis 4 enthalten.
Durch die Erfindung wird demgemäß erreicht, daß bei
je einer am Deckel und am Boden voll ausgebildeten und je einer gekürzten Längsklappe sowohl eine pulverdichtc Verklebung als auch ungeteilte Deckel- bzw. Bodenfläche am verklebten Paket möglich sind. Die ge-
kürzte Längsklappe soll dabei mindestens etwa die Breite einer Klcbelasehe haben, also etwa die Breite von
einem Viertel der Seitenwände der Schachtel aufweisen.
Die ungeteilte Deckel- bzw. Bodenfläche entsteht dadurch, daß die jeweils voll ausgebildete Längsklappe,
die also die Breite einer Seitenwand hat. als äußere Klappe auf die übrigen Seiten- und Längsklappcn aufgeklebt wird. Ein äußerlicher Unterschied zu bisher
handelsüblichen Paketen dieser Art besteht daher nicht. Die Pulverdichtheit eines aus dem vorgenannten FnIt-
bs schachtelzuschnitt hergestellten Pakets wird durch die
Reliefprägung und die Ausstanzung in Einpaßform der Rcliefprägung erzielt. Die Relicfprägung und entsprechend die Ausstanzungcn können je nach Faltiings- und
Verklebefolge der Seitenklappen mit den gekürzten Längsklappen entweder auf den Seitenklappen oder auf
den Längsklappen angebracht sein. Die Ausstanzungen in Einpaßform der Rcliefprägungen werden vorzugsweise
in die als zweite zu faltenden und zu verklebenden Klappen eingebracht.
Grundsätzlich sind erfindungsgemäß pro Deckel- und Bodenverklebung mindestens zwei Reliefprägungen
und Ausstanzungen erforderlich. Durch Vermehrung dieser Abdichtmittel wird die Pulverdichtheit des herzustellenden
Pakets entsprechend verbessert. Durch die Formgebung der Reliefprägungen und der Ausslanzungen
in angepaßter Form ?.u den Reliefprägungen entsteht erfindungsgemäß immer mindestens eine abdichtende
Fuge zwischen Ausstanzung und Prägung, und zwar auch dann, wenn die gekürzten Längsklappen versetzt
bzw. verkantet verklebt werden.
Eine pulverdichte Verklebung der äußeren, voll ausgebildeten Längsklappe auf den darunterliegenden Seitenklappen
und gekürzten Längsklappen wird gewährleistet, wenn die Reliefprägung in Einpaßhöhe der Ausstanzungen
mindestens die Ausformung einer Kartonstärke hat Die Verklebung wird dadurch pufverdicht,
weil dann die Reliefprägungen mit den sie bei aufgerichtetem Zuschnitt aufnehmenden Ausstanzungen im wesentlichen
bündig abschließen.
Anhand der schematischen Zeichnung von Ausführungsbeispielen werden weitere Einzelheiten der Erfindung
erläutert. Es zeigen
F i g. 1 und 2 einen flachliegenden und einen teilweise
aufgerichteten Zuschnitt einer Faltschachtel;
F i g. 3 und 4 einen flachliegenden und einen teilweise
aufgerichteten Zuschnitt eines Ausführungsbeispiels mit zwei Aufreißlaschen und einer Einrastzunge;
Fig.5 bis 9 Varianten von Reliefprägungen mit jeweils
eingepaßten Ausstanzungsformen.
In den Figuren sind gleiche oder sich entsprechende Teile jeweils mit demselben Bezugszeichen versehen.
Der Zuschni't bzw. die daraus hergestellte Faltschachtel besteht aus den Längswänden 1, den Seiten wänden 2,
einer voll ausgebildeten Längsklappe 3, einer gekürzten Längsklappe 4 und den Seitenklappen 5. Zum Verbinden
der Längskanten der im Zuschnitt endständigen Längswand 1 und Seitenwand 2 dient ferner eine Längsklebelaschr
6. Die gekürzten Längiklappen 4 haben mindestens die Breite der Klebelasche 6, vorzugsweise
entspricht ihre Breite etwa einem Viertel der Breite der Scitenwände 2.
Bei dem ersten in den Fig. 1 und 2 schemaiisch dargestellten
Ausführungsbeispiel werden beim Aufrichten des Zuschnitts zunächst a'.e Seitenklappen 5, dann die
gekürzte Längsklappe 4 und schließlich die volle Längsklappe 3 gefaltet. Auf den Seitenklappcn 5 sind Reliefprägungen
7 vorgesehen, während die Längsenden der verkürzten Längsklappe 4 mit den Reliefprägungen 7
deckungsgleiche Ausstanziingen 8 aufweisen. Verschiedene
Ausführungsbeispiele von Reliefprägungen 7 mit dazugehörenden, angepaßten Ausstanzungen 8 sind in
den Fig.5 bis 10 im Prinzip dargestellt. Wie aus den
F i g. 3 und 4 hervorgeht, können die Reliefprägungen 7 auch an den Längsenden der verkürzten Längsklappe 4
vorgesehen sein; die entsprechenden Ausstan/.ungen 8
befinden sich dann in den Seitenklappen 5.
Der Zuschnitt gemäß F i g. 1 wird — wie F i g. 2 teilweise zeigt — am Deckel und Boden beispielsweise folgendermaßen
verklebt: Zuerst werden die Seitenklappen 5 zur Paketmitte hin gefaltet. Anschließend wird
entweder die verkürzte Längsklappe 4 auf der Unterseite in den mit der Seitenklappe 5 zur Deckung kommenden
Bereich oder aber der letztere Bereich der Seiten kluppe 5 beleimt. Die verkürzte Längsklappe 4 wird
dann zur Paketmitte hin gefaltet und mit den Seitenklappen 5 verklebt. Dabei drücken sich die Reliefprägungen
7 auf den Seitenklappen 5 durch die Aussianzungen 8 der gekürzten Längsklappen 4 durch und bilden
in der Randzone der Ausstanzungen 8 Übergangsflächen zwischen den Seitenklappen 5 und der gekürz-
ten Längsklappe 4 mit gleichem Oberflächenniveau. Durch die Klemmung zwischen der Randzone der Ausstanzung
8 und der Randzone der Reliefprägung 7 entsteht also eine Fugenabdichtung des Pakets.
Anschließend wird die volle Längsklappe 3 auf der Unterseite verleimt, zur gekürzten Längsklappe 4 hin
gefaltet und mit den Seitenklappen 5, den Reliefprägungen 7 auf den Seitenklappen 5 und der gekürzten Längsklappe
4 verklebt. Alternativ kann der Leim natürlich auch auf die Auflage der Längsklappe 3 aufgebracht
werden. Das so verklebte Paket ist vtilverdicht, da am
Rand der gekürzten Längsklappe 4 eine Kanalbildung wegen der dort vorgesehenen Prägung unterbrochen
ist.
Es sei darauf hingewiesen, daß bei Anordnung der Reliefpräfungen 7 auf der verkürzten Längsklappe 4
und der Ausstanzungen 8 in den Seitenklappen 5 beim Aufrichten und Verkleben zunächst die verkürzte
Längsklappe 4 zur Paketmitte hin gefaltet und dann die Seitenklappen S oben auf die Längskiapps 4 geleimt
werden, wobei sich wiederum die Reliefprägungen 7 auf den Seitenklappen 5 wie anfangs beschrieben durch die
Ausstanzungen 8 hindurchdrücken.
Die F i g. 3 und 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Faltschachtel mit jeweils zwei Aufreißlaschen
17 und einer Einrastlasche bzw. -zunge 18 auf der äußeren voll ausgebildeten Längsklappe 3 des
Deckels. Wie sich aus F i g. 4 ergibt, werden bei diesem Zuschnitt die Klappen wie oben beschrieben gefaltet.
Der Zuschnitt bzw. die daraus hergestellte Schachtel gemäß F i g. 3 und 4 können jedoch schon durch Beleimen
in nur drei Punkten zwischen der gekürzten Längsklappe 4 und der voll ausgebildeten Längsklappe 3 ausreichend
fest verklebt werden. Vorzugsweise erfolgt das Beleimen hierbei z. B. mit hotmelt-Kleber jeweils auf
den Reliefprägungen 8 und auf der Mitte der in diesem Falle vorzugsweise etwas gekürzten Seitenklappen 5.
Ein aus dem Zuschnitt gemäß F i g. 3 hergestelltes Paket kann mit Hilfe der Aufreißlaschen 17 geöffnet werden.
so Das Wiederverschlicßen kann durch Einrasten der halbkreisförmigen Einrastzunge 18 unterhalb der Außenkante
der gekürzten Längsklappe 4 erfolgen.
In r- ig.3 ist ferner angedeutet worden, wie einzelne
Zuschnitte bei dem Herstellen von der Rolle auf dem Kartonbogen verschachtelt werden können, um den
Kartonverbrauch möglichst zu reduzieren. Wie aus F i g. 3 ersichtlich, bedeuten die Aufreißlaschen 17 am
Deckel keinen Ka-'.onmehrverbrauch, weil sie als Abstanzungen
19 von der jeweiligen Bodenklappe gewonnen werden können.
Liste der Bezugszeichen
1 = Längswand«.·
2 = Seitenwände
3 = voll ausgebildete Längskiappe
4 = gekürzte Längsklappe
5 = Seitenklappen
6 - Längsklebelasche
7 — Reliefprägungen
8 - Ausstanzungen
17 - Aufreißlaschen
18 — Einrastzunge
19 - Abstanzungen
IO
20
25
30
40
45
Claims (4)
1. Faltschachtel aus einem Faltzuschnitt aus Karton oder Wellpappe mit vier zu einem Schachtelschlauch über Faltlinien und eine Klebelasche verbundenen Längs- bzw. Seitenwänden mit daran angelenkten Deckel- bzw. Bodenverschlußlaschen, wobei jeweils eine Längsverschlußlasche die Breite der
Seitenwände hat und die andere Längsverschlußlasche demgegenüber wesentlich verkürzt ist, wobei
ferner die voll ausgebildete Längsverschlußlasche außen auf der gekürzten Verschlußlasche aufliegt
und mit sämtlichen anderen Verschlußlaschen verklebt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Längsenden der gekürzten Längsverschlußlasche (4) und die an dieser Längsverschlußlasche (4)
anliegenden Längsenden der Seitenverschlußlaschen (5) über eine Reliefprägung (7) einerseits und
eine Ausstaezang (8) in Einpaßform der Reliefprägung (T) andererseits formschlüssig: verbunden sind
und daß die Reliefprägung (7) in Einpassungshöhe der Ausstanzungen (8) mindestens die Ausformung
einer Kartonstärke hat.
2. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Reliefprägungen (7)
auf den beiden Seitenverschlußlaschen (5) angeordnet sind.
3. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Reliefprägungen (7)
auf der gekürzten Längsverschlußlasche (4) angeordnet sind.
4. Faltschachtel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die skürzten Längsklappen (4) am Deckel und Boden mindestens die
Breite von etwa einem Viertel der vollen Breite der Seitenklappen (S) haben.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782845720 DE2845720C2 (de) | 1978-10-20 | 1978-10-20 | Faltschachtel |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2845720A1 DE2845720A1 (de) | 1980-04-30 |
| DE2845720C2 true DE2845720C2 (de) | 1985-03-21 |
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ID=6052682
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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1978
- 1978-10-20 DE DE19782845720 patent/DE2845720C2/de not_active Expired
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