DE284888C - - Google Patents

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DE284888C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0077Preparations with possibly reduced vat, sulfur or indigo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVe 284888 KLASSE Sm. GRUPPE
Zusatz zum Patent 270520*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1912 ab. Längste Dauer: 20. Dezember 1926.
Weitere Untersuchungen haben ergeben, daß außer den durch das Patent 270520 geschützten Magnesiumleukoverbindungen der Küpenfarbstoffe auch andere in Wasser schwer lösliehe Metalleukoverbindungen der Küpenfarbstoffe sich darstellen lassen, wenn man die Alkalileukoverbindungen mit den entsprechenden Metallsalzen umsetzt. Im Gegensatz zu den Magnesiumleukoverbindungen, welche bei Indigo und indigoideft Farbstoffen sich auch in der Weise herstellen lassen, daß der betreffende Farbstoff direkt in Gegenwart von Magnesiumhydroxyd reduziert wird, lassen sich Aluminium-, Zink-, Chrom-, Eisen-, Zinnleukoverbindungen tisw. vorteilhaft nur durch die doppelte Umsetzung gewinnen, da die betreffenden Hydroxyde nicht alkalisch genug reagieren, um die Reduktion durch Hydrosulfit energisch genug zu unterstützen. Die Herstellung von schwer löslichen Metalleukoverbindungen der Küpenfarbstoffe mit einer anderen Base als Magnesia stellt eine neue technische Wirkung dar, insofern, als der Färber oder Drucker nun imstande ist, bei Kombinationen von Küpen- und Beizenfarbstoffen sich die für die betreffende Beize passende LeukOverbindung zu wählen. Bei Seidenfärbungen wird man z. B. zweckmäßig zu den Zinn- oder Eisenleukoverbindungen greifen, da diese Metalloxyde in der Seidenfärberei schon jetzt ausgedehnte Verwendung finden. Die Verbindungen sollen außer zu färberischen und Druckzwecken auch als Ausgangsmaterialien zur Darstellung weiterer Farbstoffe Verwendung finden. Das Aussehen der Metalleukoverbindungen ist dem der entsprechenden Magnesiumleukoverbindungen sehr ähnlich.
Beispiel 1.
40 Teile 10 prozentiger Paste von 1 · 5-D1-benzoyldiaminoanthrachinon = 4 Teile trocken, werden mit 60 Teilen Wasser und 5 Teilen Natronlauge von 40° Be auf Zusatz von 8 Teilen Hydrosulfit bei 40 ° verküpt und in die braunrote Lösung so lange Tonerdesulfatlösung zugegeben, bis keine alkalische Reaktion (auf Phenolphtaleinpapier) wahrzunehmen ist. Die braunrote Fällung wird dann bei Luftabschluß abfiltriert, der Kuchen abgepreßt. Er stellt eine schokoladenfarbene, in kaltem Wasser unlösliche Masse dar, welche an der Luft unter Rückbildung von 1 · 5-D1-benzoyldiaminoanthrachinon orangegelb wird.
Beispiel 2.
4 Teile trocknes Thioindigorot B (Farbstofftabellen Schultz, 1913, Nr. 912) werden mit 100 Teilen Wasser und 8 Teilen Natronlauge 40 ° Be auf Zusatz von 8 Teilen Hydrosulfit
*) Frühere Zusatzpatente: 275121, 277632.
bei 65 ° verküpt, dann auf 25 ° abgekühlt und mit Eisenvitriollösung (bis zur neutralen Reaktion) versetzt. Die hellgrüne Fällung wird unter Luftabschluß abfiltriert und der Kuchen abgepreßt. Die grüne Leukoverbindung ist unlöslich in kaltem Wasser und wird an der Luft blaurot.
Beispiel 3.
20 Teile 2oprozentiger Paste HydronblauR (Farbstofftabellen Schultz, 1913, Nr. 748) = 4 Teile trocken, werden mit 50 Teilen Wasser und 5 Teilen Natronlauge 400Be mit 'S Teilen Hydrosulfit bei 40° verküpt. Die braungelbe Natriumleukoverbindung ist nur zum Teil gelöst. Darauf gibt man so viel Zinksulfatlösung hinzu, bis keine alkalische Reaktion mehr vorhanden ist. Man filtriert und preßt ab. Der braungelbe Kuchen ist unlöslich in kaltem Wasser und wird an der Luft blau.
Beispiel 4.
4 Teile Cibablau 2 B (Farbstofftabellen Schultz, 1913, Nr. 881) trocken, werden mit 100 Teilen Wasser und 5 Teilen Natronlauge 40 ° Be bei 60° verküpt. Die hellgelbe Natriumleukoverbindung ist nur zum Teil in Lösung. Darauf gibt man so viel mit Wasser angerührtes Zinnchlorid zu, bis die alkalische Reaktion verschwunden ist. Die hellgelbe Fällung wird abfiltriert und der Kuchen abgepreßt. Die Substanz ist unlöslich in kaltem Wasser und wird an der Luft blau.

Claims (1)

  1. Pate NT-An Spruch:
    Weitere Ausbildung des Verfahrens des Patentes 270520, dadurch gekennzeichnet, daß Alkalileukoverbindungen der Küpenfarbstoffe, ausgenommen Indigo, hier an Stelle von Magnesiumsalzen mit den entsprechenden Metallsalzen umgesetzt werden.
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