DE2852911C2 - - Google Patents
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- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C9/00—Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
- F02C9/48—Control of fuel supply conjointly with another control of the plant
- F02C9/50—Control of fuel supply conjointly with another control of the plant with control of working fluid flow
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zum schnellen Vergrößern des Schubs eines
Turbofan-Triebwerks gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Verfahren ist
aus der DE-AS 11 02 493 bekannt. Dort wird in einem
Zweikreis-Gasturbinen-Strahltriebwerk das Durchlaßvermögen
des Hochdruckverdichters veränderlich gemacht, wobei bei
einer Verringerung des Durchsatzes im Nebenstromluftkanal
eine Vergrößerung des Durchlaßvermögens des Hochdruckverdichters
bewirkt wird. Um eine Anpassung an einen vergrößerten
Durchsatz des Hochdruckverdichters herbeizuführen,
werden dessen Leitschaufeln derart verstellt, daß sie eine
negative Stellung gegenüber derjenigen aufweisen, in der
sie sich im Dauerbetrieb normalerweise befinden.
Wenn der Schub schnell vergrößert werden soll, wie z. B.
beim Durchstarten eines Flugzeugs, treten aufgrund der
Trägheit der zu beschleunigenden Massen unerwünscht lange
Verzögerungen auf.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß
bei einem Turbofan-Triebwerk eine schnelle Vergrößerung
des Schubs ohne wesentliche Verzögerungen erreicht werden
kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des Patentanspruchs 1
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß in Vorbereitung einer möglichen
schnellen Vergrößerung des erforderlichen Schubs, z. B.
bei einem Landeanflug, bei dem möglicherweise durchgestartet
werden muß, die Leiterschaufeln des Hochdruckverdichters
in Richtung auf ihre Schließstellung verstellt (verstimmt)
werden, wodurch der Luftdurchsatz zum Kerntriebwerk verkleinert
wird. Wenn daraufhin die Fan-Drehzahl abfällt,
wird die Brennstoffzufuhr zum Kerntriebwerk vergrößert,
d. h. die Drehzahl des Kerntriebwerks wird erhöht und
dessen Massen sind bereits entsprechend beschleunigt,
wenn nachfolgend für eine schnelle Vergrößerung des Schubs
die Leitschaufeln des Hochdruckverdichters geöffnet
werden.
Die Erfindung wird nun anhand der Beschreibung
und Zeichnung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der Fan- oder
Gebläsedrehzahlsteuerung eines Turbofan-Triebwerks.
Fig. 2 ist eine graphische Darstellung der Abhängigkeit
des Drehwinkels der HD-Leitschaufeln von der Drehzahl
des Kerntriebwerks für den Normal- oder Dauerbetrieb.
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer Steuereinrichtung
für die HD-Leitschaufeln.
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm von der ein Rücksetzsignal
erzeugenden Steuereinrichtung.
Fig. 5 ist eine graphische Darstellung von ausgewählten
Parametern als eine Funktion des Rücksetzwinkels
der HD-Leitschaufeln im stationären Betrieb als
eine theoretische Betrachtungsweise.
Fig. 6 ist eine graphische Darstellung des transienten
Verhaltens, wenn der Schubhebel vorgeschoben wird,
um ein Durchstartmanöver in der Praxis durchzuführen.
Fig. 1 zeigt ein Turbofan-Triebwerk 11 mit einem Kerntriebwerk
12, das in einer Reihenströmung einen Verdichter
13, eine Brennkammer 14 und eine Hochdruckturbine 15 aufweist.
Der Verdichter 13 ist antriebsmäßig mit der Hochdruckturbine
15 durch einen Kernrotor 16 verbunden und arbeitet mit
dem Leitschaufeln enthaltenden Stator 17 zusammen, deren Anstellwinkel verstellbar
ist. Das Niederdrucksystem des Triebwerkes umfaßt ein Gebläse
bzw. Fan 18, eine Niederdruckturbine 19 und eine verbindende
Niederdruckwelle 21.
Da sich in einem Turbofan-Triebwerk der Schub direkt mit der
Menge der durch das Fan strömenden Luft und somit der Fandrehzahl
ändert, wird der Schub des Triebwerkes durch die
Fandrehzahl gesteuert. Die tatsächliche Fandrehzahl N₁ wird
durch einen Sensor 22 ermittelt, wobei ein magnetischer Zahnzähler
oder ähnliches verwendet wird, und das Signal wird auf
einer Leitung 23 dem Brennstoffregler 24 zugeführt, wo
es mit einem die Schubwinkel- oder Leistungseinstellung darstellenden
Signal verglichen wird, das auf einer Leitung 26
übertragen wird. Das daraus resultierende Signal wird von dem
Brennstoffregler 24 auf der Leitung 27 dem mechanischen
Brennstoffpump- und Zumeßsystem 28 zugeführt, das seinerseits
dem Brenner entlang einer Leitung 29 Brennstoff in einer Menge
bzw. mit einer Geschwindigkeit zuführt, die auf den gewünschten
Schubwert gerichtet ist, wie er durch den Schubhebelwinkel dargestellt
ist.
Es wird nun auf den Brennstoffregler 24 eingegangen, der vorzugsweise
eine digitale elektronische Einrichtung ist. Die Faneinlaßtemperatur
(T₁₂) wird durch einen Sensor 31 ermittelt,
und das entsprechende Signal wird über eine Leitung 32 dem Brennstoffregler
24 zugeführt. Aus der Triebwerkseinlaßtemperatur
(T₁₂) wird ein Wert der maximalen Fandrehzahl errechnet, und es
wird dann ein Fandrehzahlprogramm 33 als ein Prozentsatz der
maximalen Fandrehzahl erzeugt, die durch die Solleistung des
Flugzeuges auf der Leitung 26 gefordert wird. Diese Leistungseinstellung
kann in der Form einer digitalen elektrischen Eingangsgröße
vorliegen, die entweder durch den Piloten oder den
Flugsteuerungscomputer zugeführt wird. Von diesem
Fandrehzahlprogramm 33 fließt das entsprechende Signal auf
einer Leitung 34 zu einer Summierstelle 36, die das Schub- oder
Fandrehzahl-Sollsignal mit dem Fandrehzahl-Istsignal vergleicht,
das von der Leitung 23 empfangen wird. Ein dabei entstehendes
Fehlersignal fließt von der Summierstelle 36 auf der Leitung
37 zu einem Regler 38, der Regler in Abhängigkeit
von dem Fehlersignal und verschiedenen anderen Begrenzungssignalen
arbeitet, um auf der Leitung 27 ein Ausgangssignal für das
Treibstoffpump- und Zumeßsystem 28 zu liefern.
Aus Gründen der Sicherheit und einer langen Lebensdauer ist es
wünschenswert, den Betrieb innerhalb gewisser Parameter zu
steuern, wie vorbestimmter Drehzahlen, Temperaturen und Strömungsabrißgrenzen.
Deshalb erhält der Regler 38 zusätzlich zu
dem Fehlersignal von der Leitung 37 gewisse Begrenzungssignale,
die den Regler 38 in der sichersten Richtung arbeiten lassen.
Zwei Steuergrenzen sind die Maximal-
und Leerlaufdrehzahlen des Kernrotors. Ein Programm bzw. ein
Plan 39 für die maximale Kerndrehzahl wird als eine Funktion
des Leistungseinstellungssignal auf der Leitung 41 und der
Verdichtereinlaßtemperatur (T₂₅) auf der Leitung 42 erzeugt.
Die Verdichtereinlaßtemperatur (T₂₅) kann direkt aus dem Triebwerk
abgefühlt oder im Falle eines Gebläses mit kleinem Druckverhältnis
durch einen Rechner 43 errechnet werden, der ein
sich auf die Faneinlaßtemperatur beziehendes Signal auf der
Leitung 44 und ein Fandrehzahlsignal auf der Leitung 46 empfängt,
wie es in der Figur gezeigt ist. Die Kern-Istdrehzahl N₂ des
Triebwerkes wird durch einen Sensor 47 ermittelt, der ein entsprechendes
Signal entlang den Leitungen 48 und 49 zu einer
Summierstelle 51 überträgt. Die Summierstelle 51 vergleicht dann
das Kern-Istdrehzahlsignal N₂ und das Maximaldrehzahl-Sollsignales
des Kernrotors, wie es entlang der Leitung 52 empfangen
wird, um ein Kerndrehzahl-Begrenzungssignal zu erzeugen, das
dem Regler 38 auf der Leitung 53 zugeführt wird. Die Leerlaufdrehzahlbegrenzung
arbeitet in einer ähnlichen Weise, wobei die
Summierstelle 54 das Kerndrehzahl-Istsignal N₂ auf der Leitung
48 und das Leerlauf-Sollsignal auf der Leitung 56 empfängt, um
ein minimales Kerndrehzahlsignal zu erzeugen, das dem Regler 38
auf der Leitung 57 zugeführt wird.
Andere in dem System vorgesehene Begrenzungsfunktionen sind die
der transienten WF/PS₃-Beschleunigungs/Abbrems-Brennstoffströmungsbegrenzungen.
Zwei der Parameter, die in das Beschleunigungsprogramm
58 eingegeben werden, sind das Kerndrehzahlsignal N₂
auf der Leitung 59 und die Verdichtereinlaßtemperatur T₂₅ auf
der Leitung 61. Der dritte Parameter, der Kompressorauslaßdruck
(PS₃), wird durch einen Sensor 62 ermittelt und über die Leitung
63 dem Beschleunigungsprogrammgenerator 58 zugeführt. Ein
vierter Parameter, der dem Beschleunigungsprogrammgenerator 58
zugeführt wird, ist die Brennstoffströmung (WF). Dieses Signal
geht von dem Brennstoffpump- und Zumeßsystem 28 aus, wobei die
Position des Ventilhauptkolbens 64 (über die Leitungen 66 und 67)
von einem Demodulatorsensor 68 abgetastet wird, der das digitale
Signal WF erzeugt, das die Brennstoffströmung darstellt.
Das Signal gelangt direkt über die Leitung 69 zum Regler 38 und
über die Leitung 71 zu dem Beschleunigungsprogrammgenerator.
In Abhängigkeit von den vier vorstehend beschriebenen Parametern
gibt dann der Beschleunigungsprogrammgenerator 58 ein Signal
auf der Leitung 72 an den Regler 38 ab, um die Beschleunigungen
auf einen sicheren Wert zu begrenzen. In ähnlicher
Weise empfängt ein Bremsprogrammgenerator 73 ein den Verdichterausgangsdruck
(PS₃) darstellendes Signal auf der Leitung 74
und das Brennstoffsignal (WF) auf der Leitung 76, um ein Signal
zu erzeugen, das über die Leitung 77 dem Regler 38 zugeführt
wird, um die negativen oder Bremsbeschleunigungen auf einen
sicheren Wert zu begrenzen. Aufgrund des Fehlersignales von der
Leitung 37, dem Brennstoffströmungssignal WF auf der Leitung 69
und den Begrenzungssignalen, die von den entsprechenden Leitungen
53, 57, 72 und 77 empfangen werden, liefert der Regler 38
ein digitales elektronisches Steuersignal auf der Leitung 27
an das Servoventil 78 des Brennstoffpump- und Zumeßsystems 28.
Das Servoventil 78 liefert seinerseits die hydraulische Ausgangsgröße
auf der Leitung 79 an den Haupt- bzw. Leistungskolben
64 des Meßventiles. Der Kolben bildet dann eine Ausgangsgröße
auf einer Leitung 66 zu dem Meßventil- und Δ P-Regler 81,
der dann eine Brennstoffströmung zum Brenner entlang der Leitung
29 liefert.
In einem Turbofann-Triebwerk mit verstellbaren Verdichterleitschaufeln
empfängt deren Statorsteuerung 82 normalerweise auf der Leitung 83
ein Signal, das die Kerndrehzahl N₂ darstellt, und auf der Leitung
85 ein Signal, das die Verdichtereinlaßtemperatur T₂₅ darstellt.
Sie liefert dann auf der Leitung 84 gemäß einem vorbestimmten
Programm ein Signal zum Verändern des Winkels der Leitschaufeln
17. In Fig. 2 ist ein entsprechendes Programm bzw. ein Verlauf
des Kernstatorwinkels gezeigt, der als eine Funktion der
korrigierten Kerndrehzahl aufgetragen ist. Gemäß den Ausführungsbeispielen
der Erfindung wird dieser Plan oder dieses Programm während
vorbestimmter Betriebsperioden durch eine Rücksetzsteuerung 86
verändert, die auf der Leitung 87 in Fig. 1 ein Signal empfängt,
das die Schubhebelstellung darstellt, und auf der Leitung 88
ein Vorspannsignal an die Statorsteuerung 82 liefert.
In Fig. 3 ist die Statorsteuerung des Verdichters mit mehr
Einzelheiten gezeigt, wobei die digitale elektronische Steuerungsabschnitt
hydromechanische Steuerungsparameter von dem Triebwerk
empfängt und ein hydromechanisches Steuerungssignal liefert,
um die Stellung der Verdichterleitschaufeln zu verändern. Das normale Kernstatorprogramm
89 wird in Abhängigkeit von der korrigierten
Kerndrehzahl erzeugt, die auf der Leitung 91 von einem Rechner 92
empfangen wird. Die korrigierten Kerndrehzahl wird als eine Funktion
der Kerndrehzahl N₂, die von der Leitung 83 empfangen wird,
und der Verdichtereinlaßtemperatur T₂₅ erhalten, die von der
Leitung 93 empfangen wird. Das Kernstatorprogramm, wie es durch
die ausgezogenen Linien in Fig. 2 dargestellt ist, wird dann auf
der Leitung 94 zu einer Summierstelle 96 übertragen.
Bei der üblichen Funktion einer Statorsteuerung fließt das geplante
oder Sollsignal dann zu einer Steuerung 97, die eine
elektrische Eingangsgröße auf der Leitung 98 einem Servoventil-
und Betätigungsgleid 99 zuführt, das seinerseits
eine mechanische Eingangsgröße auf der Verbindung 101 liefert,
um die Position der Statoren zu verändern. Eine Rückkopplungsschaltung
102 mit einem darin befindlichen Sensor 103 liefert
Signale zurück an die Summierstelle 96, um den Regelkreis zu
schließen.
Gemäß den Ausführungsbeispielen der Erfindung wird das normale Kernstatorprogramm
an der Summierstelle 96 modifiziert durch selektive
Anwendung der Rücksetzsteuerung 86. Wenn der Rücksetzschalter
104 geöffnet ist, arbeitet das System in der üblichen, vorstehend
beschriebenen Weise. Wenn der Schalter 104 geschlossen ist, wie
es in Fig. 3 gezeigt ist, wird ein Kernstator-Rücksetzprogramm
106 als eine Funktion der Schubhebelstellung oder der Solleistung
erzeugt. Dieses Programmrücksetzsignal wird, nachdem es
durch die Geschwindigkeitsbegrenzungsschaltung 104 geflossen
und möglicherweise durch diese verändert worden ist, in die
Summierstelle 96 eingegeben, um das normale Signal für das Kernstatorprogramm
zu verändern, wie es im folgenden noch näher
erläutert wird. Eine genauere Darstellung der Rücksetzsteuerung
86 ist in Fig. 4 gezeigt.
Ein normales Kernstatorprogramm 89 wird als eine Funktion der
korrigierten Kerndrehzahl erzeugt, und ein entsprechendes Signal
fließt entlang der Leitung 94 in die Summierstelle 96. In der
Leitung 94 ist durch Summierstellen 108 und 109 und einen Statorprogrammeinsteller
111, wie beispielsweise ein Potentiometer
oder ähnliches, eine Maßnahme vorgesehen, um das Programm bzw.
den Plan für einen bestimmten Anwendungsfall wunschgemäß selektiv
anzupassen. Zur gleichen Zeit wird ein Kernstator-Rücksetzprogramm
106 als eine Funktion der Schubhebelstellung bzw.
der Solleistung erzeugt, und dieses Signal fließt über den Schalter
104, wenn dieser geschlossen ist. Ein Vervielfacher 112 und
ein Steller 113 sind in der Schaltungsanordnung vorgesehen, um
das Rücksetzprogramm nach Wunsch zu modifizieren. Das Rücksetzsignal
fließt dann zu der Geschwindigkeitsbegrenzungsschaltung
107, wo es durch einen Verstärker 114 verstärkt wird, und fließt
dann durch die Maximum- und Minimum-Begrenzungsschaltungen 116
bzw. 117. Diese Schaltungen haben die Funktion, die Geschwindigkeit
zu begrenzen, mit der das Rücksetzsignal dem normalen Kernstatorprogramm
zugeführt wird, wobei die Minimalgeschwindigkeitsschaltung
117 die Geschwindigkeit begrenzt, mit der die Leitschaufeln geschlossen
werden, und die Maximalgeschwindigkeitsschaltung 116 die
Geschwindigkeit begrenzt mit der sie anschließend geöffnet werden.
Nachdem das Signal durch die Begrenzungsschaltungen 116 und 117
hindurchgeflossen ist, fließt es durch einen Integrator 118
und von dort zu der Summierstelle 96, wo es das Kernstatorprogramm
modifiziert. Eine Rückkopplungsschaltung 119 führt zu der
Summierstelle 121 zurück, um ein geschlossenes System zu bilden.
Das modifizierte Kernstatorprogramm, das am Ausgang der Summierstelle
96 entsteht, wird zum Regler 97 geleitet, der ein Glied 122 für ein konstantes
Verstärkungsmaß, einen Digital/Analog-Wandler und einen Drehmomentmotorverstärker
enthält. Das daraus resultierende Signal
fließt zu dem Kernstator-Drehmomentmotor, um die Leitschaufeln um einen
vorgeschriebenen Winkel zu drehen.
Da das Verfahren gemäß den beschriebenen Ausführungsbeispielen der
Erfindung für Durchstartmanöver
vewendet werden kann, sei angenommen, daß der Schubwert beim
Anflug etwa 62% des Startschubes ist und das Erfordernis
besteht, den Schub schnell von 62% auf 100% des Startschubes
zu erhöhen. Hierfür wird
in Vorwegnahme dieses Schubbedarfes der Rücksetzschalter 104
geschlossen und das normale Kernstatorprogramm 89 durch
das Rücksetzprogramm 106 modifiziert, um die Drehzahl des
Kerntriebwerkes zu erhöhen, um dadurch die Erfordernisse für das
Überwinden seines Trägheitsmomentes während der kurzen Periode
zu verringern, in der der schnelle Schubanstieg gewünscht wird.
Im Betrieb bleibt dann die Rücksetzsteuerung 86 für den normalen
Flugbetrieb ausgeschaltet. In der Vorbereitung für eine Landung
wird dann jedoch der Schalter 104 eingeschaltet und das Rücksetzprogramm
liefert ein Signal, das eine Leitschaufelverstellung von 30° darstellt.
Die Minimum-Wählschaltung 117 gestattet dann, daß dieses
Signal zu dem Signal des normalen Statorprogramms mit einer vorgeschriebenen
Geschwindigkeit hinzuaddiert wird, um ein modifiziertes
Kernstatorprogramm zu erhalten, das dazu tendiert, die
Leitschaufeln zu schließen. Wenn die Leitschaufeln geschlossen sind, wird
die Luftströmung im Kern vermindert, was
eine Drehzahlsenkung der Niederdruckturbine und des Gebläses zur
Folge hat. Da der Brennstoffregler 24 von der Gebläsedrehzahl
abhängt bzw. auf diese anspricht, wird die Brennstoffströmung
erhöht, um die geforderte Leistung beizubehalten. Infolgedessen
wird die Gebläsedrehzahl konstant gehalten und die Kerndrehzahl
wird wesentlich erhöht auf einen vom normalen Arbeitspunkt verschobenen
Wert mit einer ineffizienten Drehzahl. Das Triebwerk
wird zeitweise in diesem Zustand mit einem relativ hohen spezifischen
Brennstoffverbrauch (specific fuel consumption SFC) betrieben,
um die hohe Drehzahl beizubehalten, die von dem Kernverdichter
für eine anschließende Beschleunigung auf Startschubwerte
gefordert wird. Wenn dann ein Durchstartmanöver für erforderlich
gehalten wird, wird der Schubhebel auf die Startleistungsstellung
vorgeschoben und das Rücksetzprogramm 106 ändert
sich von einem 30°-Ausgangssignal zu einem 0°-Ausgangssignal.
Die Maximumwählschaltung 116 wird dann wirksam, damit sich das
Rücksetzsignal, das dem normalen Kernstatorprogramm 89 zugeführt
wird, mit einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit ändert.
Es ist experimentell ermittelt worden, daß es für einen schnellen
Anstieg des Schubes von 62 auf 100% des Abhebschubes notwendig
war, die Leitschaufeln mit einer Geschwindigkeit von wenigstens
30° pro Sekunde zu öffnen. Es ist jedoch aufgrund von Konstruktionstoleranzen
und Sicherheitsgrenzen wünschenswert, daß diese
Geschwindigkeit der Beseitigung des Kernstator-Rücksetzsignals
auf 60° pro Sekunde festgelegt wird. Wenn also der Schubhebel
vorgeschoben wird, werden die Leitschaufeln geöffnet, die Brennstoffströmung
wird erhöht, die korrigierte Kernluftströmung wird
vergrößert und infolgedessen werden die Gebläsedrehzahl und
der resultierende Schub schnell und wesentlich erhöht auf den
gewünschten Start- bzw. Abhebschub. Der Schalter 104 wird dann
nach Wunsch der Bedienungsperson ausgeschaltet.
Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß im stationären Betrieb bei
einem Schubwert von 62% des Startschubes durch ein Zurücksetzen
oder ein Schließen der Leitschaufeln um Winkel bis zu 30° verschiedene
Parameter des Triebwerkes wesentlich verändert werden. Aus Fig. 5a
geht hervor, daß, wenn die Leitschaufeln auf Winkel bis zu 30°
zurückgesetzt oder geschlossen werden, die korrigierte Kernluftströmung
wesentlich vermindert wird. In ähnlicher Weise ist aus
den Fig. 5b, c, d, e und f ersichtlich, daß die Kerndrehzahl,
die Änderung in der Kernturbinen-Einlaßtemperatur, die Brennstoffströmung,
der spezifische Brennstoffverbrauch (SFC) bzw.
die korrigierte Kerndrehzahl dementsprechend erhöht werden.
Aufgrund der verringerten Luftströmung wird das Verdichterdruckverhältnis
gesenkt, wie es in Fig. 5g gezeigt ist. Der Kernstatorwinkel,
wie er sowohl durch die normale Programmeingangsgröße
als auch die Kernstatorzurücksetzung bis zu einem Winkel
von 30° bestimmt ist, ist in Fig. 5h gezeigt. Daraus wird deutlich,
daß bei einer Zurücksetzung bei 30° der endgültige Kernstatorwinkel
von etwa 14° auf 24° zunimmt. Diese augenscheinliche
Diskrepanz kann dadurch erklärt werden, daß, da das Rücksetzsignal
die Verdichter-Leitschaufeln zu schließen versucht, die
korrigierte Kerndrehzahl zunimmt, wie es in Fig. 5f gezeigt ist,
und deshalb versucht das normale Statorprogramm, die Leitschaufeln in
eine weiter geöffnete Position zu bewegen. Das kombinierte Ergebnis
ist, daß für eine Kernstatorzurücksetzung von 30° der
Leitschaufelwinkel nur 10° in Richtung auf die geschlossene Position
bewegt wird. Dies wird besser verständlich durch Hinzuziehung
von Fig. 2, in der der Leitschaufelwinkel in Abhängigkeit
von dem normalen Kernstatorprogramm (ausgezogene Linie) gezeigt
ist, und wie er durch eine Zurücksetzung von 30° (Punkt A) modifiziert
ist. Im normalen Betrieb (bei ausgeschalteter Rücksetzsteuerung),
wenn das Triebwerk bei 62% des Nennstartschubes
(etwa 12 000 U/min) arbeitet, beträgt der Leitschaufelwinkel,
wie er durch das normale Statorprogramm bestimmt ist, etwa 14°.
Wenn die Rücksetzsteuerung eingeschaltet ist, erhöht sich die
korrigierte Kerndrehzahl, wie es in Fig. 5f gezeigt ist, auf
eine Drehzahl von etwa 13 200 U/min. Bei dieser korrigierten Kerndrehzahl
ist die normale Leitschaufelstellung vollständig geöffnet
oder minus 6°. Mit der Korrektur von 30°, wie sie durch das Rücksetzsteuersystem
eingeführt wird, ist jedoch der resultierende
Leitschaufelwinkel im wesentlichen geschlossen bei plus 24°, wie es
am Punkt A in Fig. 2 gezeigt ist. Wenn der Schubhebel anschließend
auf die Start- bzw. Abhebposition für ein Durchstartmanöver
geschoben wird, befindet sich die korrigiertes Kerndrehzahl bereits
etwa oberhalb der Enddrehzahl und wird tatsächlich verlangsamt.
Weiterhin wird die Rücksetzfunktion automatisch eliminiert,
so daß die Position der Leitschaufeln wieder durch das normale
Statorprogramm bestimmt wird. Wenn also der Schubhebel auf
die dem Start- bzw. Abhebschub (etwa 12 800 U/min) bewegt wird,
dann öffnet sich der Leitschaufelwinkel zunächst auf minus 6° und
da die korrigierte Kerndrehzahl auf 12 800 U/min abnimmt, der Leitschaufelwinkel
schließt sich auf etwa minus 2°, wie es durch den
Punkt B auf der Kurve gemäß Fig. 2 gezeigt ist.
In Fig. 6 sind als eine Funktion der Zeit die verschiedenen
Änderungen in ausgewählten Parametern als eine Folge der Verschiebung
der Schubhebelstellung auf
100% des Start- bzw. Abhebschubes gezeigt, wie dieser in Fig. 6a
gezeigt ist. Fig. 6b und 6c geben an, daß der resultierende
Schub bzw. die Gebläsedrehzahl schnell und wesentlich erhöht
werden. Wie in Fig. 6d angegeben ist, verschiebt sich die Leitschaufelstellung
zunächst von einer Position von plus 24° zu einer
Position von minus 6° und dann evtl. zu der Position von minus
2°, die die normale Kernstatorprogrammposition für eine korrigierte
Kerndrehzahl ist, die den Start- bzw. Abhebschub (12 800
U/min) darstellt. Die Brennstoffströmung, wie sie aus Fig. 6e
zu ersehen ist, nimmt rasch zu aufgrund der erhöhten erforderlichen
Leistung und fällt dann ab und pendelt sich ein, wenn
die Gebläsedrehzahl den für den gewünschten Schubbedarf
erforderlichen Wert erreicht. Fig. 6f macht deutlich, daß der
Verdichterstatorfehler (aus der Rücksetzsteuerung) von plus 30
auf 0 geht. Die korrigierte Kerndrehzahl wird von 13 200 U/min
auf 12 800 U/min gesenkt, wie es in Fig. 6g gezeigt ist, aber
die korrigierte Verdichtereinlaßluftströmung wird wesentlich vergrößert,
da die Leitschaufeln plötzlich um 30° geöffnet werden. Da
sich die Leitschaufeln anschließend um wenige Grade schließen, wie
es in Fig. 6d gezeigt ist, wird die korrigierte Luftströmung
dann etwas vermindert, wie es in Fig. 6h gezeigt ist. Wie in
Fig. 6e dargestellt ist, folgt das Verdichter-Druckverhältnis
im allgemeinen dem gleichen Trend wie die korrigierte Luftströmung.
Da der Verdichter während des Betriebes mit Rücksetzung
außerhalb seines Arbeitspunktes und deshalb ineffizient
arbeitet, bewirkt eine Herausbewegung aus dem Rücksetzbetrieb
eine zugeordnete Vergrößerung des Verdichterwirkungsgrades, wie
es in Fig. 6j gezeigt ist.
Claims (4)
1. Verfahren zur schnellen Vergrößerung des Schubs
eines Turbofan-Triebwerks bei besonderen Betriebszuständen,
dessen Brennstoffzufuhr durch einen Brennstoffregler in
Abhängigkeit von einer Wellendrehzahl und der Schubhebelstellung
gesteuert wird, wobei die Dreh- oder Winkelstellung
der Hochdruck-Verdichter(HDV)-Leitschaufeln im
Dauerbetrieb des Triebwerks normalerweise in Abhängigkeit
von der Drehzahl des Kerntriebwerks für einen optimierten
HDV-Wirkungsgrad eingestellt wird,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- 1. Erzeugung eines Rücksetzungssignals für die HDV-Leitschaufel-Verstellung, wenn der besondere Betriebszustand bevorsteht,
- 2. Überlagerung der vorhandenen Optimierungs- Steuerung für die Leitschaufelstellung bei üblichen Betriebszuständen durch das Rücksetzungssignal,
- 3. Schließen der HDV-Leitschaufeln auf die von der überlagerten Leitschaufel-Steuerung vorgegebene Winkelposition mit der Folge der Verringerung des Gasdurchsatzes durch Hoch- und Niederdruckturbine und somit des Drehzahlabfalls der Hochdruck(HD)- und Niederdruckwelle (ND) des Triebwerks,
- 4. Ansprechen der Schub-/Brennstoff-Steuerung auf den Abfall der ND-Wellen-Drehzahl mit einer Erhöhung der einzuspritzenden Brennstoffmenge zur Wiederherstellung des durch die Stellung des Schubhebels angeforderten Schubes mit der Folge, daß der Gasdurchsatz durch HD- und ND-Turbine steigt, und
- 5. Erhöhung der Drehzahl der HD-Welle im Vorgriff auf eine erwartete erhöhte Schubanforderung, die in der Folge vom Schubhebel ausgelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel der
HDV-Leitschaufeln innerhalb des Bereiches von 0° bis 40°
verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel der
HDV-Leitschaufeln innerhalb eines Zeitraumes von 1 Sekunde
verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel der
HDV-Leitschaufeln mit einer minimalen Geschwindigkeit
von 30° pro Sekunde verändert wird.
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