DE2853467C2 - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
- B23B31/02—Chucks
- B23B31/34—Chucks with means enabling the workpiece to be reversed or tilted
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Gripping On Spindles (AREA)
- Turning (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Schwenkfutter für Drehmaschinen, ge
mäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Schwenkfutter werden meist im Zuge der beidseitigen Bearbei
tung von Bohrungen und Stirnflächen von Werkstücken verwendet,
wobei nur ein einmaliges Aufspannen erforderlich ist. Besonders
vorteilhaft ist der Einsatz eines Schwenkfutters bei der Bearbeitung
von Rohrmuffen, die beidseitig ein konisches Gewinde erhalten sol
len. Bekannte Schwenkfutter erlauben ein Wenden des eingespannten
Werkstückes im automatischen Arbeitszyklus einer Drehmaschine ohne
Stillsetzen der Arbeitsspindel. Bei der beidseitigen Bearbei
tung von Muffen beträgt der Schwenkwinkel 180°. Darüber hinaus
besteht in einigen Fällen die Notwendigkeit, die Werkstücke in
mehr als zwei Stellungen zur Bearbeitung festzuhalten, die durch
eine Teilrichtung verriegelt werden.
Neben rein von Hand betätigten Schwenkfuttern bei Einzelferti
gung sind auch solche mit hydraulischem Schwenkantrieb bekannt.
Die Schwenkbewegung wird dabei von einem Hydraulikzylinder aus
gelöst, dessen Kolben mit einer Zahnstange in Verbindung steht,
die in ein auf der Drehachse des Schwenkteils angeordnetes Ritzel
eingreift. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse im Bereich
der Schwenklager des Schwenkteiles und ihrer Anordnung auf den
Schenkel des rotierenden gabelförmigen Futterkörpers (Gabel
kopfes, können die mechanischen Elemente des Zahnstangengetriebes
nicht ausreichend dimensioniert werden. Die Ritzel müssen klein
gehalten werden und die Zahnstangen sowie Kolbenstangen der Hy
draulikzylinder schwach ausgeführt werden. Gerade diese Bautei
le sind jedoch sehr hohen Beanspruchungen ausgesetzt, wodurch
die Lebensdauer solcher Schwenkfuttersysteme sehr beschränkt
ist. Zur genaueren Lageeinstellung der Werkstücke bzw. des Schwenk
futters ist eine Teileinrichtung erforderlich. Sie besteht aus
Bolzen oder Klinken, die außen am Schwenkteil angeordnet sind und
mit korrespondierenden Marken am Gabelkopf zusammenarbeiten. Die
exponierte Lage dieser die Arbeitsgenauigkeit des Futters be
stimmenden Elemente bringt es mit sich, daß infolge von Verun
reinigungen durch Späne und Kühlwasser Störungen auftreten bzw.
Fehleinstellungen erfolgen, die zur Zerstörung des Werkstückes
und zur Beschädigung der Maschine führen können.
Es ist auch ein Schwenkfutter bekannt, desen Achszapfen als
Vierkant ausgebildet sind. Zur Ausführung der Schwenkbewegung
sind zwei um einen Winkel von z. B. 45° zueinander versetzte Hy
draulikzylinder vorgesehen, deren Kolbenstangen exzentrisch am
Vierkant angreifen. Eine Schwenkung des Futters um 180° kann nur
ruckweise durch vier Teilbewegungen von je 45° pro Hub ausgeführt
werden.
Ferner ist ein Schwenkfutter zur Bearbeitung von Werkstücken
unter mehreren sich kreuzenden Achsen bekannt, wobei ein gabel
förmig ausgebildeter Futterkörper vorgesehen ist, der einen
Schwenkteil mit Futterbacken trägt. Die Futterbacken können un
mittelbar in den Futterkörper eingezogen werden. Zum Verschwen
ken ist ein Schwenkwerk vorgesehen, das mit einem Zahnrad auf
der Schwenkwelle zusammenarbeitet. Dieses Schwenkwerk kann ein
Hydraulikmotor sein. Infolge der benötigten mechanischen Über
tragungsmittel zwischen Hydraulikmotor und Schwenkwelle ergibt
sich ein Spiel, das z. B. bei Zusammentreffen oberer Roleranzbe
reiche beim Getriebe und bei der stirnverzahnten Verriegelung zur
Fehlpositionierung des Werkstückes führen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfache Kon
struktion eines Schwenkfutters bei Drehmaschinen zu schaffen,
die in den Endstellungen des Schwenkbereiches (meist 0° und 180°)
auch das geringste Spiel für genaue, unwuchtfreie Bearbeitung
auf einer Drehmaschine mit Sicherheit ausschaltet.
Dieses Ziel wird bei einem Schwenkfutter der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruches er
reicht.
Die spezielle Anordnung eines hydraulischen Schwenkmotors mit
Endanschlägen einerseits und die Teileinrichtung mit Teilscheibe
und Riegel, der gegen eine Keilfläche aufläuft, andererseits, ga
rantiert zusammen die Beseitigung sämtlicher in diesem Bereich auf
tretender Spiele. Der Drehkolben wird auf diese Weise gegen den
Riegel verspannt. Die Anordnung bewirkt, daß der Riegel durch sei
ne einseitige Anlage an einer Keilfläche einer Ausnehmung eine
Vorspannung auf den an einem Anschlag des Schwenkmotorgehäuses
anstehenden Drehkolben ausübt. Dadurch werden die Spiele in der
Riegelführung selbst, zwischen Teilscheibe und Achszapfen, zwi
schen Achszapfen und seiner Lagerung im Schenkel und zwischen
Achszapfen und Drehkolben (wenn dieser auf dem Achszapfen auf
gesetzt ist) "zusammengeschoben" und auf diese Weise neutralisiert.
Dies ist vor allem dann wichtig, wenn nach Erreichen einer der
Endlagen des Schwenkfutters (z. B. 0° und 180°) der Schwenkmotor
nicht mehr unter dem Einfluß des hydraulischen Druckes steht.
Man hat bisher versucht, bei einem Schwenkfutter, das im Be
trieb infolge der Masse und der Rotation äußerst empfindlich auf
jedes Spiel reagiert (Unwucht, Schwingungen, Ausschuß bei den
Werkstücken), durch besonders verschleißfeste Bauteile und höchste
Präzision bei der Herstellung jegliches Spiel in den Endstellun
gen zu vermeiden. Es liegt aber in der Natur der Sache, daß auch
bei größtem Aufwand (und höchsten Kosten) ein gewisses Spiel
nicht ausgeschaltet werden konnte. Bei der Erfindung wird ein
grundsätzlich anderer Weg eingeschlagen, nämlich Spielfreiheit
in den Endstellungen nicht durch erhöhte Präzision, sondern durch
ein Neutralisieren des bewußt zugelassenen Spiels im Bereich des
Schwenkfutters zu bewirken. Damit konnte erstmals nicht nur eine
besonders wirtschaftliche Herstellung des Schwenkfutters erzielt
werden, sondern es wird auch ein sich durch Verschleiß einstellendes
Spiel des Schwenkfutters ausgeglichen.
Zwischenstellungen zwischen den erfindungsgemäß spielfrei ge
haltenen Endstellungen können dadurch verriegelt werden, daß der
Riegel in eine entsprechend positionierte Ausnehmung der Teil
scheibe einrastet und vom Schwenkmotor ein Drehmoment ausgeübt
wird, das zu einem Andruck zwischen Riegel und Ausnehmung
führt. In erster Linie sind jedoch die spielfrei gehaltenen End
lagen (0° und 180°) gemäß der Erfindung von Bedeutung.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch den gabelförmigen Futter
körper eines Schwenkfutters mit in die Schnittebene gedrehten
Schenkel und
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Schwenkmotor
gemäß Linie II-II in Fig. 1.
Auf der Maschinenhauptspindel 1 einer Drehmaschine ist ein
gabelförmiger Futterkörper 2 angeordnet. Die Schenkel 3, 4 des
gabelförmigen Futterkörpers 2 nehmen die Achszapfen 5, 6 eines
Haltekörpers 7 auf. Der in Fig. 1 als Ring ausgebildete Halte
körper 7 ist mit Futterbacken 8 zum Spannen eines Werkstückes,
z. B. einer Muffe ausgestattet. Beim Bearbeitungsvorgang nimmt
der Haltekörper 7 eine um 90° gegenüber der Darstellung in Fig. 1
verdrehte Position ein, so daß die Achse des Werkstückes mit der
Maschinenhauptachse
fluchtet. Um die Rückseite des Werkstückes bearbeiten zu
können, ohne die Maschine stillsetzen und umspannen zu müssen,
ist der Schwenkteil 7 um 180° im Gabelkopf 2 drehbar. Die
Drehung wird durch hydraulische Schwenkmotoren 9, 10 bewirkt,
die in Fig. 1 auf beiden Schenkeln 3, 4 angeordnet sind und
deren Drehkolben 11 jeweils auf den Achszapfen 5, 6 sitzen.
Die Funktion der Schwenkmotoren ist in Fig. 2 am Beispiel
des Motors 10 dargestellt. Auf den Achszapfen 6 ist ein als
Kreisringabschnitt ausgebildeter Drehkolben 11 angeordnet,
der das Zylindervolumen in zwei Kammern unterteilt, die von
einem gehäusefreien Sektor 12 aus über Leitungen 13, 14 wahl
weise mit Hydrauliköl beaufschlagbar sind. In Fig. 2 wird
über die Leitung 13 Drucköl zugeführt und über die Leitung
14 Drucköl abgezogen, so daß eine Drehbewegung des Achs
zapfens 6 und damit des Haltekörpers 7 im Uhrzeigersinn
resultiert. Der Sektor 12 stellt dabei die Anschläge für
0° und 180° der Drehbewegung dar. In Fig. 2 (und Fig. 1) be
findet sich der Schwenkteil 7 in der 90°-Stellung. Eine Teil
einrichtung sorgt für die exakte
Positionierung des Haltekörpers 7 in den gewünschten End- bzw.
allenfalls Zwischenstellungen in denen eine Bearbeitung des
Werkstückes erfolgen soll. Die Teileinrichtung besteht aus
je einer mit keilförmigen Ausnehmungen versehenen Teil
scheibe 15, 16 die auf den Achszapfen 5, 6 der Drehachse
angeordnet sind und den keilförmig zulaufenden Riegeln 17,
18 die durch Hydraulikzylinder 19, 20 zur einseitigen An
lage der Keilflächen gegeneinander in die Ausnehmungen einge
schoben werden können. In Fig. 1 ist die 90°-Stellung des
Haltekörpers 7 - lediglich als Beispiel für die Funktion
der Teileinrichtung - verriegelt dargestellt. Die Teilscheiben
15, 16 können ausgetauscht werden und je nach Bedarf um
beliebige Bogengrade versetzte keilförmige Ausnehmungen auf
weisen.
Zur Kontrolle der Drehstellungen des Haltekörpers 7 sind eine
mit der Drehachse verbundene Nockenscheibe 21 und ein End
schalter 22 vorgesehen. Über die Nockenscheibe können die
einzelnen Drehstellungen angesteuert werden.
In manchen Fällen wird ein einziger Drehzylinder zur Be
tätigung des Schwenkfutters ausreichen. Auch die Teilein
richtung könnte nur mit einer verriegelbaren Teilscheibe
ausgestattet sein. Zur stabilen Lagefixierung des Halte
körpers ist es jedoch zweckmäßig, verriegelbare Teilscheiben
in beiden Schenkeln vorzusehen.
Claims (1)
- Schwenkfutter für Drehmaschinen, bestehend aus einem an der Spin del der Drehmaschine anbringbaren gabelförmig ausgebildeten Futterkörper und einem in diesem um eine zur Spindelachse senk rechte Achse mittels diametraler Achszapfen zwischen zwei Endstel lungen hydraulisch verschwenkbarer Haltekörper für ein Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einem Achszapfen der Drehkolben (11) eines an sich bekannten hydraulischen Schwenkmo tors (9, 10) aufgesetzt oder mit dem Achszapfen einstückig ausge bildet ist, wobei das Gehäuse des Schwenkmotors am Gabelschenkel (3, 4) des Futterkörpers befestigt und mit zwei Endanschlägen, vor zugsweise bei 0° und 180°, zur Begrenzung des Schwenkwinkels des Haltekörpers (7) ausgestattet ist und daß eine an sich bekannte Teileinrichtung mit Teilscheibe (15, 16) und Riegel (17, 18) zur Lagefixierung des Schwenkfutters vorgesehen ist, wobei die Teil scheibe mit randseitigen, keilförmigen Ausnehmungen ausgebildet und der Riegel gegen eine der Keilflächen zur Verspannung der Teileinrichtung gegen den Drehkolben (11) und dadurch Beseitigung der Laufspiele im Bereich der Schwenkteile schiebbar ist.
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