DE2854414C2 - Fahrrad-Freilaufnabe mit Rücktrittbremse - Google Patents
Fahrrad-Freilaufnabe mit RücktrittbremseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fahrrad-Freilaufnabe mit Rücktrittbremse gemäß dem Oberbebriff des Patentanspruches
1.
Bei einer bekannten Fahrrad-Freilaufnabe dieser Art (DE-PS 9 12 666) ist zwischen den auf einer feststehenden
Achse montierten und in einer Nabenhülse gelagerten Anker- und Antriebsteilen ebenfalls ein inneres
Kupplungsteil vorgesehen, das über Axialgewinde entsprechend dem Drehsinn des Antriebsteiles entweder
nach innen oder nach außen bewegbar ist. Um dieses bekannte, aus mehreren Einzelteilen bestehende Kupplungsteil
mit dem feststehenden Ankerteil kraftflüssig zu verbinden, damit ein Kupplungskegel die notwendige
Axialbewegung ausführt, sind bei dieser bekannten Vorrichtung ein Mitnehmer, eine Schleiffeder, eine Verzahnung
und schließlich ein Spreizkegel erforderlich. Durch die Vielzahl dieser Zwischenorgane ist diese Freilaufnabe
nicht nur kompliziert, sondern auch störungsanfällig. Besonders die Schleiffeder, die zur Axialbewegung erforderlich
ist und daher eine wichtige Funktion ausübt, ist äußerst gefährdet, weil bei einem Bremsvorgang die
Temperatur an den Nabeninnenflächen bis zu 2000C
ansteigt und die Schleiffeder unmittelbar an dieser Fläche anliegt. Durch Temperaturschwankungen wird die
Feder aber sehr stark beansprucht und ihre Lebensdauer erheblich verkürzt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Fahrrad-Freilaufnabe mit Rücktrittbremse gemäß der
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art so zu verbessern, daß die Axial- und damit Kupplungsbewegungen mit weniger und einfacheren Bauteilen er-
reichbar und diese gegen Verschleiß und Bruchgefahr durch Überbeanspruchung besser geschützt sind.
Diese Aufgabe wird an einer Fahrrad-Freilaufnabe nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichenteil dieses Patentanspruches angegebenen Merkmale gelöst.
Durch die spezielle Anordnung der Sperrstücke sowie durch die profilierte Innenfläche des Kupplungskegels
wird der feststehende Ankerteil mit dem axial verschiebbaren Kupplungsteil mit wenigen Zwischcnorganen
kraftschlüssig verbunden. Dabei befindet sich die Feder in einigem Abstand von der Nabenhülse und
durch Zwischenelemente davon getrennt, so daß sie keinen starken Temperatureinflüssen unterliegt, weshalb
ihre Lebensdauer auch nicht beeinträchtigt ist Durch die einfachere Bauweise mit weniger Bauteilen wird die
Wirksamkeit dieser Freiiaufnabe insbesondere hinsichtlich
Bremsgenauigkeit und -Schnelligkeit r-och erhöht
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäfeen Vorrichtung
ergibt sich daraus, daß der Reibungswiderstand zwischen den Sperrstücken und der profilierten Kupplungskegel-
Wandfläche durch einfache Abänderung der Flächenprofilierung leicht Sonderwünschen angepaßt
werden kann.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beansprucht
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen, die auch in der Zeichnung dargestellt
sind, näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Längsansicht einer Fahrrad-Freilauf nabe,
teilweise geschnitten,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der F i g. 1,
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht ein^r auseinandergezogenen
Freilaufnabe,
F i g. 4 einen Schnitt wie F i g. 2, jedoch mit abgeänderten profilierten Wandflächen des Kupplungskegels,
F i g. 5 einen Schnitt wie F i g. 2, mit einer weiteren Abänderung und
F i g. 6 eine perspektivische Ansicht einer Feder sowie der Sperrstücke nach F i g. 5.
Die F i g. 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführungsform einer Fahrrad-Freilaufnabe mit einer festen Achse 1, die
an den Enden mit Gewinden versehen und an einem (nicht gezeigten) Fahrradrahmen durch Spannmuttern 2
in herkömmlicher Weise zu befestigen ist. Auf einem dieser Gewindeenden ist ein Lagerkegel 3 verstellbar
montiert, während ein Ankerteil 4 in gleicher Weise auf dem anderen Ende aufgeschraubt ist. Das Ankerteil 4
dient gleichzeitig auch als Lagerkegel. Zwischen dem Lagerkegel 3 und dem Antriebsteil 6 ist ein Kugellager 5
so angeordnet, daß das Antriebsteil als Achslager auf dem Lagerkegel sitzt Eine zylindrische Nabenhülse 9
mit ihren Speichenflanschen 12 sitzt einerseits auf dem Kugellager 7 und andererseits auf dem Kugellager 8 auf.
Die Rotation des Ankerteils 4 wird durch einen Bremsarm 10 verhindert, der mit einem Ende am Ankerteil und
mit dem anderen Ende 11 an einem (nicht gezeigten Fahrradrahmen befestigt ist.
Das Antriebsteil 6 trägt ein bekanntes, festmontiertes Zahnrad 13, das durch eine (nicht gezeigte) Antriebskette
angetrieben wird. Innen hat das Antriebsteil einen sich verjüngenden, zylindrischen Axialansatz 14 mit einem
Außengewinde mit möglichst großer Ganghöhe, der in das Innere der Nabenhülse 9 hineinragt, so daß
das Antriebsteil 6 mit dem Axialansatz 14 je nach der Richtung der Pedalbetätigung sowohl vorwärts als auch
rückwärts drehbar ist.
Das Ankerteil 4, durch dessen Axhalbohrung 4a die Achse 1 hindurchragt, weist einen kegelstumpffcrmig
ausgebildeten Konus 15 auf, dessen sich verjüngendes Ende gegen das Innere der Nabenhülse 9 gerichtet ist.
Der Außenumfang des Konus 15 ist glatt, so daß er als Bremsschuhspreizfläche dienen kann, die an der Innenfläche
eines Bremsschuhpaars 25 angreift. Ein Paar Schlitze 29 ist im Konus 15 ausgebildet.
Ein Kupplungskegel 16, der am äußeren Endabschnitt eine öffnung 20 mit Innengewinde aufweist, ist auf den
Axialansatz 14 des Aniriebsteils geschraubt. Der Kupplungskegel
16 trägt an seinem nach innen gewandten Ende einen Kegelstumpfabschnitt 17, der die gleiche
Form wie der bereits genannte Konus 15 hat, dessen verjüngtes Ende jedoch in die entgegengesetzte Richtung
weist Der Außenumfang dieses Abschnittes 17 ist glatt, so daß er als Bremsschuhspreizfläche fungieren
kann, die mit der Außenfläche des Konus 15 zusammenwirkt Der Kupplungskegel 16 weist an seinem nach
außen gewandten Ende eine abgeschrägte Kupplungsflaclw
18 auf, die durch Reibung an einer im Inneren der Nabenhülse 9 entsprechend ausgebildeten Kupplungsfläche 19 angreifen kann.
Die Bremsschuhe 25 haben außen zylindrische Bremsflächen 24 für eine geeignete Reibung. Innen weisen
sie an den entgegengesetzten Enden sich konisch erweiternde, glatte Flächen 21 und 22 auf. Jeder der
Bremsschuhe 25 ist in der Nabenhülse 9 so angeordnet, daß die Bremsflächen 24 an der gegenüberliegenden
Innenfläche 23 der Nabenhülse durch Reibung angreifen können und ferner die konische Fläche 21 mit dem
glatten Konus 15 des Ankerteils 4 bzw. die zweite konische Räche 22 mit dem glatten Kegelstumpfabschnitt 17
des Kupplungskegels 16 in Kontakt tritt.
Der Kupplungskegel 16 ist so angeordnet, daß er sich auf den Gewinden axial nach außen bewegt (in Richtung
des Pfeils Q in F i g. 1), wenn sich das Antriebsteil 6 vorwärts (Fahrtrichtung des Fahrrads) dreht, so daß seine
Kupplungsfläche 18 durch Reibung an der Innenfläehe 19 der Nabenhülse angreift und sich mit dieser
dreht. Andererseits bewegt er sich auf den Gewinden axial nach imen (in Richtung des Pfeils P), wenn sich das
Antriebsteil 6 in Gegenrichtung (Rückwärtslauf) dreht, ro daß seine Fläche 17 mit den Flächen 22 der Bremsschuhe
25 in Berührung kommt und die Bremsschuhe radial spreizt, bis sie an der Innenfläche 23 der Nabenhülse
9 angreifen und somit durch Reibung bremsen.
Der Kupplungskegel 16 weist an seinem inneren Endabschnitt eine Axialbohrung 26 auf, die sich an die Gewindeöffnung
20 anschließt. Diese Axialbohrung 26 hat eine profilierte Wandfläche 27. Bei einer ersten Ausführungsform,
die am besten in F i g. 2 zu sehen ist, ist die profilierte Wandfläche 27 im wesentlichen gewellt und
weist in bestimmten Abständen viele Aufwölbungen 28 auf, die axial und parallel zueinander verlaufen. Jede
Aufwölbung 28 kann von einem Gipfelpunkt 30, einer sanften Abschrägung 31 auf einer Seite und einer steilen
Abschrägung 32 auf der anderen Seite gebildet sein, so daß der Reibungswiderstand gegenüber einem verjüngten
Ansatz 33 eines jeden Sperrstücks 34 (nachstehend beschrieben) geringer ist, wenn das Antriebsteil 6 vorwärts
rotiert, bzw. stärker ist bei einer Rückwärtsdrehung.
Die profilierte Wandfläche 27 kann vielfach abgewandelt werden. Wie F i g. 4 zeigt, kann die Aufwölbung 28a z.B. so geformt sein, daß die Abschrägungen 31a zu beiden Seiten des Gipfelpunkts 30a im wesentlichen symmetrisch sind. Außerdem können die Abstände zwischen den Aufwölbungen 28 oder 28a gleich sein. Ungleiche Abstände sind jedoch ebenfalls möglich. Die profilierte Wandfläche kann auch so geformt sein, daß Sperrzähne 28£> in gleichen Abständen axial und parallel zueinander verlaufen (wie in F i g. 5 gezeigt), so daß sie in die Ansätze 33 der Sperrstücke 34 eingreifen, wenn sich das Antriebsteil 6 rückwärts dreht.
Die profilierte Wandfläche 27 kann vielfach abgewandelt werden. Wie F i g. 4 zeigt, kann die Aufwölbung 28a z.B. so geformt sein, daß die Abschrägungen 31a zu beiden Seiten des Gipfelpunkts 30a im wesentlichen symmetrisch sind. Außerdem können die Abstände zwischen den Aufwölbungen 28 oder 28a gleich sein. Ungleiche Abstände sind jedoch ebenfalls möglich. Die profilierte Wandfläche kann auch so geformt sein, daß Sperrzähne 28£> in gleichen Abständen axial und parallel zueinander verlaufen (wie in F i g. 5 gezeigt), so daß sie in die Ansätze 33 der Sperrstücke 34 eingreifen, wenn sich das Antriebsteil 6 rückwärts dreht.
Die Sperrstücke 34 des vorgesehenen Paares weisen einen Basisabschnitt 35 mit einem an seinem Ende abgerundeten
Ansatz 33 auf, der axial durch die einander gegenüberliegenden Randkanten der Bremsschuhe bis
in die Axialbohrung 26 des Kupplungskegels 16 hineinragt.
Jeder Ansatz trägt an seinem freien Ende einen Abschnitt 33a, der bei Betätigung der Einrichtung an der
profilierten Wandfläche 27 in der Axialbohrung 26 an-
greift. Diese Ansätze 33 sind auch mit einer Befestigungsvorrichtung
in Form einer öffnung 39a (Fig. 1—4) für die nachfolgend beschriebenen Zwecke
versehen. Der Basisabschnitt 35 ist etwas schmäler als die Breite der Schlitze 29, die im Ankerteil 4 diametral 5
gegenüberliegend angeordnet sind und sich bis zur Axialöffnung 4a erstrecken. Die Basisabschnitte 35 passen
jeweils in die Schlitze 29, so daß die abgerundeten Flächen 36 bei 38 (Fig. 1) mit einem gewindelosen Abschnitt
37 der Achse 1 in Berührung kommen. Somit schwingen die Sperrstücke 34 im wesentlichen radial
jeweils im Punkt 38. Die Sperrstücke 34 werden durch die Schlitze 29 an einer Bewegung um den Umfang des
Ankerteiles 4 gehindert.
Eine Feder 40a kann nach Möglichkeit durch Biegen eines Stücks Stahldraht geformt werden, und zwar so,
daß zwei gerade Abschnitte 41 in bestimmtem Abstand voneinander im wesentlichen axial verlaufen und an einem
Ende in Radialrichtung elastisch spreizbar sind. Die Feder 40a trägt an einem Spreizende des geraden Ab-Schnitts
41 eine Eingriffsvorrichtung in Form eines Hakens 42 mit einem geraden, freien Ende 43, während das
andere Ende einen kreisförmigen Teil 44 bildet, dessen Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser
der Achse 1 ist Die Feder 40a wird dadurch befestigt, daß man den kreisförmigen Teil 44 in
die Gewinde der Achse 1 eingreifen läßt und die geraden, freien Enden 43 jeweils in die Öffnungen 39a einschiebt.
Hierdurch werden die Sperrstücke 34 an der Axialbewegung gehindert und die sich verjüngenden
Ansätze 33 werden stets radial nach außen gezwungen, so daß die Ansätze 33 gegen die profilierte Wandfläche
27 der Axialbohrung 26 des Kupplungskegels 16 gepreßt werden und somit die Bremsschuhe 25 an einer
Umfangsdrehung hindern.
Die Feder und die Sperrstücke können vielfach abgewandelt werden, falls die im Eingriff stehenden Teile
abgeändert werden. Auch ihre Befestigungseinrichtungen sollen dann entsprechend verändert werden. Wie
aus F i g. 6 zu sehen ist, kann die Feder 40i> z. B. eine
abgewandelte Eingriffsvorrichiung in Form eines im wesentlichen C-förmigen Abschnitts 45 anstelle des genannten
geraden Endes 43 aufweisen. In diesem Fall soll die Befestigung möglichst die Form enger Kerben 39b
anstelle der Form einer Öffnung 39a haben, wie ebenfalls aus F i g. 6 hervorgeht. Außerdem können auf
Wunsch drei oder mehr Bremsschuhe und Sperrstücke vorgesehen sein.
Im Einsatz wird besonders bei der ersten Ausführungsform nach F i g. 1 bis 3. — wenn sich der mit Gewinds
versehene A.xialansatz 14 des Antriebsteils 6
durch Pedalrücklauf rückwärts dreht —, der auf den Antriebsteil 6 geschraubte Kupplungskegel 16 zur Rotation
im gleichen Sinne gezwungen. In dieser Phase wird der Kupplungskegel 16 jedoch an der Drehung
gehindert, weil die Eingriffskraft des sich verjüngenden Ansatzes 33 der Sperrstücke 34 an der Aufwölbung 28
der profilierten Wandfläche der Axialbohrung 26 bei weitem größer ist als der Reibungswiderstand zwischen
dem mit Gewinde versehenen Axialansatz 14 und der mit Gewinde versehenen Innenfläche 20 des Kupplungskegels
16. Folglich bewegt sich der Kupplungskegel 16 auf den Gewinden zwangsläufig rasch und präzise
in die Axialrichtung (Pfeil P), wobei ihre kegelstumpfiörmige
Fläche 17 fest gegen die Schrägflächen 22 der Bremsschuhe gepreßt wird. Gleichzeitig spreizen sich
die Bremsschuhe radial und werden mit ihren Bremsflächen 24 fest gegen die Innenfläche 23 der Nabenhülse 9
gepreßt. Hierdurch wird die Vorwärtsdrehung der Nabe blockiert und folglich gebremst.
Das Fahrrad kann rasch und präzise gebremst werden, weil die Umfangsbewegung der Bremsschuhe 25
durch die Sperrstücke 34 verhindert und die Drehbewegung der Sperrstücke 34 durch das Ankerteil 4 blockiert
wird, wenn sich der Kupplungsekgel 16 zwangsläufig nach innen bewegt, um die Bremsschuhe zu belasten.
Vor allem wird die Winkelbewegung des Kupplungskegels 16 auf den sehr geringen, durch D\ minus D; abgegrenzten
Umfang beschränkt; dieser Wert entspricht dem Unterschied zwischen einer Schrägfläche der Aufwölbungen
28 und der Breite des sich verjüngenden Ansatzes 33 des Sperrstücks, so daß die gewünschte
Bremsung genau und ohne Zeitverzögerung bewirkt wird.
Dreht sich das Antriebsteil 6 durch Pedalvorlauf vorwärts, wird der Kupplungskegel 16 an der Rotation mit
dem mit Gewinde versehenen Ansatz 14 des Antriebsteils 6 gehindert, und zwar durch die Reibungswiderstände
zwischen der profilierten Wandfläche 27 des Kupplungskegels 16 und den Sperrstücken 34, die durch
die Wirkung der Feder 40a gegen die profilierte Wandfläche 27 gedrückt werden. Folglich bewegt sich der
Kupplungsekegel 16 zwangsläufig auf den Gewinden entlang dem Axialansatz 14 in Richtung des Pfeils Q
zurück.
Die geschilderten Reibungswiderstände werden dann erzeugt, wenn der sich verjüngende Ansatz 33 sich
zwangsläufig quer zu einer Aufwölbung 28 bewegt. Dieser Widerstand kann sehr gering sein, da die gesamten
Reibungswiderstände, die nötig sind, um die gemeinsame koaxiale Rotation des Kupplungskegels 16 mit dem
Antriebsteil 6 zu verhindern, nur sehr gering zu sein brauchen, denn es tritt ja kein weiterer Widerstand außer
dem Reibungswiderstand durch den Verschraubungseingriff des Kupplungskegels 16 mit dem mit Gewinde
versehenen Axialansatz 14 des Antriebsteils auf. Wenn demnach das Pedal vorwärts rotiert, wird die
Kupplungsschrägfläche 18 des Kupplungskegels 16 unmittelbar gegen die entsprechende Kupplungsfläche 19
der Nabenhülse 9 gepreßt und steht damit im festen Reibungseingriff; hierdurch wird eine gemeinsame koaxiale
Rotation der Nabenhülse 9 und des Kupplungskegels 16 und damit die Vorwärtsfahrt des Fahrrads bewirkt.
Hierbei wird der Kupplungskegel 16 durch die Sperrstücke 34 nicht an der gemeinsamen koaxialen Rotation
mit dem Antriebsteil 6 gehindert, weil durch das Antriebsteil eine starke Antriebskraft auf den Kupplungskegel
16 übertragen wird und weil die Sperrstücke .34 schwingend angeordnet sind, so daß ihre sich verjüngenden
Ansätze 33 elastisch aus dem Eingriff mit der profilierten Wandfläche 27 des Kupplungskegels 16 gelöst
werden.
Aus der vorbeschriebenen Wirkungsweise wird ohne weiteres verständlich, daß die Aufwölbung 28 bevorzugt
durch eine sanfte Abschrägung 31 nach einer Seite und durch eine steile Abschrägung 32 nach der anderen
Seite (siehe F i g. 2) geformt wird, damit der Reibungswiderstand zwischen der profilierten Wandfläche 27
und den Sperrstücken 34 beim Pedalrücklauf verhältnismäßig groß, bzw. beim Pedalvorlauf verhältnismäßig
gering ist Durch diese Anordnung läßt sich die Entstehung unerwünschter Reibungswärme auf ein Mindestmaß
halten; außerdem kann der Reibungsverlust beim Pedalvorlauf geringer sein als bei herkömmlichen Einrichtungen.
Es wird darauf hingewiesen, daß sich die beschriebe-
nen Vorzüge der ersten Ausführungsform bis zu einem gewissen Grad auch mit der in F i g. 4 gezeigten, abgewandelten Ausführungsform erzielen lassen, wobei die
Abschrägungen 31a der Aufwölbung 28a zu beiden Seiten des Gipfelpunkts 30a sanft abfallen. Bei der AusfUh-
rungsform nach F i g. 4 sollte natürlich die Höhe (Abstand zwischen Basis und Gipfelpunkt 3Oa^ jeder Aufwölbung 28a ausreichend bemessen sein, um den nötigen Reibungswiderstand beim Pedalrücklauf zu erzeugen.
Was die dritte Ausführungsform nach F i g. 5 und 6 anbetrifft, so wird der Kupplungskegel 16 an der Rotation gehindert, wenn sich das Antriebsteil 6 durch Pedalrücklauf rückwärts dreht weil die Sperrzähne 286 rasch
in die sich verjüngenden Ansätze 33 der Sperrstücke 34 eingreifen, so daß sich der Kupplungsekegel 16 auf den
Gewinden zwangsläufig axial entlang dem Axialansatz
14 nach innen bewegt, seine kegelstumpfförmige Fläche
15 zwangsläufig gegen die entsprechenden Flächen 22 der Bremsschuhe 25 gepreßt wird und diese zwecks
Bremsung des Fahrrads radial spreizt.
Dreht sich das Antriebsteil durch Pedalvorlauf vorwärts, bewegt sich der Kupplungskegel 16 auf den Gewinden zwangsläufig axial nach außen, preßt dadurch
seine Fläche 18 fest gegen die entsprechende Kupplungsflache 19 der Nabenhülse 9 und dreht sich zusammen mit ihr koaxial vorwärts. Es ist klar, daß hierbei der
Kupplungskegel 16 frei im Uhrzeigersinn (F i g. 5) rotieren kann, wobei die sich verjüngenden Ansätze 33 mit
der proniierten Wandfläche 27 des Kupplungskegels 16 in Kontakt bleiben. Diese dritte Ausführungsform ist
vor allem insofern günstig, als der Reibungswiderstand zwischen den Sperrstücken 34 und der profilierten
Wandfläche 27 des Kupplungskegels 16 beim Pedalvorlauf auf ein Mindestmaß gehalten werden kann, wäh-
rend beim Pedalrücklauf der Eingriff der Sperrstücke 34 in die profilierte Wandfläche 27 durch die Sperrzähne
28b bewirkt wird.
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Claims (9)
- Patentansprüche:!. Fahrrad-Freilaufnabe mit Rücktrittbremse, mit einer mit dem Fahrradrahmen verbundenen, feststehenden Achse, einem am einen Ende der Achse befestigten Ankerteil, das auf der dem Innenabschnitt der Achse zugewandten Seite mit einem geschlitzten Konus versehen ist, einem am anderen Ende der Achse drehbar angeordneten Antriebsteil, das auf der dem Innenabschnitt der Achse zugewandten Seite einen mit einem Außengewinde versehenen Axialansatz trägt, einer auf dem Antriebsteil und dem Ankerteil gelagerten Nabenhülse, einem Kupplungskegel, der, zum Antriebsteil gerichtet, einen Kupplungskonus und ein axiales Innengewinde für die Aufnahme des Außengewindes des Antviebsteils und auf der anderen Seite einen Spreizkonus aufweist, einer geschlitzten Bremshülse, die durch das Zusammenwirken von Kupplungskegel und Ankerteil radial nach außen spreizbar ist, ferner mit Sperrstücken, die mit ihrem einen Ende in den Schlitzen des Konusses des Ankerteiles gelagert sind und dem anderen Ende zu in die Schlitze der Bremshülse sowie in den Kupplungskegel eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungskegel (16) auf der zum Ankerteil (4) gerichteten Seite koaxial an das auf der anderen Seite angeordnete Innengewinde anschließend mit einer Axialbohrung (26) mit in axialer Richtung profilierter Wandfläche (27) versehen ist, daß die Sperrstücke (34) an den in dem Ankerteil (4) gelagerten Enden ballig ausgebildete Basisabschnitte (35) und an dem entgegengesetzten Ende verjüngte, sich in die Axialbohrung (26) des Kupplungskegeis (16) erstreckende Ansätze (33) aufweisen, und daß diese Ansätze (33) zum Eingriff in die profilierte Wandfläche (27) der Axialbohrung (26) federbelastet sind.
- 2. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die profilierte Wandfläche (27) des Kupplungskegels (16) eine wellenförmig ausgebildete Fläche ist.
- 3. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wellenförmige Wandfläche von einer Vielzahl von in bestimmten Abständen und axial zueinander verlaufenden Aufwölbungen (28) gebildet ist, die aus einem Gipfelpunkt (30), einer sanft abfallenden Abschrägung (31) auf einer Seite und aus einer steilen Abschrägung (32) auf der anderen Seite des Gipfelpunkts bestehen.
- 4. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wellenförmige Fläche von einer Vielzahl von in bestimmten Abständen und axial zueinander verlaufenden Aufwölbungen (2Sa) gebildet ist, die aus einem Gipfelpunkt (30) und im wesentlichen symmetrischen Abschrägungen (31a,)zu beiden Seiten bestehen.
- 5. Fahrrad-Freihufnabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die profilierte Wandfläche des Kupplungskegels (16) eine Vielzahl von sägezahnartigen Sperrzähnen (286) in bestimmtem Abstand aufweist, die axial und parallel zueinander verlaufen.
- 6. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (4Oa^ für die Sperrstücke ein Paar in bestimmtem Abstand angeordnete gerade Abschnitte (41) aufweist, die im wesentlichen axial verlaufen und an einem Ende elastisch in Radialrichtung spreizbar sind, und jedes Spreizende der geraden Abschnitte (41) an einem Ende der Sperrstücke (34) angreift, während da:. zweite Ende des Abschnittes (41) einen kreisiönnigen Teil (44) zur Befestigung der Feder auf der Achse (1) aufweist.
- 7. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrstücke (34) an einem Ende mit einer Ausnehmung (Öffnung 39./:Kerben 39b) zum Eingriff der Feder (Ende 43: Abschnitt 45) versehen sind.
- 8. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß diese Ausnehmung die Form einer Öffnung (39a) hat, die in jedem der Sperrstücke ausgebildet ist.
- 9. Fahrrad-Freilaufnabe nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung die Form einer Kerbe (39b) hat. die in jedem der Sperrstücke ausgebildet ist.
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Also Published As
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| GB2013591A (en) | 1979-08-15 |
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