DE285452C - - Google Patents

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DE285452C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02CSHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
    • E02C5/00Mechanisms for lifting ships vertically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Ship Loading And Unloading (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTSCHRIFT
- JVi 285452 KLASSE 84 £. GRUPPE
Senkrechtes Schiffshebewerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. März 1912 ab.
Die Erfindung betrifft ein senkrechtes Schiffshebewerk, bei dem. die großen Lasten und die besonders bei Unregelmäßigkeiten, wie Leerlaufen des Troges usw., auftretenden gewaltigen Kräfte von erprobten Maschinenteilen aufgenommen werden. Zu diesem Zweck ist der Trog an einer Anzahl von Seilen mit Gegengewichten aufgehängt und wird durch eine Anzahl daran befestigter und senkrecht geführter Ketten angetrieben, so daß die großen Kräfte in kleine Einzelkräfte zerlegt werden, deren Größe genau bekannt ist. Die Beanspruchung der Einzelelemente ist dann leicht zu berechnen, so daß die Sicherheit aller Teile sehr hoch bemessen werden kann. Das Schiffshebewerk, das ein Hebezeug größten Maßstabes ist, wird also aufgelöst in eine große Anzahl kleiner Hebezeuge und wird daher in Konstruktion und Betrieb ebenso sicher beherrschbar wie die kleinen Hebezeuge.
Bei Hebewerken der vorgeschlagenen Bauart sind die Hebeteile ungleich geringer und günstiger beansprucht als die der bisher bekannt gewordenen Hebewerke mit Gegengewichtsausgleich. Zum Antrieb eines solchen sind nach . Riedlers Abhandlung »Neuere Schiffshebewerke« z. B. Schrauben vorgeschlagen worden, die wie bei dem bekannten Henrichenburger Schwimmerhebewerk arbeiten sollen.· In dem Riedlcrschen Werk werden zwar dieser Anordnung mit Gegengewichten und Schrau-
■ ben mancherlei Vorteile zugebilligt; ,doch wird der Spindeln wegen als oberste Grenze für die Hubhöhe 25 m angegeben. Bei dieser Höhe können sich für die langen Spindeln im Gefahrfall, z. B. wenn der Trog leerläuft oder
die Gegengewichte abstürzen, neben den Verdrehungsbeanspruchungen so hohe Druck- und Knickungsbeanspruchungen ergeben, daß die Betriebssicherheit in Frage gestellt ist.
Dagegen können mit den Mitteln der vorliegenden Erfindung unbedenklich Schiffshebewerke von erheblich größerer Hubhöhe ausgeführt werden, die natürlich billiger und betriebssicherer sind als drei oder mehr Hebewerke der alten Form, zumal diese zur Überwindung solcher Hubhöhen hintereinander angeordnet und ineinandergreifend betrieben werden müßten.
Man hat zwar bereits Kettenantrieb für Hubbrücken ausgeführt, die durch Gegengewichte ausgewuchtet sind; dabei sind die Antriebsketten an den Gerüstpfeilern befestigt und um Antriebsritzel geschlungen, die an der zu hebenden Last sitzen. Ein solcher Antrieb ist aber nicht für Schiffshebewerke geeignet, bei denen eine hohe Sicherheit für den Fall des Leerlaufens des Schleusentrogcs vorhanden sein muß und der Antrieb auch mit Vorteil auf den festen Teil des Baues ■gelegt wird.
Die Zeichnung gibt ein Beispiel der neuen Anordnung im Querschnitt durch den Schacht (Fig. 1) und in einer Aufsicht von oben. Am Trog α greifen ringsum Seile b an, an deren anderem Ende Gewichte c hängen,- derart, daß das Gewicht des Troges durch die Gegengewichte vollständig ausgeglichen ist. Bei doppeltrümigen Hebewerken kann der Gewichtsausgleich durch einen zweiten Trog erfolgen, der die Gegengewichte ersetzt. Im Bedarfs falle bereitet es keine erheblichen Mehr-
kosten, das Eigengewicht der Seile durch j Unterseile, wie sie aus dem Fördermaschinenbetrieb her bekannt sind, auszugleichen. Die' Seilscheiben d, d sind sämtlich als lose Rollen ausgebildet, ohne daß an ihnen Antriebskräfte angreifen. Statt der Seile können zum Tragen der Gegengewichte auch Ketten verwendet werden. An mehreren Punkten des Troges greifen Antriebskitten c an, die nur so
ίο stark bemessen zu sein brauchen, daß sie die bei der Bewegung auftretenden Reibungswiderstände und Massenkräfte zu überwinden imstande sind. Da es leicht ist, diese Ketten genau gleichmäßig nach beiden Richtungen zu bewegen, indem die Kettenräder f, f durch Kegelräder g·, g von einem Motor aus angetrieben werden, so ist damit die richtige Führung des Troges, die durch geeignete Führungsrollcn noch unterstützt werden kann,
ao sichergestellt. Durch Wahl endloser Antriebsketten (vgl. Fig. 1) kann der Einfluß des Kettenübergewichtes ganz ausgeschaltet werden.
Man kann die Antriebsketten so stark ausbilden, daß sie im Notfall, dann nämlich, wenn das im Trog befindliche Wasser ausläuft und dadurch die Gegengewichte das Übergewicht erhalten, auch diesem Übergewicht standzuhalten vermögen. Greifen dann an dem Triebwerk der Ketten ausreichend große Bremsen an,·' so kann man im Notfall den Trog mittels der Ketten mit Sicherheit zur Ruhe bringen. Zweckmäßig ist in diesem Falle, z. B. mittels im Trog befindlicher Schwimmer die Bremsen wirken zu lassen, sobald der Wasserstand im Trog unter das dem Gegengewicht entsprechende Maß zu sinken beginnt. Bei derartiger Bemessung der Ketten hängt der Trog an zwei voneinander vollständig unabhängigen Tragsystemen und die Sicherheit ist entsprechend groß. : Um ein gleichmäßiges Tragen der unterteilten Ketten sicherzustellen, kann man diese unterteilten Ketten in bekannter '■ Weise durch

Claims (2)

Pa ten t-An Sprüche: Schwinghebel, hydraulische Ausgleichsvorrichtungen usw. verbinden, oder man kann sich damit begnügen, eine verhältnismäßig große Federung in die Ketten einzuschalten,, durch welche kleine Unterschiede in der Spannung der unterteilten Ketten unschädlich gemacht werden. Die gleichen Mittel' können auch verwendet werden zum gleichmäßigen Anspannen der Seile bei doppcltrümigen Hebewerken. Diese gleichmäßige Spannung läßt sich auch durch lose Rollen, die auf den Seilen aufliegen und durch Spannwerke (Feder, Gewichte) 'belastet sind, erzielen. Der Vorteil eines Schiffshebewerks nach der Erfindung besteht außer der erwähnten'sicheren Geradführung des Troges in einer wesentlichen Erhöhung der Betriebssicherheit, die sich aus der doppelten, beim Versagen der Aufhängung eine besondere Notaufhängung aufweisenden ■ Trageinrichtimg ergibt. Daher werden die Anlagekosten wegen der Trennung von Halte- und Antriebsorganen verhältnismäßig gering und der Wirkungsgrad wegen der Vermeidung des Hebens von hohen Lasten verbessert. Es macht aus den oben angeführten Gründen keine Schwierigkeiten, auch Hebewerke von erheblicher Größe auszuführen;
1. Senkrechtes Schiffshebewerk, dadurch gekennzeichnet, daß der Trog durch eine Anzahl daran befestigter, senkrecht hängender Ketten angetrieben wird und durch eine Anzahl an biegsamen Zugorganen hängender Gegengewichte in der Weise ausgewuchtet ist, daß die Zugorgane einzeln über voneinander unabhängige, lose Rollen geführt sind. . ■ ■ :
2. Ausführungsform eines Schiffshebewerks nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsketten endlos ausgebildet sind, um im Notfall den Trog bremsen zu können, Λ
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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