DE2855018C2 - Vorgesteuertes Zweiwege-Druckminderventil - Google Patents
Vorgesteuertes Zweiwege-DruckminderventilInfo
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- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/20—Control of fluid pressure characterised by the use of electric means
- G05D16/2093—Control of fluid pressure characterised by the use of electric means with combination of electric and non-electric auxiliary power
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Description
Druckminderventil nach dem Oberbegriff des Anspruches 1,
In bekannter Weise (Typenblatt RD 26 890, G, L, Rexroth GmbH, Ausgabe 2,78) weist der Hauptsteuerkolben dieser Druckventile ein von der Niederdruckseite in Richtung des Steuerraumes öffnendes als
Druckventil wirkendes Rückschlagventil auf, dessen Schließkörper mit einer verhältnismäßig großen Federkraft auf den Ventilsitz gedrückt wird. In der Regel ist
diese Federkraft so groß, daß 8 bar Flüssigkeitsdruck
erforderlich sind, um den Schließkörper durch Oberwinden der Federkraft in Öffnungsrichtung zu verschieben.
Diese hohe Federkraft ist für einen sicheren Abschluß des Steuerraumes zur Niederdruckseite durch den
SchJießkörper des Rückschlagventils erforderlich. Andernfalls würde neben der über eine Drossel dem
Vorsteuerventil zugeführten und von diesem zum Tank abgespritzten Steuerflüssigkeit noch zusätzliche Flüssigkeit über das nicht ganz dichte Rückschlagventil
zuströmen und damit von diesem zum Tank abgespritzt werden.
Der Stcuerflüssigkeitsverlust würde sich somit um
diesen Betrag zusätzlich erhöhen. Zur Vermeidung dieses zusätzlichen Flüssigkeitsverlustes wird eine
erhöhte Schließkraft für das Rückschlagventil in Kauf genommen und damit auch der erhöhte Ansprechdruck
desselben. Der Druck auf der Niederdruckseite steigt demnach um den Betrag dieser Schließkraft zusätzlich
an, wenn von der Niederdruckseite öl über das
Rückschlagventil und das Vorsteuerventil zum Tank abgespritzt wird. Eine weitere Erhöhung des Druckes
auf der Niederdruckseite des Druckminderventils ergibt sich bei geöffnetem Rückschlagventil infolge der
zwischen den Steuerräumen vom Hauptsteuerkolben und Vorsteuerventil angeordneten Dämpfungsdrossel.
Außerdem wird durch diese Dämpfungsdrossel die Druckabbauzeit auf der Niederdruckseite verlängert
Bei vielen Prozeßabläufen sind derartige verbraucherseitigen Druckerhöhungen sowie längere Druckabbauzeiten unerwünscht
Das Haupteinsatzgebiet derartiger Zweiwege-Druckminderventile sind Anlagen, bei denen in der Regel
keine negativen Lasten auftreten, sondern Betriebszustände, bei denen bei einer Förderstellung nur ein
bestimmter Druck aufrechterhalten wird und dieser Druck beispielsweise nach einer bestimmten Zeit
abgesenkt werden muß, wie dies bei Kunststoffmaschinen gefordert wird. Eine Absenkung des Druckes auf
der Verbraucherseite ist aber nur möglich, wenn sich das eingespannte Hydraulikvolumen auf den neuen Druck
entspannen kann. Dies setzt die Möglichkeit voraus, daß der betreffende Teil der Arbeitsflüssigkeit abzuleiten ist.
Dieser Teil ist verhältnismäßig gering und beläuft sich in
der Größenordnung von I bis 2 Liter. Die Ableitung einer solchen geringen Menge läßt sich über den
Steuerraum des Hauptsteuerkolbens und von dort weiter über das Vorsteuerventil zum Tank in einfacher
Weise ableiten. Ein Dreiwege-Druckminderventil beispielsweise naeh der DE-AS 21 31 325 ist für solche
kleinen Arbeitsflüssigkeitsmengen nicht erofrderlich.
Durch die Erfindung soll ein Ventil nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 in doppelter Weise
verbessert werden, nämlich einmal durch ein genaues Ansprechen bei Überschreiten des eingestellten Drukkes bzw. bei Einstellen eines niedrigeren Druckes am
Vorsteuerventil und zum anderen durch ein schnelles Abströmen der in den Steuerraum des Hauptsteuerkolbens einströmenden Arbeitsflüssigkeit zum Vorsteuer-
ventil und von dort weiter zum Tank. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung wird anhand eines Ausfuhrungsbeispiels
beschrieben. In der Zeichnung ist in
Fig. 1 ein Axialschnitt durch ein vorgesteuertes Druckminderventil und in
Fig.2 eine vergrößerte Darstellung des Hauptsteuerkolbens
mit Führungshülse dargestellt
In Fig. J bezeichnet 1 das Gehäuse für den
Hauptsteuerkolben und 3 das auf das Gehäuse t aufgesetzte Vorsteuerventil mit Minderdruck-Einstellmagneten
4. Das Gehäuse 1 weist die beiden Anschlüsse A, B für die Arbeitsflüssigkeit sowie den Anschluß y für
die abzuführende Steuerfiüssigkeit auf. Das sich daraus ergebende Anschlußbild auf der Anschlußseite la des
Gehäuses 1 ist genormt Der Hauptsteuerkolben 2 (F i g. 1 und 2) ist als Hohlkolben ausgebildet und weist
die beiden Steuerkanten 2a, 2b auf. Der Hauptsteuerkolben ist ferner mit radialen Durchbrechungen 2c
versehen, die den Hohlkolbenraum 6 mit der von den beiden Steuerkanten begrenzten äußeren umlaufenden
Nut 7 verbinden. Der Hauptsteuerkolben \s-. in einer
gehäusefesten und gegenüber dem Gehäuse flüssigkeitsdicht abgedichteten Hülse 8 geführt die ihrerseits
Verbindungsbohrungen 8a aufweist die mit der Steuerkante 2a des Hauptsteueirkolbens zusammenwirken.
Die Summe der freien Querschnitte dieser Verbindungsbohrungen 8a nimmt in Schließhubrichtung
des Hauptsteuerkolbens 2 also in Richtung des Pfeiles 10 progressiv ab. In der gezeigten Ausgangslage des
Hauptsteuerkolbens 2 gibt dessen Steuerkante 2a annähernd den gesamten Querschnitt der Verbindungsbohrungen 8a frei, so daß die Arbeitsflüssigkeit
ungedrosselt von der Hochdruckseite H zur Niederdruckseite
Λ/des Ventils strömen kann. In Richtung des Steuerraumes 12 weist der Hauptsteuerkolben 2 eine
hülsenförmige Verlängerung 2c/auf, die zur Führung des
Kolbens 13 dient und gemeinsam mit diesem den Dämpfungsraum 17 bildet. Der Kolben 13 nimmt in
einer axialem Sackbohrung 14 eine Drossel 15 auf, die den von der hülsenförmigen Verlängerung 2c/ und
Kolben 13 begrenzten den Dämpfungsraum bildenden Kolbenraum 17 über die Sackbohrung 14 und über die
mit der Sackbohrung 14 verbundenen Radialbohrung 18 mit dem Steuerraum 12 des Hauptsteuerkolbens 2
verbindet und gemeinsam mit den d<
η Dämpfungsraum bildenden Elementen die in beiden Bewegungsrichtungen des Hauptsteuerkolbens wirkende Dämpfungseinrichtung
bildet Der Kolben 13 weist eine Verlängerung 13a mit einer balligen Abstützfläche 13Zj sowie einer
Aufnahmefläche 13c für einen Federteller 19 auf. Am Federtellei· stützt sich mit dem einen Ende eine
Druckfeder 20 ab, deren anderes Ende sich an der Radialfläche 2e des Hauptsteuerkolbens 2 abstützt.
Durch die Kraft dieser Druckfeder wird über den Federteller 19 die Abstützfläche 136 der Verlängerung
13a des Kolbens 13 mit der gehäusefesten Anschlagscheibe 22 in kraftschlüssiger Verbindung gehalten und
der Hauptsteuerkolben in Öffnungsrichtung belastet. In der gezeigten Offenstellung des Hauptsteuerkolbens
stützt sich dieser mit seiner kreisringförmigen Stirnseite O/'an der radial nach innen gerichteten Fläche lloder
Anschlaghülse 11 ab. Im Falle einer plötzlichen Druckerhöhung auf der Niederdruckseite N kann sich
der Hauptsteuerkolben nicht schlagartig in Richtung des Steuerraumes 12 verschieben, sondern nur mit einer
Geschwindigkeit, die von der Verdrängung des im
Kolbenraum 17 befindlichen Flüssigkeit über die Drossel 15 in den Steuerraum 12 festgelegt ist Vom
Steuerraum 12 strömt diese Flüssigkeit gemeinsam mit der über aas Strombegrenzungsventil 50 mit den Zu-
und Abführungskanälen 51,52 von der Hochdruckseite H zum Steuerraum 12 strömenden Steuerflüssigkeit
weiter über den Kanal 23 in den Ventilringraum 24 des Vorsteuerventils 3 und von dort weiter über die
Querbohrung 25 und über die mit dieser in Verbindung stehende stufenförmige Längsbohrung 26 mit Ventilsitz
27 des Ventilsitzkörpers 28 sowie über den von der Magnetkraft belasteten durch die über das Strombegrenzungsventil
50 zuströmende Steuerflüssigkeit in Offenstellung gehaltenen Schließkörper 29 weiter in
den Ventilraum 30. Vom Ventilraum 30 strömt das Steueröl schließlich weiter über die Längsaussparungen
29a des mit dem Schließkörper verbundenen Führungskörpers 296 in den Sammelraum 31 und von dort über
die Kanäle 32, 33 weiter in den mit dem Tank verbundenen Kanal 34 mit dem Anschluß y. Sobald der
Hauptsteuerkolben 2 soweit in Richtung des Steuerraumes 12, infolge einer Druckerhöhuroi auf der Niederdruckseite
N, gegen die Kraft der Regei/eder 20 sowie gegen den im Steuerraum 12 wirkenden mittels der
Kraft am Regelmagneten 4 am Vorsteuerventil 3 eingestellten Steuerdruck verschoben ist daß dessen
Steuerkante 2b die feste Steuerkante 36 überfährt und damit die umlaufende Nut 7 des Hauptsteuerkolbens mit
der umlaufenden Nut 37 in der Hülse 8 verbunden ist während durch den Teil 2g des Hauptsteuerkolbens die
Durchbrechungen 8a in der Hülse verschlossen sind und damit die Verbindung zwischen Hoch- und Niederdruckseite
unterbrochen ist strömt das Arbeitsmittel von der Niederdruckseite unmittelbar in den Steuerraum
12 und von dort wie die vorher aus dem Kolbenraum 17 verdrängte Flüssigkeit gemeinsam mit
der über das Strombegrenzungsventil von der Hochdruckseite H in den Steuerraum 12 strömenden
Steuerfiüssigkeit ungedrosselt über das Vorsteuerventi! 4 weiter zum Tank, wobei das Arbeitsmittel von der
umlaufenden Nut 37 in der Hülse 8 über radiale Bohrungen 2Λ und mit diesen verbundenen axialen
Bohrungen 2/im Hauptsteuerkolben in den Steuerraum 12 übertritt. Sobald die Verbindung zwischen Niederdruckseite
und Steuerraum durch Überfchren der Steuerkante 36 durch die Steuerkante 7b des Hauptsteuerkolbens
erfolgt ist, wird durch die ungedrosselte Weiterleitung der Arbeitsflüssigkeit zum Vorsteuerventil
und von dort weiter zum Tank die Druckabbauzeit auf der Niederdruckseite wesentlich verkürzt, wobei
durch die besondere Dämpfungseinrichtung in Verbindung mit dem progressiven Querschnittsverlauf der die
Hoch- mit der Niederdruckseite verbindenden Durchbrechungen 8a in der Hülse 8 ein Schwingen des
Ihu^tventilkörpers weitgehend unterbunden wird. Die
Magnetkraft, die den Regeldruck auf der Niederdruckseite festlegt, wird von dem Magnetanker 40 über die
mit diesem verbundene Führungsstange 41 mit Druckkugel 42 auf den Schließkörper 29 übertragen. Dadurch,
daß die Niederdruckseite über die zweite Steuerkante 2b des Hauptsteuerkolbens mit dem mit dem Tank zu
verbindenden ^-Anschluß zu verbinden ist, wird aus einem Zweiwege-Druckminderventil mit einfachen
Mitteln ein solches mit Dreiwege-Funktion erzielt und damit eine Erweiterung des Einsatzgebietes erreicht,
ohne daß das genormte Anschlußbild des Druckminderventils abgeändert werden müßte.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorgesteuertes Zweiwege-DruckminderventiJ
mit genormtem Ansehlußbild für den Hoch- und Niederdruckansehluß sowie für den Steuerölanschluß zur Abführung des vom Vorsteuerventil
abgespritzten Steueröls und einer Dämpfungseinrichtung für den als Hohlkolben ausgebildeten
Hauptsteuerkolben, der über eine Steuerkante den Durchflußquerschnitt zwischen Hoch- und Niederdruckseite steuert, sowie einer Einrichtung zum
Verbinden der Niederdruckseite mit dem Steuerraum des Hauptsteuerkolbens bei Oberschreiten des
am Vorsteuerventil eingestellten Regeldruckes für die Niederdruckseite, dadurch gekenn-15
zeichnet, da3 der Hauptsteuerkolben (2) neben
der ersten Steuerkante (2a) eine zweite Steuerkante (2b) aufweist, die bei einem Hub des Hauptsteuerkolbens (2) über dessen Schließstellung hinaus die
Verbindung der Niederdruckseite (N) zu dem mit dem VeirtJraum (24) des Vorsteuerventils (3) in
Verbindung stehenden Steuerraum (12) des Hauptsteuerkolbens herstellt und die Dämpfungseinrichtung aus einem mit einem Kolben (13) zusammenwirkenden einen Dämpfungsraum bildenden KoI-
benraum (17) und einer diesen Kolbenraum nach
außen verbindenden Drossel (15) besteht, wobei das den Kolbenraum bildende Teil (2d) oder der Kolben
(13) fester Bestandteil des Hauptsteuerkolbens (2) ist und die erste Steuerkante (2a) des Hauptsteuerkolbens mit den Durchflußquerschnitt zwischen Hoch-
und Niedenirackseite (H, N) progressiv verändernden Verbindungsbohrungen (Sa) zusammenwirkt,
derart, daB mit größer werdendem Schließhub des Hauptsteuerkolbens äie'-er Durchflußquerschnitt
progressiv abnimmt.
2. Vorgesteuertes Zweiwege-Druckminderventil nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolbenraum (17) für die Dämpfungsvorrichtung von einer in Richtung des Steuerraumes (12) des
Hauptsteuerkolbens (2) sich erstreckenden hülsenförmigen Verlängerung (2d) des Hauptsteuerkolbens gebildet ist und der in der hülsenförmigen
Verlängerung geführte und den Kolbenraum nach außen begrenzende Kolben (13) über eine Druckfeder (20) in Ausfahrrichtung belastet ist und sich an
einer ortsfesten Abstützfläche (22) im Steuerraum des Hauptsleuerkolbens abstützt und die die
Verbindung zwischen Kolben- und Steuerraum herstellende Drossel (15) aufnimmt.
3. Vorgesteuertes Zweiwege-Druckminderventil nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung des Steuerraumes (12) gesehen,
hinter der zweiten Steuerkante (2b) des Hauptsteuerkolbens (2) an dessen Umfang radial verlau- ss
fende Bohrungen (2h) eingebracht sind, die mit axial verlaufenden in den Steuerraum (12) des Hauptsteuerkolbens mündende Bohrungen (2i) verbunden
sind, die in der Steuerlage der zweiten Steuerkante (2b) des Hauptsteuerkolbens in Verbindung mit ω
einer umlaufenden die ortsfeste Steuerkante (36) bildende Gehausenut (37) die ArbeitsflUssigkeit in
Richtung des Steuerraumes (12) leiten.
Priority Applications (2)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
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1978
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1979
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Also Published As
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