DE2856899C2 - Scheibendrehfilter - Google Patents

Scheibendrehfilter

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DE2856899C2 DE19782856899 DE2856899T DE2856899C2 DE 2856899 C2 DE2856899 C2 DE 2856899C2 DE 19782856899 DE19782856899 DE 19782856899 DE 2856899 T DE2856899 T DE 2856899T DE 2856899 C2 DE2856899 C2 DE 2856899C2
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Scheibendrehfilter für die Druckdifferenzfiltration gemäß dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs.
  • Ein derartiges Scheibendrehfilter ist mit dem deutschen Gebrauchsmuster 18 92 224 bekanntgeworden. Die Filtersektoren dieses vorbekannten Scheibendrehfilters sind mit ihren Filtratstutzen an eine entsprechende Anzahl von achsparallelen Filtratrohrleitungen angeschlossen. Dabei sind die einzelnen Filtratrohrleitungen radial an der Innenseite der hohlen Antriebswelle angeordnet, welche einen relativ großen Durchmesser aufweist. Die Außenwand der Antriebswelle ist mit Löchern durchsetzt, durch welche an die Filtratrohrleitungen angeformte Anschlußstutzen hindurchragen. Mit ihren offenen Enden stecken die Filtratrohrleitungen in entsprechenden Bohrungen von stirnseitigen Steuerplatten, welche lösbar an den Stirnflanschen der Antriebswelle befestigt sind. Die seitlichen Anschlußstutzen der Filtratrohrleitungen sind entweder durch Schweißen oder durch Verschrauben mit dem die Antriebswelle darstellenden Stahlrohr fest verbunden. Durch ihren formschlüssigen Sitz in den entsprechenden Öffnungen in der Antriebswelle halten die Anschlußstutzen die Filtratrohre genau in ihrer vorgesehenen Stellung. Eine axiale Verschiebung der Filtratrohre gegenüber der Antriebswelle oder der auf die aufmontierten Steuerplatten ist somit nicht möglich. Verschlissene Filtratrohre lassen sich erst nach Lösen einer Vielzahl von Verschraubungen, mit denen die Filtratrohre und die Antriebswelle verbunden sind, oder nach Aufstemmen der Verschweißung zwischen Stahlrohr und jeweiligem Anschlußstutzen entfernen bzw. ersetzen. Da die Filtratrohre im Inneren der Antriebswelle angeordnet sind, müssen hierzu außerdem die stirnseitig angebrachten Steuerplatten entfernt und vorher die Antriebswelle insgesamt demontiert werden. Das Auswechseln eines oder mehrerer verschlissener Filtratrohre gestaltet sich somit umständlich und zeitraubend.
  • Aus der US-PS 36 59 716 ist ferner ein Scheibendrehfilter bekannt, dessen Rohrleitungen ebenfalls radial an der Innenseite der angetriebenen Welle angeordnet sind. Eine Austauschbarkeit der einzelnen rechteckigen Rohrleitungen ist hier nicht vorgesehen.
  • Schließlich ist mit der US-PS 32 91 312 eine Scheibenfilter- Anordnung bekanntgeworden, bei der die Rohrleitungen für das Vakuum als Bohrungen im äußeren Mantel der angetriebenen Welle ausgebildet sind. Eine Auswechselbarkeit der somit fest in die Welle eingeformten Leitungen ist somit nicht gegeben.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Scheibendrehfilter für die Druckdifferenzfiltration zu schaffen, bei dem die den einzelnen Scheibenfiltersektoren zugeordneten Rohrleitungen einfach und schnell ausgetauscht werden können, ohne daß die angetriebene Welle vorher demontiert werden muß.
  • Bei der Lösung dieser Aufgabe wird ausgegangen von einem Scheibendrehfilter mit den Merkmalen des Oberbegriffs des ersten Patentanspruchs; gelöst wird die Aufgabe gemäß dessen kennzeichnenden Teil dadurch, daß die langgestreckten Rohrleitungen um das Äußere der Welle herum angeordnet sind, die offenen Enden der Rohrleitungen in den Öffnungen des Leitungsbundes gleitend verschiebbar aufgenommen sind, und die gegenüberliegenden geschlossenen Enden der Rohrleitungen mittels einer lösbaren Befestigungseinrichtung außen an der Welle festgelegt sind.
  • Erfindungsgemäß sind die Rohrleitungen zu den einzelnen Scheibenfiltersektoren also nicht, wie bei herkömmlichen Scheibendrehfiltern, im Inneren der angetriebenen Welle, sondern um deren Außenseite herum angeordnet. Die Rohrleitungen sind durch eine leicht lösbare Befestigungseinrichtung außen an der Welle einseitig festgelegt, während sie mit ihrem anderen Ende jeweils gleitend verschiebbar in entsprechenden Öffnungen des Leitungsbundes aufgenommen sind. Hierdurch ergibt sich eine äußerst einfache Auswechselbarkeit der einzelnen Scheibenfiltersektoren.
  • Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Scheibendrehfilters gemäß dem Unteranspruch 2 ist ein zweiter Satz gleichartiger Rohrleitungen vorgesehen, deren Enden in einem zweiten, gegenüberliegenden Leitungsbund verschiebbar aufgenommen sind. Dabei erstrecken sich die Rohrleitungen des ersten und des zweiten Satzes jeweils nur über weniger als die halbe Länge der Welle, so daß eine ausreichende axiale Verschieblichkeit der einzelnen Rohrleitungen gewährleistet ist, um diese austauschen zu können.
  • Das Vorsehen eines Distanzstückes zwischen der äußeren Wand der Welle und den Rohrleitungen ergibt eine stabilere Positionierung der Rohrleitungen an der Welle.
  • Verschiedene, vorteilhafte und zweckmäßige Ausbildungen der Dichtung zwischen den offenen Enden der Rohrleitungen und den Öffnungen des Leitungsbundes sind in den Unteransprüchen 4 bis 10 angegeben.
  • Die Unteransprüche 11 und 12 sind auf besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der flüssigkeitsdichten und dennoch leicht lösbaren Verbindung zwischen den Scheibenfiltersektoren und den Rohrleitungen gerichtet.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
  • Fig. 1 ein Scheibendrehfilter, in einer teilweise aufgeschnittenen perspektivischen Darstellung;
  • Fig. 2 das Scheibendrehfilter von Fig. 1, in einer teilweise aufgeschnittenen Seitenansicht, in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab;
  • Fig. 3, 4 und 5 verschiedene Ausführungsformen für die Abdichtung zwischen den offenen Enden der Rohrleitungen und den Öffnungen des Leitungsbundes;
  • Fig. 6 die Anordnung zum Verbinden der Scheibenfiltersektoren und der Öffnungen in den Rohrleitungen des Scheibendrehfilters von Fig. 1, in einer stark vergrößerten, perspektivischen Darstellung.
  • Das Vakuumdrehscheibenfilter gemäß Fig. 1 hat einen Tank 1, der eine zu filtrierende Aufschlämmung enthält. Eine langgestreckte Welle 2 ist so angebracht, daß sie sich horizontal über den Tank 1 erstreckt und um ihre horizontale Achse drehbar ist.
  • Angrenzend an die beiden Enden einer jeden Rohrleitung 3 ist außen an der Welle 2 ein Satz von langgestreckten Rohrleitungen 3 lösbar so angebracht, daß sie sich in Längsrichtung von dem benachbarten einen Ende der Welle 2 aus erstrecken. Die Rohrleitungen 3 sind parallel zueinander am Umfang um die Welle 2 herum für eine Drehung mit dieser ausgerichtet. Jede der Rohrleitungen 3 hat ein offenes Ende 5 , ein gegenüberliegendes geschlossenes Ende 6 und Öffnungen 4 in der Seitenwand der Leitungen, die radial von der Welle 2 nach außen gerichtet sind und sich in gleichen Abständen längs der Rohrleitung 3 befinden.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist in der äußeren Seitenwand einer jeden Rohrleitung 3 zwischen dem offenen Ende 5 und der dem offenen Ende 5 am nächsten liegenden Öffnung 4 eine umlaufende Nut 8 vorgesehen. Wie aus Fig. 5 zu ersehen ist, ist die Nut 8 alternativ in der Fläche des offenen Endes 5 einer Rohrleitung 3zwischen dem Innen- und Außenumfang der Seitenwand der Rohrleitung 3 umlaufend ausgebildet. Die Nuten 8 sind so geformt, daß sie einen O-Ring 9 zusammengedrückt halten, wodurch eine luft- und flüssigkeitsdichte Abdichtung an dem Strömungsende 5 der Rohrleitung 3 gebildet wird.
  • Die Rohrleitungen 3, wie sie in Fig. 2 gezeigt sind, sind an der Welle 2 nur angrenzend an ihrem offenen Ende 5 und an ihrem geschlossenen Ende 6 festgelegt. Um die Welle 2 herum ist ein Leitungsbund 11 angeordnet, der sich mit der Welle 2 dreht und die offenen Enden 5 der Rohrleitungen 3 festlegt und ausrichtet. Zum Festlegen und Ausrichten der offenen Enden 5 hat der Bund 11 eine Vielzahl von durchgehenden Öffnungen 12, die radial im Abstand von der Welle 2 so angeordnet sind, daß sie gleitend verschiebbar die offenen Enden 5 der Rohrleitungen 3 aufnehmen. Die offenen Enden 5 sind so aufgenommen, daß der O-Ring 9 in der zugeordneten Nut 8 der Rohrleitungen auf eine der alternativen Arten und Weisen zusammengedrückt wird, wie in den Fig. 2, 3, 4 und 5 gezeigt und im folgenden im einzelnen beschrieben wird.
  • An dem geschlossenen Ende 6 sind die Rohrleitungen 3 mit einem Stopfen 14 abdichtend verschlossen. An dem Stopfen 14 sitzt ein L-förmiges Halteteil 15, das eine Durchgangsbohrung 16 für die Ausrichtung zu einer Bohrung 17 in der Achse 2 hat. Eine Schraube 18 legt die Bohrungen 16 und 17 in fluchtender Ausrichtung fest.
  • Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, besitzt das Scheibendrehfilter einen ersten und einen zweiten Satz von Rohrleitungen 3, die mit einem ersten bzw. einem zweiten Bund 11 verbunden sind. Die Rohrleitungen 3 eines jeden Satzes erstrecken sich über weniger als die halbe Länge der Welle 2. Die Rohrleitungen 3 des zweiten Satzes sind abnehmbar außen an der Welle 2 so angebracht, daß sie sich in Längsrichtung ausgehend von dem einen Ende der Achse aus erstrecken, das dem Ende gegenüberliegt, von dem die Rohrleitungen 3 des ersten Leitungssatzes ausgehen. Die geschlossenen Enden 6 der Rohrleitungen 3 des ersten Satzes befinden sich angrenzend an die geschlossenen Enden 6 der Rohrleitungen 3 des zweiten Satzes, sind jedoch um einen Abstand A davon getrennt, der ausreicht, um ein Abnehmen der Rohrleitungen 3 eines jeden Satzes von der Welle 2 dadurch zu ermöglichen, daß die Rohrleitungen 3 in axialer Richtung der Welle 2 von ihrem zugeordneten Bund 11 weggezogen werden. Die Bunde 11 sind auch ein Teil eines Lagersystems 13, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, welches die Welle 2 auf dem Tank 1 abstützt.
  • An einer entsprechenden Öffnung der Öffnungen 4 der Rohrleitungen 3 ist ein Satz von Scheibenfiltersektoren 19, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, angebracht und steht in einer Flüssigkeitsströmungsverbindung damit. Die Sektoren 19 des Satzes sind so angeordnet, daß sie eine ringförmige Scheibe 20 bilden, die sich mit der Welle 2 durch die Aufschlämmung in dem Tank 1 dreht.
  • An dem Tank 1 ist eine Ventileinheit 21 in Strömungsverbindung mit den offenen Enden 5 der Rohrleitungen 3 eines jeden Satzes von Leitungen festgelegt, um wahlweise ein Vakuum an die Filtersektoren 19 der ringförmigen Scheibe 20 über die zugeordneten Rohrleitungen 3 anzulegen. Die Ventileinheit 21 ist ein herkömmlicher Bestandteil eines Vakuumdrehscheibenfilters und braucht nicht weiter erläutert zu werden.
  • Zwischen der Ventileinheit 21 und dem Bund 11 ist eine Verschleißplatte 22 angebracht, um den Verschleiß aufzunehmen, der sich aus der Relativbewegung zwischen dem Bund 11 und der Ventileinheit 21 zueinander ergibt. Die Verschleißplatte 22 dichtet auch den Filtratstrom zwischen dem Bund 11 und der Ventileinheit 21 ab. Die Verschleißplatte 22 kann so angeordnet werden, daß sie bezüglich des Bundes 11 oder der Ventileinheit 21 ortsfest ist.
  • Während des Betriebs des in Fig. 1 gezeigten Scheibendrehfilters wird eine Aufschlämmung über eine Rinne 23 in den Tank 1 eingeführt, wenn sich der Zapfen 2 durch einen Antrieb 24 dreht. Die Ventileinheit 21 legt selektiv ein Vakuum über die Rohrleitung 3 an die Filterbahnen an, die auf den Filtersektoren 19 angeordnet sind, so daß das Filtrat durch die Rohrleitungen 3 gezogen wird und sich ein Filterkuchen auf den Filtersektoren 19 bildet. Der Filterkuchen wird an einer Stelle bei der Rotation der Sektoren 19 in Rinnen 25 abgegeben, die im Tank 1 angeordnet sind.
  • Im einzelnen kann die Abdichtung am Strömungsende 5 der Rohrleitungen 3 auf eine Anzahl alternativer Arten und Weisen erreicht werden, wie sie in den Fig. 2, 3, 4 und 5 gezeigt sind. In Fig. 2 wird ein O-Ring 9 zwischen der Außenwand der Rohrleitung 3 und dem Eingang in die Öffnung 12 des Bundes 11 zusammengedrückt. In Fig. 4 wird ein O-Ring 9 zwischen der Außenwand der Rohrleitung 3 und der Wand einer durch die Verschleißplatte 22 gehenden Öffnung 26 zusammengedrückt, welche die Rohrleitung 3 gleitend verschiebbar auffnimmt. In Fig. 5 wird ein O-Ring 9 zwischen der Seite des offenen Endes 5 der Rohrleitung 3 und einer Dichtung 27 zusammengedrückt, die durch das offene Ende 5, den Bund 11 und die Verschleißplatte 22 positioniert ist.
  • Der Abstand A, der die geschlossenen Enden 6 der Rohrleitungen 3 der unterschiedlichen Fließzahlen von Leitungen trennt, ist größer als die größte Länge längs der Rohrleitungen 3, für die die jeweiligen offenen Enden 5 der Rohrleitungen 3 gleitend verschiebbar in den Öffnungen 12 ihrer jeweiligen Bunde 11 aufgenommen sind. Die einzelnen Rohrleitungen 3 werden ersetzt durch Abnehmen des geschlossenen Endes 6, wobei die Schraube 18 entfernt und die Leitung 3 längs der Achse 2 von ihrem zugeordneten Bund 11 weggezogen wird.
  • Wie in Fig. 1 gezeigt ist, werden die Rohrleitungen 3 auf ihrer Länge in Abständen, die den Abständen der Öffnungen 4 entsprechen, durch sattelförmige Aufbauten 33 abgestützt, die so angebracht sind, daß sie die Welle 2 ringförmig umgeben. Die sattelförmigen Aufbauten 33 haben eine Vielzahl von U- förmigen Sitzen, die mit der Außenseite der Rohrleitungen 3 den Öffnungen 4 gegenüberliegend über etwa dem halben Umfang der Rohrleitung 3 in Kontakt stehen, um die Rohrleitungen 3 zu tragen und um ihre radial nach innen gerichtete und tangentiale Bewegung zu begrenzen.
  • An den sattelförmigen Aufbauten 33 sind Radialstäbe 31 angebracht, die sich radial von der Achse 2 aus längs der Seitenränder der Sektoren 19 erstrecken. An den radialen Stäben 31 sind bogenförmige Halteelemente 32 in Kontakt mit dem äußeren Rand der Sektoren 19 festgelegt. Die radialen Stäbe 31 und die bogenförmigen Halteelemente 32 halten die Sektoren 19 ihrer Position.
  • Weiterhin sind Einrichtungen zum Halten der Sektoren 19 in Strömungsverbindung mit den Öffnungen 4 der Rohrleitungen 3 vorgesehen. Wie in Fig. 1 und 6 gezeigt ist, haben die Filtersektoren 19 ein glockenförmiges Teil 15 mit einem hohlen Schaft 36 zum Festlegen der Sektoren 19 an den Rohrleitungen 3.
  • Zwischen dem Schaft 36 und der entsprechenden Öffnung 4 ist, wie in Fig. 6 gezeigt ist, ein Ring 37 angebracht. Der Ring 37 hat einen inneren Zylinder 38 mit einem offenen ersten Ende für das Einführen in den Schaft 36 und ein offenes zweites Ende zum Einführen in die entsprechende Öffnung 4. Der Ring 37 hat weiterhin eine kürzere äußere Hülse 39, welche eine Kontakthülse über dem inneren Zylinder 38 bildet, so daß die beiden Enden des inneren Zylinders 38 über die beiden Enden der äußeren Hülse 39 vorstehen.
  • Die Fläche des Endes der äußeren Hülse 39 zum Schaft 36 hin ist planar und bildet eine Ebene, die senkrecht zur Längsachse der äußeren Hülse 39 ist. Die äußere Fläche am gegenüberliegenden Ende der äußeren Hülse 39 zu der Öffnung 4 hin ist sattelförmig ausgebildet und entspricht der Oberfläche der Rohrleitung 3 um die Öffnung 4 herum.
  • Zwischen dem Schaft 36 und dem Ring 37 wird eine Flüssigkeitsdichtung mittels einer Dichtung 40 erzielt, die um den inneren Zylinder 38 herum aufgepaßt ist und zwischen der planaren Fläche der äußeren Hülse 39 und der Fläche an der Unterseite des Schafts 36 zusammengedrückt wird. Zwischen der Öffnung 4 und dem Ring 37 wird eine Flüssigkeitsdichtung mittels einer Dichtung 41 erreicht, die über den inneren Zylinder 38 aufgepaßt ist und zwischen der sattelförmigen Fläche der äußeren Hülse 39 und der Oberfläche der Rohrleitung 3 um die Öffnung 4 herum zusammengedrückt wird.

Claims (13)

1. Scheibendrehfilter für die Druckdifferenzfiltration, mit
- einem Tank (1), der eine zu filtrierende Aufschlämmung enthält,
- einer sich über den Tank (1) horizontal erstreckenden Welle (2), welche für eine Drehung um ihre Mittelachse angetrieben ist,
- wenigstens einem Satz von parallelen, langgestreckten Rohrleitungen (3), die abnehmbar an der Welle (2) angebracht sind, sich in Längsrichtung von einem Ende der Welle (2) aus erstrecken und sich mit dieser drehen, wobei jede Rohrleitung (3) ein offenes Ende (5), ein gegenüberliegendes geschlossenes Ende (6) sowie an ihrem Umfang radial und nach außen gerichtete, in Abständen in Längsrichtung angeordnete Öffnungen (4) aufweist,
- einer Vielzahl von Scheibenfiltersektoren (19), wobei jeder Sektor an einer der Öffnungen (4) einer der Rohrleitungen (3) angebracht ist und in Flüssigkeitsströmungsverbindung mit der entsprechenden Öffnung (4) steht, und wobei mehrere benachbarte Sektoren (19) gemeinsam jeweils eine Ringscheibe (20) bilden, die sich mit der Welle (2) durch die Aufschlämmung im Tank (1) dreht,
- wenigstens einem Leitungsbund (11), der an der Stirnseite der Welle (2) angeordnet ist und sich mit dieser dreht, und der eine entsprechende Anzahl von radial angeordneten, durchgehenden Öffnungen (12) aufweist, welche die offenen Enden (5) der Rohrleitungen (3) aufnehmen, wobei eine Abdichtung zwischen Rohrleitungen (3) und Öffnung (12) mittels eines zusammengedrückten O-Ring erfolgt, und
- wenigstens einem, dem Leitungsbund (11) gegenüberstehenden, ortsfesten Steuerkopf (21), welcher selektiv in Strömungsverbindung mit den offenen Enden (5) der Rohrleitungen (3) steht, so daß ein Vakuum selektiv an einen der Scheibenfiltersektoren (19) über die zugeordnete Rohrleitung (3) angelegt wird, um Filtrat aus der Aufschlämmung zu ziehen,

dadurch gekennzeichnet, daß
- die langgestreckten Rohrleitungen (3) um das Äußere der Welle (2) herum angeordnet sind,
- die offenen Enden (5) der Rohrleitungen (3) in den Öffnungen (12) des Leitungsbundes (11) gleitend verschiebbar aufgenommen sind, und
- die gegenüberliegenden geschlossenen Enden (6) der Rohrleitungen (3) mittels einer lösbaren Befestigungseinrichtung (18) außen an der Welle (2) festgelegt sind.

2. Scheibendrehfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
- ein zweiter Satz von gleichen, parallelen, langgestreckten Rohrleitungen (3) um das Äußere der Welle (2) herum angeordnet ist,
- ein zweiter, gleicher Leitungsbund (11) an der dem ersten Leitungsbund (11) gegenüberliegenden, anderen Stirnseite der Welle (2) vorgesehen ist, dessen durchgehende Öffnungen (12) die offenen Enden (5) des zweiten Satzes von Rohrleitungen (3) aufnimmt,
- ein entsprechender zweiter ortsfester Steuerkopf (21) vorgesehen ist,
- die Rohrleitungen (3) des ersten und des zweiten Satzes sich jeweils nur über weniger als die halbe Länge der Welle (2) erstrecken, und
- die geschlossenen Enden (6) der beiden Sätze von Rohrleitungen (3) um einen Abstand (A) voneinander getrennt sind, der für das Abnehmen der Rohrleitungen (3) durch Herausziehen der offenen Enden (5) aus den Öffnungen (12) des jeweiligen Leitungsbundes (11) ausreicht.

3. Scheibendrehfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der äußeren Wand der Welle (2) und den Rohrleitungen (3) ein Distanzstück (33) vorgesehen ist, welches die Welle (2) ringförmig umgibt und das eine entsprechende Anzahl von U- förmigen Sitzen zur Aufnahme der Rohrleitungen (3) aufweist.
4. Scheibendrehfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtung zwischen den offenen Enden (5) der Rohrleitungen (3) und den Öffnungen (12) des Leitungsbundes (11) durch einen in einer umlaufenden Nut (8) der Rohrleitung (3) gehaltenen, zusammengedrückten O-Ring (9) bewerkstelligt wird.
5. Scheibendrehfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (9) zwischen der äußeren Seitenwand jeder Rohrleitung (3) und dem äußeren Rand jeder Öffnung (12) angeordnet ist.
6. Scheibendrehfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (9) zwischen der äußeren Seitenwand jeder Rohrleitung (3) und dem äußeren Rand jeder Öffnung (12 ) angeordnet ist.
7. Scheibendrehfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Steuerkopf (21) und dem Leitungsbund (11) eine Verschleißplatte (22) vorgesehen ist.
8. Scheibendrehfilter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißplatte (22) bezüglich des Leitungsbundes (11) ortsfest ist.
9. Scheibendrehfilter nach Anspruch 4 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (9) zwischen der äußeren Seitenwand jeder Rohrleitung (3) und der inneren Wand einer entsprechenden durch die Verschleißplatte (22) gehenden Öffnung (26) angeordnet ist.
10. Scheibendrehfilter nach Anspruch 4 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der O-Ring (9) zwischen der Stirnseite am offenen Ende (5) der Rohrleitung (3) und einer Dichtung (27) angeordnet ist, welche von dem offenen Ende (5) einer Nut des Leitungsbundes (11) und der Verschleißplatte (22) positioniert ist.
11. Scheibendrehfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibenfiltersektoren (19) einen hohlen Schaft (36) und eine Anordnung zum Verbinden der Scheibenfiltersektoren (19) und der Öffnungen (4) in den Rohrleitungen (3) aufweisen, wobei diese Verbindungsanordnung besteht aus:
- einem inneren Zylinder (38) mit einem offenen ersten Ende zum Einführen in den Schaft (36) und ein offenes zweites Ende zum Einführen in die entsprechende Öffnung (4) einer Rohrleitung (3), und
- einer äußeren Hülse (39), die eine Kontakthülse um den inneren Zylinder (38) derart bildet, daß die beiden Enden des inneren Zylinders (38) über die äußere Hülse (39) vorstehen, wobei die äußere Hülse (39) zur Öffnung (4) hin sattelförmig ausgebildet ist, so daß sie sich an die gewölbte Oberfläche der Rohrleitung (3) um die entsprechende Öffnung (4) herum anpaßt.

12. Scheibendrehfilter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Hülse (39) an ihrem zum Schaft (36) hinweisenden Ende planar ausgebildet ist.
DE19782856899 1977-06-08 1978-06-05 Scheibendrehfilter Expired DE2856899C2 (de)

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