DE286592C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
- B65G53/00—Conveying materials in bulk through troughs, pipes or tubes by floating the materials or by flow of gas, liquid or foam
- B65G53/04—Conveying materials in bulk pneumatically through pipes or tubes; Air slides
- B65G53/24—Gas suction systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ship Loading And Unloading (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVe 286592-KLASSE 81 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1913 ab.
Das Umladen von Getreide und anderem körnigen Gut aus Schiffen geschieht neuerdings
vielfach mittels sogenannter pneumatischer Schiffsheber, die auf einem Prahm o. dgl. aufgebaut
sind und die an das zu entladende Schiff herangefahren werden, um aus ihm das Gut herauszuholen, es alsdann zu verwiegen
und in das die Weiterbeförderung übernehmende Transportmittel, den Kahn oder Eisenbahnwagen,
unmittelbar umzuladen.
Die bisher hierzu gebräuchlichen Einrichtungen waren nun derart ausgeführt, daß auf
einem auf dem Prahm vorgesehenen hohen Gerüst zu oberst die Saugkammer, darunter
ein sogenannter Zwischenbehälter und unter diesem die gewöhnlich selbsttätig arbeitende
Wage angeordnet war. Unterhalb der Wage befand sich dann der Ablauftrichter, von welchem
das Schüttgut durch eine passende Rohrleitung abgeleitet wurde. Da das Schüttgut
nun hier durch sein eigenes Gewicht ablaufen mußte, mußte diese Ablaufleitung auch eine
genügende Schräglage erhalten, und daraus ergab sich dann naturgemäß für die ganze
Einrichtung eine ganz bedeutende Bauhöhe, die zumeist 25 m und noch mehr betrug.
Hieraus ergaben sich viele Mißstände. Zunächst wurde bei den großen Lasten, die hier
zu bewegen sind, mit Rücksicht auf die erforderliche Standfestigkeit und Sicherheit des
hohen Traggerüstes die ganze Anlage sehr erschwert und verteuert. Sodann zeigte sich,
daß bei einer solch großen Höhe, in der die selbsttätige Wage aufgestellt werden mußte,
die unvermeidlichen Schwankungen des Schiffskörpers nicht nur auf die ganze Umladearbeit
äußerst störend einwirkten, sondern daß auch die Wage in ihrer Arbeit ungünstig beeinflußt
wurde. Dazu kommen noch die sonstigen Unzuträglichkeiten, die mit der Bedienung einer so sehr in die Höhe ragenden und dazu
von einem Schwimmkörper getragenen Vorrichtung unvermeidlich verbunden sind.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, alle diese Mißstände nach Möglichkeit zu vermeiden
oder zu verringern, und zwar geschieht das, indem durch die eigenartige Anwendung
der Saugluftförderung einerseits die Bauhöhe des Sauglufthebers wesentlich herabgesetzt
wird, und indem andererseits die Wiegevorrichtung eine solche Aufstellung erhält, daß
sie Störungen wenig oder gar nicht mehr ausgesetzt ist.
Es sind zwar Getreideheber von geringer Bauhöhe bekannt, bei denen teils Saugluft
und teils Preßluft verwendet worden ist, dergestalt, daß die Förderung nach dem einen
Teil der Behälter durch Saugluft und auf dem weiteren Wege durch Preßluft stattfand. Dadurch
wird aber die ganze Anlage nicht allein verwickelt, sondern es hat sich auch gezeigt,
daß die Preßluftförderung für die hier in Betracht kommenden Zwecke praktisch ungeeignet
ist. Man hat dann auch schon bei anderen Gelegenheiten die Saugluftförderung
in der Weise benutzt, daß man mittels des Saugluftstromes das Fördergut durch verschiedene
Behälter der Reihe nach hindurchgesaugt hat.
Die Erfindung kennzeichnet sich nun diesen bekannten Einrichtungen gegenüber dadurch,
daß durch ein und denselben Saugluftstrom
das Gut aus dem Transportschiff abgesaugt,· alsdann einer die Wiegevorrichtung umschließenden
Saugkammer zugeführt und nach Passieren der Wiegevorrichtung unmittelbar einer zweiten auf einem Aufbau des Schiffes angeordneten
Saugkammef zugeführt wird, um alsdann von hier durch sein Eigengewicht abzulaufen.
Der Vorteil dieser Einrichtung besteht darin, daß erstens die Wiegevorrichtung
ίο sehr tief angeordnet werden kann, daß zweitens
der Hauptförderbehälter und damit sein Traggerüst wesentlich niedriger aufgestellt bzw.
ausgebildet werden können, und daß endlich die ganze Einrichtung sehr einfach wird, da
durch dieselbe Saugeinrichtung das Fördergut in einem Strom auf seinem ganzen Wege
gefördert wird.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind hierfür zwei Ausführungsformen dargestellt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 zeigt α das
zu entladende Schiff, aus dem das Gut durch die Saugluftheber δ herausgesaugt wird. Diese
Saugluftheber führen jeder in den oberen Teil einer entsprechend groß gewählten Saugkammer
c. Von hier aus fällt das Gut unmittelbar in die in Fig. 1 punktiert angedeutete
automatische Wage d, die im unteren Teil der Saugkammer c untergebracht ist, und wird
hier verwogen, um sich alsdann im untersten, vorteilhaft trichterförmigen Teil der Kammer c
zu sammeln. Von hier aus wird das abgewogene Gut durch die Saugleitung β unter
Verwendung eines geeigneten Saugmundstücks f wieder abgesaugt und in die auf dem Gerüst g
stehende Hauptsaugkammer h gefördert. Aus dieser gelangt es dann in bekannter Weise
durch ein Zellenrad i o. dgl. in den Ablauftrichter k, von dem aus es durch die Leitung
I in den Leichter m überläuft. Es ergibt
sich aus der beschriebenen Einrichtung ohne weiteres, daß, da hier das geförderte
Gut unmittelbar aus der Hauptsaugkammer h abläuft, diese nur eine solche Höhe zu haben
braucht, um dem Schüttrohr I genügend Fall zu geben; somit ist die gesamte Bauhöhe
des schwimmenden Sauglufthebers erheblich verringert.
Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 2 wird die angestrebte Wirkung in noch
höherem Maße erreicht. Hier ist die ganze Einrichtung gewissermaßen verdoppelt mit der
Maßgabe, daß beide selbständigen Förderer symmetrisch nebeneinander angeordnet sind.
Zwar kann man auch, wie die Fig. 1 zeigt, zwei Saugkammern c mit zugehöriger Wiegevorrichtung
anordnen; aber bei der Ausführungsform nach Fig. 1 arbeiten beide Vorrichtungen
in dieselbe Hauptsaugkammer. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist jedoch die Einrichtung derart getroffen, daß zwei
Hauptsaugkammern h nebeneinander angeordnet sind, die abwechselnd benutzt werden
können. Da auf diese Weise die Saugkammern h entsprechend. weit seitlich stehen, ist
eine ausreichende Schräglage des Schüttrohres I auch bei noch geringerer Bauhöhe des
Gerüstes g zu erzielen. Ferner hat diese Einrichtung den großen Vorteil, daß man trotz
der niedrigen Bauhöhe doch nach beiden Seiten hin fördern kann, ohne das Schiff wenden
zu müssen, indem für jede Seite des Schiffes die zugehörige Saugkammer als Entlader zur
Anwendung kommt.
Der neue schwimmende Saugluftheber bietet gleichzeitig noch den großen Vorteil, daß ein
der Größe sowohl wie dem Gewicht nach sehr bedeutender Teil des Hebers, nämlich die Saugkammern c mit den zugehörigen
Wiegevorrichtungen, ganz tief, nämlich unmittelbar auf oder sogar unter Deck angeordnet
werden können. Die hierdurch erzielten Vorteile sind ohne weiteres klar; der wichtigste
ist, daß die Schwankungen des Schiffskörpers wesentlich verringert werden, und daß ein
schädlicher Einfluß auf die Wage vollkommen ausgeschlossen ist.
Claims (2)
1. Auf einem Schiff angeordneter Saugluftheber für Schüttgut, gekennzeichnet
durch die Vereinigung einer auf oder unter Deck des Heberschiffes vorgesehenen, eine Wiegevorrichtung (d) umschießenden
Saugkammer (c) , mit einer zweiten auf einem Aufbau des Schiffes angeordneten Saugkammer (h), der in an sich bekannter
Weise das Fördergut durch den ursprünglichen Saugluftstrom aus der ersten Saugkammer
(c) zugeführt wird.
2. Saugluftheber nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Aufbau des Schiffes zwei Saugkammern (h) angeordnet sind, die mit zwei unteren
Saugkammern (c) in Verbindung stehen und so weit zu beiden Seiten des Heber-Schiffes
angeordnet sind, daß trotz ihrer geringen Höhenlage die erforderliche Schräglage
des Ablaufs (k, I) erzielt · wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
berlin. Gedruckt im der
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286592C true DE286592C (de) |
Family
ID=541904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286592D Active DE286592C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286592C (de) |
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